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des Allgemeinwohles!
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[Russisches Original. Seite 6.
Leeres Blatt.]
BAND ZWEI
[Russisches Original. Seite 8.
Leeres Blatt.]
Wenn man euch fragt, wer euch die Lehre gab. Antwortet:
"Der Mahatma des Orients!"
Wenn man euch fragt, wo Er lebt. Antwortet: "Die Wohnstätte des Lehrers soll weder bekannt gegeben, noch ausgesprochen werden. Eure Frage zeigt, wie weit ihr vom Verständnis der Lehre entfernt seid. Selbst vom menschlichen Standpunkt aus müsstet ihr begreifen, wie unangebracht eure Frage ist."
Man wird euch fragen: "Wann werde ich zum großen Dienen geeignet sein?" Antwortet: "Von dieser Stunde an und fürderhin!"
Man wird fragen: "Wann soll man zur Arbeit bereit sein?" Saget: "Verlieret keine Stunde!"
"Wann wird der Ruf erfolgen?" Antwortet: "Seid selbst im Schlafe wachsam!"
"Und wie soll man arbeiten?" Saget: "Steiget die Qualität eurer Arbeit!"__________
Disziplin des Geistes ist erforderlich, sonst werdet Ihr nicht frei. Dem Sklaven wird sie zum Gefängnis, dem Freien zu einem wunderbaren, heilsamen Garten.
Wem die Zucht des Geistes eine Fessel ist, dem werden die Tore verschlossen bleiben. In Fesseln kann man die Stufen nicht emporsteigen. Betrachtet einen disziplinierten Geist als Flügel. Wer in der Zucht des Geistes Erleuchtung für die künftige Welt sieht, der ist schon vorbereitet.
Wer durch Evolution gereift ist, wird behutsam ans Ziel gelangen. Freundvoll wird er des Pfades Staub abschütteln. Wesentlich ist es, er wird keine Furcht kennen. Und, die Überflüssiges ablegt, wird er die Einfachheit erlangen.
Es ist begreiflich, dass das Bewusstwerden der Evolution ein beglückender Vorgang ist.
Man wird euch wiederum fragen: "Warum bekommt man zu Beginn des Pfades soviel Angenehmes und vieles wird vergeben?" - "Weil am Anfang alle inneren Feuer angefacht werden und der Gerufene wie eine Fackel einherschreitet. An ihm liegt es, die Beschaffenheit seines Feuers zu bestimmen."
Wer die Disziplin des Geistes übt, wird eine Verbesserung des Feuers wahrnehmen und sich dem Allgemeinwohl widmen. Das Ende des Pfades kann durch Tausende von Feuern für das Allgemeinwohl erleuchtet sein. Diese Tausende von Feuern werden den Regenbogen der Aura entzünden. Deshalb ist die Disziplin des Geistes Flügel.
TEIL EINS
V
1. Einst hielt man hundert Krieger bereits für eine Macht. Später waren tausend schon ein Herr.
Allmählich haben Hunderttausende die Welt erobert.
Dann erhoben sich Millionen, doch auch sie konnten die Bahn des Geistes nicht verändert.
Also, Ich werde 1.000000000 unter dem Banner des Geistes sammeln, dies wird das Zeichen Meines Heeres sein.
Denket nach, wann diese Offenbarung sich erfüllen wird,
Und sieben Banner werden bestätigt werden!2. Der Geist ist nur dann vollkommen, wenn er das Universum erkennt. Dies geschieht oft, doch wir können unser Bewusstsein nicht immer im Verkehr mit der Wahrheit festigen.
Der Himmel erscheint wie lebendig, und wir sagen: "Fliegen schwärmen umher." So werden feinste Berührungen wie unsichtbare Flügel empfunden.
Die Leere ist die Schatzkammer des Ursprungs, und ihr erfühlt den Pfad des Anfangs.3. Denket jeden Tag darüber nach, wie Mein Werk vollendet werden könnte.
Unterrichtet die Nachfolger, lehret sie die Schönheit. Schärfet ihre Augen.
Wozu Jahre, wenn man in Wochen vollenden kann?
Es ist leichter, einen einzigen Schock zu ertragen, als die Gedanken vermodern zu lassen.
Deshalb sage Ich: "Schreitet voran, dann werde Ich eure Kräfte vermehren."4. Ich werde senden - erfüllet Meinen Willen.
Berühret das Irdische behutsam; wenn man sich auf dem Pfad befindet, sind Leckerbissen nicht vonnöten.5. Bei der Arbeit an sich selbst muss man der Lüge Schild verkaufen.
6. Nun will Ich vom reinen und behutsam durchschrittenen Karma sprechen: Berühret die geteerten Knoten des Schicksals vorsichtig. Gefährlich ist es, bereits verhärtete, verflossene Ereignisse, die ihr hinter euch herschleppt, zu berühren. Deshalb warne Ich: Nichterfüllung der Weisungen und Missachtung des Uranfangs schaden mehr, als es scheint. Den Strom des Karma kann man mit der Decke des Verstehens verhüllen, doch zerstört sie nicht durch Dummheit oder Grausamkeit, denn dies ist unter Unsrem Schild verboten. Ich wiederhole: Bleibt auf dem aufgezeigten Pfad.
7. Zu wem sollen Wir denn sprechen? Ein Maultier kann einen Karren ziehen. Ist es möglich, dass des Menschen Geist den Körper nicht zwingen wird, sich an der Arbeit zu erfreuen?
Der Maulesel beeilt sich, seinen Reiter vor Unwetter zu schützen.
Ist es möglich, dass der menschliche Geist sich durch den Strom von Karma beunruhigen lässt?8. Man soll an die Offenbarungen des Lehrers denken; der Schild muss rein gehalten werden. Ihr werdet Meinen vollen Schutz erhalten. Ich werde alle Möglichkeiten bieten, doch haltet die Verbindung aufrecht. Inmitten der törichten Menge verhüllt des Geistes Feuer. Lest Mein Buch und seid durch des Elends Stimme nicht erschreckt, denn der Blinde sieht nicht, was euch enthüllet wird. Doch zu eurem Nutzen sage Ich, rufet öfters Meinen Namen. Glaubt ihr denn, dass es Vergnügen bereitet, tote Länder zu schauen? Beobachtet den Niedergang der Welt der Lüge.
Lüge, Lüge, Lüge gehe zugrunde!9. Die Lehre sollte besser verstanden und findig angewendet werden.
Lächelt den kleinen Steinen zu.VI
[10.] 1. Der Lehrer weist euch darauf hin: Fühlt die Fäden, die euch wunderbar verbunden haben. Eure Schuhe sind mit wunderbaren Bändern für den langen Weg geschnürt.
Ebenso wie es in der Vergangenheit geschah, wird auch die Zukunft festgelegt werden.
Man kann Begegnungen nicht ausweichen, die vorher bestimmt sind.
Nicht vorausberechenbar sind die Sendungen im Buch des Lebens.
Es ist vorbereitet worden, aber zerreißet Mein Gewebe nicht.
Der Wirbelwind der Unvernunft trägt die besten von Mir gesandten Entwürfe davon.
Man soll die Schätze, die der Welt geoffenbart wurden, nicht verstreuen.
Minderjährigkeit kann nicht immer zur Entschuldigung herangezogen werden.
Es ist besser, nach der ersten Schlacht einen Sieg zu feiern,
Als ins Grab zu sinken.
Deshalb sage Ich: Schreitet vereint voran und decket euch mit einem Schild.
Möge jeder seinen Atem reinigen, ohne Staub des Ärgers zu erzeugen.
Indem ihr Blumen der Hingabe sammelt, begreifet ihr die Nützlichkeit Meines Pfades.
Führe Ich euch mit Zwang? Zwang ist Uns nicht eigen.
Doch wenn wir vereint gehen, wie sollte man da keinen Rat erteilen!
Deshalb sage ich, denket besser nach und stolpert nicht.[11.] 2. Auf Unseren Waagen wiegt das geistige Streben am meisten. Der Erfolg im Leben festigt sich nur durch die Kraft des Gebetes der Heldentat.
Die Lehre des Geistes bildet einen Panzer für den Körper.
Die Blitze der Welt verspürend, beginnet mit einem neuen Buch für den kommenden Winter. Ich lehre, die Zukunft weise zu begreifen.
Erfolg muss Meine Schüler begleiten.
Ihr könnt weise Meinen Meilensteinen folgen.[12.] 3. Opfer, Opfer, Opfer; nachher das Empfangen und zuletzt der Jubel des Geistes.
[13.] 4. Jeder hat sein Ziel. Ich zeige das Tor,
das für den Geist geeignet ist. Indem man es durchschreitet, wird man die verwandelte Welt betreten, in der man dem Verstand in jedem Lande eine Wohnung gibt. Der Geist lernt fliegen, wenn das Leid die Sehkraft schärft.
Der Strahl des Bewusstseins der Unendlichkeit erleuchtet das Heil, das euch gesandt wurde.
Es gibt einen irdischen Weg und einen geistigen Pfad der Schwingen. Untersuchet und wählet.[14.] 5. Ringsum sind Wolken, doch der Morgenstern geht dennoch auf.
[15.] 6. Jede Minute, in der der Geist verstanden wird, legt einen Diamanten in die Schatzkammer der Möglichkeiten.
[16.] 7. Durch Krankheit verstärken sich oft die Errungenschaften.
Der heilige Franziskus und die heilige Therese waren häufig krank. Pythagoras war herzleidend. So verloren die besten Lauten ihre Saiten.[17.] 8. Die Weisheit der Mütter sieht die okkulten Bedingungen bei der Geburt des Kindes voraus. Der Geist der Mutter weiß, wie der Feind versucht, dem neuen Wanderer zu schaden. Während der Schwangerschaft ist es leichter, Gift zu senden. Es ist leicht, den Ärger der Mutter zu schüren und das Heim mit dem Staub der Unzufriedenheit zu füllen.
Die Mütter versuchen weise, ihre Augen auf das Antlitz eines Heiligen zu richten, oder sich durch den Anblick der Natur zu erbauen.[18.] 9. Indem wir abgeben, erhalten wir. Den Besitz verachtend, empfangen wir himmlische Kleidung.
[19.] 10. Die Form wird vom Inhalt belebt und nicht vergessen.
[20.] 11. Dorinosimo1, kühn erhebet euren Schild.
Um eines bitte Ich euch: Schwächt eure Kraft nicht durch Besitz von Gold. Meine Lehre liebt kein Gold.[21.] 12. Es kann keine Gnade geben, wenn das Gesetz von Karma bis zum letzten Punkt erfüllt werden muss. Das Karma holt einen ein, doch kann seine Wirkung durch freiwillige Opfer für unbekannte Menschen gemildert werden.
[22.] 13. Säet besser, Sämänner! Bald wird die Erde bereit sein! Wenn der Welt nicht durch eine besondere Offenbarung geholfen wird, kann sie der Härte nicht widerstehen.
[23.] 14. Ich werde jene in Mein Haus rufen, die Ich nahen sehe.
Ein ruhendes Schwert erfüllt den Geist mit Schmerz.[24.] 15. Verrichtet erfolgreich das Mir angenehme und für euch vorteilhafte Werk, es ist ein freundschaftliches, das Mein Haus errichtet.
Sammelt Vorbilder der Liebe. Durch Liebe werdet ihr das Verständnis dafür erlangen, wie das Haus besser zu schmücken sei. Fraget die Gute, welche Einrichtung dem Haus gebührt.
Das reine Haus, das sich in Schönheit offenbart, erkennet ihr durch Ehrgefühl.
Die Offenbarung eurer Arbeit gleicht Blumen.
Ich werde keinen Obolus annehmen, doch werde Ich zehnfach, ja hundertfach vergelten.VII
[25.] 1. Sogar eine einfache Hausfrau sagt: "Beschmutzt die Stufen nicht, sonst müsst ihr euren Kehricht selbst wegräumen!"
Auch jene, die die Aura des Lehrers und die der an Ihn Gebundenen durchstoßen, fügen sich selbst Wunden zu, nicht durch Bestrafung, nicht durch Rache, sondern durch den rückwirkenden Funken.
Deshalb hüte man sich davor, Unsere Werke anzugreifen, besonders gegenwärtig, wo die Elektrizität des Raumes so gespannt ist. Lasst es diese und auch jene, die nicht daran glauben, wissen: Besser nicht berühren. Es kann auch bei Sonnenschein Donner geben.
Gesegnet sind jene, die den Panzer der Aura verstärken.[26.] 2. Eine Antwort kann man nur Menschen reinen Herzens geben. Verbindet die Macht der Liebe mit der Strenge.
[27.] 3. Wohlergehen und Gesundheit bedürfen des Vertrauens; das Nötige wird immer von Strahl bereitgestellt.
Irrtum zerreißt das Gewebe des Körpers.[28.] 4. Zugeständnisse an listige Hände soll man nicht als Schaden betrachten.
Ein Anhänger der Weisheit liebt es, weit vorauszublicken.
Mit einem Lächeln und ohne Gereiztheit gebietet bösen Verleumdungen Halt.
Der Erfolg ermüdeter Menschen gleicht dem schwachen Strahl eines kleinen Springbrunnens, doch der weise Hausherr wird das Wasser mühevoll aus dem Ozean heranleiten und sich an der ewigen Frische des Strahles ergötzen.[29.] 5. Es erübrigt sich, über Feinde zu sprechen, wenn die Heldentat das große Licht entzünden kann.
Die Einsamkeit wird eine bessere Botschaft übermitteln als das Gerede der Massen.
[30.] 6. Das Becken der Welt ist mit Bazillen überfüllt. Das Gewebe, das es bedeckt, bebt, doch die wunderbare Blume muss von menschlichen Händen auf der Erde gepflückt werden. Ich bin mit euch, doch wenn Ich still werde, bedeutet dies, dass Ich die euch gesandten Pfeile im Schild auffange.
Blickt in Einigkeit auf jenen Tag, wo das Wissen in Mein Haus einkehrt, denn die Überbringer des Wissens sind bereits geboren.VIII
[31.] 1. Ich spreche von unbekannten Brücken und Toren.
Auf dem Weg kommt man auch zu unbekannten Brücken. Man soll sie eilig überschreiten, ohne hinunterzublicken, doch mit dem einen Wunsch, rasch das Ufer zu erreichen.
Verweilt auch nicht vor unbekannten Toren, doch begehret Durchlass und Lasst in eurer Ruhe euch nicht stören, denn euer Weg ist festgelegt.
Mit reinen Gedanken muss man die Poren vor schlechter Luft verschließen.
Wenn ihr es schwer habt, wiederholet: Ich gehe dennoch in den herrlichen Garten, ohne die vorherbestimmten Tore zu fürchten.
Wozu schwebt der Schild über mir? - Um mich zu schützen.
Wenn neue Dämme sich erheben, werde ich sie überqueren, denn ich fürchte mich nicht![32.] 2. Warum soll man sich in die astrale Welt versenken?
Jene, die gelitten haben, deren Geist entflammte, und die gearbeitet haben, freuen sich. Doch hier sind die Säer und dort die Schnitter.
Jede Saat auf der Erde birgt die Möglichkeit einer reichen Ernte. Die Saat geht auf; ihr Verstehen gewinnt neue Ausmaße im Hinblick auf künftige Saaten.
Warum deshalb die astrale Welt befragen?[33.] 3. Nun etwas über den Boten: so, wie ihr im Leben dem Briefträger entgegeneilt, so müsst ihr auch nach Unseren Sendungen die Hand ausstrecken.
Unsere Boten werden von einer Front stacheliger Hindernisse behindert, doch ihr habt eine wunderbare Schere, um sie zu durchschneiden. Helfet durch eine reine Aura mit, dass die Boten euch erreichen können.
Für eine Taube ist es schwer, im Nebel zu fliegen.
Ich führe euch den schnellsten Pfad und bin bereit, bei Finsternis einen Boten zu entsenden, doch öffnet ihm die Türen; es ist nicht angenehm, draußen im Regen zu stehen und vergeblich anzuklopfen.
Liebet einsame Gedanken, wenn die Funken des Verstehens einen Kranz der Erkenntnis flechten.
So, wie Ich Mich für euch verbürge, so sollt ihr auf Mich vertrauen. Machtvoll bestätige Ich den Pfad zu den Höhen.
Empfanget das Heil, wenn Meine Boten die Nachricht überbringen: Er ist gekommen!
Die Stunde des Glückes ist bestimmt, und auf dem Wege blühen Blumen.
Was habt ihr mit langen Fingern, mit Hunden und Tigern zu tun? Schaffet das Werk des lebendigen Gottes.[34.] 4. Der Sinn wird klarer, wenn ihr vom Berg hinabblickt.
Man muss die Funken bemerken. Bald werden sie sich zur Flamme neuen Verstehens der Grundlagen vereinigen.
Eine Brücke zwischen dem völligen Niedergang und dem Aufstieg zu bauen, ist nicht leicht.
Die Träger des Geistes kennen einander nicht.
Horcht auf die Stimmen seltsamer Gestalten auf eurem Weg und macht euch Notizen. Wenn ihr diese Mitteilungen nachher zusammenfasst, werden sie eine Leiter praktischer Hinweise für neue Möglichkeiten bieten.
Die Aufmerksamkeit wird geschärft und die Verbindung fester, wenn die ausgesandten Funken, ohne das Karma zu verletzen, eure Macht behüten.[35.] 5. Ich will erklären, warum es wichtig ist, die gegebenen Worte und Bilder zu beachten:
Für Unsere Schüler ist es eine Gedankenübung, wenn ihnen aus einer ganzen Mitteilung nur ein Teil oder ein einziges Wort gegeben wird. Die Richtung des Gedankens wahrnehmend, fügt jeder entsprechend seinem Verstände das hinzu, was er als das ihm Nächstliegende erfühlt. So wird das persönliche Bewusstsein allmählich durch ein vereintes verdrängt, und aus einem einzigen Wort kann ein komplizierter Aufbau entstehen. Man erhält dadurch ein Schiffre des Geistes.[36.] 6. Okkult gesehen, bedeutet ein Kreis die Verkörperung eines durch verschiedene Möglichkeiten erweiterten menschlichen Organismus. Die im Mittelpunkt stehenden Figuren übernehmen die ehrenvolle Aufgabe des Herzens.
Das Wachstum des Organismus und seine Verletzungen spiegeln sich im Herzen wider. Das Schwingen der Arme ruft Müdigkeit hervor, mehr noch das unbewusste Streben.
Ihr kennt bereits das Gleichnis vom Reigen und den Schildern. Ihr wisst bereits, dass Sieben die beste Zahl für einen Kreis ist. Fünf stellt die Gliedmaßen des Körpers dar. Ergänzungen können nur eine besondere Aufgabe haben oder karmische Bedingungen erfüllen.
Es ist schwer, einen Kreis zu bilden. Doch noch schwerer ist es, Veränderungen vorzunehmen, denn es ist nicht möglich, das Herz durch ein Glied zu ersetzen. Ebenso unmöglich ist es, einen undisziplinierten Geist einzuführen.
Für diesen Fall sind Zeugen zur Hand, welche die Arterie des entfernten Herzens nicht belasten werden.[37.] 7. Nun einiges über Karma: Wenn man zur erkannten Aufgabe die Bedingungen von Karma hinzufügt, wie schwer ist es dann, das ganze ungeordnete Denken zu ertragen.
Man kann dies erleichtern, indem man behutsam eine Berührung mit dem Empfindungsvermögen vermeidet. Doch das menschliche Denken bringt die Waage so leicht aus dem Gleichgewicht, wenn es die Gewichte abwirft, die zur Erde ziehen.
Aber bei jedem Abwurf schmerzt das arme Herz.[38.] 8. Schwer ist die Aufgabe, die Zahl der Feinde nicht zu vermehren. Man muss die Steine an der Schwelle kennen, doch soll man sich nicht grämen über sie.
[39.] 9. Nicht ein, nicht zwei, sondern viele Herzen sind auf euch gerichtet, und das Netz der dargebotenen Möglichkeiten wird von geschickten Händen gewoben, zerreißt es nicht. Achtet auf die Ereignisse jedes Tages.
Luxus müsst ihr aufgeben.
Ihr werdet eine besondere Erscheinung annehmen und sie in Übereinstimmung mit der Natur Meines Landes finden.
Bis in den letzten Winkel des Gehirns müsst ihr von den von Mir gebotenen Möglichkeiten durchdrungen sein. Es ziemt niemandem, missmutig zu werden.[40.] 10. Den Mücken behagt der Luftzug nicht; sie können weder heranfliegen noch stechen.
Macht keine neuen Feinden. Diejenigen, welche euch bestimmt sind, werden selbst kommen.[41.] 11. Nur die in Harmonie befindliche Batterie kann die Kräfte überprüfen. Der Strahl kann nur dann wirksam sein, wenn ihr die Weisungen erfüllt.
[42.] 12. Wenn ihr in Meinem Namen sprechen werdet, so saget: "Die Hand des Schöpfers ist immer in Bewegung, deshalb bewegt sich alles." Ihr sehet auf dem Ringe zwei Spiralen. Wie man auf der einen aufsteigen kann, so kann man auf der anderen hinabfallen.
Auch ein Archat kann noch durch Missbrauch eines Wunders fallen.
Seid nicht nur während der Verbindung mit Mir standhaft, sondern auch dann, wenn ihr euch selber überlassen bleibt, denn nur so wird die Findigkeit des Geistes gestählt.
Wenn man eurer Liebe zu Uns misstraut, reinigt euch durch Meinen Schild.
Sieben Gelegenheiten werde Ich euch senden, damit Ihr eure Findigkeit beweisen könnt. Viele Fensterscheiben können zerbrochen sein, doch sehr unbehaglich ist ein Haus ohne Dach.
Durch den Willen der Uranfänge könnt ihr den anvertrauten Schatz bewahren.
Umgebt euch mit dem nötigen Wunsch und auf den Ring vertrauend, wiederholet: "Ich will nicht fallen!"IX
[43.] 1. Seht in der Begeisterung eine große Macht auf dem Weg zu Uns.
Das Alte den Alten - Mein Zeichen sollte man in einem neuen Buch bewahren, in neuem Geist, durch neue Tätigkeit.[44.] 2. Wenn Regentropfen an euer Fenster klopfen -
ist es Mein Zeichen!
Wenn ein Vogel fliegt -
ist es Mein Zeichen!
Wenn Blätter vom Wirbelwind hinweggetragen werden -
ist es Mein Zeichen!
Wenn die Sonne das Eis schmilzt -
ist es Mein Zeichen!
Wenn die Wellen das Leid der Seele hinwegspülen -
ist es Mein Zeichen!
Wenn die Schwinge der Erleuchtung die gequälte Seele
berührt -
ist es Mein Zeichen!
Zählet die Stufen, wenn ihr in den Tempel geht, denn
jede siebente Stufe trägt Mein Zeichen!
Wenn ihr für Mein Zeichen neues Verständnis zeigt, so werdet ihr das Leuchten der Blitze der Welt wahrnehmen.
Ich habe euch die Tür geöffnet, doch eintreten müsst ihr selbst.
[45.] 3. Unwiderruflich sage Ich: "Solange ihr mit Mir geht, ohne Gereiztheit und ohne Zweifel, sind die Ströme der Möglichkeiten unberechenbar".
Gewaltig sind die Kräfte, die euch dienen.
Wer den Stein trägt, strahlt Sterne des Heiles aus. Täglich werden neue gegeben.
Flechtet Körbe, um die Sterne einzusammeln.
Breitet die Zelte aus, um die Gaben aufzufangen. So führe Ich euch![46.] 4. In den Morgenstunden arbeitet, am Abend erfreut euch Meines Namens. Lass uns den neuen Weg gehen!
[47.] 5. Mein Strahl - sei euer Atem.
Meine Hand - sei euer Banner.
Mein Schild - sei euer Stolz.
Mein Haus - sei eure Zuflucht.
Mein Berg - sei euer Wunder.
Mein Wunsch - sei euch Gesetz.
Mein Erscheinen - sei euere Glückseligkeit.
Der Geist Unserer Bruderschaft walte über euch.[48.] 6. Während man durch die Lehre in das Wesen des von Mir gesandten Glückes eindringt, muss man festen Schrittes gehen, wissend, wie die größte Hoffnung der Menschheit, die auf dem "Stein" begründet ist, aufersteht.
Wir wollen im Gebet unser Schicksal erwarten.[49.] 7. Hinterlistige Stimmen versuchen Staub aufzuwirbeln, doch denkt daran, dass Gereiztheit auch nicht besser ist als Staub, geht ihr darum aus dem Weg!
Ich lehre durch die Erscheinungen des Lebens. Ich gebe täglich Zeichen. Wie Rosenblätter sind die Zeichen verstreut, denn die Zeit ist nahe. Denkt an die Neue Welt, denkt an die Völkerwanderung.[50.] 8. Ich bezahle hundertfach, doch andererseits verursacht das Versäumte auch eine hundertfache Verzögerung.
O, Ball des Schicksals! Wen wirst du treffen und wen meiden? Das Licht ist dir vorherbestimmt - beeile dich, Ball, um ans Ziel zu gelangen! Verhindere listige Wendungen![51.] 9. Wenn ihr an der Klagemauer steht, denkt daran, dass die Freude kommen wird!
Ich sage euch: "Wendet euch gen Osten, erblicket Meine Morgenröte!
Wie gut ist das Chrisam, das rechtzeitig besorgt wurde!
Kostbar ist die Blume, die zu Meiner Zeit gepflanzt wird!
Verschüttet den Kelch Meiner Stunde nicht!
Das Wunder kommt! Wartende tretet das Erbe an!
Das Gefäß aus alten Zeiten ist zurückgekehrt!"____________
[52.] 10. Warum wundert ihr euch über die gegebenen Fristen? Wir raten nicht, sondern Wir sehen.
Ihr fragt, wie ihr euch versammeln sollt? Ich sage: "Vereiniget euch im Gebet." Es ist besser, wenn ihr schweigt. Lärmet nicht mit Gegenständen, schreit auch nicht, denn die Flügel des Geistes wachsen in der Stille.
Betend weihet eure Zeit dem Verkehr mit Uns, denn Wir tragen das Beste für die Verbindung bei.
Der Strom der Verbindung schafft eine wunderbare Leiter zu den höchsten Offenbarungen des Schöpfers - die Leiter des Geistes. Ihr könnt im Leben kämpfen und erfahren, wann die Stunde kommen wird, um Meine Hilfe zu erbitten.
[53.] 11. Wie soll man die Entwicklung der Werke abwarten?
Wie die Wellen ihren Rhythmus haben, so wachsen die Werke in gleichmäßigem Aufstieg und in Erwartung des steten Fortschrittes.
Die Stunde der Trompete verstehend, erfasset den Gang des Lebens.
In Augenblicken der Stille gebt die Lehre in das Fach der Erfahrung.
Wie soll man die Schriften der Weisen lesen? Man muss sich absondern und das Gelesene den einzelnen Stimmungen anpassen.
Nun bin ich neu geboren.
Nun bin ich ein alter Mann.
Nun bin ich ein Verbannter.
Nun bin ich ein Herrscher.
Nun bin ich blind.
Nun bin ich einer, der die Welten erkannte.
Bei jedem Beginnen richtet euren Geist auf die erkennbare Größe des Lebens.[54.] 12. Man soll sich nicht zieren; schreitet wie Löwen einher, das Gute schmückt eure Rüstung.
Ich werde euch die Offenbarung eines Anglers senden und die Hand in das Rad der Drohungen stecken.
Ich halte es für nötig, aus den Beispielen der Angriffe zu lernen.
Das Feuer der Erde will hervorbrechen.
Meine Weisung und rechtmäßige Bitte an die Schüler lauten: "Schreitet streng einher, aber ohne Gereiztheit."
Gereiztheit macht euer Gefäß gläsern und zerbrechlich.
Ein silberner Kelch eignet sich besser für den Stein.
Ich halte den Hagel kleiner Pfeile auf.
Sehr nahe ist die Zeit, wo die alte Bürgschaft sich erfüllt.[55.] 13. Durch den Geist bewahrt die geistige Lehre. Nur der Geist kann das Reich Gottes auf die Erde bringen.
Einfach wie Meine Worte wird sich das Reich des Geistes nähern.
Ebenso einfach werden die trockenen Blätter des vergangenen Winters wegfegen.
Es gibt keine Vergangenheit, sondern nur das Licht der Zukunft - mit diesem schreitet voran.
Ich rief euch zurück vom Abgrund des Lebens.
Ich, Ich, Ich schärfte euch die Zähne.
Vor euch legte Ich die Farbe des Banners fest.
Verstehet die Lehre im vollen Umfang.
Zu Mir führt nur der obere Pfad; auf dem niedersten Pfad erreicht
ihr Mich nicht.
Haltet Meine Weisungen unter besten Verschlüssen.
Erhebt euch durch die kühnsten Gedanken, denn Ich habe den Vorhang eures Zeltes mit einem Blitz hochgehoben.
Durch den Geist vergesset alle Nichtigkeiten.
Groß ist das vorherbestimmte Licht! - so schreitet voran.
[56.] 14. Reine Gedanken werden durch Urteile der Mitmenschen grundlos beschmutzt. Vom jenseitigen Ende des Waldes kann man schlecht hören. Meine Gesetze müssen in den von euch geliebten Werken verteidigt werden.
[57.] 15. Ich will euch sagen: "Schreitet mit der ganzen Kraft des Geistes furchtlos voran. Die Fesseln der Erde dürfen euch nicht hindern. Erfolg wird die Mutigen begleiten."
Genauso, wie es Gebirgsblumen schwer fällt, nur eine Nacht im Sumpf zu verbringen, so habt auch ihr es nicht leicht.
Der feindliche Schlag lässt die Saiten klirren, doch mit Krallen kann man keine Symphonie hervorbringen.
Mein Schild hat viele Speere von euch abgewehrt.[58.] 16. Leicht ist es, eine Grube auszuheben, doch schwer, ein Haus zu bauen.
Feindlicher Spott füllt die Winkel an mit Staub.
Doch mit einer Feder eurer Flügel legt den Staub hinweg, deshalb hütet eure Schwingen.[59.] 17. Mein Zeichen kann euch führen.
Denkt an Mein Haus. Nur durch eine Heldentat werdet ihrs erlangen.
Euer Los ist es, die Massen zu meiden, doch sendet ihnen höchsten Segen.
Rein ist das Silber der Berge; man muss jedoch den Weg zu ihm finden. Der Schmutz der Gegenwart ist nichtig im Vergleich zum Licht der Zukunft.
Man kann die jeweiligen Gedanken verstehen, wenn man einen Blick auf den menschlichen Atem wirft; wie Rauch trübt er die Luft.
Das Leid wird durch die Wellen des Äthers übermittelt.
Vor der vorherbestimmten Frist darf die Erde die von den Menschen selbstgeschmiedete Kette nicht zerbrechen.[60.] 18. Hell strahlt das durch Unsere Lehre verliehene Licht.
Das Neue gehört nur den Neuen.X
[61.] 1. Um eine Welle der Macht hervorzurufen, genügt es, zu den Zeichen Vertrauen zu haben. So helfen wir uns gegenseitig bei der Offenbarung des Lichts.
Traget den herrlichen und erleuchteten Gedanken, Unser Haus zu sehen, in euch.
Wenn ihr die Offenbarung einer Heldentat fühlt, dann denkt daran, dass sich ein wunderbarer Faden entzündet.
Leicht erkennt Meine Seele, dass euch niemand aufhalten kann.
Ich sende euch Freude; zeigt Aufmerksamkeit. Seid ruhig, denn der Krampf wird bald zu Ende gehen.[62.] 2. Bei Leichtsinnigen rollt das Urteil wie ein Rad. Der Kühne bittet um einen Bogen, um den Vogel selbst zu erlegen.
[63.] 3. Den Erfolg muss man wie eine Blume pflegen.
[64.] 4. Mein Auge - ist euer Licht!
Meine Hand - ist eure Verteidigung!
Mein Herz - ist euer Anker!
Geeinte Liebe hält den Faden der Errungenschaft des Geistes.
Der Abgrund wird das Feuer nicht verschlingen.[65.] 5. Ein Geschoß fliegt nur nach vorn, es kennt keinen Weg zurück.
[66.] 6. Erfolg offenbart Flügel.
Suchende der Heldentat, Ich beschütze euch auf dem Wellenkamm und stelle euch über den Abgrund, wie auf einen uneinnehmbaren Turm.[67.] 7. Wer dem anderen Böses wünscht, verlöscht sich selbst.
Finster sind die Zeiten. Haltet fest den Schild.
Wie ein Wasserspritzer wird der Abtrünnige zerstäub.[68.] 8. Schreitet festen Schrittes einher, hütet das Herz, denn ein Gefäß, das die ganze Welt umfasst, muss behutsam getragen werden. Schreitet voran, ohne jemanden zu verletzen.
Wenn ihr euch von Gereiztheit nicht beherrschen lasst, schafft ihr einen neuen Mantel für den Geist.
Auch ein Ross läuft besser, wenn es nicht schäumt.[69.] 9. Wie Funken Ozon erzeugen, so weben die Geister die Hilfe.
Öffnet nur das reine Fenster, und die Hilfe fliegt herbei.XI
[70.] 1. Unmerklich und ununterbrochen geht die Belehrung vor sich.
Geistige Unterschiede erkennt man nur an den Grenzen der Stufen. Das Wachsen des Geistes erkennt man nur durch einen unsichtbaren Gradmesser.[71.] 2. Man muss Mut fassen, um wie Löwen durchzuschreiten - so wächst die Heldentat. Bedauert nicht das Vergangene; seid jederzeit bereit, den Schild zu erheben.
[72.] 3. Ich gebiete allen Mut - sogar eine Taube muss zum Löwen werden. Nicht Wir, sondern ihr benötigt Mut.
Mit einem Lächeln haltet die Zerstörung des Tempels. Nur mit Mut könnt ihr den Flug bewältigen.
Alles kommt zur rechten Zeit.
Versteht, was man wiederholen soll: Mut und Geduld. Lasst uns betrachten, wie ein Edelstein poliert wird. Fest und vorsichtig bewegt sich die Hand des Arbeiters, und das alles für einen Taglohn. Unvergleichlich wertvoller ist das Werk eines Schöpfers.[73.] 4. Wissen erlangt man nur, wenn der Geist bereit ist. Befehle und Angst gibt es nur bei den Feinden.
[74.] 5. Ich gebe jedem nach seinem Verdienst. Wer mehr opfert, erhält mehr. Ich belohne jede Selbstaufopferung. Ich zähme jede Vergesslichkeit. Ich schenke Freude!
Wem der feurige Weg gefährlich dünkt, für den ist es besser, mit den Schaben zu frieren.
Seid zufrieden mit dem Strom des wunderbaren Segens, denn schmerzlich trifft der Hagel. Es ist besser, Meine Strahlen zu empfangen.[75.] 6. Wer der Neuen Welt folgt, erhält einen Silberstab.
[76.] 7. Ich sage: "Eine Aufgabe ist für all jene gestellt, die sich nicht fürchtet, zu Uns aufzusteigen."
[77.] 8. Wir können den Faden geben, doch die Nadel müsst ihr selbst einfädeln. Der Stoff ist gegeben, doch nähen müsst ihr selbst. Wandert den höchsten Pfad. Das Segel soll schneeweiß sein.
[78.] 9. Schreitet durch Feuer, durch Rauch, durch Wunder und durch
Glauben dahin. Strahlt jugendlichen Geist aus. Bleibt möglichst jung und beweglich.
Das Segel der Heldentat ist am dauerhaftesten.[79.] 10. Nur mit fröhlichem Geist kann man die leuchtende Brücke überqueren.
Ich säe Zeichen - sammelt sie findig.XII
[80.] 1. Eure Macht wird wachsen, doch wenn ihr die Flamme erstickt, werdet ihr eure Hände verbrennen. Lasst die Flamme des Glaubens ungehindert leuchten.
Der Lehrer beobachtet jeden Gedanken und ist bereit, die besten Körner des Geistes auszuwählen.[81.] 2. M:. und das Begreifen der Lehre Buddhas führt zum lebendigen Verstehen des Gesetzes, das auf dem Berg des Lichts entstanden ist.
Sein Gesetz bedeutet auf dem Pfad zum Wissen eine große Hilfe. Seine Lehre ist Meine Freude. Meine Hand führt hin zum Wissen.
Lächelt, wenn Verächter des Geistes Gelehrte genannt werden.
Lächelt, wenn über den Geist herabsetzend gesprochen wird, wenn verfälschte Bücher gelesen werden und reine Gedanken die Kleinmütigen erschrecken.[82.] 3. Lernet es, eine Weisung für unabänderlich zu halten.
Ihr werdet staunen, wenn ihr sehen werdet, wie die Volksmassen die Zeugen des Altertums emporgehoben werden.
[83.] 4. Krankheiten des Geistes sind ebenso ansteckend wie die des Körpers - das ist eine einfache Erwägung. Durch einen Schlag auf den Tisch werden darauf befindliche Gegenstände erbeben. Noch mehr erschüttert ein geistiger Schlag die Nerven.
Ihr könnt alte Sachen dann berühren, wenn ihr deren schädliche Ansammlungen bewusst beseitigt.
TEIL ZWEI
I
[84.] 1. Schmiedet in Liebe die hohe Kunst der Selbstbeherrschung. Meine Lehre kann durch den Unverstand feindlicher Verleumder nicht geschmälert werden. Ich sehe, wie viele sich heftig an die Stirn schlagen, doch gebt ihnen Zeit.
Was bedeutet uns der Schmutz der Schwelle, wenn wir uns den Geboten Christi und Buddhas nähern?! - Eine Austernmuschel ohne Inhalt.[85.] 2. Erzieht euch zur Eile. Es ist schwierig, verlorene Körner einzusammeln.
[86.] 3. Lernet es, die Offenbarung der Lehre als Wunder zu begreifen. Ich fühle jeden Augenblick, der für euch nützlich ist.
Unsere Front steht wie eine feste Mauer; bei jeder eurer erfolgreichen Taten flammt wie ein Blitz ein Lächeln auf allen [Hohen] Gesichtern auf.
Wie ein Gärtner dafür sorgt, den Garten mit Knospen zu bedecken, indem er die Finsternis des Unkrauts vertreibt, so beobachten Wir die Tätigkeit der Auserwählten. Erfreulich ist besonders jede Geschicklichkeit, denn der Schild wird von beiden Seiten geschmiedet.
Umfangreich ist Mein Werk; für alle ist Platz. Durch eure Weitsicht werdet ihr euren Teil ermessen. Unerhörte Möglichkeiten gibt es hinter den Toren. Gebt Uns Grund zur Freude![87.] 4. Es ist gut, in der Sonne zu sein, doch der Sternenhimmel trägt ebenfalls zum Gleichgewicht der Nerven bei. Der Mond hingegen ist nicht gut für uns. Das reine Licht des Mondes zersetzt das Prana. Des Mondes Magnetismus ist beträchtlich, doch für Entspannung ist er nicht günstig. Oft ruft der Mond Bedrückung und Müdigkeit hervor, wie dies Leute tun, die unsere Lebenskraft absaugen. Die Erscheinung einer übernatürlichen Kraft wird bei Mondenschein verstärkt.
Das reine Prana muss der jeweiligen Anziehungskraft entsprechen, sonst bewirkt es keine Wunder, sondern zerstört das Leben. Während der Erholung ist es gut, zu lachen, denn die Schilddrüsen werden durch Lachen gereinigt. Reinigung der Drüsen ist überaus wichtig.[88.] 5. "Schambala" ist die unentbehrliche Stätte, wo sich die geistige mit der materiellen Welt vereint. Wie es beim Magneten einen Punkt der größten Anziehung gibt, so steht das Tor zur geistigen Welt in der Wohnstätte der Berge offen. Die Höhe des Gaurisankar2 verstärkt den magnetischen Strom.
Die Jakobsleiter ist das Symbol Unserer Wohnstätte.[89.] 6. Aberglauben kann man nur ablegen, wenn man Achtung vor den angeborenen Kräften des Menschen hegt. Man muss wissen, wie die Menschen Mein Kommen erwarten. Ihr Verlangen schmiedet eine neue Sprosse für die Leiter.
[90.] 7. Die Dichte der Materie hemmt jedes Experiment des Geistes. Dies betrifft sowohl die Menschen als auch die Natur.
Um Zugang [zum Geist] zu erhalten, muss die Materie geschmolzen werden. Beim Schmelzen entsteht ein besonderes Gas, das sich der Substanz des Geistes anpasst. Beim Menschen sondern die Nervenzentren bei jeder Ekstase von Glückseligkeit oder auch von Leid ein Gas ab. Somit entsteht bereits ein Laboratorium des Geistes. Deshalb nennt man ein Missgeschick eine Heimsuchung Gottes. Jedes schläfrige Leben führt zum Tod des Geistes. In der Natur zeigen sich Ekstasen als Gewitter, Erdbeben, Vulkane und Fluten. So beginnt dieselbe Werkstatt des Geistes zu arbeiten, deshalb sind alle Funken von Ekstasen gesegnet. Die geschmolzene Materie lässt Verbesserungen zu, und es ergeben sich neue Zusammensetzungen. Anstelle von langwierigen Forschungen genügt es, die Elemente in Unseren Spiegeln zu reflektieren und neue Formeln anzulegen. Dann verbleibt noch der zweite Teil der Arbeit, sie geduldig und zur rechten Zeit den Menschen zu übergeben. Über die Feuer der Ekstase wandert Unser Strahl, im Herzen anklopfend. Wo ist das Glück oder das Missgeschick, das den Zutritt öffnet? Die geschmolzene Materie berührend, fühlt ihr den Puls der Erde, und das Herz muss der Schwerkraft widerstehen. Jene, die an diesem Werk teilhaben wollen, müssen ihr Herz sehr schonen.
Deshalb sage Ich, schützet das Herz, alles andere ist leicht zu reparieren. Es stellt die Materie dar,
während die Nerven dem Geist untergeordnet sind. Auf das Klopfen des Geistes öffnet sich die Tür des Sonnengeflechtes, doch jeder Schlag der Materie trifft das Herz. Jeder, der mit den Formeln der Materie in Berührung kommen will, muss sein Herz schonen. Unsere Medizin lehrt, wie man durch Atemübungen das Herz stärken kann, doch darüber ein anderes Mal.[91.] 8. Die Ausstrahlung der Nerven ist unwägbar, geruchlos und unsichtbar, denn sie kommt vom Geist. Das Element des Herzens ist das Blut mit allen irdischen Bedingungen. Wenn man daher sagt, man muss mit dem Herzen fühlen, so bedeutet dies, man muss es dem irdischen Plan anpassen.
Die einzige Brücke zwischen dem Geist und der irdischen Ebene sind die weißen Blutkörperchen. Doch ihr wisst, welcher Kampf ihr Vorhandensein begleitet. Erscheinen euch die weißen Blutkörperchen, die das Wissen des Geistes tragen und den Kräften der Erde unterworfen sind, nicht wie Weiße Brüder? Deshalb ist Harmonie auf der Erde so schwierig zu erringen. Doch für die Arbeiten an der Stelle, wo der Geist in die Materie hinabstieg, müssen die Bedingungen beider Ebenen vorhanden sein. Man soll sich vom Irdischen nicht entfernen und muss dennoch im Geist verharren.
Um die irdischen Formeln zu überwinden, muss man einen dauerhaften Kanal des Herzens besitzen, weil die Widerspiegelung der irdischen Zeichen gefährliche Funken mit sich führt. Doch für die Belange der Erde muss alles auch auf der irdischen Ebene vollendet werden. Das ist der Hauptgrund für das Vorhandensein der Bruderschaft hier auf Erden!
Deshalb muss man über die Erde zu Uns gelangen. Man muss Uns entdecken wie Silbererz, das Beste unter der Erdkruste.
[92.] 9. Jetzt erwächst ein großes Verständnis für die enthüllte Lehre aus den Bergen.
Lernet besitzen ohne Gefühl des Eigentums. Es ist gut, Dinge zu besitzen, um sie zu verwalten und sie mit einer wohlwollenden Aura zu umgeben, mit dem Gedanken, sie an andere weiterzugeben. Die schöpferische Hand ist dort zu Hause, wo man am Eigentum nicht haftet und wo das Verbesserte und Vermehrte weitergegeben wird. Das Zeichen der gebenden Hand wird stets behütet. Darin liegt die Rechtfertigung für jeglichen Besitz. In diesem Bewusstsein können schwierigste Fragen gelöst werden. Ich spreche für die Welt, denn das Hauptübel auf der Erde rührt vom Haften an belanglosem Eigentum her. Dies den Menschen beizubringen, bedeutet sie von der Angst vor dem Altern zu befreien. Besitzen ohne Gefühl des Eigentums gibt allen Menschen den üblichen Vererbungsweg frei. Wer fähig ist zu verbessern, der möge besitzen. Dies bezieht sich auf Länder, Wälder und Gewässer. Das gleiche gilt für sämtliche Errungenschaften der Technik und die verschiedenen Arten von Erfindungen. Man kann sich leicht vorstellen, wie sich dadurch eine schöpferische Tätigkeit im Menschen zu regen beginnt, besonders dann, wenn man erkennt, dass nur der Geist die beste Lösung zu geben vermag. An die Quelle des Geistes ist jeweils die Frage zu richten, wie etwas besser gemacht werden kann. Und das Schwert des Geistes wird jede Hinterlist besiegen. Wahrlich, es wäre vorteilhafter, alles zu verbessern. Das Gesetz ist einfach, wie im Geiste alles einfach ist.[93.] 10. Die Ereignisse haben sich so angehäuft, dass der Organismus feinfühliger Menschen erbebt. Man muss
das Erzittern der Nerven kosmischen Störungen zuschreiben.
Nichts darf einem Platzregen ausgesetzt sein, auch wenn nachher die Sonne besonders hell erstrahlt.[94.] 11. Geldalmosen müssen abgeschafft werden. Hilfe kann durch Arbeit oder durch Sachwerte gegeben werden. Sobald sich die Menschen auf dem geistigen Pfad befinden, wird es keine Arbeitslosen mehr geben. Unser Werk zeigt die restlose Verwirklichung des Allgemeinwohles für euch selbst und nicht etwa nur für die unsichtbare Welt. Wir rufen auf, Unseren Weg zu gehen.
[95.] 12. Sammelt die unglücklichsten und unbekanntesten jungen Schüler und enthüllet ihnen die Gabe, wie man Menschen beschenken kann. Gebt ihnen den Rat, die Verordnungen im Tempel zu schreiben. Schon lange hat die Welt keine Versammlungen im Tempel gesehen. Christus wird seine Gnade denen verleihen, die erkannt haben. Wir wollen den Tempel schön und lebendig sehen. Möge niemand die zum Licht Schreitenden verjagen, denn dies bringt Untergang. Wunder werden auf den Tafeln des Wissens empfangen.
Lasst jeden, der vom Geist erleuchtet ist, mutig in den Tempel gehen, denn Unser Pfad führt zur Umwandlung der Erde in einen Palast. Es gibt keine Armen. Wer ist nicht gewillt, Reichtum zu empfangen?[96.] 13. Ich freue Mich zu sehen, wie ihr die Einzelheiten Meiner Verordnungen versteht. Wenn Ich ein Ereignis vorbereite, bedenke Ich alle Einzelheiten. Handelt ebenso, wir werden uns dann leichter treffen.
Man darf vieles, was vorherbestimmt ist, nicht in den Wind schlagen, doch wenn man findig ist, kann man vom Pfad nicht abweichen. Wichtig ist gespannte
Aufmerksamkeit. Ein wachsamer Geist schreitet dem Verstehen voran. Mein Strahl ist bereit, den Blitz des Gedankens zu entzünden. So durchschreiten wir alle Gefahren, und Misserfolg wird zu Erfolg.II
[97.] 1. Maitreya3 sendet Mut. Maitreya wird das Geschenk annehmen. Maitreya fühlt ihre Liebe. Maitreya sendet Segen für freudvoll verrichtete Arbeit. Maitreya verleiht der Erde Arbeit im Namen des Wunders. Schreitet frohen Mutes voran. Es ist Mir eine Freude, den Lächelnden den Weg zu weisen. Nehmet die Lehre des Lichts in jeder Erscheinung wahr. Findigkeit ist eine Eigenschaft Meiner Schüler.
[98.] 2. Ich zeige euch, wie man das für die Menschen notwendige Wunder sehen kann. Verstehet es, die Herzen der Menschen zu gewinnen.
Wie der Arm nur von der Schulter her bewegt werden kann, so wird das Bewusstsein vom Gehirn gelenkt. Man muss das Gehirn explodieren lassen, dann wird das Bewusstsein wie von einer Kanone vorwärts geschleudert.
Die Lehre fliegt auf den Schwingen der Ereignisse. Saget: "Ich will heute abwarten, denn auch ohne mich kommt der morgige Tag heran, inzwischen will ich meine Kraft vermehren". Wie kann man raten, wann und welcher Gerümpel auf dem Markt verkaufen werden sollte? Wir hingegen stellen uns nicht zur Schau, wenn wir Neues anziehen. Lasst die anderen im Glauben, wir hätten nichts anzuziehen. Auch die Schlüssel von der Truhe lassen wir nicht klirren, wir ziehen die Gardinen vor die Fenster.[99.] 3. Das Gesetz des Überganges in die Welt des Geistes ist nicht kompliziert. Man kann keinen Zustand mit dem anderen vergleichen. Wie der Staub eines Vulkans,
so zahlreich sind die Wesen, die in die geistige Welt zurückkehren. Natürlich, Materie ist ein Zustand des Geistes; auch das Blut unterscheidet sich so sehr von dem von Prana genährten Geist, dass die Grenzen in aller Welt fallen werden. Der Geist begreift mit Mühe die Befreiung von der Materie. Der erdgebundene Geist besitzt einen Astralkörper, der ihm die Illusion verschafft, auf der Erde am Herd der Begierden und Versuchungen teilzunehmen. Der Geist hingegen, der nach Höherem strebt, kann die astrale Ebene meiden, denn der Astralkörper ist nur überflüssiger Abfall. Je weniger Kehricht, desto reiner das Bewusstsein. Auf der Erde ist es schwierig, sich von der Materie zu lösen, ohne sie zu verachten und sie im Austausch für neue Formen abzugeben. Dafür habt ihr ein Beispiel in der Preisgabe liebgewordener Gegenstände. Der gütigste Spender wird die besten Geschenke ausfindig machen. Darum bietet die Materie, derer sich ein hoher Geist bedient, den besten Nutzen, weil nichts verloren geht. Natürlich ist ein bewusster Verkehr mit ihr für höhere Geister erreichbar, wenn der Umgang mit der Materie und dem Blut keiner Frage mehr bedarf. Der mittels Prana genährte Geist vereint sich nicht mit Blut, wodurch man die Menschen nach dem Niveau des Blutes unterscheiden kann; es existiert keine andere Scheidelinie.
Das Samenkorn des Geistes setzt das Leben ununterbrochen fort, und der Luftballon der Nervenausstrahlung trägt den Geist in die von ihm bestimmte Höhe. Es ist daher eine tiefe Wahrheit, von der Unsterblichkeit als von einer wissenschaftlichen Tatsache zu sprechen. Der letzte
Gedanke beim Loslösen von der Materie gleicht einem Pfeil. Dieser Augenblick bestimmt die Richtung des Fluges. Das Übrige passt sich den Wünschen an. Wünsche müssen daher gut sein. Bauen wir einen Regenbogen, der die Stufen des geistigen Aufstieges verbindet![100.] 4. Nun wollen wir vom Tod sprechen: Der Tod bedeutet nicht mehr als ein Schneiden der Haare, wo ebenfalls Materie abgegeben wird. Die Frage der Führungen wird durch das Gesetz von Anziehung und Abstoßung gelöst. Das Prinzip des Abgebens und des Helfens ist in der geistigen Welt stark wirksam. Deshalb ruft jeder Anruf eines verkörperten Geistes eine Antwort hervor. Es hängt davon ab, wer fragt. Man kann hohe Kräfte herbeiziehen und um sich haben, aber auch die niedrigsten Geister können sich festigen. Man erhält das, was man wünscht. Sobald die Menschen die Nützlichkeit des reinen Gebens verstehen, werden sie Reichtümer erhalten.
Der Geist gleicht dem Licht der Schönheit der Sterne. Doch wenige Geister vereinigen sich mit dem Licht, die meisten von ihnen verbleiben im Astralkörper. Es ist besser, wie ein Stern zu leuchten und das Wissen sowie die Möglichkeit der Wiederkehr auf die Planeten für Hilfeleistungen zu bewahren. Man kann ein besseres Schicksal wählen, doch hat denn der Gebende nicht die größeren Möglichkeiten?
Man kann aufwärts zum Licht streben, um Hilfe zu erweisen, dann gibt es keine Trennung mehr. Wenn die Hinterbliebenen die Dahingeschiedenen als Abgesandte zum Licht und zur Erleuchtung betrachten würden, dann wäre die Verbindung besser. Je höher ein Geist aufsteigt, umso mehr sieht er. Das hängt von seiner Entwicklung ab.
Ein hoher Geist spürt, wohin er streben soll, er fliegt wie ein Pfeil. Der finstere verkriecht sich hinterm Ofen. Deshalb ist der kühne Wunsch, zu suchen, wertvoll. Wer sucht, der findet. Wenn die Wünsche des Geistes erhaben sind, kann er hohe Vorbilder finden und diese nachahmend, kann er zur Vervollkommnung gelangen.[101.] 5. Das Gesetz des Raumauffüllens kann mit dem Zementieren verglichen werden. Legenden, Prophezeiungen und verschiedene Zeichen sind nicht für einzelne Personen von Bedeutung, sondern zum Zementieren des Raumes notwendig.
Unsere Unterweisungen enthüllen das Buch zum Verstehen des geistigen Wachstums. Nicht durch Wunder, sondern durch tägliche Pflichterfüllung arbeiten Wir. Ich bezeuge, dass man auch vom Fischlaich lernen kann. Jedes Ei vom Laich trägt einen vollständigen Organismus in sich. Auch die vielfarbige Hülle der Gedanken sättigt den Raum.[102.] 6. Eine Wolke ist kein Wunder, unrichtiges Verhalten keine Heldentat, Zerstörung zeugt nicht von Vernunft, doch der erwachte Geist begreift Verstehen augenblicklich. Deshalb hat die Bruderschaft es aufgegeben, durch das Offenbaren von Wundern zu wirken. Zeichen können Ereignisse nur wie Fahnen begleiten. Man muss das Wunder als Mittel zum Überzeugen ablehnen, weil Wunder allein niemals überzeugt haben. Wer spricht von persönlicher Verbindung - die Luft ist doch für alle da, obwohl viele ihren Nutzen nicht verstehen wollen, - eben, ihren Nutzen.
Neues Streben möge über den Gräbern der alten Vorurteile erblühen; dies wäre noch eine Errungenschaft.
Vom Verstehen des Geistes habe Ich bereits zu euch gesprochen. Wenn der Strahl den Schüler mit dem Lehrer verbindet, dann wird durch die Empfindung des Geistes hauptsächlich Verständnis übermittelt. Weder ein Brief noch ein Zeichen, sondern unanfechtbares Wissen des Geistes leitet die Taten der Schüler. Dieses unwiderlegbare Wissen ist die schnellste Verbindung, nämlich keine verstandesmäßige Erkenntnis, sondern geistiges Wissen.
Ich sende euch Pfeile für den einfachen Erfolg Der einfachste Pfad ist nicht für alle zugänglich doch wenn ihr ihn finden könnt, Heil euch![103.] 7. Der Ruf der Mutter wurde gehört. Nicht durch Magie, sondern mit dem Geist werdet ihr ans Ziel gelangen. Kann denn Magie den Stein festigen? Auch das Volk kann sich durch Magie nicht behaupten. Wenn es alle begreifen, dass der Weg des Geistes einfach ist und den Ruf der Mutter der Welt heranbringt, dann wird jeder das Tor offen finden.
Ohne Wehklagen und ohne Aufforderung kann sich jeder nähern, nicht durch den Verstand, sondern mit dem Geist. Die Hände mögen ausgestreckt werden, doch nicht, um zu bitten, sondern um zu empfangen. Der Ruf der Mutter wird die Tore weisen, durch die man eintreten soll, - gerade der Ruf der Mutter. Wenn die Launen der Kindheit vergessen sind, wird der Ruf der Mutter vernommen werden.
Das Mahl ist bereit und die Stunde gekommen, wo ein neuer Tisch gedeckt ist! Nähert euch, solange das Geschirr noch nicht heiß ist! Viele werden die heiße Speise nicht vertragen, doch die Kühnsten werden, gleich dem Märchenprinz, das Feuer der Welt
verschlingen. Und der Pfad des Feuers wird den nächstliegenden Weg beleuchten.[104.] 8. Unsere Gedanken sind bei euch. Wir senden euch die Lehre, wie man die steilen Felsen besteigen muss und sie in ein herrliches Tal verwandelt. Die Menschheit fühlt, dass man auf der Schneide des Schwertes nicht gehen kann. Die zuletzt gegebene Möglichkeit ist das Aufzeigen der Tore.
Erfolg ist ein Zeichen von richtiger Handlungsweise Erfolg entsteht durch das Begreifen des Augenblickes. Die Lehre wirkt wie das Hochziehen eines Bühnenvorhanges. Wie wunderbar ist es, ein Vollzugsorgan der Welt-Geheimnisse zu sein.
Schreitet freudig einher! Die ganze Kette ist wertvoll.
Meine Hand sendet Strahlen von den Bergen. Wir werden die neue Ära unverzüglich beginnen. Ich lehre, nicht zu träumen, sondern den Lauf der Ereignisse wahrzunehmen.[105.] 9. [Über] Gedächtnis und Bewusstsein: So, wie das Gedächtnis der Behälter für das Vergangene ist, so dient das Bewusstsein für das Zukünftige. Deshalb ersetzen wir das Gedächtnis durch das Bewusstsein. Mittels des Gedächtnisses kann Ich nicht in den Bereich der Sonne eindringen, doch das Bewusstsein öffnet die Tore. Museen und Bibliotheken ersetzen Uns das Gedächtnis, und deshalb sollte der Schüler nicht über den Verlust des alten Gedächtnisses betrübt sein. Es ist einfach: Ein kleines Ding wird durch ein großes ersetzt. Bewusstsein ist mit dem Verständnis des Geistes verwandt. Es wächst, indem es das ganze Wesen wie in eine Flamme einhüllt. Bei diesem Entwicklungsprozess behindert Erinnerung wie Schlacken die Entflammung.
Wissen bedeutet nicht, sich zu erinnern. Der Erfolgreiche eilt vorwärts, ohne
sich umzusehen. Die Menschheit muss sich an die Umwandlung des Bewusstseins erinnern.
Woher kommen die Kräfte Unserer Erfahrungen? Aus dem Bewusstsein der Sonne, das sich als Prana ergießt. Über dem Bereich irdischer Gedanken fließen Ströme der Weisheit aus der Sonne, und aus diesen Bereichen kommt die große vorausbestimmte Lehre. Wir rufen dazu auf, die ganze Welt zu umfassen. Doch nur das Instrument des Bewusstseins wird den neuen Versuch der Vereinigung des Geistes mit der Materie ermöglichen.
Karma kann einen harmonischen Körper nicht verwirren. Somit ist der Pfad des Aufstieges auch von praktischem Nutzen.[106.] 10. Unter den Wurzeln der ewigen Wahrheit liegt viel Staub. Die Zeit ist gekommen, um die Auswüchse zu entfernen.
[107.] 11. Mein Buch muss besser verstanden werden. Die Lehre, wie man durchs Leben schreitet, ist jenen enthüllt, die den Himmel als lebendig verehren. Ein Lehrer ist, wer festen Schrittes durchs Leben geht.
Ich lehre, wie man das Leben auf der Erde leben soll, ohne die Erde zu verlassen. Den täglichen Ereignissen soll man feinfühlig begegnen. Wenn die Zeit gekommen ist, kann sich sogar eine Ameise als Bote erweisen.III
[108.] 1. Während man in die Höhen des Kosmos aufsteigt, muss man noch die Verbindung zur Erde hin bewahren. Wir sind jederzeit bereit, Uns von allem Irdischen zu trennen, obwohl Wir jede Blume lieben. Darin liegt die Weisheit, wovon man eine
Erinnerung mit sich nimmt, ob von einer Krone, vom Wohlgeruch der Freesien4, von Siegesrufen oder von Hirtengesängen. Das Liebste und das, was uns am wenigsten gehört, sind das beste Reisegepäck. Gesang bringt uns Gesundheit, Farben heilen die Wunden. Deshalb sage Ich, glücklich sind jene, die den Klang und die Farben verstehen.
Seit jeher schenken die Propheten dem Ton und der Farbe Beachtung. Die alte Lehre über den Klang hat ihre volle Bedeutung. Kränze und Girlanden erinnern an heilende Kräfte. Jeder fühlt sich gemäß seiner Ausstrahlung von den entsprechenden Farben angezogen. Weiß und Lila sind mit Violett verwandt, Blau mit Blau; deshalb rate Ich, diese Farben in größerem Maß in den Räumen zu verwenden. Man kann dies auch mit lebenden Blumen machen. Nach Farben ausgesuchte Pflanzen haben eine große Heilkraft. Ich rate dazu, mehr Freesien zu halten. Unser silberner Strahl erinnert sehr an weiße Blumen. Farbe und Ton sind Unser bestes Mahl.[109.] 2. Der durch Verbrechen hervorgerufene Wirbelwind erstickt die alte Erde. Das Kohlengas verdunkelt den Verstand. Die eiserne Dusche übersteigt das Erträgliche. Man muss sich vorsichtig schützen, - Erfolg liegt nicht in der Hast, sondern im Verstehen der Zeiten. Die vom Schicksal vorgesehenen Fristen sind unvermeidlich. Wünschet die Neue Welt herbei. Wir erschüttern die Staaten nicht, doch räumen Wir die Fäulnis hinweg.
Den Rhythmus der Gezeiten zu verstehen, ist sehr wichtig. Einmal zeigt sich die erhabene Freude des Aufstiegs, dann wieder der Rhythmus der Zerstörung.[110.] 3. Weder Abhandlungen noch Logik, sondern der Kanal des Geistes
vermittelt das Wesen des Kosmos. Die gegenwärtige Lebensweise entfernt die Menschheit von jedwedem Verstehen um die Lenkung der Welt. Die Möglichkeit, die überirdischen Sphären zu schauen bekundet sich besonders an der Grenze zwischen Schlaf und Wachbewusstsein. Wer diesen heiligen Moment zu schätzen weiß, hat bereits einen Zipfel vom Schleier gelüftet. Nicht die Vision, sondern das Bewusstsein ist wichtig. Nicht das durch Übungen Erzwungene, sondern das, was sich frei äußert, ist wertvoll.
Die sich nähernde Zeit muss jedem empfindsamen Geist einen Dreifuß der Pythia schaffen, eine Art "Demokratisierung der Merkmale der Aristokratie". Jeder trägt unvermeidlich in seinem Busen eine Waage der Gerechtigkeit und wiegt augenblicklich das für sich ab, was ihm gebührt. Dies entspricht der Neuen Zeit und findet in den Gefühlen des Menschen leicht Anklang. Wenn man den Ablauf menschlicher Gedanken kennt, ist es leicht, die Folgen vorauszusehen.[111.] 4. Verstehet es, aus den Angriffen Nutzen zu ziehen. Wünschet euch viele Feinde, doch schaffet sie euch nicht.
Lasst uns das gestern Begonnene beschließen: Die Abgeltung guter und schlechter Taten muss beschleunigt werden. Erste Voraussetzung für eine Religion muss darin bestehen, dem irdischen Leben einen praktischen Wert zu geben. Die himmlische Belohnung allein ist zu abstrakt, man muss dem Begriff der Wiedergutmachung und Belohnung auf Erden näher kommen. So kann sich auch das Volk von den fühlbaren, für die Welt zugänglichen Möglichkeiten der Erneuerung einen Begriff machen. Es zeigt sich entweder die Hand des unsichtbaren Freundes oder ein scharfes Schwert. An den Vorteil sofortiger
Belohnung denkend, wird das Volk einen neuen Pfad zum Tempel finden.
Es ist nicht notwendig, die Gottheit anzuflehen, man muss sich selbst durch Taten helfen. [112.] 5. Über die Größe des Universums Überlegungen anzustellen, erübrigt sich, sie ist überwältigend und erhebend zugleich. Das Wissen des Geistes erlangt man durch geistiges Wissen.
Lenkt die Aufmerksamkeit auf den silbernen Faden, der euch mit dem Geist des Führers bis zu dem des Regenten des Planeten verbindet. So erlangt ihr eine Leitung zum Höheren Geist. Die Höhere Individualität fürchtet keine Vereinigung und sendet die geoffenbarten Gaben entlang des silbernen Fadens bis zu den Höchsten Sphären. Ebenso kann er bei der Geburt eines Geistes seine Leitung senden.
Denket daran, dass in der Welt des Geistes alles möglich ist. Neue Möglichkeiten werden nicht durch erdachte Formeln geschaffen, sondern durch eine unbeschreibliche Macht des Geistes. Dies ist schwierig und wunderbar zugleich.[113.] 6. Ich freue Mich über die prophezeiten Möglichkeiten, denn nur darin ist in Zukunft eine bessere Evolution gewährleistet. Kenntnis der Vergangenheit ohne Voraussicht führt nicht vorwärts.
[114.] 7. Die Reinigung der Religionen setzt eine neue unmittelbare Beziehung zur geistigen Welt voraus. Christus, Buddha und ihre engsten Mitarbeiter wandten keine magischen Formeln an, sondern wirkten und
schufen in völliger Vereinigung mit dem Geist. Deshalb müssen während des kommenden Evolutionsabschnittes die früheren, künstlichen Methoden unterlassen werden. Ursache und Wirkung. Mechanische Yoga-Übungen sind für die Erneuerung der Welt unbrauchbar. Ein Lehrer, der lediglich unter einem Baum sitzt und Verbote erteilt, entspricht nicht mehr den Erfordernissen der Neuen Zeit.
Woher nehmt ihr eure Energie und Überzeugung? Im Verein mit dem Großen Geist erkennen wir Ursachen und Motive und schaffen unverzüglich Folgen. Wir rufen jene, die vor uns den erhabenen Pfad der Bewusstseinserweiterung und der Verantwortung gegangen sind. Und unsere Anrufe erreichen sie, und diese [Anrufe] wurden von Tausenden von Händen emporgehoben. Weder Forderungen noch Schrecken sind notwendig, nur das Bewusstsein der Einheit bewegt die Riesen. Indem wir das Beste wünschen, übernehmen wir das Erbe der Großen Segenspender des Heiles. Wir öffnen das geistige Gefäß für den Empfang der segensreichen Hilfe, und nichts Übles wird herankommen, denn wir wünschen nur das Gute, das vom Geist bestätigt wurde. Behutsam werden wir das Gewebe von Schriften in die Schatzkammer überliefern, weil wir zu den Quellen gehen.
Bereit zu sein, selbstverleugnend zu sein, beschimpft zu werden, verleumdet zu werden, freudig zu sein, schweigend zu sein, jubilierend zu sein, der Bringende und der Verschenkende zu sein, und in diesem Leben vom Licht der Sonne gelehrt zu werden, bedeutet so zu sein, wie Wir euch sehen wollen, und als solche senden Wir euch aus. In dieser Verfassung hat euer Geist den Auftrag angenommen.
Weder aus einem Königreich noch aus den Gewölben der Alchimisten kommen wir und verwenden auch keine magischen Beschwörungen, sondern mitten aus dem Leben und fanden
Euch, Ältere Brüder und Schwestern, um die von Euch bewahrten und von uns angehäuften Schätze in Empfang zu nehmen, denn wir gehen in den einfachen Tempel des Erhabenen Geistes. Und wir werden zu Euch zurückkehren, denn so wollt Ihr uns sehen, und die Last, die Ihr uns auferlegtet, tragen wir als den Kelch der Unsterblichkeit.[115.] 8. Teile von Sternen gelangen nicht zufällig in benachbarte Sphären; sie sind eine Art Verbindungsmittel. Diese Zeichen werden von der heutigen Wissenschaft zu wenig beachtet. Es kommt nicht darauf an, dass ein Stück Meteoreisen Karate von Diamanten enthält, seine Bedeutung liegt im Psychomagnetismus. Auf diese Art könnten die Menschen den Verkehr mit dem sie umgebenden Weltraum erweitern. Für die zukünftige Koordinierung der Materie ist die verbindende Eigenschaft des Psychomagneten von großer Bedeutung, denn Materie muss schließlich mit dem Geist verschmelzen und dehnbar werden wie flüssiges Glas.
Zu Beginn einer neuen Evolution möge ein neues Heilverfahren zur Anwendung gelangen; die Menschen sollen nach den Strahlen der Gestirne eingeteilt werden. Wie man über die Grenzen der Planeten hinaus gelangen kann, wird die nächste Entdeckung zeigen. Der Mensch ist nicht nur Betrachter der Welten, sondern ein bewusster Mitarbeiter, und sein Weg führt nicht durch Pfützen, sondern über die Strahlen der Sphären.
Man muss wissen, warum man das Licht suchen soll. Der Geist weiß es, für ihn ist es erreichbar und vorbestimmt. Wozu wäre sonst die Leiter Unserer Bruderschaft nötig? Sie ruht auf der Erde und verliert sich in himmlische Sphären.[116.] 9. Haltet mutig den fürchterlichen Angriffen stand. Euer Geist muss sich über jede Tat freuen. Wenn die Hühner gackern, gibt es Regen und eine gute Ernte.
Obwohl viel Staub in der Scheune liegt, so kommt dennoch aus ihr das Brot.[117.] 10. In der Wiederholung liegt eine Macht, die in der Religion nicht richtig angewendet wird, doch ist sie im Leben eine unentbehrliche Waffe. Man muss sich wiederholt einhüllen.
[118.] 11. "Wer die Stimme seines Geistes vernimmt wird sich über den Abgrund erheben. Wer sich in den Wald zurückzieht, kann die Reden der Leute nicht hören, und wer auf dem Lager einschläft, hört die Vögel, die Boten der Sonne, nicht. Wer bei der Offenbarung eines Wunders schweigt, dessen Sehkraft hat versagt. Wer sich weigert, seinem Bruder zu helfen, der wird die Splitter aus seinem eigenen Fuß nicht entfernen können." - So sprach der heilige Sergius5.
Über Sergius sollten die Menschen mehr erfahren. Deshalb wollen Wir sein Bild beleuchten und von seinem Leben gelegentlich erzählen sowie seine Aussprüche erwähnen.[119.] 12. Lasst uns über die Aura sprechen: Eine eiförmige Aura ist dem Astralkörper eigen. Die allgemein übliche ist schmal und strahlt entlang des ganzen Körpers in einer Breite von ungefähr zwei Inch6. Bei zunehmender geistiger Entwicklung beginnt sie von den oberen Zentren aus zu wachsen. Angefangen vom Sonnengeflecht erweitert sie sich nach aufwärts zum Gehirnzentrum und formt schließlich die so genannte Sonnenaura. Blutandrang ist für die Verschiebung der Aura charakteristisch, wie die Spannung des Stroms ihren Druck verschiebt. Sogar Ohnmachtsanfälle sind möglich. Schließlich schwindet die Strahlung der niederen Extremitäten und es bildet sich ein Ring. Der Organismus wird, während er inmitten des Lebens ist, äußerst
empfindungsfähig, besonders für Töne und Farben. In dieser Übergangszeit ist größte Ruhe erforderlich. Die Sonnenaura pflegt eine Breite von zehn bis fünfzehn Inch zu haben. Ihre Ausdehnung kann sogar noch zunehmen. Ungeachtet des Unbehagens, das eine Verschiebung der Aura verursacht, kann man jeden beglückwünschen, der die obere Ausstrahlung erlangt hat. Eine Gelegenheit zur Ruhe sollte vorsichtshalber geschaffen werden. Nachher bildet sich ein neuer Panzer, und die Hautnerven kräftigen sich. Man kann das Physische vom Geistigen nicht genau teilen. Die Waage schwankt, und die Wellen durchströmen den Körper. Man kann dies nicht als Krankheit bezeichnen, doch man soll dem Organismus jederzeit behilflich sein, damit der Körper sich im neuen Zustand festigt.[120.] 13. Wie man früher die Einsamkeit empfand, so muss man jetzt auch das Wissen des Geistes fühlen. Ein Geleitwort für jede Stufe: Lasst dem Geist seinen Willen. Lasst Vorsicht walten und seid behutsam. Stellt euch die Frage, wie der Geist es will. Die Stufe des geistigen Wissens ist sehr wichtig. Wenn man sich dem geistigen Wissen nähert, hat es oft den Anschein, als ob der Geist völlig abwesend sei, doch dies scheint bloß so, im Gegenteil, der Geist macht sich stark bemerkbar. Es ist wichtig, unmittelbar zu handeln und das Wissen des Geistes zu begreifen. Man soll so handeln, wie man wünscht. Es ist besser, sich mit Einzelheiten zu befassen, als aufs Ganze zu gehen.
[121.] 14. Wir wollen nun das Wissen des Geistes und den Befehl des Willens vergleichen. Das Wissen erblüht, es gibt Schutz und beleuchtet
die Grundlagen. Der Befehl des Willens ist nach fremden Sphären gerichtet, er besiegt und vereint. Der Befehl ist gekennzeichnet durch das Symbol des Schwertes und der Pfeile Das Symbol des geistigen Wissens ist die Blume. Der Befehl kann dem Schüler von außen her durch eine eilige Sendung erteilt werden, wohingegen das Wissen des Geistes aus dem Inneren erblüht und mit keinem Kommandostab hervorgerufen werden kann. Wie eine Blume, so erblüht Wissen zu der dafür bestimmten Zeit.
Wie soll man das Wachstum einer Blume fördern? Stellt sie an einen ruhigen Platz, lasst ihr das nötige Licht der Sonne zukommen, verbietet es, sie zu berühren und ihre Blätter abzureißen. Ohne Wissen um den Geist ist es nicht möglich, die Menschheil auf eine höhere Stufe zu bringen.[122.] 15. Das Anwachsen der Taten gleicht den Lilien. Hinter einem Zaun verbirgt sich diese weiße Schwester, sie hat keine Gefährtinnen, doch die Stängel tragen bereits wieder neue Knospen.
Die Inkarnation als eine Blume ist nicht häufig. Manche streben die viel umfangreichere Form der Bäume an, doch der Liebreiz der Blumen ist nicht immer erreichbar, um sich zu ihnen zweimal zu zuwenden. Es besteht kein Verbot, dass eine Inkarnation im Tierreich durch eine pflanzliche verkürzt wird. Ich sage nicht, dass das Bewusstsein vieler Insekten jenes schöner Blumen übertreffen würde. Es ist weise, einige Inkarnationen im Blumendasein zu verbringen. Beeilt euch, beeilt euch. Ich will euch unter einem schönen Dach erwarten, um euch zu überholen. So verkürzt der Pfad der Schönheit den Weg.
[123.] 16. Dem Betrüger sagt: Wie nützlich ist dein Betrug für mich. Dem, der euch bestiehlt, sagt: Es ist offensichtlich, dass die Zeit für mich gekommen ist, Neues zu erhalten, doch ist es dennoch für dich besser, mein Eigentum nicht zu berühren. Wie ein Blitz werden dich Schmähung und Diebstahl treffen. Dein Messer wird stumpf bei Berührung unsichtbaren Panzers, und du wirst deine stärkste Waffe selbst beschädigen. Wohin willst du gehen, wenn du geschlagen und vernichtet bist?
Ich sprach zu euch über das Lächeln und die Standhaftigkeit. Und den mit Mir Schwimmenden kann ich am Jahresgedenktag ein Schwert überreichen. Das Gesetz des Gebens siegt, und jene, die abgeben, werden erhalten.
Warum folgt ihr Ihnen? Es ist leicht und nützlich, dies zu tun. Schnell wie der fliegende Falke, unerwartet wie die Rückkehr des Jonas7, unerschöpflich wie die Flamme werdet ihr sein! Nur durch geistige Abgabe werdet ihr auf der Erde zum Licht und zur Wahrheit gelangen. Diese Quelle ist unerschöpflich! Auf der Erde inmitten der Geängstigten, selbst der Hilfe beraubt und erniedrigt, geben sie, bieten sie an, beschenken und folgen sie dem Stern. Und deshalb freuen Wir Uns in der sich jährenden Nacht. Sie erhellen nicht nur ihre Aura, sondern sind entschlossen, weiter fortzuschreiten, und deshalb freuen Wir Uns.[124.] 17. Wir beenden den Feiertag und beginnen wieder mit der Arbeit. Wir beschließen, was zu tun ist, - zu handeln. In ewiger Tätigkeit besteht Unser Feiertag. Doch ihr, unserem Beispiel folgend, seid gleichfalls tätig, ohne bekümmert zu sein. Entschließt euch,
in Ruhe zu wirken, wissend, dass Unsere Quelle in euch unaufhörlich strömt. Und wenn ihr fragt: Wo sind Sie, die Versprechungen gegeben haben? Wir stehen hinter euch und freuen Uns und beobachten das Wachstum der Blume eurer Aura. Denn das ist Unser Garten. Jenseits aller Grenzen vereint das Licht die Herzen.[125.] 18. Visionen sind real wie das Bildtelefon. Man kann sie für wirklicher halten als die physische Welt. Es ist nur eine Frage, aus welcher Quelle sie kommen, doch der Geist wacht darüber. Auf eine gute Anfrage wird eine gute Antwort erfolgen.
Ich will etwas sehr Wichtiges sagen: Die Menschen erforschen die Visionen zu wenig. Nach dem Charakter der Vision kann man die beste Geschichte des Intellekts niederschreiben. Aus den groben Erscheinungsformen der Visionen erkennen wir sogar, um welche Periode es sich handelt. Natürlich haben Visionen von feinfühlenden Geistern charakteristischere Formen. Als die Menschen anfingen, in Christus einen unerreichbaren Abgott zu sehen, begann eine Periode von Christus-Visionen in höchst realistischen Formen. Er zeigte sich den Menschen als Nahestehender und trat in ihr Leben ein. Kurz gesagt, auf jeden allgemeinen Irrtum folgt die Richtigstellung. Zur Zeit der Erniedrigung der Frau kann man das Erscheinen der himmlischen Mutter verfolgen.
Jetzt, da eine zusammenhängende Kette zwischen Erde und Himmel aufgezeigt werden muss, gibt es eine Flut von Erscheinungen auf den verschiedenen Ebenen.
Nach dem Augustinus8 begann die Kirche in die Dunkelheit des Mittelalters zu versinken und Christus wurde hinter
goldene Gitter gesperrt. Um diese zu sprengen, stieg Christus sogar inmitten niederer Gestalten ab, nur um die Große der Verbindung der Einheit wieder zu offenbaren. Die Weisheit des Altertums enthielt alles, was für die Welt erforderlich war.
Natürlich gibt es nur einen Weg aus der Einen Quelle. Wie die höchsten Geister, so kennen auch die feinfühligen, irdischen Apparate diese Einheit. Und die Welt der Höheren Realität strahlt im Wirbel der Drehung der Planeten, welche die Teile des Geistes herbeiziehen.
In Zukunft wird das Gleichgewicht zwischen Geist und Materie eine klare Sicht ermöglichen. Aber derzeit kann man nur Splitter wahrnehmen. Deshalb schützten die Alten das natürliche Fernrohr so behutsam. Die stärksten Teleskope waren Frauen. Und die erste Bedingung für einen guten Empfang war Ruhe.[126.] 19. Hier übermittelt der Gesegnete: "Alles ist für alle und für immer da." Merkt euch vier Gesetze: Das Gesetz der Aufnahmefähigkeit, das Gesetz der Furchtlosigkeit, das Gesetz der Annäherung und das Gesetz der Rechtschaffenheit.
Die Gesetze der Furchtlosigkeit und Rechtschaffenheit zu erklären, ist nicht notwendig. Leicht ist das Gesetz der Aufnahmefähigkeit zu verstehen, doch erforderlich ist es, das Gesetz der Annäherung zu erklären. Wenn man sich zu bestimmten Zeiten den Hohen Vorbildern nähert, so entsteht eine besonders gesättigte Atmosphäre, als ob Rauchwolken Himmel und Erde bedeckten. Was einem klar erschien, beginnt auseinander zufallen, wie wenn es sich in einem Wirbel auflösen würde. Sogar für den Körper ist
diese Zeit schwierig. Doch sollen verschiedene Hinweise bekannt gegeben werden, die als Wegweiser dienen.
Wissend, dass die vom Schicksal bestimmten Menschen an unverrückbare Termine gebunden sind, müssen wir diese Zeit ruhig an uns vorbeiziehen lassen, wie wenn man sich an neue Gase anpasst. Denkt daran, dass in dieser Zeit nicht nur der Lehrer, sondern die ganze Bruderschaft beobachtet, und wenn vereinzelt Stimmen an euch herankommen, sollt ihr nicht überrascht sein. Es ist gut, in dieser Zeit Blumen um sich zu haben.[127.] 20. In alten magischen Büchern kann man den Ausdruck "Illuminacio Regale"9 finden, was "Königliche Erleuchtung" bedeutet. Dies ist ein solch wichtiger Grundsatz, dass Hermes10 seinen Traktat mit den Worten beschloss: "Gesegnet sind jene, die den Pfad der Erleuchtung erwählten!"
Das Symbol der Salbung der Könige enthält den gleichen Grundgedanken. Alle Kenner der Geheimen Kräfte sind sich in der Bejahung der höchsten Harmonie durch die Macht der Erleuchtung entschieden einig. Deshalb ist die Salbung eines Königs nur symbolisch zu verstehen, weil er, ohne sich von der Erde zu entfernen, den Willen des Himmels ausdrückt. Über die konventionellen, erstarrten Formeln hinaus liegt unter der Kruste der Vorurteile ein Wissen, das scheint, als ob es in der Luft verstreut wäre.
Errichtet einen himmlischen Blitzableiter und sammelt Pfeile des Himmels. Für den einen ist er gefährlich, für den anderen die beste Waffe. Und die ganze Zukunft liegt in der Beherrschung der Erleuchtung begründet. Das schwierigste Telefon wird sich in den Händen des Menschen befinden.
IV
[128.] 1. Nicht im Scherz werden die Planeten jenseits von Uranus erwähnt. - Oft ist der Geist durch den kosmischen Wirbel erschüttert; er kann sich nicht zurechtfinden und beobachten, doch dies ist nur eine Frage der Zeit und der Technik. Mit Unserer großen Erfahrung sind Wir auf alles vorbereitet, so auch auf eine langwierige Arbeit. Viele Unserer Erfahrungen nehmen Jahrhunderte in Anspruch. Wenn ihr die Endlosigkeit der Arbeit verspürt, kennt ihr eines Unserer Gefühle; jede Zeit ist ausgefüllt.
Töne und Blumen sind für die weiteren Flüge notwendig. Die Töne des Lebens der Sphären und die lebendige Ausstrahlung der Blumen gehören wahrhaftig zum Rezept der Amrita11.
Es ist wertvoll, sich dem Höheren Pfad zu nähern, ohne ein Medium zu sein und ohne die Erde zu verlassen. Wo die Vernünftelei spricht, die Furcht zu Hause ist, das Vorurteil sich zu regen beginnt, haben es die weißen Blumen schwer. Seid einfach, einfach, einfach, befleißigt euch der Liebe zu Mut und Wachsamkeit. Die Zeit ist nicht für Seifenblasen da; Wichtigtuerei ist nicht am Platz, wo Jesus den Fischern die Füße gewaschen hat.
Im Bewusstsein der Einfachheit des Lebens und der Wichtigkeit des Dienens in der Neuen Welt und in der Liebe zum Würdevollen öffnet die Tore.[129.] 2. So, wie Wir über euch wachen, so verfolgen Wir auch eure Entwicklung. Wir hüten die Kinder der ganzen Welt von der Wiege an und erwägen ihre besten Gedanken. Natürlich, nicht jeder
Geist erreicht Vollkommenheit, und die Zahl der Abgefallenen ist groß, doch Wir freuen Uns über jeden reinen Gedanken wie über einen schönen Garten. Wundert euch deshalb nicht, wenn ein Großer Lehrer einfache Sätze wiederholt. Durch das Einprägen solcher Gedanken stärken Wir die schöne Blume des Geistes. Deshalb pflegen Wir neben den großen kosmischen Entdeckungen und dem Weltgeschehen auch behutsam die Blumen des Geistes. So vielseitig ist die Arbeit Unserer Bruderschaft.
Es gibt einen Gedanken, der in das Innere führt, ohne dass die Oberfläche des Geistes schwankt. Ein anderer Gedanke fliegt wie ein Geschoß mit explosiver Ladung in den Weltenraum. Ein Strahl begleitet das fliegende Geschoß. Jeder Geist weiß, wann ein Gedanke wie ein Bumerang fliegt. Besonders erwünscht ist es, dass der Gedanke eine eigene Färbung erhält, doch geöffnete Zentren geben dem Gedanken nicht nur eine Färbung, sondern umhüllen ihn mit der Farbe des Menschen; dann tritt die wirkliche Individualität in Erscheinung. Nicht nur der Inhalt des Gedankens färbt ihn, sondern alles Gesandte wird von der Farbe der Individualität durchdrungen. So wird physikalisch ein Strahl gebildet.
Das Gewahrwerden eines Regenbogens ist das beste Zeichen. Jede Andeutung eines Regenbogens weist auf die Entwicklung des dritten Auges hin.[130.] 3. Christus sprach: "Nicht im Tempel, sondern im Geist werdet ihr beten." Wahrhaftig, das religiöse Vorurteil ist die bitterste Gemeinheit. Oft bringen religiöse Ekstasen mehr Schaden
als Nutzen mit sich. Die Masse schuf aus ihnen vulgäre Prozessionen. Deshalb ist es wichtig, die Lebensfähigkeit Derer aufzuzeigen, Die auf allen Stufen der Leiter stehen.
Es ist an der Zeit, die Brillanten zu entfernen, die das heilige Bild entweihen. Es ist an der Zeit, die Reliquien zu verbrennen und dem Vermächtnis Christi zu folgen. Es ist an der Zeit, in den Tempel des geistigen Verständnisses einzutreten und sich den Kräften zu weihen, die das Wissen um die wahre Macht des Geistes beinhalten.
Nicht in versteckten Laboratorien, nicht in Klosterzellen, sondern im Leben werdet ihr echte Aufzeichnungen sammeln, wo Christus, nicht in den Falten eines Priestergewandes, sonder in der Schönheit müheseligen Arbeit, Sucher nach der Freiheit des Geistes sammelt.
Oftmals mussten Heilige auf Erden zurückkehren, weil sie der Menge zuviel von ihrer Verzückung anstatt vom Aufbau des Lebens übermittelt hatten.
Wir sind entschieden gegen Klöster, da sie eine Antithese zum Leben darstellen. Nur die Pflanzstätten des Lebens, d.h. Gemeinschaften, wo wertvolle Arbeit geleistet wird, finden Unsere Unterstützung. Nur mittels gesammelter Erfahrungen des Lebens muss man ans Ziel gelangen. Die allgemein übliche Religiosität ist nicht nötig. Tatsachen zu erkennen und ein bewusster Verkehr mit der Wohnstätte des Lichtes sind erforderlich. Daher wollen wir nützlich sein und bewusst, ohne Magie, zur praktischen Quelle vorwärts schreiten. In dieser Einfachheit liegt die ganze Reihenfolge der großen Geheimnisse, die den Menschen so unerreichbar scheinen, weil sie noch bis zum Gürtel in Vorurteile verstrickt sind.
Es ist [für sie] unmöglich, die Einfachheit, Schönheit und Furchtlosigkeit zu verstehen.[131.] 4. Furchtlosigkeit ist Unser Führer. Schönheit Unser Strahl des Verstehens, Einfachheit Unser Schlüssel zu den geheimen Türen des Glücks.
Ihr könnt besonders über die Einfachheit schreiben, denn nichts behindert derart den Weg, wie wohlleibige Aufgeblasenheit. Es ist nötig, jede Regung von Eigendünkel mit allen Kräften zu ersticken, ohne der Heuchelei zu verfallen. Dies ist eine alte Wahrheit, auf die immer wieder hingewiesen werden muss. Jeder muss erkennen, wo es ihm an Einfachheit mangelt.[132.] 5. So segensreich sich das Selbstbewusstsein für die Tat auswirkt, so verderblich ist Eigendünkel. Einbildung ist der Feind der Einfachheit. Sogar große Denker waren dieser Krankheit ausgesetzt und mussten so lange wiederkehren, bis dieser Herd in mühevoller Arbeit ausgerottet war. Einer der hindernden Umstände ist Mangel an Einfachheit. Man kann Bastschuhe tragen und braucht doch nicht einfach zu sein. In Einfachheit kann man den größten Tempel errichten.
Einfachheit, Schönheit und Furchtlosigkeit - Christus und Buddha haben das gleiche gelehrt. Und es ist ein Segen, wenn der Geist durch dieses Vermächtnis in Schwingung versetzt wird.
Achtet darauf, dass Wir Uns ebenfalls bemühen, mit den einfachsten Worten zu sprechen, um den Sturz des Turmes von Babel zu beschleunigen. Und so saget, dass Wir die Wörterbücher
verbrennen werden sofern man aus den von Christus geprägten Worten einen Haufen tierischer Begriffe gemacht hat. Es wurde ganz einfach gesagt: "Betet nur im Geist!"
Buddha verbrachte sein Leben auf der Erde und man vergaß Ihn. Jesus hat gelitten und Er wurde vergessen. Nun Lasst jeden sein Schwert nach eigenem Verlangen über sich erheben.
Es wühlt das Volk in seinen Lumpen. Für alle liegt ein weißes Kleid bereit. Das Affengewand übergeben wir dem Zirkus, und dahin gehören auch die aufgeblasenen Dummköpfe. Ja, ja, ja, besser ist es, bei Wilden zu sein, als in einer Apotheke mit falschen Arzneimitteln. So sprechet.[133.] 6. Da Unsere Schüler den Mikrokosmos der Bruderschaft in sich tragen, gibt es kein gleichgültiges Verhalten ihnen gegenüber. In ihnen offenbaren sich schrittweise die Einzelheiten Unserer Lebensweise, beispielsweise die Endlosigkeit der Arbeit sowie das Gefühl der Unendlichkeit in Bezug auf Wissen; die Einsamkeit und die Abwesenheit eines Hauses auf der Erde; das Verständnis für die Bedeutung der Freude; der Sinn für die Erkenntnis der Möglichkeiten, denn die besten Pfeile erreichen selten das Ziel. Wenn Wir aber die Herzen der Menschen sehen, die zu demselben Garten hinstreben, wie soll man da keine Freude empfinden!
Furchtlosigkeit vor der endlosen Arbeit ist besonders wichtig. Es ist wahr, im Bewusstsein der endlosen Möglichkeiten des menschlichen Apparates wird einem leicht ums Herz.
Die Schlange des Sonnengeflechtes hilft die Verwirrung der Zentren zu überwinden. Deshalb war die Schlange das Symbol der Herrscher.
Wenn sich die Ringe der Schlange zu winden beginnen, wird der Organismus besonders empfindlich. Die Lebensausstrahlung der Blumen wird von den weißen Blutkörperchen, welche die Zitadelle der Sonnenschlange verteidigen, aufgenommen. Wie die Schlange in der Natur die Blumen liebt, so nährt sich auch die Schlange des Sonnengeflechtes von ihnen.
Auch die Schweine treten auf Blumen herum, doch ohne Nutzen für sie. Man kann ohne Gebrauch der Lebensemanation an den besten Heilmitteln vorbeigehen. Daher kommt ein Wunsch, die Blumen ungepflückt zu sehen.[134.] 7. Das Brechen der Strahlen ergibt Klänge, die in die Symphonie der Sphärenmusik eingehen. Man kann sich die kristalline Eigenschaft der Feinheit wie die Macht des Wirbelwindes vorstellen.
Im Gehirn ist ein Zentrum, das die Glocke genannt wird. Wie ein Resonator nimmt sie die Symphonie der Welt auf und kann die tiefste Stille in einen donnernden Akkord umwandeln. Man sagt: "Wer Ohren hat, der höre". So wird auch das Rückenmark die "Lanze" genannt, denn wenn wir die Schläge abwehren wollen, müssen wir diesen Kanal anspannen. Die Zentren der Schultern werden "Flügel" genannt, denn bei einer selbstaufopfernden Heldentat verstärken sich die Strahlen. Die Legende von den Schwingen ist sehr bildhaft. Ebenso war es bei den Vorfahren üblich auf der Brust ein rundes Metallschild zu tragen.
Der Scheitel wird "Brunnen" genannt, denn die Wellen fremder Einflüsse dringen in dieser Richtung ein. Überall sehen wir im Altertum bedeckte Köpfe, die
mit dem Symbol des Priesters zusammenhängen, die jetzt durch Namen von Firmen ersetzt werden. So geistig glatzköpfig sind die Menschen geworden. Lasst Uns mit einer Botschaft an die Neuankommenden schließen: Es gibt für euch soviel zu lernen, um die Weisheit der Ruhe und der Tat zu erlangen. Man muss die Masken von den Gesichtern reißen und es verstehen, bei jeder Tat als Panzer Meinen Namen zu gebrauchen.
Ich werde in das von Mir bestimmte Land kommen. Man darf nicht verschlafen. Lernt es deshalb, feinfühlig zu sein, und haltet das lichte Kleid um euch bereit. Wenn ihr aber müde werdet, denkt daran, dass Wir keine Untätigkeit kennen. Seid bemüht, euch dieselben Eigenschalten anzueignen, und liebet Blumen und Töne.
Schreitet wie Löwen einher, doch beschützet die Kleinen, denn sie helfen euch, Meine Tür zu öffnen. Habt Verständnis![135.] 8. Wenn viele irdische Apparate wegen ihrer Schädlichkeit vernichtet werden, dann ist es an der Zeit, die Menschheit durch natürliche Apparate heranzuführen.
Der Apparat ist die primäre Stufe. Die wahre Errungenschaft wird folgen, wenn alle Apparate durch den Geist ersetzt werden. Den Menschen mit keiner Maschine auszustatten, ist dies nicht eine Errungenschaft? Der Schriftgelehrte kann nur im Raum der Erde wirken - der echte Geisteswissenschaftler über ihre Grenzen hinaus.
Das Herstellen der Verbindungen zur Neuen Welt ist nicht
leicht. Die wertlos gewordenen Zentren versuchen, die Anstrengungen der neuen zu erschweren.
Wir werden das Gewitter und den Platzregen überleben. Unser Spiegel ist klar.[136.] 9. Es war feinfühlig, alle Kräfte zu sammeln, um ans Ziel zu gelangen. Es gibt langweilige und gefährliche Übergangszeiten, die man nur im Vertrauen zum Führer meistern kann. Er muss einen ans Ziel bringen, ohne die Kräfte zu überanstrengen. Würde Er die Kräfte überfordern, womit sollte Er sie ersetzen?
Die hohe Mission der Frauen muss durch die Frau selbst erfüllt werden. Und im Tempel der Mutter der Welt muss die Frau als Priesterin den ihr Platz einnehmen.
Das Zeitalter der Mutter der Welt wird die Einheit der Frauen herbeiführen. Die gegenwärtige Aufgabe besteht darin, eine geistig herrschende Stellung für die Frauen zu schaffen. Und die Übermittlung der direkten Mitteilungen der Höheren Kräfte erfordert die Frau als psychologischen Antrieb. Natürlich wird der notwendige Respekt durch die neue Religion kommen.
Ich fühle, wie stark die Strömung ist und wie die Atmosphäre gespannt ist, aber bald wird sich der Druck der Sterne ändern. Auch die Annäherung der freundschaftlichen Planeten bringt Schwierigkeiten, denn neue Strahlen durchschneiden die Schichten der Atmosphäre. Natürlich sind sie besser als der Mond, doch der neue Druck ist noch nicht richtig verteilt.[137.] 10. Durch ein schönes Gleichnis wies Christus auf die Bedeutung der Kindschaft hin. Genauso einfach werden wir zu den Toren des Großen Wissens gelangen.
Gewiss, Wir stellen komplizierte und genaue Formeln auf, doch die Methode des Findens liegt im geistigen Bewusstsein. Besonders mit diesem Bewusstsein erschließen Wir neue Wege in neue Sphären der Welt, die dem Denken zugänglich sind und seine Grenzen erweitern, denn wie in ein bodenloses Meer versenkt sich das Bewusstsein, die neue Sphäre erlassend. So groß und mächtig ist die Schöpfung eines Kosmos.[138.] 11. "Svati" - es ist an der Zeit, dies zu sagen - nennen wir den Stern, der sich unaufhörlich der Erde nähert. Von jeher war er das Symbol der Mutter der Welt, und das Zeitalter der Mutter der Welt muss beginnen, wenn Ihr Stern sich der Erde in nie dagewesenem Maß nähert.
Die große Epoche beginnt, denn das Geistverstehen hängt mit der Mutter der Welt eng zusammen. Sogar jene, die den Termin kennen, blicken verwundert auf die physische Annäherung des Vorherbestimmten. Der Anbruch dieses großen Zeitalters, das das Leben auf der Erde wesentlich ändern wird, ist wichtig. O, Die Große, Ich freue Mich so, wenn Ich sehe, wie neue Strahlen die Dichte der Erde durchdringen. Wenn sie auch anfänglich schwer zu ertragen sind, so bringt ihre Ausstrahlung doch neue Elemente herein, die für den Anstoß erforderlich sind. Noch nie dagewesene kosmische Strahlen erreichen die Erde das erste Mal seit ihrer Entstehung.
Heute beginnt das weibliche Prinzip zu erwachen, denn die neue Welle erreichte uns heute, und neue Herde werden entzündet. Die Kraft der Strahlen dringt tief ein.
Es ist freudvoll, den Anbruch des neuen Zeitalters zu spüren.
[139.] 12. Das Bedürfnis der Menschen zu lügen, nötigte die Priester der alten Religionen, die Völker in den Abgrund der Finsternis zu stoßen. Ja, man kann sie am Fuß des Berges zurücklassen, wie Moses es tat, doch die Gebotstafeln müssen geoffenbart werden.
Wie erscheint doch alles vergänglich! Unsere Schüler, die zum letzten Mal auf der Erde anwesend sind, empfinden das Gefühl der Einsamkeit und Abgeschiedenheit. Nur mit dem Bewusstsein können wir den Wert der Erde ermessen, doch nichts zwingt uns, zurückzuschauen, wenn der Geist sein Schatzkästchen gefüllt hat. Eine wesentliche Forderung ist die Veränderung des menschlichen Gefühls der Freude. Was kann das für eine Freude sein, wenn man die Unvollkommenheit des Lebens auf der Erde erkennt? Doch wenn der Geist die Dimensionen des Kosmos berührt, dann wird die Freude durch das Bewusstsein neuer Offenbarungen abgelöst.
Und als Ich flüsterte: Deine Freude wird vergehen, so hatte Ich den Übergang der menschlichen Freude in den kosmischen Begriff der Freude im Sinn, wie beim Eintritt in einen luftleeren Raum. Die Strahlen des neuen Lebens hüllen einen besser ein als ein Moskitonetz, und es ist nicht nötig, sich der Erde zuzuwenden. Die Harmonie liegt darin, dass wir für die Erde arbeiten. Für Außenstehende erscheint dies als Unsinn, doch ihr verstehet, wie man jeden reinen irdischen Gedanken erfassen und entwickeln kann, ohne Gegenwart zu berühren.
Und wenn vom Grashalm bis zum Christus eine Linie gezogen würde, erst dann wäre der Baum mit Arbeit ausgefüllt.
Groß ist das Wissen vom Nichtvorhandensein des Todes. Alles ist vergessen, sonst würden die Menschen anders leben.[140.] 13. Die Erzählung von Maria Magdalena: "Ihr kennt meine Lebensweise, wie man uns nachts besuchte und am Tag auswich. Auch zu Christus ging man des Nachts und am Tag wandte man sich ab von Ihm.
Ich dachte, ich wäre die Niedrigste und man schämt sich meiner bei Tageslicht, doch auch dem Höchsten Propheten wich man am Tag aus. So werden das Niedrigste und das Höchste in gleicher Weise gemieden. Und so entschloss ich mich, Ihn zu finden und Ihm am Tag die Hand zu reichen. Ich legte mein bestes Gewand und ein Halsband aus Smyrna an, parfümierte meine Haare und ging, um den Leuten zu sagen: "Bei Tageslicht treffen sich das von euch Gemiedene, das Niedrigste und das Höchste."
Und als ich Ihn inmitten von Fischern sitzend, nur mit einem Sackleinen bekleidet, erblickte, blieb ich auf der anderen Straßenseite stehen und konnte mich nicht nähern. Zwischen uns gingen die Leute vorbei und mieden uns beide.
Danach wurde über mein Leben entschieden. Er sagte zu Seinem Lieblingsjünger: "Nimm eine Prise Staub und bringe sie jenem Weibe, damit sie dafür ihren Halsschmuck eintausche. Wahrlich, in diesem Kehricht ist mehr Licht als in ihren Steinen, denn aus Abfall kann man Steine machen, aber aus Steinen nur Staub". Er richtete mich nicht, sondern wog nur meine Ketten, und die Ketten der Schande zerfielen in Staub.
Er entschied einfach und war nie verlegen, den einfachsten, für das ganze Leben entscheidenden Gegenstand zu senden. Er berührte diese Sendungen so, als ob Er sie vergeistigte.
Sein Weg war einsam, denn das Volk, das von Ihm Geschenke entgegennahm, lief nachher eilig auseinander, und als Er die Hände auflegen wollte, war es leer um Ihn.
Als Er bereits verurteilt war, liefen die Furien der Schande hinter Ihm her und winkten zum Schein mit den Ölzweigen. Der Preis des Räubers war der Menschenmenge würdig.
Wahrlich, Er sprengte die Ketten, indem Er Wissen übermittelte, ohne Belohnung zu empfangen".[141.] 14. Wie verschieden entwickeln sich doch die Pläne des Aufbaues! Einst sagten Wir; "Gib alles ab". Jetzt gehen Wir weiter und sagen: "Nehmt alles, doch betrachtet es nicht als euer Eigentum".
Man wird begreifen, wie unmöglich es ist, irdisches Besitztum in das Jenseits mitzunehmen, und doch ist es durch die Mitwirkung des Geistes geschaffen worden, weshalb man es nicht verachten sollte.
Wie kann man an den Blumen der Natur achtlos vorbeigehen? Die durch Arbeit entstandenen Werke sind Blumen der Menschheit. Wenn ihr Duft und die Farben unvollkommen sind, so kann man dies nur bedauern.[142.] 15. Jeder nützliche Gedanke wird gutgeheißen. Ein Griff in die Saiten ruft Gleichklang hervor. Eine klare und mutige Formulierung des Gedankens ist sehr nützlich.
Uns kann sowohl der Klang einer mittelalterlichen Laute als
auch Wagners "Walküre" erfreuen. Gut ist auch das alte chinesische Kristall-Instrument. Die Reinheit des Tones entspricht der Reinheit der Farben. Es wird eine "Regenbogenharfe" genannt. Die Strahlen erzeugen ausgezeichnete Posaunenklänge, und die wirbelförmigen Ringe sind unersetzlich wie der Akkord der Saiten. Wahrlich, mit solchen Perspektiven lohnt es sich zu leben.[143.] 16. Entsprechend dem Rhythmus der Weltenbewegung ist eine Wiederholung des Wachstums notwendig. Hast ist gegen den Schöpfungsprozess der Welt.
Die Entwicklung der Kristalle und Blumen zeigt das Zunehmen der Vollkommenheit an.[144.] 17. Trübe brennt das Verständnis des Zusammenhanges zwischen Christus und Buddha im menschlichen Bewusstsein.
[145.] 18. Nun zur Anwendung Meiner Heilmittel. Sämtliche Kräfte des Pflanzenreiches müssen auf die Stärkung der Lebensfähigkeit ausgerichtet sein. Alle Krankheiten kann man durch Stärkung der Lebenskraft bessern.
Manche Pflanzen dienen der Speicherung von Prana. Die Kiefern sammelt es wie Nadeln die Elektrizität. Und wie mit einem Band zwischen dem Himmel und dem Inneren der Erde ist der Planet mit lebendigen Antennen bedeckt, welche die wahre Erneuerung des geistigen Gewebes sammeln und speichern. Unwissenheit kann eine Krankheit verbergen, doch es ist besser, sie im Feuer des Lebens zu verbrennen. Nicht durch künstliche, entkräftigende Reizmittel, sondern durch die Steigerung der Lebenskraft kann das Gleichgewicht wiederhergestellt werden.
Es ist nicht nötig, unter den Mineralien zu suchen, denn sie sind schon lange bar jeder Einwirkung von Prana. Sie haben eine andere Bestimmung. Die Sonne spendete die hauptsächlichste Lebenskraft.
Es ist wahr, der Mineralboden stellt eine scheinbare Unterlage des Lebens dar, doch diese ist bloß Pedal, das ohne Seiten nutzlos erscheint.
Und ist Meine Apotheke nur auf das Allgemeinwohl der Menschheit gerichtet; sie wird die Lebensfähigkeit festigen, und die Pflanzen gehen leichter in den nächste Zustand über.
Impfungen sind gut, wenn die Lebenskraft ihnen gerecht wird; sonst wirken sie wie ein zerstörendes Pflaster. Ein Wesen, das Lebenskraft besitzt, benötigt keine Impfungen, denn es besitzt die so genannte Sonnen-Immunität.
In den Dörfern gibt es wenig Lebensfähigkeit, denn Prana hilft nur, wenn es bewusst aufgenommen wird. Die Ernährung des Geistes kann nur bewusst vor sich gehen.
Den Anweisungen über die Heilmittel wäre noch hinzuzufügen, dass in Lemuria12 die Häute von Moschustieren geschätzt wurden. Bei den Ritualen der Königsweihe im alten Chorossan13 war auch eine Schale mit Zedernharz bedeutsam. Bei den Druiden14 nannte man eine Schale Zedernharz auch "Kelch des Lebens". Erst später, als der Verlust des geistigen Bewusstseins einsetzte, wurde Harz durch Blut ersetzt.
Das Feuer des Zoroaster15 entstand durch Verbrennung von Harz in einer Schale.
[146.] 19. Der halbe Himmel ist von einem ungewöhnlichen Zeichen eingenommen. Rund um ein unsichtbares Gestirn bildete sich ein schier grenzenloser Ring, und die Strahlen verliefen an seinem Rand. Die Furien des Schreckens versteckten sich in den Höhlen und erstickten an dem Leuchten dieses Zeichens.
Das Volk verfügt über die besten Fähigkeiten. Die gebende Hand lebt weise und lässt die alten Plätze ruhen.
Wem soll der neue Boden übergeben werden? Dem, der eine Prise des allen Wissens bringen wird. Das Band der Völker ist an einer leeren Stelle befestigt. Mögen die Abgeschiedenen wiederkehren.
Wenn Berge aus dem Meer emporsteigen können und Wüsten im Meer versinken, ist es dann unmöglich, sich das Wunder der Besiedlung der Wüsten vorzustellen? Der Ackersmann als einfacher Siedler gönnt dem Feld Erholung. Er last es zu, dass es sich sogar mit einer Schicht von Unkraut bedeckt.
So müssen auch im Plan die Erntestellen gewechselt werden. Dem Neuen gebührt ein neuer Platz.
Ich fühle es, der menschliche Geist steigt auf, aber nehmt auch die Unglücklichsten mit. Kommt herbei ihr Nackten, wir werden euch bekleiden; kommt herbei ihr Kleinen, wir werden euch aufziehen; kommt herbei ihr Stummen, wir verleihen euch die Sprache; kommt herbei ihr Blinden, denn bei uns erblickt ihr das vorherbestimmte Reich. Wessen Hand reicht nach dem Riegel Meines Hauses? Wanderer, der du nichts dein Eigentum nennst, du wirst eintreten. So gelangen wir ans Ziel.
[147.] 20. Es ist an der Zeit, die Unvollkommenheit der Materie zu beseitigen. Um dies zu erreichen, muss das Volk den Geist begreifen, sonst gleicht sich der allgemeine Zustand den einzelnen
Möglichkeiten an, wie auch die Wellen des Meeres den gleichen Rhythmus beibehalten. Daher ist es an der Zeit, die Völker durch das Schwert oder durch den Blitz zu wecken, nur um den Schrei des Geistes hervorzurufen.[148.] 21. Wenn ihr, die Klischees der ersten Schöpfung sehen könntet, so wurdet ihr entsetzt sein. Die Hauptschwierigkeit liegt darin, dass man auf Materie nur durch Materie einwirken kann. Die Leute wiederholen wie Papageien die merkwürdige Formel: "Der Tod wird durch den Tod überwunden", doch sie denken über ihre Bedeutung nicht nach.
Es ist beschlossen worden, das künftige Schicksal an die Bedingungen einer Zusammenarbeit mit dem Geist zu knüpfen. Die Schwierigkeit liegt in der neuen Einteilung der Menschheit. Die frühere primitive Einteilung nach Kasten, Klassen und Berufen ist durch die komplizierte Unterscheidung nach dem Helldunkel ersetzt worden. Diese wird wie ein geläuterter Kommunismus die besten Schichten der Menschheit auswählen. Man muss ohne Details die allgemeine Helldunkellinie durchführen, wie eine Einberufung zu einer neuen Armee.
Wie schwierig ist es, auszuwählen, ohne besondere Maßnahmen zu ergreifen!V
[149.] 1. Die Wellen der Strömungen wachsen spiralförmig an. Das Prinzip des spiralförmigen Wirbels ist in allem vorhanden.
[150.] 2. Die Mutter der Welt wird sich als Symbol des weiblichen Prinzips in der neuen Epoche offenbaren, und das männliche Prinzip gibt den Schatz der Welt an den weiblichen Ursprung ab. Wenn die Amazonen als Symbol der Kraft des weiblichen
Prinzips in Erscheinung traten, so ist es jetzt unvermeidlich, auf die geistige Vervollkommnung der Frau hinzuweisen.
Im Namen Christi sind große Verbrechen begangen worden, deshalb kleidet sich Christus heutzutage in andere Gewänder. Alle Ausschmückungen und Übertreibungen müssen beseitigt werden. Wir sagen nichts über die Verbesserung des Stiles in manchen Werken. Doch selbst in den Schriften des Origenes16 haben sich dadurch Abweichungen eingeschlichen. Deshalb ist es an der Zeit, die Zustände in der Welt zu ändern.
Die Hebel können nicht vorzeitig in Bewegung gesetzt werden. Beschleunigung hieße, die Drähte durchzuschneiden.[151.] 3. Wir kennen keine Grenzen bei den Möglichkeiten zur Eroberung des Geistes. Das Geisteskorn gibt von sich aus den Impuls, doch entsprechend der Aura kann man über die Richtung bestimmen.
Es gibt Gedanken, die nach innen gewendet und von der Kraft des Geistes verschlungen werden. Es gibt Gedanken, die auf dem irdischen Plan nicht in Erscheinung treten.[152.] 4. Man kann Städte errichten, man kann besseres Wissen vermitteln, doch das Schwierigste von allem ist, das wahre Gesicht Christi zu enthüllen. Denkt nach, wie man den Leib Christi reinwaschen kann. Wenn man Bruchstücke über den Retter des Volkes sammelt und das Priestergewand in ein Arbeitskleid verwandelt, kann man Erleuchtung finden. Der Tempel muss mit menschlichen Händen errichtet werden.
[153.] 5. Der Stern von Allahabad17 wies Uns den Weg, und so besuchten Wir Sarnath18 und Gaja19. Überall begegneten Wir der Entweihung der Religionen. Auf dem Rückweg, bei Vollmond, erfolgte ein denkwürdiger Ausspruch Christi.
Während des nächtlichen Überganges verfehlte der Führer
den Weg. Nach einigem Suchen fand Ich Christus auf einem Sandhügel sitzend, wie Er in den vom Mond beschienenen Sand blickte. Ich sagte zu Ihm: "Wir haben den Weg verloren, Wir müssen die Stellung der Sterne abwarten."
"Rossul Morya, was bedeutet Uns ein Weg, wenn Uns die ganze Erde erwartet?" Er nahm einen Bambusstab, zeichnete ein Quadrat um den Abdruck Seines Fußes und sprach: "Wahrlich, Ich sage: mit menschlichen Füßen", dann drückte Er Seine Handfläche in den Sand, zeichnete ebenfalls ein Quadrat um sie und sprach: "Wahrlich, Ich sage: mit menschlichen Händen". Zwischen den beiden Quadraten zeichnete Er die Form einer Säule und verband darüber die beiden Quadrate mit einem Bogen. Er sagte: "O, wie wird Aum in das menschliche Bewusstsein eindringen! Hier zeichnete Ich einen Blütenstempel und darüber einen Bogen und legte somit in vier Richtungen hin das Fundament fest. Wenn durch menschliche Fuße und durch menschliche Hände der Tempel errichtet wird, in dem der von Mir zugrunde gelegte Blütenstempel erblüht, dann lasst die Erbauer Meinen Weg beschreiten. Warum warten Wir auf einen Weg, wenn dieser vor Uns liegt?" Er stand auf und löschte die Zeichnung mit dem Bambusstab.
"Wenn der Name des Tempels ausgesprochen wird, dann wird diese Aufzeichnung in Erscheinung treten. Meines Sternbildes gedenkend, sollen ein Quadrat und neun Sterne über dem Tempel leuchten! Die Zeichen der Füße und der Hände werden über den Ecksteinen zeichnen." - So sprach Er selbst am Vortag des Vollmondes in der Wüste bei sengender Hitze.
Das Zeichen einer großen Epoche ist der Morgenstern, der als erster
Strahl aus der Lehre Christi aufleuchtet, denn wen soll die Mutter der Welt erhöhen, wenn nicht Christus, der von der Welt erniedrigt worden ist?
"Gebt Uns ein Portal, durch das Wir eintreten können!"[154.] 6. Durch die Berührung des Strahles der Bruderschaft steigert sich der Scharfsinn der Wahrnehmung; deshalb muss man jede Sinnesempfindung beachten.
Sowohl kleine als auch große Ereignisse erschüttern die Aura wie ein Schlag die Saiten. Das Anwachsen der Aura hat seine Vorteile, vielfältig hört man dadurch Äols-Klänge. Die Last der Erde spielt ihre Symphonie auf ihnen. Man kann nicht sagen, dass ein Mensch mit einer lichten Aura regungslos wäre. Die äußere Hülle der Aura wogt wie ein Meer. Welch eine große Aufgabe für einen Wissenschaftler, die Ernährung der Aura von innen und die Zurückstrahlung von außen zu untersuchen. Wahrlich, eine Weltenschlacht!
Das Symbol für die Last der Welt ist ein Mensch, der die Erdkugel auf dem Rücken trägt. Alle komplizierten Empfindungen steigern sich bis zum Schmerz. Man kann den Eindruck erhalten, als sei man zwischen Amboss und Hammer geraten. Deshalb ist es ratsam, eine regenbogenfarbene Aura zu erlangen, denn sie trägt die Verschmelzung des ganzen Seins in sich. Auch die besten, einfarbigen Auren müssen, aus ihrem Meer schöpfend, selbst den Brand löschen, wogegen die Aura mit Regenbogenfarben die Strahlen leicht zurückweist und aufnimmt. Deshalb ist eine Heldentat die nützlichste Tat![155.] 7. Wenn ihr im Zweifel seid, setzt euch in Ruhe zusammen
und hegt denselben Gedanken. Bald werdet ihr verstehen, wie nützlich so ein Rat des Schweigens sein kann. Leiten wir doch dabei die Kraft des Geistes in einen einzigen Kanal. Es ergibt sich eine durch den Magneten verstärkte und mit dem Rhythmus übereinstimmende, ungewöhnliche Entladung. Es ist ein Gesetz, dass die Kraft zweier übereinstimmender Gedanken siebenfach verstärkt wird. Das ist keine Magie, sondern eine praktische Feststellung.[156.] 8. Versteht es, den Wellen des Lebens in Schönheit zu begegnen. Das Leben bietet keine Süßigkeiten, sondern es bedeutet das Schmieden eines Schwertes. Keine süßlichen Finger, sondern die mächtige Hand des geistigen Kämpfers verlangt das Leben. Dem Feind zu begegnen, ohne ihn anzuerkennen, die Tore zu erreichen, ohne sich umzudrehen, das ist Unser Weg. Wir kennen die Haltung der auserwählten Sieger. Wesentlich ist es, auf dem Weg nicht zu springen. Wichtig ist es, dass Wir Uns über eure Standhaftigkeit freuen können. Schicklicher für den Strahl ist es, die Wandernden zu erleuchten, als hinter den Hüpfenden nachzulaufen. Vieles vermochten die Menschen, doch selten konnten sie es in Schönheit beenden. Sei Morgendämmerung oder bei Abenddämmerung, beim Vormarsch oder beim Rückzug, beim Flug oder beim Untertauchen denkt an Uns, die Wir euch beobachten. Es wird schön und würdevoll sein. Man braucht gar nicht in Geschichtsbüchern nachzulesen, dass Riesen beim Überschreiten eines Baches in Verlegenheit gerieten, dass Leichtes durch Unschönes getrübt wurde, der Verstand schwankte und an Schönheit verlor. Schwierige Aufgaben bedeuten für den Mathematiker bloß Freude. Dann bleibt noch die Macht des Schweigens, von der bereits gesprochen wurde.
[157.] 9. Das Feuer verbrennt die unvollkommenen Gedanken. Wie
könnte man sonst einen Korb voll glaubwürdiger Errungenschaften sammeln? Sehr wichtig ist der Versuch, den Gedanken über den Strahl zu lenken. Jeder drückt das Wesen seiner Aura aus, doch die einzelnen Gedanken sind je nach geistiger Konsistenz dem Wert nach verschieden. Dann kann der Körper des Gedankens durch den besonderen Strahl untersucht werden. Das Vorhandensein innerer Geistigkeit erleuchtet den Gedanken mit der Farbe der Aura. Ist der Gedanke jedoch niedrig, so wird er vom Strahl verbrannt. So ergibt sich nicht nur die Erforschung der Gedanken, sondern auch eine Desinfektion des Raumes.
Man kann sich vorstellen, wie der Strahl den Raum durchdringt und entweder schöne Schätze findet oder auch rote und orangefarbene Feuerchen, die verbrecherischen Vergiftern gleichen.
Wie sollte man die Schichten über der Erde nicht reinigen, wenn sie sogar dem Auge als orangefarbener Dunst erscheinen?
Die Hauptsache ist, die Bazillen niederer Gedanken zu vernichten, die ansteckender sind, als alle Krankheiten. Nicht über die ausgesprochenen Worte, sondern über die Gedanken sollte man besorgt sein. Während man ein Wort ausspricht, können zehn Gedanken geboren werden.[158.] 10. Es ist notwendig, über die Wahrhaftigkeit der Grundlagen zu sprechen. Ihr habt gehört, dass Wir die astrale Welt als einen aufgestapelten Haufen bezeichnen. Wir unterstreichen, wie Wir sie meiden. Ihr wisst bereits, dass die Astralkörper auch über Umfang und Gewicht verfügen und viele Besonderheiten des irdischen Lebens mitnehmen. Die Relativität des irdischen Wissens ist bekannt. Natürlich nehmen die Astralkörper einen großen Teil der Relativität mit
sich, doch wenn sie sich von den irdischen Hüllen lösen, erlangen sie die schöpferische Tätigkeit des Geistes.
Ihr könnt euch vorstellen, wie die Relativität des Wissens sich in diesem Aufbau widerspiegelt. Neben einem erdachten Olymp kann man im Astralbereich einer verunstalteten Fabrik begegnen, die auf Erden nicht verwirklicht worden ist. Es gibt auch harmonische Oasen, doch im allgemeinen herrscht ein phantasievoller Friedhof menschlicher Erlebnisse vor.
Es ist unmöglich, sich in diese astralen Klischees zu versenken, denn das kann nur eine falsche Vorstellung ergeben. Deshalb richten die üblichen Medien Schaden an.
Wir wollen die Folgen des Dunstes der irdischen Küche nicht nennen, denn es ist wichtiger, zu verstehen, wie man die Folgen der Relativität vermindern kann. Man kann sie mit einer bestimmten Wahrhaftigkeit verringern, doch diese kann man nur mittels Geistigkeit schaffen, und deshalb ist die Erweckung der Geistigkeit eine kosmische Bedingung.[159.] 11. Freude ist eine besondere Weisheit - so sprach Christus.
Nichts speichert die Essenz von Prana so sehr wie Pflanzen. Sogar Pranayama20 kann durch die Verbindung mit den Pflanzen ersetzt werden. Es ist wichtig, die Aufmerksamkeit auf die Zusammensetzung der Pflanzen zu richten. Die Poren der Pflanzen erweitern sich nicht nur mittels neuer Blätter und Blüten, sondern auch durch das Entfernen der abgestorbenen
Teile. Das Gesetz der Ernährung der Erde mittels Pflanzen gibt die Möglichkeit, aus diesem Reservoir durch Riechen und Sehen wertvolle Eigenschaften der Lebensfähigkeit, die so genannte "Naturovaloris"21, zu schöpfen, die durch bewusstes Bemühen erlangt werden kann.
Ebenso wertvoll wie lebende Pflanzen, die voller Lebenskraft sind, können auch Präparate von in der Sonne getrockneten Pflanzen sein, doch muss man darauf achten, dass der Zustand der Verwesung verhindert wird, denn die Verwesung ist überall gleich. Sie zieht die unvollkommensten Geistwesen an. Deshalb sollte man den Zustand der Schnittblumen beachten. Den Geruch der Zersetzung kann man spüren. Nicht das Äußere, sondern der Geruch ist das Merkmal der Zersetzung. Wenn es keine Blumen gibt, ist es nützlich, kleine Nadelbäume zu halten. Sie Speicher, nach Art von Akkumulatoren die Lebenskraft. Sie sind noch wirksamer als regelmäßige Atemübungen. Man kann auf diese Weise den dichtesten Vorrat an Prana in sich aufnehmen. Ruhe kann die Wirkung noch verstärken.
Das lebendige Vermächtnis der Naturkräfte vermittelt ohne Magie eine Erweiterung von Möglichkeiten.[160.] 12. Man kann die Bedingungen der Erde von den uns umgebenden feinstofflichen Gegebenheiten nicht trennen, denn die geistige Welt hat keine engen Grenzen.
Wieder muss gegen die astrale Welt gesprochen werden, denn
für alle Zukunft ist es erwünscht, den Aufenthalt in der astralen Welt bedeutend zu verkürzen. Zur Zeit ist sie unvermeidlich, doch bei Entwicklung des Geistes wird die Offenbarung des mentalen Körpers immer mehr in Erscheinung treten. Devachan22 ist der Ort angenehmer Erkenntnisse, doch zugleich auch gefährlich, da ein schwacher Geist sich von einem solch angenehmen Aufenthaltsort nicht trennen will. Es befällt ihn eine Unlust, sich weiter anzustrengen, wenn die Zeit naht, diese Walhalla23 zu verlassen. Wahrend der Mentalkörper zur Heldentat anregt, empfindet der Astralkörper diesen Ort als sehr angenehm.
Der Geist gestattet jedoch kein Verweilen, denn in seinem Innersten denkt er an die noch schöneren Welten. Nach all diesen Erinnerungen besteht ein unaussprechliches, festes Bewusstsein der Möglichkeiten der Rückkehr in die Welt, von welcher der Funke ausgegangen ist.
Wie kann der feinfühlige Geist den Anfall von der Weltschwermut verhindern? Es ist noch nie vorgekommen, dass sich ein menschlicher Geist vom irdischen Plan lösen konnte, ohne dass seine Zentren einschrumpften. Ähnlich wird ein mutiger Flieger, wenn er versucht, die Erde zu verlassen, ein einmaliges Zittern in seinem Herzen verspüren.
Das Ziel und der Sinn des Daseins liegen darin, über die Grenzen des Bekannten nach oben zu streben und einander zu helfen.
Wenn wir uns die Gefühle eines Menschen vergegenwärtigen, der auf einem Felsen steht und die Wunder der Natur betrachtet, zieht sich da nicht auch das Herz vor Entzücken zusammen? In diesem
Zustand offenbart sich die Empfindung der Unendlichkeit.
Einige geben sich mit dem Prunk der astralen Welt leicht zufrieden, doch euch kann sie nichts bieten; nur die Stätte des Wissens kann den Weg weisen.[161.] 13. Ihr habt bemerkt, dass jeder Große Lehrer von einer Fortsetzung des Lebens nach dem Tod sprach. So kann man andererseits auch feststellen, wie besonders dieser Hinweis aus vielen Lehren gestrichen worden ist, denn der Materialismus muss sich verteidigen. Auf der Erde ist dieser Umstand besonders bedeutsam.
Man muss wissen, dass die irdische Materie sehr dicht ist. Auf Planeten, die auf tieferer Stufe als die Erde stehen, ist die Materie sehr grob; auf jenen, die höher als die Erde sind, harmonisiert die Materie mit dem Geist, daher erweist sich die Erde als ein Wendepunkt.
Auf höher stehenden Planeten gibt es Unvollkommenheiten, doch keinen Widerstand der Materie. Dort kann man leichter aufsteigen, ohne seine Kräfte in einem unnützen Kampf zu vergeuden. Dort wird die Materie untrennbar vom Geist, ohne jegliche Opposition zwischen ihnen.
Niemand verneint den Wert der Materie. Man kann deshalb nicht begreifen, warum die Räder einer Lokomotive mit dem Dampfkessel streiten sollen. Je besser der Dampfkessel arbeitet, umso leichter haben es die Räder, sollte man meinen. Doch der Chef der Räder ist davon überzeugt, dass diese der wichtigste Teil der Dampfmaschine sind und lädt alle dazu ein, auf Rädern zu fahren, verschweigt aber dabei, dass die Räder ohne Antrieb nur bergab rollen können.
Der Aufbau von Materie und Geist enthält keine Gegensätze. Warum soll man das Fortschreiten in die herrliche Unbegrenztheit aufhalten? Wozu soll man trügerische Dämme um die Erde auftürmen?
Schade um die aufgehaltenen Wanderer, denn der verlängerte Aufenthalt auf der Erde wird ihnen nichts nützen.
Wozu Hunderte von Widerverkörperungen, wenn man nach zehn Inkarnationen die Schwelle überschreiten kann?
Man soll sich des letzten Großen Lehrers erinnern, der den schmachvollen Tod dafür auf sich genommen hat, was der Menschheit scheinbar schon längst bekannt war![162.] 14. Man sollte daran denken, dass die verfeinerte Materie eine absorbierende Eigenschaft besitzt. Wenn sich jemand der Materie wegen ihres gegenwärtigen Zustandes nähert, so erlangt er die Immunität des Geistes nicht und versinkt in das so genannte Maya, denn ohne Vervollkommnung des Wesens der Dinge wird ihre Hülle giftig
[163.] 15. Während des Wachstums des geistigen Verständnisses zieht man auch die kleinen Wesenheiten zur Mitarbeit heran, die die Luft besiedeln. Deshalb kann man die Feindlichkeit der Materie bedauern. Es wäre besser, schon eher bewusste Zusammenarbeit mit der Materie zu erreichen.
Es ist verlockend, augenblickliche materielle Vorteile zu erhalten. Auch ein kluger Mensch ist nicht abgeneigt, einen Titel in Empfang zu nehmen, ohne die Folgen zu erwägen. Der Friedhof
ist voll von hohen Titeln. Dies sind Denkmäler für die Isolierung durch die Materie.
Die Materie ist gewiss sehr wichtig, jedoch nur durch den Geist erhält sie ihre heilige Bedeutung. Der größte Bewunderer der Materie wäre ohne Geist genauso ein Analphabet, wie ein Adept ohne Intellekt. Doch im Geist kann man fliegen, aber die Materie hat keine Flügel. Nur Geistigkeit kann das Hohe Tor auf der Erde öffnen.
Wenn der Mensch frei von Furcht ist, kann er den Ursprung der Wirklichkeit erkennen.[164.] 16. Die Eigenschaften der Strahlen sind äußerst verschieden, doch zwei Kategorien kann man leicht unterscheiden: die eine, die für die gegenwärtige Menschheit freigegeben werden kann; die andere umfasst Strahlen, die von den Menschen ein geistiges Verständnis fordern. Ohne dieses Verständnis können diese Strahlen zerstörend wirken.
Jeder Strahl kann nur im Bereich der ihm entsprechenden Farben Schutz bieten.
Wenn für den violetten Strahl sogar ein höheres Gelb als unangenehm empfunden wird, wie werden dann alle roten Farbtöne die äußere Hülle der Aura beschädigen? Bei der geistigen Vervollkommnung macht sich ein neuer Schutz bemerkbar. Wenn wir verschiedene Strahlen erreichen, werden wir sie mit dem eigenen Strahl absorbieren. Wir beschirmen uns durch eigene Farbenskala vor Ermüdung, die durch das verschiedenartige Aufflammen entsteht.
Zum Beispiel: Jemand, der eine violette Aura besitzt,
beginnt alles in Wellen von violetter und blauer Farbe zu sehen. Das bedeutet, dass sich sein Schild festigt, und dass er anstatt Stiche und Wunden aufzunehmen, diese mit seiner eigenen Ausstrahlung zudeckt, und fremde Farben in der Aufspeicherung seiner Aura versinken. Die Schwierigkeit besteht bei dieser Anhäufung darin, dass sie nicht von außen zugesandt, sondern nur von innen gehoben werden kann. Deshalb ist es ein gutes Zeichen, wenn das Feuer des Geistes in eigener Farbe strahlt.
Jede einfarbige Aura enthält drei Wellen, die den drei Hauptebenen entsprechen, der körperlichen, astralen und mentalen.[165.] 17. Wir sehen vorherbestimmte Ereignisse herankommen und das Erscheinen von stillen Gestalten, die sich vom Leben absondern, obwohl Wir sie lieber nach ihren Heldentaten bewerten würden. Doch ihr Leben verläuft zwischen Weggehen und Heldentat und erscheint wie ein Funke in der Dunkelheit.
Die kommenden und auch die vergangenen Ereignisse fließen vollkommen unbemerkt dahin. Ob es sich um einen Thron, eine Klosterzelle, oder einen Schusterschemel handelt, ist belanglos. Die aufgespeicherte frühere Aura begleitet immer den letzten Weg. Gewiss, die Aura wächst weiter, als ob sie die ungewöhnliche Feindseligkeit bedecken würde, doch ihre Beschaffenheit ändert sich nicht mehr, und man kann diese seltsamen Kinder, die ihre eigene Welt des Geistes in sich tragen, erkennen.
Selten oder fast nie beschränken sie sich auf einen speziellen Beruf. Ihre Vielseitigkeit ist für sie
besonders charakteristisch und es ist, als ob sich ihre Hände nach dem Kelch ausstrecken würden.
Die vergangenen Inkarnationen überblickend, kann man Repräsentanten von Religionen, Königreichen, Wissenschaften, Kunst und Technik sehen, die sich wartend auf den Weg vorbereiten und zu jeder Stunde bereit sind, ohne Bedauern loszufahren.
Die richtige Bewertung der Schönheit der Materie und die Bereitschaft, sich in die Errungenschaften des Geistes zu vertiefen, bringt die Heldentat zur Reife. Das Getriebe des Lebens wirkt nicht mehr anziehend und schließlich wird einem bewusst, dass es so nicht weitergehen kann.
Eine Heldentat kann entweder verhältnismäßig kurzfristig oder momentan sein. Das Bewusstwerden der Notwendigkeit, eine bestimmte Tat zu vollbringen, wird von weither herangetragen, und dieser Lebensschritt wird einfach getan.
Das Schwierigste ist, die Begeisterung für die Materie und die Offenbarung des Geistes aufzunehmen. Wie viele herrliche Forschungen sind aus Mitleid gegenüber der Materie oder durch geistige Absonderung aufgehalten worden. Manchmal kann man sich die Verwandtschaft des Geistes mit der Materie leicht vorstellen; in diesem Fall muss man die Ursache in den vergangenen, ausgewählten Leben suchen.
Der abgeschiedenste Einsiedler, der die Schönheit der Welt verachtet, verschließt sich selbst die Tore. Auch der Wissenschaftler, der die geistige Quelle außer Acht lässt, beraubt sich der Flüge in das Reich höherer Eroberungen. Die Kinder werden diese einfache Bedingung begreifen, doch die Erwachsenen lehnen sie als Unsinn ab.
Nur auf besonderen Wegen kann man den Zug der Heldentat in Gang bringen. Jenes zu erwarten, was der Geist kennt und wofür er die Zeit für gekommen erachtet, ist sehr schmerzhaft. Oftmals scheint es, als ob die Zeit stehen geblieben sei und ein Brand den angesammelten Reichtum vernichtet hätte.
Wahrlich, Christus sagte: "Ihr kennet weder Tag noch Stunde." Er enthüllte auch eine andere Formel, indem er sagte: "Herrscher, warum hast Du mich verlassen", und er meinte damit das Wissen des Geistes, denn im letzten Augenblick vor Beendigung der Erdenrunde tauchen wir ein wie in einen luftleeren Raum, um gleichzeitig aufzuflammen mit allen angesammelten Feuern. Indem wir das Bewusstsein der Vergangenheit zurückhalten, wird der Sprung über den Abgrund vollführt.[166.] 18. Sogar irdische Gegenstände sind von einer besonderen Atmosphäre umgeben. Bereits vor dem Lesen könnt ihr in das Wesen eines Schriftstückes eindringen. Die Lehre wird sich sehr vertiefen, wenn es gelingt, das Wesen einer Offenbarung zu übermitteln. Ich bürge dafür, dass sich feinfühlige Apparate die Lehre sehr bald aneignen werden. Das Gefühlswissen entfaltet sich normalerweise durch Anerkennung des Geistes.
Sehr oft sagen die Leute: Uns kann nichts mehr erschüttern - und sogleich zeigen sie sich überrascht beim ersten unerklärlichen Geräusch.
Nun werdet ihr fragen, wozu die Einsamkeit in der letzten Inkarnation erforderlich ist? Das ist eine vom menschlichen Standpunkt her sehr
schwierig zu erklärende Bedingung, aber trotzdem einfach und unabänderlich, sobald man erst einmal die Grenzen des irdischen Daseins überschritten hat. Sogar dann, wenn ein Schiff sich einem Hafen nähert, kann man eine ähnliche Erscheinung beobachten. Das Leben auf dem Schiff hört auf, die Reise ist beendet, die Reisenden beschäftigen sich mit dem Ausladen, und die vorherige gemeinsame Beschäftigung scheint nicht mehr zu bestehen. So, wie das Gefühl eines Organismus, der sich veränderten Bedingungen nähen, stärker ist, so auch der Strom der Bestrebungen zum Ausdrucksmittel letzter Tätigkeit.[167.] 19. Es kommt auch vor, dass vor dem Hinscheiden alle Stimmen verstummen, und wenn man auch dieses Gesetz kennt, wird einem angst und bange.
In den ägyptischen Mysterien ist der Moment festgehalten, wo der Neophyt24 in vollkommener Dunkelheit vor eine Schwelle gestellt wird, und, ohne den Schritt zu verlangsamen, ins Ungewisse treten muss.
Besonders jetzt, da Christus auf Wunder verzichtet hat, soll dieser Augenblick, ins Unbekannte zu treten, auf besondere Weise vorgenommen werden, weil die kommende Epoche die Grenzen zwischen den Welten auslöschen wird. Die ägyptischen Mysterien haben sich zur Formel gewandelt: Mit menschlichen Füßen.[168.] 20. Der Körper muss von einem Sperrnetz umgeben sein. Es ist sehr wichtig, dass die Aura in einem Netz von Lebensfunken endet. Deshalb müssen die lila und die blaue Aura von rubinfarbenen Funken eingefasst sein.
Die von irdischen Tönen weit entfernte Färbung lässt den Besitzer irdischen Erscheinungen gegenüber sehr empfindlich werden. Die Breite der Aura wächst oft, die irdischen Zeichen verdrängend. Teros und Tamas25 müssen wie Brüder arbeiten, denn ihre Vertreter müssen unzertrennlich sein.
Der Geist erfüllt die Aura mit Ausstrahlungen, doch erst das Sperrnetz macht sie kompakt. Durch Bewusstwerden des schützenden Sperrnetzes kann man die Ausstrahlungen schützen, doch ohne Teros kann man das Netz nicht ausdehnen, dessen Strahl gleich einer Laterne jeden Einbruch ausfindig machen muss. Eine Unstimmigkeit mit der äußeren Welt kann von einem solchen Bruch herrühren. Diese einfachen Bedingungen muss man sich besonders zu eigen machen, da das Sperrnetz vom allgemeinen Bewusstsein und vom Befehl des Willens geregelt wird.
Auf den ersten Blick erinnern die springenden Funken nur an die Bewegung eines Apparates, doch diese Wächter sind bereit, den Feind abzuwehren.VI
[169.] 1. Es kann nun gefragt werden, weshalb beschlossen wurde, auf Wunder zu verzichten? Der Weg der Wunder ist von der Harmonie zu weit entfernt. Entweder geht das Wunder verloren, dann ist es schädlich oder es zieht den Menschen auf eine Stufe hinauf, die für die ihn umgebende Atmosphäre nicht mehr tragbar ist; oder das Wunder ruft in den Augen der Neider Böses hervor.
Den Möglichkeiten tapfer ins Auge zu sehen, das volle Licht zu durchdringen und der ungewöhnlichen Erscheinungen sich bewusst
werden bedeutet, sich der Harmonie nähern. Den Weg des erweiterten Bewusstseins gehen heißt, wirkliche Taten zu vollbringen.
Der Strahl des Verstehens der vorherbestimmten Unermesslichkeit der Offenbarrungen der Macht kann bereite Seelen vereinen; ohne diese Bereitschaft hingegen verwandelt sich jegliches Wunder in Neugierde.
Man kann über Kräfte verfügen, doch nicht um sie zu demonstrieren, sondern um sie für eine fortschrittliche Tätigkeit einzusetzen. Wenn das Wesentliche für die Masse nicht sichtbar ist und keine Aufmerksamkeit erweckt, weil es durch die Folgen verhüllt wird, dann wird solch eine Begebenheit in das Bewusstsein des Volkes eindringen und es zur Anerkennung einer scheinbar von Menschenhand geschaffenen Tatsache zwingen. Auf diese Weise entstehen durch Einwirkung der höheren geistigen Schöpferkraft die von Menschen vollbrachten Taten. Dem Geist geziemt es, im Geist zu verbleiben. Die führende Hand möge die irdische Richtung weisen, denn durch menschliche Hand Geschaffenes erweckt keinen Hass.
Im Altertum verhüllte man bei der Offenbarung der göttlichen Gebote das Antlitz; später versuchte man die Materie durch Verkündigung der Kräften, die noch nicht beherrscht wurde, zu überwinden. Natürlich wurde dadurch die Inquisition ins Leben gerufen. Das Wesen der Inquisition besteht darin, das Ungewöhnliche zu verfolgen.
Das Ungewöhnliche als Folge der Zusammenarbeit zu erklären, zwingt sogar die Dümmsten dazu, es anzunehmen. Deshalb belasst die Wunder im Bewusstsein der wenigen, die in die Unbegrenztheit blicken können. So ergibt sich das Gegenteil vom Altertum. Früher haben die Priester
die Wunder für die Massen gehütet, jetzt sind die Wunder nur noch für die Priester da.
Das Bestreben nach einer echten Zusammenarbeit ist die Grundlage der Evolution. Unwissenheit kann nur durch Erweckung der schöpferischen Tätigkeit beseitigt werden. Mögen ihre Formen auch ungeheuerlich sein, so lässt doch im Hinterhof aus den Spänen Lichtvolles entstehen, doch der schäumende Strom wird die Wände der Materie durchbrechen. Neue Erfindungen werden das Sammeln verstärken. An die Steile der Börsenspiele möge das Streben nach Erfindungen treten, unterstützt von zusammenarbeitenden Gesellschaften.[170.] 2. Das Chaos der Scherben kann durch Schönheit begriffen werden. Welch anderer Maßstab könnte sonst für die Buntheit der Gedankenschlacken angewendet werden? Wenn ihr einen Haufen von Güte, Bereitschaft und Beweglichkeit findet, so könnt ihr nur mit der Schaufel der Schönheit an ihn herangehen. Ein wunderbares Feuer liegt im Verkehr mit den Menschen verborgen.
Unzufriedenheit bedeutet Wissen um Möglichkeiten. Zufriedenheit ist des Geistes Tod.[171.] 3. Dahin, wo das Volk wartet, senden Wir Unsere Auserwählten. Über den irdischen Strahlen leuchten die Strahlen des Geistes. Verbrennt die Kleider des vergangenen Tages. Der Maulwurf ist kein passender Begleiter. Ich glaube nicht, dass bis zur Offenbarung alle Maulwürfe der Welt eine Grube ausgegraben haben werden. Hände weg, Hände weg, Hände weg! Unser Schild wird von menschlichen Händen geschmiedet. Die sich offenbarende Macht wird im Volk erscheinen. Es ist nicht nötig, dass Engel mit Posaunen
die Ohren betäuben, wenn sich menschliche Hände finden, die den Kelch in Empfang nehmen können.[172.] 4. Den Standard des Lebens muss man weise umgehen. Die besten Leute sind der Welt, die mit Wolken überlastet ist, immer voraus gewesen. Wer das Neue Land erreichen will, muss nicht nur alle Vorurteile ablegen, sondern auch einen neuen Weg beschreiten.
Der Aufbau des Lebens muss durch Anpassung an die örtlichen Bedingungen getätigt werden. Wenn es hundert Sprachen gibt, muss man auch hundertfaches Verständnis haben. Eine Sprache für alle gleicht einer stereotypen Säule.
Einheit in der Mannigfaltigkeit ist das Ergebnis der Ernte. Die Frucht muss durch Veredeln neuer Ströme wachsen; deshalb werden Wir oft vom Neuen Land sprechen, dies ist am nötigsten.[173.] 5. Wir wandern vom Kleinen bis zum Großen, vom Alltäglichen bis zu den fernen Welten, und niemand wird das als unwesentlich bezeichnen, und niemals wird sich die Folge als unrichtig erweisen.
Wenn jemand fragt: Warum wird die Lehre wie Körner ausgestreut? Antwortet: Nur aus verschiedenen Fäden kann ein schönes Muster geschaffen werden.
Man wird fragen: Warum gibt die Lehre keine vollständigen Verordnungen? Antwortet: Weil in Vollständigkeit Tod ist.
Man wird fragen: Warum können die Teile der Lehre nicht folgerichtig verbunden werden? Antwortet: Weil es hässlich wäre, Kopf und Fuß getrennt wachsen zu lassen.
Man wird fragen: Warum wird nicht zuerst die Formel für den Himmel ausgesprochen und dann der Fluch für die Erde? Antwortet: Weil jeder Faden vom Gewand der Mutter von oben nach unten verläuft und umgekehrt.
Man wird fragen: Warum kann das Vorherbestimmte nicht auf einmal geoffenbart werden? Antwortet: Die Säulen für ein Haus werden der Reihe nach errichtet. Und wenn die Arbeiter vorschlagen, sie gleichzeitig aufzustellen, wird der Baumeister fragen: Wollt ihr denn zerstören? So ist in einem Tropfen die ganze Welt enthalten. Unbegrenzte Möglichkeiten werden die Ruhe für ihre Wahrnehmung geben.
Wie wirkt ein Erdbeben auf Existierenden? Wie wirken verschiedene Winde und Gewitter? Wie wirken die verschiedenen Auren der Menschen auf Pflanzen? Zur Erforschung dieser Fragen könnte ein neues Institut errichtet werden.
Wahrlich, man kann den Faden der kosmischen Zusammenarbeit finden, wenn man den Puls der einzelnen Elemente vergleicht. Es gibt nichts Neues hier, doch die große Bedeutung weltweiter Zusammenarbeit kann man anschaulich auch jenen Leuten erläutern, deren Bewusstsein den Schaben gleicht, die sich in den Winkeln festsetzen.
Säet immer breiter! Setzt in den Schulen eine Belohnung für die größte Anzahl der gestellten Fragen aus. Bisher wurde man für Antworten belohnt, nun sollte das Fragen belohnt werden.[174.] 6. Bevor der Astralkörper austritt, setzt ein Fließen in der Wirbelsäule ein. Die einzelnen Zentren entwickeln sich verschieden, und es kommt die Zeit, wo man dieses unterschiedliche Wachstum durch Ruhe
normalisieren muss, ähnlich, wie man ein frisch gestimmtes Klavier weder eine Zeitlang berühren, noch mit einem Metallgegenstand darauf schlagen sollte.
Die ganze Skala erhält einen Sprung, wenn man mit einem anders gestimmten Metall darauf klopft. Obwohl diese Erscheinung gut bekannt ist, ist es trotzdem schwer, sich ihre Übertragung auf den menschlichen Organismus vorzustellen. Nur durch Erfahrung kann man wahrnehmen, inwieweit ein Geflüster unerträglicher sein kann als eine Explosion. Dabei muss man bedenken, dass die Verbindungen der Nerven so unterschiedlich sind, dass es schwierig ist, die Wirkungen durch Gesetze zu bestimmen.
Der physische Zustand ist derart mit dem Geist verbunden, dass nur die persönliche Erfahrung zeigen kann, wie man der Annäherung der Feuer richtig gewahr wird. Die Feuer sind die Quellen der Strahlen.[175.] 7. Der Weltgedanke übermittelt eine Botschaft für den Planeten, und der Aufbau eines Neuen Landes kann sich nur durch weltweites Verstehen vollziehen.
Benötigen Wir Beredsamkeit? Der Weg der Verbindung mit dem Geist ist viel mächtiger. Wenn ihr seht, wie mit einer Geste große Entscheidungen gefällt werden, dann wird es klar, dass der Wert der Wörter weder in ihrer Anzahl noch in der äußeren Form, sondern im inneren Wesen liegt. Man muss sich noch kürzer fassen. Der Schmied soll nicht mit dem Hammer lärmen. So könnte die Lehre Christi auf eine Handfläche geschrieben werden.[176.] 8. Der Flug des Geistes wird nicht nach Stunden berechnet; die Erscheinung
des Geistes, der zwischen den Planeten dahineilt, ist zeitlos. Es ist ein Augenblick, der nicht verlängert werden kann, sonst gibt es einen Bruch zwischen dem dichten und dem mentalen Körper. Doch man muss bedenken, dass der Geist, der außerhalb der Zeit wirkt, etwas erreicht, das außerhalb der Zahlenbegrenzung liegt. Der Geist kann die vierzehnte Gradation des Gehörsinns erreichen, während in der irdischen Sphäre nur die neunte erreicht werden kann.
Durch die Abstufung des Gehörsinns wird es dem Menschen gestattet, verschiedene Elemente zu seinen Mitarbeitern zu machen. Selbst das Geräusch des Regens ist nicht ohne Bedeutung. Viele Wege bereichern die irdische Schöpfung.[177.] 9. Die Finsternis kann man zerstreuen, wenn man die Richtung der Gedanken ändert. Nicht Worte, sondern Gedanken weben die Aura. Unsere Werke sind im geistigen und materiellen Sinn einträglich. Ich versichere, dass die Güte der Gedanken dafür von großer Bedeutung ist.
Man soll die gute und nützliche Einheit unterstreichen. Wir wissen aber auch genau, was Dummheit ist. Natürlich findet bei einem großen Werk auch die Dummheit einen Platz, doch nicht im obersten Stockwerk.
Leben kann jeder, doch die künftige Welt verlangt ein erleuchtetes Bewusstsein, das aber nicht durch Murmeln erhabener Aussprüche erlangt werden kann.
Wir schätzen eine sachliche Geschäftsabrechnung mehr als leere Worte und höfliche Floskeln. Man muss an die Welt denken und brauchbare Gedanken zum Ausdruck bringen.
Am Vorabend der Errichtung des Neuen Tempels muss man Findigkeit
zeigen und die Menschen durch schnelle Auffassungsgabe in Staunen versetzen. Es ist unbequem, in Windeln zu gehen.[178.] 10. Ich bürge dafür, dass es leichter ist, einen hohen Berg zu ersteigen, als die menschliche Ignoranz zu beseitigen. Unser Strahl ist im vollen Suchen bemüht.
Man muss Unseren Schild begreifen. Wahrlich, Tapferkeit ist notwendig.[179.] 11. In einer vernünftigen Religion gibt es keine Verwirrung.
[180.] 12. Jene, die Gott ablehnen, haben Ihn nicht gesehen. Doch wie sieht der Gott der Kneipenbesitzer aus? Groß ist die Bestechlichkeit im Namen Christi. Sie versucht, mit einer Kerze jeglichen Verrat zu verdecken.
Es gibt nichts Schlimmeres als eine Kerze der Gemeinheit. Christus braucht solche Verehrer nicht, denn ihre Kerzen verrußen Sein Gewand. Die Spuren solcher Darbietungen können weder mit dem Wasser des Jordans26 noch des Urdar27 weggewaschen werden.[181.] 13. Eine Legende über Buddha: "Ein rechtschaffener Mensch wollte Buddha sehen und lenkte seine Aufmerksamkeit auf verschiedene Gegenstände. Er begriff die Weisheit der heiligen Bilder nicht, und seine Augen durchdrangen nicht die Gegenstände der Verehrung. So trat auch keine Erscheinung ein.
Endlich, als er sich im Gebet verneigte, spürte der Suchende, wie der Faden eines Spinngewebes sich auf seine Stirn herabließ. Er wischte ihn weg. Da ertönte eine klare Stimme: "Warum weist du Meine Hand zurück? Mein Strahl folgt dir, gestatte Mir, dich zu umarmen."
Darauf begann in dem Menschen die Sonnenschlange zu erzittern, und
er fand den weggeworfenen Faden. In seinen Händen verwandelte sich dieser in vierzig Perlen, und jede trug das Antlitz Buddhas. In der Mitte befand sich ein Stein mit der Inschrift: "Tapferkeit, Verzweiflung, Freude." Der Nachfolger Buddhas empfing die Freude, denn er kannte den Weg zu ihr.___________
Ich gedenke der Flügel. Die Werke sind wahrlich beflügelt. Die Rosse durcheilen den irdischen Raum und tragen mit dem Wind das schöpferische Streben. Zum Kampf, zum Kampf, zum Kampf!
Wahrlich, majestätisch ist das Bild des Ozeans des Geistes! Es erschallt und klingt der Ruf und jene, die die Waffe des Geistes in Empfang genommen haben, streben zum Altar, denn die Tochter der Welt hat ihr geistiges Kleid vollendet.
Zum Kampf, zum Kampf, zum Kampf! Ich höre den Ruf und neige das Haupt vor dem Befehl des Gesegneten Herrschers.[182.] 14. Es ist notwendig, über jene etwas zu sagen, die Mich stören und bedrohen. Leichtsinnig ist es zu glauben, dass ein Riss im Gewebe der Welt leicht ausgebessert werden kann. Auch ein einfacher Laut ruft ein unerwartetes Echo aus der Ferne hervor. Um wie viel tiefer durchdringt eine negative Sendung des Geistes den Raum, und diese Wunden sind fast unheilbar.
Die Hand, die dem Plan der Herrscher eine Wunde zufügt, weist den Schild zurück. Man kann ein Haus zerstören, man kann Bäume spalten und noch mehr kann man aber den Plan der Herrscher ernsthaft behindern?!
Ich spreche keine Drohung aus, sondern weise einfach auf die Folgen hin. Sobald der Mensch mit dem kosmischen Wirbelwind in Berührung gekommen ist, zieht jede Abweichung die nächste Welle nach sich,
und unter diese zu fallen, bedeutet, unter die Fußsohlen eines Riesen zu geraten.
Wir bitten im Guten, weiset die Führende Hand nicht zurück, denn wehe den Zurückbleibenden.
Und welche Ehre bedeutet es denn, Mir eine Wunde zuzufügen? Vorerst gib alles zurück, was du von Mir erhalten hast; doch dies kannst du nicht, auch wenn du die Leber und das Herz hinzufügen würdest.
Wie kannst du Den schlagen, Der dir Talente verliehen hat? Worin würdest du dich dann von den Räubern unterscheiden? Beschmutze nicht die Hand des Gebenden, denn dieser Schmutz könnte sich in Aussatz verwandeln. Deshalb schätzt Unsere Bruderschaft die Dankbarkeit, und daher begreife ihre Nützlichkeit.[183.] 15. Die Lehre über das Opfer wurde euch bereits gegeben. Opfer ist Macht. Macht bedeutet Möglichkeiten, und folglich ist jedes Opfer vor allem eine Möglichkeit.
Es ist an der Zeit, die Heuchelei aufzugeben, dass Opfer eine Entbehrung wäre. Wir nehmen keine Entbehrungen an, sondern gewähren Möglichkeiten.
Lasst uns sehen, welche Möglichkeiten sich aus den so genannten Opfern ergeben. Wo ist das wahre Opfer, das erniedrigen kann? In Unserer Schatzkammer gibt es eine große Sammlung von Opfern, und jedes war dem von Nutzen, der es gebracht hatte. Wir sprechen nicht gern über das Opfer, denn es ist in Wahrheit eine nutzbringende Tat.
Kleinkrämer jammern den Ausgaben nach und lieben es, sich als Geschädigte hinzustellen, doch ein wirklicher Kaufmann des Lebens betrachtet jede Ausgabe als Einsatz
für das Werk. Ihr habt nicht durch Opfer verloren, sondern durch Raub und Plünderung.
Christus hat geboten, geistigen Reichtum auszuteilen, doch da man den Schlüssel dazu noch nicht gefunden hat, haben die Menschen dieses Gebot auf das Geld übertragen. Zunächst wird zusammengerafft, dann unter Tränen abgegeben, und schließlich ist man noch über seine Güte entzückt. Als ob der Lehrer Stühle und alte Mäntel gemeint hätte, als er vom Verteilen sprach! Der Lehrer wies auf den unwägbaren Reich turn hin. Nur die geistige Gabe kann die Waagschale in Bewegung setzen. Lasst uns die Reihen der Mitarbeiter untersuchen. Ist jemand von euch um etwas beraubt worden? Nein, alle sind bereichert worden. Ist es denn keine Bereicherung, Beherrscher eines Neuen Reiches zu werden? Dieses Reich ist so wohlhabend, dass man ohne besonderen Schaden auch einen Teil des Geschirrs zerschlagen kann. Die Hände werden gütiger, und das Buch der Dankbarkeit kann überprüft werden.
Ich rate den Unternehmern, für alle Ämter Vertreter bereitzuhalten. In einem großen Unternehmen ruht das Werk auf der Idee und nicht auf der Persönlichkeit.
Wer kann behaupten, dass er der Gebende war? Wir werden Unsere Bücher aufschlagen und nachweisen, wie viel jeder erhalten hat, und deshalb ist es durchaus nicht leicht zu opfern, wenn das Opfer eine Möglichkeit ist und die Möglichkeit ist ein Nutzen, und der Nutzen ist eine vernünftige Mitarbeit, und Mitarbeit ist der Stein Alatyr28, der seinen Besitzer entweder auferstehen lässt oder verbrennt, wenn er zum Verräter wird.
Selbstverleugnung kann die Tore des Verstehens öffnen, und das hinfällige Opfer unnützer Dinge wird mit der Selbstsucht auf einem Ast schaukeln.[184.] 16. Jede Wiedergeburt steht mit einem bestimmten Charakter in Verbindung, dem sie näher steht als der jeweiligen Zeitepoche.
Das Wissen über vergangene Leben kann einem wachen Geist behilflich sein, doch ist es schädlich für den schlummernden. Das Mondleben muss ausgelebt werden.[185.] 17. Nun über die Unanfechtbarkeit und Beweglichkeit des Planes. Diese Bedingungen lassen sich besonders schwer vereinen, obwohl ihre Grenzen durch das Verstehen des Strahles des Sonnen-Bewusstseins klar hervortreten. Zur Durchführung des Planes im Leben muss man jede Stunde beweglich und tatbereit sein.
Wie oft haben Wir Uns nach Ägypten begeben und sind in die Mongolei gegangen. Wie oft holten Wir eine Handschrift hervor und schlössen sie wieder ein. Wie oft begannen Wir Mauern zu errichten und rissen sie wieder nieder. Wie oft haben Wir das bereits heimwärts gelenkte Pferd wieder in die Dunkelheit der Nacht gejagt, denn hätten Wir zu Hause übernachtet, wäre der Plan nicht erfüllt worden. Die scheinbare Unbeständigkeit ist nichts anderes als das Vibrieren des Lebens. Die Wege zu den Richtpunkten der Unanfechtbarkeit vibrieren und bewegen sich gleich Wellen.
Wenn Wir den Plan bejahen, ist Unser Wesen schon für den kürzesten Weg bereit. Obwohl Wir eben europäische Kleider angelegt haben, sind Wir bereit, auch den mongolischen Kaftan hervorzuholen. Kaum
haben Wir einen Wohnsitz festgelegt, sind Wir auch schon bereit, Uns zu verabschieden. Solch eine Beweglichkeit kann nur aus dem Bewusstsein der Unumgänglichkeit des Planes geboren werden.
Unser Weg ist nicht der eines ewigen Wanderers sondern der eines beflügelten Eilboten. Die Unanfechtbarkeit des Planes erleuchtet das Bewusstsein der Kräfte. Wir überschreiten alle Hängebrücken, wenn das Licht des Planes klar ist. So muss man die Unanfechtbarkeit des Planes verstehen, damit ihn nichts verdunkelt. Jener Plan ist unanfechtbar, der allen nützlich ist.
Wir sehen niemanden, für den der Plan des Neuen Landes nicht nützlich wäre, und deshalb schreiten Wir auch in der Dunkelheit wachsam voran. Wenn der Lehrer sagt: "Laufe durch den Strom", so heißt dies, dass für die Furt schon vorgesorgt ist, doch stoße mit dem Fuß an keinen Stein.
Der eine beginnt eine Brücke zu bauen, der andere wird einen Schwimmer anheuern, der dritte wird sich hinsetzen und warten, bis der Wasserstand sinkt, doch wenn sich einer findet, der einen silbernen Faden des Geistes webt und auf ihm schwerelos dahinschreitet, werde Ich die Last auf Mich nehmen. So leben Unanfechtbarkeit und Beweglichkeit unter einem Dach zwei Schwestern der Heldentat.
Ein schönes Streben führt zum Höchsten Licht.[186.] 18. Er, Der alle Glaubensbekenntnisse begreift, Er, der alle Völker durchwanderte, erklärt: "Ich gebe jedem nach seiner geistigen Entwicklung. Jeder webt seinen Geldbeutel. Jeder, der sich fürchtet, wird Mir die Rechnung bezahlen. Das Lächeln für Meinen Feind wird sich in eine Grimasse verwandeln, Meine Feinde überlasset darum Mir.
Wer über seinen Bruder falsch denkt, hängt sich ein Gewicht an seine Füße. Unkraut lässt den Geist erstarren. Ich kann Goldstücke nicht in Nesseln streuen. Einen Garten von Beleidigungen anzulegen, ist keine große Ehre. Wer besser sieht, wird eine reichere Ernte haben.
Ihr, die ihr Mir begegnet seid und geantwortet habt, gebt Mir Meine Sorgen und Meine Freuden über euch. Durch die Kraft Christi, durch die Kraft Buddhas, durch die Kraft des von Propheten der Wahrheit verkündeten Messias errichtet die Waage.
Zeigt Uns all das Große und seid beschämt über den kleinen Wurm, der das richtige Gewicht stört. Der Gebende kann empfangen.
Rechnet nach, wie viel jeder gegeben hat. Wir wollen richtig rechnen.
Links: Angst, Selbstsucht, Eigennutz, Misstrauen, Verdächtigung. Erniedrigung, Selbstbemitleidung, Missdeutung der Lehre, schmutziges Geschwätz, Verrat durch Tat und in Gedanken.
Rechts: Freudiges Geben, Mitleid mit anderen, Kühnheit, Furchtlosigkeit, Ergebenheit, Unanfechtbarkeit, Wachsamkeit, Beweglichkeit, Bewusstsein, einen Schild zu haben, Pfad und Licht zur Heldentat, Verherrlichung des Tempels des Geistes, Gerechtigkeit im Verstehen, Lobpreisen des Guten. Links: Verlust und Bezahlen. Rechts: Empfangen.
Jeder bewerte sich selbst, denn Wir sehen und hÖren. Es gibt weder Tag noch Nacht, und der Bote sattelt bereits das Pferd.
Ich sende euch Meine Errungenschaften, die jahrhundertelang verschlossen waren. Haltet den Schlüssel dazu sauber. So verkündet es."[187.] 19. Die Parabel vom Fragenden:
"Dgul Nor zählte zu den großen Weisen. Er hatte das Glück, einen Lehrer aus dem Heiligen Unterirdischen Land zu erhalten. Er selbst war der Sprache und der rechten Hand beraubt.
Ein strebsamer Schüler stellte eine Frage und der Lehrer nickte mit dem Kopf. Nun stellte der Schüler zwei Fragen, und der Lehrer nickte zweimal. Bald stellte der Schüler ununterbrochen Fragen, und der Lehrer nickte unaufhörlich. Die Befragung dauerte drei Jahre, und drei Jahre lang nickte der Lehrer. "Das heißt, Deiner Erfahrung nach ist alles möglich?" Und der Lehrer nickte nicht nur, sondern verneigte sich bis zum Boden, enthüllte seine Brust und zeigte das Bild des Gesegneten, der mit beiden Händen Segen spendet." So wurde die Weisheit bestätigt und die schöpferische Kraft des Lebens gepriesen.
Wahrlich, in einem einzigen Seufzet begreifen wir den Weltenraum, und kein Wort kann das Unendliche ausdrücken, und kein Gedanke kann das Licht erfassen.
Doch wenn man bei Sonnenaufgang das Gesicht der Sonne zugewendet und den Strahl mit dem Sonnengeflecht aufnimmt, kann man den Sieg über den Ozean fühlen, denn durch das Licht kann man das Licht des Geistes berühren.
Doch dieses Bewusstsein ist nur in dem Geist vorhanden, der sagen kann: "Ich habe alles abgegeben, um alles zu empfangen." So ist dies
keine Verneinung, sondern eine Bestätigung, welche die Hand des Buddhas über sich weiß.[188.] 20. Es gibt zwei Arten von Flügen des feinstofflichen Körpers; entweder er fließt aus den Füßen und wandert ziellos umher, oder er dringt durch die oberen Zentren und fliegt in geistiger Mission. Im Nu setzt er sich über Meere hinweg, lehrt Menschen und sättigt die Auren.
Es muss gesagt werden, dass nur außergewöhnliche Strebsamkeit und Klugheit den feinstofflichen Körper dazu bewegen können, sich auf einen physischen Gegenstand zu konzentrieren, weil nämlich der Geist für gewöhnlich bemüht ist, auf den Geist zu wirken, obwohl Gegenstände ausgezeichnete Leiter sein können.
Nicht nur der Astralkörper, sondern auch der Mentalkörper ist tätig. Natürlich tritt auch der Astralkörper aus, doch Wir schätzen die Tätigkeit des Astralkörpers nicht; für Uns ist das Bewusstsein des Mentalkörpers wichtiger. Die feinen Kräfte zu erhöhen, ist nicht so einfach.[189.] 21. Freude und Wachsamkeit sind zwei Begleiter Unserer Werke. Wenn die Menschen die Folgen einer Unzufriedenheit und Unzufriedenheit sehen und die tödliche Wirkung der Schläfrigkeit begreifen könnten, würden sie diesen Hauptmitarbeitern der Finsternis aus dem Weg gehen. Der böse Stachel der Unzufriedenheit dringt in die besten Gemeinschaften ein. Dumpfe Schläfrigkeit trübt den Kopf des Siegers.
Wenn ihr eure Sorgen kennt, könnt ihr sie denn durch
Unzufriedenheit verbrennen, die große Werke vernichteten und auf die lichten Sendungen den zerstörenden Blitz sandten?
Merkt euch, bei Uns gibt es keine Unzufriedenen und auch keine Schläfrigkeit, mit der die dunklen Mächte euch bedrängen.
Ist in diesen giftigen Dünsten nicht eine Erstarrung verborgen? Schläfrigkeit ist nicht Unsere Schwester. Jene, die sich dem Licht genähert haben, werden nicht durch Unzufriedenheit versteinern.
Schläfrigkeit und Staub muss man meiden. Die Offenbarung des Schildes muss man schätzen.
Noch einmal sage Ich es, doch öfters kann Ich es nicht tun, weil das Gesetz eine Wiederholung für Taube verbietet.VII
[190.] 1. Saget den Neuen, dass die Verantwortung für das Denken erkannt werden muss.
Früher war man für die Tat verantwortlich, dann erkannte man die Bedeutung des Wortes, und jetzt ist die Zeit, das Feuer des Gedankens zu erkennen. Besser ist es, zu schweigen und die Gedanken zu reinigen.
Kann denn das Brüllen des Tigers schlimmer sein als verräterisches Denken? Nicht nur durch falsches Handeln, sondern auch durch unreine Gedanken schafft sich die Menschheit ein schweres Karma. Durch den Gedanken nimmt der Geist die Qualen auf, denn zwischen Worten und Gedanken herrscht kein Unterschied.
Ein Tor ist, wer diese Warnung als eine Drohung auffasst. Es gibt keine Drohung. Wir geben nur
Beispiele und haben Sorgen. Jedem steht es frei, in den Abgrund zu springen, doch vorher muss er gewarnt werden.
Ich glaube, nun ist es nicht mehr notwendig, die Bedeutung des Gedankens zu wiederholen.
Da die Zeiten schlecht sind, wollen wir lieber an die Zukunft denken.[191.] 2. Jeder trägt eine Waage der Gerechtigkeit in sich. Aus dem besten Plan kann man einen Hühnerstall machen.
Gold und Silber schätzen Wir nicht. Man muss alle Bedienungen vergessen, dann erst entflammt das Licht. Jeder freudige Verlust ist ein unermesslicher Gewinn.
In der Kühnheit der Verzweiflung liegt Selbstverleugnung, aber das höchste Wagnis darf keine Belohnung erwarten. Die Verzweiflung erwartet keine Belohnung.
In Unserer Sprache nennt man die Verzweiflung eine Grenze. Nahe dieser Grenze liegt die Heldentat. An ihrem Haus kann man einen eisernen Riegel befestigen.
Vernehmt im Regen Mein Klopfen. Warum soll man bloß den Blitz fürchten? Manchmal berechtigt die Tasche des Bettlers zu größerer Furcht.
[192.] 3. Eine Parabel über Christus: Der Abend war angebrochen, und Christus saß auf der Schwelle des Hauses. Ein Schriftgelehrter trat herbei und fragte: "Warum sitzt Du auf der Schwelle?" Christus antwortete: "Ich bin die Schwelle zum Geist, wenn du eintreten willst, so schreite über Mich."
Ein anderer Schriftgelehrter fragte: "Ist es wahr, dass der Sohn Davids auf dem Platz der Hunde sitzt?" Christus antwortete: "Wahrlich, du schmähst Meinen Vater David."
Es wurde dunkel, und der dritte Schriftgelehrte fragte: "Warum sitzt Du da, als ob Du ein Haus fürchten würdest?" Christus
antwortete: "Ich warte, bis die nächtliche Dunkelheit wich von deinem Anblick befreit. Wahrlich, Finsterer verschwinde in die Finsternis."
Dann stand Er auf und wies auf den Berg Morya, auf dem sich ein Tempel befand. "Mein Großvater ließ einen Tempel aus Stein errichten, dennoch sitzt Er hinter dem Leinen eines Zeltes."
Der Schriftgelehrte sprach: "Ein Wahnsinniger, er zählt Salomon noch zu den Lebenden." Und sie trennten sich in Unwissenheit.
Da trat Maria aus dem Haus, und als sie Christus sah, sprach sie: "Lehrer, teile unser Abendbrot!" Christus antwortete: "Die Gabe des Herzens strahlt in der Dunkelheit."[193.] 4. Eine Parabel über Christus: Ein Mitglied des Synedrions29 fragte Christus: "Würdest Du zu uns kommen, wenn wir Dich riefen?" Christus antwortete: "Ich gehe liebe auf den Friedhof, denn dort gibt es keine Lüge."
Das Mitglied des Synedrions fuhr fort: "Warum anerkennst Du uns nicht, wenn sogar Dein Vater von einem der unsrigen getraut wurde?" "Wartet bis euer Haus einstürzt, dann werden Wir kommen." "Wozu werdet Ihr kommen, um zu zerstören oder um aufzubauen?" "Weder zur Zerstörung noch zum Aufbau, sondern zur Reinigung, weil Ich zum alten Herd nicht zurückkehre."
"Dann verehrst Du Deine Vorväter nicht?" "Zum Festmahl nimmt man neue Schalen; will man den Großvater ehren, so trinkt man nicht aus seinen Schalen."[194.] 5. Parabeln über Buddha: Ein Hirte sah unter einem Baum einen Menschen sitzen, der in Meditation versunken war. Sich an die Seite des Mannes setzend, versuchte er, es ihm gleichzutun und nachzudenken. Er fing an, seine Schafe zu zählen und in Gedanken den Gewinn ihrer Wolle abzuschätzen.
Beide saßen schweigend da; endlich fragte der Hirte: "Herr, worüber denkst Du nach?" Dieser antwortete: "Über Gott."
Der Hirte fragte: "Weißt Du, worüber ich nachdachte?" "Auch über Gott" "Du irrst, über den Ertrag aus dem Verkauf der Wolle." "Wahrlich, ebenfalls über Gott, nur hat Mein Gott nichts zu verkaufen, dein Gott aber muss zuerst auf den Markt gehen. Doch es kann sein, dass er am Weg einem Räuber begegnet, der ihm behilflich ist, zu diesem Baum zurückzukehren."
So sprach Gautama: "Geht auf den Markt und denkt schneller nach, wie ihr zurückkehren könnt."___________
Auf einem Schiff reiste ein Affenhändler. In seinen Mussestunden lehrte er seine Affen, die Matrosen nachzuahmen, wie sie die Segel setzten. Eines Tages erhob sich ein Sturm, und die Matrosen eilten, die Segel zu raffen. Die Affen, die nur wussten, wie man die Segel aufzieht, folgten ihnen und hissten wiederum die Segel.
Das Schiff ging unter, weil der Händler nur an schönes Wetter gedacht hatte. So sprach Buddha, der Erneuerer des Lotos des Lebens.___________
[195.] 6. Ihr fragt, warum Ich gegen jede Magie spreche, wo Ich selbst das Zementieren des Raumes anordne, an die Bedeutung des Kreises erinnere und auf andere Gegebenheiten hinweise, die an Magie gemahnen.
Doch der Unterschied liegt darin, dass die Magie einen Ersatz für das Leben darstellt, während Wir lehren, das Dasein zu verbessern und von den Möglichkeiten auszugehen, die das Leben bietet.[196.] 7. Es ist gut, darauf hinzuweisen: "Leset die alten Weisungen genauer." Ich lehre das Neue, wenn das Alte in der Praxis angewendet worden ist. Ich lehre das Nützliche, sobald ihr die aufgezeigte Zusammenarbeit erkannt und bewiesen habt.
Den besten Erfolg beim Verzinnen erzielt man, wenn das Feuer nicht zu heiß ist. Der Erfolg wird "verzinnt", wenn seine Hülle im Geist vollendet erscheint.
Der Hammer arbeitet, die Ketten klirren, und die graue Menschen suchen im Becher der Unzucht weiter ihr Vergnügen, wobei sie nicht bemerken, dass der Uhrzeiger sich gedreht hat, dass morgen die Türen ihrer spitzfindigen Unterhaltungen geschlossen sein werden, und Mein Torhüter ihnen sagen wird: "Im Morgengrauen wurde der Altar für den Herrscher der Weisheit errichtet". Und die Grauen werden sich zerstreuen.
Ernst und unbeugsam steht Meine Wache, der Stahl ihrer Helme kann mit dem Gold der Grauen nicht verglichen werden.
[197.] 8. Der Trennung folgt die Begegnung, der Begegnung die Trennung, und es ist darum weise, sich auch über die Trennung zu freuen.
Ein Befehl an alle Kämpfer: Auch wenn einer die eingeschlagene Richtung aufgibt, müssen die anderen Krieger weitermarschieren. Wenn das Banner gehisst ist, fliehen die Soldaten nicht. Die Krieger drangen sich nicht an das Lagerfeuer und nehmen nicht den Platz eines anderen ein. Der Krieger beklagt sich nicht, wenn das Signal zum Nachtmarsch gegeben wird, sondern marschiert vorsichtig weiter.
Ihr habt bemerkt, dass es vor jeder Offenbarung einen Augenblick scheinbarer Leere oder kosmischer Stille gibt. Vom Kleinen bis zum Großen ist dieser Augenblick proportional. Es ist begreiflich, dass die physische Welt sehr auf der Hut ist, wenn sie eine geistige Entladung durchlässt. Deshalb ist es eine schwierige Aufgabe, die physische Welt aus ihrer Trägheit aufzurütteln.[198.] 9. Unser Ideal ist es, nicht Lehrer, sondern Mitarbeiter zu sein, doch dazu bedarf es der Überzeugung, dass jede Seite alles zum Wohl des Werkes beiträgt. Wenn Anzeichen eines solchen Beitrages in Erscheinung treten, dann erfolgt die Beherrschung der physischen Welt. In den christlichen Gotteshäusern ruft man Christus an und wundert sich über Sein Schweigen, indessen fühlt ihr, wie man Ihn im irdischen Leben erwecken kann, ohne Bußgewänder anzulegen und ohne den Raum durch Unzufriedenheit zu erschüttern. So werden die Pläne geschmiedet.
[199.] 10. Wie verschiedene Meere unterschiedliche Wellen aufweisen, so muss auch die Anziehungskraft des Raumes
auf verschiedene Weise gefestigt werden. Nicht allein durch die Erhaltung, sondern durch die Anwendung wird vieles verstärkt.[200.] 11. Am schrecklichsten ist es zu sagen: Wir haben bereits alles erreicht. Der Lehrer selbst wird diese verderbliche Formel nie aussprechen.
Obwohl Wir den Plan kennen, nehmen Wir unermüdlich neue Einzelheiten wahr.[201.] 12. Warum spüre ich den Geist der Berge? Der Lehrer sendet Seinen Schild.
Der Lehrer will euch einen Berg errichten sehen.
Der Lehrer träumt davon, dass euch nichts in Verlegenheit bringt.
Der Lehrer spürt, wie ihr mutig voranschreiten müsst.
Der Lehrer wird euch vor ernsten Gefahren warnen.
Der Lehrer rät, tapfer zu sein.
Der Lehrer wird helfen, die böse Hand zu besiegen.
Der Lehrer wiederholt nicht ohne Zweck längst vertraute Gedanken.
Der Lehrer blickt voraus.
Der Lehrer lehrt, den Geist unüberwindlich zu machen.
Der Lehrer wünscht, dass ihr die Angst vertreibt.
Der Lehrer will, dass ihr euer Urteil ruhig gestaltet.
Der Lehrer wendet Kummer von euch ab.
Der Lehrer rät, kühne Gedanken zu haben.
Der Lehrer ist um eure Gesundheit besorgt.
Der Lehrer weist euch den Weg.
Der Lehrer hat genug gewarnt.[202.] 13. Über Opfer zu lernen, erhaltet ihr Macht. Dem Opfer folgt Erfolg. Seine Lehre ist fest verankert, denn sie beruht auf dem Opfer. Erfolg ist nichts anderes als das Ergebnis von Opfer. Der Erfolg kann vorschussweise vor dem Opfer gesandt werden, doch unerbittlich ist das Los des Schuldners. Wenn man heute noch durch einen kleinen Beitrag abzahlen kann, so wird die Schuldsumme in einem Jahr ansteigen. Es wird kaum ein Jahr vergehen und der Schuldner wird krumm werden unter seiner Last.
Ich will ein Gleichnis anführen: Ein Sträfling hat sein Verbrechen nicht eingestanden. Zu Hause hinterließ er Reichtum, der ihm unerwartet zufiel. Das Geräusch jedes sich nahenden Schrittes ließ ihn auf Begnadigung hoffen. Er sandte Boten an den Richter, dass er bereit sei. seinen Reichtum für die Begnadigung herzugeben. Er wusste nicht, dass ihn ein einfaches Geständnis von seiner Schuld befreit hätte und ihm dadurch sein Reichtum erhalten geblieben wäre.
Mancher Mensch bleibt lieber im Gefängnis sitzen, anstatt das erlösende Geständnis auszusprechen. Wenn der Richter freisprechen soll, muss er das erlösende "ja" hören. Habet den Wunsch, zuzugeben.[203.] 14. Über die Kreise der Scharfsichtigkeit und des Hörens. Der erste Kreis betrifft nahe stehende Personen und zukünftige Ereignisse. Der zweite ist durch Gegenwartsprobleme und durch Angelegenheiten der nahen Zukunft begrenzt. Der dritte umfasst die Vergangenheit der uns Nahestehenden. Der vierte umschließt verflossene Ereignisse. Der fünfte liegt im Bereich der gegenwärtigen Welt.
Der sechste offenbart den künftigen Weltenlauf. Der siebente umfasst alle Zeichen.
Man kann stark sein im ersten Kreis, ohne die Fähigkeit, die folgenden zu beherrschen. Am besten ist es, die siebente Runde zu entwickeln, weil ihr alle Offenbarungen zugänglich sind. In ihr tritt alles in Erscheinung, doch ohne persönliche Anziehungskraft und ohne Einschränkung der persönlichen, engeren Sphäre. Es ist besser, nach einem persönlichen Zeichen etwas über den Werdegang der Länder zu erfahren und Einblick in das kosmische Geschehen zu erhalten.
Man muss feststellen, dass Geistigkeit und das Bewusstsein der Schönheit sehr selten sind. Vernünftiges Verstehen erweist sich ebenfalls als eine seltene Eigenschaft, obwohl es von den Herrschern höher als vieles andere eingeschätzt wird.
Es ist besser, sich unter Schwierigkeiten dem Großen zu nähern, als das Kleine leicht zu beherrschen.
Wir wollen an Hand geschichtlicher Ereignisse den Weg der Evolution veranschaulichen.[204.] 15. Zustand der offenen Schätze nannte man in früheren Kulten das Verhalten der Priesterinnen, die sich in das achte Stockwerk zurückzogen, wohin der Zutritt verboten war und die Treppen mit Leopardenfellen belegt wurden, damit kein Laut zu ihnen durchdringen konnte.
Der Zustand der offenen Schätze wurde so geachtet, dass eine Ruhestörung als religiöses Vergehen bestraft wurde.
Alles Unharmonische ist besonders schädlich, deshalb ist ein Donnerschlag weniger gefährlich als das Gekreische eines
Neugeborenen. Diese einfache Wahrheit wurde nie niedergeschrieben. Theoretisch kann man für das Harmonische überhaupt keine Grenze ziehen, denn der klangliche Aufbau der Geistigkeit ist individuell.
Die Menschen des Altertums wussten, dass Schätze einmalig sind, sich nicht wiederholen, und bewahrten sie daher vor unangenehmen Zwischenfällen. Beim öffnen der Schätze beobachtete der Älteste des Tempels, welche Töne die größte Wirkung halten. Jeder Ton wurde mit einer bestimmten Farbe verglichen, und so fand man die Bedingung für jeden einzelnen Fall heraus.[205.] 16. Das Lächeln der Entschlossenheit ist der beste Führer. Man soll das Ziel erkennen und sich den Plan des Lehrers zu eigen machen. Jeder [persönliche] Wunsch ist schädlich, hingegen das Streben zur Heldentat sehr nützlich. Wünschen ist keine Heldentat. Heldentat ist die Durchführung einer notwendigen Aufgabe. Wünsche können sich steigern. Auf Wünsche kann man verzichten oder man kann sie ändern. Der Strom fließt nicht nach Wunsch, sondern nach unvermeidlicher Notwendigkeit.
Der Geist kennt den Impuls des Wunsches und den Fels der Notwendigkeit. Ich sehe den Strom der Wahrheit dahineilen, nichts kann seinen Lauf behindern.
Wie oft lässt der vertrauensvoll ausgesprochene Name des Herrschers eine Brücke der Hilfe entstehen. Wir sehen noch lange nicht alles Schöne. Bei der Arbeit für die Menschheit muss man sich oft die Hände waschen. Und wenn ihr euch schwach fühlt, sucht den Grund nicht immer bei euch, sondern denkt an die Wellen der kosmischen Einflüsse.
Nur im Bewusstsein der unbedingten Notwendigkeit werdet ihr ans Ziel gelangen.
Hier ein Beispiel für das Vorgehen der Finsteren. Zuerst säen sie Misstrauen und Unglauben, dann erwecken sie Wünsche und steigern diese zu Verbrechen. So ernten sie doppelt.
Denket darüber nach, wie die Menschheit zu einem besseren Verständnis gelangen kann.
Außer den heiligen Sprachen haben Wir auch die Sprache des Schweigens.
Die Sprache der Verdammnis, der Verweigerung und Verneinung zerreißt den Saum des Kleides.[206.] 17. Wenn Ihr euch nach rechts gewendet habt, seid auch bereit, nach links zu gehen, und wenn ihr euch dem Ufer nähert, seid bereit, auch wieder loszusegeln, denn jeder Befehl dient dem Wohl der Beschleunigung. Während ihr die Stille wahrnehmt, haltet den Atem an, weil sich Schritte nähern können.
Besser, einige Unannehmlichkeiten hinzunehmen, als das Herannahen von Ereignissen zu übersehen. Besser, sich nicht lange zu ermüden und dafür einen leichteren Zugang zum Lehrer zu finden. Besser, in den Staub zu versinken, als die Reinigung des Geistes zu versäumen. Besser, den allgemeinen Gewohnheiten zu entsagen, als das Erreichen des Lichtes zu verpassen. Besser, sich über einen Strahl zu kränken, als das Licht Christi nicht zu empfangen. Besser, anderen zu geben, als diese erhabene Entzückung des Geistes nicht zu erleben. Besser, den Geist dem Befehl zu unterwerfen, als nicht zum Lehrer zu gelangen. Wahrlich, verstehet es, zu hüten und zu bewahren.
Und wenn ihr ein wunderbares Märchen vernehmt, so hört euer Geist
die Wahrheit. Und wenn ihr Aufzeichnungen über künftige Leben macht, so leuchtet Unser Spiegel. Und wenn ihr die Teile der Welt zählt, bebt Unser Banner. Und wenn ihr mit Adleraugen in die Ferne blickt, so klopft das Licht an Meinen Turm.
Wenn ihr daher an das Allgemeinwohl denkt oder an die Heilung der Menschheit, spüren Wir Flügel. Vertreibet kleinliche Gedanken, sie bedrücken Uns.[207.] 18. Ihr könnt beim Kartenspielen die besten Karten erhalten, doch es hängt von euch ab, sie am vorteilhaftesten auszuwerten.
Ich spreche von Zukunftsbildern: in Übereinstimmung mit den Eigenschaften der Auren sind diese Bilder real und entwickeln sich in bestimmter Richtung.
Ein böser Wille kann den Wanderer vom Weg abdrängen, und dann sieht er Zeichen von fremder Beschaffenheit.
Wenn euch Bilder der Zukunft gezeigt werden, ist es daher wichtig zu beachten, in welchem Geisteszustand ihr sie erhalten habt. Dem Strahl wird eine entsprechende Möglichkeit gegeben, sonst wäre die Gerechtigkeit verletzt. So sollen auch die jeweiligen Fristen verstanden werden.
Für kosmische Termine werden die offenbarten Gefäße verwendet. Sie tragen eine Kette von Mitarbeitern, und deshalb werden die Mitarbeiter von den Auserwählten bestimmt.
Wenn Wir das Versagen eines Mitarbeiters wahrnehmen, ersetzen Wir ihn trotzdem ohne Wunsch der Älteren nicht. Wenn der Geist der Auserwählten den Verrat am Werk erkennt, mögen sie sich mit folgenden Worten an Uns wenden "Du, Unser Bürge, ersetze den Mitarbeiter", das heißt, dass ein Glied der Kette sich löste und das Bewusstsein der Auserwählten von den Auswirkungen der Aura des Scheidenden befreit wird. Der Scheidende nimmt sein Schicksal auf sich, denn jedem steht es frei, sein eigenes Haus zu bauen.
Wir können aufrufen, Wir können Bilder der entsprechenden Richtung zeigen, doch Unserem Ruf zu folgen, ist dem guten Willen überlassen.
Nur Treue und die Erkenntnis des vernünftigen Planes gewährleisten eine Verwirklichung der Bilder der Zukunft.
Von den Bergen hat man einen Ausblick in die Ferne. Das Verlangen, sich in eine Grube zu verkriechen, kann man nur beweinen.
In vergangenen Zeiten wart man den Schuldner in eine Grube, die Gehenna genannt wurde; warum denn freiwillig hineinsteigen?! Lasst uns also die Ausführungen über Lebhaftigkeit der Fristen und die Spiegel der Zukunft zum Abschluss bringen.
Ich möchte alle auf ihren Plätzen sehen mit mehr Verständnis für eine Heldentat, ohne persönliche Vorteile zu erwarten. Ist es möglich, einen Kämpfer, der in voller Erwartung einer Belohnung in den Kampf geht, einen Helden zu nennen?
In vergangenen Zeiten war der Lehrer Mohammed gezwungen, den Kriegern des Islam Freuden im Paradies zu verheißen; soll Ich nun das Funkeln von Rubinen versprechen?
Man muss ohne Erwartung vorwärts schreiten, sonst ist es schade um die verlorene Zeit der ewigen Evolution.[208.] 19. Nun beschließen Wir das Gesetz der Entsprechung. Der Baumeister muss wissen, wie stark er die Träger eines Hauses belasten darf. Durch Nichtentsprechung entstehen Zerstörung, Lästerung, Lüge, Verrat und viele andere hässliche Erscheinungen.
Kann denn ein Gebäude Bestand haben, wo dem Floh die Eigenschaften eines Giganten zugeschrieben werden, wo man den Schürhaken öfter sucht als den Herrn, wo man den Wirbelwind mit einem Mückenflug vergleicht?
Die Bedingungen der Bruderschaft entsprechen einander in Gedanken und im Ausdruck; das ist das Bollwerk der Wahrheit und Schönheit. Ohne Zurückhaltung und Übertreibung ist es leicht, im Leben zu üben.
Aufmerksam beobachten Wir Unsere Mitarbeiter, damit ihre Ausdrücke den Bedeutungen entsprechen. Nur auf diese Weise können unterschiedliche Wesen zusammenarbeiten.
Auch das beste Urteil bedarf der Schönheit, denn es ist unschön zu sagen: "Ich werde den Riesen in ein Kästchen einsperren" oder: "Der Adler schwebt wie ein Huhn".
Wie oft werden die besten Apparate durch mangelnde Eignung zerstört, was durch ein wenig Aufmerksamkeit vermieden werden könnte.[209.] 20. Wenn ihr die empfohlenen Bücher lest, werdet ihr Funken der Weisheit finden. In ein Kästchen legt die Zeichen der Verehrung
Maitreyas. So sind ins Antlitz der Erde von Mir Bruchstücke des Einen Steines gelegt worden. Ein neues Wunder wird die Völker einen! Unser Strahl wird den Zweifel vertreiben.
Die Heldentat gleicht der Arbeit im Laboratorium. Die Hand zittert nicht, wenn sie die Flüssigkeit für Versuche abmisst, weil der Forscher weiß, dass ein verschütteter Tropfen das Haus in die Luft sprengen kann. Nur der Glaube und die Kühnheit verleihen dem Forscher eine ruhige Hand.VIII
[210.] 1. Der Strahl Christi ist genauso wissenschaftlich wie der Strahl der Sonne, doch für die Masse bedeutet bereits die Entdeckung eines einfachen Gegenstandes ein Wunder. Ist der Rassenwechsel ein Wunder? Ist das Kommen des Lehrers ein Wunder? Ist die Erscheinung Christi ein Wunder? Sagte man in früheren Zeiten Wunder voraus? Das Wunder zerstört die Harmonie, wogegen die kosmischen Ereignisse die Evolution bestätigen.
Auch Träume und Visionen sind keine Wunder, sondern der Leitfaden des Lebens und vor allem das Bewusstwerden des Kommenden, das nur soweit geoffenbart wird, als es in das Karma nicht eingreift. Wenn die Leute ohne Vorurteile die Träume und das Bewusstsein annehmen könnten, würde der Pfad verbessert werden.
Das Erscheinen neuer Bilder wirkt oft abschreckend. Entweder vergrößert der Spiegel oder er verkleinert, als ob die Oberfläche durch einen ungewöhnlichen Druck erzittern würde. Gegenüber dem so genannten
Alpdrücken soll man sich vorsichtig verhalten. Es kann eine wichtige Bedeutung haben.[211.] 2. Nun spreche Ich über etwas sehr Wichtiges. Der Kanon "Mit deinem Gott" ist sehr wichtig für die Gründung der Neuen Welt. Früher sagte man: "Mein Geist freut sich über Gott, meinen Retter". Nun aber sagt: "Mein Geist freut sich über Gott, deinen Retter."
Feierlich sage Ich: "Es lebe dein Gott"; denn darin liegt Rettung. So sprechet zu jedem, und indem ihr eure Götter austauscht, werdet ihr zu dem Allseienden gelangen.
Dort, wo man zu versinken droht, kann man vorsichtig treten, wenn man nicht verneint. Dort, wo man zu ersticken droht, kann man hindurch mit dem Ausspruch: "Dein Gott". Dort, wo die Materie verehrt wird, könnt ihr durch sie hindurchschreiten, wenn ihr die irdische Materie in den Kosmos emporhebt. Vor allem soll man nicht am Irdischen hängen.
Warum gibt es eine Legende über den Abstieg Christi in die Hölle? Der Lehrer wandte sich an die niederen Ebenen der astralen Welt und sprach: "Warum soll man sich durch Gedanken ewig an die Erde binden?" Und viele dachten darüber nach und sind aufgestiegen.
Findet den Gott eines anderen und zollt Ihm Anerkennung. Man kann mit dem Verstand begreifen, doch wichtiger ist das Lächeln des Geistes. Wenn das Schwierigste leicht wird wie der Flug der Vögel, dann vereinen sich die Steine selbst zu einem Mauergewölbe, und Christus, der Maurer, wird jedem erscheinen.
[212.] 3. Die Synthese der Geistigkeit ist die seltenste Gabe, denn sie entzündet das Licht der Welt. Mit dem Licht der Welt ist nichts zu vergleichen. Das Licht brennt, doch sein Strahl wird gesucht.
[213.] 4. Macht keine Feinde, das ist ein Rat für alle. Kennet eure Feinde, hütet euch vor ihnen, macht ihren Tätigkeit ein Ende, doch seid nicht boshaft. Und wenn der Feind freiwillig unter euer Dach kommt, erwärmt ihn, denn euer Dach ist groß, und der Neue wird euren Platz nicht einnehmen. Und sollte es euch schwer fallen, eine tiefe Abneigung zu überwinden, so überdeckt sie mit dem Lächeln des Lichts.
Das Gefühl der alten vermeintlichen Rechnungen steht wahrlich in keinem Vergleich mit dem Plan des Herrschers, denn wenn wir die Dinge in ihrer ursprünglichen Form und das durch Hass Erfundene gegeneinander abwägen, so wird letzteres schwerer sein.
Im Namen der Entsprechung muss man für die Menschen die richtige Stelle finden, sonst werden wir mit derselben Stimme über das Zentrum des Planeten und einen Tintenfleck sprechen. Ein Musikstück, das in einer einzigen Tonart gespielt wird, ruft Abneigung hervor; deshalb rufen Wir auf, die Praxis der Entsprechung zu verstehen.
Wenn ihr ein langes Gespräch über einen nichtigen Gegenstand verfolgt, so lenkt die Aufmerksamkeit des Gesprächspartners auf die Unzweckmäßigkeit des Nichtigen. Für viele Leute ist diese Belehrung erforderlich.
Fürchtet euch nicht, wenn man euch als Spinner bezeichnet, denn euch wurde der Pfad enthüllt. Vergesset nicht, die Feinde zu loben.
Lasst Uns das Gespräch über die Feinde beschließen.[214.] 5. Nun über die Unbestimmbarkeit der Fristen. Außer Meereswellen treten kleine Bächlein von Ereignissen in Erscheinung. Kann man ein Bächlein mit dem Meer verwechseln? Auf Erden beeilt man sich immer, das Persönliche mit dem Schicksal der Welt zu vermengen. Wie die Hand die Stärke eines Gewebes fühlen kann, so muss auch der Geist die Tragweite der Ereignisse unterscheiden können.
Lasst euch durch die scheinbare Größe von Ereignissen nicht faszinieren, denn mancher Erscheinung können Phantome zugrunde liegen, und die Bächlein können das Flussbett vorübergehend verändern.
Zufälligkeit, oder Stille, oder Unpässlichkeit dürfen der Welle nicht zugeschrieben werden. Wenn ein Wanderer sich auf dem Weg ausruht, so bedeutet dies nicht, dass er von seinem Pfad abgekommen ist.
Eine Flutwelle steigt augenblicklich empor, doch nicht vor jeder Welle stockt das Boot. Je empfindlicher ein Boot ist, umso mehr erbebt es, weil der Staub der Explosion bereits die Atmosphäre anfüllt.
Deshalb darf die Bestimmbarkeit der Fristen und Ereignisse nicht vergessen werden.
Die Beschleunigung des Stromes kann den Organismus besonders beeinflussen. Die Verworrenheit der Ereignisse scheint auch manchmal den Faden zerreißen zu wollen, aber das ist nur zeitlich bedingt und zwar so lange, bis der Organismus die doppelte Portion der Weltenströmung
verdaut hat. Die Verwirrung der psychischen Bedingungen kann die körperliche Empfindsamkeit verstärken. Wenn die Wellen des Ozeans die sich nahende Veränderung anzeigen sollte man sich nicht übermüden.[215.] 6. Beschleunigung und Verzögerung des Erfolges gehen wellenartig vor sich. Wenn man daher eine Welle der Beschleunigung wahrnimmt, muss man sich beeilen, soviel Samenkörner wie möglich in sie hineinzuwerfen.
[216.] 7. Die Gesetze vom Erscheinen des Lehrers stimmen mit dem Plan der ganzen Kultur überein. Das Karma läuft wie eine Rolle ab, und die Zeichen der abnehmenden irdischen Macht beginnen aufzublitzen.
Denen, die die Zukunft kennen, fällt es schwer, das entschwindende Flackern zu beobachten. Wie gestern steht morgen. Und der Schritt wird nicht nach Fuß, sondern nach Perioden von drei Jahren gemessen. So ergibt sich ein Schritt von Giganten, die sich nicht fürchten, über ganze Jahrhunderte hinwegzuschreiten. So sickert die Psychologie des Geistes auf die Erde durch.
Für die irdischen Hüllen gleicht jedes Jahrhundert einer Drohung. Aber die Brücke des Geistes verleiht Schwingen der Wahrheit. Jenen, die eine Frist von drei Jahren durchschreiten, kommt es oft vor, als ob sie nicht leben würden. Ein auf besondere Weise angetriebener Kugel scheint manchmal bewegungslos zu sein, weil seine Trägheit der Umgebung nicht entspricht.[217.] 8. Wer das Wissen um die Zukunft in sich trägt, kann sogar auf schwankenden Steinen mutig dahinschreiten.
Wenn das Ende schön ist, kann man von einem Erfolg sprechen. Von Erfolg kann man auch reden, wenn man sich auf einen neuen Weg begibt.
Der Wunsch ist bereits ein Teil der Erfüllung. Steiget mutig auf zum Licht.
Die Trennung ist der Vorbote des Wiedersehens. Der heilige Sergius sprach: "Man muss sich trennen, um einander wieder zu begegnen."[218.] 9. Ich will an den Kult der Hohenpriesterinnen erinnern. Es gab eine Gruppe unter ihnen, die mittels chemischer Präparate einen hohen Zustand erreichte, andere wieder mittels magnetischer Ströme. Es gab auch niedrige Zustände, die durch Beschwörung und mechanische Drehungen herbeigeführt wurden. Dann begann die Selbstversenkung an der Schwelle des Schlafes oder durch Konzentration auf einen glänzenden Gegenstand. Das ohne sichtbare Zustände kommende Wissen gilt als das höchste.
Der Weg der Evolution der Welt, wie er sich vor euren Augen vollzieht, stellt andere Bedingungen, und es kommt die Zeit, wo die psychischen Kräfte zugunsten des Geistes stark verringert werden sollen. In den letzten Jahrzehnten haben die niederen Ebenen der Natur von minderen psychischen Kräften in so hohem Maß Besitz ergriffen, dass für die Evolution Gefahr besteht.
Man kann auf dem Weg der niederen Schichten von Phantomen und Anhäufungen nicht vorwärts kommen, sondern nur über das Zusammenwirken mit den Höheren Plänen.[219.] 10. Und nun über die Kreise der Aufnahmefähigkeit. Wenn die Kreise der Scharfsichtigkeit zentrifugal vor sich gehen, so verlaufen die Kreise der Aufnahme zentripetal. Von Symbolen und dunklen Umrissen streben sie spiralförmig zu klaren
Tatsachen. [Es gibt] Hellrufen, Hellsehen, Hellhören, helles Verstehen, helle Heldentat und helles Wissen.
Man muss begreifen, dass bei der Kategorie des Rufes die Tatsache nicht eintritt, weil in dieser Kategorie eine präzise Tat missverstanden werden kann, wodurch sich die Gefahr nur verstärkt.
Ich möchte über jene, die den Ruf benötigen, nichts Nachteiliges sagen, doch die Tatsachen in ihren Händen würde das gleiche bedeuten wie für einen Waffenunkundigen ein geladenes Gewehr.
Gewiss, die Grenze des Rufes ist sehr relativ, doch wenn man in den Bereich des Verstehens übergehen kann, freuen Wir Uns sehr.
Jeder Kreis ist wie eine Karawane. Natürlich besteht eine solche aus mehr als einem einzigen Pferd, doch dafür kann ein einziges Pferd die ganze Fortbewegung hemmen. Ein Scheuen oder ein Fehltritt können die Kolonne in Unordnung bringen. Deshalb verstehet den Unterschied zwischen einer gewöhnlichen und einer hellen Heldentat. Man kann das Aufflammen der Heldentat zum Stillstand bringen, doch nicht das Feuer der hellen Heldentat. Die Flamme der hellen Heldentat mag von den kosmischen Wirbeln erzittern, doch man kann sie vom Kopf nicht entfernen. Verstehet somit, warum bis zu einem bestimmten Grad ein Symbol als ein anzeigendes Zeichen notwendig erscheint, doch später wird es unerträglich und beginnt wie eine Schale abzufallen.
Wie Sphärenmusik erklingt das Allseiende auf dem Weg der Unbegrenztheit und Unwiederholbarkeit.
Wie ein Vogel zunächst erwacht und dann fliegt, so sprüht das Wort aus Unserer Esse, und kann nachher
nur bestätigt werden. Okkult betrachtet, ist der erste Augenblick wichtiger als die Wiederholung. Doch wenn man das Schmelzen der Esse auffangen kann, glänzt es mächtiger als der Befehl.[220.] 11. Ich sagte euch bereits, dass die Mutter der Welt ihren Namen verbirgt. Ich zeigte euch bereits, wie die Mutter der Welt ihr Gesicht verhüllt. Ich erwähnte bereits die Mutter Buddhas und Christi.
Schließlich ist es jetzt an der Zeit aufzuzeigen, dass die gemeinsame Mutter der beiden Herrscher kein Symbol ist, sondern die Große Offenbarung des Weiblichen Anfanges, und dass sie die geistige Mutter Christi und Buddhas darstellt.
Sie ist es, die beide belehrte und zur Heldentat anspornte. Seit undenklichen Zeiten entsandte die Mutter der Welt zur Heldentat. Ihre Hand hält in der Geschichte der Menschheit einen unzerreißbaren Faden.
Auf dem Berg Sinai erklang Ihre Stimme, Sie nahm die Gestalt der Kali30 an, Sie ist die Grundlage des Kultes von Isis31 und Ishtar32. Nach Atlantis, als dem Kult des Geistes ein schwerer Schlag zugefügt wurde, begann die Mutter der Welt einen neuen Faden zu weben, der jetzt zu leuchten beginnt.
Man kann viele Beispiele anführen, wo auch Hohe Magier unerwartete Folgen hinterließen und den Wunsch hatten, in den niederen Schichten der Materie Unterstützung zu finden.
Solche Widernatürlichkeiten kann man als Kanal des Intellekts bezeichnen. Sie können den Verkehr mit anderen Welten für lange Zeit aufhalten.
Jetzt wird das geistig Vorherbestimmte bereits mechanisch gesucht. Die Lehre der künftigen Epoche wird die der Vereinigung des Geistes mit dem Intellekt sein.
Der Lauf der Planeten gestattet es, den Verkehr zwischen den Welten zu verbessern, und der Entwicklung des menschlichen Geistes neue Wege einschlagen zu helfen.[221.] 12. Die Himmelskörper gestatten die Beschleunigung der Laufbahn der Menschheit. Jetzt noch etwas über die Mutter der Welt. Die Mutter ist die Schönheit; die Welt ist der Selbstaufopferung. Besonders mit diesen zwei Grundprinzipien werden die Tore geöffnet. Die Brücke zwischen den Planeten und der Verkürzung der Rassenzyklen beruht auf diesen beiden Grundlagen.
Wozu den Weg des stufenweisen Fortschrittes, wenn eine einzige Erleuchtung über die Grenzen erheben kann?
Wer nach den entfernten Welten strebt, der begegnet dem Himmelsboten gewöhnlich nach dem Verlassen der Erde. Diesem meldet der Befreite, ob er es jetzt vorzieht, einen neuen Weg zu gehen, oder ob er wieder zurückkehren will, um der Erde zu helfen. Natürlich ziehen viele einen neuen Weg vor, doch es gibt auch einige, die sich für die Fortsetzung des irdischen Weges entschließen.
Wahrlich, es ist besser, im Pflanzenreich abzuwarten, und das Insektenreich zu meiden. Man kann sogar einen ganzen Planeten überspringen.[222.] 13. Eben jetzt, in den schweren Tagen der Annäherung des Mars, wo die niederen vergangenen Ströme stören, denken Wir nur an die Zukunft.
Die ungewöhnlichen Abweichungen der Planeten unterstützen
das Erwachen des Bewusstseins. Der Raum wird verdichtet, und der Strahl des Mars wird vom Licht der Mutter der Welt verdrängt.[223.] 14. Ärzte, sagt den Kranken, dass der Genuss von Alkohol den Erfolg der Heilung um die Hälfte reduziert. Die Einnahme von Narkotika raubt sogar Dreiviertel der Lebenskraft. In Meiner Apotheke gibt es keinen Platz für Narkotika. Bevor man Arzneien verwendet, sollte man drei Jahre in einer pranareichen Gegend leben.
[224.] 15. M:. hat viele Magnete auf der Erde zurückgelassen. Daher sage Ich, Meinen Weg kann man leicht beschreiten. Die Vereinigung mit höheren Planeten verlangt, dass dazu bewusst arbeitende, harmonische Geister vorhanden sind. Gewöhnlich wird die Frage von unten gestellt und die Antwort von oben erteilt. Je höher, umso mehr Einigkeit herrscht.
Die bestehende geistige Isolierung der Erde sollte beendet werden. Dies müssen die zuständigen Kreise herbeiführen, sonst werden nicht nur die Erde, sondern auch der Mars und der Saturn in ihrer Entwicklung zurückbleiben.
Warum gehen nur so wenig [Seelen] auf den Jupiter, wo doch die Atmosphäre der Erde so überfüllt ist?
Es drängt einen zu sagen: "Liebe Wanderer, seht in die Höhe, und wenn ihr, anstatt an den Illusionen der Erde festzuhalten, weiterfliegen möchtet, dann werden auch die Flügel wachsen. Stattdessen habt ihr mit armseligen Hütten die ganze astrale Ebene verbarrikadiert. Die gleiche Verleumdung, der gleiche trügerische Rauch findet sich auch dort, aber ihr habt dabei vergessen, dass von euren Gespenstern noch dazu ein übler Dunst ausgeht. Die Strahlen der Sonne werden durch eure stumpfsinnigen Gastmähler
verdunkelt. Leere Hüllen schaffen leere Hüllen.
Stellt euch vor, wenn sich die Trugbilder zu wunderschönen Bewegungen gestalten würden, dann könnten sich die Strahlen, anstatt nur Desinfektionsmittel zu sein, in solche der Erleuchtung umwandeln."
Jenseits der Erde ist der Gedanke schöpferisch tätig, daher lernt es, die Gedanken zu beherrschen.[225.] 16. Für einen entwickelten Geist könnte sich der Zwischenaufenthalt in der Astralebene auf vierzig Tage beschränken, doch die verschiedenen irdischen Zustände haben diese Zeit auf eine unendliche Periode verlängert. Missgeschick und Gram binden die Scheidenden, die von der Erde weggeführt werden.
Das beste Beispiel dafür finden wir in der biblischen Legende von Lot33 und seiner Frau. Sie verließen die Stadt, um ein neues Leben zu beginnen, und nur eine Bedingung wurde ihnen gestellt, nicht zurückzublicken. Doch die Frau des Lot hatte zurückgeschaut und band sich an die Erde.
Die Religion sagt: Wer sich zu den Vätern begibt, wird bei ihnen wohnen. Wer zu den Engeln geht, wird bei diesen wohnen, wer zu Gott geht, wird bei Ihm sein. Das heißt, wer sich für den größtmöglichen Fortschritt entschieden hat, wird das höchste Ziel erreichen. Daher gilt für den von der Erde Scheidenden als bestes Geleitwort: Beeile dich und blicke nicht zurück.
Wie verhält es sich nun mit den uns Nahestehenden? Je höher man steigt, umso besser und näher wird man sie sehen. Natürlich wird man gewöhnlich von den letzten Nahestehenden aufgehalten, deshalb hängt die Verkürzung
des Aufenthaltes auf der astralen Ebene von der richtigen Zusammenarbeit ab.
Je höher man steigt, desto angenehmer ist auch der Aufenthalt an der Grenze zur Mentalebene, wo der Geist ausruhen kann, denn dort unterliegt er bereits einer höheren Anziehungskraft. Die unteren Ebenen muss man bewusst meiden. Es ist notwendig, dass der Schub des Bewusstseins das Geisteskorn so weit wie möglich aufwärts treibt. Darum ist der Augenblick des bewussten Hinübergehens so wichtig, um auf eine möglichst hohe Ebene zu gelangen. Es ist sehr schwierig, aufzusteigen, wenn man in niederen Schichten haften bleibt.
Wenn es der Geisteszustand zulässt, ist es besonders gut, das letzte Aufflammen der Strahlkraft der Nerven für den Flug aufzuwenden; denn dadurch wird der Aufenthalt in den untersten Stufen seltener. Es ist wichtig, die Atmosphäre der niederen astralen Schichten aufzulösen, damit sie nicht auf die Erde drückt. Eine Zusammenarbeit zwischen oben und unten erzeugt das schnellste Resultat.
Das unbewusste Hinübergehen wurde bereits richtig vermerkt. Dem kann man leicht abhelfen. Wenn der Wunsch nach einem hohen Flug schon vorher festlag, dann wirkt der Reflex der Nerven fast automatisch. Sehr gut sind Gebete für umherirrende Seelen, doch wäre es falsch, von ewiger Ruhe zu sprechen. Es ist richtiger zu sagen: Beeile dich!
Jeder sollte dies lesen und es sich merken. Man hilft damit nicht nur sich selbst, sondern auch dem Plan der Welt.
IX
[226.] 1. Die Arbeit am Zukünftigen wird das Gegenwärtige verwandeln. Wenn die Menschen begreifen könnten, dass nur das Zukünftige Bestand hat, würde die Zusammenarbeit mit der höheren Welt wirksamer sein. Es gibt zwei Arten von Wissen; das eine lässt sich in Worten ausdrücken, das andere und umfassendere wird nur durch den Geist verstanden, kann jedoch nicht in Worte gekleidet werden. Auch lässt sich durch Worte nicht erklären, wie dieses Begreifen vor sich geht, doch ist es wahrlich herrlich.
Unsere Versuche und Flüge führen zum Gefühlswissen. Mit dem feinstofflichen Körper kann man nur in bestimmte Sphären vordringen, wogegen ein erleuchteter Geist die Möglichkeit hat, mit weitentfernten Strahlen des Kosmos in Berührung zu kommen.
Es wäre töricht und grob, das Licht des Wissens durch profane Worte wiederzugeben. Es wäre ebenso lächerlich wie die üblichen, unsinnigen Redewendungen.
Eines kann Ich euch zuflüstern: Es ist richtig, gegen Nichtigkeiten zu protestieren. Lasst euch nicht herabsetzen, da ihr durch das Fenster, durch das ihr fliegt, die Möglichkeiten des Wissens erahnt.[227.] 2. Ich glaube, dass man das Wunder der Elementargeister erklären kann. Ihre Form ist bedingt durch ihr Streben. Wenn sie in das menschliche Blickfeld gelangen, werden sie auch von der menschlichen Form aufgesaugt. Die Menschen sehen sie in menschlichen Formen und die Tiere als Tiere, weil sie keine Hüllen haben.
Ich versichere, dass es vom Reflex der Nerven abhängt, ob einem die Formen als schrecklich oder angenehm erscheinen. Die Elementarkräfte der Natur sind immer bereit, sich in doppelter Wiedergabe erkennen zu geben und Unsere Sendungen in einer bestimmten Richtung zu verstärken.
Man soll jedoch nicht glauben, dass die Elementargeister Unser Erzeugnis sind, ihre Manifestation ist mit einem Funken vergleichbar, der einen Dynamitbehälter entzündet. Das Bewusstsein dieser Funken flammt durch Berührung mit dem menschlichen Geist auf. Natürlich unterscheidet man verschiedene Grade, ebenso wie die Spannung der Energie des Dynamits verschiedenartig ist.
Die Spannung dieser Energie kann man mechanisch hervorrufen, doch sind Wir deshalb gegen diese Art von Magie, weil sie die Regelung der elementaren Wellen zerstört und voll von Rückwirkungen ist. Man kann sich dieser Energie außerhalb der üblichen irdischen Bedingungen bedienen.
Die Strahlen können die Wellen der Elemente ins Gleichgewicht bringen. Natürlich macht auch ihr davon Gebrauch, doch solange die Wirkung vom Geist kommt, ist sie weniger gefährlich.
Es ist leicht, viele Fabriken in Brennpunkte von Magie zu verwandeln. Natürlich ist es schwierig, das Zusammenwirken der Elemente mit gewöhnlichen Worten wiederzugeben. So haben beide, der Dynamo und der verzauberte Kreis, eine wissenschaftliche Grundlage. Jetzt arbeiten die Leute so eifrig in den Bergwerken des Bösen, dass es unmöglich ist, ihnen Zutritt zu weiteren Möglichkeiten zu gewähren.
Der Zusammenstoß zweier Uranfänge ist unvermeidlich, und je früher er kommt, desto besser ist es.[228.] 3. Die Elementargeister streben zur Vereinigung mit dem Menschen. Sie machen die Bewusstseinsentwicklung in den niederen Formen der Elemente durch, aber selten kommen Fälle des Wachstums bis zum menschlichen Bewusstsein vor. In ähnlicher Weise kann ein Mensch in Ausnahmefällen die Entwicklung eines ganzen Planeten überspringen, doch wenn man streng plant, kann man die Hauptmasse in die Anfangsform des Lebens einreihen.
Ihr wisst, wie vielfältig die Evolution ist. Man sollte das Verständnis dafür erweitern.
Den Elementen könnte man eine eigene Abhandlung widmen. Dieses Gebiet ist sehr aufschlussreich.[229.] 4. Der Weg des Aufbaues ist mühsam, doch kann dafür gebürgt werden, dass auch die Stufen der Selbstverleugnung Freude bringen. Besonders angesichts der Schönheit des Universums wird einem das Bewusstsein der Selbstverleugnung näher gebracht.
Das Gefühl der Kosmischen Einsamkeit ist das Bewusstsein des direkten Pfades, weil der Mensch nur mit diesem Bewusstsein in andere Welten fliegen kann, um anderen nur um ihretwillen zu helfen.[230.] 5. Wenn auch Wirbelwinde die Atmosphäre verdunkeln, das Silber, das aus ihren Schlacken entsteht, vergeistigt die Farben der Erde.
Unter dem Druck einer Verwirrung können sich qualvolle Momente ergeben, weil die Eruption eines ganzen Teiles der Welt einen mächtigen Vulkan erzeugt.
In früheren Zeiten riet man in Stunden der Verwirrung, öfters
eine kurze Anrufung auszusprechen und durch ihre rhythmische Wiederholung die Wellen besonderer Einwirkungen abzuwehren. Später arteten diese Maßnahmen in sinnlos wiederholte religiöse Gebete aus, doch nichtsdestoweniger bleibt der Grundgedanke aufrechterhalten. Zuweilen verlangt unser Geist nach bestimmten Wiederholungen oder Aufzählungen.
In den besten Zeiten des Priestertums wählte man die Worte: "Adonai", "Ischtar", "Alleluja" und "Aum". Auch das Alphabet und die Zahlen wurden wiederholt ausgesprochen. Gewiss, die sich auswirkende Kraft liegt nicht in den Worten selbst, sondern in den dadurch erzeugten Schwingungen.
Tatsache ist, dass manchmal durch einen Impuls des Geistes eine nützliche Schwingung geschaffen werden kann. Doch führen Gewohnheiten zur Erstarrung und sogar ein kräftiges Mittel verliert seine Wirkung.
Zuweilen kann man bei Wirbelwinden eine eigene reinigende Welle hervorrufen.
Wenn ein giftiger Atem auf einen zukommt, ist es am besten auszuatmen. Auch durch Willenskraft kann man sich einen schützenden Schleier schaffen. Während des Ablaufes der Mysterien hüllten sich die Priesterinnen derart in einen unsichtbaren Schleier, dass sie weder sehen noch hören konnten, als ob der Faden des Daseins durchtrennt wäre; dies ist auch eine Art von Reinigung in einer Atmosphäre voller Unruhe.
Ich erinnere an das Mysterium der schützenden Welle, das seinen Ursprung in Asien hat.
Die Menschheit soll neue Wege einschlagen, und das Fenster in
die Astralwelt muss geöffnet werden. Den Weisen quält die Kälte auf der rauen Erde.[231.] 6. Ich habe gesagt, Ich sage und Ich werde sagen: "Helft Mein Land aufbauen. Und gedenkt Unserer Bitte nicht in der Wärme und Zufriedenheit, sondern in der Kälte und in Augenblicken der Bedrängnis."
Es wurde gesagt, dass Ereignisse eintreten werden, die viel Mut erfordern, und es wird steile Abgründe geben, über die man nur im Namen des Lehrers gelangen kann.
Man wird sagen: "Am Feuer ist es warm". Antwortet: "In der Kälte beeile ich mich."
Man wird sagen: "Der Pelz ist vortrefflich". Antwortet: "Beim Gehen ist er hinderlich."
Man wird sagen: "Schließt die Augen". Antwortet: "Auf der Wache ist dies nicht erlaubt."
Durch die Kraft der Standhaftigkeit könnt ihr die Brücke zu Uns überqueren und in der Bedrängnis gedenket Unserer Bitte, denn der Plan ist schön wie die Ausstrahlung der Elemente.
Die Elemente sind Substanzen des Weltraums, weder wägbar noch messbar, halbamorphe Kristalle, so genannte elementare Erscheinungen. Die Substanz des nicht geoffenbarten Geistes durchdringt den Stoff des Raumes.
Vom Menschen sagt man, dass er geboren wird und stirbt; vom elementaren Geist kann man sagen, dass er aufflammt und erlischt. Gleich einem Pfeil dringt das Bewusstsein des geoffenbarten Geistes in die Substanz der Elemente ein und sammelt wie ein Magnet
die geschmolzene Materie. Die Geburt des elementaren Geistes wird durch Berührung mit dem geoffenbarten Bewusstsein hervorgerufen. Wahrhaftig, das Zusammenwirken ist unübersehbar!
Eigenschaft, Erscheinung und dynamische Kraft des Geistes hängen vom Bewusstsein des Erzeugers ab, daher wird negatives Denken als Urheber des Hässlichen verurteilt. Die Kraft des Bewusstseins erzeugt in der Substanz des Raumes einen entsprechenden Reflex und die aufflammenden Geistfunken des Raumes bleiben in der Nähe des Erzeugers. Ein unbedeutendes Bewusstsein wird verlöschende Funken hervorrufen, doch ein kräftig anwachsendes Bewusstsein kann Riesen entstehen lassen. Es ist eine Fabrik von Gut und Böse, daher ist die Qualität der Gedanken so wichtig.
Wir haben ein Bild über die Evolution des Lebens im Raum entworfen und können die Menschheit nur bitten, besser zu werden und die Wellen des wunderbaren Lichtes nicht zu verdunkeln. Die Sphären der Elemente sind von blendender Schönheit und sie zu beschmutzen, kommt dem Vernichten einer wunderschönen Blume gleich. Der von der Vereinigung neuer Strahlen durchdrungene Zustand der Substanz des Raumes wird den Beginn einer Neuen Zeit einleiten. Alles Gute sollte gesammelt werden.[232.] 7. Der Gesegnete erzählte folgendes Gleichnis über das Rad des Gesetzes: "Zu einem geschickten Schreiber kam ein ehrenwerter Mann und beauftragte ihn, eine Bitte an Gott abzuschreiben, wozu er genügend Pergament mitbrachte. Gleich danach kam ein anderer mit dem Ersuchen,
einen Brief abzuschreiben, der viele Drohungen enthielt. Er übergab dem Schreiber ebenfalls ein Pergament und bat, die Arbeit bald fertig zu stellen.
Um dem Wunsch des zweiten nachzukommen, nahm der Schreiber dessen Arbeit zuerst in Angriff, verwechselte in der Eile jedoch die beiden Pergamente. Der Auftraggeber des Briefes, in dem die Drohungen enthalten waren, zeigte sich mit der Arbeit sehr zufrieden und eilte schnell davon, um seinen Zorn auszulassen.
Dann kam der erste Auftraggeber, sah auf das Pergament und fragte: "Wo ist das Pergament, das ich dir brachte?" Als er erfuhr, was sich zugetragen hatte, sagte er: "Das Pergament, das für die Gebete bestimmt war, trug den Segen der Erfüllung, wogegen das für den Drohbrief bestimmte Pergament diese Wirkung nicht hatte. Unzuverlässiger Mensch, indem du Gesetz der Fristen verletztest, hast du einem Gebet die Kraft entzogen, die einem Kranken helfen sollte. Nicht genug dessen, setztest du die Drohungen in die Tat um, die voll unerhörter Folgen sein werden. Die Arbeit des Archaten, der mein Pergament segnete, ist vernichtet. Zunichte gemacht ist die Arbeit des Archaten, die dem Übel seine Kraft entziehen sollte. Du hast einen boshaften Fluch in die Welt gesetzt, der unweigerlich auf dich zurückkommen wird. Du hast das Rad des Gesetzes vom Weg gestoßen und dieses wird dich nicht vorwärts bringen, sondern deinen Weg durchkreuzen."
Schreibet Gesetze nicht auf totes Pergament, das der erste Dieb davontragen kann. Traget die Gesetze im Geist, und der Atem des Wohlwollens wird das Rad des Gesetzes vor euch hertragen und euren Pfad erleichtern.
Die Unzuverlässigkeit eines Schreibers kann eine ganze Welt ins Unglück stürzen.
[233.] 8. Mein Strahl offenbart das Zeichen des Geistes und sieht eine heftige Schlacht voraus.
Die Neue Welt hängt vom Schicksal des Geistes ab, man kann sie an der Bedeutung erkennen, die man dem Wissen beimisst. Die Feder des Geistes erhält gesund. Die Jahre eilen dahin und festigen den Geist. Der Geist beruft und wandelt das Zeichen des Priesteramtes in geistige Verwunderung über die Bestimmung des Menschen um.[234.] 9. Freunde! Legt euren Taten vier Steine zugrunde. Erstens, die Verehrung der Hierarchie. Zweitens, das Bewusstsein der Einheit. Drittens, das Bewusstsein der Entsprechung. Viertens, die Anwendung des Kanons "Mit deinem Gott."
Zur Bekräftigung des ersten Steines erwecket eure ganze Liebe. Denkt an das schönste Lächeln aus eurer Kindheit, an die leuchtendsten Sonnenstrahlen und an das erste Lied des Vogels, das ihr am Fenster vernommen habt.
Zum zweiten legt die Waffen des Tages an, rüstet euch für eure Taten und erfrischt euren Geist mit einem Schluck gesunden Wassers.
Zum dritten wählt in eurem Arbeitszimmer die längste senkrechte Linie und betrachtet sie als Maßstab für den Plan. Messet eure ganze Unzufriedenheit, Gereiztheit und Schwäche in Gedanken am Maß des Weltenplanes und achtet, ob ihr nicht eine kleine Stelle für eingebildete Stimmungen findet.
Zum vierten stellt euch die Unbegrenztheit der Sternenwelt vor. Wahrhaftig, in Gott sind viele Häuser;
welches von ihnen werdet ihr beschmutzen? Denkt an den gegebenen Kanon und stellt euch vor, wie ihr aus einem verschlossenen Haus ans Licht gelangt. So werdet ihr alles erhalten, dessen ihr bedürft.
Zeichnet auf den ersten Stein eine Taube, auf den zweiten einen Krieger, auf den dritten eine Säule, auf den vierten eine Sonne.[235.] 10. Ihr möget in Meinen Weisungen vielleicht Unverständliches oder unklare Worte bemerkt haben, unverständlich für den heutigen Tag. Denkt an die Bedingung, dass der Führer in das Karma nicht eingreifen darf.
Das Verständnis für das Gute muss einem eingeben, wie die Meilensteine entlang des Pfades zu setzen sind.[236.] 11. Es ist am besten, vorwärts zu streben. Jedermann hat seinen eigenen Pfad. Es ist nützlich, den Organismus zur Aufnahme der Lehre des Meisters vorzubereiten.
Unser Strahl arbeitet ununterbrochen und die Konzentration des Geistes ist dabei unentbehrlich. Es ist das Beste, die Weisungen des Lehrers in den verschiedenen Erscheinungen des Lebens zu suchen. Es ist gut, beten zu können. Das reine Gebet oder die geistige Verbindung ist eine hohe Offenbarung, doch dafür sind geistige Verfeinerung und Festigkeit unerlässlich.
Die Kenntnis der Verbindung ist gefährlich und kann das Schwächen des Organismus mit sich bringen, ebenso wie Betäubungsmittel.[237.] 12. Den Menschen mangelt es oft an Disziplin des Geistes, und sie können nicht Maß halten. Der Schlüssel zur nächstfolgenden Errungenschaft ist die schwierigste Stufe auf dem Pfad. Deshalb betrachten viele
Anfänger den Weg des Adepten als Zwangsarbeit. Das ist keine schmeichelhafte Ansicht, doch Ich ziehe die strenge Richtung des Geistes vor.
Die Verzweiflung infolge geistiger Leere vor der Salbung war denen, die in das Mysterium der Isis eingeweiht wurden, gut bekannt. In der Nacht vor der Salbung wurde der Neophyt in einen gesonderten Raum gesperrt, wo er den Kelch seiner ganzen Verzweiflung leeren musste, sogar seine Kleider zerriss und im Geiste Todesqualen erlitt.
Vor Sonnenaufgang sank er in Betäubung und bei Sonnenaufgang, als die Sonne die Säulen des Tempels beschien und die Priester das Morgengebet anstimmten, sperrte der Hohe Priester die Tür auf, weckte den Neophyten und führte ihn in einen blendend hellen Raum. Dort erhielt er einen neuen Namen und wurde geistig neu geboren.X
[238.] 1. Von einer bestimmten Stufe an ist ein reiner Aufenthaltsort unerlässlich. Reinheit des Geistes setzt Reinheit des Körpers voraus. Die menschlichen Ausdünstungen sind in gewisser Hinsicht für das geistige Leben schädlich.
Rituelle Waschungen müssen sowohl wörtlich als auch symbolisch verstanden werden.
Der höchste und letzte Akt aller Mysterien zeichnet sich durch das Fehlen eines Zeremoniells aus. Oft spricht der Einweihende zum Neophyten: "Du bist zu Mir hierher gekommen, nun bist du im Besitze
des Geheimnisses; doch was kann Ich dir noch geben, wo sich die Krone der Vollendung in dir selbst befindet?! Setze dich, öffne die letzten Tore und Ich will dir den letzten Aufstieg durch Mein Gebet erleichtern".[239.] 2. Lasst die besten Krieger des Heiligen Grals34 sich zur Heldentat versammeln. Ober allen Freuden steht das Lächeln der Heldentat. Empfanget lächelnd die Feuertaufe der Heldentat. Lächelnd sprechet den strengsten Befehl aus. Der Lehrer ist an eurer Seite. Er wird euch im Kampfe führen und in der Ratssitzung die Lösung zeigen.
Überall seid ihr bewacht. Die Zeit eilt dahin, beeilt euch, Wissen anzueignen. Freudvoll begreifet die Strenge der Heldentat![240.] 3. Freudvoll erbebte die Luft vor Sonnenaufgang, als Buddha die Größe des Universums erkannte und der Herrscher Christus im Garten Gethsemane35 betete.
[241.] 4. Es gibt wenig Arbeiter. Auf der Jagd nach Wundern verloren die Menschen die Führende Hand. Wir kommen wieder in die Welt. Von neuem werden Wir den Beweis für die Existenz des Geistes bringen.
[242.] 5. Es ist besser, menschliche Schwachheit zu kennen, als von falschen Vorstellungen genährt zu werden. Die Wahrheit ist schwer zu ertragen, doch ist es an der Zeit zu wissen, dass die Welt von Schatten bewohnt ist. Vor Katastrophen wandeln immer Schatten umher. Der Hammer ist erhoben, entsetzlich ist der Tanz der Schatten, die den Geist vergessen haben. Schatten, die nicht wissen, Schatten, die verloren gegangen sind, Schatten, die die Neue Zeit nicht kennen. Ich fühle den Untergang des feindlichen Lagers voraus. Ich fühle, wie
das Gold ihres Schmuckes dunkel wird. Ich fühle, wie der Tempel des Vergnügens verhasst sein wird. Strahlend ist Unser Weg.[243.] 6. Der menschliche Mechanismus ist kompliziert - eine besonders bewusste Evolution. Vom Augenblick des Entstehens des Bewusstseins an gibt es keine gemeinsame Evolution mehr. Alles ist auf einer unendlichen Mannigfaltigkeit der Arten aufgebaut. Es ist schwierig, die allgemeinen Gesetze aufzustellen. Sogar Grundgesetze, wie das Gesetz der Vervollkommnung und das Gesetz des gerechten Ausgleiches können in einer einzigen Formel nicht ausgedrückt werden. Die Erklärungen in den Büchern sind wirklich nicht so einfach; nur ein besonders erleuchteter Verstand kann in den Aufbau der Evolution des Menschen eindringen. Viele Lanzen sind über dieser Frage zerbrochen worden, doch man kann anklopfen.
[244.] 7. Heute ist es schwierig, sich den Fall Alexandriens36 vorzustellen. Es ist auch besser, nicht an die Jahre der Übergangszeit zu denken.
Entsetzen ergreift einen angesichts des religiösen Aberglaubens im Altertum. Origenes schritt noch auf den heißen Kohlen der alten Welt.
Die Gebote Jesu kennend, litt er unter der Unwissenheit der Massen.
Er kannte die Geheimnisse der alten Mysterien und litt, als er das Unverständnis gegenüber der Einen Quelle sah. In Kenntnis der Einfachheit der Lehre Jesu litt er, als er die Entstehung der Kirchen sah. Er arbeitete einsam und litt unter zu großen Widersprüchen seines eigenen Geistes. Trotz ungewöhnlicher Klarheit
und Einfachheit seiner geistigen Erkenntnisse war sein Wesen ungewöhnlich kompliziert.
In sich selbst büßte Origenes den Sturm des frühen Christentums. Da er ein Förderer des Wissens war, empörte ihn der geistige Verfall innerhalb der Priesterschaft.[245.] 8. Ich wiederhole: Die Leichtfertigkeit der Welt ist verbrecherisch. Ist es möglich, dass man die Gefahr nicht erkennt? Die Feuerzungen künden den nahen Sturm des Geistes an, doch die Menschen wollen Unser Zeichen nicht begreifen.
[246.] 9. Die Ereignisse überstürzen sich. Ich bemühe Mich, den Wahnsinn aufzuhalten.
Wenn ihr alle Verbrechen sehen könntet, die begangen werden! Doch Wir werden dem Panther nicht gestatten, herauszuspringen. Wer den Geist sucht, erlangt die Führende Hand. Wer Wissen sucht, erhält Belehrung. Die Leidenden empfangen Trost. Wer das Schwert erhebt, wird geschlagen. Wer spottet, wird verbannt. Wer Übles tut, wird niedergeschlagen. So verkünde Ich.
Man muss staunen, wie sorglos die Welt dem Untergang entgegensteuert! Die Zerstörer und die Zerstörten werden hinweggefegt werden. Neue, Neue werden kommen. Von reinen Stellen her werden Neue erscheinen Nomaden, Pflüger, Waisen, Vagabunden, Mönche, Sträflinge, Wissenschaftler und Sänger; eine Legion Gleichgesinnter mit geistigem Verständnis.
Man muss wissen, dass sich auch unter den Verstoßenen echte Perlen befinden. Empfanget jeden, der zu euch kommt und über Geistiges spricht. Sogar
in den verhärteten Augen eines Räubers kann zeitweilig der Gedanke an Heldentaten aufleuchten. Und auch ein Gefangener versteht es, Opfer zu bringen.
Ich möchte eure Gemeinschaft als Wohnstätte des starken Geistes sehen. Denkt daran, dass Christus auch unter Dieben betete und Buddha einem Räuber ein Geheimnis enthüllte. So schreibt es nieder.XI
[247.] 1. Ich freue Mich, dass ihr die richtige Bedeutung der Zukunft erkennt. Jetzt sind besonders wichtige Zeiten. Die alten Vorurteile gleichen einem Berg von Unverständnis. Die Wege der Menschen sind finster. Wahrlich, nur Unsere Anstrengung kann den Lauf der Ereignisse ändern. Tierische Gewohnheiten füllen die Freizeit der Menschen aus.
Christus lehrte Mitleid, doch das Gesetz der Liebe wurde missachtet. Gautama, der Buddha genannt wird, betete um Mut und Kraft, doch Seine Anhänger gaben sich der Trägheit hin. Konfuzius37 lehrte ein geordnetes Staatswesen, doch Seine Nachfolger unterlagen der Bestechlichkeit.
Es ist schwierig zu sagen, welches Verbrechen elender ist, deshalb kann man nicht über Völker sprechen, sondern nur über Persönlichkeiten. Die Trägheit ist entsetzlich und kann in Verbrechen enden. Es fällt einem schwer, die Folgen der Trägheit mitanzusehen, durch sie sinkt der Mensch auf die Stufe des Tieres.
Ich sage, dass sie eines der hauptsächlichsten Hindernisse
auf dem Pfad ist. Nach geistigem Plan ist ein Mörder oft beweglicher.
Auch Bestechlichkeit beraubt den Menschen des Vertrauens der Bruderschaft, weil solche Menschen leicht zu Verrätern werden. Menschen ohne Mitleid sind unfähig für eine Heldentat; denn diesen Seelen fehlt die Tapferkeit.[248.] 2. Gewiss, es gibt im Universum verschiedene Anfänge. Unter Anfang verstehe Ich eine Reihe von Grundelementen.
Als Urstoffe bezeichnen Wir Elemente, die sich in freiem Zustand befinden. Das sind jene Elemente, die noch keine Verbindung eingegangen sind. Eine der Grundlagen der schöpferischen Kraft ist die Notwendigkeit der Verbindungen.
Für Uns ist das universelle Aufbauprinzip das Grundgesetz des Kosmos, das nur teilweise erforscht werden kann. Dies ist natürlich schwer zu erkennen, doch sind Möglichkeiten dafür vorhanden. Viele von Uns haben es begriffen, doch ist es unmöglich, dies durch eine allgemeine technische Formel auszudrücken, solange noch unerforschte Zyklen vorhanden sind.
Wie ein vielflächig geschliffener Kristall funkelt der Kosmos. Der Verstand kann nur einen Schimmer des Kristalls erfassen. Das ist nicht traurig, sondern ruft Freude hervor. Selbstverständlich können die Fleischer die ganze Feinheit dieser Begriffe nicht darlegen.[249.] 3. Die Menschen werden auf die Erholung vergessen und in Torheit herumrasen. Es gibt wenig Vorstellungsvermögen, wenig Verständnis, wenig Wissen und wenig Gefühl für das Maß. Es gibt zu wenig Schönheit, zu wenig
Heldentat und zu wenig Wünsche, bequemen Gewohnheiten zu entsagen.
Seid bereit, auch komische Gestalten zu sehen. Man muss führen können. Man muss, man muss, man muss.
Wenn ihr wüsstet, wie oft Wir gezwungen sind, Sandhaufen zu loben und sie als Schlösser zu bezeichnen. Allerdings freut es Uns, wenn der Erbauer über Unser Lob vor Begeisterung entflammt und bereit ist, neue Haufen zu errichten. Behaltet dies im Gedächtnis.[250.] 4. Disziplin ist der Anfang von allem.
XII
[251.] 1. Wir wollen über den Herrscher Buddha sprechen. Die Menschen begreifen die Grundlagen der Lehre des Gesegneten nicht richtig. Die Grundlage ist Disziplin.
Geistig und körperlich strebte der Mönch der Gemeinschaft danach, am Pfad zu bleiben. Die ersten Jahre erduldete er schwere Prüfungen des Gehorsams. Es war ihm untersagt, sich durch asketische Übungen abzutöten, doch war es ihm auferlegt, den Kampf allein nach den Grundlagen des Geistes zu führen. So streng lehrte Buddha seine Schüler. Wahrlich, nur am geistigen Kampf fanden sie ihre Freude, deshalb spricht man von den Dornen des Pfades.
Erst als der Wille des Glaubenseiferers löwenähnlich wurde und der silberne Zaum des Geistes auf den Gefühlen des Schülers glänzte, lüftete der Herrscher ein wenig den Schleier und gab eine Aufgabe.
Erst dann wurde der Schüler allmählich in die Geheimnisse des Hohen Wissens eingeweiht.[252.] 2. Der Gesegnete sprach: "Wahrheit ist die einzige Quelle der Tapferkeit." Richtig verstandene Wahrheit ist das herrlichste Kapitel der Weisheit im Buch des Kosmos.
[253.] 3. Devachan ist kein bindender Zustand. Devachan gleicht einem Kräftereservoir, in dem sich die Erneuerung des Geistes vollzieht
Viele Seelen verfügen über einen großen Vorrat an Kräften und bedürfen seiner nicht. Man wartet auf den Zeitpunkt einer neuen Inkarnation, deshalb ist es wichtig, die wahre Lehre über die Skandhas38 zu begreifen.
Das Gesetz der Fristen ist genauso wichtig wie das Karmagesetz. Das Gesetz der Fristen steuert die Verbindung der Skandhas.
Geist kann Mängel des physischen Körpers ausgleichen, darum ist Geist das Wesentlichste.
Es gibt kein unbegrenztes Gedächtnis, sondern nur die Fähigkeit, Tatsachen und Bilder hervorzurufen.
Die Astralebene ist noch voll irdischer Möglichkeiten, doch auf höheren Ebenen herrscht nur geistiges Wissen vor. Irdisches Bewusstsein dominiert nur in der irdischen Hülle, im Astralkörper gibt es noch einen Rest persönlichen Bewusstseins. Doch das Bewusstsein ist nicht das Wissen des Geistes.
Das Bewusstsein setzt sich aus Skandhas zusammen. Bewusstsein ist ein mit Geist verbundenes Wissen. Das Wissen des Geistes besitzt Klarheit der Vorstellung, doch es kann
nur dann wirksam werden, wenn es mit den Skandhas in Verbindung tritt und das Wissen über die gegebene Verbindung befruchtet.
Ich spreche nur von Geistwesen, die dem Karma und dem Gesetz der Fristen unterliegen. Die Evolution der freien Geistwesen ist eine andere.
Wir wollen auf die Frage über den Einfluss von Karma auf das Wesen des Geistes in anderen Sphären näher eingehen. Dies ist wichtig zu wissen, um zwischen Bewusstsein und Wissen des Geistes unterscheiden zu können.[254.] 4. Ich sage, dass die Vielfalt in anderen Welten groß ist.
Nennt Mir einen Menschen, und Ich werde euch seine Entwicklung sagen, doch ein allgemeines Gesetz festzulegen, ist fast unmöglich. Ein selbstbewusster Geist ist auf der Stufe zur Heldentat. Wenn alle Menschen Könige des Geistes wären, würde viel weniger Schaden verursacht werden.[255.] 5. Nun über die Fristen. Das Karmagesetz und das Gesetz der Fristen gleichen dem doppelgesichtigen Januskopf39; eines lässt das andere entstehen.
Karma bringt die Frucht der Taten und ruft die Frist zu deren Offenbarung hervor.
Merkt euch, dass sich persönliches Karma, Gruppenkarma und kosmisches Karma verbinden müssen, dann ist die richtige Frist gekommen. Oft zieht die Entwicklung des persönlichen Karmas das Gruppenkarma nach sich. Einige Geister werden gänzlich von Karma gelenkt, das heißt, dass das Wissen des Geistes gering ist. Dann stellt Karma die einzige Möglichkeit der Evolution dar.
[256.] 6. Neue, Neue, Neue - für Konservative gibt es keinen Platz beim neuen Aufbau. Warum sich an die Vertreter des Alten wenden, wenn der Blitz der Neuen Welt bereits den Horizont erleuchtet? Wenn der Reisende das Pferd antreibt, um sein Ziel zu erreichen, wenn Wir die Uhr der Evolution genau betrachten und das Ohr auf den Wüstensand legen, hören Wir ferne Stimmen, die über eine noch nie dagewesene Epoche sprechen.
[257.] 7. Im Universum gibt es keine gleichen Zustände. Selbst ein einfacher Gegenstand erscheint in zwei aufeinander folgenden Augenblicken verschieden.
TEIL DREI
I
[258.] 1. Natürlich fährt man besser im eigenen, wenn auch durchlöcherten Boot als in einem fremden Schiff. Wir schätzen nur das Fahren im eigenen Boot.
[259.] 2. Gewiss, das Leben ist schön, doch bisher urteilte man nach tierischen Instinkten und daher war es nicht möglich, die geistigen Schönheiten des Lebens zu zeigen.
Ägypten besaß eine erhabene Kultur, doch man kann nicht sagen, dass die heutige Kultur niedriger ist. Im Norden Indiens konzentrierte sich die alte Kultur, doch nur eine beschränkte Klasse von Menschen besaß Wissen. Das Kastenwesen, eine veraltete Einrichtung, hat die kulturelle Entwicklung aufgehalten. Der Herrscher Buddha wollte diesen Kasten-Unsinn abschaffen. Freudvoll war die Lehre dieses Herrschers.[260.] 3. Wahrlich, der Herrscher Buddha könnte sich offenbaren. Der Herrscher ist auch vielen erschienen, doch wollte Er die Lehre zur einzigen Quelle machen und gab deshalb Sein persönliches Erscheinen auf.
In der Lehre des Herrschers fehlte jeder Personenkult. Ihr Wesen beruhte auf Wissen und persönlicher Heldentat. Gerade diese war
ein besonderer Wesenszug der Lehre des Herrschers. Deshalb war auch der Löwe Sein Symbol. Wir nennen den Herrscher oft den König des Gedankens!
Ihr habt die Unwirklichkeit der euch umgebenden Welt richtig verstanden. Wenn Ich euch sagte: Gehet den Höhenpfad des Lebens, so wiederholte Ich die Worte des Herrschers. Wie ihr seht, anerkannte der Herrscher die Wirklichkeit der umgebenden Welt für die gegenwärtige Runde und lehrte Seine Schüler, ihre Pflicht zu erfüllen.[261.] 4. Schließet fest das Visier. An der Grenze der Ereignisse soll Schweigen herrschen. Am Abend vor der Schlacht bereitet still die Waffen vor. Während man früher unter Zurufen des Volkes durch die Städte schritt, werden Wir diese jetzt still bei Morgengrauen passieren. Während früher Jubel ertönte, ist jetzt die Zeit der Heldentat angebrochen.
Wir fühlen Uns beengt durch die menschliche Verehrung.
Güte und Strenge sind gleichzustellen. Früher sandten Wir den Olivenzweig, und die Friedenstaube war Unser Symbol, jetzt ist es der Kelch der Heldentat.
Ja, jedes Zeitalter hat sein Symbol.[262.] 5. Die Epoche des Handelns für persönliche Zwecke ist vorbei. Die kleinen Räuber werden aufhören zu bestehen. Es ist besser, das Wohl der Menschheit im Auge zu haben.
Ich liebe es nicht, über den Lohn der Arbeit zu sprechen, doch die Belohnung wird nicht auf sich warten lassen. Ich spreche über die Freude an der Arbeit. Die Zusammenarbeit ist die einzige Rettung.[263.] 6. Schätzt die Freiheit des Denkens. Ich lehre euch, die Giganten des Willens zu würdigen.
Ich werde das unsichtbare Heilige Band um euch knüpfen. Unseren Befehl sollt ihr auf die Schultern nehmen als Zeugnis Meiner Ankunft. Erhebt den schweren Schild mit dem festen Willen eures Bewusstseins. Lasst uns sprechen: "Herrscher, ich will Deinem Land helfen, mein Geist ist vom Panzer der Furchtlosigkeit umgeben. Hell leuchtet Dein Stern auf meinem Schild. Ich will alle Pfeile Deiner Gegner mit dem Schild auffangen. Ich will Dir helfen."[264.] 7. Ich möchte von zwei Feldherren Akbars erzählen: Einer von ihnen erhielt sehr ausführliche, der andere nur sehr kurze Weisungen.
Da wandte sich der zweite an Akbar und fragte: "Warum habe ich keine ausführlicheren Weisungen verdient, wo ich so viele Siege errungen habe?" - Akbar antwortete: "Deine rasche Auffassungsgabe hat Mir lange Erklärungen erspart. Möge jeder von dir gewonnene Augenblick mit den schönsten Perlen gewürdigt werden." Groß ist die Freude jener, die begreifen können und den Trank aus der Quelle bewahren.
Das Wesen der Lehre kann man mit bestimmten Phasen eines Kampfes vergleichen. Ich will es nicht verheimlichen, dass nach einem Erfolg immer finstere Gerüchte durchsickern. Man muss diesen Geschossen Zeit lassen, vorbeizufliegen, vor allem, wenn die Festung auf der Landkarte des Feindes eingezeichnet ist. Wenn die Geschosse den Boden ringsherum aufwühlen, wird er für die künftigen Fundamente schon vorbereitet sein. So kann derjenige, der Geduld hat, die künftigen Grundlagen
schaffen. Wenn wir uns in Stille vereinigen, wird der Bund gefestigt.
Geistiges Wachstum kennzeichnet eine neue Stufe der Entwicklung und wir kennen bereits die ausgesuchten Feinde. Doch hinter uns werden neue Kräfte aufgerufen, und deshalb brauchen wir keine alten Wege.[265.] 8. Der größte Fehler ist, dass die Fragen und Forderungen des Lebens nicht formuliert worden sind. Ich kann jeden Augenblick fragen, doch Versäumtes kann nicht nachgeholt werden. Es wurde gesagt: "Ihr kennt weder Tag noch Stunde."
Ich bitte, das Denken wie ein Schwert zu schärfen. Lernen kann man endlos.
Wenn Ich bitte: Helft Mein Land aufbauen, so wende Ich Mich nicht an Skelette, sondern an lebendige, schöpferische Geistwesen. Jedem ist ein Opfer bestimmt. Das Symbol der offenen Augen ist so wichtig.[266.] 9. Helft Mein Land aufbauen. Das Schwanken der alten Welt will man nicht sehen. Nicht Strenge, sondern die Sorge um den schönen Plan zwingt Mich zu Wiederholungen. Warum aus Amrita ein Linsengericht machen?
Wiederholet jede Stunde: "Nichts kann mich daran hindern, zum Lehrer zu eilen. Ich habe tausend Augen und meine Kraft wächst durch Beweglichkeit."
Beweglichkeit und Findigkeit sind unzertrennlich.[267.] 10. Ihr kennt bereits den beschworenen Kreis, ihr wisst um seine
wissenschaftliche Bedeutung. Nach dem Plan wurde beschlossen, den Schutz des Kreises aufzuheben, da er ein kosmisches Hindernis darstellt.
Aus Furcht haben die Menschen verschiedene künstliche Zirkel gebildet. Nun ist es an der Zeit, herkömmliche Formeln zu beseitigen. Es ist an der Zeit, der Erde und dem Himmel mit einem erwachten Geist zu begegnen. Es ist Zeit, mit offenen Augen der Ausgeburt der Elemente zu sagen: "Ich fürchte euch nicht, denn ihr könnt den mir vorgezeichneten Weg nicht versperren!"
Es ist an der Zeit, zum Licht zu sprechen: "Ich komme als dein Helfer und strecke die Hand selbst nach der Sonne aus. Und solange der Silberne Faden nicht abgerissen ist, werden mir selbst die Sterne zum Panzer." So einfach ist der den Menschen angebotene Weg. Und schließlich werden die Götzenbilder der Symbole durch den Strahl des Lichtes ausradiert. Und Wir werden nicht als Götter, sondern als Mitarbeiter angesehen werden. Das ist das Gebot der Einfachheit.II
[268.] 1. Scheuet euch nicht, die Rüstung eures Bruders näher zu untersuchen. Nur durch sorgfältiges Abtasten eines jeden Panzergliedes kann man feststellen, welche Seite des Bruders unzulänglich geschützt ist. Die Rüstung, die nur nach außen glänzt, hält sogar dem leichtesten Pfeil nicht stand.
Wenn ihr daher ein schwaches Glied bemerkt, könnt ihr sagen: "Bruder, im Namen des Lehrers, prüfe deinen Panzer und stähle ihn, sonst ist es besser, ohne Panzer zu kämpfen."
Deshalb prüfet vor jedem Kampf die Waffen. Schrecklich ist das Los des Kämpfers, der nur den Griff des Degens in den Händen hält.
Wir freuen Uns besonders, wenn sich die Größe eines Planes in der Einfachheit äußert. Merkt euch, Einfachheit besitzt die Macht der Anziehung. Dieser Magnet entspricht dem Neuen Haus.
Beengtes Denken erlaubt den Vögeln nicht zu singen, doch Mein Marsch geht mit Gesang vor sich.[269.] 2. Man wird euch fragen: "Wie sieht euer Himmel aus?" Antwortet: "Es ist ein Himmel der Arbeit und des Kampfes. Aus der Arbeit entsteht Unbesiegbarkeit und aus dem Kampf Schönheit."
Ja, Ich sagte euch bereits: Ich komme Selbst! Meine Pfeile fliegen in Mein Land, und die bunten Sprossen warten auf die Gärtner.
An den Wänden seht ihr Meine Zeichen und im Flüstern vernehmt ihr Meinen Atem. Lasst das Gebüsch wild wachsen. Es ist leichter auseinander zu schieben als anzupflanzen. Fürchtet nichts, Unsere Blumen sind mannigfaltig, doch durch die Stimme der Herrscher werdet ihr Ordnung schaffen.
Beachtet, wie üppig Unser Feld bewachsen ist. Die brauchbaren Sprossen sind grün, die trockenen fallen ab und werden schwarz. Man kann bereits eine Landkarte über das neue Kampfgebiet zeichnen. Ihr werdet Kampfgebiete des Geistes hinzufügen und die Berge des früheren Stolzes auslöschen.
Wie Ich schon sagte, ist es besser, unter Vagabunden als unter Heuchlern zu sein. Gewöhnt euch daran, das Feuer des Geistes in den Augen wahrzunehmen.
Am Frack fehlt der Ordensstern des Kampfes, doch leuchtet er am Kaftan.
So lasst uns heute an den Himmel der Arbeit und des Kampfes denken.[270.] 3. Neben der Entsprechung muss man das Gesetz der Notwendigkeit verstehen. So wird die letzte Prüfung die der Notwendigkeit sein. Mit anderen Worten, jeder Prüling muss sagen, was er für das Notwendigste halt. Entsprechend der Qualität der sofortigen Antwort wird seine Erkenntnisfähigkeit beurteilt.
[271.] 4. Die Grade der Nützlichkeit können sich ändern; sie sind so zahlreich wie die Blätter eines Baumes.
Wenn wir uns nach dem unaufschiebbaren Kommen sehnen, dann sollten die Wege unbedingt gereinigt werden. Man muss sich daran gewöhnen, Tag und Nacht die Weisungen zu erfüllen und von den Statuten durchdrungen zu sein.
Ich missbillige jedwede Scheinheiligkeit. Möge euch der Strahl der Heldentat erleuchten. Wohin soll Ich den Strahl senden, wenn anstelle des Schildes nur ein nasser Fetzen vorhanden ist? Die Hauptsache ist die Unaufschiebbarkeit und die feste Hand beim Schlag.
So, wie Ich euch jeden Schutz gewähre, so sollt auch ihr bereit sein, euch immer nützlich zu erweisen. Ihr gehet doch nicht des Lohnes wegen, auch nicht aus Furcht, sondern im Bewusstsein kosmischer Schönheit.[272.] 5. Ich will euch erzählen, wie die Streitfrage zwischen Buddha und Devadatta40 entstand. Devadata fragte: "Womit wird jede Tat begonnen?" Der Gesegnete antwortete: "Mit dem Unaufschiebbarsten, denn jeder Augenblick
hat seine Notwendigkeit und diese nennt man die Gerechtigkeit der Tat."
Devadata fragte weiter: "Wie wird der Beweis der Notwendigkeit erbracht?" Der Gesegnete antwortete: "Der Faden der Notwendigkeit zieht sich durch alle Welten, doch wer das nicht begriffen hat, ist schutzlos, wie vor vielen Steinen in einer gefährlichen Felsenschlucht." So konnte Devadata den Wesenszug der Notwendigkeit nicht erkennen, und diese Dunkelheit verhüllte ihm den Pfad.
Sogar ein feuriges Pferd spürt mit seinen Hufen, auf welchen Stein es zuerst treten muss. So spürt man auch die Reihenfolge der Beweglichkeit, der Entsprechung und der Notwendigkeit.
Viele Unserer geschichtlichen Aufzeichnungen werden für Überschriften alter Gesetzgeber gehalten.
Oft erschwert sogar die Bezugnahme auf Christus oder Buddha die Leichtigkeit einer Aufnahme, doch Schriftzeichen auf einem unbekannten Stein lenken leichter ernsthafte Aufmerksamkeit auf sich.
Ist es denn notwendig zu erklären, dass das beste Ergebnis dann erzielt wird, wenn der Funke des Geistes aufflammt? Denkt darüber nach, ob es besser ist, einen Namen zu erwähnen, oder nützlicher, das Wesentliche der Gebote aufzuzeigen. Denket daran, wenn ihr euch auf verschiedenen Pfaden befindet.[273.] 6. Als Ich sieben Diener auf den Markt schickte, um Weintrauben zu holen, was erlebte Ich? Der erste verlor das Geld, das man ihm gab.
Der zweite tauschte es gegen einen berauschenden Wein ein. Der dritte versteckte es. Der vierte übersah, dass die Trauben noch nicht reif waren. Der fünfte
prüfte ihre Reife und zerdrückte dabei die ganzen Trauben. Der sechste wählte klug aus, stieß jedoch an und ließ sie aus Unachtsamkeit fallen. Der siebente jedoch brachte einen reifen Zweig und fand noch Blätter, um ihn zu schmücken.
So beschritten sieben einen Weg zur gleichen Zeit.
Befolgt das Gebot der Neuen Welt. Bringen wir beides, den Geist und den Körper dar, denn es gibt keine schönere Heldentat. Ich glaube, dass wir jetzt die verworrenste Zeit durchleben. Die Vorboten der Ereignisse drängen sich vor den Toren.
Ihr wisst, wie ein Schiff auf der Welle dahin gleitet. Wahrlich, nicht das Gehör, sondern den Geist sollte man nähren.[274.] 7. Nun etwas über das Anlegen von Magneten. Der Magnet schmiedet den Plan der Evolution der Planeten. Der Magnet offenbart die Unanfechtbarkeit des kosmischen Planes. Der Magnet bestätigt den menschlichen Weg. Es gibt verschiedene Arten von Magneten. Entweder ist es ein ungeteilter Körper eines führenden Planeten oder ein Teil eines Körpers, der mit dessen übrigen Teilen verbunden ist oder ein fremder Gegenstand, der durch Berührung mit dem Magneten Verbindung erhalten hat.
Der Magnet bleibt entweder unsichtbar, den Lauf der Ereignisse bestimmend, oder er dient als Zentrum einer bewussten Tat; oder er erleuchtet den Menschen der ihn fand. In der Geschichte der Menschheit kann man ein Netz von Magneten verfolgen, die wie ein wegweisendes Feuer aufloderten. Wie arbeitet nun ein Magnet? Er setzt die Ideen des Raumes in die Tat um. Unter den Fundamenten von Städten
liegen viele Magnete. Viele sind gefunden worden. Ich wiederhole, dass das Symbol von Brillanten in einem aus dem Raum gesandten Meteor wissenschaftlich aufgefasst werden muss. Man muss jede Minute nützen, morgens und abends. Das spießbürgerliche Leben ist zu Ende, wir stehen an der Schwelle der Heldentat. Das Schicksal ist bereit, auf alle Bürden zu antworten, doch nehmt sie auf euch. Der Strahl kann durchs Fenster scheinen.[275.] 8. Unsichtbarkeit erweist sich oft als Rettung. Schweigsamkeit erweist sich oft als Rettung. Ein Träger von Geheimnissen zu sein, ist ehrenvoll. Vertrauen zu gewinnen, ist ehrenvoll. Das Gebet stärkt das Wachstum des Geistes.
[276.] 9. Ich erachte es für notwendig, alle Signale zu geben, damit die Zeichen leicht verstanden werden können. Jedem Gerufenen werde Ich Zeichen geben, aber sie müssen beachtet werden. Ich kann sagen, dass man oft zu außergewöhnlichen Zeichen Zuflucht nehmen muss, doch sie können nicht immer benutzt werden.
Ich erinnere Mich, einmal sollte ein Mensch aus einem Feuer gerettet werden, doch er vernahm die Warnungen nicht und brach sich dann ein Bein.
Um jemanden vor einer unheilvollen Unterschrift zu bewahren, musste ein anderes Mal neben dem geistigen Einfluss eine große Muskelkraft aufgewendet werden, so dass die Hand des Betreffenden für einige Zeit lahm war. Um einen Menschen vor einem gefährlichen Tier zu retten, war es erforderlich, ihn vom Gehsteig zu stoßen. Man sollte ungewöhnliche Einflüsse nicht erzwingen und hellhörig auf die Zeichen des Retters achten.
[277.] 10. Es ist notwendig, einen geistiger Aufschwung zu geben. Bei Uns verehrt man den Lehrer durch die Tat. Bei Uns erlebt man einen wunderbaren Traum. Unser Weg ist mit Zeichen der Heldentat besät. Über Unseren Zelten leuchten die Strahlen der Tapferkeit. Von der Flamme der Wahrheit versengt zu werden, bereitet Uns Freude. Unser Weg ist dreifach verlängert.
Bedeutet es nicht Glückseligkeit, gegen die leblose Materie anzukämpfen und mit dem Schwert des Geistes Funken schöpferischen Geistes zu entzünden?
Der Lehrer, der Lehrer, der Lehrer offenbart sich mit dem Pfeil der Weisung. Niemals werde Ich die ruhige Wasserfläche wählen, sondern Ich bediene Mich des Donners, und Meine Gesetzesrollen werden wie Blitze das Himmelszelt des Weltalls verwandeln. Ich sende eine Taube als Boten, doch Ich selbst werde als Adler kommen!
So möge jeder Meiner Kämpfer seine Rüstung vorbereiten![278.] 11. Ihr hörtet Mich bereits etwas über zwei Feldherren des Akbar sagen. Nun will Ich über einen dritten sprechen. Er fragte: "Warum werden Verspätung und Voreiligkeit gleicherweise getadelt?" Akbar antwortete: "Mein Freund, dies sind keine gleichen Werte. Falls Voreiligkeit Findigkeit erfordert, so ist ihr Wert größer, da Verspätung nur mit dem Tod verbunden ist. Voreiligkeit wird gerichtet, doch Verspätung ist bereits verurteilt."
[279.] 12. Meine Weisung geht dahin, dass ihr die Bedeutung der Ereignisse begreifen sollt. So, wie Ich versprochen habe, heute Weisungen zu geben, so seid auch ihr zur Tat bereit.
Wenn Ich sehe, dass man auf Kamelen reiten soll, so reitet!
Wenn Ich sehe, dass man fliegen sollte, flieget!
Wenn Ich sehe, dass man mit dem Schiff reisen soll, benützt ein Schiff!
Wenn Ich sehe, dass man sich in eine Höhle verkriechen sollte, so verkriechet euch!
Wenn Ich sehe, dass man zur Mitternacht erscheinen sollte, erscheinet!
Wenn Ich sehe, dass man vor Sonnenaufgang eintreffen sollte, so kommt rechtzeitig!
Wenn Ich sehe, dass man den Heiligen Schrein mit dem Schild bedecken sollte, so schützet ihn!
Wenn Ich sehe, dass man nicht einschlafen sollte, so schlafet nicht!
Wenn Ich sehe, dass man Mir vertrauen sollte, so glaubet Mir!
Euer Mantram möge sein: "Im Namen der Mutter der Welt und Meines Vaters will ich helfen Dein Land aufzubauen!"
Wir wollen unsere Kraft mit dem Feuer der Bereitschaft stärken und auf goldenem Sand voranschreiten, denn wir gehen zu den Herrschern.[280.] 13. Ihr könnt Meinen Wunsch verkünden, alle bei der Arbeit zu sehen. Man muss die Aura anspannen, sonst kann sie nicht wachsen.
Man muss wissen, dass himmlische Strahlen nutzlos sind, wenn sie von der Emanation der Nervenzentren nicht aufgenommen werden.
Ich sprach bereits über das Erlahmen der Zunge und von gebrochenen Händen als Folge himmlischer Einwirkung, ohne irdische Antwort.[281.] 14. Ich möchte Zusammenarbeit nicht auf dem Papier und in Worten sehen, sondern in der Tat. Besser ist es, Liebe in die Tat umzusetzen, als von ihr zu sprechen. Es ist besser, dass sich Ergebenheit in Taten äußert und nicht allein
in Worten. Richtiger ist es, überflüssige Worte zu vermeiden und dafür tatkräftige Beweise zu erbringen. Es ist höchst bedauerlich, wenn Krieger während eines Angriffes die Reihen verlassen, nur um den Führer ihrer Liebe zu versichern. Wahrlich, jetzt ist die Zeit des Angriffes und jeder Stein muss mit einer geschickten Bewegung erobert werden. Sendet geschickt eure Pfeile ab.
Ich sprach vorhin über die Unwirksamkeit der Strahlen, wenn die Ausstrahlung nicht entsprechend ist. Müdigkeit und Gereiztheit können verhindern, dass eine nützliche Botschaft durchdringt. Man muss es verstehen, jenseits von Gefühlen zu Uns zu gelangen.[282.] 15. Nun wollen Wir Uns den kosmischen Plänen zum Tragen der Steine zuwenden und auf jeden das Symbol des Kreuzes zeichnen.
Ich erinnere daran, wie Buddha Schüler für eine Heidentat auswählte. Wenn bei einer Beschäftigung die Schüler Müdigkeit überfiel, stellte Buddha ganz unerwartet eine Frage und verlangte unverzüglich Antwort. Oder er stellte einen Gegenstand vor sie hin und verlangte, diesen mit nicht mehr als drei Worten oder mit nicht weniger als hundert Seiten zu beschreiben. Oder er stellte den Schüler vor eine verschlossene Tür und fragte ihn, womit er sie öffnen würde? Oder er rief einige Leute vor das Fenster und ließ sie alle zu gleicher Zeit Hymnen verschiedenen Inhalts singen. Oder, wenn er bemerkte, dass eine Fliege einen Schüler belästigte, veranlasste er diesen, unerwartet von Ihm ausgesprochene Worte zu wiederholen. Ein anderes Mal ging Er vor den Schülern hin und her und fragte dann, wie oft Er vorbeigegangen sei. Stellte Er bei den Schülern
Furcht vor Tieren oder Naturerscheinungen fest, verlangte Er, dagegen anzukämpfen. So härtete der mächtige Löwe die Klinge des Geistes. Merkt euch dies und wendet es an.[283.] 16. Die Ushas41 der Neuen Morgendämmerung kann jetzt bekannt gegeben werden. Schon verzehrt die Macht des Lichts die Finsternis. M:. besitzt einen unerschütterlichen Geist. Mein Geist weiß, wie Macht geschmiedet wird. Ich schlage vor, Mich nicht anzubeten, sondern anzurufen. Meine Hand wird sich nicht scheuen, am Kampfe teilzunehmen.
Wie durchquerten Wir die Wüsten? Wie konnten Wir den schwarzen Pfeilen entkommen? Wie konnten Wir auf ungezähmten Pferden reiten? Wie konnten Wir mit dem Verräter in einem Zelt schlafen? Wie war es Uns möglich, dem Schicksal zu entkommen, als Wir dem Feuer des Steppengrases gegenüberstanden? Wie konnten Wir die Steine des Stromes überwinden? Wie konnten Wir in der Dunkelheit der Nacht den Weg finden? Wie konnten Wir unverständliche Wünsche begreifen? Wie konnten Wir den Pfad des Lebens erkennen? Wahrlich, nur durch Wachsamkeit des Geistes!
Jede Minute sind Wir bereit, demjenigen das Brot des Lebens zu reichen, der den gleichen Pfad der Wachsamkeit des Geistes wählt. Mein Strahl kann die Taten des Geistes erleuchten.
Auf Meinen Strahl reagieren solche Wesen, die sich in den schützenden Purpur der Tapferkeit gekleidet haben. Wo sich der staubige Schimmel der Angst zeigt, verwandelt sich das Schwert des Strahles in eine Geißel.[284.] 17. Ihr wisst, wie schwer es ist, die Herzen von Menschen zu gewinnen. Der Geist dringt nicht zu ihnen und die Hülle verdichtet sich.
Umso mehr sollte man jene willkommenheißen, die gleich einem Adler umherblicken und denen das Dunkel der Zukunft klar wie ein Spiegel erscheint.
Obwohl sich die Ereignisse im Kampf überstürzen, kann Ich den Treuen das eine versprechen, dass Wir in jeder Lage ihre Würde behüten werden. Wir verwandeln feindliche Ströme in nützliche.
Ein Befehl an Meine Krieger wird nicht wiederholt. Wir werden dafür Unsere Wege besser bauen und alle Möglichkeiten dazu zeigen.
Man soll sich nicht ängstigen, wenn diese Möglichkeiten vorerst nicht gegeben sind. Das Gras wächst auch nicht augenblicklich, aber glücklicherweise sehe Ich junge Köpfe, die würdig sind, lockere Saiten zu spannen.
Ihr müsst euch auf das Unbekannte und Unsichtbare verlassen.[285.] 18. Wenn Menschen fortfahren, fühlen sie zweierlei: Entweder, dass sie lange auf diesem Platz lebten, was bedeutet, dass ihre Aura mit den Gegenständen verwachsen ist, oder sie haben das Gefühl, als ob alles um sie herum zu Ende wäre, was bedeutet, dass die Aura sich strebend emporschwingt.
Es ist sehr wichtig, diese zwei Arten von Menschen unterscheiden zu können. Oft kann man sich durch ein äußeres Zeichen eine Meinung über die grundlegende Einteilung bilden.
Wer sind denn Meine Leute? Wer keinen bestimmten Platz als sein Heim ansieht, wer nicht am Wert der Dinge hängt, wer gerne in die Berge geht, wer den Gesang der Vögel liebt, wer
die Morgenluft zu schätzen weiß, wer die Tat mehr würdigt als die Zeit, wer die Blumen versteht, wer Furchtlosigkeit zeigt, ohne sich ihrer zu rühmen, wer Klatsch verabscheut, wer sich am Schönen erfreut, wer das Leben jenseits der Grenzen des Sichtbaren versteht, wer es fühlt, wann man an Amrita teilhaben kann, wer sich beeilt, die Weissagungen erfüllen zu helfen. Diese Meine Leute können Meine Macht in Anspruch nehmen.
Als König im Land der Wirbelwinde kann Ich ihnen einen Tautropfen vom Baum Elgario42 senden, der das Leben der Zukunft erschließt.[286.] 19. Ich will euch berichten, wie ein Feldherr einen seiner größten Siege errang. Er setzte die Steppe hinter seinem Heer in Brand und gab den Gefangenen tausend Pferde, um sich zu retten. Diese flohen eiligst zum Gegner und verbreiteten dort Angst und Entsetzen. Ihnen nach jagten die Scharen des Feldherrn und überrannten, da sie keinen anderen Ausweg sahen, den Feind schneller als die Flammen.
Ein unvernünftiger Führer entzündet hinter dem Feind einen Brand, doch der weise entfacht das Feuer hinter den eigenen Reihen.
Ähnlich war es auch, als die ersten Auswanderer Asien verließen. Sie vernichteten hinter sich Brücken und Wege, damit sie nicht mehr zurückkehren konnten.
Es gibt ein orientalisches Rätsel, das lautet: "Was möchte gerne vergraben werden?" Antwort: "Das Samenkorn."
Besonders die Saat eines Planes muss im Boden versenkt sein, doch wenn sie zu keimen beginnt, wächst sie nur nach oben.
Der Lehrer sieht neue Möglichkeiten, und der Steppenbrand jagt die Reiter nur in eine Richtung.[287.] 20. Unter den staubigen Gänseblümchen erhebt sich die Lilie gleich himmlischem Purpur. Es ist besser neben der himmlischen Blume zu leben, denn irdische Blumen sind die einzige lebendige Verbindung zwischen Erde und Himmel.
Beim Aufbau des Blütenstaubes bilden sich Kristalle von Prana. Ohne zu scherzen, kann man sagen, dass sich der Himmel in den Blumen auf die Erde niedersinkt. Wenn die Erde keine Blumen hätte, würde die Hälfte ihrer Lebensfähigkeit verschwinden. Genauso wichtig ist der Schnee. Die Schneeberge stehen da wie rettende Leuchttürme.III
[288.] 1. Wenn man an Größe zunimmt, vernimmt man ein Knistern des Fußbodens und der Zimmerdecke. Es ist schwer, den Leuten den Unterschied zwischen "es kann sein" und "es wird sein" begreiflich zu machen. Sie meinen, dass, was sein kann, auch sein wird, doch wo ist die Heldentat und wo der Wunsch, durch alle Wände zu gehen?
[289.] 2. Stellen wir uns die Erde mit drahtlosen Stationen ausgerüstet vor. Nur wenige werden sich in Hochspannung befinden. Diese allein vermögen das Leben des Planeten zu lenken. So gibt es Geistwesen mit hoher Spannung, die ihre Aufspeicherungen in vergangenen Inkarnationen gesammelt haben. Ihr Wesenszug, der sie von anderen unterscheidet, wird das absolute Wissen um die Unauflösbarkeit des inneren Ichs sein, wodurch der Begriff
einer höheren Freiheit entsteht. An ein Hochspannungsnetz schließen sich kleinere Netzwerke an, die ständig Wellen aufnehmen. So speist ein hochgespannter Geist seine Umgebung und gleicht einem einsamen Turm, der den Raum beherrscht. Schon in jungen Jahren werden Menschen von solchen Magneten angezogen und belasten sie sogar.
Die Heldentat ist kein Verzicht, sondern schließt Begreifen und Fortschritt in sich ein.
Wenn Ich daher von Entsagung spreche, so ist darunter etwas Aufnehmendes zu verstehen. Das Wesen des Verzichtes kann man sich nicht vorstellen, denn neben ihm nistet das Verbot, doch wenn man ihn annimmt zeigt man, dass man ihn bewusst versteht. Wie entsagte die Herrscherin den Welten? Sie hat die Größe des Aufbaues der Zukunft erfasst, und deshalb kann Ihr Wachstum des Geistes durch nichts mehr aufgehalten werden.
Treue, die Eigenschaft eines hochgespannten Geistes und Bereitschaft machen eine wahre Heldentat zum freudigen Empfang. So kann sich die Heldentat entwickeln, denn der helle Empfang zieht die nach sich, die ihm folgen.
Man hat die Helden richtig als Ruderer dargestellt. So trägt die Welle der Weltenenergie jene, die sich auf sie gestellt haben. Wieder muss auf den Unterschied zwischen Drohung und Besorgnis hingewiesen werden.
Als Ich einen ausgezeichneten Reiter darauf aufmerksam machte, er möge es lernen, vom galoppierenden Pferd zu springen, meinte er, dies sei gegen die Gebräuche seines Steppenlandes. Doch
als ein rasendes Pferd ihn zum steilen Ufer eines Flusses brachte, musste er plötzlich abspringen und zog sich wegen seiner Ungeschicklichkeit eine Lähmung zu.
Es ist leicht, sich durch Treue dem Strom der Welt anzuschließen. Wir streben nur nach Freude.[290.] 3. Zieht am Schmutz der Gegenwart vorbei und strebet in die Zukunft!
[291.] 4. Man muss nicht zerstören, sondern mehr Geduld aufbringen.
Es ist schrecklich zu sehen, wie klein die Zahl jener ist, die ohne Ausreden und ohne Klagen dem Rufe folgen. Man kann den Menschen das Kostbarste geben, doch in der Stunde des Rufes vergessen sie alles, was sie schon erhalten haben.
Wie kann man an eine Neue Welt denken, wenn die alte noch nicht begriffen wurde? Ein Igel hat viele Stacheln, aber diese werden ihn nicht zum König machen.
Die von Uns erwiesene Hilfe kann erblühen, wenn sie von jenen, denen sie gesandt wurde, angenommen wird. Es freut Uns, wenn die Hand nicht abgewiesen wird.[292.] 5. Lebet nicht von den Zinsen des Kapitals. Dieser Gewinn ist unsauber.
Der beste Umsatz von Gütern besteht in Warenaustausch. Im äußersten Fall kann man einen Tausch gegen Geld billigen, wenn dieses unverzüglich in Waren umgesetzt wird.
Seid nicht unzufrieden, außer mit euch selbst. Lasst nicht andere tun, was ihr selber erledigen könnt. So werdet ihr die Knechtschaft der Diener zerstören. Wiederholet nicht
zweimal, was mit einem Mal gesagt werden kann. Gehet nicht immer denselben Weg, denn selbst der Stein der Türschwelle nützt sich ab. Schwimmet nicht, wenn man fliegen kann. Wendet euch nicht um, wenn es eilig ist. Zerreißt euch nicht den Mund durch schlechte Reden, wo man besser schweigen sollte. Schützt euch nicht durch Strahlen, sondern durch den Stahl der Heldentat. Ein Sattel ist nicht nötig, wo Flügel wachsen. Nicht mit der Faust, sondern mit dem Hammer wird ein Nagel eingeschlagen. Nicht der Bogen erreicht das Ziel, sondern der Pfeil. Nicht durch meinen Gott, sondern durch Deinen. Schirmt euch nicht durch Grenzen ab, sondern durch das Feuer des Gedankens.[293.] 6. Denket darüber nach, nichts als euer Eigentum betrachten; umso leichter wird es euch fallen, Dinge nicht zu beschädigen. Denket darüber nach, wie ihr am besten jeden Platz verschönern könnt; umso mehr werdet ihr euch vor Schmutz bewahren. Denket darüber nach, um wieviel besser als die alte jede neue Sache sein muss; dadurch bestätigt ihr die Leiter des Aufstieges. Denket darüber nach, wie schön der morgige Tag ist; dadurch werdet ihr lernen, euch der Zukunft zuzuwenden. Denket darüber nach, wie grausam das Dasein der Tiere ist; dadurch werdet ihr anfangen, Niederes zu bemitleiden. Denket darüber nach, wie klein die Erde ist; dadurch verbessert ihr euer Verständnis der Beziehungen. Denket darüber nach, wie schön die Sonne ist, die sich hinter der Sphäre der Erde verbirgt; dadurch könnt ihr euch vor Gereiztheit bewahren. Denket darüber nach, wie weiß die Tauben im Licht erstrahlen; dadurch stärkt ihr die Hoffnung. Denket darüber nach, wie blau der Himmel ist; dadurch nähert ihr euch der Ewigkeit. Denket darüber nach, wie schwarz die Finsternis ist, dadurch werdet ihr euch vor der Kälte des Rückzuges bewahren. Denket mutig über die Hohen Gesichter nach; dadurch folgt ihr der Linie der Einheit. Denket darüber nach, welch
ein Glück es ist, auf der Erdoberfläche zu wandeln und sie mit dem Bewusstsein des Geistes sättigen zu können. Denket darüber nach, welch großes Glück es ist, unter den Strahlen der Gestirne zu wandeln und Mittelpunkt zehntausend Jahre alter Strahlen zu sein. Denket an Unsere unermüdlich Führende Hand; dadurch werdet ihr euren Lebensfaden verlängern.[294.] 7. Wenn euch jemand den Weg versperrt, tretet schweigend zurück, falls ihr euren Weg kennt. Wenn ihr auf der Suche nach einer Herberge seid, haltet eine gute Botschaft für den Wirt bereit. Wenn ihr die große Reise antretet, findet in der Stunde des Abschiedes einen Gruß für die Zurückbleibenden. Wenn ihr am Weg einen blühenden Baum seht, so brechet ihn nicht um, er könnte auch Nachkommende noch erfreuen. Wenn ihr einen Gruß vernehmt, so weiset ihn nicht zurück. Wenn ihr einen Vogel singen hört, schüttelt nicht den Baum. Wenn sich euch Kinder nähern, saget ihnen, dass ihr sie erwartet habt. Wenn ihr zum Mahle eilet, tretet auf trockene Steine. Wenn ihr ausruhen möchtet, bringet eure Gedanken in Ordnung. Wenn man Angenehmes über euch sagt, tragt es nicht ins Notizbuch ein. Wenn ihr an Kränkung denkt, kehret zuerst den Schmutz vor eurer Tür.
[295.] 8. "Es ist besser, eine nützliche Botschaft entgegenzunehmen, als sich vor dem Boten zu verbergen. Besser ist es, auf staubiger Straße die Tore nicht bunt anzumalen. Besser ist es, das Pferd im Gemüsegarten weiden zu lassen, als auf Steinen. Es ist besser, einem Polizisten nachzugeben, als einen Prozess zu führen. Es ist besser, auf Karotten zu verzichten, als
Erbsen zu verlieren. Besser ist es, auf einem Brett zu schlafen, als auf einem Ameisenhaufen. Es ist besser, tüchtig getadelt zu werden, als über eine süßliche Lobrede zu lächeln. Es ist besser, mit einem Esel befreundet zu sein, als auf den Fuchs zu hören. Es ist besser, einen Arzt zu holen, als sich einem Dämon anzuvertrauen. Es ist besser, über Qualen der Vergangenheit zu erschrecken, als über die Zukunft im Zweifel zu sein. Besser ist es, am Morgen zu urteilen und am Abend zu verzeihen. Es ist besser, am Tage zu denken und in der Nacht zu fliegen." - So steht es in dem chinesischen Buch "Die Perle der Träume" geschrieben.[296.] 9. Die Lehre über die neuen Möglichkeiten des Lebens zieht erfahrene Köpfe an. Und wenn die Offenbarungen verstanden wurden, werden sie angenommen werden, wie die Fernfotografie. Es ist erfreulich zu erkennen, dass sich zwei Welten unter den Augen der Menschheit vereinigen. Die Bedingungen für geistige Reinheit werden als materielle Grundlage im Leben erkannt werden. Und wieder, wie zur Blütezeit der Priesterschaft, doch diesmal unter Mitwirkung des Volkes, wird das Feuer der Erkenntnis leuchten. Das Hauptsächlichste ist, die Kräfte der sichtbaren Natur und die Macht der unsichtbaren Quellen ins Gleichgewicht zu bringen.
Es ist leicht, den Apparat der sichtbaren Wissenschaft mit den Leitungen der Höheren Welt in Einklang zu bringen. Zum Beispiel wird das Hellhören wie ein drahtloses Telefon, das bald eingeführt werden wird, leicht begriffen werden. Dann wird die Aufmerksamkeit besonders auf die unterschiedliche Beschaffenheit des Verkehrs gelenkt werden, und während man die Eigenart des Vermittlers feststellt, wird man die Zweckmäßigkeit der Geistigkeit verstehen.
Wie die Fotografie niemals die schöpferische Tätigkeit ersetzen kann, so wird der physische Apparat niemals die Geistigkeit ersetzen.
Sehr viel Schaden kann durch Phänomene angerichtet werden, weil die Entladung von zwangsweise zusammengeballter Materie die schädliche Atmosphäre der entfesselten Elektronen hervorruft. Nichts schadet dem Organismus so sehr wie nutzlose Phänomene.[297.] 10. Ich freue Mich zu sehen, wie in eurem Denken die Vorsorge für das Allgemeinwohl wie Blitze aufleuchtet. Es ist notwendig, solche Gedanken in den Raum zu senden. Wenn ihr doch jeden Tag nur eine halbe Stunde für die Zukunft erübrigen könntet! Wahrlich, das Feuer eures Denkens wird von Uns willkommen geheißen.
Schenkt den Dingen des Alltags nicht zuviel Aufmerksamkeit und lasst in eurem Denken das Land der Zukunft Gestalt annehmen.
Was reinigt den Geist besser, als Gedanken zum Wohle der Mitmenschen! Was stählt den Panzer der Standhaftigkeit besser, als der Wunsch, andere zum Licht zu führen! Was ruft ein schöneres Lächeln hervor, als das Lachen des ärmsten Kindes! So bitte ich, an die Zukunft zu denken und jeden Tag dem Halsband der Mutter der Welt eine Perle hinzuzufügen. So denket kurz und einfach darüber nach, wie ihr den Herd der Welt verschönern könnt.
Man soll keinen Vergleich mit der Vergangenheit ziehen, denn sie ist gewöhnlich ein Nest voller Fehler. Man kann
an fremden Ufern vorbeiziehen; erfreuen kann man sich jedoch an der Welt des Lichts, das allem Leben geschenkt ist. Das Licht ist die beste Brücke zwischen dem Sichtbaren und Unsichtbaren.
Wenn man nicht nur beim Abendfeuer, sondern auch bei Sonnenschein an die Zukunft denken kann, erleuchten die Tautropfen von Prana die denkende Stirn.[298.] 11. Mögen auch neue Völker den mächtigen Aufruf der reinen Herzen begreifen. Mögen sie verstehen, dass Verlogenheit des Denkens ein Hindernis für den geistigen Verkehr ist.
Saget allen, die glauben, mit Uns zu sein, sie sollen auf die Reinheit ihrer Gedanken achten. Die Heldentat wird durch reine Gedanken geboren. Keine Tat wird Früchte tragen, wenn sie nicht von Schwingen regenbogenfarbiger Gedanken emporgetragen wird. Ich verstehe, wie schwer es ist, die flüchtigen Gedanken einzufangen, deshalb wiederhole Ich: Lockert die Gehirnwindungen, damit sich die kleinen Hüpfer nicht vermehren können. Ein chaotisches Denken lässt die kleinen Insekten entstehen und versperrt die besten Wege. Einem verlausten Menschen geht man aus dem Weg; noch viel abstoßender wirkt geistiges Ungeziefer!
Wenn die Gedanken großzügig fließen, kann sogar ihre unangenehme Richtung nicht endgültig schädlich sein. Doch wenn das Denken dem stehenden Wasser gleicht, dann gibt es keine Möglichkeiten, das Gesicht der Neuen Welt zu offenbaren.
Man muss das Denken festigen und die vier gegebenen Regeln genau beachten. Man muss darauf achten, verworrene Gedanken zu vermeiden.
Ich bitte sehr, auf die Schönheit des Himmels hinzuweisen und sie mit Gedanken über die Zukunft zu verbinden.[299.] 12. Das Schicksal der Völker hängt vom richtigen Verstehen der Religion an sich ab. Dort, wo offensichtlicher Unglaube herrscht, ist bereits die Ernte des Herrn nahe. Dort, wo scheinheilige Würde regiert, steht das Schwert bereit. Das Beispiel von Saulus43 sollte eine Lehre sein.
Jetzt, am Fest des Jahrestages, verstehen Wir, wie selbst ein zerlumpter Landstreicher eine Heldentat offenbaren und eine Kutte widerliche Geschwüre verbergen kann. So sehen Wir die neue Einteilung der Welt. Man kann den Vagabunden viel verzeihen, doch das blendende Gold der Paläste kann die Waage der Gerechtigkeit nicht im Gleichgewicht halten.[300.] 13. Über das innere Verstehen von Sprachen berichtet folgende Legende: Eine Hohepriesterin besaß die Fähigkeit, fremde Sprachen zu verstehen und hatte damit glänzende Erfolge zu verzeichnen. Botschafter aus fremden Ländern redeten zu ihr in ihrer Sprache und sie verstand sie. So entstand die Legende von der ewigen Sprache.
Doch die Volksmassen wollten öffentliche Beweise. Es wurden viele Ausländer herbeigerufen, und die Hohepriesterin wurde trotz ihrer Weigerung aus dem achten Stockwerk herbeigeholt. Doch vor dem Volk ereignete sich nichts, und
die Fremden wiederholten vergeblich ihre Reden. So wurde eine der besten Möglichkeiten zerstört. Doch diese kann sich wieder ergeben, wenn man die Beschaffenheit der Aura studiert; denn diese stellt die Brücke sowohl zum Segen als auch zum Negativen dar.
Die Fähigkeit, die Muttersprache eines anderen zu verstehen, hängt nicht vom Ohr ab, sondern von der Berührung der Zentren des anderen über die Aura. Deshalb ist es besser zu sagen, ich habe verstanden, als ich habe gehört.
Bezüglich der Aura ist daher weniger ihre Farbe als ihre innere Spannung von Bedeutung.[301.] 14. Meine Hand führt unermüdlich. So schreitet auch ihr durch eigene Kraft voran. Es ist richtig, die Kraft für Schwierigkeiten aufzuwenden, denn das Leichte entspricht nicht der Zukunft.
Was sagt eine Mutter dem Sohn vor dem Feldzug: "Sei niemals feige!" So müssen auch Meine Krieger verstehen, allein mit eigenen Kräften zu kämpfen.
Die Kettenglieder des Kreises werden Erleichterung bringen, doch Findigkeit wird durch Einsamkeit erprobt.[302.] 15. Selten wählen Wir den Wasserweg. Das Element Wasser steht im Gegensatz zum Magnetismus der Berge. Die Pfeile der Blitze durchdringen das Wasser ohne verheerende Folgen. Wir sind bemüht, jede Strömung zu isolieren. Metalle sind nicht nach ihrem Preis einzuschätzen sondern nach ihrer allgemeinen Widerstandsfähigkeit. Man soll keine kupfernen Gegenstände tragen. Die Alten wussten, dass Bronze gesünder ist. Auch Zink sollte im Haushalt nicht verwendet werden. Durch Berührung mit Kupfer ist nicht nur
Vergiftung möglich, sondern können auch Krankheiten übertragen werden. Deshalb sollten die Kupfermünzen abgeschafft werden. Kleingeld aus Silber ist besser.
Spekulation ist ein Verbrechen und muss unbarmherzig verfolgt werden. Die Erde krankt an Spekulationen. Jede Zeit hat ihre Krankheit. Die jetzige Seuche heißt Spekulation. Man darf nicht glauben, dass die Menschheit schon immer an dieser Krankheit litt. Dies ist ein Merkmal einer bevorstehenden Zeitenwende. Sie kann auch nicht allmählich vergehen; nur der Paroxysmus44 der Evolution kann diese Seuche ausmerzen.IV
[303.] 1. Im Gebet wird einem die Ewigkeit bewusst. Das reine Gebet birgt in sich Schönheit, Liebe, Wagnis, Tapferkeit, Selbstaufopferung, Standhaftigkeit und Streben. Wenn das Gebet jedoch Aberglaube, Furcht und Zweifel zum Ausdruck bringt, so sind solche Beschwörungen Relikte des Fetischismus.
Wie soll man also beten? Man kann Stunden der Hingebung verbringen, doch es gibt auch ein blitzschnelles Gebet. Dabei verbindet sich der Mensch ohne Worte augenblicklich mit der ganzen hellen Kette bis in die Unbegrenztheit. Ist man entschlossen, sich mit der Unbegrenztheit zu vereinen, so ist es, als ob der Mensch die Ausstrahlung des Ephir einatmen würde, und, ohne mechanische Wiederholung anzuwenden, wird der Stromkreis so am besten geschlossen. Dabei kann man
im Schweigen, ohne Zeit zu verlieren, einen Strahl der Erfrischung erhalten.
Nur entwickelte Geistigkeit kann menschliches Bewusstsein durch einen einzigen Seufzer heben. Doch Wir müssen wiederholt über das Gebet sprechen, weil danach gefragt werden wird.
Nutzlos sind Beschwörungen und Bitten sowie der Staub der Demut und der Drohungen. Wir versetzen uns in entfernte Welten, in die Schatzkammer der Möglichkeiten und des Wissens. Wir fühlen, dass sie für uns bestimmt sind, und nähern uns ihnen in Verwegenheit.
So verstehet auch das Gebot: "Betet auf keine Weise als im Geist!"[304.] 2. Wenn wir Materie zerlegen, so sehen wir, wie sich die freiwerdenden Atome ihrem Grundton nach ordnen und in den Äther entweichen, bildend einen Regenbogen, der in Sphärenmusik erklingt.
Wenn sich ein Planet auflöst, so wird das Ergebnis ein Regenbogen sein. Man kann dies bei Zerlegung jeder sichtbaren Materie beobachten.
Unser Strahl sendet Myriaden von gereinigten Atomen, die den Menschen einhüllen, wenn sich in seiner Nähe kein astraler Wirbelwind befindet. Das ist die Grundlage zur geistigen Ruhe; andernfalls werden Reste von Karma den Gegenstand der Sendung verdecken.
Niedere Geister zerreißen den Strahl gleich Affen ohne jeden Nutzen, indem sie am wertvollen Gewebe zerren, weil die Atome der Materie für ruhelose Hüllen zwecklos sind.
Daran muss man denken, wenn man den Geist im Gebet mit der Unbegrenztheit verbinden will.[305.] 3. Denket daran, dass ihr euch im Falle einer Gefahr zuerst mit persönlicher Unverletzbarkeit umgürten müsst, und dass nachher das Bewusstsein Meinem Strahl begegnen muss.
Stellt euch geistig vor, wie euer Funke zu Meinem Strom hineilt. Ein solches Zusammenwirken stärkt den Strom und hilft bei Ermüdung. Es gibt verschiedene Ereignisse auf dem Pfad, wo der wechselseitige Strom besonders nützlich ist. Es ist gut, jede Möglichkeit zu erweitern.[306.] 4. Bedrängt und bedroht sprach Akbar zu seinen Feldherren: "Je weniger sich das Wesen erregt, umso klarer ist die Widerspiegelung des Gipfels." Bei Besichtigung seiner Armee sagte Akbar: "Der vierte Teil des Notwendigen wurde durchgeführt. Ich sah zufriedene Leute; das übrige wird sich nach einem heißen Tag, nach einem Regentag sowie nach einer schlaflosen Nacht ergeben."
[307.] 5. Nun, wenn ihr gefragt werdet: "Anerkennt ihr die Astrologie?" So antwortet: "Verneint ihr die Medizin?"
Wenn man euch fragt: "Besteht Ihr darauf, dass der Geist existiert?" Antwortet: "Verneint ihr die Entwicklung der Materie?"
Wenn man fragt: "Warum sorgt ihr euch um die toten Lehrer?" Antwortet: "Ist die Wissenschaft für euch noch unzugänglich?"
Wenn man euch sagt: "Es scheint, ihr seid nicht abgeneigt, die Pergamente
zu lesen!" Antwortet: "Geht zurück zur Schulbank, nachher wollen wir darüber sprechen."
Wenn man euch fragt: "Wie stellt ihr euch den Kosmos vor?" Antwortet: "Wie einen Wassertropfen."
Wenn man euch fragt: "Warum habt ihr den Lehrer anerkannt?" Antwortet: "Weil Er Selbst Sich an uns wandte, um unser Wissen zu entwickeln."[308.] 6. Ich will jene Eigenschaften aufzeigen, die das allgemeine Wohl verlangt. Erstens - Beständigkeit im Streben. Zweitens die Fähigkeit zu begreifen, denn bedauernswert ist der verneinende Kommunist, doch der nach Wahrheit Suchende ist würdig für das Allgemeinwohl. Drittens - die Fähigkeit zu arbeiten, weil die Mehrzahl der Menschen den Wert der Zeit nicht kennt. Viertens - der Wunsch, ohne Vorurteile zu helfen und ohne auf eigenen Nutzen bedacht zu sein. Fünftens - Verzicht auf Eigentum und die Annahme der Früchte der schöpferischen Tätigkeit anderer für sicheren Gewahrsam. Sechstens - Überwindung der Furcht. Siebtens - Tapferkeit zu zeigen inmitten der Finsternis. Dies ist nötig jenen zu sagen, die von Furcht ergriffen sind und sich mit Verneinung schützen.
Es ist notwendig, darauf hinzuweisen, dass Millionen von Menschen auf das Öffnen der Tore warten. Die Fessel der Mühsal soll nicht durch die Fessel der Angst ersetzt werden. Die Angst kann mit Aussatz verglichen werden; beide bedecken den Menschen mit dem Schaum der Widerwärtigkeit.
Die graue Dämmerung der Unterwürfigkeit ließ einen nichtswürdigen Begriff vom Leben entstehen. Doch jetzt muss diesem mit Gewitter und Sturm ein Ende gesetzt werden.[309.] 7. Kein Hellsehen kommt dem Wissen des Geistes
gleich. Die Wahrheit wird durch dieses Wissen kommen. Das Verständnis für die Not der Zeit kann man nur auf diesem Weg erlangen.
Der prophetischen Ekstase fehlt die Genauigkeit der Zeit und des Ortes, doch das Wissen des Geistes sieht die Umstände eines Ereignisses voraus. Der Weg des geistigen Wissens erblüht ohne sichtbare Merkmale; er ist jedoch mit dem Öffnen der Zentren verbunden.
Bei den Priestern des Altertums zählte man das Wissen des Geistes zu den höchsten Eigenschaften, denn es kann durch keine körperliche Übung erreicht werden, sondern setzt sich aus gesammelten Erfahrungen früherer Leben zusammen. Das Wissen des Geistes kann daher auch nicht durch Übungen bewahrt werden, sondern durch die Verbesserung der Lebensbedingungen der Blutgefäße, die die Nerven nähren. Eine besondere Aufmerksamkeit muss dem Blutdruck geschenkt werden, denn wenn die Nerven die Ausstrahlung der weißen Blutkörperchen aufsaugen, dann tritt gewöhnlich eine entgegengesetzte Polarisation ein.[310.] 8. Man wird fragen: "Wer steht höher, Christus oder Buddha?" Antwortet: "Man kann die entfernten Welten nicht messen. Wir können nur durch ihre Strahlung entzückt werden". Der Christus Strahl nährt die Erde genauso wie der Regenbogen des Buddha die Bestätigung der Gesetze des Lebens bringt.
Die Neue Welt wird das kühne Wissen bestätigen. Hier werden die Gestalten der Lehrer als Freunde in das Leben eingehen. Die Weisungen der Lehrer werden sich unter den Lieblingsbüchern befinden.
In der Zeit der Abschaffung des Geldes ist es notwendig, dessen Macht durch Festigung des Geistes zu ersetzen.
Wissen muss schließlich auf wissenschaftlichem Wege eine Brücke zum geistigen Streben errichten.
Das zur Zeit kümmerliche Bestehen von Gesellschaften für Psychische Forschung muss durch ein furchtloses und wahrhaftes Urteil ersetzt werden.
Wie kann man mit Heuchlern und Schwindlern zusammensitzen, die nur auf ihren Vorteil bedacht sind?!
Es müssen Heldentat geoffenbart und der Staub der Vorurteile abgeschüttelt werden.
Kann sich ein anständiger Mensch mit der Heldentat befassen? Er hat keinen Platz auf seiner Brust, um irdische Auszeichnungen anzubringen. Er kennt es nicht, großväterliche Bräuche weiter aufrechtzuerhalten. Gewohnheit macht gewöhnlich. Deshalb bitte Ich, immer so zum Himmel zu blicken, als ob es das erste Mal wäre.
Seid über den Schmutz der Städte immer wieder entsetzt, als ob es das erste Mal wäre.
Ich bitte euch, an Christus und Buddha immer wieder in gleicher Verehrung zu denken, als ob es das erste Mal wäre.
Achtet auf euch selbst, als ob es das erste Mal wäre.
Stellt euch die Neue Welt so vor, als ob das erste Mal wäre.
Das winzigste Staubkorn des Eigentums von gestern wird zum Mühlstein am Hals.[311.] 9. Das Unverhoffte ist die Schwester der Beweglichkeit. Beweglichkeit ist die Schwester der Heldentat. Der Bruder der Heldentat ist der Sieg. Jede Heldentat führt zum Sieg, oft vielleicht
zu einem unsichtbaren, doch zu einem, der tief in den Raum hinausgreift.[312.] 10. Woran mangelt es am meisten? Natürlich an Entsprechung!
Ich habe schon viel darüber gesprochen, doch es ist notwendig, neuerdings zu diesem Thema zurückzukehren. Selbst die wenigen, welche die Bedeutung der Entsprechung fühlen, erinnern sich ihrer nur in besonderen Fällen. Wenn man zu ertrinken droht, dann erinnert man sich der besten Weisungen. Weit nützlicher wäre es, im Alltagsleben an sie zu denken. Die kleinsten Gedanken werden vom Wirbelwind der rechten Meinung fortgetragen. Ob gut oder böse, nützlich oder schädlich, klärt sich von selbst, denn dort, wo große Bäume wachsen, verachtet man den Busch.
Wenn man sich bemüht, staubige Angelegenheiten in schöne Heldentaten umzugestalten, wird sich der raue Schlehdorn in einen Hain prächtiger Bäume verwandeln. Wenn wir uns in Gedanken bis an die Grenzen der Wunder erheben können, werden wir nicht so lange über eine abgenützte Schuhsohle sprechen.
Ich rate, böswilliges Geschwätz und übles Gerede zu unterlassen. Dadurch können viele einen halben Tag gewinnen. Die Tasse Kaffee oder das Glas Bier werden vereinsamen. Für das Essen sollte weniger Zeit aufgewendet werden, um das menschliche Antlitz zu wahren. Nichts beweist ein schlechteres Einfühlungsvermögen, als bei Tisch über Nichtigkeiten zu schwatzen. Es gibt kein schlechteres Verhalten, als auf kleinliche Art zu verleumden. Es gibt keine üblere Eigenschaft, als eine dringende Angelegenheit
hinauszuschieben. Es gibt keine schlechtere Geisteshaltung, als Kränkung zu zeigen, wie ein kleinlicher Krämer. Es gibt kein übleres Verhalten, als sich einer Verantwortung zu entziehen. Es gibt keine größere Unterlassungssünde, als über das Schöne nicht nachzudenken. Einfühlungsvermögen für diese Dinge zu besitzen, gleicht einem Pfeiler, der das Haus trägt.
Wenn wir mit dem Ausmalen eines Raumes beschäftigt sind, zerstören wir da die Pfeiler? Eignet euch ein gründlicheres Einfühlungsvermögen an.[313.] 11. Wenn man das Einfühlungsvermögen nicht beachtet, wird auch die Entschlossenheit zerstört. Unsere Entschlossenheit geht bis zur äußersten Grenze.
Es ist nicht jene Entschlossenheit, die bequem zustande kommt und den persönlichen Gewohnheiten entspricht, auch nicht jene Entschlossenheit, die für den Körper nützlich ist. Unsere Entschlossenheit ist nur durch die Grenzen des Geistes beschränkt, deshalb ist es unmöglich, den Weg Unserer Bestrebungen zu versperren. Krieger und Lebenserneuerer schreiten mit Unserer Entschlossenheit voran.
Wenn Schüchternheit hemmt, dann ist es besser, die überschrittenen Brücken zu verbrennen. Wenn Geiz behindert, ist es besser, den Beutel über den nächsten Fluss zu werfen. Wenn Stumpfsinn aufhält, ist es besser, den Rossen allein die Führung zu überlassen. Wenn Rachsucht behindert, soll man das Bildnis des Feindes zwischen die Ohren des Pferdes hängen. Nur Schönheit kann die Entschlossenheit fördern. Dann erscheint es einem als kindliche Laune, an den Geldbeutel und an den Feind zu denken.
Wie die Grundeigenschaft des Magneten Anziehung ist, so ist die Gründeigenschaft
der Entschlossenheit Unbesiegbarkeit. Die Unbesiegbarkeit der Entschlossenheit ist überzeugend und eine unabänderliche Bedingung, die zu den wahren Mysterien führt. Das Mysterium muss als führende Tat des Lebens betrachtet werden. So ist unsere Entschlossenheit ein Prinzip des Führens. Wendet Entschlossenheit an![314.] 12. Die Entschlossenheit bedingt das Gesetz der okkulten Grenzen.
Auch ein Stein wird zur Offenbarung des inneren Feuers in abgegrenzte Flächen geschliffen. So wird auch der Pfad des Lichtes in deutlich abgegrenzte Gebiete unterteilt. Natürlich kann man anstatt Facetten auch Haufen von Schotter erhalten, doch dies ist sehr beklagenswert.
Der vernünftige Weg ist in Zeitabschnitte von je ungefähr eintausend Tagen eingeteilt. Diese dreijährigen Perioden, die nach außen hin gleich erscheinen, unterscheiden sich dem geistigen Bewusstsein nach vollkommen. Je deutlicher die Grenze der Unterscheidung, umso planmäßiger ist der Weg.
Das erste Jahr dieser dreijährigen Periode dient gewöhnlich der Vorbereitung, das zweite der Tat, das dritte ist eine dunkle und mühsame Schwelle.
Lasst uns mit einem neuen Abschnitt beginnen. Man kann ihn "irdische Heimatlosigkeit" nennen. Man muss alle bisherigen Erwägungen verwerfen und sich in die Wüste der völligen Stille begeben, wo Gewitter und Wirbelwinde einen wie mit einer glänzenden Kuppel umgeben.
Inmitten des Sturmes wird dann ein neues Kleid gewoben. Den nächsten Abschnitt
wollen wir den "lichtbringenden" nennen, und so lasst ihn uns gestalten.
Mutig lenken wir die Rosse in den Staub der Wüste. Die Prinzipien des heimatlosen Wanderns müssen durchlebt werden. Alle Suchenden müssen den gleichen Weg beschreiten.
Man kann diese Zeit, wo sich die Grenzen der Länder verwischen, willkommenheißen.[315.] 13. Etwas über den okkulten Mord: Es gibt wesentlich mehr unsichtbare als blutige Morde. Aus Hass, Unwissenheit und Furcht senden die Menschen giftige Pfeile aus, deren Kraft sehr groß sein kann. Eines der besten Verteidigungsmittel ist der okkulte Zirkel. Doch die beste Arznei muss nach genauen Anweisungen eingenommen werden.
Die Macht eines Zirkels ist so groß, dass selbst der Gestirnzeichen geändert werden kann. Es ist bekannt, dass ein Zirkel Tod und Krankheit abwenden kann.
Ein wertvoller Kreis muss, wie jedes gestimmte Instrument, geschützt werden. Man darf nicht außer Acht lassen, dass die Mitglieder eines Zirkels bei jeder ihrer Handlungen untereinander vorsichtig sein müssen. Jeder Nutzen kann sich in Schaden verwandeln, wenn geduldet wird, dass in den Garten eines Bruders Steine geworfen werden.
Man kann nie wissen, wen ein unvernünftig geworfener Stein trifft. Oft lenkt die Beschaffenheit der Aura den Stein in eine andere Richtung, und anstatt den Fuß trifft er die Schläfe.
Daher ist es unerlässlich, Steinwürfe zu vermeiden und
mit allen Kräften den Schatz des Zirkels zu hüten. Ich habe gewarnt.[316.] 14. Nun etwas über die Beschaffenheit der Tat. Eine unwichtige Tat bedarf der Hilfe verschiedener irdischer Hilfsmittel. Wenn die Tat ein großes Ausmaß annimmt, kann sie auf irdische Dinge verzichten. Dies ist der erste Prüfstein einer großen Tat.
Wenn ein Magier von einer ganzen Apotheke spricht, bedeutet dies, dass es sich bei seiner Tat um ein sehr kleines Vorhaben handelt.
Die zweite Eigenschaft einer großen Tat ist ihre Beweglichkeit. Gleich dem Wirbelwind der Urmaterie muss eine wahre Tat mit Möglichkeiten geladen sein. Nur ein Flug kann den lichtbringenden offenbarten Gedanken krönen.
Die dritte Eigenschaft einer großen Tat ist ihre Unverhofftheit. Jede Handlung, die den Verstand verblüfft, ist das Ergebnis eines urplötzlichen Einfalles.
Die vierte Eigenschaft einer großen Tat ist ihre Unfassbarkeit. Nur diese Eigenschaft bewahrt sie vor verderblichen Angriffen.
Die fünfte Eigenschaft einer großen Tat ist ihre Überzeugungskraft. So, wie jeder Blitz unser Bewusstsein mit dem Kosmos verbindet, so muss jede Tat einschlagen, wie das Aufblitzen eines Schwertes.
Die sechste Eigenschaft einer großen Tat ist ihre Gesetzmäßigkeit. Nur das Bewusstwerden der Grundlagen der Evolution der Welt wird der Tat Durchschlagskraft verleihen.
Die siebte Eigenschaft einer großen Tat ist ihr reines Motiv. Auf diese Art kann man, ohne zu ermüden, Schwerstes bewältigen.
Man muss die Beweglichkeit des Körpers sowie die des Geistes gleich gut begreifen. Da nach all dem, was gesagt wurde, die Handlung der Gedanken noch nicht richtig eingeschätzt wird.
Ich möchte Mich besonders an jene wenden, die nur an die Materie glauben: "Eure Gedanken sind mit den Ausstrahlungen der Nervenzentren gesättigt und ihrem spezifischen Gewicht nach schwerer als viele Mikroorganismen. Sind denn eure Gedanken keine Materie? Wie genau müssen wir unsere Gedanken abwägen! Wir sind für sie verantwortlich, genauso wie der Mensch, der das Kohlenoxydgas missbraucht. Es ist einfacher, beim Denken mit der Materie zu beginnen. So wird die Lehre des Geistes neben jener der Materie stehen. Wer den Geist verneint, müsste auch die Materie verneinen!"[317.] 15. Nun über die Eigenschaften der Erwartung: Die höchste Erwartung ist die der Evolution der Welt. Die allgemeinen Erwartungen teilen sich in dunkle, träge und in wachsame. Das Chaos der dunklen verursacht Schaden im Raum. Die trägen Erwartungen sind wie schwelende Kohlen. Wachsame Erwartungen äußern sich in der Bereitschaft, das Neue jederzeit anzunehmen.
Ich sagte schon: "Verstehet zu wünschen", und so will Ich auch sagen: "Verstehet es, erwarten zu können". Verstehet es, die Eigenschaft des Erwartens zu läutern. Wie eine unauslöschliche Fackel traget die Erwartung durch den Sturm.
Die innere Eigenschaft der Erwartung ist das Anwachsen der Spannung. Womit könnte man dieses Merkmal besser in Zusammenhang bringen als mit der Evolution der Welt? Eine solche Erwartung muss unser ganzes Leben durchdringen. Sie muss mit einem Pulsschlag der Tat unsere Arbeit erfüllen. Denn in dieser Vereinigung liegt das Beste und das Schönste zugleich.
Wenn ihr das Haus der Unschlüssigen betretet, saget ihnen: "Erwartet die Evolution der Welt!"V
[318.] 1. Man wird fragen: "Wie könnt ihr von einem Schöpfer sprechen, den ihr nicht kennt?" Antwortet: "Geschichtlich und wissenschaftlich kennen wir Große Lehrer, mit deren Hilfe wir die gegenwärtige Stufe unseres Bewusstseins erlangten." Man wird weiter fragen: "Schränkt ihr nicht eure Freiheit ein, wenn ihr die Ideologie von Lehrern anerkennt?" Antwortet: "Die Eigenschaft der Freiheit ist bemerkenswert, und sofern sie überhaupt existiert, kann sie durch nichts begrenzt werden. Der Körper kann gefesselt werden, doch das Bewusstsein kann nichts anderes schmälern als Hässlichkeit. Wenn wir die Höhen der Freiheit berühren wollen, müssen wir uns vor dem Hässlichen schützen. Wenn wir die Materie erheben wollen, ist es notwendig, weise über die Schönheit zu denken.
In Schönheit offenbart sich die Unbegrenztheit. In Schönheit erstrahlen die Lehren für die geistig Suchenden. In Schönheit fürchten wir uns nicht, die Wahrheit der Freiheit aufzuzeigen. In Schönheit entzünden wir das Strahlen jedes Wassertropfens. In Schönheit verwandeln wir die Materie in einen Regenbogen.
Es gibt keine Hässlichkeit, die in den Strahlen des Regenbogens
nicht untergehen würde. Es gibt keine Fesseln, die in der Freiheit der Schönheit nicht gelöst werden könnten.
Wie können wir die Worte finden, mit denen wir den Begriff Universum veranschaulichen können? Wie sollen wir über die Formen der Evolution sprechen, wie das Bewusstsein durch Studium der geistigen Grundlagen erweitern, wie die Menschheit dem wissenschaftlichen Begreifen der Kosmen näher bringen?
Jede Erkenntnis wird in Schönheit geboren.
Verstehet, lichtvoll zu denken, und nichts Erschreckendes wird euch berühren. Merkt euch: Bei Uns gibt es keine Verbote."_____________
[319.] 2. Es wurde gesagt: "Die Schmähung des Geistes ist das Erbärmlichste von allem, denn wer gegen den Geist spricht, kennzeichnet sich als Unwissender!
Es ist über Heilige gesprochen worden, doch für wen kann man diesen Begriff anwenden?
Wer Wunder vollbringt, ist ein erfahrener Magier. Wer sein Leben natürlich lebt, ist ein praktischer Mensch.
Nur wer bewusst allem Persönlichen entsagt und sein Bewusstsein in die Welt der Evolution übertragen hat, kann Unserer Überzeugung nach als Glaubensheld, [d.h. als Heiliger] bezeichnet werden. Es ist unerlässlich, dass sich dieser Prozess bewusst, außerhalb von zufälligen äußeren Bedingungen, vollzieht.
Es ist unmöglich, eine neue Religion gewaltsam einzuführen, sie würde zu einer schändlichen Missgestalt.
Der Weg der Abkehr vom Hässlichen im Leben regt den Geist zu wahrem Suchen an. Dann wird die offensichtliche Verbindung der Welten untereinander zu wissenschaftlichen Überlegungen zwingen.
Dieser unaussprechliche Gedanke bedeutet Beginn der geistigen
Disziplin. Dieses Suchen ist nicht persönlicher Art und erweckt den Reflex der Tat; es wird Heldentat genannt.
Im allgemeinen ist es besser, das Wort "Heiliger" durch den genaueren Begriff "Vollendeter" zu ersetzen.
Die Heldentaten im Leben sind endlos. Ohne Heuchelei sind Wir imstande, ihre augenscheinlichen Offenbarungen zu verkünden.
Die Heldentat im Leben muss mit menschlichen Händen vollbracht werden.[320.] 3. Ein Prophet ist ein Mensch, der geistige Voraussicht besitzt. Genauso, wie es auf dem physischen Plan sowohl Kurzsichtigkeit als auch Weitsichtigkeit gibt, genauso einfach ist die Weitsichtigkeit des Geistes zu verstehen.
Es wäre ein Zeichen von Unwissenheit, Prophezeiungen abzulehnen.
Es wäre sehr dumm, die Propheten zu verdammen. Wenn wir wissenschaftlich und unparteiisch die Prophezeiungen, die erhalten blieben, untersuchen, was sehen wir? Wir finden, wie Leute, die ungeachtet des persönlichen Vorteiles, einen Blick in die Zukunft taten, zuweilen über das Gesehene entsetzt waren und deshalb dem Volk eine Warnung gaben.
Unter den so genannten Prophezeiungen findet man keine persönlichen Beweggründe, keinen verbrecherischen Eigennutz und keine Verleumdung. Die Symbole der Darstellung sind durch die zeitliche Entfernung gefärbt.
Wann werden Gelehrte Zeit finden, die Prophezeiungen methodisch zu untersuchen und geschichtliche Vergleiche anzustellen?
Es wäre eine schöne Aufgabe für einen jungen Wissenschaftler, darüber ein Buch zu schreiben!
Ja, Freunde, es ist an der Zeit, sich den offensichtlichen Erscheinungen der Evolution kulturell zu nähern, sonst werden die künftigen Errungenschaften für die Menschen dasselbe bedeuten, wie Elektronen den Kindern in der Wiege. Eure Uniformen und Togen verdecken eure furchtsame Unmündigkeit nicht.
Ihr fragt, wer eure Titel und Namen bestimmt hat? Wahrlich, ihr würdet entsetzt sein, die Vorväter eurer Zufriedenheit zu sehen. Zwerge des Eigennutzes versuchten, die Riesen des Allgemeinwohles zu verdrängen.
Aus euren Orden kann man nicht nur Strumpfbänder, sondern auch Halsbänder für die Haustiere flechten. Wie viele sind noch angebunden? Das Leuchten der Neuen Welt dringt in ihre Höhlen nicht ein! Doch möge der Wirbelwind die Wolken hinwegfegen, welche die Morgenröte verdecken!
Es gibt nichts Schöneres als einen Sonnenaufgang, und die Sonne geht im Osten auf![321.] 4. Ist es möglich, dass ihr die Bedeutung der Astrologie nicht versteht?
Wenn es euch an Wissen mangelt, so schlage Ich vor, folgenden Versuch zu unternehmen. Nehmt vier Lebewesen: Eine Pflanze, einen Fisch, einen Vogel und ein Haustier. Sagen wir genauer, eine Lilie, einen Karpfen, eine Taube und einen Hund. Nehmt nun von jeder Art sieben Stück und beschafft für jede Gruppe
einen dunklen Raum, gesättigt mit farbigem elektrischem Licht. Die Farbstrahlen des Lichtes sollten den Farben des Regenbogens entsprechen. Nur zur Nacht möge der Lichtstrahl abgeschwächt werden. Nun stellt ungefähr vier Monate hindurch Beobachtungen an.
Nach dieser Zeit wird selbst ein Blinder die Folgen sehen können. Es fehlt hier nämlich der wesentliche Faktor, die Strahlung des Sternenlichtes, nämlich dessen chemische Zusammensetzung. Es ist unmöglich, die Bedeutung der physikalischen Einwirkung der Planetenkörper nicht zu begreifen.
Die Menschheit muss ihre Aufmerksamkeit und ihre Erwartung den fernen Welten zuwenden. Deshalb muss alles, was dieses Problem betrifft, ohne Vorurteile untersucht werden. Wenn man genaues Wissen braucht, so kann die Astronomie mit solchem behilflich sein.[322.] 5. Man kann Hinweise geben, Versprechungen machen und Einschüchterungen vornehmen, doch nur Verständnis bringt vorwärts. Was kann das Bewusstsein der Anwendbarkeit des Verständnisses ersetzen?
Man wird sagen: "Wie schön! Wie mächtig! Wie majestätisch!" Doch alle diese Gefühlsausbrüche gleichen Irrlichtern über einem Sumpf und verlöschen so leicht wie sie entstehen. Oberflächliche Gedanken gleichen Stäubchen des Regenbogens. Der erste Wind trägt sie in den Raum hinaus. Der Wert dieser Staubteilchen ist nichts sagend.
Wir schätzen den Gedanken, der eine Entscheidung bringt. Die Entscheidung wird nach ihrer Anwendbarkeit gewertet. Die Anwendbarkeit wird durch das Wissen des Geistes beurteilt, und dann folgt die Tat,
an der man sich erfreuen kann. Wer sich freut, besitzt Glauben. Auch der Glaube muss begründet werden - nur so kann die Lehre leben.
Wir überlegen gut. Wir wenden gut an. Wenn man euch beschuldigt, berechnend zu sein, so weist dies nicht zurück, denn Berechnung ist der Gegenpol der Unvernunft und Unvernunft das Gegenteil von Wissen des Geistes.
In welchem Kreis wir immer uns festgesetzt haben, wir würden trotz allem zum großen Wissen des Geistes zurückkehren.
Ich fühle es nicht, sondern ich weiß es; dies ist kein Aberglaube, sondern unanfechtbares Wissen. Wenn wir die Unanfechtbarkeit berühren, so ist es, als ob wir den Magneten des Planeten berühren würden; dann sind wir standhaft.[323.] 6. Meidet sowohl die Eintönigkeit des Platzes als auch die der Arbeit. Die Einförmigkeit entspricht nämlich dem größten Irrtum dem Begriff des Eigentums. Der Sklave des Eigentums verliert vor allem die Beweglichkeit des Geistes. Solch ein Sklave hört auf zu begreifen, dass jeder Tag der Arbeit mit dieser besonderen Eigenschaft des Geistes ausgeschmückt sein sollte. Solch ein Sklave kann den Platz nicht wechseln, denn sein Geist ist ständig an sein irdisches Haus gebunden.
Fragt euch selbst, ob es euch leicht fällt, euch zu verändern? Habt ihr Schwierigkeiten, wenn ihr die Arbeit wechseln sollt? Wenn es euch leicht fällt, so bedeutet dies, dass ihr den Wert des Allgemeinwohles begreifen könnt.
Wenn euch jede Reise zwingt, euer Testament niederzuschreiben und euch eine Umstellung in der Arbeit unglücklich macht,
so bedeutet dies, dass Abhilfe geschaffen werden muss. Dann sollten euch die gefährlichsten Reisen verschrieben und die abwechslungsreichsten Arbeiten zugewiesen werden. So wird Mut und Findigkeit entwickelt, denn die Primärursache der Unbeweglichkeit ist Angst.
Der Keim des Gefühls des Eigentums ist Furcht und das Verlangen, sich irgendwie an die Erde zu binden. Als ob eine elende Hütte ein passender Anker für den Geist sein könnte! Kann denn ein Haufen persönlicher Sachen vor einem Blitz schützen? Periodisch wurden der Menschheit die schädlichen Spielsachen des Eigentums genommen, doch der Vater der Lüge, die Furcht, spinnt bereits wieder ihre Netze, und es werden neue Schrecken ersonnen. Beseitigen wir daher die Furcht. Mit ihr schwindet auch das Gefühl des Eigentums und die Langeweile.
Wie viel Gesundheit liegt im Wechsel des Wohnsitzes und der Arbeit![324.] 7. Nirwana ist die Eigenschaft des Rückziehens jeglichen Handelns und der Sättigung der All-Umfassbarkeit. Durch das Beben der Erleuchtung strömt wahres Wissen ein. Die Sprachen haben für diesen Vorgang keine genauen Worte. Die Ruhe ist nur ein äußerliches Merkmal, bringt jedoch den wesentlichen Zustand nicht zum Ausdruck.
Buddha erwähnte die Ruhe, doch nur diese äußerliche Bedingung von Nirwana übernahmen seine Hörer. So hörten ihn Leute, auf die gerade die Gedanken an Ruhe sehr anziehend wirkten. Die Tat als aktiver Verdienst wurde wenig verstanden.
Ihr liebt einen wissenschaftlichen Aufbau - Wir auch. Wenn
ihr von der Theorie der Wirbelringe, der Theorie der Wellen, der Theorie des Magnetismus, der Anziehung und Abstoßung gehört habt, so müsst ihr verstehen, dass es auf der Erde Orte von verschiedener Bedeutung gibt. Selbst einfältige Köpfe haben über das außergewöhnliche Schicksal mancher Städte nachgedacht. Das Ergebnis der Zusammenarbeit von Physikern, Astrochemikern, Biologen und Astrologen ohne Mystizismus würde die beste Antwort ergeben. Die Errichtung von großen Städten muss vorsichtig geplant werden. Von sehr geringer Bedeutung ist die Tagespolitik, denn dieser Begriff entbehrt sowohl der wissenschaftlichen Grundlage als auch der Schönheit.
Wenn ihr die Erfordernisse einer zukünftigen Stadt erwägt, so lasst euch durch den scheinbar weiten Begriff nicht irreleiten; Kleinigkeiten sind oft aufschlussreicher.
Auch bei der Wahl von Mitarbeitern lenkt die Aufmerksamkeit auf Einzelheiten bei kleinen Taten. Wenn Wir das Wesen eines Menschen durch die Pupille seines Auges festgestellt haben, umgeben Wir ihn mit Gewohnheiten kleiner Taten. Die geringste Bedeutung jedoch messt dem zeitraubenden Alltagsgerede bei. Durch kleine Taten, die das ganze Leben durchziehen, kann man das Wesen eines Menschen am besten erkennen. Aus diesen entstehen nämlich die großen Taten. Wir glauben nicht so sehr an gelegentliche Heldentaten. Eine mutige Tat kann man auch aus Angst vollbringen.
Bewusste Taten sind nötig; nur diese allein führen ins Nirwana.[325.] 8. Stellen wir uns einen Menschen vor, der von
dem Gedanken erfüllt ist, dass seine Augen verschieden sehen. Natürlich wird er Recht haben, doch gerade durch diesen Gedanken kann er seine Sehkraft zerstören. Das richtige Zusammenwirken der Reflexe ist schwierig, doch nur dadurch ist erfolgreiches Funktionieren des Apparates gesichert. Die Schärfe des Bildes hängt von der Verschiedenheit der Augen ab.
Ebenso können zwei verschiedene Aspekte der Wahrheit in einem gesunden Organismus zusammenwachsen. Jemand, der von verschiedenen Gesichtspunkten der Wahrheit ergriffen ist, gleicht dem Menschen, der über die Verschiedenheit seiner Augen nachsinnt; er verliert die Perspektive der Vorstellung.[326.] 9. Draußen vor dem Fenster ertönte ein Ruf - der eine Arbeiter wollte ihn nicht wahrnehmen: "Störe mich nicht, ich bin beschäftigt!" Ein zweiter versprach zu kommen, doch er vergaß darauf. Ein dritter kam nach seiner Arbeitszeit, doch der Platz war bereits leer. Der vierte erbebte beim Ruf, legte sein Werkzeug beiseite und ging sofort hinaus: "Hier bin ich!" Das nennt man das Vibrieren der Feinfühligkeit.
Nur dieses Beben, das Tag und Nacht das Bewusstsein erfasst, führt zum Wissen des Geistes; sogar dem durch menschliche Apparate wahrnehmbaren Vibrieren wird über den Verstand das Tor geöffnet.
Wenn ihr das Vibrieren dieser Feinfühligkeit in euch nicht ersticken könnt, so ist das gut für euch![327.] 10. Fragt einen Komponisten, ob er einstimmige Chöre und Symphonien liebt? Er wird eure Frage für unsinnig halten, weil das Unisono keine Symphonie ergibt. Für einen neuen Klang ist der Komponist bereit, ein noch ganz unbekanntes Instrument heranzuziehen. So sollt auch ihr bei der Bildung von Gruppen
über die scheinbare Verschiedenheit der Mitglieder nicht erstaunt sein. Nicht die Herkunft, nicht die Gewohnheiten, nicht die Fehler verbinden sie, sondern der geistige Kontakt. Durch eine unwägbare, unsichtbare, lautlose geistige Resonanz vereinigen sie sich zu einem Chor. Deshalb machet niemandem wegen des Klanges seiner Stimme Vorwürfe; wichtig ist seine Qualität.
Es ist erfreulich zu erkennen, dass bei Disziplin des Geistes die Qualität ständig verbessert werden kann.[328.] 11. In Glaubensbekenntnissen und Gesetzen werden Verrat, Verleumdung und Schmähung getadelt, doch wird nicht darauf hingewiesen, warum gerade diese Handlungsweisen schädlich sind, und somit hat dieser Tadel den Anschein eines Verbotes. Doch jedes Verbot ist relativ und nicht überzeugend. Schaden und Nutzen müssen ihrem Wesen nach erklärt werden.
Den Schaden des Verrats, der Verleumdung und der Beleidigung kann man bereits an einfachen Fällen erkennen. Geschädigt ist in Wahrheit nie der Verratene, sondern der Verräter.
Die ganze Welt unterscheidet persönliches und allgemeines Wohl. Wenn wir in ernster Absicht für das Altgemeinwohl tätig sind, können wir der Unterstützung seitens der kosmischen Kräfte gewiss sein. Dieser Kelch der besten Heldentaten beginnt entlang eines unsichtbaren Strahles zu wirken.
Stellt euch vor, wie euch eine mit Groll erfüllte Kerze zu verbrennen versucht, und ohne dass ihr entsprechende Maßnahmen ergreift, sich hinter euch bereits eine mächtige Fackel nähert. Führet diesen Versuch durch und ihr werdet sehen, wie die Kerze schmilzt,
verkohlt und verlischt. Es ist keine Bestrafung, sondern eine den Naturgesetzen entsprechende Folge.
Man verrät, verleumdet und beleidigt die Träger des Allgemeinwohls, doch das Los dieser versengenden Feuer ist nicht beneidenswert. Daher bringen Verrat, Verleumdung und Beleidigung keinen Nutzen.
Denkt daher nicht an Rache; denn bereits die Alten sagten im übertragenen Sinn: "Mein ist die Rache, spricht der Herr". Kann denn das Leben eines Verräters leicht sein?
Genauso wurde in Glaubensbekenntnissen und Gesetzen gegen den Diebstahl gesprochen, doch klingt dies ebenfalls wie ein Verbot. Es sollte hingegen darauf hingewiesen werden, dass der Diebstahl als ein Begriff, der das Gefühl des Eigentums noch verstärkt, schädlich ist. Jeder Diebstahl ist für die Evolution der Welt schädlich und das Los derer, die die Evolution der Welt aufhalten, ist nicht beneidenswert. Sie fallen weit zurück.
Es ist an sich unbedeutend, ob irgendein Gegenstand den Besitzer wechselt, doch wichtig ist, dass zwei Menschen den Anfall des Gefühls des Besitztums erlitten haben.
Das Gesetz über den Diebstahl ist unzulänglich, denn gegen den größten Diebstahl, nämlich den des Wissens und der schöpferischen Ideen, kann nicht vorgebeugt werden.
Wird Privateigentum abgeschafft, nimmt man auch dem Diebstahl jedwede Grundlage.[329.] 12. In religiösen Systemen und Gesetzen wird die Unmäßigkeit sehr verurteilt, doch wiederum ohne nähere Begründung. Der Nutzen der Enthaltsamkeit im Essen und Reden kann durch Beobachtung im Verlauf einiger Monate wahrgenommen werden. Natürlich sind Wir
seit jeher gegen Fanatismus und Quälereien; der Körper kennt das Maß seiner Bedürfnisse. Über die geschlechtliche Enthaltsamkeit muss ausführlicher gesprochen werden. Dieser Frage wird vom gegenwärtigen Denken zu viel Platz eingeräumt.
Schon alte Mysterien besagen: "Der Lingam45 ist das Gefäß der Weisheit", doch mit der Zeit wurde dieses Wissen in abscheuliche phallische Kulte umgewandelt, und die Konfessionen begannen etwas zu verbieten, ohne zu wissen warum. Hingegen müsste man einfach sagen, dass die Tatsache der Empfängnis so wunderbar erscheint, dass es unmöglich ist, sie mit gewöhnlichen Maßstäben zu messen.
Man kann den Samen wiegen, man kann ihn in ganz kleine Teile zerlegen, doch trotzdem bleibt noch eine unfassbare und unergründliche Substanz übrig, die genauso unersetzlich ist wie die Lebenskraft des Samenkornes. Wir werden zur gegebenen Zeit die Aufmerksamkeit auf einige erstaunliche Eigenschaften dieser Substanz lenken, die wahrgenommen werden können, doch jetzt muss man beipflichten, dass eine solch außergewöhnliche Substanz sehr kostbar ist und äußerst wichtige Eigenschaften aufweisen muss. Dies wird sogar ein einfältiger Mensch begreifen. Der beste Beweis ist schließlich das Experiment. Wenn wir zwei Individuen vergleichen, von denen eines die Lebenssubstanz vergeudet, wohingegen das andere sie bewusst bewahrt, werden wir erstaunt sein, wie feinfühlig der geistige Apparat des zweiten sein wird. Die Qualität der Arbeit wird eine viel bessere sein und die Zahl seiner Vorhaben und Ideen nimmt zu. Die Zentren
des Sonnengeflechts und des Gehirns werden wie von einem unsichtbaren Feuer angefacht. Daher ist die Enthaltsamkeit keine krankhafte Entsagung, sondern eine vernünftige Tat. Leben geben, bedeutet nicht, den Vorrat an Lebenssubstanz zu vergeuden.
Wenn die Leute in erster Linie an den Wert der Lebenssubstanz dächten, würde dies bereits die Notwendigkeit eines Verbotes zum Vergeuden der Substanz merklich vermindern. Verbote müssen abgeschafft werden; dies ist ein Gesetz des Strebens. Ein unersetzlicher Wert muss gehütet werden, und das ist ein Gesetz des Strebens.
Lasst uns die Dinge mit mehr Wirklichkeitssinn betrachten. Alles Unersetzliche wird an die erste Stelle der Förderung nach Erhaltung gesetzt werden müssen.
Können wir schließlich einen kostbaren Schatz in den Raum hinauswerfen? Selbstverständlich wird sich diese Kraft an die Elemente anschließen, aus denen sie mit so vielen Schwierigkeiten herausgeholt wurde. Anstatt einer Zusammenarbeit mit der Evolution ergeben sich Abfälle, die aufs Neue zu verarbeiten sind.
Und so wollen wir uns die Enthaltsamkeit als eine Kraft vorstellen, die Flügel verleiht.[330.] 13. Die zwei Hauptmerkmale der Echtheit einer Hellen Lehre sind folgende: Erstens, dass ihre Zielsetzung dem Allgemeinwohl der Menschheit dient; zweitens, dass sie alle vorangegangenen Lehren anerkennt, die dem erstgenannten Merkmal entsprechen. Es muss beachtet werden, dass die ursprüngliche Form einer Lehre keine verneinenden Forderungen enthält, doch abergläubische Anhänger beginnen, anstatt den Segen zu bewahren, die Gebote durch Verneinungen zu schützen. So ergab sich allzeit die unheilvolle Behauptung: "Unser Glaube ist der beste"
oder "Wir sind wahre Gläubige, alle anderen sind Ungläubige." Von hier ist nur ein Schritt zu den Kreuzzügen, zur Inquisition und zum Meer von Blut im Namen Derer, Die den Mord verurteilen. Es gibt nichts Schädlicheres als das Aufzwingen eines Glaubens.
Wer mit Uns gehen will, muss vor allem jede negative Einstellung meiden und ein erneuertes Leben, frei von jedem Zwang, führen. Die Menschen werden durch Schönheit und leuchtendes Wissen angezogen. Nur eine von Hoffnung erfüllte, das Leben verschönernde und Taten offenbarende Lehre wird wirklich zur Evolution beitragen. Das Leben ist kein Markt, wo der Eintritt in das Himmelreich mit Vorteilen erkauft werden kann. Das Leben ist kein Grab, wo man vor dem Urteil eines unbekannten Richters zittert!
Die Gelehrten haben einen, ihrer Meinung nach, geistreichen Trost angeboten: "Der Mensch beginnt vom Augenblick der Geburt an zu sterben." Ein spärlicher und trauriger Trost. Wir aber sagen, dass der Mensch ewig geboren wird, besonders im Augenblick des so genannten Todes.
Die Diener verfälschter Religionen spornen ihre Gläubigen zum Ankauf von Plätzen auf dem Friedhof an, wo sie bei rechtzeitiger Vorsorge vorteilhafter und ehrenvoller liegen werden als andere, die ärmer und daher längerer Gebete unwürdig sind. Der Weihrauch für diese Armen wird nicht echt sein, und die Sänger werden beim Begräbnis sehr schlecht singen.
Saget endlich, welche echte Lehre diesen Unverstand vorschreibt?! Wahrlich, wir hatten genug Gräber, Friedhöfe und Einschüchterungen!
Man soll wissen, wie sorgfältig die Lehrer auf den Übergang zu künftigen Offenbarungen achteten; am wenigsten sorgten sie sich um einen Platz auf dem Friedhof.
Die Einstellung zum Tod ist für das Wesen einer Lehre sehr wichtig: in ihr ist das Verständnis für die Wiedergeburt enthalten.
Ich bitte euch darum, Wiedergeburt streng wissenschaftlich zu erwägen.
Wenn ihr mit einem anderen Aufbau des Weltalls aufwarten könnt, so werden Wir für euch den Lehrstuhl eines Professors in Unserem Seminar bereithalten und versprechen außerdem, euch erster Klasse zu bestatten, denn ihr hattet ja vor, in den Augen von Gebildeten würdig zu sterben und begraben zu werden.
Leset aufmerksam die veröffentlichten Schriften euch bekannter Lehrer, und ihr werdet erstaunt sein, wie einmütig sie zu allen Zeiten über das Gesetz der Wiedergeburt sprachen.
Der Weg des Lichts wird offenkundig, wenn ihr es wagt, wissenschaftlich und ohne Vorurteile zu sehen.
Die Mutigen sind mit Uns - Freude den Kühnen![331.] 14. Die Tätigkeit des Geistes ist unberechenbar schnell. Der Gedanke ist ein Reflex des Geistes, und daher ist die Beweglichkeit des Gedankens unglaublich schnell.
Nur über viele Stufen wird auf einer langsamen Skala die Berechnung der Lichtgeschwindigkeit eingeleitet.
Wenn die Bedeutung des Geistes groß ist, welchen Wert hat dann der Gedanke - das Kind des Geistes? Welche Bedeutung der Gedanke hat, zeigt sogar ein einfacher Apparat für das Studium des Spektrums der Aura. Die Aura ändert ihre Farbe nicht nur durch bewusste Gedanken, sondern im gleichen Maß durch die umherschwirrenden unbewussten Gedanken aus unserem Geistesreservoir, die den Verstand und das Gedächtnis nicht erreichen.
Überall wird über die gleich große Bedeutung der Gedanken und der Tat gesprochen. Die Wahrheit dieser Behauptung ist leicht festzustellen. Beachtet die Wirkung des Gedankens an einen Mord auf das Spektrum der Aura beim Ausdenken des Mordes und bei seiner Ausführung - die Auswirkung wird die gleiche sein. Es ist schwer, den Leuten beizubringen, dass der Gedanke der Tat gleichzusetzen ist. Wer immer sich an der Evolution der Welt beteiligen will, muss die Bedeutung der Gedanken erkennen.
Wenn die Gedanken in physische Farben umgewandelt werden, so ist ihre Wirkung in die Ferne ebenso augenscheinlich wie jene, die durch das Studium der Lichtwellen enthüllt wurde. Man muss an die Theorie der Gedankenkraft wissenschaftlich herangehen. Man soll dies nicht nur auf außergewöhnliche Persönlichkeiten beziehen. Dieses Gesetz gilt für alle. Die bedeutendste Folge dieser Untersuchung wird die Erkenntnis der Unzweckmäßigkeit von Lüge und Heuchelei sein sowie die Sorge um den Nächsten.
Klugen Gelehrten ist bekannt, dass durch einen einzigen vorbeiziehenden Gedanken die ganze Aura physikalisch gefärbt wird. Wie wissenschaftlich festgestellt wurde, ergibt selbst ein scheinbar geheimer Gedanke eine physikalische Färbung.
Ein Messapparat für die Aura wird den Unwissenden den besten Beweis hierfür liefern.
Mit den zivilisierten Unwissenden müssen wir wie mit Kindern umgehen. Ein verbrannter Finger lehrt sie die richtige Handhabung des Feuers. Wir sprechen über Vorurteile, doch nicht einmal jeder Minister weiß, welch wildes Tier das Vorurteil ist. Wir wollen nun zur Freude übergehen!
[332.] 15. Manche Leute sagen, dass Arbeit ermüdend und auch schädlich für die Gesundheit sei. So sprechen nur träge und untätige Menschen.
Ihr müsst verstehen, dass ihrem Wesen nach zweckmäßig verteilte Arbeit nicht ermüden kann. Man muss nur wissen, wie ein zweckmäßiger Wechsel der Arbeit auf die einzelnen Nervengruppen wirkt, und dann kann keine Ermüdung eintreten. Suchet nicht Erholung in der Untätigkeit. Nichtstun ist nur eine Mikrobe der Trägheit. Es kann sein, dass nach einer Anstrengung Muskeln zu schmerzen beginnen, doch verfällt man in Untätigkeit, so wird man den ganzen Schmerz spüren. Indem ihr die entgegengesetzten Zentren in Tätigkeit versetzt, könnt ihr dem Reflex der vorangegangenen Anspannung vollkommen entgehen. Allerdings bedingt dies eine Beweglichkeit, die erst durch bewusste Erfahrung entwickelt werden muss.
Wenn ein Arzt für Erholung eine Kur verschreibt, findet man auch Zeit und Möglichkeit, diese durchzuführen. So kann man auch eine vernünftige Abwechslung in der Arbeit finden. Das betrifft alle Arten von Arbeit.
Schlimm ist es, in eine Unbeweglichkeit des Geistes zu geraten, welche die Tätigkeit der höheren Zentren behindert.
Man muss sich merken, dass bestimmte Körperstellungen vermieden oder wenigstens oft gewechselt werden sollten. Gebückte Haltung in stehender Stellung stört das Sonnengeflecht. Das Zurückwerfen des Kopfes schadet dem Gehirnzentrum. Nach vorne ausgestreckte Hände belasten das Herzzentrum. Das Liegen auf dem Rücken hemmt das Kundalini-Zentrum, obwohl es dadurch angeregt werden kann. Klares Denken erreicht man, wenn die Anordnung der Lichtquelle geändert wird. Man muss sich entweder vom Licht abkehren oder sich diesem zuwenden, und die Reaktion wird spürbar. Denket vor allem daran, dass jede Stellung ihren Vorteil hat, doch wenn sie sich in eine Wetterfahne für jeden sich erhebenden Wind verwandelt, so wird das System des Aufstieges gestört.[333.] 16. Der Erfolg wird bei den Strebenden nicht ausbleiben. Es ist schwierig, einen Pfeil im Flug zu treffen. Schnell kommen die Termine für die Verurteilten heran, doch muss man durch erzielten Fortschritt den morgigen Tag vom gestrigen unterscheiden.
Völker haben sich erhoben, Könige sind abgetreten; geschah dies etwa nur durch Zufall? Nur ein Blinder nimmt den Fortschritt der Evolution nicht wahr. Jedes junge Herz erbebt im Vorgefühl neuer Formen. In diesen Augenblicken ist jede neue Form, selbst eine unvollkommene, wertvoller als die aufpolierte.
Um sich Sonnenträger nennen zu können, muss man die Finsternis vergessen.
Wie sollte man denn die zur Sonne Strebenden nicht unterstützen? Es ist leicht, ihnen die Bedeutung von Sonnenprana zu erklären. Der Sonnenstrahl wird ihnen neue Tiefen beleuchten - doch man muss es annehmen.
Jedem Gerufenen wird der ganze Kelch geboten. Wenn er den Boten nicht empfängt, erhält er nur einen Teil des für ihn Bestimmten. Wenn er diesen Teil nicht aufnehmen kann, wird ihm ein noch kleinerer Teil gegeben. So bestimmt jeder seinen eigenen Anteil.
Denen, die nur einen Teil des Teiles gewählt haben, muss gesagt werden: "Ihr Selbstverkleinerer habt euch durch den Hang zum Leichtsinn selbst aus dem Garten vertrieben! Spüret, wie leicht es gewesen wäre, den Boten des Kelches zu empfangen. Zusammen mit ihm hättet ihr einen kleinen Baum der großen Freiheit pflanzen können. Wie schwer ist es nun, in die Augen der Vorübergehenden zu blicken und den zu suchen, der bei euch anklopfte. Was heute leicht ist, kann morgen bereits unerreichbar sein. Rüstet euch daher mit größter Wachsamkeit."
Man kann einen Befehl wiederholen, doch denen, die nicht sehen wollen, darf man die Augen nicht mit Gewalt öffnen. Lasst die Schläfer schlafen!
Kann man denn bei furchtbaren Blitzen am Himmel und bei großen Erdbeben schlafen?[334.] 17. Wir wollen uns einiger Fälle erinnern, wo sich ein Irrtum in verschiedenen Leben wiederholte. Man erwartete den Boten zehn Jahre lang, aber am Tag vor Seinem Kommen schloss man die Tür. Oder man wählte einen Teil des Teiles und bildete sich ein, dass alles zugelassen und erlaubt sei. Dann, nachdem man einen Teil gewählt hatte,
verfiel man in seliges Nichtstun und wunderte sich, warum der Teil dahinschwand. Ebenso war man darauf bedacht, nachdem man den einen Teil gewählt hatte, die alten Gewohnheiten beizubehalten, als ob in einem Teil des Busens etwas Gutes, im anderen aber liebgewordene Schaben verweilen könnten. Nachdem man den einen Teil erwählt hatte, entschloss man sich, gerade nur für eine Minute aus dem fahrenden Zug zu springen und vergaß dabei, dass ein derartiger Sprung einen unheilvoll zurückschleudert. Als man den Teil erwählt hatte, dachte man darüber nach, wie man den Bruder verleumden könnte, vergessend, dass Verleumdung schmerzhaft auf die Stirn zurückschlägt.
Ihr mögt fragen: "Wie soll man denn handeln, um den erwählten Teil nicht zu beschmutzen?" Ich kann den einen Rat erteilen: "Nehmt anstatt eines Teiles den ganzen Kelch für das Allgemeinwohl an. Dadurch werdet ihr euch vor jeglicher Unsauberkeit schützen. Anstatt ängstlich nachzudenken, entschließet euch, den siebenjährigen Plan zur Förderung des Allgemeinwohles probeweise anzunehmen. Wenn Mein Rat schlecht ist, könnt ihr eure Küchenschaben wieder züchten."
Wem der Kelch des Allgemeinwohles zu schwer erscheint, dem will Ich sagen: "Die Lehre ist kein Honiglecken, die Lehre ist kein silbernes Spielzeug, die Lehre ist eine mächtige Silbermine, die eine Bestimmung hat und geschützt werden muss. Die Lehre gleicht einem heilenden Harz, das offen und gelenkt daliegt."
Den Schwankenden sage Ich: "Hütet euch davor, Verräter zu werden; denn das Schicksal selbst des geringsten Verräters ist entsetzlich!"
Denen, die sich anstrengen, sage Ich: "Auch eine kleine Kraft zu mobilisieren, bedeutet bereits ein großes Verdienst, jedoch eine große Kraft zu mobilisieren, ist schon
ein leuchtender Erfolg. Für jene, die sich wahrhaft bemühen, ist der Kelch des Allgemeinwohles nicht schwer."
Wenn ihr nach Mitarbeitern sucht, so lasst euch nicht verwirren. Arbeitshände können den Boten verbergen und die Hautfarbe kann von den Schneebergen herrühren. Der Bote der Wahrheit wird nicht auf dem Markt schreien.
Deshalb sammelt die Anzeichen, denn die Zeit ist nahe![335.] 18. Da ihr euch mit den Kennzeichen des Boten vertraut gemacht habt, bringen Wir die Merkmale der Mitarbeiter in Erinnerung. Sie sind ohne Vorurteile, beweglich in ihren Taten, jung im Geist und fürchten den Abgrund nicht. Gut ist es, die Unbekannten und Waisen nicht zu vergessen.
Jetzt ist es an der Zeit, über die Zeichen des Pfades, der zu Uns führt, zu sprechen. Vor allem anerkennt klar die Existenz des Lehrers.
Wenn ihr davon lest, dass Dinosaurier-Eier gefunden wurden, werdet ihr die Mitteilung glaubhaft finden. Genauso leicht werdet ihr eine Nachricht über die Entdeckung einer neuen Art von Affen annehmen und nicht zuletzt Mitteilungen über die Lebensfähigkeit von Samen in Pyramidengräbern sowie über ein unbekanntes Metall oder über einen neuen Stamm von Nachkommen Schiffbrüchiger. Eine ganze Reihe außergewöhnlicher Mitteilungen, die mit euren Gewohnheiten nichts zu tun haben, nehmt ihr leicht an.
Warum ist es aber so schwer anzunehmen, dass eine Gruppe von Menschen existiert, die sich auf dem Pfad hartnäckiger Arbeit höheres Wissen erworben haben und die sich im Namen des Allgemeinwohls vereinigen können? Aus Erfahrung begründetes Wissen führt dazu, einen passenden Platz zu finden, wo die Strömungen einen leichteren Verkehr in verschiedene Richtungen gestatten.
Ihr habt gewiss die Berichte von Reisenden über das Auffinden unbekannter Yogis in Höhlen gehört. Wenn ihr euch diese Tatsache in erweiterter Form vorstellt, so gelangt ihr auf die Spur einer Gruppe von Lehrern, die höheres Wissen besitzen.
Wie kann man den Weg zu Unseren Laboratorien finden? Ohne gerufen zu werden, wird niemand zu Uns gelangen. Ohne Führer wird niemand durchkommen! Gleichzeitig ist sowohl ein persönliches starkes Bemühen erforderlich als auch die Bereitschaft, die Schwierigkeiten des Weges auf sich zu nehmen.
Dem Brauch entsprechend muss der sich Nähernde einen bestimmten Teil des Weges allein schaffen. Vor dem Eintreffen hören sogar solche, die bereits in direkter Verbindung mit Uns standen, nichts mehr von Uns. So ist es menschlichen Bedingungen gemäß.
Die allein Ankommenden - besondere Fälle ausgenommen - werden in zwei Gruppen geteilt: In persönlich Strebende und in solche, die zur Ausführung eines Auftrages gerufen wurden.
Niemand wird, wenn Wir keinen besonderen Hinweis geben, jene erkennen, die bei Uns gewesen sind.
Wie Unser Bote nicht am Markt schreit, so verstehen es auch jene, die bei Uns waren, Allgemeinwohl zu wahren.
Ein unverkennbares Zeichen Unseres Rufes ist es, wenn ihr euch unwiderstehlich wie von Flügeln getragen fühlt. Nehmet also Unsere Gemeinschaft des Wissens und der Schönheit an und seid überzeugt, dass ein ungeladener Gast den Weg nicht finden wird, auch wenn er alle Bergschluchten durchsuchen würde.
Wir haben eure Städte oftmals besucht, man kann Uns also nicht als weltfremd bezeichnen. Auch ihr errichtet eure Observatorien außerhalb der Städte und sorgt dafür, dass die Gelehrten Ruhe haben. Nehmet Unsere Beweggründe an und klagt nicht darüber, dass Unsere genaue Adresse nicht gegeben wird.
Denket an jene, die für das Allgemeinwohl arbeiten![336.] 19. Unvermeidlich werdet ihr einer bestimmten Art von Menschen begegnen, die bei Erwähnung der Lehrer in Wut geraten. Sie sind bereit, an schmähliche Börsenspekulationen zu glauben, bereit, beliebige Schwindel für echt zu halten, doch für den Gedanken an das Allgemeinwohl sind sie nicht zugänglich.
Blickt diesen Leuten durchdringend in die Augen. Ihr werdet darin einen unsteten Schatten finden, und sie werden euren Blick nicht lange aushalten. Das sind die geheimen Dugpa46. Oft sind sie gefährlicher als ihre offen erkennbaren Mitbrüder.
Selbst wenn man ihnen einen Beutel Geld sendet, das ihnen nicht gehört, werden sie sich eines nicht vorhandenen Schuldners entsinnen. Selbst wenn man sie vor dem Untergang bewahrte, werden sie ihre Dankbarkeit an die Polizei richten. Selbst wenn man diese scheinbar gutgesinnten Leute an die Grenzen Unserer Wohnstätten brächte, würden sie das Gesehene als Luftspiegelung erklären. Ja, wenn sie dies nur aus Unwissenheit täten; doch der Grund ist ein schlimmerer.
Hütet euch vor ihnen! Bewahret besonders die Kinder vor ihnen. Durch sie kommen auch viele Kinderkrankheilen. Sie finden Zutritt in die Schulen. Für sie existiert
keine historische Tatsache und kein Gesetz des Wissens. Wenn ihr kranken Kindern begegnet, fraget nach den Eigenschaften ihrer Lehrer.
Jetzt, wo eine besondere Zeit herankommt, soll man die Kinder geistig reinigen. Sie werden an zukünftige Städte denken. Es muss ihnen ein Buch über die wahren Helden des Allgemeinwohles gegeben werden, doch dieses Buch wurde noch nicht geschrieben. Schlecht sind oft die Kinderbücher von heute, falsch vielfach die Kinderspielsachen, unehrlich oftmals das Lächeln der Kindererzieher. Kann man inmitten falscher Einstellungen Wahrhaftigkeit erwarten?
Ich rate, mehr Zeit für die Kinder aufzuwenden, damit sie das Material für ihre Städte selbst beschaffen!
Zu eurer Kenntnis sprach Ich über geheime Dugpa. Es lohnt nicht, sich damit zu beschäftigen; sie sind nur Kehricht für jeden strebenden Mitarbeiter.
Doch wenn ihr den Kindern Unsere Wohnstätten zeigt, so werden sie mit Freude durch alle Laboratorien und Observatorien gehen. Unsere Prismen-Spiegel werden ihnen unvergessliche Freude bereiten, weil sie alles Echte lieben, und Wir streben zur Wahrheit.
Gebt den Kindern nur echte Spielsachen![337.] 20. Von Unserer Gemeinschaft aus säen Wir den Samen des Allgemeinwohls in alle Teile der Welt. Ihr fragt, wie die Vorschriften der Gemeinschaft bewahrt werden sollen? Ihr habt bereits von vielen Kennzeichen Unserer Arbeit gehört, und jetzt nehmt sie nicht bloß wahr, sondern wendet sie auch sofort an. Wie euch
ein Verzicht auf Persönliches näher bringt, so entfernt ihr euch sehr stark durch die Ablehnung einer Tätigkeit für das Allgemeinwohl. Das ist eine Regel für die Gemeinschaft. Wenn man einen beweglichen Geist besitzt, ist es leicht, das Persönliche während des Strebens für das Allgemeinwohl zu bewahren.
Ihr fragt, warum so viele Prüfungen notwendig sind? In der Gemeinschaft wird alles durch Erfahrung erreicht; deshalb ist es richtig, Prüfungen als Fortschritt anzusehen. Prüfungen liegen wie Stufen vor den schönen Toren.
Hört auf zu seufzen und zu klagen, wenn man von Prüfungen spricht.
Die Ablehnung des Allgemeinwohles bringt sogar einen Riesen zu Fall.
Wer den Vorzug hatte, eine Rede von Uns zu hören, kann bezeugen, wie scharf eingeteilt und vielseitig Unsere Zeit verläuft. Zur Erweiterung von Möglichkeiten sahen Wir Uns genötigt, auf den langwierigen Aufbau von Reden zu verzichten und zu verschiedenen Zeiten kürzere und bessere Erklärungen zu finden. In einer Zeit von drei Minuten müsste man den Inhalt einer dreistündigen Rede klar wiedergeben können.
Ich sage dies, ohne Mich vor der Entrüstung der Rechtsanwälte und Prediger zu fürchten.
Den Wert der Zeit kann man nur dann richtig ermessen, wenn man für das Allgemeinwohl arbeitet. Am wenigsten ist es erlaubt, die Zeit eines Bruders zu stehlen. Das sinnlose Rauben von Zeit ist dem Diebstahl von Gedanken gleichzusetzen.
Was die Prüfungen anbelangt, so kann man eine Frage anfügen, die auch einem Kind gestellt werden kann. Was hältst du zur Zeit für das Wichtigste? Versteht man den Gedankengang, kann man aus der Antwort das wahre Wesen des Betreffenden erkennen. Es ist traurig, Menschen anzuschauen, die ihre Gedanken verbergen. Der Gedanke gleicht dem Blitz!VI
[338.] 1. Wer sich der Hühnerzucht widmet, erhält als Ergebnis Eier. Wer sich dem Aufbau der Welt widmet, schwingt mit der Erde.
Die Menschen haben die Bedeutung des Wortes "Harmonie" verzerrt. In diesen Begriff hat man etwas Klerikales hineingelegt, nämlich die Falten einer Mönchskutte, das Unsterbliche einer nie vorhandenen Liebe und sogar einen Strickstrumpf. Es wäre besser, diesen verdorrten Begriff ohne Harfen durch einen energischeren zu ersetzen, sagen wir durch "Feinfühligkeit in der Zusammenarbeit". Ohne diese kann die Gemeinschaft nicht leben. Ihre Verletzung ruft Kränkung hervor, Kränkung lasst Dummheit entstehen.
Ein Mensch, der niedergeschlagen ist, wird nur von einem einzigen Punkt angezogen. Ist der Mensch unbeweglich, so wird er unvermeidlich stumpfsinnig. Stumpfsinn ist wie Rost; er verzehrt einen Teil der Grundsubstanz.
Alles vibriert, bewegt sich wellenförmig und atmet inmitten des Aufleuchtens der Blitze.
In den Tagen des großen Aufbaues duldet keinen rostigen Anker. Rost wird vom Wirbelwind hinweggefegt.[339.] 2. Ein Arzt könnte einwenden: Wenn die Aura eine physikalische
Erscheinung ist, kann sie dann nicht auch von außen her physikalisch wachsen?
Bis zu einem gewissen Grad hat er Recht.
Wir haben bereits von äußeren Angriffen gehört, die sich auf die Aura negativ auswirken. Genauso kann andererseits eine verhätschelnde Treibhausatmosphäre geschaffen werden, die wohltuend auf die Aura einwirkt, doch die Bedingungen für ein Treibhaus sind überall gleich und für die Evolution nicht geeignet.
Genauso, wie der Organismus von innen her entwickelt werden muss, unabhängig von den äußeren Bedingungen, genauso wachsen die Standhaftigkeit und das Wesen der Aura nur von innen. Strenge Bedingungen sind besonders für die Erweiterung der Aura vorteilhaft. Die Freigebigkeit der schenkenden Hand hängt nicht von der Menge des Gegebenen ab.
Ich sehe einen jungen Gelehrten, der alle Vermächtnisse der Lehren des Ostens sammelte und sich sagte: Jetzt suche ich überall die Vorschriften des Lebens zusammen, lasse alle Lobpreisungen und Rituale beiseite, lasse die Zeitunterschiede und die Fehler der Verleumder und Übersetzer außer acht, da das Einfachste sich als das Wesentlichste erweist. Aus diesen Fragmenten werde ich ein einziges Leben zusammensetzen. Dies ist das Leben des Ostens, ungeachtet der Zusammenhanglosigkeit. Dieses Leben wird trotzdem weise und voller evolutionärer Taten sein.
Warum sind alle Lehren in Asien entstanden? Welche Magneten haben dort die fortschreitende Energie des Geistes gesammelt?
Für einen Tornado bedarf es der Mitwirkung von oben und unten.
Wo entspricht denn den Schwingen der Zukunft das Altertum am meisten?
Das Alter von Atlantis kann einem außerplanetaren Flug entsprechen. Diese Tore sind so breit, dass das Weitere leicht eintreten kann.[340.] 3. Kann Unsere Gemeinschaft sich in weltliche Angelegenheiten einmischen und wirksame Hilfe leisten? Jede wahre Gemeinschaft ist frei von Egoismus im vulgären Sinn, und im Namen des Allgemeinwohles ist sie an der Lösung der Weltprobleme beteiligt. Wie Pfeile bohren sich die Sendungen der Gemeinschaft in das Gehirn der Menschheit ein.
In der wissenschaftlichen Literatur kann man eine Reihe von psychischen und materiellen Einflüssen verfolgen. Es sind Fälle von Sendungen sehr bedeutender Gegenstände bekannt. Man weiß auch von Geldsendungen. Auch Warnungen vor Gefahren wurden gegeben. Es wurden sogar Briefe mit Lösungen von Problemen übermittelt. Man weiß von Begegnungen unter verschiedenen Gestalten.
Wir besaßen Schiffskarten und Kleider aus verschiedenen Ländern.
Wir trugen verschiedene Namen und erschienen, wenn es nötig war.
Ich sehe, wie jemand entrüstet ist und dies als Fabel bezeichnet. Indessen erhielt vor seinen Augen ein Wohnheim einer Universität von einem Unbekannten eine Spende. Auch wurde durch einen Unbekannten einem seiner Bekannten eine wertvolle Büste überreicht.
Einmal bat Unser Bote eine Königin dringend, nach den Gesetzen der Zeit zu handeln. Einen jungen Erfinder beriet Unser Bote. Einen angehenden Gelehrten unterwies Unser Bote. Man kann auch eine Namensliste von Personen vorlegen, die Geldüberweisungen erhalten haben. Das alles sind Tatsachen, die durch Dokumente belegt sind.
Warum erscheint dies für manche mystisch und geheimnisvoll? Wo doch jeder das gleiche in geringerem Maß getan hat?
Wenn das Prinzip des Allgemeinwohls in der Menschheit verankert ist und aufrechterhalten wird, dann erhalten wir eine durch Erfahrungen gefestigte Gemeinschaft.
Nur ein Blinder nimmt nicht wahr, wie die Spirale der Evolution verläuft. Und Wir, Die existieren, senden denen Hilfe, die jung im Geist sind.[341.] 4. Wenn Unsere Gemeinschaftszentrale für den Aufbau der Welt von Bedeutung ist, dann haben auch die von Uns gegründeten Gemeinschaften einen Einfluss auf die Evolution der Welt. Wollen wir nun die Hauptarten dieser weit verstreuten Gemeinschaften betrachten:
Erstens gibt es unbewusste Gemeinschaften, die eine annehmbare Art des Gemeinschaftslebens pflegen. Man kann sie unter Arbeitern, Landwirten, Studenten und weniger häufig in den Familien finden.
Die zweite Art der Gemeinschaften weiß vom Plan der irdischen Evolution, doch verbindet sie diesen nicht mit bestimmten
Taten und Fristen. Es sind Kreise politischer Idealisten, einige okkulte Organisationen, wissenschaftliche Gesellschaften und selten - klerikale Kongregationen.
Die dritte Art von Gemeinschaften kennt nicht nur den Plan der Evolution, sondern auch die Fristen und die Tat. Allerdings sind diese Gemeinschaften sehr selten und empfangen von Uns Weisungen.
Wer mit Uns in nähere Berührung kam, lernt das Schweigen. So ist es auch schwer, die Mitglieder der dritten Gemeinschaft zu erkennen. Gesprächiger ist die zweite Art der Gemeinschaft; sie spricht bereits viel über das Allgemeinwohl.
Wahrlich, das finstere Zeitalter wird mit dar Verkündigung der Gemeinschaft zu Ende gehen. Sergius hat sie mit der Axt vorbereitet. Böhme47 arbeitete an ihr mit dem Schusterhammer. Der Lehrer Buddha baute sie mit Seinen Händen auf. Christus schuf ihr eine neue Brücke. Ein in alten Zeiten lebender Lehrer sagte: "Ich sehe keine Sachen, die mein Eigentum wären, obwohl ich sie besitze."
Nun bleibt nur mehr übrig, eine Strafexpedition zu Uns zu senden; doch sie wird Uns nicht erreichen, denn Wir verfügen über bestimmte wissenschaftliche Mittel, dies zu verhindern.
Obwohl dieses Buch nichts über Gase enthält, habe Ich doch einige wirksame Zusammensetzungen genannt. Schön ist die Zeit des unwiederholbaren Wechsels nach einem langen und schmerzlichen Zeitalter.[342.] 5. Es kann ein lehrreicher Fall erzählt werden, wie ein nützlicher Mitarbeiter Unsere Gemeinschaft erreichte.
Ihr wisst bereits, dass sich vor endgültigem Eintreten
bei Uns besondere körperliche Indispositionen zeigen. Das ist auf den rotierenden Zustand der Zentren zurückzuführen. Es können sogar Ohnmachtsanfalle vorkommen sowie Krämpfe, Schwermut und Schmerzen in verschiedenen Zentren.
Einer Unserer Freunde verfehlte den Bergpfad. Obwohl Er an die Übergänge gewohnt war, überschritt Er die geschützte Grenze und fiel in eine tiefe Ohnmacht. Was zeigen Unsere teleskopischen Apparate? Unser Freund lag am Rand eines sehr gefährlichen Abhanges; ein Teilnehmer der Expeditions-Karawane einer geographischen Gesellschaft eilte zu Ihm. Obwohl selbst hungrig und entkräftet, hob er Unseren Freund, der sehr groß an Wuchs war, auf und trug Ihn den Bergpfad entlang. Nur durch erhöhte Anspannung der Nerven war es ihm möglich, diese schwere Last zu bewältigen.
Als Unsere Boten eintrafen, fiel auch der Reisende in noch tiefere Ohnmacht. Die übermäßige Last machte ihn zu Unserem Mitarbeiter.
Nun leitet er die Bewachung der Pfade und beschäftigt sich mit historischen Forschungen. Oft wiederholt er: "Fürchtet euch vor keiner übermäßigen Last." Er hatte natürlich einen Grund, in Unsere Berge zu kommen.
Wenn Feinde erscheinen, muss dies in Zusammenhang mit einem besonders krankhaften Zustand erklärt werden, den Ich bereits erwähnt habe. Menschlich ist es leicht zu verstehen, wie unangenehm Unsere Gemeinschaft manchen Leuten ist. Man braucht kein Zauberer zu sein, um sich vorzustellen, wie sich manche bemühen,
den Pfad zu versperren. Doch das sind weder eure noch Unsere Feinde, sondern unvermeidliche und beharrliche Feinde des Lichts. Deshalb raten Wir, die Dinge zu nehmen wie sie sind, und die übermäßige Last nicht zu fürchten.[343.] 6. Bei der Gründung von neuen Gemeinschaften muss man eine besonders lästige menschliche Eigenschaft ins Auge fassen, nämlich den Neid. Aus der Eifersucht erhebt sich allmählich die Natter des Neides, und im selben Nest befinden sich auch Heuchelei und Lüge.
Die Natter ist klein an Wuchs, und ihre Geburt ist oft nicht zu bemerken. Deshalb muss man bei der Gründung einer Gemeinschaft die Verschiedenheit der Mitglieder berücksichtigen und darlegen, weshalb jedes von Ihnen einmalig und nicht miteinander vergleichbar ist wie die Glieder eines Körpers.
Die Zeit ist nahe, wo Meine Lehre die Gemeinschaften verschiedener Länder nicht so leicht erreichen wird.
Bis zur Herausgabe des dritten Buches soll man den Inhalt des zweiten nicht nur beherrschen, sondern auch im Leben anwenden.
Ich weiß bereits, wie oberflächlich das erste Buch von vielen gelesen wurde. Manche machten es zu einem Traumbuch und benützten es zur Wahrsagerei. Für andere war es ein Beruhigungsmittel, aber nur für wenige ist es ein eindringlicher Aufruf, zur Evolution der Welt beizutragen.
Wer den Aufruf im ersten Buch verstanden hat, wird im zweiten die Hinweise für die gewünschte Arbeit finden.
Die eintretenden Weltereignisse legen einem das Buch auf
den Arbeitstisch. Da können Wir euch begegnen. Manchmal wird eine übermäßige Last leicht wie die Feder eines Flügels.[344.] 7. Bei der Beschäftigung mit der Gemeinschaft lasst euch nicht von Gedanken an die jüngste Vergangenheit leiten. Denkt entweder an die Zukunft oder an die Weisheit des Altertums. Die Fragmente und der Staub der Vergangenheit füllen den Raum zu sehr an. Die vom Magnetismus der Gedanken Angezogenen weben unreine Phantome, die schwer zu vertreiben sind. Aus dem einen Winkel vertrieben, übersiedeln sie in einen anderen, bis sie durch bewusste Willenskraft wieder in Staub verwandelt werden.
Nützlicher ist es, an die Zukunft zu denken. Solche Gedanken nehmen Zuflucht zum Sonnenprana. Der Magnet solcher Gedanken kann Teilchen des kosmischen Staubes anziehen. Dieser Staub weitentfernter Welten ist für Neubildungen sehr vorteilhaft.
So wie Astronomie zugleich auch Geographie ist, so ist kosmischer Staub Geschichte, und jeder Meteorstein wird zu einem archäologischen Gegenstand.
Der historische Bericht, wonach Salomon einen besonderen Aeroliten verehrte, hat eine wissenschaftliche Grundlage. So verwandelt sich oft eine Legende zu einem Teil einer wissenschaftlichen Arbeit.
Auch Galilei erzählte Geschichten, die für seine Zeit gefährlich waren. Ihr wollt es doch nicht den Kardinalen gleich tun, den Gegnern Galileis?
Man muss es lernen, an die Zukunft zu denken. Wenn ihr euch versammelt,
ist es notwendig, Gedanken an die Zukunft auszusenden. Die Versammlungen werden reiner.[345.] 8. Noch einige Ratschläge: Sich zu beeilen oder zu verspäten, ist gleich schlecht, doch wenn man die Wahl hat, ist es immer besser, sich zu beeilen. Ebenso ist es besser, wegzulassen als hinzuzufügen.
Die Gemeinschaft wird zu einer Polizeibehörde, wenn in ihr eine Klage auftaucht.
Wenn sich in der Gemeinschaft Selbstsucht zeigt, wird ein Tiergarten aus ihr.
Wenn in der Gemeinschaft Meine Lehre nicht befolgt wird, bedeutet dies, dass jemand da ist, der sich verstellt.
Wer eingetreten ist, kann auch wieder ausscheiden, doch nimmt der Scheidende erworbenes, echtes Eigentum mit.
Wie eine übermäßige Last oft federleicht empfunden wird, so wiegt andererseits die kleinste Unwahrheit sehr schwer.
Ein leidenschaftlich geführter Streit über eigene Verdienste unter den Mitgliedern einer Gemeinschaft bedeutet eine schreckliche Niederlage.
Schwer ist der Pfad für jene, die gerufen wurden und denen es nicht leicht fiel zu kommen. Ich bitte euch, schwächt euch nicht.
In einem angespannten Arbeitstempo liegt eine bemerkenswerte okkulte Eigenschaft verborgen. Durch keine noch so große Anspannung des Willens können die Resultate einer konzentrierten Arbeit erreicht werden. Das Tempo und die Sättigung des Rhythmus verbinden sich mit kosmischer Spannung.[346.] 9. Ihr habt vom Gleichmaß des Arbeitsrhythmus als einer besonderen Eigenschaft gehört, die Menschen nur selten
zu eigen ist. Ihr Segen hat eine tiefere Bedeutung als es scheint. Schon die alten Mysterien kannten dafür zwei Ausdrücke; erstens: "In der Schwingung der erhabenen Natur" zu arbeiten und zweitens: "Mit dem Herzschlag der Mutter der Welt."
Jene, welche die Grundwahrheiten studierten, mussten die Bedeutung des Arbeitsrhythmus gekannt haben, so dass sie nichts stören konnte. Der Lehrer Buddha war sehr besorgt, dass Seine Schüler den Wechsel des Rhythmus kannten. Vor großen Leistungen rief Er nicht zur Ruhe, sondern zur Arbeit des gesättigten Rhythmus. Merkt euch das!
Bei künftigen Aufgaben für die Evolution muss man vom Werk des einzelnen zu größeren Organisationen übergehen.
Man mag Gelegenheit gehabt haben, Beispiele von Arbeiten mit gesättigtem Rhythmus bei Einzelpersonen oder in sehr kleinen Gemeinschaften zu sehen, doch die Masse oder eine Ansammlung von Menschen können die Nützlichkeit dieses Prinzips nicht anwenden.
Es gibt ein altes Sprichwort: "Seid vorsichtig mit der Masse"; doch es gibt auch ein anderes: "Man muss dem Geist der Masse das Arbeiten beibringen."
Die äußeren Umstände der Arbeit können sehr verschieden sein, doch erfühlet den Rhythmus, und die Qualität der Arbeit wird sich bessern.
Wäre die Mehrzahl der heutigen Familien keine Pflanzstätte für Banalitäten, könnten gerade sie
Vorbilder für wertvolle Arbeit in vereintem Geist sein. Doch die geistlosen Mütter und Väter verstehen nur zu lallen: "Handelt wie alle!"
Lehret die Kleinen, ihre Städte zu bauen.[347.] 10. Nun etwas über Handschreiben: Die Bedeutung von Handschreiben ist vollständig vergessen worden.
Auch der einfachste Arzt weiß, dass Infektionen durch ein Stück Papier übertragen werden können. Könige und Kardinale haben mehr als einmal auf diese Weise ihren Wohlstand vergrößert.
Auch euch sind Experimente von Hypnotiseuren bekannt, wo auf Befehl verschlossene Briefe gelesen werden. Sogar im Zirkus wird dies ohne Preisaufschlag gezeigt.
Dies besagt, dass sowohl die äußere als auch die innere Beschaffenheit eines Schreibens von Wichtigkeit ist.
Mit der Energie, die durch Reiben der Hände entsteht, kann man Korkteilchen bewegen. Bedenkt, wie viel Energie auf einem Blatt Papier durch Zusammenarbeit mit den Nervenzentren übertragen wird.
Die Ausstrahlung der Energie aus den Fingerspitzen kann man sehen. In der Dunkelheit kann man dieses Leuchten wahrnehmen. Bei besonders starken Emanationen kann man auch bei Tageslicht blaues Licht sehen. Gleichzeitig mit den Ausstrahlungen schichtet sich auf dem Papier eine unzerstörbare Energie auf, die der Wirkung des Wortes und des Gedankens gleichkommt.
Ein Handschreiben überbringt nicht nur die üblichen Zeichen der Buchstaben, sondern auch eine mächtige
Infektion des menschlichen Wesens. Von diesem Gesichtspunkt aus ist es gut, das eine Schreiben in Händen zu haben und zu lesen; ein anderes hingegen besser nicht zu berühren. Allerdings fliegen auch viele leere Blätter in der Welt herum, auf denen kein Funke menschlichen Bewusstseins haftet.
Wie kann man den Unterschied feststellen? Mit dem Wissen des Geistes, das auch entscheidet, wo ein Händedruck angebracht erscheint.
Ein Handschreiben ist ein Händedruck auf Entfernung.[348.] 11. Man könnte fragen, wie die letzten Tore erreicht werden können? Wir kennen die Gesetze und Zeichen; wir verschwenden keine Zeit; wir denken daran, wie die Lehre zu schützen ist. Wie wird es sein, wenn wir die Tore verschlossen finden? Als Antwort wenden wir uns wieder den ägyptischen Mysterien zu, denn diese Mysterien waren die wissenschaftlichen Pfade des Lebens. Der angenommene Kandidat musste, ohne den Rhythmus zu verlangsamen, bis zum Lehrer vordringen.
Vor ihm lag eine leuchtende Linie und dieser musste er folgen ohne abzuweichen oder sie zu berühren. Die Räume, die er zu durchschreiten hatte, waren von verschiedenfarbigen Feuern erleuchtet. Manchmal verschwand die Linie beinahe, doch zuletzt begann sie zu leuchten wie ein blendender Strahl vor einer verschlossenen, schweren Tür. Die Tür schien unzugänglich, sie war ohne Schloss. Blechstreifen und Platten verschiedener Metalle zierten und verstärkten sie.
Oft ließ sich ein zaghafter Geist aus der Fassung bringen und verzögerte den Rhythmus des Schreitens, doch wer die Bedeutung der Unanfechtbarkeit kannte, schritt entschlossen voran. Als sein Körper an die Tür stieß, zerfiel diese, und er konnte in das letzte Zimmer eintreten.
Dieser unvermeidliche Stoß ist notwendig, um den Rhythmus für den Aufstieg unseres irdischen Körpers zu schaffen.
Das Wissen des Geistes zeigt uns, wie die Größe des Zieles eine Vielfalt von Möglichkeiten entstehen lässt. Das Symbol der zerfallenen schweren Tür weist am besten darauf hin, wie man handeln muss.
Die Besserwisser lachen über das Einrennen einer Wand mit der Stirn, doch die alten Ägypter machten ein schönes Symbol aus der Macht unseres Wesens. Folgt deshalb der Linie des Lichtstrahls.
Verstehet es, Neues zu beginnen, indem ihr aus dem Vergangenen eine Lehre zieht. Überseht den Spott über euren Mut, denn ihr wisst, wohin ihr geht.
[349.] 12. Man wird auch mit einer anderen Frage zu euch kommen: Wie ist es mit Hindernissen? Manche stört die Familie, manche eine unliebsame Beschäftigung, manche die Armut, manche die Angriffe der Feinde.
Ein guter Reiter übt es, undressierte Pferde zu reiten und zieht das Hindernis des Grabens dem ebenen Weg vor.
Jedes Hindernis lässt neue Möglichkeiten erstehen.
Schwierigkeiten vor einem Hindernis
entstehen immer durch Angst. Mit welcher Tarnkappe immer der Feigling sich kleiden mag, wir müssen die Stelle finden, wo die Angst sitzt. Freunde, solange uns Hindernisse nicht als eine Quelle neuer Möglichkeiten erscheinen, verstehen wir die Lehre nicht.
Der Erfolg liegt in der Erweiterung des Bewusstseins. Es ist unmöglich, sich Uns mit Furchtgefühlen zu nähern. Der Strahl des Mutes wird über Hindernisse hinwegführen, denn jetzt wächst der Same des Blutes. Die Saat des Wissens und der Schönheit wird aufgehen.
Wenn der Pfad auch mit Gebeinen bestreut ist, kann man dennoch furchtlos dahinschreiten. Wenn die Völker verschiedene Sprachen sprechen, bedeutet dies, dass sich die Seele auf verschiedene Weise offenbart; wenn man sich beeilen muss, bedeutet dies, dass irgendwo ein neues Dach bereitsteht.
Seid gesegnet Hindernisse, durch euch wachsen wir![350.] 13. Es wird auch gefragt werden, wie man mit Tieren umgehen soll. Heute behandelt man sie oft grausam oder man macht in sentimentaler Weise Parasiten aus ihnen oder verwendet sie als Werkzeuge für mechanische Kreuzungen.
Das Maß des Verhaltens gegenüber den Tieren muss natürlich nach der Einheit des Weltrhythmus bestimmt werden. Dieses Maß ist überall das gleiche. Wenn der Mensch ein Mitarbeiter der Evolution ist, so müssen auch die Tiere diesem Gesetz entsprechen. Arten, die dem Gesetz der Evolution nicht entsprechen, sterben aus. Jene, die sich der Evolution
angepasst haben, müssen diese Fähigkeit durch ihre Arbeit aufrechterhalten.
Es ist notwendig, die wahre Nützlichkeit der Tiere zu studieren. Es ist vergeblich zu glauben, dass die entarteten Plesiosaurier für die Zukunft gebraucht werden können. Großmutters Kleid ist in einem Museum rührend anzusehen, doch es eignet sich nicht für die gegenwärtige Zeit. Das Glück der Welt wächst auch ohne Nilpferde und Nashörner, die den Lagen der früheren Aufschichtungen gut entsprachen. Wenn bestimmte Menschen eine Ähnlichkeit mit Nilpferden aufweisen, dann gehört sie derselben Evolution an.
Die Tiere müssen arbeiten, sie müssen sich das Recht zu leben erringen; daher ist weder Grausamkeit noch Sentimentalität angebracht. Kann man denn anders, als alles lebendig Arbeitende zu lieben?
[351.] 14. Wenn selbst Tiere arbeiten müssen, umso notwendiger ist daher eine bewusste menschliche Arbeit! Wir wollen über die Verschiedenheit der Arbeit nicht urteilen. Der einzige Unterschied besteht im Bewusstsein oder in der Sinnlosigkeit. Es ist außerdem notwendig, die jeweilige geistige Reife zu beachten. Man kann einen Unterschied zwischen einem jungen strebenden Geist und einem alten Geist wahrnehmen.
Ein junger Geist besitzt zwar die tiefe Feinfühligkeit noch nicht, die beim älteren durch Erfahrungen in vielen Leben zusammengetragen wurden, doch ist er oft weniger selbstsüchtig und unterwirft sich leichter der Evolution.
Ein alter Geist gleicht oft einem Wasserwirbel,
wenn er während der Umwandlung seines persönlichen Ichs von sich zu sehr eingenommen ist.
Wenn sich solch ein Geschwür gebildet hat, kann die Heilung davon lediglich durch eine Heldentat erfolgen.
Eine schöne und leuchtende Heldentat fördert die Erneuerung des feinstofflichen Körpers. Solange solch ein alter Geist zur Heldentat strebt, bedeutet dies, dass er seine Lebensfähigkeit bewahrte.
Wie es ein Absterben des Körpers gibt, so muss es auch ein Absterben des Geistes geben. Ein totes Glied kann rechtzeitig entfernt werden, doch die Gangräne des Geistes kann nur durch einen Schock entfernt werden.
Der Funke des Impulses gebiert die Heldentat. Allerdings wird jene Heldentat bevorzugt, die bewusst ausgeführt wird, und wenn das ganze Wesen weiß, dass der Lehrer des Lichts lebt.
Wir kannten ein kleines Mädchen, in dem dieses Wissen aufflammte und wo auch Krankheit dieses Wissen des Geistes nicht vernichten konnte. Seine Gestalt änderte sich, doch das Wesen blieb unerschütterlich. So setzt sich die Wesenheit bis in die Unendlichkeit fort.
[352.] 15. Welche äußeren Bedingungen sind für die Qualität der Arbeit unerlässlich? Vor allem Licht. Für eine aufbauende und nützliche Arbeit ist Licht erforderlich. Der Schmetterling kann so lange fliegen, bis sein Regenbogen-Pollen erschöpft ist. Der Mensch besitzt die gleiche regenbogenförmige Kraft, und diese nimmt mittels Fotoplasma die Macht des Lichtes auf. Die verschiedenen Plasmen erweisen sich als Mittler zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren. Das Fotoplasma,
das eine Ausstrahlung des Nervensystems ist, bildet einen Regenbogen-Pollenkern, der die Lichtstrahlen aufnimmt und den Nervenkanälen zuführt.
Die besten Verbindungen mit dem Licht erreicht man am Morgen; verschließt euch deshalb nicht dem Morgenlicht. Arbeitet bei Licht, entscheidet bei Licht, urteilt bei Licht, trauert bei Licht, freut euch bei Licht. Nichts kann mit der Lichtwelle verglichen werden. Selbst die beste Elektrizität, die hochblaue, spendet achttausendmal weniger Licht als ein Sonnenstrahl. Bald wird die Erforschung des Fotoplasmas den Arbeitsmethoden eine neue Richtung geben. Man kann sehen, wie der Kern des Fotoplasmas aufschäumt und wie durch winzige Wirbel der erhaltene Schatz in die Poren der Haut getragen wird.
Arbeitsräume müssen nicht nur auf Helligkeit geprüft werden, sondern auch auf den richtigen Einfall des Lichtes.
Die Sonnenstrahlen müssen als Schatz der Welt gewürdigt werden.
Ein Forscher in dieser Richtung wird sich auch in den Strahlen der anderen Himmelskörper leicht zurechtfinden.
Warum sollen die Menschen an den Schätzen des Universums vorbeigehen, die für sie bestimmt sind?
Magnetische Lichtwirbel bilden den Rhythmus des Planeten. Könnte man nicht auch von ihnen, wie schon von den Kräften des Wasserfalls, Gebrauch machen? Unerschöpflich sind die verfügbaren Kräfte!
Iwan Hunderttausender, greife seinen Anteil zu!
Wenn sich der Versuch in einen Sieg verwandelt, wird der Samen des Allgemeinwohls jedem bald die Macht des Strahles verleihen.
Daran wollen wir denken, wenn wir am Morgen die Arbeit beginnen, und wollen diese mutig bis in die Unendlichkeit fortsetzen.[353.] 16. Der Menschheit fällt es besonders schwer, die Beziehung zwischen der Güte der Arbeit und der Unendlichkeit zu verstehen. Der Durchschnittsmensch vermutet, dass die Qualität der Arbeit begrenzt ist. Für ihn besteht die Qualität in der Vollendung, die Wir als Stillstand bezeichnen. Es ist ganz unmöglich, einem Durchschnittsmenschen klarzumachen, dass die Verbesserung der Qualität unbegrenzt ist. Besonders in der Endlosigkeit der höheren Spannung liegt eine Vermehrung des Wissens. Man muss den Mut aufbringen, für die Unendlichkeit zu arbeiten. Man kann in sich ein ständiges Lernen entwickeln, das nicht der Aufspeicherung von Tatsachen, sondern der Erweiterung des Bewusstseins dient.
Es ist nicht entscheidend, auf welche Weise das Bewusstsein wächst, sondern dass seine Kapazität in der Lage ist, das Ausmaß großer Ereignisse zu erfassen.
Welche Lehre führt rasch zur Erweiterung des Bewusstseins? Ganz ihrer Individualität entsprechend, muss man den Menschen den Zutritt zu dieser Wiese gewähren. Jedem sein Gras, wenn nur das innere Feuer mit der menschlichen Würde in Einklang steht. Die Schläfrigen, die Eingebildeten und jene, die aus Argwohn und Zweifel toben, werden keine Nahrung finden.
Sagt den Schülern und Freunden, dass sie lernen sollen; lasst sie
in Anspannung des Geistes lernen; durch geöffnete Augen lernen; absolut endlos lernen, denn es hat kein Ende. Diese einfache Aufforderung wird viele mit Schrecken erfüllen.
Doch Wir sind mit jenen, die sagen: "In der Unendlichkeit ist Licht, und ganze Zeitalter leuchten wie Perlenketten."
Lasst uns beim Lernen nicht herabsetzen.[354.] 17. Wenn ihr die Schüler zusammenruft, denkt darüber nach, womit begonnen werden soll. Der übliche Fehler besteht darin, dass man mit dem Alphabet beginnt, ohne das Wesen der einzelnen Schüler zu berücksichtigen. Unsere Regel besteht darin, neben den Anfangsgrundlagen Bruchteile höchster Erkenntnisse zu bieten.
Auch soll das Lieblingsspiel Buddhas, das er mit Seinen Schülern in den Ruhepausen zu üben pflegte, nicht vergessen werden, bei dem der Lehrer ein Wort in die Runde warf, auf das die Schüler einen ganzen Gedankengang aufzubauen hatten. Es gibt keinen weiseren Test des Bewusstseinszustandes.
Hier ein Beispiel: Der Lehrer sagt: "Tod", denkt dabei an den Tod der Oberflächlichkeit, und der Schüler ruft: "Tod den Armen".
Solch einfache Worte können gleich einem Wegweiser den ganzen Umriss des Geistes offenbaren. Daran kann man erkennen, welche Feuer brennen.
Solch ein Fall gibt die Möglichkeit für folgende Antwort: "Euer Bewusstsein wünscht den Tod der Armen, deshalb ging euer Reichtum dahin. Auf Grund dieses einfachen Gesetzes
kann man einen Funken der Evolution der fernen Welten durchblicken lassen.
Der Vergleich der Evolution der Welten mit unbedeutenden Alltäglichkeiten kann den Anstoß zur Erleuchtung geben.
Am schwierigsten ist es, wenn der Schüler den Geist mittels eines Systems bilden will. Er mag eine ganze Serie von Anzeigen auf glänzendem Papier aufgeben, dabei mit dem Bleistift trommelnd dasitzen und die von ihm noch nicht verwendeten Schlagworte niederschreiben.
Wir sind keine Inhaber von Beerdigungsanstalten oder von Tiergärten. Die mit Uns gehen wollen, schreiten ebenso kraftvoll und erleuchtet einher wie das unaufhaltsame Leben. Sie lieben jede Art von Erweiterung des Bewusstseins, denn das ist das wichtigste Ziel.
Man kann alles verzeihen, doch der Moder des Bewusstseins ist schlimmer als die Verwesung einer Leiche.[355.] 18. Auch in den Kinderzeitschriften werden blindlings Bilder von Personen gebracht, die niemand kennt. Auch von einer fotografischen Platte ist man mehr beeindruckt als von dem, was man mit eigenem Auge sieht. Die Leute trauen den Augen nicht, doch dem Film zollen sie vollen Respekt.
Gäste aus dem Astralbereich drängen sich mitten ins Leben, ohne beachtet zu werden. Natürlich fällt es ihnen nicht immer leicht, an verschiedene Leute heranzukommen; dann dienen unsere irdischen Gäste als Vermittler. Es ist schwierig, mit den verschiedenen Schichten in Berührung zu kommen, doch die von Besuchern oder Angestellten hinterlassene Ausstrahlung der Aura bildet für die unsichtbaren Gäste
eine Brücke. Ihr Wert ist sehr verschieden und reicht vom Berühren eines Schmetterlings bis zum Rachen eines Tigers.
Wenn eure eigene Aura bereits genügend gefestigt erscheint, ist es daher gut, weniger Leuten Eintritt in das Schlafzimmer und in das Arbeitszimmer zu gewähren.
Besonders gefährlich sind Kindererzieher, die mit einer entsetzlichen [astralen] Gesellschaft daherkommen. Die besten Sendungen werden oft durch Anwesenheit von Kindermädchen und Pflegerinnen zerstört. Daher ist es besser, möglichst alles selbst zu tun.
Auch mit Sekretären soll man vorsichtig sein, da sie schon viele Angelegenheiten zunichte gemacht haben.
Erledigt eure Angelegenheiten möglichst selbst, und ihr werdet ruhig schlafen, was die Reinheit eurer Ausstrahlung anbelangt.[356.] 19. "Warum ihm und nicht mir?", so flüstert der Neid nach Mitternacht. Vertreibt dieses Scheusal aus eurem Innern. Wachstum des Geistes duldet keinen Zwang. Durch diese Einstellung erklärt sich auch die langsame Evolution der Menschheit. Man kann das Wachstum des Geistes nicht erzwingen, noch kann man es mit unerbetenen Ratschlägen antreiben. Nur auf das Klopfen eines feinfühligen Herzens kann man antworten.
Wenn ihr die offensichtliche Warnung erteilt, dass Neid der Gesundheit schadet, so wird dies, falls ein geistiges Bewusstsein nicht vorhanden ist, auch nur Heuchelei hervorrufen.
Doch die Pfade des individuellen geistigen Wachstums werden hell erleuchtet sein. Jeder Tropfen des Meeres erzeugt seinen Regenbogen. Wie schön ist daher das Leuchten des Kosmos! Und wie notwendig ist es,
die Antworten behutsam zu erwägen, weil diese für einen individuellen Geist bestimmt sind.
Wir haben gegen die derzeitigen Kirchen gesprochen, doch man darf nicht gegen die Priester im allgemeinen sprechen. Wir kannten einen ausgezeichneten katholischen Geistlichen, doch anstatt ihm den Kardinalshut zu verleihen, versetzte man ihn in eine armselige Kirchengemeinde.
Wir kannten auch einen hochgeistigen Rabbiner, doch man betrachtete ihn als Geisteskranken. Wir kannten einen erleuchteten orthodoxen Priester, doch sein Los war die Verbannung in eine Klosteranstalt für Trinker.
Ich kenne einen gebildeten Bischof in Amerika, doch er hat kein leichtes Leben.
Jeder Gedanke zugunsten des Allgemeinwohles wird unbarmherzig verfolgt, obwohl die Schatzkammer des Allgemeinwohls nur durch das Wachsen des individuellen Geistes bereichert werden kann.
Die Übereinstimmung des individuellen Geistes mit dem Allgemeinwohl der Welt bildet auch die Schönheit des Kosmos.
Wenn jede Pflanze ihre eigene, unersetzliche Individualität hat, wie individuell muss dann erst jeder menschliche Geist behandelt werden?
Solch ein Vibrieren der Feinfühligkeit muss ein Kennzeichen Unserer Schüler sein, und dann kann ohne Worte, nur durch eine einfache Berührung, sich das Licht ergießen.
Nicht nur am Tag, sondern auch in der Nacht kann man verbunden sein und zur Erleuchtung beitragen.
Möget ihr durch Erweiterung des Bewusstseins erleuchtet werden, so wie
die weitgereisten Wanderer durch den Staub des Regenbogens Wissen über die ganze Welt bringen.
[357.] 20. Reine Gedanken sind wie das Ozon des Raumes. Wahrlich, man kann mit ihnen die Umgebung anfüllen, doch nur in einem bestimmten Akkord. Einen reinen Gedanken auszusenden und ihn gleichzeitig mit einem Dutzend von Begierden umgeben, ergibt eine schreckliche Dissonanz. Unter Akkord versteht man eine Reihe von klingenden Tonfolgen. Deshalb schätzen wir auch eine Reihe aufeinander folgender Taten. Nicht ein gelegentlicher wohlwollender Ausruf, sondern das bewusste Tun in Beständigkeit ist von Nutzen. Ein Papagei konnte schreien: "Gesegneter Lehrer!", doch dadurch verbesserte er seine Möglichkeiten nicht. Ein Bär ließ seine Beute versehentlich auf der Türschwelle eines Hungernden liegen, doch er blieb trotzdem ein Raubtier. Eine Biene stach in das Geschwür eines Kranken, doch sie erwarb damit nicht die Seligkeit. Auch Schlangen retteten mit ihrem Gift ein Leben. Nur bewusstes Handeln und Beharrlichkeit führen zum Erfolg. Betrachtet das Lächeln der Heldentat als leicht. Heldentat, die aus Zuverlässigkeit erwächst, strahlt wie die leuchtende Sonne. Wie die Süße der Frucht nicht von der Schale abhängt, so soll auch eure Tätigkeit außerhalb der Masse verlaufen. Nur wenn ihr die Masse meidet, werdet ihr Zugang zu den Völkern finden. Ich kann mir vorstellen, wie ein gegenwärtiger Staatsminister oder der römische Papst in einem Auto bei Unseren Türmen vorfahren. Was ist dies eher, eine Komödie oder eine Tragödie? Auf alle Fälle würde ein einfacher Mongole
würdiger vorgehen, denn in ihm ist der Nerv der Wahrnehmung noch unversehrt.
Freunde! Haltet das Organ der Wahrnehmung sauber. In dieser Esse werden die reinen Gedanken geschmiedet. Blickt auf sie nicht wie auf seltsame Himmelsbewohner, die nur zu den Feiertagen herniedersteigen, sondern wie auf eine Mahlzeit im Alltag![358.] 21. Das erste Buch rief zur Heldentat in Schönheit, Einfachheit und Furchtlosigkeit auf; das zweite bringt Weisungen über die Beschaffenheit der Arbeit, die eine Erweiterung des Bewusstseins fördert.
Die Idee der Gemeinschaft und der Gedanke an das Allgemeinwohl zeigen sich als erstes Merkmal der Erweiterung des Bewusstseins. Man sollte sich im klaren sein, dass die Idee der Qualität der Arbeit nicht nur propagiert wurde, sondern auch in die Tat umgesetzt werden muss.
Dieses Buch wurde nicht zur Beruhigung geschrieben, sondern als Leitfaden für die Arbeit des aufstrebenden Geistes. Strebt soviel als möglich zur Arbeit und umgebt sie mit der bestmöglichen Ausstrahlung.
Wer die langweiligste Arbeit am freudigsten leistet, wird der große Sieger sein, denn er besiegte die Last der Langweile. Jeder Pfad, auch der zu Unserer Gemeinschaft führt, hat schwierige Strecken. Größe des Bewusstseins wird nicht inmitten von Blumen, sondern über Abgründe gemessen.
Die Arbeit an der endlosen eigenen Vervollkommnung wurde von Uns verkündet. In Augenblicken der Not denkt an Uns
und wisst, dass der drahtlose Apparat nicht zögern wird, euch mit Uns zu verbinden.
Doch verstehet zu denken und lernet den Augenblick wirklicher Schwierigkeiten zu erkennen.
Oft halten die Menschen Glück für Unglück und umgekehrt. Die Erweiterung des Bewusstseins festigt das Wissen des Geistes, das zu Unserer Gemeinschaft führt.
Ihr fragt, ob ein drittes Buch erscheinen wird? Selbstverständlich, wenn die im zweiten Buch dargelegten Richtlinien im Leben auch verwirklicht wurden.
Das dritte Buch wird sich mit Unserer Gemeinschaft befassen, doch wie kann man über Unsere Gemeinschaft sprechen, wenn das Bewusstsein den Begriff Gemeinschaft nicht einmal im allgemeinen aufnehmen will? Wenn ihr deshalb Unsere Gemeinschaft im Leben zum Ausdruck bringen wollt, so müsst ihr zuerst eine eigene Gemeinschaft bilden. Wir werden euch dabei behilflich sein.
Beobachtet ohne Vorurteile den Lauf der Weltereignisse, und ihr werdet Unsere Führende Hand erkennen.
Die Zeit der Wende der Evolution und der Vereinigung der Kräfte ist gekommen.
Verstehet es, die beste Arbeit zu leisten und empfanget für diese Unseren Gruß.
Willkommen seien alle Strebenden zum Allgemeinwohl!
Erläuterung der Fußnoten.
1. Dorinosimo (altgriechisch: doru - Speer, pherno - tragen) - Dieses Wort bedeutet "auf den Speere tragen" und stammt vom byzantinischen Brauch, den Militärsieg folgendermaßen zu feiern: im Lauf der triumphierenden Prozession durchquerten die Krieger über ihre Kopfe die Speere und legten auf sie den Schild, auf welcher der Kaiser aufstand.
2. Gaurisankar ist 7.143 m. hoher Berg im Himalaya, in Nepal, westlich des Mount Everest gelegen. Er gilt als der heiligste Berg Nepals. Er wird er gleichermaßen von Hindus und Buddhisten geehrt und geachtet. Das Bergvolk nennt ihn "Jomo Tseringma", die göttliche Mutter des langen Lebens.
3. Maitreya (wörtlich: "der Liebende") ist nach der buddhistischen Lehre die Verkörperung der allumfassenden Liebe. "Der ganze Osten glaubt an das Kommen des Herrschers Maitreya, aber einige wissen, daß der Herrscher Maitreya jetzt in der Gestalt des Herrschers der Schambhala weilt. Sicher, Sein Kommen darf nicht als Erscheinung im Fleische verstanden werden, nach irdischen Bedingungen unter den Erdbewohnern. Die Lehre des Herrschers Maitreya wird sich über die ganze Welt verbreiten und das Neue Zeitalter, das Zeitalter des Erwachens des Geistes, verkünden, das auch das Zeitalter der Frau genannt wird." (H.I.Roerich. Briefe. Brief vom 4. November 1935)
4. Freesie ist eine Blume; botanischer Name: Fressia; Pflanzenfamilie: Iridaceae; Blütengestalt: Freesien werden ca. 40 cm hoch. Die angenehm duftenden Blüten gibt es in den wunderbarsten Pastellfarben.
5. Sergius von Radonesch (1314-1392) war einer der bedeutendsten Führer der russisch-orthodoxen Kirche. Er gründete das Dreifaltigkeitskloster Sergius Lawra in Sergiev Posad nördlich von Moskau. Seit 15. Jahrhundert wurde Sergius als Beschützer Russlands gefeiert.
6. Inch [intsch] oder Zoll ist angelsächsisches Längenmaß, entspricht 2,54 cm.
7. "Rückkehr des Jonas": Jona ist der Name eines der 12 "Kleinen Propheten" (Zwölfprophetenbuch) im Alten Testament.
8. Augustinus Aurelius (geb. 13.11.354 in Thagaste, Numidien, gest. 28.8. 430 in Hippo Regius), Bischof in Nordafrika, Kirchenvater. Augustinus Aurelius gehört zu den einflussreichsten Kirchenlehrern und -politikern der katholischen Kirche. Der berühmte Kirchenvater prägte das Denken des Mittelalters u.a. durch seine Schrift "De civitate dei" (Über den Gottesstaat), die Scholastik durch seine Kirchen- und Sakramenten-Lehre und die Neuzeit durch sein Geschichts- und Freiheitsdenken; auch die Theologie des Reformators Martin Luther (1483-1546) nimmt auf ihn Bezug.
9. "Illuminacio Regale" - lateinisch.
10. Hermes Trismegistos (griech. = "Hermes, der dreimal Größte") gilt als Gesetzgeber und Verfasser heiliger Bücher über geheime Kenntnisse von Alchemie, Heilkunde, Magie und Naturphilosophie. Auf diesen verloren gegangenen "hermetischen" Schriften basieren der "Corpus hermeticum" und die "Tabula Smaragdina", beides Sammlungen astrologischer und magischer Schriften, die von der Esoterik als Grundlage der Geheimwissenschaften geschätzt werden.
11. Amrita: "Einen Zustand bewusster Fortdauer des Seins oder die Bewahrung eines vollständigen Bewusstseins in allen Körpern und in allen Sphären zu erreichen, ist die größte Errungenschaft des Archaten. Das ist Amrita oder wahre Unsterblichkeit". (H.Roerich. Briefe. Brief vom 11. Januar 1935).
12. Lemuria war eine alte Zivilisation, der vor und während der Zeit von Atlantis bestand. Physikalisch wird es geglaubt, dass Lemuria im Südpazifik, zwischen Nordamerika und Asia/Australia bestand. An seiner Spitze der Zivilisation, wurden die Leute Lemurian in hohem Grade und sehr geistig entwickelt.
13. Chorossan - ein zentrales Gebiet des Reiches der Parther. In der Antike waren die Parther ein orientalisches Reitervolk, das im Gebiet des heutigen Iran ansässig war.
14. Druiden - Kaste der keltischen Priester, vor allem in Gallien und auf den britischen Inseln.
15. Zoroaster (Zarathustra) - altiranischer Religionsstifter. Nach mancher Auffassung trat Zoroaster im 11. Jahrhundert v. Chr., nach anderer im 6. Jahrhundert v. Chr. auf. Seine Lehre, der Mazdaismus, war unter den persischen Dynastien der Achaimeniden und der Sassaniden die herrschende Religion.
16. Origenes (geb. 185, gest. 254 n. Chr.), der griechische Kirchvater und Philosoph verfasst die Abhandlung "Peri archon" (gr. "Über die Gründsätze"), in der er über die Ursprung der Seele, die Beschaffenheit der Götter und das mögliche Wissen handelt.
17. Allahabad (von altind. "Stadt Gottes") liegt im nördlichen Zentrum Indiens, in 100m Höhe, am Zusammenfluss von Yamuna und Ganges, im Bundesstaat Uttar Pradesch.
18. Sarnath - Ruinenstätte im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh. Nach seiner Erleuchtung hielt Gotama, der Buddha, im Wildpark bei heutigen Sarnath nahe Benares vor einer Gruppe von fünf Asketen, seinen früheren Gefährten, seine erste Lehrrede.
19. Gaja (Both Gaja) - ein indischen Ort, in der Nähe von Binares. Bei Both Gaja erlange Siddhartha Gautama (ca. 560 bis 483 v.Chr.), indischer Religionsstifter, Gründer des Buddhismus, unter einem heiligen Baum die Erleuchtung.
20. Pranayama bedeutet Zurückhalten oder Speichern der Prana (Lebensenergie) durch Atemübungen.
21. Naturovaloris - konzentrierter Vorrat an Prana. "Nadelbäume speichern wie elektrische Apparate Lebenskräfte, einen konzentrierten Vorrat an Prana oder Naturovaloris" (H.I.Roerich. Briefe. Brief vom 28 August 1931).
22. Devachan - in der Theosophie ein Ort. Zwischen zwei Erdenleben bzw. Inkarnationen halten sich dort die Seelen auf, um die Vollendung und Erfüllung ihrer Hoffnungen zu erreichen, die ihnen in einer früheren Inkarnation versagt blieb.
23. Walhalla, auch Walhall, [von altisländ. "Halle der Gefallenen" bzw. "Halle der Erwählten"] - in der nordgermanischen Mythologie der Aufenthaltsort der auserwählten Gefallenen.
24. Neophyt (ind.) - Neuling
25. Teros und Tamas:
"Sie fragen, wie der Ausspruch aus dem Buch "Blätter des Gartens Morya II": "Teros und Tamas müssen wie Brüder arbeiten…" zu verstehen ist. Teros ist gleichzusetzen mit Geist, Bewegung oder Licht. Tamas ist synonym mit Materie, Trägheit, Nichterkenntnis. Das Leben des Kosmos setzt sich zusammen aus dem Gleichgewicht dieser beiden Elemente. Das Vorherrschen in der Natur oder im menschlichen Wesen von einem dieser beiden Elemente führt zur Zersetzung und schließlich zur Vernichtung." (H.I.Roerich. Briefe. Brief vom 23 Oktober 1937).26. Jordan - Fluss im Libanon, Jordanien und Israel, ca. 320 km lang, entspringt im Libanon, durchströmt den See Genezareth und mündet ins Tote Meer.
27. Urdar [brunnr] (Urdarbrunnr, nord. "Urd-Brunnen") ist der germanischen Mythologie der Schicksalsbrunnen, der unter einer der Wurzeln der Esche Yggdrasill liegt.
28. Alatyr ist laut altrussischer Mythologie ein Stein, der von Himmel aus gefallen ist. Dieser Stein besitzt die heilenden und sakralen Eigenschaften.
29. Synedrion (Hoher Rat) - höchste jüdische Behörde und Gericht bis zur Auflösung 425 n. Chr.
30. Kali - Im Glauben der Hindus Göttin des Todes, Gattin Schiwas, Zerstörerin des Lebens.
31. Isis stand als Göttin für die königliche Macht, die sie als Gemahlin des Osiris aufgenommen und als Mutter des Horus wieder hervorgebracht hatte. Sie konnte so Dies- und Jenseits mit einander verbinden. Sie war gleichzeitig Mutter-, Frauen-, Geburts- und Totengöttin. Als Schutzgöttin der Toten wird sie mit ausgebreiteten Flügeln dargestellt, welche an den Sargwänden dargestellt waren und Schutz bieten sollten.
32. Ischtar ist die babylonisch-akkadische Göttin der Liebe, des Kampfes und des Planeten Venus. Ihr Kult wurde insbesondere von den Herrschern des Großreichs von Akkad gefördert. Im Laufe des 2. Jahrtausends v. Chr. wurde sie dem Typ der Muttergottheit angenähert. Die Griechen setzten sie später mit der Aphrodite gleich.
33. Lot ist der Neffe Abrahams; von ihm wird in Genesis 19 (Bibel) berichtet. Nach dieser Überlieferung lebte er mit seiner Frau und seinen Töchtern in Sodom, das zusammen mit Gomorra als Ort des Lasters und der Sünde gilt. Deshalb hat Gott die beiden Städte dem Untergang geweiht, lässt aber Lot und seine Familie durch zwei Engel warnen. Sie können fliehen, dürfen sich aber nicht umdrehen. Als Lots Frau dieses Verbot missachtet, erstarrt sie zur Salzsäure.
34. Krieger des Heiligen Grals - Gralsritter. Der Heilige Gral geht auf Motive einer Sage keltischen oder sogar iranischen, jedenfalls orientalischen Ursprungs zurück. Er wird dort als sakrales Gefäß verstanden, in dem Josef von Arimathia das Blut Jesu aufgefangen haben. Nach dem Tod des Josef von Arimathia soll der Gral durch Engel an einen geheimen Ort gebracht worden sein, der nur wenigen Auserwählten zugänglich ist. Dieser geheime Ort werde, so die Sage weiter, von Gralsrittern bewacht. Als Erfinder dieser Legende gilt Guyot, ein provencalischer Dichter des 12. Jahrhunderts. Das legendäre Motiv wurde später von Wolfram von Eschenbach ("Parzival") weiter ausgestaltet.
35. Der "Garten Gethsemane" ist ein Platz am Ölberg nahe Jerusalem, wo Jesus - den Evangelien zufolge - die Nacht vor seiner Verhaftung und Kreuzigung im Gebet verbrachte und dann gefangen genommen wurde.
36. Alexandria - wichtigste Hafenstadt Ägyptens, 331 v. Chr. von Alexander dem Großen gegründet, kulturelles Zentrum des Altertums.
37. Konfuzius, die seit dem 17. Jahrhundert in Europa gebräuchliche latinisierte Form von Kung-fu-tse (geb. 551, gest. 479 v. Chr.), war ein chinesischer Philosoph und Religionsstifter. Konfuzius lehrte eine rationale Sittenlehre, die Menschlichkeit, Respekt vor Alter und Weisheit, Nächstenliebe und persönliche Tugend umfasst. Seit dem 2. Jahrhundert v. Chr. war der Konfuzianismus in China eine allgemein verbreitete Grundlehre, seit dem 14. Jahrhundert n. Chr. die einzige zugelassene Staatsdoktrin.
38. "Die Bezeichnung Skandha wird in der buddhistischen Philosophie verwendet. Wörtlich bedeuten Skandhas Gruppen von Eigenschaften, die die Persönlichkeit des Menschen darstellen. Exoterisch teilen sie sich in fünf Gruppen: 1. Form oder Körper, 2. Gefühl, 3. Bewußtsein, 4. Motive (Karma), 5. Wissen. Bedenken Sie, daß nicht nur jede unserer Taten, sondern auch jeder unserer Gedanken eine Schwingung hervorruft, und eben diese Schwingungen sind die Skandhas. So bilden die Skandhas die Summe des subjektiven und des objektiven Menschen. Die vom Menschen geschaffenen Skandhas sind sein unveräußerlicher karmischer Besitz, der ihn in seine neue irdische Inkarnation begleitet. Karmische Folgen vergangenen Lebens begleiten den Menschen tatsächlich und er wird in seinem nächsten Leben alle Skandhas und Schwingungen sammeln, die durch ihn im Astralen eingeprägt wurden, denn nichts kann aus nichts entstehen. Es gibt daher eine Verbindung zwischen den Leben, und die neuen Skandhas werden aus den früheren oder ihren Fortpflanzern geboren. Skandhas bauen somit unser Karma, oder anders gesagt: Karma wird aus den Skandhas aufgebaut. Erinnern Sie sich der Worte der Lehre über den "Kelch" der Aufspeicherungen." (H.Roerich. Briefe. Brief vom 1937)
39. Janus ist ein altrömischer Gott, zweigesichtig dargestellt, mit einem jugendlichen und einem bärtigen Antlitz. Vermutlich war Janus eine bedeutende italische Gottheit, die als Sonnengott den Jahresablauf regierte und daher mit dem Doppelgesicht von Sonne und Mond ausgezeichnet war. Andere deuten die beiden Gesichter als Vor- und Rückblick in das neue und alte Jahr, als zukünftige und vergangene Zeiten.
40. Devadatta - Schuler und Vetter des Buddhas. Wollte im Alter des Buddhas die Leitung des Ordens übernehmen. Als Devadatta den Buddha aufforderte, in Ruhestand zu treten und ihm die Leitung des Ordens zu übergeben, lehnte Buddha strikt ab. Devadatta hat dann drei vergebliche Mordversuche an Buddha gemacht. Devadatta versuchte darauf hin den Orden zu spalten, indem er die Verschärfung der Ordensregeln forderte.
41. Ushas - die hinduistische Göttin der Morgendämmerung. Dieser Göttin wurde 20 Hymnen von Rigveda gewidmet.
42. Baum Elgario - laut der mongolischen Sagen ist es ein legendärer Baum aus dem heiligen Land, wo Geser-Han herrschte.
43. Saulus - der Name des Apostels Paulus vor seiner Bekehrung. Nach der Überlieferung des Neuen Testaments (Apostelgeschichte, Galaterbrief) wurde der ursprünglich eifernde Christenverfolger in einer Offenbarung von Jesus Christus angesprochen und so zu seinem Anhänger.
44. Paroxysmus - anfallartiges Auftreten oder höchste Steigerung einer Krankheitserscheinung.
45. Lingam (Linga) - das Symbol für die hinduistische Gottheit Schiva in der Form des männlichen Glieds.
46. Dugpa - die Sekte der Roten Mützen, eine Abzweigung von Mahayana; ihr Gründer ist ein Inder, der Lehrer Padma Sambhava; das Wort "Dugpa" bedeutet hier finstere Gesellen.
47. Jakob Böhme (geb. 1575, gest. 1624 in Görlitz), deutscher Mystiker, anfänglich Schuhmacher. Die Philosophie und Theosophie Böhmes bedient sich als Darstellungsmittel zahlreicher Symbole und Metaphern, die überwiegend dem Bereich der Natur entnommen sind und sich häufig mit geometrischen Symbolen verbinden. Hauptwerk: "Morgenröte im Aufgang" (1612).