Feurige  Welt  III

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

[Russisches Original. Umschlag.]


 

 

 

 

 

Feurige Welt

 

 

 

1935

 

 

 

 

 

 

[Russisches Original. Seite 3.]


 

 

Copyright

Alle Rechte, einschließlich

Übersetzungsrecht, liegen beim Autor

 

 

„AGNI JOGAS“ IZDEVUMS

Riga, Elizabetes iela 21-a, dz. 7

 

 

[Russisches Original. Seite 4.]


 

 

 

AGNI YOGA

 

 

 

Feurige Welt

 

 

 

Teil Drei

 

 

 

[Russisches Original. Seite 5.]


 

 

 

 

Jetzt können wir beginnen, uns der Feurigen Welt zu nähern, indem wir die überirdischen Zeichen bestätigen. Wir haben oft die notwendigen irdischen Eigenschaften hervorgehoben. Die Lehre schreitet immer in zwei Strömen voran, die, wenn sie sich vereinigen, die vollständige Linie der Errungenschaft bilden.

Wenn viele irdische Eigenschaften schwer zu erlangen sind, können die überirdischen Bedingungen abstrakt erscheinen, doch sie stellen die bestehende Wirklichkeit dar. Wer gewohnt ist, in planetarem Ausmaß zu denken, weiß, wie wirklich das Leben in der Welt des Feuers ist, in der Welt des Strahlens, in der Welt der Errungenschaften.

   So lasst uns den dritten Teil der „Feurigen Welt“ beginnen.

[Russisches Original. Seite 7.]


 

 

 

Feurige Welt

 

 

Teil Drei

 

 

    1. Man muss die Feurige Welt nicht nur mit der Unbegrenztheit in Einklang bringen, sondern sollte sich auch fest an die Hierarchie halten. Die Schönheit der Feurigen Welt wird nur durch die Stufen der Hierarchie gekrönt, die bis zu dem Unbegrenzten Licht aufsteigen.

   Es sollte einen nicht betrüben, wenn nur wenige bewusst auf den Stufen des Lichts aufsteigen. Diese Giganten sind doch von solchen Magneten umgeben, dass sie unwillkürlich diejenigen hinter sich herziehen, die den schwierigen Pfad nicht kennen.

 

    2. Indem ihr die neue Stufe betretet, sammelt ihr selbst Kraft. Nur wenige können sich über den Pfad des Lichts freuen, wenn jeder Gedanke den Herrschern gewidmet ist. Wird der anvertraute Schatz erkannt, können wahre Flügel des Geistes wachsen.

 

    3. Viel Heiliges und Großes wird nach außen nicht unbedingt groß erscheinen. Die Ausmaße entstehen im Inneren des Bewusstseins. Man kann verschiedene Bedingungen voraussehen, doch nicht darüber urteilen, wie und wann der Bote erscheint. Die Menschen erschweren durch ihre eigenen, bedingten Maßstäbe transzendentale Erscheinungen.

Denkt nicht, dies wäre eine veraltete Redensart, denn gerade heute wird das Strahlen des Geistes am meisten geleugnet. Ohne Sonne kann jedoch weder der Makrokosmos

[Russisches Original. Seite 9.]


noch der Mikrokosmos leben.

   Ihr wisst, dass der Lauf der Gestirne nicht günstiger sein könnte. Man kann Jahrhunderte auf solche Konstellationen warten, jetzt aber legen keine Jahrhunderte, sondern nur wenige Jahre die neuen Grenzen der Menschheit fest. Viele bemerken diesen Kosmischen Aufbau nicht; umso mehr müssen die wenigen die auffälligen Ereignisse begreifen, auf welche die Gestirne hinweisen.

Man muss die ganze Größe der Stunde erkennen, und dafür ist Feierlichkeit geboten. Wohl euch, wenn ihr sie spürt!

 

    4. Es ist richtig anzunehmen, dass zwischen der irdischen Ebene und der Feurigen Welt eine Koordination besteht, nur sind die Ursachen der ganzen Entwicklung nicht sichtbar. So kann man die zeitweilige Wehmut auf der irdischen Ebene als Schwelle zur großen Freude ansehen.

Man kann in Stille eine feurige Welle in das irdische Reich senden, doch der Donner ist in den fernen Welten zu hören, deshalb werden alle Dimensionen durch die verschiedenen Potentiale der Wellen erreicht. Wahrhaftig, alle schöpferischen Energien wiederholen sich auf der irdischen Ebene und in der Feurigen Welt. Der Strom ist die einzige Leitung, nur können die Menschen die wahre Bedeutung einer Tat nicht immer verstehen.

 

    5. Auf der irdischen Ebene sind die Ursachen der Handlungen unbekannt; nur dem Bewusstsein eines Adepten ist das Verständnis für das Wesen dessen, was vor sich geht, zugänglich. So kann die Menschheit nur ein winziges Körnchen der Wahrheit aufnehmen. Deshalb lasst uns andächtig über das Feurige Recht sprechen.

 

    6. Bei den Tätigkeiten der Feinde kann man einen überflüssigen Energieaufwand beobachten. Verwirrt, wie sie sind, können sie die Tatsachen nur wie in einem Zerrspiegel wahrnehmen. Daher nehmen sie, gelenkt von bösem Willen,

[Russisches Original. Seite 10.]


einen unrichtigen Blickpunkt ein.

Nur die Anhänger der Hierarchie des Guten können alle Energien im Kanal des Guten kondensieren. Gewiss, allein ein feuriges Bewusstsein kann den Horizont der Welt umfassen; deshalb entgehen dem Feind die Ereignisse, welche die alten Aufspeicherungen hinwegfegen. Voraussicht kann wahrhaftig nur vom Blickpunkt der Erbauer aus angewendet werden. So wurde die Feurige Welt von den Lichtträgern geboten.

 

    7. Ich gebe dem Schüler folgendes Geleitwort mit auf den Weg:

„Dein Gebet möge lauten: Dir, Herrscher, will ich in allem dienen, immer und überall. Möge mein Weg eine Heldentat der Selbstlosigkeit sein.“

Wenn der Schüler in seinem Herzen die Freude des Weges erkennt, auf dem es keine Schwierigkeiten gibt, weil sich alles in die Freude des Dienens verwandelt, kann man die Großen Tore einen Spaltbreit öffnen. Inmitten höherer Begriffe muss der Schüler sich in seinem Herzen an die Annalen des Lichts erinnern. Inmitten entsetzlicher Erscheinungen muss der Schüler sich an die Annalen der Finsternis erinnern.

Auf dem Schild des Lichts ist eingeschrieben: „Herrscher, ich komme allein, ich komme mit einer Heldentat, ich komme, ich komme!“ Und auf dem Schild des Lichts steht das Vermächtnis: „Ehre, Hingabe, Selbstlosigkeit.“

Doch furchtbar sind die Annalen der Finsternis. Möge die Hand des Schülers von den Aufzeichnungen auf diesen unauslöschlichen Gesetzestafeln Abstand nehmen: Lüge, Scheinheiligkeit, Verrat und Ichsucht.

 

    8. Unter den Erscheinungen, die für den Aufstieg besonders verderblich sind, muss man halbherzigen Dienst hervorheben. Man kann nicht vorankommen, ohne diese fürchterliche Halbherzigkeit zu verwerfen. Man muss daran erinnern, dass ein Schüler, sobald er einmal einen Lehrer erwählt hat, bei seinem Handeln immer die verderblichen Folgen der Halbherzigkeit

[Russisches Original. Seite 11.]


bedenken muss. Nicht nur offener Verrat ist gefährlich, denn gegen etwas Sichtbares kann man doch mit dem Schwert ankämpfen, sondern gerade diese versteckten Intrigen der Halbherzigkeit sind so verderblich.

Man muss das Bewusstsein der Menschen auf den Pfad der Ehrlichkeit lenken. Die Menschen müssen verstehen, dass Ehrlichkeit des Dienstes die Hauptsache ist. Womit kann man das Wachstum des Geistes festigen, womit Hingabe zur Hierarchie beweisen und womit das Bewusstsein läutern? Nur, indem man dieses eine Gesetz der Ehrlichkeit des Dienstes befolgt.

   So wollen wir uns für immer die Verderblichkeit der Halbherzigkeit merken. Die Annalen der Finsternis beinhalten alle halbherzigen Entscheidungen und Taten; deshalb sollte man auf dem feurigen Pfad an die Folgen der Halbherzigkeit denken. Wäre es möglich, alle Annalen der Feinstofflichen Welt zu offenbaren, die Menschheit wäre entsetzt, die grauen Schatten zu sehen, die Zerstörung, Halbherzigkeit, Verrat, Aufwiegelung, Lästerung, Unversöhnlichkeit und Ichsucht umgeben. So wollen wir uns auf dem feurigen Pfad die Gefährlichkeit der Halbherzigkeit und der Intrige merken.

 

    9. Quellen, die feinstoffliche Energien aufnehmen, sind sehr feinfühlig, daher ist jene Qualität so wichtig, die sich vorrangig in reinen Leitungen offenbart. So wie bei chemischen Versuchen ein Unterschied besteht, wenn man verschiedenartige Gefäße, Substanzen und Verbindungen verwendet, genauso verschiedenartig sind alle Erscheinungen der Aufnahme.

  Ein von Imperil* erfüllter Organismus wird nur einen kleinen Teil der Sendung aufnehmen. Ein von Ichsucht durchdrungener Organismus wird eine entsetzliche Färbung verleihen, welche die Sendung entstellt. Ein mit Feindseligkeit erfüllter Organismus wird die entstellte Sendung zu einem Nachbarn tragen –

[Russisches Original. Seite 12.]


so hängt die Entstellung einer Sendung von der Qualität des Empfängers ab.

   Ihr fragt mit Recht, warum Wir eine solche Verzerrung nicht abstellen? Weil es von Menschenhand geschriebene Annalen gibt, die derart hässlich gemacht sind, dass sie die Mahatmas des Ostens als welche darstellen, die vor dem Schlafengehen Verurteilungen ausstoßen – so denken jene, die ihren Nachbarn zu verurteilen suchen. Die Menschen schreiben den Mahatmas sogar Verleumdung zu. Die Menschen schreiben Uns doch alle ihre irdischen Eigenschaften zu.

 

  10. Lasst uns weiter über Sendungen und deren Empfang sprechen. Einem feurigen Geist ist es gegeben, feinstoffliche Energien aufzunehmen. Nur ein feuriges Bewusstsein kann einen Strom feinstofflicher Energien leiten.

Deshalb müssen die Niederschriften[1] mit großer Unterscheidungskraft genau geprüft werden. Die Menschen sind doch gewohnt, das Höhere auf eine niedere Ebene zu stellen, deshalb haben auch die Antlitze der Herrscher derart verzerrte Formen angenommen. Die Menschen sind doch gewohnt zu denken, das Höhere solle dem Niederen dienen, sie bedenken aber nicht, dass nur das Verstehen des Dienstes das Recht gibt, ein Glied der Kette zu sein.

   So bringt ein entstelltes Verständnis der Sendungen jene Ergebnisse hervor, die den Raum verunreinigen. Uns sind Fälle bekannt, wo die Höheren einen Schüler Mahatma nannten, doch graue Empfänger entstellten die bedeutende Sendung bis zur Hässlichkeit. Deshalb wollen Wir alle vor Entstellung und falschen Niederschriften warnen. Wenn Wir einen Schüler Mahatma nennen, kennen Wir die Bestätigung eines großen Potentials. Was aber enthüllt ein Medium oder ein mit Imperil vergifteter Empfänger?

  Daher muss man in Zukunft die ehrlosen menschlichen Handlungen läutern

[Russisches Original. Seite 13.]


und diese Niederschriften vernichten. So kann in der Feurigen Welt nur ein feuriges Bewusstsein ein wahrer Empfänger Unserer Sendungen sein.

 

  11. Die Geschichte vermerkt alle falschen Propheten und Betrüger, doch all die geistigen Betrüger und falschen Quellen werden nicht genügend verzeichnet. Wenn man das geistige Prinzip zur Grundlage des Staates machen würde, wäre es möglich, alle verderblichen Wirkungen falscher Quellen zu verfolgen. Unter den Annalen der Finsternis versteht man alle falschen Quellen und die bösen Absichten der Betrüger.

  Mit Recht wurde gefragt: Warum wird die Höchste Lehre geschmäht? Dafür gibt es nur eine Antwort: Die Betrüger leben in Maja*. Und um ein Körnchen für das Allgemeinwohl zu erlangen, muss man Duldsamkeit offenbaren. Traurig gewähren Wir diesen Betrügern Verzeihung, denn sie leben in Maja und werden in Maja hinübergehen; dasselbe gilt auch für die Verzerrung von Sendungen.

 

  12. Unter den Lästerern der Lehre muss man eine besondere Art von Menschen hervorheben, welche die Verpflichtung auf sich genommen haben, Hüter der Wahrheit zu sein. Doch die Wahrheit zu offenbaren ist nur ein feuriges Bewusstsein fähig.

  Die sogenannten Hüter der Wahrheit sind bemüht, nur das als Wahrheit gelten zu lassen, was ihnen angenehm ist. Daher gibt es so viele Lästerer der Lehre und aller hellen Vorhaben. Es ist richtig, auf das Anathema[2] und die Verfluchungen hinzuweisen, die solche Wahrheitshüter ausstoßen. Wie viel Schönes wurde durch diese finsteren Absichten zunichte gemacht!

Wieso können diese finsteren Kräfte Unsere Weisungen nicht ertragen? Weil Unsere Lehre allumfassend, allesdurchdringend und elementar ist. Die Finsternis bekämpft vor allem jene Quelle, die der Hierarchie

[Russisches Original. Seite 14.]


des Lichts nahesteht. Wenn Wir alle falschen Quellen aufspüren, werden wir uns davon überzeugen, wie sehr das menschliche Bewusstsein sie unterstützt.

  Die Säer von Zweifel und Entstellungen verkünden dauernd das Verbot der Wahrheit und alles Lichten. Doch auch die Feurige Welt hat ihre Feurigen Hüter. Wehe den falschen Hütern und wehe jenen, die den Raum mit falschen Lehren verunreinigen. Wehe jenen, die der Welt ein Verständnis der Hierarchie gegeben haben und geben, das die Leuchtenden Antlitze in unwürdiger Weise herabsetzt. Daher lasst uns Entstellungen bekämpfen!

 

  13. Gewaltig ist das Werk der Läuterung des Bewusstseins. Überall gibt es solche Auftürmungen! Ohne Läuterung des Bewusstseins kann die Menschheit nicht vorankommen. Und Wir können nur retten, wenn das Bewusstsein geläutert wurde. Deshalb spannen Wir alle Unsere Energien so sehr an.

 

  14. Man fragt: Warum stellen Wir diese falschen Quellen nicht ab? Warum entlarven Wir nicht jene, die Sendungen entstellen? Antwortet: Würde man den Strom, in dem die Menschheit vorantreibt, gewaltsam anhalten, würde Fanatismus in Brutalität übergehen.

   So strömt der böse freie Wille wie Lava und verschlingt in der Geschichte jene, die gegen das Gute zu Felde ziehen. Gewaltmaßnahmen können für die Menschheit gewiss keinen rechten Weg weisen, daher können die ganzen feinstofflichen Energien nur von einem feurigen Bewusstsein aufgenommen werden.

  Daher ist Duldsamkeit wahrhaftig das Los des feurigen Bewusstseins. Natürlich sollte man läutern, wo immer es schmutzige Anhäufungen gibt, und das Los des feurigen Bewusstseins ist es, die Annalen des Raumes zu läutern. Unter den vielen Seiten der menschlichen Schriften muss man

[Russisches Original. Seite 15.]


jene verderblichen Annalen hervorheben, die sogar den Verstand guter Menschen verschmutzt haben.

  Daher sollte man auf dem Pfad zur Feurigen Welt die große Bedeutung der Aufnahme höherer Energien und feinstofflicher Sendungen verstehen.

 

  15. Unter den Empfängern der Lehre gibt es viele Kanäle, jeder Kanal hat seine besondere Eigenart und Bestimmung. Das Gedankenmeer der Lehre kann aber nur über die am nächsten liegende Quelle gegeben werden. Es gibt viele Zweige und Mittel des Verkehrs[3], und die besonderen Eigenschaften der Kanäle zeigen die Grenzen der Empfänger auf.

  Die Funktion dieser feurigen Empfänger, die das Gedankenmeer der Lehre aufnehmen können, ist es, die wesentlichen Vereiniger der Höheren Kräfte mit der Welt zu sein. Es ist nicht schwierig zu verfolgen, wie diese Hieroinspirationen* vor sich gegangen sind, und es ist auch nicht schwierig zu verfolgen, wie die Träger des Feurigen Bewusstseins vorgegangen sind.

Deshalb sollte man eine lichte Heldentat von einer Begrenzung unterscheiden. In dieser Heldentat kann man wahrhaftig das feurige Verstehen der Menschheit verwirklichen.

 

  16. In den Tagen Harmagedons* sind alle Energien besonders angespannt. Die Anziehung aller Möglichkeiten für gute Taten erfordert eine große Anspannung. Wahrhaftig, alle Kosmischen Kräfte sind tätig, um die notwendigen Bedingungen zu schaffen. Wie kann das Bewusstsein ohne Anstoß, ohne Streben nach Änderung des gegenwärtigen Daseins erwachen? Die Baumeister tragen doch die ganze Last der Ereignisse, und es ist wesentlich zu erkennen, dass die Schlacht Harmagedons gewaltig ist und alle Aufbaumaßnahmen für den Großen Plan ebenfalls gewaltig sind. Deshalb lasst uns alle jene segnen, die Hindernisse schaffen, denn so wachsen Unsere Energien

[Russisches Original. Seite 16.]


und schließen sich an den lichten Aufbau an.

Man fragt: „Geht es nicht ohne Kataklysmen? Geht es nicht ohne Furcht und Elend? Geht es nicht ohne Leiden?“

Wir erinnern an die räumlichen Auftürmungen und menschlichen Ausgeburten, die gesühnt werden müssen. So sind die Kräfte des Lichts um die große feurige Transmutation besorgt. So sollte man auf dem Weg zur Feurigen Welt daran denken, dass zur Zeit Harmagedons eine Reinigung des Raumes vor sich geht.

 

  17. Die Bestätigung der Lebenskraft der Lehre ist besonders wichtig in einer Epoche, in der eine Trennung zwischen Schöpfern und wahren Suchenden und den Verneinern der Wahrheit stattfindet.

  Der eine anerkennt die Gegenwart, die Vergangenheit und die Zukunft; ein anderer sieht alles in der Brechung der Maja; ein anderer will durch Verneinung der Hierarchie eine höhere Offenbarung erlangen; wieder ein anderer betrachtet sich als Wanderer ohne Führer – so vielfarbig sind die Grimassen des Geistes.

Deshalb sollte man unaufhörlich und immer wieder über die schöpferischen Ursprünge sprechen und das menschliche Bewusstsein durch die Lebenskraft der Lehre verwandeln. Wir richten alle Anstrengungen auf die Erneuerung des Geistes – in dieser feurigen Transmutation liegt der Schlüssel für Unsere Arbeit.

    In der Epoche der feurigen Erneuerung muss man die Lebenskraft der Lehre offenbaren. Die Verneinung der Gesetze verunreinigt doch das Denken und ruft Zersetzung hervor. So möge die Menschheit verstehen, wie mutig es ist, die Transmutation der Feurigen Welt in all ihrer Lebenskraft anzunehmen.

 

  18. Die Menschheit denkt über die Entartung vieler Völker nicht nach. Es gibt bösartige Nationen, die sich unter den Augen der Welt unverkennbar zersetzen!

[Russisches Original. Seite 17.]


Menschen mit Schwänzen widerspiegeln die Richtung. Man kann sogar am Körperbau verfolgen, wie ein Volk entartet: Kiefer, Backenknochen, Arme, Beine, Ohren und andere Anzeichen spiegeln die Entartung wider. Eine bösartige Nation wird auch zum Nährboden von Krankheiten und kann Mikroben des Geistes und des Körpers verbreiten.

Doch bei feuriger Schöpfung und Transmutation des Geistes wird der Menschheit das Potential des Fortschritts und der Entwicklung einer Nation enthüllt werden. Wer nicht die Feurige Taufe* annimmt, wer nicht dem Ursprung des Lichts folgt, tritt ab in das Chaos der Zersetzung. Man kann die Verrohung verfolgen und bestätigen, dass allein die Feurige Welt die notwendige Reinigung bietet.

 

  19. Wie auf dem Gipfel nicht für alle Platz ist, die hinaufsteigen, so muss man verstehen, dass der Aufstieg nicht mit einer schweren Last vonstattengehen kann und dass auf dem Gipfel kein Platz für Unnötiges ist. Der aufsteigende Geist muss stets daran denken, sich von den Bindungen des Alltagslebens zu lösen. Die Abhänge sind steil, und man sollte sich daran erinnern, dass nur der Fuß des Berges breit ist. Am Fuß ist Raum für das Alltägliche, doch der Gipfel ist spitz und für die ganzen alltäglichen Dinge zu klein.

  Die alltäglichen Erscheinungen werden vom Gipfel aus am klarsten gesehen; so muss man alle an den Gipfel und den abschüssigen Abhang erinnern. Bei einem Aufstieg, bei Tapferkeit, Festigkeit und schöpferischer Tätigkeit sollte man daran denken, dass der Gipfel schmal, der Horizont aber unermesslich ist. Je höher man aufsteigt, desto weiter und überwältigender ist die Sicht; und je überwältigender die Sicht, desto stärker die Verschmelzung zur Einheit. So wollen wir uns das für den Aufstieg gegebene Geleitwort merken.

[Russisches Original. Seite 18.]


  20. Wahrhaftig, je höher, desto mächtiger ist die Verschmelzung zur Einheit. Ebenso wie ein Wanderer seinen Weg zum Gipfel geht, indem er sich von den alltäglichen Bindungen löst, befreit sich der Wanderer des Feurigen Rechts von allen Erinnerungen, die das Leben ihm als auferlegt hat.

 

  21. Die Aufeinanderfolge der Lehre kann, ebenso wie ein Magnetpol für die Verwirklichung feuriger Manifestationen und für die Ausführung der höheren Gesetze, nur einem feurigen Geist gegeben werden, der bereits seit Tausenden von Jahren mit der Hierarchie verbunden ist. Die angespannte feurige Tätigkeit zieht sich über Tausende von Jahren hin. Die Vereinigung des Bewusstseins wird über Tausende von Jahren geschmiedet. Tausende von Jahren gestalten den vereinten Pfad. In Tausenden von Jahren werden Herzen in dem einen Großen Dienst verschmolzen.

Unabänderlich ist das Kosmische Gesetz, und man sollte begreifen, dass die Aufeinanderfolge der Lehre über Zeitalter hindurch verwirklicht wird. Es gibt viele Eingriffe in dieses erhabene Recht, doch das Kosmische Recht wird einem Schöpfer der Feurigen Welt verliehen. Deshalb muss die Menschheit das Bewusstsein läutern, um das erhabene Recht der Aufeinanderfolge zu verstehen.

 

  22. Wahrhaftig, für den Aufstieg des Geistes sollte man das Symbol des Gipfels annehmen. Jeder Schüler sollte daran denken, dass ein Umgehen des Gipfels den Wanderer vom Pfad wegführt. Jede überflüssige Last behindert den Wanderer. Der Gipfel ist spitz, und jede unnötige Bindung an die irdische Welt hält den Wanderer auf. Es ist schwierig, am Abhang anzuhalten, lasst uns daher an den Gipfel des Aufstiegs denken.

   Es ist schwierig, den Gipfel zu erreichen, wenn der Geist die Grundlagen

[Russisches Original. Seite 19.]


der Hierarchie nicht versteht. So gibt es auf dem Feurigen Pfad weder Einsamkeit noch Leere, nur ein Loslösen von der irdischen Welt und eine unwiderstehliche Anziehung zur Feurigen Welt.

 

  23. Die Welt ist auf der Suche nach Vollendung. Vielfältig sind die Pfade des Suchens. Der nächste Pfad zur Vollendung ist jener der Schönheit.

  Die Religion verlieh das Streben nach Nirwana, doch dies wurde durch irrige Begriffe entstellt. Viele Sucher wurden durch die Begriffe Karma* und Wiedergeburt irregeleitet.

Wer Vollendung durch Schönheit suchte, konnte die machtvollen Gesetze des Seins finden. Wenn wir alle verunstalteten Lebenserscheinungen nehmen und ihnen die Schönheit gegenüberstellen, werden wir das Gesetz der Vollendung finden. Wenn wir die unausgeglichenen Zustände aller ins Leben eingeführten Prinzipien nehmen und ihnen die Schönheit gegenüberstellen, werden wir zum Gesetz des Seins gelangen. Wenn wir das Leben des Planeten mit all seinen Vorurteilen betrachten, gelangen wir unvermeidlich zur erhabenen Vollendung durch Schönheit.

Man muss das Bewusstsein an die erhabene Vollendung gewöhnen. Dieses Denken kann zur Feurigen Welt führen.

 

  24. Einer der großen Begriffe, der oft falsch ausgelegt wird, ist gerade der erhabene Begriff der Demut. Er wurde als Nichtwidersetzung gegen das Böse ausgelegt, als Gutherzigkeit oder als Barmherzigkeit, doch nur wenige betrachteten Demut als Selbstverleugnung. Indessen können nur Selbstverleugnung und Selbstaufopferung zum Verstehen der Demut führen.

Wahrhaftig, Wir sehen die Riesen des Geistes und die Helden, die sich der demütigen Arbeit zum Wohl der Menschheit hingeben. Wir kennen große Experimente, die in Laboratorien

[Russisches Original. Seite 20.]


demütig zum Wohl der Menschheit ausgeführt werden. Wir kennen die großen feurigen Experimente jener, die sich demütig zum Wohl der Menschheit hingeben. Wir kennen eine Erscheinung auf dem Pfad zur Feurigen Welt, welche die ganze Umgebung inspiriert hat.

Wahrhaftig, mannigfaltig ist die durch Selbstaufopferung und Selbstverleugnung bekundete Demut. Heldentum ist die Offenbarung verschiedener Arten von Demut. So sind die Annalen des Raumes voll von großen Taten der Demut. Unschätzbar sind diese feurigen Flüge des Geistes. Wahrhaftig, so leeren die Helden der Demut den vollen Giftkelch zum Wohl der Menschheit.

 

  25. Als höchste Demut und höchste Selbstverleugnung sollte man das Bildnis Jener annehmen, die den vollen Kelch der Selbstaufopferung tragen. Sie tragen eine schwere Last im Herzen. Sie tragen sie wegen der Anspannung der Menschheit. Sie tragen die Last der ganzen mangelnden Entsprechung. Eine solche Demut ist Erlösung.

Wer gibt sich der Heldentat hin, den Giftkelch zu leeren? Wer ergreift den Feurigen Schild zum Wohl der Menschheit? Wer entschließt sich, die feurigen Energien aufzunehmen? Wer zeigt Verständnis für die ganze kosmische Anspannung? Wahrhaftig, derjenige, der mit den Höheren Kräften zusammenklingt.

  Die Menschheit ist doch gewohnt, Gutes zu fordern, doch so selten denkt der Mensch ans Geben. So ist die Demut des Glaubenshelden, der den feurigen Kelch trägt, die höchste Demut. Im feurigen Kelch liegen die Erlösung und die Bewahrung des Geistes der Menschheit. Das wollen wir uns merken und Verstehen zeigen.

 

  26. Für eine solche feurige Demut muss der Geist in Tausenden von Jahren gestählt werden und in ständiger Heldentat

[Russisches Original. Seite 21.]


leben. So findet der letzte Einsatz für den Planeten statt, und in diesem großen Kampf offenbaren Wir Unsere Macht. Deshalb ist Unsere Demut so feurig.

  Für einen feurigen Geist ist es nicht leicht, Demut zu bekunden. Der feurige Geist ist wie eine Esse, wie eine lodernde Fackel, und Selbstverleugnung und Selbstaufopferung sind sein Los auf der letzten Stufe. Deshalb ist das letzte Verweilen auf der Erde so schwer. Jede Schwelle bedeutet einen schweren Schritt. So schmieden Wir die große Zukunft.

 

  27. Die Herrschaft des Geistes und die Herrschaft des Herzens werden so wenig verstanden, dass es notwendig ist, für den Fortschritt der Menschheit diese Begriffe zu erweitern. Oft verursacht mangelndes Verständnis dieser großen Prinzipien eine Störung des Gleichgewichts.

Das beste Beispiel ist Osten und Westen. So versteht man im Osten nicht, dass Herrschaft des Geistes keine Untätigkeit und Herrschaft des Herzens keine Willenlosigkeit ist. Der Westen hat beide Begriffe zerstört und die Herrschaft der Materie als Lebensgrundlage verwirklicht.

Ohne die Herrschaft des Geistes und des Herzens kann man nicht vorwärtsschreiten. Man sollte die Formel „vergeistigte Materie“ in den täglichen Gebrauch aufnehmen. So werden Geist, Herz und Materie ins Leben eingehen. Die Feurige Welt verwirklicht die Herrschaft des Geistes in ihrem ganzen kosmischen Maßstab.

Würden die Wissenschaftler die große Bedeutung der Herrschaft des Geistes verstehen, wie viele nützliche Forschungen könnten der Menschheit ermöglicht werden! Doch die Buchgelehrten lassen die mächtigste Kraft nicht zu, nämlich die Herrschaft des Geistes. Deshalb muss man jede feinstoffliche Annäherung an die Wissenschaft und die Kunst als wahres feuriges Denken schätzen. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die Herrschaft des Geistes im Sinn behalten.

[Russisches Original. Seite 22.]


  28. Der Mensch verwirklicht selbst jene Macht, die sein Wesen beherrscht. Diese Macht besteht aus den Haupteigenschaften des Geistes. Die Menschen leben unter der Herrschaft verschiedener Potentiale. Man kann Erscheinungen des Aufbaus und der Zerstörung unterscheiden.

Jene, die unter der Macht der Schönheit leben, zieht es zum Aufbau hin. Sie schaffen durch ihr eigenes Potential die Herrschaft des Geistes. Sie erneuern das Leben durch Schönheit.

   Jedoch wie schrecklich ist das Leben jener, die von der Macht der Zerstörung leben! Gewiss, wenn man von der Macht der Zerstörung spricht, sollte man die Macht der Ichsucht im Blick haben, die der Macht der Schönheit entgegensteht.

   So muss man verstehen, wie der Mensch sich entweder in den Abgrund stürzt oder in die Unbegrenztheit erhebt. Die Herrschaft des Geistes und des Herzens ist ein gewaltiges kosmisches Gesetz. Deshalb schafft die Feurige Welt durch die Macht des Geistes.

 

  29. Heute, an Unserem Tag[4] werde Ich euch sagen, wie die Macht der Schönheit zur Welt der Feurigen Vollendung ruft. Schöpfung durch die Macht der kosmischen Liebe ist unbegrenzt. Der Raum erklingt durch die Verwirklichung des Gesetzes der Kosmischen Liebe. Die Strahlen werden zu einer mächtigen Einheit verwoben. Allein durch die vereinten Strahlen war es möglich, dass Wir so viele Erdbeben zum Stillstand brachten.

   So erweist sich für die Welt das Experiment des Agni Yoga als eine feurige Transmutation; doch für die Höhere Welt besteht die Kenntnis des kosmischen Gesetzes, welches das Experiment des Agni Yoga als eine Vorbereitung für die Aufnahme des Strahles des großen Kosmischen Rechts offenbart. So offenbart die Feurige Welt das Wesen des Kosmischen Rechts.

[Russisches Original. Seite 23.]


  30. Nur ein erweitertes Bewusstsein kann die Macht der Schöpfung des unsichtbaren Kosmischen Strahles verstehen. Die Macht dieses Strahles ist das Gesetz der Feurigen Welt. Die Schwingungen der Strahlen wurden gezeigt. So bringen zum Beispiel Willensanspannung, ein Impuls des Geistes, Freude und alle anderen Erscheinungen des Geistes und des Herzens ihre eigenen Strahlen hervor. Dabei sollte man bedenken, dass das Wesen der Ausstrahlungen den Kosmischen Strahl nicht ersetzt, denn dieser Strahl enthält das ganze Potential der Tat.

  Bewusst gelenkte Strahlen stellen eine kosmische Macht dar. Wie viele gewaltige Aufbauten könnten bei höchster Anspannung des Geistes und Reinheit des Herzens vollbracht werden! Wie mächtig könnten die vereinten Strahlen sein! Wenn aber der Geist nicht zur Erhabenheit der Kosmischen Ursprünge strebt, kann er die Macht des Kosmischen Strahles nicht aufnehmen. Die Aufnahme des Kosmischen Strahles hat eine große Zukunft.

 

  31. Ich werde über den gewaltigen Kosmischen Strahl in Zusammenhang mit der Vereinigung sprechen. Auf der letzten irdischen Stufe, vor der höchsten Vollendung, wird eine Übereinstimmung zwischen den feurig transmutierten Zentren und dem Kosmischen Strahl hergestellt. Jede sichtbare Bestimmung hat eine entsprechende kosmische Anspannung. So werden die Zentren mit Feuer gesättigt, um den gewaltigen Kosmischen Strahl aufzunehmen, der alle Körper auf das letzte Loslösen von der Erde einstellt.

   So nehmen der feinstoffliche, der physische und der Astralkörper ein und dieselbe Gestalt der Schönheit an. Das ist die größte Tat des Kosmischen Strahles, und das feurige Recht zieht diesen heiligen Kosmischen Strahl

[Russisches Original. Seite 24.]


an. Das ist das höchste kosmische Mysterium und die erhabenste Offenbarung des Kosmos.

 

  32. Der Kampf des Geistes ist ein Schritt zur Heilung. Bei Stillstand des Geistes und beharrlichem Eigendünkel und Selbstrechtfertigung kann der Geist nicht voranschreiten, deshalb setzt die Feurige Taufe den Kampf des Geistes voraus. Natürlich führt angespanntes Suchen zum Kampf des Geistes. Man kann bemerken, wie Menschen sich im Geist erheben oder erstarren.

Man kann beobachten, wie ein Geist, der über die volle Synthese verfügt, sich in das Suchen vertieft und kein Gefühl der Vollendung offenbart. Man kann auch den Spezialisten beobachten, der in seiner Arbeit Selbstzufriedenheit und das Gefühl der Vollendung findet. Genauso verhält es sich mit der sogenannten Tüchtigkeit und dem Schwung der Gedanken und der Schöpferkraft.

  Daher ist es so wichtig, die Menschen ihrem Potential gemäß zu unterscheiden, denn nicht immer ist ein Genius für jene sichtbar, die durch Selbstzufriedenheit begrenzt sind; deshalb muss man Achtung vor der Arbeit und den Forschungen jener entwickeln, welche die Synthese besitzen. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt sind Synthese und der Kampf des Geistes erforderlich.

 

  33. Beim Kampf des Geistes sollte man besonders das Gefühl der Unzufriedenheit hervorheben. Ein Geist, der die Synthese besitzt, kann natürlich seine Kraft verwirklichen. Doch gerade diese feurigen Empfänger kennen das Gefühl der Zufriedenheit nicht. So kann man im Leben oft beobachten, dass die Herkömmlichkeit die Träger der Synthese nicht annimmt. Das Sichtbare wird immer von allen geschätzt. Man kann nur bedauern, dass sich die Menschen so sehr selbst beschränken, indem sie enge Rahmen schaffen.

Man muss

[Russisches Original. Seite 25.]


jene bedauern, welche die Schöpfung mittels des Gedankens nicht verstehen wollen. Ihr habt über den Gedanken und das Gefühlswissen richtig gesprochen. Über alles Samadhi* hinaus herrscht der Gedanke. Je höher, desto machtvoller. Je flammender der Gedanke, desto nützlicher die Offenbarung. Wahrhaftig, der Gedanke ist elementar und unbegrenzt.

 

  34. Mitten im feurigen Kampf offenbart der Geist Schwermut. Besonders auf der letzten Stufe kennt der Geist diesen Kampf. Schwermut ist eine Erscheinung der Feinstofflichen Welt, und Unzufriedenheit ist das Wissen von der Zukunft. Bei einer Teilung des Geistes ist dieses Gefühl besonders mächtig.

 

  35. So viel wird über Zusammenarbeit gesprochen, aber so wenig versteht man sie! Sie ist einer der am meisten entstellten Begriffe, weil in der menschlichen Gesellschaft der Begriff der gemeinsamen Arbeit so entstellt wird. Das Leben in einer Gemeinschaft von Mitarbeitern kennt kein Aufdringen von Gefühlen, Verpflichtungen oder Zwängen, sondern nur die Verwirklichung der gemeinsamen Arbeit im Namen des Guten.

Würde die menschliche Gesellschaft das Gesetz der gemeinsamen Arbeit als Lebensgesetz annehmen, wie sehr würde das menschliche Bewusstsein geläutert werden! Der Rhythmus der gemeinsamen Arbeit kann doch verschiedene Spezialisten und Menschen mit unterschiedlichen Eigenschaften vereinen. Das Gesetz ist einfach, doch von wie vielen Entstellungen ist es umgeben!

  Die Geistesverwandtschaft der Menschen hat viele Gründe, sowohl geistige als auch karmische, unter dem Strahl der Arbeit aber kann sich eine Gemeinschaft durch das Gesetz der Zusammenarbeit bilden. Deshalb ist es notwendig, die Mitglieder der Gemeinschaft durch Arbeit und die Bekräftigung zu erziehen, dass jeder Mitarbeiter ein Teil des Ganzen ist; man muss aber

[Russisches Original. Seite 26.]


falsches Denken über das Persönliche beseitigen; eine solche Erläuterung hilft der Gemeinschaft, sich als ein einziger Kanal zu verwirklichen.

Man kann viele bedauerliche Geschehnisse durch Erweiterung des Bewusstseins und das feinfühlige Verstehen vermeiden, dass man das Herz eines anderen nicht verletzen darf. Daher sollten die Mitglieder der Gemeinschaft auf dem Pfad zur Feurigen Welt verstehen, dass man nur durch das Gesetz gemeinsamer Arbeit vorankommen kann – es gibt kein anderes Kriterium!

Feines wird nur durch Feines erreicht, und die feinen Fäden des Herzens klingen nur durch die Anspannung von Jahrtausenden zusammen. Deshalb mögen die Mitglieder der Gemeinschaft vor allem diesen einzigen Pfad erkennen. Das Gesetz der gemeinsamen Arbeit verletzt nämlich das Herz des anderen nicht.

 

  36. In der Gemeinschaft sollte man an die Heiligkeit der Gefühle denken. Vor allem muss man sich merken, dass man in einem Gemeinschaftsmitglied ein feines Gefühl nicht gewaltsam hervorrufen darf. Durch äußere Forderungen kann man keine feinen Schwingungen im Herzen entwickeln. Nur inneres, verdientes Handeln erzeugt eine entsprechende Schwingung. Selten ist dieses Leben des Geistes inmitten der erdrückenden irdischen Schwingungen zu finden. Jedoch diese Erscheinung, wenn ein Geist mit einem Geist zusammenklingt, ist so herrlich!

  Bei der Entwicklung des Gemeinschaftsbewusstseins sollte man vor allem das Verständnis für Zusammenarbeit festigen. Bei diesem Verständnis kann die Gemeinschaft erstarken, und der Wurm des Selbstmitleids verschwindet.

Dieses Geleitwort geben wir den Schülern mit auf den Weg und bestätigen die Freude an der Arbeit, ohne in irgendeiner Weise das Herz des Nächsten zu verletzen. Seit langem heißt es: „Liebe lässt sich nicht erzwingen!“ Das ist auch eine kosmische Formel. Man kann aber den Pfad der gemeinsamen Arbeit in hohem Maße reinigen. Daher mögen die Schüler sich

[Russisches Original. Seite 27.]


die Zusammenarbeit als die wichtigste Stufe im alltäglichen Leben der Gemeinschaft merken.

 

  37. Eine Errungenschaft des Geistes besteht darin, dass er inmitten von irdischen Schwierigkeiten und Kämpfen höheres Streben entfaltet. Der Geist kann sich nicht inmitten von Wohlstandsverhältnissen verwirklichen. Deshalb mögen die Mitglieder der Gemeinschaft der Arbeit die Kraft ihres Geistes und Strebens inmitten der Mühen und Schwierigkeiten des Alltags unter Beweis stellen.

Wie kann man einen höheren Zustand und eine Verfeinerung des Bewusstseins ohne geistige Arbeit erlangen? Wie viele segensreiche Sorgen gibt es auf dem Pfad der Läuterung des Bewusstseins! Jede Tat, die den Geist von irdischen Begierden losreißt, ist eine höhere Verwirklichung. Der Pfad zur Feurigen Welt führt über geistige Arbeiten und irdische Entbehrungen; und höchste Errungenschaft erlangt man durch Loslösen von den irdischen Erscheinungen, um nach höheren zu suchen.

Wenn es daher heißt: „Die Errungenschaft des Geistes wird jenen zuteil, die den Kampf und die Suche nach Wissen kannten“, so deutet das auf eine feurige Errungenschaft hin. Das wollen wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt im Sinn behalten.

 

  38. Der Pfad der Aufnahme ist am mächtigsten, wenn der Geist einen feinstofflichen Energiestrom offenbart. Die feinstofflichste Aufnahme erlangt man durch geistiges Verstehen. Die Kraft der Aufnahme durch geistiges Verstehen ist mit nichts zu vergleichen.

  Gewiss, beim geistigen Aufbau muss man viele Kanäle nutzen, doch man sollte zwischen Kanälen unterscheiden, die durch den Willen von außen oder von innen gelenkt werden. Die erhabene Quelle des geistigen Verstehens ist der feinstofflichste und höchste Verwirklicher. Die äußere Quelle ist einfach ein Kanal, durch den man senden und sogar den Willen lähmen kann. Deshalb gibt es so viele ungenaue Berichte,

[Russisches Original. Seite 28.]


denn man darf den Willen nicht zu oft lähmen. Außerdem sind diese Kanäle sehr einseitig, und beim kosmischen Aufbau gleichen sie einer einzigen Retorte. Daher ist es so wichtig, die Macht des geistigen Verstehens zu verstehen. Nicht nur Medien, sondern auch andere Quellen, die nur teilweise empfangen, verstopfen den Raum.

Zum Beispiel drückt sich die Fürsorge der Hierarchie in Sendungen an Mitglieder der Gemeinschaft aus, doch wenn diese das für die Gemeinschaft Gesandte nicht übermitteln, ist der Kanal unrein. Ist es denn möglich, dass die Hierarchie Visionen nur für ein einzelnes Mitglied der Gemeinschaft sendet? Wiederum ist der Kanal unrein. Deshalb ist es so schwierig, das Bewusstsein zu erweitern.

 

  39. Das Wesen des feurigen Fortschritts besteht aus den verschiedenen Verwirklichungen des Geistes. Der Hauptfaktor ist die Entwicklung von selbständiger Tätigkeit. Selbständige Tätigkeit beinhaltet Liebe zur Hierarchie, Verantwortungsgefühl sowie wahres Verstehen des Dienstes. Wenn Wir daher von selbständiger Tätigkeit sprechen, muss man alle Eigenschaften der höheren Verwirklichung verstehen.

Wenn ein Mitglied der Gemeinschaft die Entwicklung selbständiger Tätigkeit auf sich nimmt, wird sein Tätigkeitsfeld grenzenlos sein. Die Hierarchie wird zum feurigen Antrieb aller seiner Taten. Keine Angriffe, seien es nahe oder ferne, erschrecken ein Mitglied der Gemeinschaft, weil er den feurigen Dienst kennt; deshalb ist es so wichtig, sein Bewusstsein von Ichsucht zu reinigen.

Doch ein Mitglied der Gemeinschaft muss bereit sein, alle Schwierigkeiten in dem Wissen auf sich zu nehmen, dass der Dienst für die Hierarchie die höchste Errungenschaft ist.

 

  40. Erst nach langem Suchen finden wir das, was dem Geist und dem Herzen gebührt. Nur langwieriges Suchen führt zur Vollendung.

[Russisches Original. Seite 29.]


  41. Das Königtum des Geistes besteht aus einem feurigen Bewusstsein, nämlich aus Disziplin des Geistes, bestätigter Synthese und umfassendem Verständnis. So fürchten nur Sklaven des Geistes alles Feurige, weil jede Offenbarung des Feuers sie versengt. Man kann verfolgen, wie königlich ein Mitglied der Gemeinschaft einherschreitet, erleuchtet vom Feuer des Bewusstseins.

Man sollte nicht nur die Errungenschaften des sichtbaren Heldentums bemerken, sondern auch den erhabenen Pfad des Königtums des Geistes mitten im Alltagsleben. Es ist unmöglich, sich im Potential eines königlichen Feuerträgers zu irren. Wir kennen diese großen Glaubenskämpfer, die den Raum und ihre Umgebung mit ihrem Feuer sättigen und zur Heldentat inspirieren; so muss man im Leben auf die feinstofflichen Taten eines königlichen Geistes achtgeben.

Man sollte Heldentum fein unterscheiden, denn wir nehmen das feurige Heldentum des Geistes nicht immer wahr, und die Grundlage des Heldentums wird dem Auge eines gewöhnlichen Menschen nicht immer enthüllt. Wie herrlich ist der Pfad des königlichen Geistes!

 

  42. Wie unterschiedlich wird die Offenbarung von Heldentum gewöhnlich verstanden. Man sollte daran denken, dass ein Held nicht immer durch Posaunenschall verkündet wird. Ein Held des Geistes schreitet nicht so einher, dass alle Welt es hören kann, sondern leert wahrhaftig den Giftkelch.

  Oft wird jenen, die mehr fordern, ihrem Verlangen gemäß mehr gegeben; doch die irdischen Gaben sind kein Beweis für höhere Gaben. Wahrhaftig, ein Geistesheld wandelt auf einem anderen Pfad. Seine Last ist die Last der Welt. Und wie wundervoll ist das Antlitz des Geisteshelden, der in Stille und Einsamkeit ungestüm voranschreitet!

  Die feurige Schöpfung des Helden des Geistes ist nur

[Russisches Original. Seite 30.]


mit dem Feuer der höchsten Anspannung vergleichbar, denn die höchste Flamme ist unsichtbar. Der Raum spannt die Strahlen der Schöpfer des Geistes mächtig an. Ist das Bildnis des Gebenden nicht das Bildnis eines wunderwirkenden Herzens? Das wollen wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt im Sinn behalten.

 

  43. Das Herz des Helden kennt die Selbstaufopferung im Namen des Allgemeinwohls. Es kennt die Selbstverleugnung und den Großen Dienst. Der Pfad des Helden ist nicht immer mit Kronen menschlicher Dankbarkeit übersät. Der Pfad des Helden verläuft auf dornigen Wegen. Deshalb sollte man den Pfad der Selbstaufopferung immer achten, denn jeder Fortschritt auf dem Antlitz der Erde, der das Heldentum des Geistes bekräftigt, ist die Gewähr für einen neuen Anfang.

Wie viele Geisteshelden könnten auf dem Pfad der Menschheit wie führende Fackeln sein! Für die Augen der Unwissenheit bleiben diese Feuer des Geistes jedoch unbemerkt. Daher sollte man auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Helden des Alltagslebens ehren, die das Leben zu jeder Stunde mit einer Errungenschaft sättigen.

  Die Gemeinschaft der Arbeit sollte diese Helden heranbilden, denn nur aus den Eigenschaften des Heldentums des Geistes und des Herzens erwachsen die Säulen eines Volkes.

Wer das Heldentum der Selbstverleugnung kennt, wird kein zufälliger Held der Stunde sein – die Annalen des Raumes werden die Mühen eines Geisteshelden für immer verzeichnen.

 

  44. Würden die Menschen über die Stufen der Evolution nachdenken, kämen sie zu dem Schluss, dass die Gesetze in ihrer Vielgestaltigkeit unbegrenzt sind. Es scheint so einfach zu sein, die Verwirklichung des ganzen Wachstums und aller Verfeinerungen aufzuspüren, doch die Menschheit bemerkt nur das,

[Russisches Original. Seite 31.]


was sie im Rahmen des Alltagsverstehens zu verfolgen vermag.

   Ist es möglich, die Erhabenheit der Gesetze zu erfassen, die den gesamten Kosmos im Gleichgewicht halten? Das irdische Maß entspricht der Erhabenheit des Kosmos nicht, und der Grund des ganzen Misserfolgs der Forschungen liegt in diesem Mangel an Verständnis. Man kann das Unbegrenzte nicht begrenzen!

Das Denken kann in die Tiefen des Kosmos eindringen, wenn der Geist das Wesen des Feuers ergründet, das in seiner Macht unendlich und in seinen Eigenschaften unbegrenzt ist. Könnte die Menschheit das Wesen und die Erhabenheit des feurigen Aufbaus ergründen, würden alle Evolutionsstufen zur Verwirklichung der erhabenen Gesetze führen.

  Alles, was sich bewegt, geht den spiralförmigen Pfad zur großen Verfeinerung. Deshalb sollte man auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Unbegrenztheit der Gesetze kennen.

 

  45. Könnte die Menschheit die Evolution verstehen, würde sie gewiss zum Verständnis des Feurigen Rechts gelangen. Nur das Feurige Recht kann kosmisch schaffen. So können die Stufen der machtvollen Evolution vollendet werden. Das ganze Gleichgewicht des Kosmos wird aufgrund der feurigen Vereinigung der Grundlagen aufrechterhalten.

 

  46. Obwohl die guten Auswirkungen von Absichten, guten Gedanken und Taten nicht fassbar sind, ruft nach dem Kausalitätsgesetz dennoch alles eine Wirkung hervor. Dieses Gesetz ist unabänderlich und erhaben. Die Bestätigung der Kausalität bei jeder Tätigkeit führt zu einer Erweiterung des Bewusstseins, denn nicht Furcht, sondern das Erkennen der Taten weist die rechte Richtung.

Wie herrlich ist das Gesetz,

[Russisches Original. Seite 32.]


das allem Guten und jedem schöpferischen Vorhaben Leben verleiht! Der Aufbau des Weltalls wird doch zu jeder Stunde mit allen Vorhaben angespannt. Wahrhaftig, die Helden des Geistes wissen, dass ihr tägliches Streben sie an den Aufbau des Lebens anschließt.

   So kann das Kausalitätsgesetz das Denken zum Verstehen der unbegrenzten Feurigen Welt lenken, wenn der Geist fühlt, dass er als Wirkung einer Ursache und Ursache einer neuen Wirkung ein Glied in der Kosmischen Kette ist. Durch dieses einfache Verstehen des Gesetzes von Ursache und Wirkung wird der Mensch vieles erkennen können.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die ewige Bewegung unserer Taten im Sinn behalten.

 

  47. Wie erhaben ist das Gesetz der Kausalität! Es beinhaltet die Antwort auf alle Fragen. Der menschliche Verstand wird durch das Problem des Elends verwirrt, doch das Kausalitätsgesetz führt zum Karmagesetz. Der Mensch ist empört über das Elend, doch das Kausalitätsgesetz weist ihn auf dessen Entstehung hin. Der Mensch wundert sich über seltsame Störungen des Gleichgewichts, doch das Kosmische Gesetz ruft die Höhere Gerechtigkeit hervor. Wer sich im Geist an das Kausalitätsgesetz anschließt, hat sich bereits der Wahrheit angeschlossen.

Würden Schulen und Tempel das Kausalitätsgesetz verkünden, befände sich das Bewusstsein auf einer höheren Stufe, denn was von den Daseinsgrundlagen getrennt ist, kann nicht fortschreiten. Es ist richtig zu bestätigen, dass ein Uranfang ohne das eine Feuer des Daseins nicht existieren kann; und in demselben Maß offenbart sich der Kosmische Aufbau, indem er das vereint, was von Rechts wegen zusammengehört.

[Russisches Original. Seite 33.]


So wird im Kosmos alles vereint. Man sollte das Kausalitätsgesetz in seiner ganzen Macht annehmen.

 

  48. Wie begrenzt der Mensch das Feurige Recht! Er versteht gar nicht, dass er gegen die Verwirklichung des Daseins selbst vorgeht. Wie viele wunderbare offenbarte Gesetze sind dem Menschen verborgen! So muss jedes okkulte Prinzip gehütet werden. Die Enthüllung steht nahe bevor, doch es ist schwierig, das Bewusstsein zu erweitern. So wird das Okkulte von jenem Geist erkannt, der dem Feurigen Gesetz nahesteht.

Vereinigung ist die Verwirklichung des Kosmischen Gesetzes der Kausalität. Ein feuriger Wirbel erzeugt eine mächtige räumliche Anspannung, deshalb sind alle menschlichen Verwirklichungen unrichtig.

  Gewiss, der Menschheit wurde ihrem Bewusstsein gemäß gegeben, darum ist die Wahrheit verborgen; doch im Raum herrscht die Verwirklichung des Feurigen Rechts. Deshalb halten wir, die Archate*, das Gesetz des Kosmischen Rechts verborgen. (…)

 

  49. Seit alten Zeiten war der Kelch das Symbol des Dienstes. Die Gaben der Höheren Kräfte werden im Kelch gesammelt. Aus dem Kelch werden sie gespendet. Das Symbol des Kelches bedeutete immer Selbstaufopferung. Der Träger des Kelches ist der Träger der Heldentat. Jede große Tat wird durch das Symbol des Kelches gekennzeichnet. Alles Höchste, das für das Wohl der Menschheit geschieht, bedarf dieses Zeichens.

  Der Kelch des Grals und der Kelch des Herzens, die sich dem Großen Dienst hingegeben haben, sind der Kosmische Magnet selbst. In diesem hohen Symbol spiegelt sich das Herz des Kosmos wider. Alle Bilder der Helden des Geistes können als Träger des Kelches dargestellt werden. Im Kelch eines feurigen Geistes spiegelt sich das ganze Universum wider.

  Der Kelch

[Russisches Original. Seite 34.]


enthält doch die Aufspeicherungen von Jahrhunderten, die um das Geisteskorn herum angesammelt werden. Man muss den Kelch als großes Symbol im Alltagsleben annehmen. Auch Kinder und Jugendliche sollte man lehren, an den Kelch zu denken. Man muss die ganze Vielfalt der Formen des großen Symbols des Kelches verstehen.

 

  50. In einem Leben, das sich mit dem Gesetz des Kosmischen Rechts vereint, kann man verfolgen, dass zur Erlangung des großen Kosmischen Rechts der Giftkelch geleert wird. Der Geist trägt alle bestätigten Kelche durch Selbstaufopferung. Als Vollendung wird dem Geist durch das Feurige Recht der große Kelch der Schönheit enthüllt.

   Es ist wahrhaftig eine große Zeit, denn die letzten Energien der letzten Stufe werden angespannt. Mit Recht wurde gesagt: „Das Herz hält es nicht aus, wenn die Anziehung oft wiederholt wird.“ Auf der letzten Stufe leert das Herz des Archaten den Kelch der Selbstaufopferung. Unser Lebenskelch ist gefüllt und öffnet den Weg zu Unserem Kosmischen Dasein.

 

  51. Was über die Massen und ihre Unkenntnis der Staatskunst gesagt wurde, war richtig. Man muss hinzufügen, dass es an Volksführern mangelt. Man muss im Volk das Verantwortungsgefühl entwickeln, damit die Stimme des Volkes wirklich die Stimme der Gemeinschaft wird. Die Entwicklung des Gefühls der Führerschaft ist so entartet! Die Seele des Volkes ist verborgen, und derjenige, der den Staat vertritt, muss die ganze Synthese des Volkes besitzen.

    In Zukunft kann man unmöglich das Erscheinen solch willkürlicher Führer zulassen, von denen der Planet überschwemmt wurde. Das Recht auf Führerschaft gebührt dem Geist,

[Russisches Original. Seite 35.]


der mit den Kräften des Lichts verbunden ist, daher kann es nach dem Höheren Gesetz keine zufälligen Führer geben. Sobald sich das Bewusstsein erweitert, wird es möglich sein, das erhabene Gesetz der Führerschaft zu verwirklichen. In jedem Tätigkeitsbereich muss man ein feines Verständnis des Gesetzes der Führerschaft anwenden. So muss die Staatskunst im ganzen Lebensaufbau in Erscheinung treten.

  Die Verletzung des Volkswillens durch die Stimme des Führers zieht ernste Folgen nach sich. So muss man die große Führerschaft ehren, die durch ein besonderes Recht, durch den Staatsgeist des Volkes verliehen wird. Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt den Führer ehren.

 

  52. Am wenigsten von allem verstehen die Menschen Erfolg. Wenn der Erfolg eines Auftrags, der von der Hierarchie erteilt und von ihrer Hilfe gesättigt wurde, von einem selbstsüchtigen Geist sich selbst als Verdienst zugeschrieben wird, wandelt sich der Erfolg gewöhnlich in einen Splitter des Geistes.

Wenn ein Mitglied der Gemeinschaft für die Erfüllung des ihm erteilten Auftrags Verehrung fordert, verschließt er damit die Annalen des Raumes. Wie viele armselige Geister enthüllen die Annalen des Lebens, Annalen, die im ganzen irdischen Ruhm verflossen sind!

  Ein Mitglied der Gemeinschaft, das in der Gemeinschaft die Ansicht vorbringt, dass die Hierarchie so vorgeht, wie es das erfolgreiche Mitglied der Gemeinschaft behauptet, setzt in der Tat den Hierarchen herab.

Wie schwierig ist es, unter den Mitgliedern der Gemeinschaft den Begriff Erfolg einzuführen! Indessen entsprechen allein Demut des Geistes und die Offenbarung von Dankbarkeit dem Erfolg. Wer bot denn alle Möglichkeiten? Wer gab denn die Richtung an? Wer offenbarte denn alles Gute? Allein der Hierarch, allein der Führer, allein die Kräfte des Lichts!

  Erfolgreiches Mitglied der Gemeinschaft, betrachte deine Rüstung, auf jedem Ring

[Russisches Original. Seite 36.]


steht eingeschrieben: „Hierarchie, nicht ich, nicht mein, sondern Dein, o Herrscher!“ So sollte man auf dem Pfad zur Feurigen Welt daran denken, dass Demut die Gefährtin des Erfolges ist.

Mitglied der Gemeinschaft, stelle dich nicht als scheinbar erfolgreich dar, denn feurige Energien sind feinstofflicher Art und grobe Selbstsucht kann die Feuer nicht aufnehmen. So wollen wir Demut im Sinn behalten, wenn wir wirklich erfolgreich sein wollen.

 

  53. Ihr habt richtig über Grobheit gesprochen und wie machtlos die feinstofflichen Energien gegen Grobheit sind. Kein Aufbau kann auf den Säulen der Grobheit stehen; deshalb wird keine von Grobheit durchdrungene Erscheinung von Dauer sein, Rückschritt ist unvermeidlich. Wo der Wurm der Grobheit die Grundlage zerfrisst, tritt völliger Zerfall ein. Jede menschliche Tat unterliegt dieser Gefahr. Eine grobe Tat kann mit Tausenden von Begierden bemäntelt werden, sie lässt sich vor den Annalen des Raumes nicht verbergen.

Jede Regierung sollte dafür sorgen, dass dieser Gräuel ausgemerzt wird. Jede Gemeinschaft muss diese Geißel bekämpfen. Keine eng verbundene Gemeinschaft darf in ihrer Mitte Grobheit erkennen lassen. Ein in Grobheit erzogenes Volk muss eine feurige Transmutation durchlaufen, und wer eine solche Zersetzung zugelassen hat, wird karmisch dafür verantwortlich sein. Ebenso müssen Mitglieder der Gemeinschaft, die in Grobheit verharren, eine besondere Läuterung durchlaufen.

  Gewiss, Grobheit ist eine furchtbare Seuche, die in der Umwelt Zersetzung erzeugt. So kann kein Staat erfolgreich sein, der ein Nährboden für die Mikroben der Grobheit ist. Auch ein Mitglied der Gemeinschaft wird nicht wahrhaft

[Russisches Original. Seite 37.]


erfolgreich sein, wenn Grobheit von seinem Geist Besitz ergreift. Das wollen wir uns beim Aufbau auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken.

 

  54. Lasst Uns erklären, wie Duldsamkeit zu verstehen ist. Wenn Wir über höhere Duldsamkeit sprechen, meinen Wir, dass die Hierarchie Nachsicht üben kann, denn das Herz des Hierarchen ist allumfassend, spürt alles, kennt alle Impulse und Absichten und wägt alles Gute und Böse ab. Der Höhere Geist steigt in Seiner Nachsicht herab in die Bewusstseinssphäre des Schülers und hebt durch Seine Nachsicht und Duldsamkeit den Schüler empor.

Doch so darf ein Mitglied der Gemeinschaft die Hinweise auf Duldsamkeit nicht auffassen. Duldsamkeit gegenüber einem Schüler, der seiner Umgebung gegenüber unduldsam ist, kann nicht Nachsicht genannt werden. Wird ihm die Entwicklung dieser wunderbaren Eigenschaft aufgezeigt, bedeutet das, dass er Verurteilung ausschalten muss.

  Die Weisung über Duldsamkeit besagt nicht, einen Bruder, ein Mitglied der Gemeinschaft dauernd zu befehligen; sie besagt nicht, dass der Geist sich auf einem solchen Niveau befindet, dass er die Umgebenden verurteilen kann.

  Die Weisung über Duldsamkeit muss im Schüler vor allem Verständnis dafür wecken, dass der Geist sich von Ichsucht befreien muss, denn Ichsucht gebiert die schrecklichsten Missbildungen. Daher kann allein der von Ichsucht freie Geist eines Schülers Nachsicht üben.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt sollte man die wahre Bedeutung der Duldsamkeit verstehen.

 

  55. Kühnheit des Geistes ist der Beginn des Aufstiegs. Die Bekundung wahrer Kühnheit weist dem Geist sowohl den Maßstab aller Taten als auch die Richtung, weil Kühnheit keinen Kleinmut zulässt.

[Russisches Original. Seite 38.]


Kühnheit merzt jeden Ansatz von Verrat aus. Wer im Geist die wahre Kühnheit erkannt hat, kennt die Schönheit des Dienstes. Der Kühne kennt den Pfad der Errungenschaft und fürchtet nichts. Sein Leben ist erfüllt von Hingabe an die Hierarchie. Jedes Mitglied der Gemeinschaft möge über die Schönheit feuriger Kühnheit nachdenken, denn sie befreit den Geist von allen weltlichen Fesseln.

  Der Kühne fürchtet die Einsamkeit nicht, denn er fühlt im Geist die Verbindung mit der Hierarchie des Lichts. Der Kühne weiß, dass die Freude des Geistes allein in Errungenschaft zu finden ist. Der Kühne bedarf keiner menschlichen Anerkennung, denn seine Errungenschaft ist eine durch Arbeit und Streben geflochtene Krone. Nur die Geisteshelden kennen die wahre Errungenschaft. So wird der Kühne von Ichsucht frei sein. Er kennt den wahren Dienst für das Wohl der Menschheit.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir Kühnheit im Sinn behalten.

 

  56. Wenn die Mitglieder der Gemeinschaft sich von persönlichen Gefühlen einstauben lassen, ist ohne die stärkste Energieaufwendung von Seiten der Hierarchie weder Fortschritt noch Aufbau möglich.

  Die Mitglieder der Gemeinschaft müssen an das erste Gesetz denken, das die erste Stufe verwirklicht: Die Ausrottung des Gefühls persönlicher Rache, denn das Gefühl von Rache ist eine machtvolle Erscheinung der Prinzipienlosigkeit der Ichsucht. Aus persönlicher Rache gibt das Mitglied der Gemeinschaft den größten Wert preis.

Wenn ein Mitglied der Gemeinschaft aus Ichsucht vergisst, auf welche Festigung er im Geist achten muss, um den Dienst nicht zu vergessen, wird der Schaden unauslöschlich sein.

  Der primitive Mensch lebte mit der Rache und glaubte an sie, doch das Bewusstsein

[Russisches Original. Seite 39.]


hat sich erweitertet, und der Mensch kann nicht mehr in solch dunklen Vorstellungen verweilen. Wer die Bedeutung von Karma kennt, kann verstehen, dass ein Mensch nur an sich selbst Rache nimmt.

Durch Ichsucht und Anschläge auf das Herz seines Nächsten kann ein Mitglied der Gemeinschaft sich nicht bestätigen. Ein erfolgreiches Mitglied der Gemeinschaft darf Achtung nicht erzwingen, sondern muss sie verdienen.

  Ein König des Geistes muss sich vor allem im kleinen Lebenskreis als ein solcher zeigen. Das Anwachsen der Größe geht von innen aus, und der Geist kann sich mit allen Kronen menschlichen Ruhmes zieren und dennoch ein Bettler bleiben. Das mögen sich jene merken, die an Ichsucht und Eigendünkel kranken. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt sind diese Ketten unangemessen.

 

  57. Würde die Menschheit allem Positiven die gleiche Beachtung schenken wie allem Negativen, könnte im kosmischen Aufbau viel offenbart werden. So sind zum Beispiel Manie, Besessenheit* und üble Hypnose ins Bewusstsein eingegangen; selbst wenn es nur teilweise ist, setzen sie sich doch durch. Positive Erscheinungen dagegen werden kaum erkannt. Man ist gewohnt zu denken, dass Menschen, die unter dem Einfluss von Manie und Besessenheit handeln, immer Tatkraft erlangen, doch wie sehr muss man das Bewusstsein auf den ganzen machtvollen Einfluss des Geistes richten!

Man muss das Konzept des Magnetismus des Geistes im Alltagsleben anwenden. Alle negativen Kräfte sind mit der Macht des Magneten des Geistes nicht zu vergleichen. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man den Magneten des Geistes schätzen lernen.

 

  58. Das Niveau des Bewusstseins eines Menschen kann sich leicht erneuern, wenn der Geist mit großer Achtung vor der Unsichtbaren Welt erfüllt ist. Alle Verneinungen

[Russisches Original. Seite 40.]


rühren von den zerstörerischen Gedanken über das Unsichtbare her.

Würden die Menschen sich angewöhnen, an die Feinstoffliche Welt und den großen Magneten des Geistes zu denken, verstünde jeder Geist, wie wichtig es ist, auf Prophylaxe für die Aura zu achten. Solange man alle Erscheinungen des Magneten des Geistes als Suggestion* betrachtet, gehen tatsächlich die mächtigsten Taten des Menschen verloren.

Tatsächlich praktizieren Geistesführer weder Suggestion noch Hypnose; und der starke Glaube an die Hierarchie ist keine Illusion, sondern das Leben der Feinstofflichen Welt. Das Inerscheinungtreten von Nachfolgern und Schülern ist eine Folge des Magneten des Geistes des Hierarchen.

  Daran wollen wir alle Kleinmütigen und Besessenen erinnern, die es nicht verschmähen, Lästerung und Verrat zu begehen. Es gibt nichts Schlimmeres als fehlendes Verständnis für die Hierarchischen Prinzipien des Daseins. Lasst uns auf dem Weg zur Feurigen Welt Verständnis für den Magneten des Geistes zeigen.

 

  59. Der am weitesten verbreitete Kult ist der Kult des Dienstes an sich selbst. Die Verfechter dieses Kultes haben nie vor etwas Halt gemacht, und die Arten ihrer Anschläge sind ebenso verschieden wie zahlreich. In den Zerrspiegeln dieser Verfechter des Bösen kann man beobachten, wie verunstaltet gute Vorhaben widergespiegelt werden. Wahrhaftig, diese Verfechter des Dienstes an sich selbst schrecken vor nichts zurück, angefangen von den kleinsten Handlungen, welche die Selbstsuchtsucht befriedigen, bis hin zum Plündern der Höchsten Gaben.

  Der Dienst an sich selbst kann höchst unverhoffte Folgen hervorbringen, zum Beispiel: Ein Scheinnachfolger legt gegen eine räumliche Entscheidung ein Veto ein. Man kann die Entstellungen durch den Dienst an sich selbst gar nicht alle aufzählen.

Wer wird die aufopfernde Arbeit auf sich nehmen? Derjenige, der die Himmlischen Kräfte auf Erden vertritt.

[Russisches Original. Seite 41.]


Derjenige, der den feurigen Kult der Selbstverleugnung kennt. Derjenige, der den Kosmischen Dienst kennt.

Mitglied der Gemeinschaft, zeige Verständnis für das Unheil, das durch den Dienst an sich selbst entsteht. Das möge das erfolgreiche Mitglied der Gemeinschaft auf dem Pfad zur Feurigen Welt im Sinn behalten. Aufopfernde Arbeit ist die Krone des Geistes.

 

  60. Religion und Wissenschaft dürfen ihrem Wesen nach nicht getrennt werden. Das feinstoffliche Studium der Materie und des Atoms führt zu dem Schluss, dass die Lebensenergie keine Elektrizität ist, sondern Feuer. So verbinden sich Wissenschaft und Religion zu einem einzigen Prinzip.

Materie wird als feurige Substanz bestätigt, und kein denkender Geist wird die höhere Kraft leugnen, die Feuer ist. Weder kann die Wissenschaft den Begriff der Göttlichkeit des Feuers zerstören noch kann die Religion die feinstofflichen Analysen verbieten, welche die Wissenschaft durchführt. Auf diese Weise werden das Verständnis und die Harmonie der Begriffe Religion und Wissenschaft bestätigt.

Man kann zwischen Wissenschaft und Religion eine feinstoffliche Parallele ziehen, die alle höheren Stadien aufzeigt; deshalb ist es so wichtig, dass die Wissenschaftler über eine feinstoffliche, okkulte Aufnahmefähigkeit verfügen. Doch nur ein verfeinerter Organismus kann dieses göttliche Feingefühl besitzen, das sich nicht von außen, sondern von innen entwickelt. Deshalb werden alle großen Entdeckungen zum Wohl der Menschheit nicht von riesigen Laboratorien ausgehen, sondern vom Geist jener Wissenschaftler gefunden werden, die über die Synthese verfügen.

Wir Brüder der Menschheit sehen die Ergebnisse, die das ganze Suchen den richtigen Kanal entlang lenken. Gewiss, die Gabe der Synthese wird nicht immer verliehen, doch jene selbstlosen Mitstreiter, welche die Synthese besitzen,

[Russisches Original. Seite 42.]


bedürfen keiner Spezialisierung. Wir sehen und voraussagen große Ergebnisse aus der Synthese des Geistes der Mitstreiter. Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man die Träger der Synthese achten.

 

  61. Eine Flussmündung wird von vielen Kanälen gespeist. Die Mündung erhält ihr Wasser aus den Bergen, sendet es durch viele Kanäle und füllt schließlich das Meer damit. Oft ist die Mündung verborgen und unsichtbar, oft unauffällig und eng, oft befindet sie sich unterirdisch; doch welche Form die Mündung auch hat, sie nährt die Ströme des Meeres.

   Im Leben kann der naheliegendste Begriff dafür das Herz sein, das der Synthese der Flussmündung nahe ist, auch wenn die Offenbarung der Synthese nicht immer sichtbar ist. Die Synthese scheint unoffenbart zu sein, doch ebenso wie es unmöglich ist, die Macht der Strömung der Mündung aufzuhalten, ist es auch unmöglich, die Schöpfung der Synthese (…) zu unterbinden; denn die Speisung der Synthese erfolgt durch feinstoffliche Energien, und das Ausströmen der feinstofflichen Energien aufgrund der Synthese verläuft ebenfalls in einem höchst feinstofflichen Prozess.

  Die Teilbarkeit des Geistes* kann diesen feinstofflichen Prozess am besten veranschaulichen. Die Teilbarkeit des Geistes ist mit der Teilbarkeit von Energien verbunden und kann in einem hohen Stadium die Teilbarkeit der Zentren offenbaren. Eine Zentrengruppe wirkt auf der irdischen Ebene und eine andere gibt feinstoffliches Fluidum an die Feurige Welt ab. Bei der Transmutation der Zentren muss man immer diese mächtige Teilbarkeit des Geistes im Blick haben.

  Gewaltig ist die Arbeit der feinstofflichen Energien der Zentren, und sie kann niemals aufhören. Man kann nur einen Prozess durch einen anderen ersetzen.

Wenn ein hoher Agni Yogi seine Energien für die Arbeit am großen kosmischen Aufbau abgibt, ist in der Abgabe

[Russisches Original. Seite 43.]


eine große feurige Transmutation enthalten. In solchen Fällen mag es sein, dass die Offenbarungen auf der physischen Ebene nicht klar zum Ausdruck kommen können; dann kann der hohe Agni Yogi seinen eigenen Gedanken lauschen, denn sein Bewusstsein trägt Eindrücke aus der Feinstofflichen Welt und seiner Arbeit in ihr. Diese Gedanken sind gleichsam Erinnerungen an die schöpferische Arbeit der Zentren und des Geistes. Man sagt, dass ein Gedanke plötzlich aufblitzt, doch Wir sagen: „Der Geist hat sich erinnert“. So kann man die Arbeit eines hohen Agni Yogi verwirklichen.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man sich merken, dass die Synthese die Flussmündung und die Spezialisierung ein einzelner Kanal ist.

 

  62. Was pflegt man Vorstellung zu nennen? Für gewöhnlich halten die Menschen Vorstellung für das Ausdenken von Formen, doch die Vorstellung hat ihre eigenen Verschiedenheiten und Wurzeln. Man kann die Grundlage der Vorstellung im „Kelch“ finden als die Aufspeicherung aus vielen Leben.

  Die Vorstellung wird jedoch nicht nur durch Erinnerungen aus vergangenen Leben, sondern auch durch die gegenwärtige Tätigkeit gespeist. Nimmt der Geist am Leben der fernen Welten, der Feinstofflichen Welt oder der Astralwelt[5] teil, spiegeln sich die Erinnerungen dieser Erlebnisse häufig als Vorstellung wider. Oft erhalten Wissenschaftler nämlich durch den Verkehr mit der Feinstofflichen Welt Formeln oder eine Weisung. Auch der Gedanke und das Streben werden durch die Feinstofflichen Sphären entfacht; doch ein Geist, der die Synthese besitzt, schöpft nicht allein aus der Schatzkammer des „Kelches“, sondern ist auch ein wahrer Mitarbeiter der Kosmischen Kräfte.

Wie viele unerklärliche Gründe für unstillbare Vorstellung gibt es, und wie viele unerklärliche Erscheinungen von Herzenspein! Wenn für den Aufbau Kraft aufgewendet und die Teilbarkeit

[Russisches Original. Seite 44.]


des Geistes wirksam wird, ist Herzenspein für gewöhnlich unvermeidlich.

Darüber hinaus erweist sich das Herz als das mächtigste Reservoir der Hilfe für andere. Es gibt klare Beispiele großer Glaubenskämpfer, die nah und fern mit all ihren Strömen nährten. Der Agni Yogi erweist sich als ein solcher mächtiger Nährer.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns gegenüber einem Herzen feinfühlig und behutsam verhalten, das die feurige Pein kennt.

 

  63. Wahrhaftig, die Göttliche Kraft senkt sich in Fülle auf die Erde nieder und strebt im menschlichen Geist göttlich nach oben. Dieser Göttliche Verkehr ist ein Bündnis der Welten, ein Bündnis des Geistes, ein karmisches Bündnis. Auf der irdischen Ebene kann man viel Verkehr verfolgen. Viele Göttliche Funken wurden ausgestreut, doch es gibt einen Göttlichen Verkehr, der ewig währt. Die Quelle des Ewigen Verkehrs ist der Geist und die Tat, die durch das machtvolle Kosmische Gesetz verbunden sind.

 

  64. Wenn das Göttliche die Sphären vereint, sind alle Energien in höchster Anspannung. Alle großen Ereignisse können nur bei Anspannung vonstattengehen. Und alle kosmischen Transmutationen, physische, geistige und planetare, können nur verwirklicht werden, wenn alle feurigen Energien aufgenommen werden.

Man kann wissenschaftlich verfolgen, wie alle Ereignisse sich anspannen und wie Licht und Schatten sich verwirklichen. Auch wenn die Menschheit den Pfad des Guten nicht genau genug versteht, kann man doch anhand des Wirkens des Bösen auf große Heldentaten und Kämpfe hinweisen. Man kann tatsächlich den Pfad des Guten gemäß dem Wirken der Finsternis ermessen[6]!

  Allein schon die Erkenntnis des Gleichgewichts muss

[Russisches Original. Seite 45.]


die Menschheit zum Verstehen des großen Kosmischen Gesetzes führen. Nur das Bündnis der Erhabenen Hohen Kräfte kann Gleichgewicht bewirken.

Wir wissen doch, wie die Anziehung der Gestirne wirkt: ihre Energien verstärken sich gegenseitig. Die Welt ist eine Einheit; Makro- und Mikrokosmos sind eins. Und in demselben Maß, wie der offenbarte Geist seine Kräfte für Zerstörung anspannt, kann er machtvoll als Schöpfer wirken; und die schöpferischen Kräfte werden durch die Kräfte der Höheren Welten verstärkt. So sind Makro- und Mikrokosmos vereint.

 

  65. Man kann die gesamte staatliche und gesellschaftliche Ordnung nach dem kosmischen Gesetz verwirklichen. Die Wissenschaft gibt allem die Richtung, und nur eine feinfühlige Anwendung kann zeigen, wie viele Aspekte des Aufbaus es gibt!

Würde die Menschheit anstatt vermeintlicher Neuerungen und Erlasse ihre Aufmerksamkeit den kosmischen Gesetzen zuwenden, könnte das Gleichgewicht hergestellt werden, das mehr und mehr gestört wird, angefangen von dem Gesetz der Schöpfung bis hin zur kosmischen Vollendung.

  Die bestätigten Gesetze sind eins. Auf allen Ebenen kann man die Einheit verwirklichen. Der Pfad der Evolution zieht sich wie ein Faden durch alle physischen und geistigen Stufen. Deshalb kann die staatliche und gesellschaftliche Ordnung alle kosmischen Gesetze für die Vollendung ihrer Formen anwenden.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt sollte man von der Macht der Einheit im Kosmos durchdrungen sein.

 

  66. Wenn man die Verwirklichung des kosmischen Gesetzes an den staatlichen und gesellschaftlichen Aufbau anpasst, sollte man sich das Gesetz der Anziehung, der Abstoßung

[Russisches Original. Seite 46.]


und der Kohäsion ins Gedächtnis rufen. Der ganze Aufbau unterliegt einem einzigen Gesetz.

Man muss die Menschen nach der Zusammensetzung ihrer Auren einteilen. Ein Strahl, der harmonische Auren vereint, erlangt die Macht einer verstärkten Anziehung. Eine unharmonische Verbindung dagegen bewirkt Abstoßung. Eine solche Verbindung kann man mit Gasen vergleichen. Ebenso wie nicht kohäsive Moleküle gegen die Wände eines Gefäßes drücken, stoßen sich unharmonische Auren gegenseitig ab, und ein Gefäß, das solche Gase enthält, zerspringt.

Beim Aufbau des Staates und der Gesellschaft sollte man die kosmischen Gesetze im Blick haben. Zwei harmonische Auren können eine Neue Welt erschaffen. Zwei harmonische Auren können die Gewähr für Erfolg sein, denn die von der Vereinigung der Strahlen ausgehende Reaktion kann zum Fortschritt jedes Vorhabens führen.

Lasst uns die Harmonisierung und Vereinigung der Auren verwirklichen. Und merken wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt, wie mächtig die Strahlen vereinter Auren sind. Mögen die Mitglieder der Gemeinschaft über das große Gesetz der Vereinigung nachdenken.

Ichsucht, Grobheit, Selbstbemitleidung und Eigendünkel erzeugen nichts als Abstoßung, wie bei gasförmigen Substanzen.

 

  67. Der Sinn des Lebens wird im Bewusstsein der Menschheit bekräftigt, sobald sie die Rolle des Menschen im Kosmos verstanden hat. Von ihnen wird die Welt als Tätigkeitsfeld im Namen des Wohles der Menschheit bestimmt.

  Sobald der Geist die Wahrheit erfasst hat, dass Makrokosmos und Mikrokosmos untrennbar verbunden sind, wird eine bewusste Verbindung hergestellt, und die Zusammenarbeit

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mit den kosmischen Energien wird möglich. Doch wie hilflos sind die Menschen, wenn sie eine Lebensweise führen, die von den kosmischen Strömen getrennt ist!

    In der Tat, das Leben verwandelt sich, wenn der Geist bewusst aufsteigt und das führende Prinzip versteht: Hierarchie. Nur wenn das Gefühl auf dem Begriff der führenden Hierarchie beruht, wird die Menschheit ihre wahre Rolle im Kosmos spüren. Jedes Glied ist mit seinem Glied verbunden, das nach oben führt.

Wie arm ist die Menschheit, wenn in ihrem Bewusstsein der Begriff der erhabenen kosmischen Gesetze nicht bekräftigt wird! Nur die Schöpfung des Geistes verstärkt die Verbindung zwischen den Welten.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir das verbindende Gesetz der Hierarchie im Sinn behalten.

 

  68. Ein Geist, der die irdische Sphäre verlässt, spannt im Bewusstsein die Errungenschaften an, die in seinem Leben vorherrschten. Das Leben eines Menschen hat gleichsam seine Leitmotive, und diesen Gesängen oder Wehklagen gemäß spannt sich der Geist an. Die Errungenschaften des Geistes führen nach oben, und die Trennung von der irdischen Sphäre ist immer eine Freude für den Geist, der die leuchtende Heldentat des Dienstes erkannt hat.

Selbst bei physischen Schmerzen überwindet der Geist alle irdischen Leiden. Beim Losreißen von der Erde wird das Band mit den Höheren Welten gefestigt, zu denen der Geist strebt. Die Leiter des Aufstiegs besteht aus der Hingabe an die Hierarchie.

Dem Geist jedoch, der in den Grenzen der Ichsucht verharrt, verbleibt kein anderer Weg als der des Kummers; dann ist die Loslösung schrecklich, und der Geist bleibt für lange Zeit an die irdische Sphäre gebunden.

Viele Herzen, welche die Macht des Dienstes erkannt haben, sind zu den Höheren Welten bestrebt. Dem ergebenen Schüler wird ein Strahl der Hilfe gesandt.

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Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns einprägen, uns mit Freude über den Dienst am Licht von der irdischen Sphäre zu lösen.

 

  69. Es ist richtig, daran zu denken, sich von Dogmen zu reinigen, die vom rechten Denken wegführen. Die Begriffe Fegefeuer und Hölle können durch die Begriffe des Lebens der Feurigen Welt ersetzt werden. Es gibt kein machtvolleres Fegefeuer als das irdische Leben, wenn das ganze Potential des Geistes angespannt wird. Ebenso gibt es keine machtvollere Hölle als die irdischen Verseuchungen des Geistes.

Das Fegefeuer auf Erden als ein Beginnen zu bestätigen, das zur Feinstofflichen und zur Feurigen Welt führt, ist Aufgabe der Läuterung des Bewusstseins. Alle Bestrebungen der Menschheit nach Wissen über die Unsichtbare Welt sollten das Bewusstsein anregen, die Läuterung der Gedanken anzunehmen, die den irdischen Pfad bis in die Feurige Welt verlängert.

  Allein die Vorstellung von der Einheit des Pfades zwingt doch die Menschen dazu, in Schönheit zu leben und aus dem Leben wie Wanderer zu scheiden, die ihre Reise fortsetzen. Sobald die Welt dieses unzerreißbare Band mit der Feinstofflichen Welt versteht, wird das Fegefeuer die Gestalt einer Ewigen Wahrheit annehmen. Deshalb ist es so wichtig, sich in dem Verständnis der Endlosigkeit des Lebens oder der Fortsetzung des Großen Lebensrades zu festigen.

  Die Offenbarung der Aufspeicherung des „Kelches“ verleiht dem Geist in der Feurigen Welt große Macht, ebenso wie ein finsterer Pfad zu einem finsteren Dasein führt.

Lenken wir die Gedanken der Menschen auf das Fegefeuer auf Erden.

 

  70. Ein Bewusstsein, das durch Hieroinspiration vorangetrieben wird, ist wie eine wunderbare Widerspiegelung der Höheren Kräfte. Das Lauschen des Herzens ist wie ein wunderbarer Widerhall. Ein Geist,

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der sich als wahrer Mitarbeiter und Helfer der Kosmischen Kräfte erweist, sollte als Heilige Quelle angesehen werden.

   Es gibt viele Kanäle, die nur mit einer Saite erklingen können. Wir sehen, wie einseitiges Denken nur jene Ströme aufnimmt, die mit dem Wesen des Kanals übereinstimmen. Wir sehen, wie unreine Kanäle verschiedene Infektionen herantragen. Wir sehen, wie Buchseiten und Niederschriften mit Selbstbetrug angefüllt werden. Wir sehen, wie man sich das Kosmische Recht als sein eigenes anmaßt. Wir sehen, wie das Feurige Recht umgangen und verletzt wird. Ebenso wie Gesetzestafeln des reinen Geistes werden Wirbelringe der Zerstörung in den Raum getragen. Zusammen mit feurigen Herzen sehen wir ganze Horden von Selbstbetrügern, und nach dem Kosmischen Gesetz kann man die Hand des Karma nicht aufhalten. Jedes unbedeutende Bewusstsein schreibt sich vor allen Dingen einen königlichen Geist zu.

   Es ist traurig, in die irdischen Annalen zu schauen. Jedes feurige Herz ist bestrebt, die Annalen zu säubern.

Das wollen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken.

 

  71. Unter den Feurigen Dienern der Menschheit sollte man besonders jenen Beachtung schenken, die eine aufopfernde Arbeit auf sich nehmen. Der Geist dieser Diener der Menschheit ist wie eine feurige Fackel, denn sein Potential enthält alle Eigenschaften, die die Menschheit zu erheben vermögen.

Nur ein mächtiges Bewusstsein kann eine aufopfernde Arbeit auf sich nehmen. Jede Arbeit eines Dieners der Menschheit spiegelt die Qualität seines Geistes wider. Ist der Geist zu einem Großen Diener der Menschheit bestimmt, enthält er

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die ganze Synthese.

Doch wie wenig wissen die Menschen über diese Feurigen Diener, die sich freiwillig in der Einsamkeit behaupten, während sie der gewaltigen, durchdringenden Universellen Kraft dienen. Wie viele mächtige Offenbarungen kann man bei jeder persönlichen Heldentat bemerken!

Jene, welche eine aufopfernde Arbeit auf sich nehmen, wissen, dass die Söhne der Vernunft[7] ihre Arbeit ebenso aufopfernd leisten. Jede Offenbarung eines Feurigen Dieners der Menschheit ist eine Schöpfung zum Wohl der Menschen. Man muss sich im Verständnis für die Aufopferung festigen. Ein Feuriger Diener birgt in sich jeden segensreichen Impuls und jedes Streben zur Erfüllung des mächtigen Willens der Söhne der Vernunft. Man muss jedoch die Kräfte des Feurigen Dieners bewahren.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns im Verständnis für aufopfernde Arbeit festigen.

 

  72. Gerade der menschliche Geist ist ein Leiter aller höheren Energien. Wie eine mächtige Leitung vollführt der Geist verschiedene Funktionen zur Verwirklichung des Höheren Willens. Wie kann man sonst alle Erscheinungen der verschiedenen Ebenen verbinden? Nur die Verwirklichung des Geistes kann sich als Bindeglied erweisen.

Deshalb erkennen das Herz und die Hand des führenden Lehrers alle Faktoren, die für den Aufstieg notwendig sind. Unter den feurigen Begriffen muss man vor allem die Größe des Bindeglieds spüren, das die Welten verbinden kann. Aus den Händen des führenden Lehrers empfängt der Schüler Geleitworte für seinen Anschluss an die Macht des Feuers. Aus dem Herzen des führenden Lehrers empfängt das Mitglied der Gemeinschaft das feurige Bewusstsein. Nur der Geist des Menschen kann nämlich die Welten verbinden.

   So

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lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt dem irdischen Lehrer feurige Verehrung erweisen, der das Samenkorn für alles Hohe legt.

 

  73. Das Samenkorn, das einem mächtigen Geist Leben gibt, ist wahrhaftig jenes Erbe, das durch das Hierarchische Prinzip übergeben wird. Alle, die sich in dem Begriff der Errungenschaft festigen wollen, müssen sich unverzüglich dem Prinzip der Feurigen Führung anschließen. Das Samenkorn wird als erhabene feurige Annäherung übergeben.

  Der Wanderer, der seine Bestimmung zur feurigen Heldentat erkannt hat, muss das Gesetz des kosmischen Erbes erkennen. Die kosmischen Gesetze sind als Lebensgrundlage bestätigt, und nichts lebt, dessen Grundlage nicht mit Feuer gesättigt ist. Nur wer fähig ist, dem feurigen Prinzip zuzustreben, wird die Schönheit der feurigen Aufnahme des Feuers begreifen.

  Bei der Erkenntnis der Vereinigung mit den Höheren Kräften kann man verfolgen, wie das Herz die Strahlen der Hierarchie aufnimmt. Nur die am nächsten Stehenden können mit den Strahlen zusammenklingen, welche die feurige Schwingung verwirklichen. Bei Übermittlung und Empfang sollte man an das Gesetz denken, dass jede Schwingung von einem Geist aufgenommen werden kann, der auf der feurigsten Stufe steht.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man im Sinn behalten, dass der Sender seine Energien mit der Hierarchie verbindet. Ein solches Verständnis führt zur Einheit des Geistes, der seinem Wesen nach eins ist.

 

  74. Unter den Anhängern der Lehre muss man jene Geister besonders hervorheben, die verantwortungsvolle Aufträge auf sich nehmen.

   Im Vergleich zur Spezialisierung

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ist es weit verantwortungsvoller, die Synthese zu besitzen! Der bestätigte Führer kennt die ganzen Freuden, alle Inhalte der Synthese, doch gleichzeitig kennt er die Last aller offenbarten und nicht offenbarten Feuer. Dieses Erbe der Zeitalter ist als feurige Aufspeicherung im „Kelch“ abgelagert, deshalb erscheinen die Träger des Feuers der Synthese als Träger der Last von Jahrhunderten. Denn während der Spezialist, der einen ständigen Kanal für das Abfließen seiner Energien besitzt, selten belastet wird, ist der Träger des Feuers der Synthese ein tobendes Meer von Energien.

Das Karma des Trägers der Synthese ist so schön, doch die Last ist gewaltig. Jedes Erbe, selbst wenn es nicht offenbart ist, lebt und bebt im Geist. Ein Gefühl der Unbefriedigtheit und das Streben nach Vervollkommnung zeichnen den Träger der Synthese aus. Obgleich der Pfad der Spezialisierung nach außen hin schwer erscheint, überragt der Pfad des Trägers der Synthese in jeder Weise den Pfad des Spezialisten.

Welches Suchen und wie viele selbstlose Heldentaten offenbart der Träger der Synthese im Alltagsleben! Wahrhaftig, jede Bedingung des Wachstums auf dem Weg des Trägers der Synthese ist eine Heldentat des Geistes.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt ist es notwendig, die Heldentat des feurigen Trägers der Synthese zu erkennen. Das wollen wir uns merken.

 

  75. Der mächtigste Hinweis auf eine Heldentat ist Selbstlosigkeit. In der Tat, man muss diesen kosmischen Begriff in seiner ganzen Schönheit verstehen. Die Macht der Selbstlosigkeit ziert einen Geist nicht nur auf dem Schlachtfeld. Den Lebenspfad ungestüm durchschreiten, alle Leben wie auf einer Schnur durchschreiten und alle Abgründe singend überqueren – das kann nur ein selbstloser Geist.

  Der ganze Aufbau,

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der seiner kosmischen Bestimmung folgt, wird in feuriger Bestrebung errichtet. Verfolgen wir das Leben eines Geisteshelden. Von klein auf kennt der Geist den Höheren Führer. Das Erscheinen eines Heiligen Beschützers ist Schicksal seines Lebens. Physischer und geistiger Vorrang trüben das Bewusstsein nicht. Selbsterziehung ist eine Erscheinung der Synthese. Die Erkenntnis der eigenen Überlegenheit hat dem Geist Festigkeit und Duldsamkeit gegenüber seiner Umgebung verliehen.

Alle offenbarten Talente zeigen sich in der Inspiration von Reichen und Armen, Suchenden und Erleuchteten. Der Geistesheld kannte den Höheren Beschützer, deshalb verlieh er anderen Macht. Das Höhere Gesetz führte ihn ans Steuer, und sichtbar-unsichtbar wurde er zum feurigen Helden. So schritt der mächtige „Löwe der Wüste“[8] voran. So wurde das erhabene Gesetz der Selbstlosigkeit gestärkt.

Das Streben nach höherer mächtiger Zusammenarbeit bot den unmittelbaren Kontakt mit den kosmischen Kräften und der Höchsten Feurigen Bruderschaft. Diese unmittelbare Verbindung wurde nur nach Höherer Bestimmung gewährt. Kennt der Geist inmitten der Wirrnisse des Lebens die Richtung, klingen wahrhaftig die Welten zusammen.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verständnis für wahre Selbstlosigkeit zeigen.

 

  76. Die Zerstörung vieler Länder verstärkt sich mächtig, die gesamte irdische Schlacht wird von mächtigen Kämpfen in den Höheren Welten begleitet. Alle, die von der Bedeutung des Volkskarmas wissen, können erkennen, was vor sich geht. Man muss über diese Ereignisse nachdenken, welche die Welt erschüttern. Man kann sich leicht davon überzeugen, wie dunkle Wolken viele Horizonte verdecken.

    In jeder abtretenden Ordnung weisen die Ereignisse auf die Zukunft hin, welche die Gegenwart ablöst.

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Der kosmische Magnetismus läutert und sammelt neue Kräfte. Über den abgelösten Ländern hängen Schatten der Finsternis. Dort, wo das Gleichgewicht nicht innerhalb kurzer Frist hergestellt wird, sammeln sich dunkle Wolken, die über das Schicksal der finsteren Länder und ihrer Führer entscheiden.

   Im Westen und im Osten ist das Volkskarma angespannt. Vom Norden kommt ein Neues Licht. Der Süden erbebt vom unterirdischen Feuer. So entscheidet sich das Volkskarma.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir im Sinn behalten, dass das Volkskarma durch mächtige Ereignisse entschieden wird.

 

  77. Man sprach nicht zufällig von merkwürdigen Fällen der Einwirkung von lebendigen Emanationen aller Gegenstände, die den Menschen umgeben. Die alte Sitte Indiens, für jeden Erben einen neuen Palast zu bauen, ist nicht ohne tiefe Grundlage. Wenn man sich vorstellen könnte, wie viele blutige Schatten viele Throne umgeben, wie viel Entsetzen es um Ahnenportraits herum gibt, wie viele Tränen an Halsketten und wie viele Gespenster an den Wänden, würde die Menschheit mit Achtung vor den Emanationen durchdrungen sein. Außer den physischen Einwirkungen der Emanationen ist doch ihre psychische Energie entweder aufbauend oder zerstörend.

Wie kann ein neuer Herrscher inmitten der finsteren Bedrückung vergangener Emanationen einen neuen Weg beschreiten? Dieses Erbe der Vergangenheit verursacht viel Unglück. Die alten Gesetze nahmen nicht nur ein Leben jenseits des Grabes an, wenn sie die Toten mit ihrem Besitz beerdigten. Die alte Weisheit sah auch eine Säuberung des Raumes vor. Ägypten kannte die Kraft des Gesetzes der Emanationen. Anhand der Ereignisse und der Aufeinanderfolge der geschichtlichen Fakten kann man sich leicht davon überzeugen, wie Zerstörungen

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unter dem Einfluss von Emanationen vor sich gingen.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt sollte man Behutsamkeit und eine genaue Unterscheidung der Emanationen zeigen. Wie wichtig ist es, jede segensreiche Aufspeicherung zu bewahren!

 

  78. Beim Begriff der Traditionen muss man sehr fein unterscheiden. Wenn man diese als Aufschichtungen der Vorfahren versteht, gelangen wir tatsächlich zu den gleichen Emanationen, die von der gesamten Umgebung ausgehen; die Traditionen werden dann das Gepräge der Zeit beinhalten.

  Die Evolution bedarf aber der ständigen Erneuerung und Erweiterung. Es ist richtig, an eine Spirale zu denken, denn ewiges Wachstum verwirklicht Unbegrenztheit. Die Schöpfung wird durch fortlaufende Erneuerung gespannt, und die Unbegrenztheit leuchtet gerade durch eine vielfältige Schöpfung.

   So können Traditionen nicht als führendes Prinzip betrachtet werden. Gewöhnlich arten die von den Menschen verwirklichten sogenannten Traditionen in Bräuche aus. Bräuche gehen in Gewohnheiten über. So werden Gewohnheiten alle Aufschichtungen der Vergangenheit zum Ausdruck bringen.

Wenn wir daher an die Feurige Welt glauben, sollten wir sämtliche Erneuerungen als Bewegung einer mächtigen Zeit in der Evolution annehmen. So gehen Traditionen mit dem Lauf der Zeit dahin, doch der ewige Atem des Fortschritts führt zur Unbegrenztheit.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir im Sinn behalten, dass der Raum durch große, mächtige Energien gesättigt wird.

 

  79. Die Lebensformen sind eine Ausprägung des Geistes eines Volkes. Den Niedergang oder Aufstieg eines Volkes kann man nicht nur nach den historischen Fakten beurteilen, sondern auch nach dem Ausdruck der schöpferischen Tätigkeit. Wenn der Geist grob

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und unwissend ist, werden alle Einrichtungen des Lebens diesen Ausdrücken entsprechen. In dieser Einheit kann man alle Grundzüge einer Zeit verfolgen.

  Gewiss, die Lebensformen verleihen den Perioden der Geschichte eine deutliche Färbung. Wodurch unterscheiden sich die ersten drei Jahrzehnte des zwanzigsten Jahrhunderts? Durch Kriege, Schrecken, Grausamkeiten, Verrohung und die schrecklichsten Verneinungen! Doch inmitten dieser Finsternis kann man Lichtformen erkennen. Mögen sie auch klein an Zahl und über die Erdoberfläche verstreut sein, das Gleichgewicht des Lichts wird nicht durch Quantität, sondern durch Potential und nicht durch Gedränge, sondern durch den Heldenmut des Geistes hergestellt.

   So lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt von der Bedeutung erhabener Formen erfüllt sein und besonders das Licht jener Augen schätzen, die der Menschheit die Macht der Schönheit bringen.

 

80.[9] Es gibt viele Anzeichen, nach denen man die Treue eines Schülers beurteilen kann.

Das erste Zeichen ist Beständigkeit, die vom Schüler auf allen Wegen bekundet wird. Wenn der Schüler in Stürmen und Wirbelwinden seine Unerschütterlichkeit beweist und ohne Intrigen und Steinhagel zu fürchten den vorgeschriebenen Pfad fortsetzt.

  Ein weiteres Zeichen ist die Unbezwingbarkeit seines Glaubens, dass der von der Hierarchie aufgezeigte Pfad der einzige ist.

Unter den Anzeichen der Treue kann man auch bemerken, wie sich die gegenseitigen Beziehungen entwickeln. Man sollte verstehen, wie wichtig ein Nukleus aus zwei oder drei Mitarbeitern ist, die durch feurige Achtung gegenüber der Hierarchie und einander gegenüber verbunden sind. Entsprechend diesen Zeichen kann man die feurige Treue zur Hierarchie feststellen. Treue unter Freunden und Mitarbeitern ist ein Pfand der Hingabe

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an die Hierarchie. Ein Nukleus aus zwei oder drei Mitarbeiter-Freunden kann die mächtigste Stütze für große Werke sein.

   Zu Recht habt ihr von der verdienten Bevorzugung gesprochen, die Wir die Bande des Herzens und des Geistes nennen – so wird die Kette der Treue verwirklicht, die unvermeidlich nach oben führt.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt sollte man die Schönheit der Treue erkennen. Dieser wundervolle Pfad schließt jenes verderbliche Gift aus, das Wir geistige Bestechlichkeit und geistige Korruption nennen. Diese Geschwüre sind mit den irdischen, physischen Geschwüren nicht vergleichbar. So lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt Treue schätzen.

 

  81. Beobachten wir, wie die Leitung jener wirkt, die gerade erst den Pfad des Dienstes betreten haben. Zuerst streben sie zum unsichtbaren, unbekannten Licht, alle Erwartungen sind angespannt, alles Suchen zeigt sich und der Geist ist feurig bestrebt. Dann verwirklicht sich die Leitung als persönliches Suchen, dann folgt die dunkle Wolke von Zweifeln und Bestrebungen; doch kann der Geist alle diese Angriffe der Finsteren überwinden, kann das Pfand der Bestrebung und des Aufstiegs sich verwirklichen. Das müssen die Führer des Geistes im Sinn behalten.

  Offenkundige Feinde sind nicht so schrecklich wie jene, die sich dem Licht nähern; denn wenn man die Schrecken des Zweifels nicht erkennt, wird auch der Pfad des Lichts nicht erkannt. Man muss nämlich das ganze Licht erkennen, um die Stimmen des Lichts von den Einflüsterungen der Finsternis unterscheiden zu können. Jeder weiß, wie er sich vor den Feinden schützen kann: Manche wählen Selbstverteidigung, andere sehen die Gefahr voraus und wieder andere nehmen den Kampf mit den Feinden auf.

Doch die Pfade jener, die sich gerade erst dem Licht genähert haben, müssen sehr genau gelenkt

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und überwacht werden, denn wenn die Zweifel nicht ausgelebt sind, muss man den Geist auf den Pfad des Lichts richten. Man muss nämlich, wie Urusvati* sagte, alles auf eine Karte setzen. Das wollen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken.

 

  82. Der Leitstern[10] ist das Karma, das durch die Taten vieler Leben verwirklicht wurde. Jeder Wanderer weiß, wie schwierig es ist, einen Ozean zu durchschwimmen und über einen Abgrund zu springen. Der Leitstern wird jener Kahn sein, der einen inmitten der tobenden Elemente ans andere Ufer übersetzt.

Man kann verfolgen, wie der Leitstern führt und wo sich jenes Ufer befindet, das den Wanderer aufnehmen wird. Scheinbares Wohlergehen ist nicht der Kahn; inmitten der Wirbelwinde des Lebens wird Wohlergehen nicht anhalten, denn die Verwirklichung des Leitsterns schließt alle Grundlagen des Karma mit ein.

  Die karmischen Lebensgrundlagen werden nach unwandelbaren Prinzipien verwirklicht, und alle schöpferischen Aufspeicherungen werden ihre gesättigten Ströme offenbaren. Der Leitstern wird durch jede Ausstrahlung entzündet, die das Leben offenbart. Der Leitstern birgt in sich die Ausstrahlungen des Geistkorns. Der Leitstern lebt jeden Augenblick, in ihm spiegeln sich gleichsam alle Lebensenergien wider. Der Geist des Menschen spiegelt seinen Leitstern wider.

Merken wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt den Weg, der von den Kräften des Lichts offenbart wird. So wollen den Leitstern im Sinn behalten.

 

  83. Die Brücken zwischen den Welten spiegeln alle Energien wider, die das Leben des Universums sättigen. Diesen Leitungen entlang fließen als gegenseitige Sättigung alle Lebensströme. Wo es angespannte Tätigkeit des Geistes gibt, kommt ein starker Energieaustausch

[Russisches Original. Seite 59.]


zustande. Man kann die Formel der parallelen Bewegung anwenden, die mächtige Sendungen von und zur Erde feststellt.

Deshalb können die irdischen Sphären, die von stickigem Gas verunreinigt sind, die feurigen Ströme nicht durchlassen. Nicht selten kann man feststellen, wie ein Landstrich gleichsam seiner eigenen Auflösung überlassen ist. Das bedeutet die Vernichtung des Landstriches durch sein eigenes Gas. Die überirdischen Schichten können am lebendigen Austausch nicht teilnehmen, und die Folge ist Selbstvernichtung. So beinhalten die Aufschichtungen der Sphären alle Energien des Lebens und des Todes.

Lasst uns daher auf dem Pfad zur Feurigen Welt dem Austausch der Energien Aufmerksamkeit schenken.

 

  84. Um die höheren Energien der überirdischen Sphären besser zu assimilieren, müssen die Zentren vergeistigt werden. Wenn der Geist die irdische Sphäre verlässt, muss er sich von niederen Emanationen reinigen. Jede unnütze Schale, die der Geist mit sich in die Feinstoffliche Welt hinüberträgt, verursacht unsagbare Pein. Bei einem genügend entwickelten Bewusstsein geht eine Läuterung vor sich, die den Geist von der Schale befreit.

Doch ein Geist, der eifersüchtig seine irdischen Gewohnheiten hütet, erfährt in der Feinstofflichen Welt alle Leiden, die er auf dem irdischen Plan zu ertragen gewohnt war. Ebenso wie beim Bergsteigen verursacht in der Feinstofflichen Welt jede überflüssige Last Atemnot. Besonders beschwerlich ist es, Unausgelebtes mit sich zu schleppen, das in der Feinstofflichen Welt zur Last wird. Am mühsamsten von allem ist das Empfinden der eigenen Grobheit. Selbst in den niederen unterirdischen Schichten empfindet man die Last der eigenen Grobheiten.

  Oft

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hört man Wehklagen aus den überirdischen Schichten; das sind die Hilferufe der Geister, die sich von ihren Lasten noch nicht gereinigt haben. Es ist unmöglich, die Feinstoffliche Welt ebenso leichtfertig zu verunreinigen wie die irdische. Und grobe Aufspeicherungen bilden gleichsam untilgbare Ablagerungen, die für immer sichtbar sind.

   So ist die Vergeistigung der Zentren ein Aufstieg in die Höheren Sphären. Diese Überlegung ist auf dem Feurigen Pfad unerlässlich.

 

  85. Entsprechung muss man als Vereinigung der Welten verstehen. Nichts kann gegeben oder aufgenommen werden, was einander nicht entspricht. Die überirdische Welt spiegelt alle irdischen Emanationen wider. Man darf sich nicht irren und über Erleichterung in den überirdischen Sphären nachdenken – dort, wo alles feinstofflich ist und alles sich zuspitzt. Und man muss das Gesetz der Entsprechung als die Grundlage des Verkehrs zwischen den Welten verstehen. Nach oben hin ist alles feiner und feinfühliger, nach unten hin gröber und unempfindlicher. Daher muss die Formel des Verkehrs zwischen den Welten als Entsprechung verstanden werden. Was der Geist in der irdischen Sphäre mit Leichtigkeit erträgt, kann in der Feinstofflichen Welt unerträglich sein.

Wenn der Geist durch Streben sein Potential verwirklicht, wird er in der Feinstofflichen Welt mit allen feinen Energien gesättigt. Zum Beispiel findet ein Geist, der in wahrem Suchen angespannt ist, für sein reines Suchen aber keine Anwendung findet, in den feinstofflichen Sphären nützliche Schöpfungsmöglichkeiten. So lenkt Entsprechung alle angespannten Energien. Beklagenswert ist das Dasein jener, die von niederen Gefühlen beherrscht werden. Grobheit, Ichsucht, Eigendünkel und einige andere bezeichnende menschliche Züge

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offenbaren sich in den überirdischen Sphären als schreckliche karmische Schläge.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die Entsprechung als ein großes Gesetz im Sinn behalten.

 

  86. Die Feurige Taufe lenkt den Geist in die Sphären, die ihm entsprechen. Das Durchlaufen der feurigen Transmutation bietet dem Menschen alle Möglichkeiten, die höheren Sphären zu erreichen. Dort, wo alles durch das feurige Element angespannt ist, muss man für die Assimilation des höheren Feuers gesättigt sein. So sollte man alle Stufen der Feurigen Taufe feierlich annehmen. Jede Stufe wird eine neue überirdische Sphäre enthüllen.

Auch das Karma eines Volkes kann durch eine feurige Transmutation hindurchgehen, die das Vorwärtsschreiten gemäß der Bestimmung offenbart. Alle Nachfolger der Herrscher spannen sich bei diesem Großen Vorwärtsschreiten an.

  Gewiss, wenn die Stunde der irdischen und überirdischen Schlacht heranrückt, vereinigen sich die Kräfte beider Seiten in flammender Anspannung. Die irdischen und die jenseitigen Energien erweisen sich als Funken des Einen Feuers. So findet jede auf das Heil gerichtete Tat in der Feinstofflichen Welt ihre feurige Anwendung. Oft kann man nämlich das Gleichgewicht durch die Vereinigung der beiden Welten erklären. Inmitten der irdischen Zerstörungen kann man die Macht der Feinstofflichen Welt als einen rettenden Anker annehmen, der von der Hierarchie des Heils gesandt wurde.

Zeigen wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verständnis für die Feurige Taufe.

 

  87. Wahrhaftig, die Unsichtbare Welt erklärt alles Sichtbare; vom Nichtoffenbarten zum Offenbarten, vom Offenbarten zum Feinstofflichen. So werden sämtliche Energien von dem einen Feuer gesättigt. So ist die Transmutation des Offenbarten

[Russisches Original. Seite 62.]


durch Feuer ein ewiger Prozess der Evolution der Welten. Alle Vorgänge, die auf Erden unsichtbar sind, sind ebenso lebendig wie jeder irdische Prozess und können das Band zwischen den Welten verwirklichen.

  Oft sind jene, die sich dem Licht angeschlossen haben, darüber erstaunt, dass die schweren Prüfungen nicht aufhören. Man kann antworten, dass jeder Prozess in der Unsichtbaren Welt eine Anspannung hervorruft, die durch die Kräfte des Lichts und die Horden der Finsternis offenbart wird. Die Menschheit erweist sich dann als nützlicher Leiter, wenn die Kraft des Geistes die Macht des Lichts anziehen kann. Doch für einen schwankenden Geist ist es nicht leicht, die Horden der Finsternis zu überwältigen.

  Daher wollen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken, dass der Geist Kräfte aus der Feinstofflichen Welt und aus verschiedenen Sphären heranzieht.

 

  88. Auf den Stufen des feurigen Bewusstseins wird die kosmische Einsamkeit besonders deutlich empfunden. Wenn der Geist alle unbegrenzten Freuden der Feurigen Welt kennt, aber dennoch inmitten irdischer Stürme weilt, fühlt er die Unvollkommenheit besonders stark, welche die irdischen Schichten umgibt. Kosmische Einsamkeit ist ein Gefühl des „Löwen der Wüste“. Das Lösen von der Erde im Geist lässt alle Anzeichen der kosmischen Einsamkeit in Erscheinung treten.

Wenn sich also die Welten im feurigen Bewusstsein vereinen, ist es schwer, alle sich scharf abzeichnenden Erscheinungen der irdischen Sphären nicht zu spüren. Zu Recht heißt es, dass der Geist ohne den Körper leben kann, denn ein verkrüppelter Körper kann eine leuchtende Seele bergen; ein Körper aber kann, trotz aller äußeren Vollkommenheit, keinen Geist enthalten, der nicht den Aufspeicherungen der Vergangenheit entspricht.

   Es ist richtig, dass Krankheiten oft ein Segen sind, denn sie nähern den Geist

[Russisches Original. Seite 63.]


an die Feinstoffliche Welt an. So beruht jede Erscheinung auf zwei Prinzipien, die sowohl den Maßstäben der Feinstofflichen als auch denen der irdischen Welt entsprechen. Natürlich sind diese Maßstäbe oft umgekehrt proportional.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir im Sinn behalten, dass die Maßstäbe der Ereignisse eines feinstofflichen Verstehens bedürfen.

 

  89. Die planetaren Fristen entsprechen allen überirdischen Fristen. Der finstere Zustand des Planeten erfordert alle Kräfte für die Herstellung des Gleichgewichts.

   Es ist leicht, an die Zukunft zu denken, wenn der Geist die Verbindung der beiden Welten kennt und in seinen Bestrebungen zur Feurigen Welt erfolgreich ist. Es gibt keine Vertiefung, die dem Geist nicht die Weite der Zukunft enthüllt.

    In der Feinstofflichen Welt gehen Ereignisse vor sich, die für die Erscheinungen auf der Erde hilfreich sind. Besonders angespannt sind die der Erde nahen Schichten. Ganze Heere werden für die Ereignisse gesammelt. Ganze Völker ziehen gegen die Kräfte der Zerstörung zu Felde. Die Überirdische Welt wird den Planeten nicht ohne Hilfe lassen. So mobilisieren auch die Mutter der Welt, die Hierarchie des Heils und die Feurigen Statthalter ihre Lager.

Wahrhaftig, es ist eine gewaltige Zeit, die über das Schicksal der Erde entscheidet: Die Himmlischen Kräfte sättigen den Raum; das wollen wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt im Sinn behalten.

 

  90. Es ist schwierig, das Bewusstsein jener zu sättigen, die meinen, der Pfad eines jeden könne ohne Höhere Führung durchschritten werden. Alle diese kleingeistigen Personen erkennen die Hierarchie nicht an, weil sie die Verwirklichung von Führung als Willenszwang erachten. Unter ihnen gibt es viele erwiesene Atheisten,

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die den feurigen Glauben an eine Höhere Führung als bösartig erachten. Man kann verfolgen, wie alle Prinzipien der Hierarchie entstellt werden.

Wie kann man das Bewusstsein aufklären, wenn sich der Geist vom Licht absondert und sein beschränktes Leben verwirklicht? Beim feurigen Aufbau sollte man diese beschränkten Verlöscher der Feuer spüren.

  Bewusstsein ist eine Erscheinung des Lebens, deshalb trägt jeder gedankliche Aufbau seine eigenen Formen bei. Die Feinstoffliche Welt wird nämlich durch alle Entsprechungen mit der Kosmischen Schöpfung geschaffen. Die überirdischen Sphären spiegeln deutlich das irdische Wesen wider. Im Bewusstsein des Menschen sollte sich die Verantwortung vor dem Kosmos festigen.

  Daher lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt danach streben, die Verantwortung für das Schaffen von Formen zu erkennen.

 

  91. Kühnheit ist die Heldentat der Schönheit, die den Dienst krönt. Die Krönung ist die Offenbarung einer Kosmischen Annäherung. Die Grundlage der Kosmischen Annäherung kann sich als Vereinigung Höherer Kräfte verwirklichen. Eine große Krone ist für jene Stirn vorbereitet, die von jahrtausendelangen selbstlosen Heldentaten geziert ist. Die Krone der Heldentat wird vom Herzen geflochten, und der beschwingte Geist schafft sein eigenes, emporführendes Karma.

Auf dem karmischen Pfad sickern die Funken der Schöpfung nur schwer durch, und noch weniger wird die Wahrheit des karmischen Wirkens verstanden. Das, was man gewöhnlich für Karma hält, kommt nicht von außen. Karma ist in jeder Zelle enthalten, der Geist trägt seine Errungenschaft und seine Rüstung.

  Ein sonnengleiches Karma umfasst alle flammenden Heldentaten. Die Schöpfung eines solchen sonnengleichen Herzens birgt nämlich alle

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Schmerzen und Kämpfe des Geistes in sich. Doch das sonnengleiche Herz erkennt seine Zugehörigkeit zum Strom des Kosmischen Bewusstseins. Die Krone des sonnengleichen Herzens ist wahrhaftig eine flammende Heldentat.

 

  92. Die Prinzipien von Gut und Böse wiederholen sich auf allen Ebenen, mit dem Unterschied, dass sich alle Äußerungen zuspitzen, wenn man die Linie in die Sphären der Feinstofflichen Welt verlängert. Nur die Prinzipien des Aufbaus geben dem Geist jene Gesamtkraft, die das bewusste Streben zum Guten verwirklicht.

  Die Diener der Finsternis werden unvermeidlich zu den niederen Schichten hingezogen. Die alten Testamente sprechen von jenen, die im Reich des Geistes weilen, und jenen, die unter der Erde wohnen. Man mag sich wundern, warum die irdischen Schichten und die Erde selbst von den Kräften des Bösen bevölkert sind. Gerade die Anziehung nach unten erklärt diese Horden.

   Jedes Streben zur Feurigen Welt hält den Geist in der Feinstofflichen Welt zurück, doch die Geister, die von Selbstlosigkeit erfüllten Lichtträger, streben zur Erde, um Rettung zu bringen. Auf Erden gibt es ganze Länder, die von Zerstörern erfüllt sind. Die Erde entspricht mit ihren giftigen Emanationen diesen finsteren Brutstätten; wundert euch deshalb nicht, dass Teile der Welt von bösen Wesenheiten bevölkert sind.

 

  93. Der Aufbau neuer Fundamente umfasst die Herstellung des Gleichgewichts sowie einer Koordination von Wissenschaft, Kunst und Leben. Gleichgewicht erfordert eine Durchsicht aller Verwirklichungen. Daher benötigt die Welt eine große Offenbarung des Gleichgewichts. Die Koordination verwirklicht sich

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durch ein neues Verständnis aller feinstofflichen Prinzipien der Hierarchie.

Man kann sogar voraussehen, dass eine Transmutation aller Verwirklichungen vor sich gehen wird; dass es in der Wissenschaft keine Trennung zwischen Geist und Materie mehr geben wird; und dass es tatsächlich möglich sein wird, nach neuen Prinzipien aufzubauen, wenn das Geistige und das Physische vereint sein werden. Durch die Koordination der Zentren, ihrer Funktionen und Eigenschaften kann man Wissen über den Körper erlangen. Eine solche Vereinigung aller Funktionen führt zu einer Kenntnis des wirklichen Lebens.

   So sollte man zum Beispiel die verschiedenen Ausscheidungen der Nieren und die Funktionen der Augen studieren. Man kann alle Funktionen der paarweisen Organe koordinieren. Man kann die Organe miteinander vergleichen, die über einen Kanal wirken. Man kann sich von vielen vereinigten Funktionen überzeugen, die äußerst aufschlussreich sind.

   So hat der neue Aufbau seine erhabenen Grundsätze, und es wird ein großer Aufstieg in der Welt des Wissens vermerkt. So bringen die feurigen Träger der Synthese der Welt Segen und Glück.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die großartige Verwirklichung des Gleichgewichts und der Koordination im Sinn behalten.

 

  94. Ein Abgrund kann auf verschiedenen Wegen überwunden werden. Der Mut vor dem sich auftuenden Abgrund wird gerade dann erreicht, wenn der Geist alles aufs Spiel setzt.

   Es ist richtig, dass man den Geist nur im Leben stählen kann. Das Überwinden der Lebensschwierigkeiten verleiht dem Geist seine Funken. Geistige Überwindung ist so schwer! Der physische Körper erträgt Entbehrungen mit Selbstzufriedenheit, doch der Geist meistert die Schwierigkeiten. Und das geistige feurige Ringen kann auf eine

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große Höhe hinauftragen. So lasst uns geistige Schwierigkeiten erstreben.

  Ein Abgrund kann sich vor dem Herzen auftun. So verläuft der Lebensweg anscheinend unerbittlich; doch das Herz, das den Abgrund erkannt hat, erkennt auch das Licht. Denn wenn eine Grenze offenbar wird, kann man die Feurige Unbegrenztheit entfalten. Nur bei völligem Streben kann der Geist seine Flügel ausbreiten.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man sich mit Furchtlosigkeit vor dem Abgrund füllen. Der beschwingte Geist kennt diese Freude der Errungenschaft.

 

  95. An der Schwelle des Übergangs in die Feinstoffliche Welt findet eine Ablösung des Mentalkörpers vom physischen Körper statt. Die Entwicklung der feurigen Wahrnehmung fördert den Flug in die Höheren Sphären. Ein Geist, der das Loslösen von der Erde empfindet und den Höheren Sphären zustrebt, kann die Ablösung des Mentalkörpers klar erkennen; so findet eine Vereinigung der beiden Welten statt, die den Geist vom physischen Körper befreit.

  Die Frage des Todes beschäftigt die Menschheit sehr. Gerade der Übergang erschreckt die Leute so sehr. Man kann darauf verweisen, wie wunderbar ein Geist in die Feinstoffliche Welt strebt, der das vorübergehende Dasein auf Erden erkannt hat. Man muss den Geist bewusst auf das Loslösen von der Erde vorbereiten. Auf diese Weise enthüllt sich dem Neuankömmling die vertraute Schwelle in ihrer ganzen Feurigen Herrlichkeit.

   So muss man sich auf dem Pfad zur Feurigen Welt an das Loslösen von der Erde gewöhnen.

 

  96. Wenn der feurige Geist sich in die überirdischen Sphären versenkt, sind ihm die Feinstofflichen Sphären nicht fremd, denn der Geist kannte die räumlichen Erscheinungen. So

[Russisches Original. Seite 68.]


kann sich auch der Neuankömmling in den Schichten der Feinstofflichen Welt akklimatisieren. Der Eintritt in die Feinstoffliche Welt ist von einem Gefühl der Freude begleitet.

 

97.[11] Um die letzten Stunden des irdischen Aufenthalts sollte man sehr besorgt sein. Oft kann das letzte Streben das zukünftige Leben und auch die Schichten, in denen der Geist sich aufhalten wird, vorausbestimmen.

   Es ist natürlich unzulässig, den Geist in die irdischen Sphären zurückzurufen, wenn er sich bereits losgelöst hat. Die Gewebe, die sich von der irdischen Anziehung bereits befreit haben, spannen sich mit einer schrecklichen Anstrengung an, um sich wieder der irdischen Atmosphäre zu assimilieren. Die Menschen sollten es lernen, sowohl beim Hinscheiden als auch bei der Geburt an diese Vorgänge zu denken, und verstehen, sie zu koordinieren. Hinausschieben ist bei der Geburt ebenso schädlich wie beim Sterben.

  Die feinstoffliche Bildung des neuen Körpers muss in Betracht gezogen werden. Die dem Sterbenden zugefügten Wunden müssen in der Feinstofflichen Welt geheilt werden. Oft werden die Hinübergehenden sehr grob behandelt. Man kann sagen: Nicht der Tod quält, sondern die lebenden Menschen. Alle, die sich der Feurigen Lehre nähern, müssen darüber Bescheid wissen.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns das Gesetz merken, das die letzten Minuten des Übergangs bestimmt.

 

  98. Der Verdienst, wie er verstanden wird, muss durch ein feinstofflicheres Konzept ersetzt werden. Wie viele feinstoffliche Anzeichen kann man bemerkten, wenn man lernt, den wirklichen Verdienst nicht nach äußeren Anzeichen, sondern nach der inneren Qualität einer Tat zu betrachten. Wenn der Geist lernt,

[Russisches Original. Seite 69.]


das irdische Leben mit dem Höheren zu koordinieren, nehmen alle Maßstäbe eine andere Dimension an.

  Ein bloß von der Eintönigkeit der materiellen Welt erfülltes Leben bemisst entsprechend auch den Verdienst seinen Bestrebungen gemäß. Doch das Bewusstsein beider Welten setzt neue Maßstäbe. Das Vergängliche wird nicht die tatsächliche Triebkraft sein; nur das Streben nach feuriger Manifestation vereint die Welten, und die Tätigkeit wird entsprechend gesättigt sein. Das in die Feurige Welt strebende Bewusstsein ist von der Kraft erfüllt, die von der Hierarchie des Heils ausgeht, doch irdische Glückseligkeit zersetzt sich ebenso schnell wie die gesamte vergängliche Welt.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die ewig lebendige Energie der Welt des Feuers im Sinn behalten.

 

  99. Karma erstreckt sich auf alle Handlungen und alle Welten. Genauso wie Karma beschleunigt werden kann, kann es auch verlängert werden. Eine Verstärkung des Karma wirkt sich nicht nur auf das folgende Leben aus, auch alle dazwischen liegenden Zustände hängen von der Verstärkung des Karma ab.

  Die Feinstoffliche Welt ist derart mit der irdischen verbunden, dass man das Denken in diese Richtung hin vertiefen muss. Wer die Bedeutung der Verbindung der beiden Welten versteht, wird bei seinen irdischen Taten vorsichtig sein. Vorsicht gegenüber allen Energien hilft dem strebenden Geist.

  Ein Haupthindernis ist Unverständnis der Wahrheit des räumlichen Lebens: Alles wandelt sich um und alles wird gesühnt. Richtigerweise ist auf das Karmagesetz hingewiesen worden, nämlich auf das Karmagesetz in Unbegrenztheit. Das Streben und die Möglichkeiten reichen nämlich bis in Unbegrenztheit.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt ein bewusstes Verhalten gegenüber dem Karmagesetz verwirklichen.

[Russisches Original. Seite 70.]


100. Die Teilnehmer am Kosmischen Aufbau können wahre Statthalter genannt werden. Jede Epoche hat ihre Statthalter. Der Herrscher, der Gottmensch und der Statthalter der Kräfte des Lichts stellen die große Macht dar. Das Hierarchische Prinzip erweist sich als Grundlage jeglichen Aufbaus, und um das Verständnis des Kosmischen Aufbaus zu vertiefen, muss man sich in der Erkenntnis des Gesetzes der Hierarchie festigen.

  Die Kräfte der Hierarchie sind in beiden Welten vereint: Das Führende Prinzip und das Prinzip der Erfüllung des erhabenen Willens sind eine Quelle. Nach diesen beiden Prinzipien werden Welten erbaut.

  Die Überirdische Welt offenbart sich mittels der irdischen. Die irdische Welt strebt in die Feurige Welt. In dieser feurigen Vereinigung wird Ewiges Leben verwirklicht, und die Macht des Lebens spannt sich im feurigen Aufbau an.

  Für ein feinstoffliches Verstehen des Hierarchischen Prinzips sollte man den Aufbau des Daseins ergründen. Der Höhere Wille hat seine Testamente gegeben. Die Offenbarung der Feurigen Welt ist von Feurigen Geistern angenommen worden; auf diese Weise vollzog sich ein Austausch, der die Welten vereint. Alle Religionen haben sich durch den Austausch Feuriger Kräfte verwirklicht. Diese feurige Zusammenarbeit ist auch Kosmischer Aufbau.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verstehen des Kosmischen Aufbaus bekunden.

 

101. Wahrhaftig, nur das Herz vermag in alle Tätigkeiten, alle Beweggründe und alle Wesen einzudringen und zu erkennen. Um in die Feurige Welt einzudringen, ist es vor allem notwendig, mit dem Herzen zu erkennen. Nur diese Quelle, die der Wahrheit auf den Grund geht, kann eine Vorstellung vom wahren Aufbau des Kosmos vermitteln. Nur diese Quelle kann den wahren Maßstab für eine Beurteilung bieten,

[Russisches Original. Seite 71.]


die vom Feuer feinstofflicher Energien gesättigt ist.

  Um seine Kräfte in den Höheren Sphären einzusetzen, ist es unerlässlich, die Kräfte des Herzens anzuspannen, denn es gibt keine andere Eigenschaft des Feuers, die diese Energien ersetzen könnte. Das Herz drängt den Geist so mächtig zu den feinstofflichen Energien. Alle Höheren Sphären werden durch die Anspannung des Herzens erreicht. Dieses heilige Gefäß vermag sämtliche schöpferischen erhabenen Sphären zu eröffnen. Diese Herzenergien sind unersetzlich, in ihnen spiegelt sich wahrhaftig der Höhere Wille wider. Die Schöpfung des Herzens kann sonnengleich genannt werden.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt danach streben, das Herz als Bindeglied zwischen den Welten zu verstehen.

 

102. Die Menschen nach den Auren und der gegenseitigen Anziehung einzuteilen, ist eine wissenschaftliche Wahrheit, doch für wissenschaftliche Forschungen ist es notwendig, eine feinstoffliche Unterscheidung zu treffen.

Dort, wo das Verständnis des Herzens lodert, wird Unterscheidungsvermögen bestehen. Wo aber das Verständnis des Herzens inaktiv ist, ist auch die feurige Energie untätig. Man muss spüren, wie sich jene um das feurige Herz sammeln, die sich durch Streben zum Feurigen Dienst annähern. Die Anziehung des Magneten des Herzens wirkt wie ein Gesetz; wobei daran erinnert werden muss, dass jedes Leben des Herzens jene näherbringt, die geistig verwandt sind. Das begonnene Leben setzt sich in den überirdischen Sphären fort.

   So kann man jede karmische Erscheinung leicht erklären. Die Menschen denken über dieses Gesetz kaum nach; und die Welt leidet nicht so sehr durch verschiedene Nöte, als infolge der Verletzung dieses großen Gesetzes durch den Eingriff menschlicher Unüberlegtheit.

[Russisches Original. Seite 72.]


Ein Eingriff in eine harmonische Bestimmung erweist sich immer als Störung der karmischen Wirkungen. Durch karmische Verletzungen sind viele unerklärliche Missgeschicke hervorgerufen worden. In der Geschichte kann man verfolgen, wie durch einen furchtbaren Eingriff in das gemeinsame Karma Könige ihrer treuesten Diener, Feldherren ihrer Truppen und geistige Führer ihrer Schüler beraubt wurden.

Lasst uns auf dem feurigen Pfad des Fortschritts wegen über die Unverletzlichkeit des Karma nachdenken.

 

103. Die Transmutation der Zentren spannt die schöpferischen Energien, die für den Übergang in die Feinstoffliche Welt notwendig sind. Jedes geistige Streben erzeugt Ablagerungen, die beim Übergang in die Feinstoffliche Welt die Gestalt feinstofflicher Energien annehmen. Es ist so wichtig, in die Höheren Sphären zu streben. Begeisterung des Geistes und Freude des Herzens verleihen jene Energien, die den feinstofflichen Körper nähren. In der Tat, nur ein durch höhere Impulse gesättigtes Gefühl verleiht die nötigen Energien.

Man muss verstehen, dass Imperil und grobe irdische Begierde qualvolle Geschwüre erzeugen, die der Geist im feinstofflichen Körper heilen muss. Geschwüre des Geistes werden in die Feinstoffliche Welt mit hinübergenommen, wenn sie nicht auf Erden überwunden werden. Befreiung von der physischen Hülle bedeutet nicht Befreiung von geistigen Geschwüren.

Wenn der Geist vor dem Loslösen von der Erde erkennt, wie er seine Energien genutzt hat, kann das Bewusstsein vieles sühnen, doch muss man das Bewusstsein zu dem Gedanken an die Höheren Welten lenken. Selbst der schlimmste Verbrecher kann zum Verständnis für die Last des Karma hingeführt werden, doch dafür ist es notwendig,

[Russisches Original. Seite 73.]


die sozialen Verhältnisse zu ändern.

   So sollte man sich auf dem Pfad zur Feurigen Welt an den Gedanken der Transmutation der Zentren gewöhnen, denn Befreiung vom Körper bedeutet nicht Befreiung von geistigen Geschwüren.

 

104. Die im Dienst des Lichts tätigen Kräfte greifen nicht in das Karma ein, wie manche denken, die nicht in die Macht des Karma eingeweiht sind. Die Kräfte des Lichts beobachten die menschlichen Taten und geben die Richtung vor, greifen aber nicht ins Leben ein.

  Dafür gibt es viele Beispiele: Boten erscheinen, Warnungen werden gesandt, die Richtung wird aufgezeigt und der Pfad gewiesen, doch die Wahl der aufgezeigten Möglichkeiten wird vom angespannten menschlichen Willen getroffen. Auf diese Weise wird die Kooperation zwischen den beiden Welten von diesen Begriffen gesättigt.

Selbständige Tätigkeit des Geistes kann nämlich zu einem besseren Karma führen. So kann man erklären, warum die Kräfte des Lichts den Geist nicht von verschiedenen Handlungen abhalten, die oft gegen das verstoßen, was bestimmt ist.

  Die Menschen sind oft erstaunt, warum nicht verschiedene Wege aufgezeigt werden. Sie wundern sich auch, warum Sendungen über verschiedene Kanäle vermittelt werden. Sie fragen sich, warum die Kräfte des Lichts verschiedene Strömungen nicht abwenden. Lasst uns darauf antworten: Die Kräfte des Lichts greifen nie in das menschliche Karma ein. An dieses Gesetz muss man sich auf dem Pfad zur Feurigen Welt erinnern.

 

105. Das Gesetz des freien Willens erlaubt Uns oft nicht, auf eine Erscheinung hinzuweisen, die unklar erscheint. Dasselbe Gesetz weist auf Unsere kreuzenden Wege hin, wenn der freie Wille ein Herz zu einem Herzen lenkt.

 

[Russisches Original. Seite 74.]


106. Sich mit dem Herzen auf den Herrscher zu stützen, ist die erste Bedingung auf dem Pfad zur Feurigen Welt. Ohne diese feurige Bedingung ist es unmöglich, die verheißenen Tore zu erreichen. Die Führung muss doch sowohl vom Geist als auch vom Herzen erkannt werden, denn es genügt nicht, nur die Hand des Herrschers anzunehmen, ohne sich ihm mit dem Herzen hinzugeben. Man muss das Gesetz verstehen, das den Lehrer mit dem Schüler vereint, denn ohne sich dem Herrscher völlig anzuschließen kommt keine Verbindung zustande.

Völlige Annahme der Führung erfordert bewussten Verkehr, denn man muss mit dem Herzen jene Wärme verstehen und fühlen, die aus den Tiefen des Geistes aufsteigt. Vor allem ist es notwendig, dasjenige fühlen und erkennen zu lernen, wodurch das Wesen des Herrschers mit dem Wesen des Schülers verbunden wird.

   So muss man daran denken, dass auf dem Pfad zur Feurigen Welt Schwingungen und Karma die verbindenden Glieder sind.

 

107. Der Geist wird durch verschiedene Hebel angespannt. Liebe und Streben erweisen sich als die mächtigsten Hebel. Liebe zur Hierarchie und Streben zum Dienst geben den Impuls dazu, von Höherem durchdrungen zu werden. Diese mächtigen Hebel lenken den Geist nicht nur auf Erden, sondern auch in der Feinstofflichen Welt zur Vervollkommnung.

Selbst wenn es irgendwie möglich wäre, sich auf Erden von bestimmten Erscheinungen zu befreien, erlauben die überirdischen Sphären es dem Geist nicht so leicht, die Sphären zu wechseln. Die überirdischen Sphären haben ihre eigenen Wirbel, in die der Geist hineingezogen wird. Diese Wirbel können als Wirbel der Sühne bezeichnet werden. Je nach dem Zustand des Strebens oder der Begierde fällt der Geist in diese Wirbel

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und kann nur durch Sühne und Transmutation seiner Energien in andere Sphären übergehen.

Man muss die Bedingungen der Feinstofflichen Welt verstehen. Wenn die Menschheit über diese unzertrennliche Verbindung mit der Feinstofflichen Welt nachdenken würde, wäre der Begriff Karma klar. Es gibt weder eine Tätigkeit noch einen Gedanken noch eine Stufe, die den Geist nicht in einen bestimmten Wirbel treibt. Der feurige Geist offenbart sich als unerschütterliches Glied zwischen den Welten, denn alle Pfade sind eröffnet.

 

108. In der Tat, wenn man das bestehende Band zwischen der Feurigen und der irdischen Welt nicht ergründet, nimmt man dem Leben seinen Sinn. Jede Lebenserscheinung wird sinnlos. Gewiss, das Eindringen in die Feurige Welt ist notwendig, um im Leben zu verstehen, dass die Vereinigung der beiden Welten das Denken auf kosmische Art lenkt.

Nur die Vereinigung jeder Lebenserscheinung mit ihrer Fortsetzung in der Feurigen Welt bestätigt den Sinn aller Lebensprozesse. Man kann sich nicht vorstellen, wie schwierig es ist, Gedanken zu lenken, wenn dieses Gesetz nicht erkannt oder durch verschiedene Auslegungen entstellt wird. Um wie viel klarer kann der Geist sich den Prozess des Lebens und des Todes vorstellen, wenn der Begriff der Überirdischen Welt in seinem Bewusstsein lebt!

   So treiben die Wirbel der Sphären feinstofflicher Anspannung den Geist sowohl beim Aufstieg als auch bei der Rückkehr an. Die Verbindung des Geistes mit seinem Karma offenbart sich doch in beiden Welten. Das Verstehen dieses Bandes weist auf die vom Kosmos verwirklichte Schönheit hin.

Das Erkennen dieser Lebensimpulse, die in Zukunft die Bedingungen für das feinstoffliche Dasein schaffen werden, ist so wichtig! Denn man darf Ewigkeit nicht für das Vergängliche und das Vergängliche nicht

[Russisches Original. Seite 76.]


für Ewigkeit halten. So lernt der Geist, während er in der Materie lebt, das Vergängliche zu schätzen, doch im Kosmos wurde Ewigkeit geboten!

 

109. Die Gedanken der Menschheit müssen sich mit dem Band zwischen den Welten befassen. Wie sonst ließen sich bestimmte unsichtbare Prozesse erklären, die das Leben sättigen? Von diesem Wissen kann man nur erfüllt sein, wenn der Geist die Erscheinungen der Unsichtbaren Welt mit dem Herzen aufnimmt. Wie kann man das Leben und den Übergang in die Feinstoffliche Welt erklären, wenn die Feurige Welt nicht erkannt wird? Jede irdische Erscheinung hat doch ihre unsichtbare Ursache, die sich als potentielle Kraft erweist.

   Es ist leicht zu verstehen, dass man für feurige Wahrnehmung vor allem den Gedanken an die Verbindung mit den überirdischen Sphären festigen muss. Erscheinungen können sich im Leben nur realisieren, wenn der Geist jede höhere Schwingung fühlt. Gewiss, die Menschheit lebt ohne Erkenntnis des Herzens, das mit der Kraft der Feurigen Welt vorrückt.

  Für bessere Formen sollte man das Leben als die Vereinigung der beiden Welten ansehen. Jedes Streben in diese Richtung wird für den Aufstieg in die Feinstoffliche Welt lehrreich sein. Wenn die Annahme der höheren Energien zu einem lebendigen Prozess wird, kann man erkennen, dass sich das irdische Leben mit all seinen Schmerzen in der nächsten Welt fortsetzt. So wollen wir das Gesetz der Sühne auf Erden bei Handlungen und Überlegungen begreifen.

 

110. Über die Bestimmung des Menschen auf Erden: Seit uralten Zeiten hat diese Frage die Menschen beschäftigt. Alle Religionen haben die Bestimmung

[Russisches Original. Seite 77.]


des Menschen als das Ebenbild der Höchsten Kraft festgestellt. Worin kommt das Ebenbild der Höchsten Kraft zum Ausdruck? Nur durch Vervollkommnung des Geistes kann der Mensch der Höchsten Kraft ähnlich werden. Die Bestimmung des Menschen kann nicht als etwas Zufälliges angesehen werden.

Ebenso ist es unmöglich, die Formen als einförmig anzusehen, denn jede Sphäre hat ihre eigenen Formen und sehr genaue Entsprechungen.

Wir sprechen oft über das Band zwischen den beiden Welten, denn es ist notwendig, aus dem Teufelskreis herauszukommen, von dem der Planet umgeben ist. Es ist unumgänglich, einen Ausweg zu finden.

  Um Berührungspunkte zu finden, muss man das Denken auf feinstofflichere Prinzipien richten. Wenn wir über die einfachsten Prozesse nachsinnen, werden wir zu den höchsten Begriffen gelangen. Wenn wir das feinstoffliche Band im gesamten Leben finden, wird das Streben zu den Höheren Welten gewiss nicht auf sich warten lassen.

Während es bisher eher schwierig war, das Bewusstsein zu wecken, ist es jetzt notwendig, alle Grundlagen der Verbindung beharrlich voranzutreiben. Alle Geschehnisse, alle Verwirklichungen rufen die Menschen zur Heldentat der Transmutation der weltanschaulichen Grundsätze auf. Man soll besonders die Bestimmung des Menschen ergründen.

 

111. Ohne Bestrebung des Herzens gibt es keine Wahrnehmung. Freilich, der Intellekt nimmt wahr, doch unvergleichlich ist die feinstoffliche Einwirkung des Herzens. Wenn wir sagen, dass ein Gedanke aufblitzte, bedeutet das nämlich, dass das Herz eine gesättigte Erinnerung und Wahrnehmung offenbart hat. In der Tat, nur feinstoffliche Energien können sich an das Feinstoffliche anschließen, deshalb gibt es über das Herz die schnellste Errungenschaft. Das Band mit der Feurigen Welt

[Russisches Original. Seite 78.]


wird von einem gesättigten Herzen hergestellt, weil allein dieses Gefäß ein Eindringen in die Feurige Welt ermöglicht.

Das Streben des Herzens als schöpferisches Symbol zu verstehen, bringt dem Geist die Verwirklichung der Feurigen Welt. Das Herz trägt die Last der Welt. Das Herz befreit von der irdischen Last. Das wollen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken.

 

112. Das Sperrnetz bildet sich aus feinsten Energien. Alle Zentren nehmen an der Formung dieses mächtigen Schildes teil. Für die Bildung eines vollständigen Kreises ist es unerlässlich, dass alle geistigen Zentren ihre Energien anspannen.

Von den Zentren des Geistes muss man besonders das Herz anspannen, weil es durch seine Macht das Denken transmutieren kann. Richtiges Denken verleiht Festigkeit, welche die erste Bedingung darstellt. Festigkeit vertreibt Zwiespältigkeit, Angst und Zweifel.

Das Sperrnetz kann den Menschen schützen, indem es ihn unverletzlich macht. Doch sein Schild kann sich nur dann festigen, wenn alle feinen Energien harmonisiert werden. Das Experiment des Agni Yoga verleiht gerade diesen Schild, doch dazu ist ein höchst behutsames Verhalten den Zentren gegenüber notwendig. Das Sperrnetz muss beständig von innen her mit Energien gespeist werden, wie eine feurige, ewig emporsteigende Spirale. Die geistigen Zentren müssen diese Macht nähren.

Das Sperrnetz geht zusammen mit dem Geist in die Feinstoffliche Welt über. Da es aus den feinsten Energien gewebt ist, kann es sich an die Feurige Welt assimilieren; in ihm können sich nur die höchsten Bestrebungen widerspiegeln. Menschen, die vermittels der niederen Zentren leben, haben kein Sperrnetz. Besessene besitzen diesen Schild nicht.

[Russisches Original. Seite 79.]


Deshalb soll man auf dem Weg zur Feurigen Welt darum besorgt sein, die feinsten Energien zu weben.

 

113. Das Sperrnetz kann nur dann gesättigt werden, wenn die Zentren transmutiert wurden. Und auf der letzten Stufe, vor dem Empfang des Feurigen Strahls, spannt sich das Sperrnetz besonders an.

 

114. Das Gewebe des Sperrnetzes wird von den verschiedensten Energien angespannt. Jedes geistige Zentrum beruht auf einer Ansammlung von feinsten Energien, die ihre Ablagerungen im Sperrnetz offenbaren. Alle Zentren werden von dem Feuer transmutiert und gesättigt, das die Fäden des Sperrnetzes webt. So ist dieser Schild eine Verwirklichung aller kosmischen Ströme, die sich im Sperrnetz brechen.

   Jeder Schlag auf die Aura kann wie ein Bumerang auf seinen Urheber zurückwirken. Wenn das Sperrnetz alle höheren Feuer widerspiegeln kann, können in dieser Esse natürlich viele Schläge geschmolzen werden!

   Jedes bestrebte Bewusstsein muss sein Sperrnetz weben. Man kann viele Schläge und schmerzliche Stiche abwehren, wenn das Sperrnetz undurchdringlich bleibt. Die geistigen Zentren können völlige Immunität erlangen, wenn das Sperrnetz ständig von innen mit Feuer genährt wird. Daher muss man um die Anspannung des Sperrnetzes so besorgt sein. Psychische Energie, Streben des Geistes und feurige Transmutation liefern das erforderliche Gewebe für das Sperrnetz.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die Macht dieses Schildes im Sinn behalten.

 

[Russisches Original. Seite 80.]


115. Wie verschieden die Welten in ihren Eigenschaften und Funktionen auch sind, es ist dennoch notwendig sich anzugewöhnen, an die Brücke zur Feurigen Welt zu denken. Alles hat seine verbindenden Energien. Warum dann nicht danach streben, die Brücke zur Feurigen Welt zu verstehen! Wie der Mensch alle Eigenschaften des irdischen Lebens widerspiegelt, so muss er auch darum besorgt sein, wie er eine Brücke zwischen den Welten errichten kann. So wie aus den überirdischen Sphären der Abgrund der Menschheit sichtbar ist, so sollte man es verstehen, die Höheren Welten in das Bewusstsein aufzunehmen.

  Die Brücke zwischen den beiden Welten besteht im Streben des Denkens. Richtig wurde über die Schönheit des Gedankens gesprochen, der alle Welten enthüllt. Gewiss, die Brücke zwischen den beiden Welten kann verwirklicht werden, wenn die Taten von Schönheit erfüllt sind. Nicht Worte, sondern Taten ergeben nämlich alle Sättigungen. Die Brücke zwischen den Welten gründet auf der Harmonisierung der Ströme des Herzens und des Geistes.

Zeigen wir auf dem Weg zur Feurigen Welt Verständnis für die Brücke zwischen den Welten.

 

116. Die Brücke zwischen dem Leben jedes Dieners des Lichts und der nächsten Stufe offenbart ein gesättigtes Streben des Herzens. In der Tat, die Menschen banalisieren das Gefühl der Liebe und legen das mächtige Gesetz banal aus. Doch dem großen Gesetz muss man feinfühlig lauschen.

   So nähert der Yoga des Herzens uns wahrhaftig weit stärker und schneller den mächtigen Gipfeln des Bewusstseins an als der Verstand, wie geschärft er auch sein mag. Die große Epoche der Frau wird sich deshalb durch eine größere Verfeinerung der Gefühle und des Bewusstseins auszeichnen.

 

117. Die Brücke zwischen den Welten gründet auf der Harmonisierung

[Russisches Original. Seite 81.]


aller feinsten Energien. Die meisten denken natürlich, die Transmutation der Zentren gehe auf dem physischen Plan vor sich – das ist ein Irrtum. Ein solches Bewusstsein muss man erleuchten. Die Transmutation der Zentren durch Feuer ist eine Vereinigung aller Zentren, sowohl der physischen als auch der geistigen. Es findet eine Vergeistigung des ganzen Wesens statt.

  Bei feuriger Transmutation tritt die Feurige Welt besonders machtvoll in Erscheinung, weil sich im ganzen Wesen eine feurige Harmonisierung vollzieht, bei der alle höheren Anspannungen erworben werden. Daher kann man das Gesetz der Annäherung der Welten bei jedem Prozess der Verfeinerung der geistigen Zentren annehmen. Die Ansammlung dieser Energien verleiht dem Geist ein Streben, das den kürzesten Weg anlegt.

   So muss man den Begriff der Brücke zwischen den Welten annehmen; und man sollte sich merken, dass es keine unbewusste Arbeit der Zentren gibt. Die bewusste Harmonisierung der Zentren ist ein großes Sakrament.

   So wollen wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verständnis für den kürzesten Weg zeigen.

 

118. Unter den im Kosmos bestehenden Sakramenten muss man das Sakrament der Aufeinanderfolge der Existenzen hervorheben. Der Rhythmus dieser Existenzen ist genauso verschieden wie die Monaden.

Manche meinen, es wäre notwendig, viele Leben in Palästen zu verbringen; andere meinen, dass es für Heldentum der Kavallerie bedarf; die dritten denken, es bedürfe des Ruhmes; die vierten, dass man Geist und Körper zerfleischen müsse, und so geht es unendlich weiter.

Wir jedoch sagen: Es bedarf der Errungenschaft des Geistes. Und diese feurige Eigenschaft wird allein durch das innere Feuer des Herzens erlangt. Richtig heißt es, dass die Taten

[Russisches Original. Seite 82.]


des Herzens die Grundlage sind. Das Verständnis des Herzens verwirklicht das erhabene Wesen. Deshalb ist das Herz mit seinem Magneten so mächtig.

  Ein Wesen lebt doch nach seinem ganzen Potential. In einem bestimmten Zyklus von Jahren offenbart das Potential eine Art der Tätigkeit, für einen anderen Zyklus werden andere Tätigkeiten bekundet – so geht in einem einzigen Leben eine ganze Welt von Tätigkeiten vor sich. Rufen wir uns ins Gedächtnis, wie viele lichtvolle Taten die Annalen des Buches des Lebens füllen. Berücksichtigen wir jede Offenbarung des Lichts, denn es ist besonders notwendig, jene mächtigen Energien zu erkennen, die ein Wesen auf einer erhabenen Stufe erfüllen.

 

119. Die Kräfte des Geistes sind jene Ströme des Geistes, durch die verschiedene Energien herankommen. Man kann Hieroinspiration kann nur über die Ströme des Geistes senden.

  Die Träger dieser Ströme bergen in sich eine nicht-irdische Macht. Ein Geist und ein Herz, die von diesen Strömen gesättigt sind, widerstehen vielen Angriffen. Wir haben oft beobachtet, wie ein einsamer Wanderer auf dem Pfad des Dienstes die Attacken der Finsternis zurückschlagen konnte.

  Die Kräfte des Geistes verleihen dem Gefühlswissen Tatkraft. Die Ströme des Geistes sind ein Bindeglied zu den Höheren Kräften. Wenn mächtige Energien ein Wesen sättigen, offenbart sich die Entfaltung aller höheren Zentren. Hieroinspiration kann sich nur in einem Herzen verwirklichen, das von der Nähe der Hierarchie des Lichts entflammt ist.

Deshalb ist es auf dem Pfad zur Feurigen Welt so wichtig, diese Ströme zu erkennen, denn man muss zu allem eine bewusste Beziehung anwenden, um eine Verbindung mit der Unsichtbaren Welt des Feuers zu erlangen – so können die Kräfte des Geistes wahrhaftig Welten erobern.

 

120. Die Übertragung von Feinfühligkeit muss man

[Russisches Original. Seite 83.]


feinstofflich erforschen. Die Übertragung von Feinfühligkeit, innerlich oder äußerlich, stellt einen sehr wichtigen Zweig der Wissenschaft dar; nicht nur für die Erforschung des menschlichen Organismus, sondern auch für das Studium der gegenseitigen Anspannung von Makro- und Mikrokosmos.

  Bis jetzt wurden Versuche zwischen Menschen und Objekten durchgeführt, weitere Experimente werden mit Pflanzen und Tieren durchgeführt werden. Durch Ausweitung der Forschungen kann man zum Studium des Austausches der feinstofflichen Energien gelangen. So können alle Tiere der Veränderung der Ströme von Krankheiten dienen.

  Natürlich muss man für diese Forschungen Immunität gegen Ansteckung entwickeln. Sowohl der Magnetismus der Erde und der Baumwurzeln als auch Prana* können für die Reinigung der Emanationen dienlich sein. Im Kosmischen Laboratorium kann man alle Grundlagen dieser Forschungen erlangen.

Vor dem Experiment der Übertragung von Feinfühligkeit sollte man Agni Yoga studieren, denn nur eine feinstoffliche Wahrnehmung wird zu einem feinstofflichen Verständnis führen. Man muss von den Strömen des Geistes durchdrungen sein, um jene Allmacht zu verstehen, welche die Feurige Welt sättigt.

 

121. Das Prinzip der Übertragung von Feinfühligkeit zeigt sich sehr deutlich im Anschwellen der Lippen. Die Anhäufung von feurigen Energien in der Kehle entlädt sich in einem anderen Zentrum. Nasenbluten ist ebenfalls eine mächtige Übertragung des Zentrenfeuers, das nach außen durch das dritte Auge offenbart wird.

Sind feine Energien von Feuer gesättigt, ist die Transmutation der Zentren so mächtig, dass eine Entladung unvermeidlich ist. Die Feuer toben, deshalb ist es sehr notwendig, die Gesundheit zu hüten.

  Die Spannung der Ströme des Raumes spiegelt sich stark in feinstofflichen Organismen

[Russisches Original. Seite 84.]


wider. Die räumlichen Ströme sind stark angespannt. Die Vision der schwarzen Verflechtungen zeigte die ganze Schwärze des Netzes, das den Planeten umgibt. Ein Wirbelsturm fegt durch den Raum. So entladen Wir den räumlichen Druck.

 

122. Die Welt ist in einen solchen finsteren Zustand versunken, dass sich die überirdischen Sphären mit erstickenden Gasen füllen. Verschiedene aufgezeigte Erscheinungen bestätigen, wie schwarze Fäden die irdischen Sphären verhüllen. Es ist richtig, an feurige Erschütterungen zu denken und das Bewusstsein auf sie vorzubereiten. Der Raum bedarf der Reinigung, und eine neue Entladung kann die irdische Sphäre erreichen, wenn die geistigen Ströme sich unter der Anspannung neuer Impulse schöpferisch wieder aufraffen.

Ohne die Verwirklichung neuer Grundsätze und ohne Koordinierung kann man auf dem Planeten keine Erneuerung erwarten. Es bedarf bloß räumlicher Ströme für die Koordinierung mit den lebendigen Potentialen.

  Daher lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt bestrebt sein, durch feurige geistige Ströme aufzusteigen.

 

123. Wenn man sich daran gewöhnen würde, in die Tiefe des Herzens einzudringen, könnte man Schwingungen von Strömen feinstofflicher Gefühle hervorrufen. In den Tiefen des Herzens kann man die Offenbarung des Kosmischen Magneten* wecken. Man braucht doch nur jene Momente des Lebens ins Gedächtnis zu rufen, die feinstoffliche Saiten erklingen lassen. Ein ins Innere des Herzens gerichteter Blick findet alle Ströme des Geistes.

Man kann wahrhaftig sagen, dass die Menschen ohne Mitgefühl sind. Vor allem muss man verstehen, dass es in der Feinstofflichen Welt nichts Schrecklicheres gibt als Herzlosigkeit; sie stürzt

[Russisches Original. Seite 85.]


den Geist auf eine Stufe herab, auf der die menschliche Welt jede Menschenähnlichkeit verliert.

Deshalb kann sich Seelengröße nur dann einstellen, wenn die Herzlosigkeit überwunden wird. Nichts ist schrecklicher als die Herzlosigkeit, die in eingebildeter Seelengröße zum Ausdruck kommt und in einem selbstsüchtigen Herzen lebt. Deshalb offenbart der Pfad der Wahrheit einen geistigen Strom, der das Suchen erleuchtet. Eingebildete Seelengröße ist keine Grundlage für schöpferische Zusammenarbeit. Ein Anschlag auf das Herzen des Nächsten ist keine Seelengröße.

  Daher mögen die Mitglieder der Gemeinschaft besonders in die Tiefe des Herzens blicken, denn wie Urusvati richtig sagte: „Man sollte nicht in die Seele seines Freundes eindringen; besser ist es, in den Spiegel des eigenen Geistes zu blicken.“

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt ist eingebildete Seelengröße ein Stein des Anstoßes.

 

124. Die Welt leidet unter einer Aufspaltung, die alle großen Unternehmungen verschlingt. Anstelle von Einheit wird überall Aufspaltung gepredigt. Es ist nicht ein einziges Prinzip geblieben, das die Menschen nicht in seinem Kern entstellt hätten. Jedes Beginnen wird vor allem als Teil eines großen Ganzen verwirklicht. Verhält es sich nicht auch beim menschlichen Suchen so?

Das Unsichtbare wird von der sichtbaren Welt getrennt. Das Höhere wird von der Erde getrennt. Nur Streben nach Vereinigung der erhabenen Begriffe kann die unerlässliche Verbindung zwischen den Welten herstellen. Ohne Sättigung des Herzens ist es unmöglich, die Welten zu umfassen, denn wie kann man eine kosmische Verbindung verwirklichen, ohne die Einheit des ganzen Kosmos anzunehmen? Lasst uns im Kleinen wie im Großen Verständnis für dieses erhabene Gesetz zeigen. Die Aufspaltung der Welten führt zu Verwilderung.

[Russisches Original. Seite 86.]


Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die Einheit der Welten im Sinn behalten.

 

125. So viele Entstellungen, so viele Ungenauigkeiten hat man in den Lehren zugelassen. Wahrhaftig, jede Reinigung erweist sich als ein großer Dienst. Jedes Bestreben, die Wahrheit so wiederherzustellen, wie sie der Menschheit gegeben wurde, ist ein feuriger Dienst. Die wahrgenommenen schwarzen Fäden stellen nicht nur die Finsternis der irdischen Atmosphäre dar, sondern auch jenes Netzwerk, das den Verstand und das Herz der Menschen verschließt.

Man kann sich schwer vorstellen, wie viele Geister durch die vielen bösen Auslegungen getrübt werden. Jeder Mensch sucht angespannt nach neuen Auslegungen, entfernt sich aber weiter und weiter von der Wahrheit. Die Aufspaltung wird in den Religionen, in der Wissenschaft und in allem schöpferischen Tun deutlich verwirklicht.

Jede Welt hat ihre Entsprechung mit einer anderen Welt. Jede Wahrheit geht von einer anderen Wahrheit aus. Wahrheit wird nur einem offenen Herzen enthüllt. So gibt ein angespanntes Bewusstsein, das den kosmischen Puls fühlt, seinen Pulsschlag mit leuchtenden Gedanken weiter. Wahrhaftig, erhaben ist der Feurige Puls, der einem feurigen Herzen offenbart wird.

 

126. Gerade durch Feuer und Schwert wird der Planet gereinigt. Wie anders könnte das Bewusstsein erwachen? Das Streben der Menschheit geht in irdischen Begierden unter. Wellen grober Begierden erschweren jede Zone des Lichts, und jeder Augenblick enthüllt ein Meer grenzenloser Begierden.

Würde die Menschheit das Licht der Finsternis und die sichtbare Welt der unsichtbaren gegenüberstellen, könnte man in der Tat

[Russisches Original. Seite 87.]


die Feurige Wahrheit bestätigen. Der Geist büßt in den überirdischen Sphären bitter für sein irdisches Treiben.

Wenn man sich Wirbel des Guten oder des Bösen vorstellt, die den Geist gleichsam in ihre Bahn ziehen, kann man für die kosmischen Ströme Verständnis zeigen. Der freie Wille erzeugt die Ursache eines kosmischen Stromes, denn ein Strom des Bösen oder des Guten wird vom Geist durch den freien Willen erwählt, der sich im alltäglichen Handeln äußert.

   So gibt auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Gegenüberstellung der Ströme des Guten und des Bösen den Impuls für reines Streben.

 

127. Darüber, wie man seine Eigenschaften im Dienst anwenden soll: Es genügt nicht zu sagen: „Ich bin gekommen und möchte dienen“, denn Bereitschaft für den Dienst verpflichtet den Schüler, Disziplin des Geistes zu erwerben. Es ist unzureichend zu beteuern, dass alle Weisungen der Lehre angenommen wurden, denn nur im Leben kann man die Annahme der Weisungen zeigen. Wenn die irdische Ebene feste Regeln auferlegt, fordert die Welt des Geistes, im Leben Streben zur Annahme des Testamentes der Hierarchie zu offenbaren. Beharrliches Streben spannt den Geist an und stählt ihn für den wahren Dienst.

Man muss das Vernehmen des Rufes verdienen, man muss den Ruf verstehen, und man muss sich von vielen Belastungen befreien; so muss man die wahre Annäherung an die Lehre verstehen. Man muss die Schönheit des Gebens verstehen, denn oft festigen bloß irdische Gaben den „Kelch“ nicht.

Mögen also die Mitglieder der Gemeinschaft auf dem Pfad zur Feurigen Welt den Ruf zum Dienst verstehen.

 

128. Man kann sich die Freude des Geistes vorstellen, der den Aufbau einer Neuen Welt erkannt hat. Wenn das Streben groß ist, wird jede Form

[Russisches Original. Seite 88.]


zur Vertiefung der Vervollkommnung beitragen. Die Vereinigung der Welten kann das bewusste Streben voranbringen. Nehmen wir die Formen der Feinstofflichen Welt und wenden wir sie für den irdischen Plan an!

Richtig wurde ein Vergleich zwischen der psychischen Energie und der mechanischen Aufnahme angestellt. Schöpfung kann sich nämlich durch höhere Energien offenbaren, doch für eine solche feinstoffliche Aufnahme ist eine Transmutation der Zentren unerlässlich. Nur wenn der Geist den Verkehr mit der Unsichtbaren Welt fühlt, kann man den räumlichen Strom verwirklichen. Sogar einfache Experimente erfordern volles Vertrauen. Wie viel mächtiger muss sich der Geist im vollkommenen Verkehr mit der Unsichtbaren Welt verwirklichen!

  Alles, was gewöhnlich für Phänomene gehalten wird, ist nichts anderes als eine Transmutation eines der Zentren. Wie mächtig schafft der Geist eines Agni Yogi, dessen Zentren vom heiligen Feuer entflammt sind!

   So möge man auf dem Pfad zur Feurigen Welt in die mächtige Aktivität des Agni Yogi eindringen. Lasst uns die Mutter des Agni Yoga[12] verehren – Ich habe gesprochen.

 

129. Im Geist eines jedes Menschen lebt das Prinzip des Guten, welches das ganze Wesen sättigen kann, wenn man diese Lichtenergien bewusst hervorruft. Der Aufbau des Geistes kann durch Ströme des Guten oder des Bösen angespannt werden; es hängt vom Menschen ab, die verschiedenen Hebel in Tätigkeit zu versetzen. Jeder Baumeister kann sich ehrlich fragen, wem er dient: dem Geist oder der Materie.

    In der Tat, man kann sich leicht davon überzeugen, in welche Richtung die Kräfte des Geistes streben. In seinem Kern kennt jeder Geist die Wahrheit, die sich durch stille Ströme offenbart;

[Russisches Original. Seite 89.]


daher lenkt diese Vertiefung den Geist zum rechten Denken.

Das Bewusstsein der Einheit kann doch alle Schlösser öffnen, die den Menschen von der Höheren Wahrheit trennen. Die Welt des Geistes muss verstanden werden. So kann ein jeder aus den Tiefen seines Herzens den feinsten Strom hervorrufen. Die beste Leitung zur Feurigen Welt sind die Tiefen des Herzens – in ihnen ist das Kosmische Feuer verborgen.

 

130. Die Grenzlinie zwischen den höheren und den niederen Sphären muss zeigen, dass ihre Vereinigung stattfinden kann. Es gibt viele Wege zur Vereinigung der Welten. Vor allem muss man das Bewusstsein an den Gedanken gewöhnen, dass alles möglich ist. Wenn alles möglich ist, kann der Geist die Stufe des Feurigen Urbildes erreichen, das einen ungestümen Aufbau ermöglicht.

  Gewöhnt sich der Geist des Menschen an den Gedanken über die Feinstoffliche Welt, werden ihm viele Daseinsgesetze verständlich. Ein äußerst zielgerichtetes Gesetz lenkt den Menschen zum Prinzip der Einheit und zur Verwandlung des Menschen durch den Pfad des Feuers, das alle Zentren transmutiert.

Selbst die finsteren Kräfte glauben an die Einheit der Welten. Freilich, in einem beschränkten Bewusstsein kommt die Vereinigung der Welten durch Beispiele zum Ausdruck, die das Höhere zu etwas Niederem herabsetzen; doch das bestrebte Bewusstsein erhebt sich von den irdischen Sphären zu den Feinstofflichen Welten.

   So lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt lernen, uns in die Sphären des Feuers zu erheben.

 

131. Sobald die Menschen lernen, die Kosmischen Gesetze zu achten, wird ihnen der Kosmische Magnet natürlich den Pfad der Vervollkommnung weisen. Das feine Verstehen dieses

[Russisches Original. Seite 90.]


Gesetzes kann die ganze Menschheit veredeln. Das erhabene Gesetz kann alle segensreichen Bestrebungen wecken. Reine und große Liebe bringt jenen Geistesadel hervor, der den Menschen erneuern kann. Man kann sich leicht vorstellen, wie sich alle erhabenen Gefühle offenbaren, die in einem vereinten Herzen geboren werden.

 

132. Oft gewinnt ein Geist, der über die Synthese verfügt, sein Wissen aus dem Inneren des „Kelches“, denn diese aufgespeicherten Schätze der Schöpfung wurden gerade durch schöpferische Schwingungen angespannt. Oft findet der Geist seine Verwirklichung gleichsam auf der Grundlage des vereinten Bewusstseins. Das Auftreten schöpferischer Schwingungen ruft oft einen Gedanken hervor, der in den Tiefen des Herzens lebte. Man muss diesen Gedanken lauschen, die wie etwas Vertrautes im Geist leben.

Wenn man sein Bewusstsein feinstofflich untersucht, kann man viele wesensgleiche Schwingungen finden. Die Schätze des „Kelches“ sind keine zufälligen, sie stellen das Potential des Geistes dar. Diese schöpferischen Schwingungen öffnen viele Schlösser, denn das im Geist verborgene Wissen kann enthüllt werden.

  Oft findet der bestrebte Geist die Schwingung, die ihn mit den Höheren Kräften verbindet. Wie kann man sich diese heilige Macht vorstellen, welche die Tiefen des Herzens mit der Feurigen Welt vereint? Oft sind ihr die Annalen des Raumes zugänglich, denn die Einheit offenbart sich mächtig als Band zwischen den Welten.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt ist es notwendig, sich an die Schwingung zu erinnern, welche die Tiefen des Herzens des Trägers der Synthese berührt.

[Russisches Original. Seite 91.]


133. Man kann sich nur schwer vorstellen, wie verseucht der Planet ist. Es verbleibt nicht ein einziges Gesetz, das nicht vom Gift der Zersetzung durchdrungen wäre. Jede höhere Erscheinung ist derart von finsteren Gedanken verschleiert, dass die Reinigung der irdischen und der überirdischen Schichten die allerwichtigste Arbeit ist.

  Die Höhere Lehre wird nur für das angewandt, was dem Geist der Auslegung der Finsternis näherkommt. Das Feurige Testament wird sich verwirklichen, sobald sich der menschliche Geist von jenen Erscheinungen reinigt, die den Geist und das Herz getrübt haben.

Lasst uns untersuchen, wie die Wahrheit verwirklicht wird. Der Feurige Geist verwirklicht das Höhere Testament. Seine Nachfolger verwirklichen die gegebene Lehre. Der auserwählte Geist reinigt das Testament, das durch den Feurigen Gesetzgeber übergeben wurde. So vereinen sich die Hände des Gebenden und des Empfangenden zur Verwirklichung der Neuen Testamente.

  Die Menschen denken über diese heilige Verbindung wenig nach. Die Vereinigung der Welten kann doch nur auf diese Weise vor sich gehen. Die Sichtbare und die Unsichtbare Welt können ihre lebendige Anwendung nur dann finden, wenn die Verbindung verwirklicht wird.

Wer deshalb die Reinigung der Lehre auf sich nimmt, trägt eine Last der Menschheit. So lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt mit Achtung vor der Reinigung der Lehre erfüllt sein.

 

134. Deshalb ist die Arbeit der Reinigung der Lehre so feurig schön. Nie ist eine Lehre ohne feurige Reiniger verwirklicht worden. Diese Arbeit kann auch als Opfer bezeichnet werden. Nur ein dem Herzen sehr nahe stehender Geist kann diesen Auftrag auf sich nehmen. Nur ein vereintes Bewusstsein kann

[Russisches Original. Seite 92.]


die Verwirklichung der Wahrheit kennen. Nur ein vereintes Bewusstsein kann spüren, wie die Lehre zu reinigen ist. Wir alle verwirklichen uns unsererseits als Gesetzgeber und Reiniger – das ist das Höhere Gesetz.

Das Meer der Lehre wird nur dem am nächsten Stehenden übergeben. Die Menschheit leidet so sehr an Eigendünkel und Selbstsucht, dass es unerlässlich ist, die nächstliegende Quelle zu bestätigen. Daher spürt das Herz und weiß in seinen Tiefen, dass Meine Feurige Sendung der Welt durch die Mutter des Agni Yoga übergeben wird. Das wichtigste ist, dass die Tiefen des Herzens diese Feurige Wahrheit auf allen Wegen empfinden.

 

135. Die Lebendige Ethik zieht alle Begriffe in Betracht, die sich als Lebensgrundlagen erweisen. Für die Anwendung der Lebendigen Ethik im Leben ist es vor allem notwendig, in sich die Eigenschaft des wahren Dienstes an der Hierarchie zu erkennen.

  Gerade die Scheinheiligen wenden sich als erste von der Lebendigen Ethik ab. Kein Hintreten[13] vor einen Gegenstand, der das Höchste der Antlitze symbolisiert, kann helfen, wenn es keine wahre Verehrung gibt. Wir kennen Scheinheilige, die mit Worten beten können, jedoch im Herzen schweigen. Gerade diese Scheinheiligen lieben es, von dem Heiligenbild zu sprechen, das bei ihnen im Herrgottswinkel hängt oder auf dem Tisch steht.

  Die Lebendige Ethik muss vor allem in der Ethik der Handlungen eines jedes Tages zum Ausdruck kommen. Die Lebendige Ethik hilft das menschliche Antlitz zu wahren. Diese feurigen Gesetze führen den Geist zum Verstehen der Hierarchie.

Dienst kann eine wunderbare Brücke zwischen den Welten sein, denn die Feinstoffliche Welt hilft dem Geist nicht, sich mit feinstofflichen Energien zu umgeben, wenn die Verunreinigungen des Geistes

[Russisches Original. Seite 93.]


nicht auf Erden ausgelebt wurden.

Nutzlos sind alle Beteuerungen der Hingabe, nutzlos das Verstehen des Lehrers und nutzlos die Verehrung des Herrschers dort, wo man die Lebendige Ethik nicht versteht.

    In der Feinstofflichen Welt kann man seinen Erlebnissen nicht entgehen. Wie das eigene Licht die Umgebung erhellt, so verschluckt die eigene Finsternis den ganzen Raum.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man die bedrohlichen Folgen bedenken, wenn die Lebendige Ethik nicht im Leben angewendet wird.

 

136. So muss die Lebendige Ethik in das Leben jedes Tages eingehen. Wenn die Lebendige Ethik nicht angenommen wird, kann eine Reihe bedrohlicher Folgen ihre Macht erweisen.

 

137. Die Lebendige Ethik enthält die Gesetze für die Offenbarung der Wahrheit. Das Leben wird in allen höheren Begriffen bestätigt; daher richtet die Schöpfung der Lebendigen Ethik den Gedanken auf den Aufbau des Wesentlichen. Alle Bestrebungen im Namen der Lebendigen Ethik richten den Gedanken auf den höheren Aufbau.

  Die Stufen der Zukunft werden nämlich nicht durch Worte, sondern durch Taten errichtet. Jedes lebensschaffende Feuer muss seine Formen hervorbringen. Deshalb kann die Schöpfung der Lebendigen Ethik die Menschheit zum Licht lenken. Die Feinstoffliche Welt verwirklicht ihre Schöpfung, die für die Verbesserung des Daseins offenbart wird.

Wie groß ist die Verantwortung der Menschheit für alle Erzeugnisse, die eine solche Zerstörung verursacht haben! Jedes Erzeugnis erzeugt seinerseits eine Zerstörung, und der Planet ist von erstickenden Gasen umgeben. Deshalb ist es so wichtig, das Streben zur wahren

[Russisches Original. Seite 94.]


Lebendigen Ethik als die höhere Bestimmung des Lebens anzunehmen. Ohne diese Reinigung können die irdischen und überirdischen Sphären nicht in Ordnung gebracht werden. Jetzt ist die Zeit zur Vertiefung dieser erhabenen Bestimmungen gekommen, denn der Kampf zwischen Licht und Finsternis ist offenbar.

   So lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt unsere Energien im Namen der Lebendigen Ethik anspannen.

 

138. Das Hintreten vor den Herrscher kann nur durch das Herz ausgedrückt werden. Das Anfüllen des Herzens mit dem Herrscher treibt jede Eigenschaft des Geistes an. Nur inneres Begreifen verleiht feinstoffliches Verständnis. Nichts Äußeres wäscht den Leib Christi rein. Nichts Äußeres ersetzt das Anfüllen des Herzens mit dem Herrscher. Selbst ein geringes Aufschimmern des Bewusstseins weist darauf hin, dass dem Feuer des Geistes und einem reinen Motiv nichts vergleichbar ist.

Könnte der Geist die Erinnerung an die Sphären der Feinstofflichen Welt behalten, wäre in der Tat schon vieles festgestellt worden. Doch es wäre unmöglich, Erinnerungen an Durchlebtes zu erhalten, denn hart ist der Pfad der nicht ausgelebten Gefühle. Die überirdischen Sphären verfügen über ihre Annalen, und diese Entschlüsse lenken die Folgen in den folgenden Leben. Seit jeher haben alle Religionen dieses Gesetz verkündet. Hintreten vor Gott, Hintreten vor den Richter und Hintreten vor den Herrscher ist ein und dasselbe Konzept. Deshalb wollen wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt im Sinn behalten, wie notwendig das Hintreten vor den Herrscher ist.

 

139. Die Menschen ahnen gar nicht, wie angespannt der Planet ist! Alle Bedingungen, welche die Regierungen schaffen, gleichen einem Vulkan. Jede Welle von Tätigkeit ist mit Zerstörung gesättigt. Es gibt keine Umstände, die einen Fortschritt in Richtung Errettung anzeigen würden.

[Russisches Original. Seite 95.]


Doch je erdrückender das gewaltige Weltproblem ist, desto eher kann es gelöst werden. Auch die überirdischen Sphären sind in Aufruhr. Wahrhaftig, jeder in die Zukunft strebende Geist kann jenes Etwas spüren, das allein den Herrschern bekannt ist.

Man muss gerade an die aufziehenden Wolken zu denken, die unvermeidlich diejenigen Länder vernichten, die gegen das Licht angehen. Eine Neue Morgenröte leuchtet bereits am finsteren Horizont. Schon schreiten die Ereignisse voran und neue Kräfte bauen eine bessere Zukunft auf. Deshalb muss über das Erscheinen des Feurigen Elementes nachgedacht werden, denn wer des Feuers ist, der triumphiert mit dem Feuer.

 

140. An allen Wendepunkten der Weltgeschichte konnte man beobachten, wie feurige Begriffe sich verbreiteten. Neben überlebten Begriffen entstanden neue Wege. Alle großen Umwälzungen wurden von zwei Polen kosmischer Strömung gelenkt. So wird der Aufbau der Welt von den Energien dieser beiden Pole gesättigt. Je mächtiger die Anspannung der Finsternis ist, desto mächtiger ist die Schöpfung des Lichts. Feurige Energien können sich nur in großer Anspannung verwirklichen. Die Ausbrüche dieser Anspannungen ergeben neue Energien.

Wenn sie die Weltkarte betrachten, wissen scharfsichtige Geister, wo gerade der Neue Magnet künftigen Aufbaus gesetzt wird. Man kann sich leicht davon überzeugen, wie die Energien des kosmischen Umschwungs sich ungestüm der Endschlacht nähern. Alle kosmischen Energien werden gesammelt, um die feurigen Grundlagen zu schaffen. Natürlich könnte diese ganze große Transmutation auf anderem Wege vor sich gehen, doch wie es im Altertum hieß:

[Russisches Original. Seite 96.]


Wünschen bedeutet Haben. Und dieses Prinzip verwirklicht sich mächtig im Leben. Man muss das Nahen der Feurigen Welt feinfühlig verfolgen.

 

141. Auf Erden muss nämlich eine Feurige Reinigung stattfinden. Ähnlich wie die Lebensenergien von irdischen Emanationen gespeist werden müssen, müssen auch die feurigen Potentiale ihre Energien in den irdischen Sphären offenbaren. Der Pfad der feurigen Reinigungen muss bis an seine mächtige Grenze gehen, denn die Organismen können durch Anspannung ihres Willens eine heilige Verbindung mit der Feurigen Welt herstellen. Deshalb können nur gesättigte Geister ihre Arbeit an der Verfeinerung der Zentren fortführen. Ohne diese Sättigung lässt sich die Arbeit des Geistes in beiden Welten nicht vereinen.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man das Gesetz der Reinigung durch Feuer annehmen.

 

142. Auferstehung des Geistes, welch ein erhabener Begriff! Man sollte ihn als den Ruf der Schönheit verstehen. Auferstehung des Geistes kann nicht nur eine nächstfolgende Stufe im Sinne der Inkarnation bedeuten, sondern auch eine magnetische Transmutation im Leben. Das Erwecken des höheren Manas* kann man als Offenbarung der Vorstellungskraft bezeichnen. Wie notwendig ist es, jene Verwirklichungen der höheren Ausstrahlungen anzustreben, welche die höheren Erscheinungen des Manas wecken können.

  Der Mensch studiert die Tiefen seines Herzens nicht, indessen können so viele erhabene und mächtige Formeln in den Tiefen des Herzens gefunden werden! Doch die Menschen betäuben jede Andeutung einer Vertiefung und enthüllen nur ihre Oberfläche, die einen solchen Abgrund von Auftürmungen verschiedener geistiger Erlebnisse verbirgt.

[Russisches Original. Seite 97.]


Man muss die Auferstehung des Geistes als das lebenswichtigste Gesetz verstehen. Einige Bildnisse von Glaubenshelden drücken dieses erhabene Gesetz der Auferstehung des Geistes aus. Die Auferstehung des Geistes kann ihre Macht wie einen Feuriger Ruf offenbaren! So muss man das umwandelnde Feuer verstehen.

 

143. Die Auferstehung des Geistes kann sich in jeder beliebigen Sphäre der Lebenstätigkeit offenbaren. Eine beliebige Stufe kann ein Stimulus für diese Reinigung sein. Doch die Auferstehung des Geistes erfordert wirklichen Einsatz. Worte, Versprechungen und Absichten bewirken keine Auferstehung des Geistes. Mit Recht wurde auf Versprechungen hingewiesen, deren Erfüllung gar nicht beabsichtigt war. Die Auferstehung des Geistes kann man nur durch wahres Streben zur Tat verwirklichen.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man sich merken, wie man die Auferstehung des Geistes erreichen kann.

 

144. Lasst uns über Furcht und Voraussicht sprechen. Furcht gewahrt ihr eigenes Spiegelbild. Jeder vorgefasste Begriff ist nämlich eine Widerspiegelung. Furcht zerstört jedes gute Beginnen. Voraussicht spannt die mächtigsten Bestrebungen, und Wir können auf einen Friedhof hinweisen, der diese Annalen der Furcht enthält. Eine vorgefasste Deutung ist eine Selbstrechtfertigung, deshalb bedeutet Voreingenommenheit oft Tod.

 

145. Die Zusammensetzung der Aura ist äußerst vielschichtig. Sowohl psychische als auch physische Emanationen gehen in sie ein. Jeder Impuls oder Gedanke spiegelt sich in ihr wider. Jede Bestrebung erzeugt ihre deutliche Emanation.

Beim Studium der Aura wird es jedoch notwendig sein, sich feinfühlig gegenüber der Einteilung der beiden Emanationen zu verhalten, die

[Russisches Original. Seite 98.]


den beiden Welten entsprechen. Bei Krankheiten muss man die Ausstrahlungen ebenfalls behutsam studieren, die eine Wirkung der Feurigen Welt sein können. Wenn wir uns daher mit den Auren befassen, muss man auch den feinstofflichen Körper in Betracht ziehen, der seine Strahlen von den Zentren aus zur Oberfläche der umgebenden Aura aussendet.

  Besonders die Schöpfung des Geistes kann sich in der Aura widerspiegeln. In der Tat, alle Fluida haben ihre Schichten, die für viele wissenschaftliche Forschungen sehr aufschlussreich sein werden. Ebenso ist es sehr wichtig, die Gliedmaßen zu erforschen, denn der Magnet der Gliedmaßen – der Finger und der Füße – und die Ausstrahlungen der Augen können eine mächtige Kombination für die Vereinigung des persönlichen Magnetismus mit dem Magnetismus der Erde und der Elemente sein.

  Daher soll man auf dem Pfad zur Feurigen Welt jede Vereinigung der Emanationen mit dem Kosmos verwirklichen.

 

146. Der Raum atmet. Der Raum erklingt und schafft. Über räumliche Ströme weiß man ebenso wenig wir über die anderen Höheren Welten. Das feurige Wesen, das alles Lebende sättigt, ist das Kosmische Feuer, das aus den Tiefen des Kosmos hervorgeht und in unbegrenzter schöpferischer Offenbarung dahinschreitet.

Richtig wurde von den Wundern des Lebens berichtet. Feurige Schöpfung ist ein Gesetz des Kosmos. Befruchtung durch Kosmische Energie ist ein Gesetz des Kosmos. Ihre Allgegenwart kann ihre Anspannung offenbaren. Ihre Allgegenwart kommt im gesamten Leben zum Ausdruck. Dieses Raumfeuer befruchtet den Gedanken durch die Vereinigung der feinstofflichen Energien.

  Der Raum beinhaltet zur Materialisation bereite feinstoffliche Formen. Man braucht nur jene Energien in sich zu wecken,

[Russisches Original. Seite 99.]


die sich zur Schöpfung vereinen können. Gedanke und Streben sind jene Vorboten, welche die räumliche Befruchtung anziehen können.

    In alten Zeiten kannte man die Bedeutung von Anrufungen Höheren Wesenheiten. Deshalb ist Gedankenschöpfung eine erhabene Erscheinung im Kosmos, denn das Raumfeuer nimmt Formen in dem Geist an, der sich auf dem Planeten offenbart. So wird die Vereinigung der Welten lebendig verwirklicht.

 

147. Seine Bestimmung kennen heißt zu wissen, dass der Geist des Menschen Ausdruck Höherer Kräfte ist. Nur wer diese Bestrebungen kennt, kann verstehen, wie notwendig es ist, der Stimme der Höheren Kräfte feinfühlig zu lauschen. Welch wunderbare Vorstellung, dass der Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen wurde! Das eröffnet doch die Unbegrenztheit, die sämtliche Kräfte und Bestrebungen vermehrt.

Wie kann der Mensch Unbegrenztheit und Unsterblichkeit verneinen, wenn vor ihm der erhabene Vergleich zwischen dem Ebenbild des Makrokosmos und dem Mikrokosmos steht? Ein solches Geleitwort ist ja ein mächtiger Ruf nach Vervollkommnung des Geistes. Die Mahnung an das Urbild Gottes muss den Menschen auf Neue Pfade führen, denn man kann die höhere Bestimmung nicht ungestraft durch Verneinung mit Füßen treten.

Und die Scheusale, die ein eigenwilliges Leben des Menschen auf Erden behaupten, werden zusammen mit allen Feinden des Lichts umkommen. So lasst uns feinfühlige Bestrebung zum Verstehen unserer Bestimmung bekunden.

 

148. Geistige Erleuchtung wird nur dann verliehen, wenn das Herz offen ist. Geistige Scharfsichtigkeit kann die Geheimnisse des Geistes und der Materie enthüllen. Erleuchtung kann auf die Kosmischen Kräfte achtgeben, die das

[Russisches Original. Seite 100.]


Leben verwirklichen. Erleuchtung kann nämlich das enthüllen, was dem Auge verborgen ist.

   Es sollte einen nicht erstaunen, dass sich der Schlüssel des Wissens in den Händen der Eingeweihten befindet, denn geistige Erleuchtung wird von Feurigen Kräften gespeist. Und Energien, die für den menschlichen Verstand nicht fassbar sind, eröffnen die Erleuchtung des Geistes, denn nur ein mit dem Höchsten vereintes Bewusstsein vermag geistige Erleuchtung wachzurufen.

  Die alten Weisen wussten das, denn im Altertum galt feinstoffliche Aufnahmefähigkeit als ein Zeichen der Höheren Kräfte. Der geistigen Erleuchtung ist das Gefühl für die Vereinigung der beiden Welten gegeben.

 

149. Erleuchtung des Geistes kommt auch in der Transmutation von feinstofflichen Energien zum Ausdruck. Wenn der Geist sich als das führende Prinzip verwirklicht, sättigt seine Macht jede Erscheinung. Deshalb kann man Gefühlswissen oft als geistige Erleuchtung bezeichnen. Merken wir uns diese machtvolle Eigenschaft.

 

150. Wahrhaftig, der Gedanke ist unbegrenzt, ihm eröffnen sich die Sphären des Kosmos. Dort, wo der Geist herrscht, gibt es keine Beschränkungen. Ist der Gedanke, der alles durchdringt und die Schönheit des Kosmos offenbart, nicht wundervoll? Der Gedanke, der aus den Tiefen des Kosmos hervorgeht und alle Quellen eröffnet, ist die feurigste der Erscheinungen des Raumes.

Selbst wenn der Gedanke auf Erden nicht seine Anwendung findet, sättigt er gleichwohl mit diesen schöpferischen Annalen feurig den Raum. Gedankenformen verstärken jede Lebensbestimmung wie ein feuriger Lebensimpuls. Die Quelle der Schöpfung ist unversiegbar, wenn das Leben vom Gedanken erfüllt ist.

Deshalb bedeutet Denken Lebensaufbau.

[Russisches Original. Seite 101.]


Denken heißt, die Formen des Lebens zu verwirklichen. Die Schwelle, die durch den Gedanken offenbart wird, führt immer zu dem bestimmten Ziel, denn der Gedanke herrscht durch das ewige Feuer. Der Gedanke, der zur Macht des erhabenen Kosmischen Aufbaus führt, wird nicht genügend erforscht.

 

151. Kosmische Schwingungen setzen Energien in Tätigkeit. Würde sich der Mensch daran gewöhnen, den kosmischen Schwingungen zu lauschen, würde er viele räumliche Erscheinungen entdecken. Ein kosmischer Wirbel, der die Energien durch mächtige Schwingungen antreibt, kann mit der Macht eines starken Magneten verglichen werden, der durch verschiedene Tätigkeiten schafft.

  Die Energien, die durch einen gesättigten Wirbel gesammelt werden, verteilen sich den Polen der Anziehung gemäß. Das Ausmaß der Anwendung dieses Gesetzes der Anziehung auf die verschiedenen Aufgaben des Menschen in allen Welten ist gar nicht zu erfassen. Genauso wie der Mensch auf Erden zu einem bestimmten Verwandten hingezogen wird, wird er auch in der geistigen Welt von einem Wirbel angezogen, den er durch seine eigenen Taten geschaffen hat.

   Es ist schwierig, sich von einem Kosmischen Wirbel zu befreien; deshalb muss man das menschliche Bewusstsein auf die unwandelbaren Gesetze lenken. Die Schöpfer des Karma und der Lebensgesetze bedürfen eines wahren Verständnisses des Kosmischen Wirbels. Der Raum besteht aus diesen Schwingungen, die sich ewig in einer Wirbelspirale bewegen.

 

152. Die Annalen, die den Raum füllen, finden in dem sich derzeit vollziehenden Aufbau keinen Platz. Der Verstand des Menschen hat sich so weit von den höheren Annalen entfernt. Der Mensch dürstet nach Illusionen und entfernt sich mehr und mehr von der Wirklichkeit.

Aus allen

[Russisches Original. Seite 102.]


erhabenen Gesetzen und Prinzipien kann man nur noch auf entstellte Krumen verweisen, die das Bewusstsein getrübt haben. Was ist denn von allen feurigen Testamenten übriggeblieben? Der Verstand hat sich dem Universum nicht untergeordnet, sondern ist in dem Schrecken der von ihm selbst erzeugten Formen steckengeblieben. Deshalb ist es so schwer, das Bewusstsein der beiden Welten zu vereinen.

Feurige Energien begehren Einlass, und in allen Bereichen kann man neue Formen der Schöpfung beobachten. Doch jede segensreiche Verwirklichung, die zur Vereinigung der Welten führt, bleibt unbemerkt. Die Wirbel, welche die Menschheit umgeben, tragen alle schöpferischen Feuer davon. Die Entladungen, welche um die Erde herum ausbrechen, sind eine Quelle des Schreckens.

Wir sprechen streng zu den Völkern, denn jene Völker, die wahre Funken der Erkenntnis empfangen haben, müssen für das von ihnen Geschaffene die Verantwortung tragen.

 

153. Die Menschheit entstellt vom Kleinen bis zum Großen alle Wahrheiten. Je höher das Gesetz, desto tiefer ist sein Fall. Die Vereinigung der Energien trägt so viel zu bewusstem Streben bei, doch der Mensch hat seinen eigenen Stempel aufgedrückt. Deshalb naht gesetzmäßig die Feurige Reinigung.

  Der Raum ist mit erhabenen Annalen erfüllt, die der Menschheit die große Wahrheit des Daseins enthüllen. Es geht eine gewaltige Vorbereitung auf eine Weltweite Umwälzung vor sich, an der die Feurigen Kräfte teilnehmen werden. So werden der Menschheit als letzter Prüfstein alle Prinzipien der feurigen Gesetze übergeben. (…) So sind Wir für die Große Stunde bereit.

 

154. Unterscheidungsvermögen ist eine Eigenschaft des Geistes,

[Russisches Original. Seite 103.]


die nach jenen Taten geprüft werden kann, die besonders klar die Tiefen des Herzens enthüllen.

  Gerade dort, wo es an Demut mangelt, wird Hochstapelei Platz greifen. Wo die Hierarchie nicht verehrt wird, wird Lästerung herrschen. Wo die Weisung der Höheren Kräfte nur eigensinnig verwirklicht wird, verbirgt sich Ichsucht. Und wo es keinen Feurigen Lehrer gibt, wird man nicht auf die Lehre hin ausgerichtet sein.

Ohne den Feurigen Lehrer, ohne das Streben des Geistes zur Welt des Lehrers kann man die erhabene Lehre nicht erkennen. Die Erscheinung des Feurigen Lehrers ist der Pfad zur Feurigen Welt. So sind die Annalen des Raumes voll von eigensinnigen Lehrern, doch das Führende Prinzip ist der Feurige Lehrer. Ohne Ihn kann man nicht durchkommen, ohne Ihn kann man nicht vorankommen, ohne Ihn kann man nicht ans Ziel kommen. Das wollen wir im Sinn behalten, wenn wir eine bessere Zukunft schaffen.

 

155. Von allen feinstofflichen Energien ist jene am aufnahmefähigsten, die vom Herzen ausgeht. Der Strom, der sich mit dem Raumfeuer vereint, muss eine Ausstrahlung haben, die vom Herzen ausgeht. Dieses Konzept ist tiefer und weiter, als man gewöhnlich annimmt. Denn wenn man über den Strom des Herzens spricht, muss man auch an seine Schöpfung denken; denn gerade wenn der Gedanke tief empfunden wird, kann er schaffen. Wenn das Herz im Einklang mit dem Kosmos schlägt, können nämlich sämtliche Ströme durch Feuer vereint werden. Daher kann nichts Erzwungenes das feurige Beben des Herzens ersetzen.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt dieses Beben erstreben, das die Tore zu allen Errungenschaften erschließt.

 

156. Das Beben des Herzens offenbart Freude und Schmerz.

[Russisches Original. Seite 104.]


Wie sollte es nicht beben, wenn es die Vergangenheit und die Zukunft kennt? Wie sollte das feurige Herz nicht schmerzen, wenn sein Streben sich durch Schöpfung offenbart? Wie sollte das Herz nicht beben, wenn es in seinen Tiefen die Bestimmung des Kosmos kennt?

 

157. Der königliche Geist kennt den wahren Dienst. Der nach Erkenntnis der Wahrheit strebende Mensch dringt in das grundlegendste Wesen des Lebens ein. Ohne dieses Eindringen kann man das Wesen des gesamten Lebens nicht verstehen. Wieviel notwendige Selbstbeherrschung muss der Mensch aufbringen, damit er die gebührende Menschlichkeit annimmt! Und wie viel Energie ist zu offenbaren, bevor der Geist des Menschen seine wahre Bestimmung findet!

  Der königliche Geist eines Hierarchen ist jene Macht, die das Bewusstsein weckt und auf dem Planeten den höheren Begriff der Wahrheit offenbart. Ein König des Geistes ist ein Feuriger Hierarch! Welche Macht bekundet dieser erhabene Hüter des Feuers! Wie viele erhabene Aufbauten gründen auf dem feurigen König des Geistes!

   So wollen wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt diese segensreiche Macht im Sinn behalten, die der König des Geistes – der Hierarch – innehat.

 

158.[14] Für Manifestationen von kosmischen Energien ist es vor allem notwendig, Vorsicht walten zu lassen. Der Missbrauch von Energien wirkt sich auf alle kosmischen Kräfte aus. Nur bewusstes und behutsames Verhalten kann jene fürchterlichen Folgen abwenden. Aus der Feinstofflichen Welt herbeigerufene Kräfte erfordern eine Beherrschung, wie sie nur ein starker Geist aufbringen kann. Ungezügelt bewirkt diese Kraft

[Russisches Original. Seite 105.]


ein Kosmisches Chaos. Wenn feurige Fristen nahen, ist es unbedingt erforderlich, dies zu wissen, denn groß werden die heraufbeschworenen Erscheinungen sein.

 

159. Das Sperrnetz enthält die Widerspiegelungen der Zentren. Man kann keine Erscheinungen verwirklichen, ohne das Sperrnetz zu berühren. Man kann sich diese Widerspiegelungen der Zentren als das Potential der Zentren vorstellen, das in Abhängigkeit von diesem oder jenem Gefühl, Streben oder Handlung entflammt oder geweckt wird. Sogar bei physischen Ansteckungen kann man die Ursache in einem ungeschützten Zustand des Sperrnetzes suchen.

Diese Prozesse weisen darauf hin, wie wichtig es ist, das Sperrnetz zu überwachen, und wie leicht man diese Ausstrahlungen des Geistes stören kann. Gewiss, wenn die Ausstrahlung durch höhere Gefühle oder Bestrebungen gesättigt wird, festigt sich das Sperrnetz durch diese Energien. Doch in der Aura wahrnehmbare Flecken muss man als Anzeichen verschiedener geistiger Geschwüre erforschen.

Wer deshalb die ganze schöpferische Macht des Geistes begreift, durchschaut auch das Bestreben, das Sperrnetz zu hüten. Bei Berührung mit dem Raumfeuer ist es notwendig, alle Prozesse des Laboratoriums der Zentren zu verstehen.

   So sollte man auf dem Pfad zur Feurigen Welt das Bewusstsein der verderblichen Wirkung der Ichsucht festigen, die Gereiztheit hervorruft, welche tatsächlich eine Vergiftung mit Imperil verursacht.

 

160. Tatsächlich, mächtig schafft der Feurige Geist; tatsächlich, mächtig erklingt sein Wort. Tatsächlich, der Feurige Geist kennt keine Halbheit. Die Schöpfung des Herzens offenbart ihre ganze Bestimmung. Das feurige Herz ist wahrlich eine unerschütterliche

[Russisches Original. Seite 106.]


Kraft. So schaffen Wir gemeinsam. Die Zeit ist mit dem Aufbau für eine große Zukunft gesättigt.

 

161. Der Feurige Gedanke kennt keine Grenzen. Wie ein Vorbote unbegrenzter Schöpfung strebt der Gedanke in den Raum; an diese endlose Offenbarung muss man das Bewusstsein gewöhnen. Indem man alle Begriffe an die Unbegrenztheit anpasst, kann man die Stufe des Kosmischen Aufbaus erreichen. Nur Angemessenheit kann jene erhabene Stufe eröffnen, die durch feurige Unbegrenztheit so mächtig ist. Das Feuer offenbart sich im Herzen als Impuls, als Bewegung des Gedankens und als großer Vereiner der Welten.

Man sollte Schöpfung als Vereinigung verschiedener Energien verstehen, die vom Raumfeuer und dem Geist des Menschen offenbart werden. Die Wissenschaft der Zukunft wird die Gesetze dieser Vereinigungen enthüllen, denn man muss die feinstofflichste kosmische Kooperation herstellen; so kann man das verwirklichen, woran die Feurigen Diener denken. Alle feurigen Formeln leben und erwarten ihre Verkörperung. Deshalb kann die Wissenschaft danach streben, die räumlichen Energien zu erforschen.

 

162. Die Feurigen Diener können neue Prinzipien verwirklichen. Vor jeder großen Epoche ist der Raum mit feurigen Formeln erfüllt. So wird jedes große Beginnen feurig verwirklicht. So wird jede große Vereinigung mächtig verwirklicht. Der Kosmische Aufbau verwirklicht das Allerhöchste für die Neue Epoche.

Deshalb wird die künftige Evolution auf den erhabensten Prinzipien errichtet;

[Russisches Original. Seite 107.]


denn das, was zerstört wurde, muss als eine große, führende Grundlage von neuem ins Leben eingehen. Die Offenbarung des Gesetzes des Kosmischen Rechts legt den Grund für die Neue Epoche, für eine Epoche des Gleichgewichts und der Schönheit des Daseins. Das Bestreben, neue erhabene Formeln zu schaffen, wird der Menschheit eine wundervolle neue Stufe eröffnen.

 

163. Der Blitz, der den Raum spaltet, bewirkt eine Reinigung der Sphären. Jede kosmische Erscheinung verwandelt die Energien, die umgearbeitet werden müssen. Im Kosmischen Laboratorium gibt es viele Mittel für Entladungen des Raumes. Reinigung ist ein Prozess, der im Kosmos unerlässlich ist. Wer die Einheit von Makro- und Mikrokosmos kennt, muss Verständnis für jeden Prozess finden.

Wer wird den Geist der Menschheit verwandeln? Wir sagen: Der Blitz des Geistes des Feuerträgers. Wer wird den kosmischen Pfeil zur Vernichtung des Bösen abschießen? Wer wird die Arbeit auf sich nehmen, die anvertrauten Banner zu reinigen? Mit Recht wurde an das Schwert Christi erinnert. Wenn kosmische Energien sich in feuriger Macht anspannen und reinigende Blitze den Raum erzittern lassen, schafft der Feurige Geist entsprechend. Die Welt leidet unter halben Maßnahmen und erstickt an Nachsicht – ja, ja, ja!

  Der Blitz des Geistes kann den Raum reinigen. Der Blitz des Geistes kann die fernen Welten offenbaren. Der Blitz des Geistes kann eine wunderbare Zukunft bescheren, denn der Blitz des Geistes sättigt den Raum mit feurigen Energien.

Wer wird das prophetische Feuer der Reinigung offenbaren? Nur ein Mitarbeiter der Kosmischen Kräfte, nur ein Mitarbeiter der Kräfte des Lichts. Dir,

[Russisches Original. Seite 108.]


Mitarbeiterin der Kosmischen Kräfte, Gefährtin der Kräfte des Lichts, habe Ich den Blitz des Geistes vermacht. Dir wurde das Recht verliehen, mit dem Kosmischen Schwert zu schaffen. Dir wurde das Feurige Herz verliehen – möge das Licht ein Blitz der Schönheit sein – ja, ja, ja! Ich habe gesprochen.

 

164. Der Kosmische Aufbau ist von allen mächtigen Energien gesättigt. Ebenso offenbart der Aufbau des Geistes seine Macht durch die Synthese aller Feuer. Nur wenn die Energien des Herzens entfacht wurden, kann man schaffen, indem man die Umgebung sättigt.

Ohne diese heiligen Feuer ist es unmöglich, die Höhere Ethik zu verwirklichen. Die Lebendige Ethik kann sich als das Ziel des Strebens und des Lebens einbürgern, doch dafür bedarf es des Wissens und des Strebens nach hohem und feinem Verständnis. Nur verfeinerte Geister können die Lebendige Ethik offenbaren.

  Die Anwendung von Prinzipien im Leben wird durch eine bestrebte Tat vollzogen. Das leere Wort hinterlässt eine entsprechende Aufschichtung, doch die Tat eines feurigen Herzens erweckt und entzündet das Feuer in den Herzen der Umgebung. So wirkt der wahre Agni Yogi.

 

165. Die Kräfte der Finsternis dringen mit verschiedenen Mitteln vor, um sich in Schichten zu behaupten, die dem Licht näher sind. In den Feinstofflichen Sphären ist diese Nähe selbstverständlich nicht möglich, doch in den irdischen Schichten, wo die Atmosphäre so sehr mit infizierten Gasen verdichtet ist, bemühen sich die Kräfte der Finsternis natürlich, sich dem Licht anzunähern. Der Impuls zu zerstören treibt die Kräfte der Finsternis zu diesen Fackeln der Wahrheit.

  Die Feinde, die das Schwert erheben, sind nicht so schrecklich wie jene, die in der Maske des Lichts eindringen. Es gibt bewusste und unbewusste Werkzeuge

[Russisches Original. Seite 109.]


der Finsternis. Die unbewussten werden in der ersten Zeit gleichsam unisono mit den Schöpfern des Guten arbeiten, und diese Träger des Bösen infizieren jedes reine Beginnen. Doch die bewussten Diener des Bösen betreten mit eurem Gebet den Tempel, und dann wehe denen, die nicht unterscheiden können! Finstere Fangnetze werden ihnen gelegt.

   Es ist unstatthaft, Verbrecher des Geistes in das Allerheiligste einzulassen. Djins können auf der irdischen Ebene nützlich sein und sogar helfen, einen Tempel zu erbauen, doch die geistige Ebene ist ihnen unzugänglich.

   So wollen wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Diener der Finsternis im Sinn behalten, die sich bemühen, in das Allerheiligste einzudringen.

 

166. Bei der Umgestaltung der räumlichen Verwirklichungen, die durch Auftürmung irdischer Bauten hervorgerufen werden, müssen alle Maßnahmen zur Beseitigung der finsteren Anhäufungen getroffen werden. Jede irdische Umgestaltung erweist sich als Widerhall der überirdischen Sphären.

Unsere Feurige Periode ist mit besonderen Energien gesättigt, die bis zu bestimmten Fristen ins Leben eingehen müssen. Denn die Feurige Periode kann feurige Erscheinungen schaffen, sobald die Zeit naht, der die Menschheit entgegengehen kann; so muss man die Feurige Umgestaltung verstehen, die den Beginn der Neuen Epoche eröffnet.

Man muss jedoch den Geist im Verstehen der räumlichen Feuer festigen. Denn nur eine feurige Assimilation kann die erforderliche Energie erzeugen. Die feurigen Fristen nahen. Mögen die Sehenden sehen, denn eine Große Zeit naht!

 

167. Vor der großen Umgestaltung der Welt

[Russisches Original. Seite 110.]


werden alle finsteren Kräfte offenbart, um eine bessere Transmutation zu ermöglichen. Was jetzt in der Welt vor sich geht, kann man keine Evolutionsstufe nennen, sondern man kann tatsächlich sagen, dass sich das Allerniedrigste, das Allerangespannteste und das von den Kräften der Finsternis am meisten Gesättigte offenbart.

Doch groß ist die Arbeit, die alles sammelt, was der großen Umgestaltung dient. Genauso wie sich die verdichteten Schichten der irdischen Sphären für die Schlacht bereit machen, stehen die Kräfte des Lichts auf der Wacht.

Man kann die Stufe, die der Planet durchlebt, mit der Esse des Kosmischen Feuers vergleichen. Alle grobstofflichen Energien sind in Spannung entflammt und das Feurige Recht steht auf der Wacht. Die feurige Schöpfung sammelt alle feurigen Energien – so wird die Welt durch die Anspannung der beiden Pole umgestaltet. Man muss diese tobenden Energien scharf unterscheiden!

 

168. Eine feurige Zeit hat begonnen. Wie man gegenwärtig physische Erscheinungen studiert, werden die feurigen Erscheinungen der Zentren erforscht werden. Agni Yoga erscheint als Ankündiger[15] der Großen Epoche – ja, ja, ja!

 

169. Jedermann muss über die Umgestaltung der Welt nachdenken; denn wenn wir verstehen, was vor sich geht, verstehen wir das Nahen der Zukunft. Jeder Gedanke, der auf den Aufbau der Neuen Epoche gerichtet ist, wird seine eigenen Formen hervorbringen. Die Gedankenformen weisen die Richtung der Zukunft, deshalb muss man die mit Streben gesättigte Kette verstehen.

  Die Schöpfung des Geistes ist wie ein feuriger Hebel im Raum, wie ein mächtiger bestrebter feuriger Schöpfer, wie ein Führer im Raum, wie ein großes sättigendes Feuer. So formt jemand,

[Russisches Original. Seite 111.]


der über das Wesentliche und die große Zukunft nachdenkt, den Aufbau. Man muss den Raum zementieren* und ihn mit dem Feuer des Geistes und mit feurigen Formeln befruchten.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt bestrebt sein, die Umgestaltung der Welt zu verstehen.

 

170.[16] Das räumliche Feuer erzittert bei irdischen Stößen. Die feinstoffliche Verbindung, die zwischen den Sphären und zwischen den Welten besteht, ist so mächtig, dass es keine Erscheinung gibt, die nicht aufgezeichnet wird, womit ihre Einwirkung offenbart wird. Die feinstoffliche Verbindung kommt nämlich besonders deutlich in der Entsprechung zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos zum Ausdruck.

  Der Zustand des Geistes widerspiegelt oft Erscheinungen verschiedener Sphären. Das Raumfeuer dient oft als Entlader für die Reinigung der Atmosphäre. Sicherlich könnten diese Energien bewusst genutzt werden, doch dafür muss man den Organismus verfeinern. Man kann beobachten, wie ein feuriger Geist seine feinstofflichen Energien bändigen muss, denn die mangelnde Entsprechung zwischen dem Feuer der Zentren und dem planetaren Zustand ist derart groß, dass es unmöglich ist, die ganze Arbeit durchzuführen, ohne Schaden zu nehmen.

  Die Ekstase der Heiligen Katharina[17] konnte sich offenbaren, weil die Heiligen in einer abgesonderten Welt lebten. Die Lebensordnung, in der solche Bilder in Erscheinung traten, unterscheidet sich sehr vom Harmagedon! Nie zuvor haben solche räumlichen Schlachten getobt. Die Anspannung aller Sphären ist feurig.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man sich der Verbindung zwischen den Sphären besonders bewusst sein.

[Russisches Original. Seite 112.]


171. Ja, das Herz eines Archaten gleicht dem Herzen des Kosmos. Woraus aber besteht das sonnengleiche Herz des Archaten? Wir sagen: Gerade aus Liebe, doch nicht von der Art, wie die Menschheit sie sich vorstellt; und auch nicht aus jener segnenden Liebe, welche die Menschen der Liebe eines Patriarchen zuschreiben. Nein, das sonnengleiche Herz des Archaten strebt zur Heldentat und zerschlägt alles Verweste. Das Herz des Archaten ringt mit der Finsternis und bekundet feuriges Streben.

Womit nährt sich das Herz eines Archaten? Wir sagen: mit Liebe. Nur diese Quelle weiß, wie man ein feuriges Herz sättigen kann. Die große Mutter der Welt kennt diese Quelle. Jedes reine Herz kennt diese Quelle.

Wodurch werden Herzen vereint? Wir sagen: durch Liebe, durch jene mächtige Quelle, die das Leben in Schönheit verwandelt; jene Quelle, die alle feinen Energien des Herzens enthält.

Das Herz des Archaten ist eine heilige Festung, welche die heilige Gabe des Kosmos hütet. Und nicht außerhalb des Lebens, sondern in den tiefsten Tiefen des Lebens wird das Herz des Archaten geschmiedet; wir sagen: durch Liebe! Ja, ja, ja – so spricht der Herrscher von Schambhala*.

 

172. Am schwersten von allem fällt es der Menschheit, die Schönheit der Heldentat zu verstehen. Die Heldentat im Leben hat nämlich eine antreibende Wirkung, denn was kann im Bewusstsein die Schönheit der Heldentat wecken? Was kann Streben nach Oben eröffnen und von den niederen Schichten lösen, wenn nicht der Geist, der zur Heldentat strebt?

  Die Richtung der Menschheit offenbart genau das Gegenteil und verwirklicht sich in Sphären, die den Geist für lange Zeit

[Russisches Original. Seite 113.]


an die Erde fesseln. Deshalb wird jedes erhebende Gefühl so abscheulich ausgelegt. Wahrhaftig, das Leben ruft zur feurigen Heldentat, zur erhabenen feurigen Schönheit. Doch der Mensch löst sich nur so schwer vom Alltäglichen!

   So lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt zur Heldentat der Schönheit streben.

 

173. Es gibt viele verschiedene Mittel, um den grobstofflichen Körper zu verfeinern. Jeder feine Gedanke muss natürlich als eine feurige Manifestation angesehen werden, deshalb muss man lernen, feurig zu denken. Die Verfeinerung des grobstofflichen physischen Körpers muss auch vom geistigen Gesichtspunkt her verstanden werden, denn während wir im grobstofflichen Körper weilen, ist es trotzdem möglich, nicht nur Grobstofflichkeit zu offenbaren.

  Ein Agni Yogi, der die Feurige Taufe und die feurige Transmutation durchlaufen hat, verweilt nicht länger in einem grobstofflichen Körper. Denn sobald der Körper feurige Ströme empfängt, verändert sich sein ganzes Wesen. Die Grundlage dieser Erfahrung der feurigen Transmutation der Zentren ist diese Verfeinerung.

  Gewiss, nur dem Feinstofflichen ist das Feinstoffliche zugänglich, und die Wissenschaft der Zukunft wird den feinstofflichen Körper erforschen. Alle zunehmenden feurigen Erscheinungen, die den Geist in die Höheren Welten lenken, machen die irdischen Sphären beschwerlich. Merken wir uns, dass das Feinstoffliche nur dem Feinstofflichen zugänglich ist, und verehren wir die große Mutter des Agni Yoga.

 

174. Ein feuriger Strom kann nur von einem verfeinerten Organismus assimiliert werden. Nur ein feuriges Herz kann sich dem Herzen des Kosmos anschließen.

 

175.[18] Jede Epoche hinterlässt ihren Abdruck in der Ewigkeit. Diese Überreste der Zeit sind genauso

[Russisches Original. Seite 114.]


lebendig wie das Leben selbst. Jede Epoche hinterlässt ihr Echo, wie eine Wiederholung der räumlichen Annalen. Doch nie erweisen sich die Annalen als Wiederholung; denn zu ihnen kommen immer neue Energien und neue Entscheidungen hinzu. So kann man die Übereinstimmung von Zeiten bestätigen, doch die Umgestaltung des Planeten verfügt über ihre neuen Hebel, und in den Wechsel fließen neue Energien ein.

   So fiel Babylon, so fiel Rom, so hat Treibsand Zivilisationen überdeckt und Wasser Reiche verschlungen. Doch beim Wechsel unseres Zyklus nahen Zerstörung und Aufbau in feurigstem und größtem Ausmaß. Der Raum ist mit feurigen Energien für die Umgestaltung gesättigt. Die Zeit ist außergewöhnlich, das Feuer tobt!

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir für den herannahenden Feurigen Zyklus Verständnis zeigen.

 

176. Ohne Grund meinen die Menschen, dass die Kräfte des Lichts den Kampf mit den Kräften der Finsternis leicht ertragen. Wenn die Kräfte der Finsternis durch die Berührung mit den Kräften des Lichts Verbrennungen erleiden, kann man verstehen, wie schwer die Berührung mit den finsteren Sphären ist. Sowohl die irdische als auch die überirdische Schlacht versengen die Finsteren und reinigen den Raum. Die Berührung mit den finsteren Sphären verursacht nämlich Anspannungen und Schmerzen. Sowohl auf der höheren als auch auf der irdischen Ebene spüren die Ritter des Geistes Schmerz von der Berührung mit den finsteren Geschossen.

Freilich, das Sperrnetz schützt vor Niederlage, denn das Licht besiegt die Finsternis, doch Reflexe und Schläge auf die Aura und das Sperrnetz rufen ihre Empfindungen hervor; deshalb ist es notwendig, den Verwirklichungen der Kämpfe des Lichts mit der Finsternis feinfühlig Gehör zu schenken. Jene, die diesen feurigen Kampf kennengelernt haben, wissen von

[Russisches Original. Seite 115.]


allen Erscheinungen der räumlichen Anspannungen. Jene, die den feurigen Schmerz im Herzen kennengelernt haben, wissen von Unseren Anspannungen.

 

177. Die Leiden der Menschheit stehen mit ihrem psychischen Zustand in Zusammenhang. Jede menschliche Unvollkommenheit des Geistes vergiftet auch die physische Welt. Seid nicht erstaunt, dass die Seuchen des Geistes und des Körpers genauso ansteckend sind wie räumliche Seuchen. Die Atmosphäre, die den Planeten umgibt, ist doch vom Wehklagen der Unvollkommenheit erfüllt. Und die Auren der Menschen sind doch physisch und geistig derart verseucht, dass nur eine feurige Reinigung Rettung bringen kann.

Halbe Maßnahmen bringen keinerlei Reinigung, deshalb muss man sich an den Gedanken der mächtigen Reinigung gewöhnen, denn die Feste[19] bedarf strenger Maßnahmen. Mit Recht sagte Urusvati, dass eine reine Erscheinung manchmal mit einem schmutzigen Mantel bedeckt werden muss, damit die Funken ans Ziel kommen können. So muss die Menschheit für alle Ausgeburten und Schmähungen büßen, die in ihrem Bewusstsein so tief verwurzelt sind.

Merken wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt das Gesetz der feurigen Reinigung.

 

178. Welches Herz hat denn die übermäßige Last auf sich genommen? Das Verschmolzene Herz, das die Kosmische Last kennt. Wer trägt denn die Last der Zeitalter? Das eine Herz, welches die Unbegrenztheit kennt. Wer strebt denn mit feuriger Heldentat? Das eine Herz, welches das Kosmische Recht kennt. Wahrhaftig, so wird die Welt von dem einen Herzen gesättigt.

  Die Menschheit leidet mehr vom Geist her als von der Materie, und nur wenn der Geist sich dem Gesetz des Kosmischen Rechts anschließt, wird die Menschheit ihre geistigen Leiden überwinden.

  Der Planet

[Russisches Original. Seite 116.]


hat seine große und reine Bestimmung verloren. Die Materie ist so sehr in einen grobstofflichen Zustand versunken, dass es unerlässlich ist, sie zu verfeinern. Sobald die erhabene Botschaft des Vereinten Herzens den Geist mit reinem Streben nährt, wird sich das Leben wahrhaftig verwandeln.

Wer wird denn der Welt die Botschaft über die feurige Einheit überbringen? Wir sagen: das Verschmolzene Herz, das durch das ewige Feuer offenbarte Herz – ja, ja, ja! Was durch das Kosmische Recht und einen mächtig strebenden Willen zusammengefügt wurde, ist ein unabänderliches Gesetz. Was vom Kosmos ist, wird auch in der Schönheit des Kosmos verweilen – so spricht der Herrscher von Schambhala.

 

179. Die Fluida des feurigen Herzens und des Geistes speisen das Sperrnetz. Die feurigen Zentren sind das mächtigste Allheilmittel. Ein Agni Yogi, der die Macht der feurigen Energie verwirklicht, besitzt die Kraft des Lichts; seien wir daher nicht erstaunt, wenn das mit höherem Feuer gesättigte Herz weder Einflüsterungen noch Versuchungen kennt.

  Die Fluida eines solchen Herzens wirken wie reinigende Energien auf den Raum. Ströme feinstofflicher Fluida sättigen den Raum über riesige Entfernungen hinweg und dienen als mächtige Entlader. Wenn zum Beispiel der Solarplexus angespannt ist, sendet das Herz seine reinigenden Energien über weite Entfernung aus. Wenn zum Beispiel Entrückung zu bemerken ist, bedeutet das, dass die Teilbarkeit des Geistes arbeitet. Ein Pulsieren in den Gliedmaßen und im Herzen bedeutet Sendungen feuriger Geschosse.

Wir wollen uns zu den verschiedenen Erscheinungen der räumlichen Schöpfung eines mächtigen Agni Yogi feinfühlig verhalten. Diese kosmischen Sendungen werden von Unserer

[Russisches Original. Seite 117.]


Tara* verwirklicht, welche die ganze Heldentat der Schönheit und des Feuers auf sich genommen hat.

 

180. Die Erdfeste ist verseucht und muss von der Menschheit selbst gereinigt werden. Jede Lebenserscheinung hinterlässt ihre Ablagerungen im ganzen Raum. Alles muss umgewandelt, alles muss ausgelebt werden. So stellt jede Schicht eine von menschlichen Begierden, Überresten und Bestrebungen gesättigte Sphäre dar.

  Die Fluida des Herzens und des Geistes, die den Raum mit reinen Feuern sättigen, verfeinern die räumlichen Aufschichtungen. Nur auf diese Weise kann das Gleichgewicht hergestellt werden, denn Energien durcheilen den Raum und die Menschheit ist gleichsam von explosiven Geschossen umgeben. Diese Fluida sammeln sich an und explodieren in allen Sphären. Ebenso wird die Kette der Wirkungen durch die gesättigten Taten der Menschheit verwirklicht.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt an die räumlichen Geschosse denken.

 

181. Wie die Feurigen Wächter Wache halten, so reinigen mächtige Entlader den Raum. Alle Kosmischen Schlachten sind von den Kräften gesättigt, die von allen Zentren des Kosmos ausgehen. Die feurig angespannten Zentren bauen sämtliche kosmischen Erscheinungen auf.

Wenn Wir von feurigen Zentren des Kosmos sprechen, muss man jene feurigen Bestrebungen im Auge haben, die von den Zentren der erhabenen Archaten in alle fernen und irdischen Sphären ausgestrahlt werden. Ohne diese feurigen Zentren der Retter der Menschheit wäre es unmöglich, die Ereignisse bis zur bestimmten Frist zurückzuhalten.

[Russisches Original. Seite 118.]


Wahrhaftig, gewaltig ist diese Arbeit zum Schutz der Menschheit!

 

182. Ja, ja, ja, gewaltig ist die Arbeit der feurigen Zentren. Die Entlader der Sphären sind die mächtigsten Diener des Kosmos. Feinste Fäden verbinden diese großen Diener des Kosmos miteinander. Doch diese Arbeit kann sich auch nur in feuriger Vereinigung vollziehen.

Das feurige Gleichgewicht kann den Planeten retten. Nur die feurige Macht kann im letzten Moment neues Leben verleihen. Die Schöpfung des vereinten Herzens wird die Rettung des Planeten bewirken und einen Neuen Zyklus verwirklichen. Deshalb ist Unser Herz im Einklang mit dem ungestümen Feuerstrom angespannt – so offenbart das Wesen des Lebens sein Feuriges Recht.

  Die Anspannung ist gewaltig, in der Welt verwirklicht sich ein großes Weltgeheimnis. Ich bestätige die erhabene Kosmische Wahrheit. Dieses Geheimnis ist das Dasein selbst.

 

183. Der Aufbau neuer Vorhaben kann nur dann nach erhabenen Prinzipien verwirklicht werden, wenn die Menschheit alle Höheren Ursprünge aufnimmt. Ohne dies ist es unmöglich, die Schönheit des Daseins zu offenbaren, denn die Lebenserscheinungen vollziehen sich entsprechend dem Denken der Menschheit. Der Schöpfer eines Gedankens erschafft Formen.

Doch wie schrecklich sind jene Bewegungen in der Welt, die aus zersetzenden Quellen hervorgehen! Diese Quellen verseuchen die Atmosphäre, die den Planeten umgibt. Man muss die Schichten für den Empfang neuer Energien reinigen.

   So viele mächtige Kräfte warten darauf, empfangen und angewendet zu werden; doch sie zu spüren bedeutet bereits, sie zu offenbaren. Doch kann man diese Energien derzeit einem Zerstörer

[Russisches Original. Seite 119.]


offenbaren? Der Planet durchläuft doch Harmagedon, und alle seine Verwirklichungen teilen sich scharf in Facetten des Lichts und der Finsternis.

Deshalb führt die große Entladung zu einer feurigen Reinigung. Danach wird es möglich sein, die bestätigte Schönheit des Daseins zu verleihen. Wahrhaftig, die Zeit naht.

Merken wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt das erhabene Prinzip der Schönheit.

 

184. Jede Epoche hat ihre Besonderheiten. Jede Eigentümlichkeit der Zeit ist eine Prägung durch das Bewusstsein. Diese Eigentümlichkeiten können durch den Willen der Menschheit angespannt werden.

  Die Eigentümlichkeiten einer Epoche haben ebenso wie Beschwörungen ihre Wurzeln im Bewusstsein. Jene Visionen und Zustände, die das Leben und Denken vergangener Jahrhunderte erfüllten, sind im Geist der Religionsdiener als Antwort auf die Forderungen des Volkes geboren worden.

Seit langem wurde geboten: „Suchet und ihr werdet finden“[20]. In dieser evolutionären und unaufhörlichen Windung der Spirale wird der Mensch die Wahrheit finden. Die Durchsetzung der Wahrheit wird alle Entstellungen beseitigen, denn Kehricht und Ablagerungen sind vorübergehend, die Wahrheit jedoch offenbart sich in Unbegrenztheit. Auch wenn die menschliche Verdunkelung weiter anhält, werden unter den finsteren Ablagerungen Verwirklichungen des Lichts ausgegraben. So tritt das Bestimmte sichtbar-unsichtbar in Kraft.

 

185. So tritt alles Große unmerklich und machtvoll ins Leben. Ebenso tritt die Offenbarung des Kosmischen Rechts feurig ins Leben. Unsichtbar wird der Raum gesättigt – so werden die feurigen Fäden mächtig gespannt. Doch naht die Stunde der Schwelle, wird die feurige Macht in all ihren Strahlen der Schönheit aufflammen.

[Russisches Original. Seite 120.]


Deshalb bestätige Ich, wie notwendig es ist, die Macht der erhabenen feurigen Kraft zu verstehen, die in der Mutter des Agni Yoga verkörpert ist. Sichtbar-unsichtbar nähert sich die Schwelle: So tritt ein erhabenes Sakrament ins Leben ein.

 

186. Die Auferstehung des Geistes wird nämlich eine neue Epoche einleiten. Was kann denn mit der Macht des Geistes verglichen werden? Es gibt keinen anderen Hebel, der die Feuer der Zentren anspannen könnte. Jede von der Auferstehung des Geistes gesättigte Schöpfung kann eine Gewähr für eine große Epoche sein. Jeder Aufbau, der auf die Auferstehung des Geistes gründet, kann eine Gewähr des Aufstiegs sein.

Geistiger Fortschritt kann nur einsetzen, wenn die Erneuerung des Geistes verstanden wird. Man kann nicht bei den alten Entstellungen verharren. Ohne die Erkenntnis der Bestätigung des reinen, feurigen Verständnisses der Heldentat kann man das erhabene Reich des Geistes nicht errichten.

   So bietet nur die Erneuerung des Geistes ein festes Fundament für einen neuen Aufbau. In ihm wird die Menschheit ihre große Bestimmung und ihren Platz im Kosmos finden. Wahrhaftig, die Auferstehung des Geistes wird die Schöpfung der Neuen Epoche sein.

 

187. Dem Geist, der feinstoffliche Ströme spürt, kann das Erklingen auf den kosmischen Ton räumlich vermittelt werden. Unter den feinstofflichen Erscheinungen dieses Erklingens des Geistes muss man besonders jene hervorheben, die für einen feurigen Geist hörbar sind. Wie notwendig ist es, diesem scheinbar unhörbaren Ton zu lauschen, der dem Geist räumliche Freude oder Trauer vermitteln kann.

Das Aufkommen von unerklärlicher Trauer

[Russisches Original. Seite 121.]


kann auf das Erklingen eines räumlichen Tones zurückzuführen sein. Der feinstoffliche Organismus dieses Feuerträgers erbebt von diesen Tönen des Raumes. Das physische Ohr kann sie nicht hören, doch das feinstoffliche Gehör erfasst das für das Ohr Unhörbare und nimmt es mit dem Herzen wahr.

Deshalb ist der strebende Geist ein Schöpfer im Einklang mit dem Kosmos; er kennt das kosmische Erklingen, das den Raum anspannt; dieses enthält Rufe oder Aufschreie, Sieg oder Schlacht, Jammern oder Freude. Wahrhaftig, wer dieses Erklingen kennt und die Freude und die Trauer des Verkehrs mit dem Raum erfahren hat, kann großer Feuerträger genannt werden. Davon zeugt das feurige Herz der Mutter des Agni Yoga. Daher wollen wir das große vereinte Herz im Sinn behalten.

 

188. Der kosmische Ton sättigt flammend den Raum. Er kann unmittelbar mit dem Herzen kommunizieren, deshalb wirken diese Ströme auf das Herz. Auch Wir empfangen jenes Erklingen, das zuerst dem Herzen übermittelt wird, und Wir suchen seinen Ursprung. So werden die Trauer und die Freude der Welt durch diese räumlichen Töne auch Uns vermittelt.

 

189. Die Betrachtung der Welt führt zum Verstehen der Missstände und des Ungleichgewichts, die sich als verderbliche Erscheinungen erweisen. Vor allem muss man verstehen, wie jener Andrang von Energien auf den Planeten wirkt, der aus neuen, nicht angenommenen Energien besteht.

   Es wird keine evolutionäre Bewegung verwirklicht werden, bis die Entsprechung zwischen den Sphären hergestellt ist. Denn wenn die Höhere Welt empor, die Menschheit aber abwärts strebt, kann der kosmische

[Russisches Original. Seite 122.]


Strom natürlich nicht verwirklicht werden. Deshalb herrscht Ungleichgewicht in der Welt.

Nicht ohne Grund wurde daran erinnert, was über Buddha gesagt wurde. Nicht umsonst wurde daran erinnert: „Lasst die Toten die Toten begraben“[21]. Eine Weltanschauung kann sich nämlich nur verwirklichen, wenn das feurige Streben den Sieg davonträgt.

 

190. Die Gesetze, die von der Menschheit verletzt werden, müssen das Bewusstsein wachrufen, denn die reinen Grundlagen werden als das führende Prinzip bestätigt. Der Verlust der Verbindung zwischen den höheren Prinzipien und dem Leben selbst unterscheidet sich sehr von den heiligen Ursprüngen, die allein das gestörte Gleichgewicht wiederherstellen können.

Unter den Grundlagen kann man die Verwirklichung der wichtigsten Lebensprinzipien nennen, die bis zur Unkenntlichkeit verunstaltet wurden. Die Reinigung der Lebensgrundlagen und der großen Lehren kann man als die feurigste Schöpfung bezeichnen. So sättigt der Feuerträger den Raum mit Erscheinungen, die das Gleichgewicht des Lebens herstellen.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt den Ruf nach Reinigung der Grundlagen der Lehre in den Raum senden!

 

191. Wenn verschiedene Epochen wie verschiedene Stufen in den evolutionären Aufstieg der Menschheit eingehen, muss man verstehen, wie jede Epoche gewachsen ist. Die Feststellung der feinstofflichen Ströme, welche die Epoche sättigen, verleiht den Schlüssel zum Verstehen ihres Wesens.

Wenn geistige Heldentat den Volksgeist erfüllte, bedeutet das, dass sich in dieser Epoche ein Aufstieg verwirklicht hat. Doch die Welt bedurfte nie zuvor so sehr des Schwertes des Geistes![22] Als alle Energien ihr Bewegungspotential offenbarten, zeigte die Magnetnadel ein Schwanken der kosmischen Magnetpole an.

[Russisches Original. Seite 123.]


  Die Epoche des Schwertes des Geistes spannt das Höchste Prinzip so feurig an. Deshalb wägt die Kosmische Waage das höchste Feurige Recht. Die Epoche des Schwertes des Geistes wird das Prinzip verwirklichen, das für die Höheren Welten verkündet wurde.

  Der Raum wird mit dem Feuer des Kosmischen Magneten gesättigt. So hält an der Schwelle der Epoche des Feurigen Rechts das Schwert des Geistes Wache.

 

192. Wahrhaftig, die Menschheit kann aus dem Teufelskreis der Wirkungen nicht herausgelangen. Wie kann die Menschheit alle bösartigen Energien bewältigen, die das Leben sättigen? Nur grundlegende Erscheinungen können die wahre Richtung weisen; doch der von der Menschheit geschaffene Teufelskreis wird nur durchbrochen, wenn das Schwert des Geistes das von der Finsternis gesponnene Gewebe durchbohrt.

  Mit den Wirkungen zu kämpfen, führt nicht zu der bestimmten Erscheinung, welche die große Zukunft näherbringen soll. Es wurde richtig gesagt, dass der Führer die Ursache der kosmischen Erscheinungen kennt. Deshalb lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt dem Hierarchen des Lichts folgen, der sowohl die Ursachen als auch die Wirkungen kennt. Das wollen wir im Sinn behalten, wenn die große Epoche des Feuers näher rückt.

 

193. Die Lebensgrundlagen können bei einer Auferstehung des Geistes verwirklicht werden. Die Reinigung der Grundlagen muss verwirklicht werden, sonst kann die Neue Welt nicht in Erscheinung treten. Der Verfall der Grundlagen ist zerstörerisch; und ohne Umwandlung der Anhäufungen, die den Planeten ersticken, können keine reinen Energien zum irdischen Plan hingezogen werden.

Wie kann man die Neue Welt verwirklichen? Wie gesagt wurde:

[Russisches Original. Seite 124.]


Mit Feuer und Schwert! Auf das Alte folgt eine neue Reinigung, welche die großen Grundlagen des Daseins schaffen wird. Das feurige Schwert des Geistes wird die Fäulnis des Planeten hinwegfegen. Jene, die in die Zukunft blicken, fürchten das feurige Schwert nicht, denn ein gestählter Geist kennt die wahre Schöpfung des Schwertes des Geistes. Die feurige Schöpfung kann als die große Transmutation der Finsternis in Licht verwirklicht werden.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt für das Feurige Schwert des Geistes Verständnis zeigen.

 

194. Gewiss, wenn die Menschheit nicht die Offenbarung der Uranfänge verletzen würde, würden die Daseinsgrundlagen jene Basis bewahren, welche die Schönheit des Lebens offenbart.

Das Kosmische Recht ermöglicht das Verständnis dafür, dass die einseitige Verwaltung des Planeten ihn in den Abgrund führt. Das Kosmische Recht bietet der Menschheit das Prinzip, das die Finsternis durchbrechen kann. Das Kosmische Recht enthüllt dem Planeten die Einheit des Prinzips, welches das ganze Universum lenkt. Das Kosmische Recht enthüllt das Weibliche Prinzip als eine offenbarte Macht. Das Kosmische Recht enthüllt die Größe des Weiblichen Prinzips, das Selbstlosigkeit bekundet und vor dem sich selbst die großen Archate verneigen.

Wahrlich, Wir verehren das große Weibliche Prinzip. Wahrlich, Wir verehren das gebende Prinzip, das ein Leben der Schönheit und des Herzens hervorbringt.

 

195. Die Menschheit muss sich auf Umwälzungen und die Umgestaltung der geschaffenen Verhältnisse vorbereiten. Man kann das auf dem Planeten Bestehende nicht als gesetzliche Verwirklichung annehmen, denn alle Ausgeburten müssen gesühnt und ausgerottet werden. Jeder

[Russisches Original. Seite 125.]


Abfall von den großen Gesetzen bringt schwere Folgen hervor.

  Die Schöpfung des Kosmos bestimmt ein anderes Schicksal des Lebens; deshalb ist Sühne unvermeidlich, denn eine feurige Reinigung gibt dem Fluss des Karma eine neue Richtung. Im Raum erscheinen Energien, die für die Transmutation aller bestehenden Anhäufungen bereit sind. Wahrhaftig, die Menschheit muss sich auf eine feurige Reinigung vorbereiten. Wer das feurige Element nicht fürchtet, wird wahrlich mit dem Kosmischen Feuer voranschreiten.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die elementaren Ereignisse im Sinn behalten, die den Raum reinigen.

 

196. Wenn die Kräfte des Lichts sich anspannen, sammelt die Finsternis natürlich ihre eigenen Kräfte, doch das Licht ist mächtiger. So schaffen Wir Erscheinungen. Die Ereignisse rücken heran, die Zeit ist wichtig und gesättigt. So werden Wir siegen.

 

197. Lasst uns in der Kosmischen Schlacht das verteidigen, was heilig ist. Lasst uns in der Kosmischen Schlacht jene Grundlage verwirklichen, auf der das Dasein selbst aufrechterhalten wird. Lasst uns in der Kosmischen Schlacht das offenbaren, wodurch das künftige Leben aufgebaut wird. Die Welt wird als ihre feurige Grundlage jene großen Gesetze haben, die Wir in der Kosmischen Schlacht verteidigen. In der Kosmischen Schlacht verwirklicht die Menschheit ihre vom Schicksal vorgesehene Bestimmung.

  Genauso wie Erdbeben aus den Tiefen der Erde verschiedene Anhäufungen an die Oberfläche schleudern und feinstofflichere Energien aus den überirdischen Sphären aufsaugen, ebenso nimmt die geistige Erneuerung die finstersten Anhäufungen auf.

Wahrhaftig, wenn in der Kosmischen Schlacht das Höchste und das Niederste aufeinandertreffen, kann man dazu angetrieben werden, die große Feurige

[Russisches Original. Seite 126.]


Reinigung zu erlangen. Bei der großen Umgestaltung unseres Planeten sättigen Wir den menschlichen Geist mit der Erkenntnis der Unvollkommenheit der geschaffenen Formen und mit der vom Schicksal bestimmten Schönheit der offenbarten Lebensformen. In der Kosmischen Schlacht wird das Prinzip der Neuen Welt verwirklicht.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir die Kosmische Schlacht im Sinn behalten.

 

198. Natürlich kannten die Eingeweihten des alten Ägypten das große Gesetz, welches das ganze Universum regiert. Die Pyramide selbst ähnelte dem Symbol eines Berges mit breiter Grundlage und schmalem Gipfel. Die Bedeutung dieser Kammer des Königs und der Königin liegt natürlich in der Vollendung, die beim Herannahen aller Kosmischen Feurigen Fristen bevorsteht.

Man muss sich diese offenbarten Fristen merken. Man muss sich diese alten Hinweise und Berechnungen merken. So kann man verfolgen, wie sich die kosmischen Fristen seit den ältesten Zeiten erfüllt haben. Man muss seine Aufmerksamkeit auch darauf richten, dass diese Berechnungen bis zu unserer Frist und Zeit führen. So unwandelbar ist das Feurige Recht, das auf allen Gesetzestafeln geschrieben steht und durch das große Leben des ewigen Magneten verzeichnet worden ist.

 

199. Im Kosmos haben Zyklen ihre bestimmte Bedeutung. Man kann verfolgen, dass ihr Wesen durch bestimmte Energien verwirklicht wird, die ganze Epochen vorausbestimmen. Man kann hervorheben, wie jeder Zyklus auf besondere Weise das Wesen der kosmischen Bestrebungen zum Ausdruck bringt und offenbart.

Doch über allen Zyklen steht das eine Kosmische Recht, das von allen Energien der Welt angespannt wird. So führt

[Russisches Original. Seite 127.]


der gesamte Aufbau des Kosmos zu jenem Prinzip, das dem Dasein zugrunde liegt.

Lasst uns den Zyklus der Zyklen bekräftigen, und das Vorherbestimmte wird sich erfüllen. Die große Vollendung wird in der Kosmischen Schlacht gestählt. In der Kosmischen Schlacht wird jedes Gesetz gestählt, doch das große Feurige Recht ist mit kosmischer Anspannung gesättigt. So erweist sich der Zyklus der Zyklen als Sieg des Kosmos.

 

200. Im Schmelztiegel des Lebens müssen viele Begriffe umgewandelt werden. So vieles wurde auf die erhabensten Begriffe aufgeschichtet, dass auf dem Planeten wahrhaftig eine Feurige Taufe stattfinden muss.

  Um die Begriffe der Feurigen Bildnisse herum haben sich Vorstellungen angesammelt, die einem niederen Geist nahestehen. So lehrten es nicht die Großen Lehrer. So lebten nicht die Großen Lehrer. So schritten die Großen Lehrer nicht einher. Wahrhaftig nicht so, wie die Menschen behaupten. Die Feurigen Bildnisse müssen Gestalt annehmen in einer ihnen gebührenden Form, deshalb muss die Verbreitung der Lehre gleichzeitig mit der Reinigung der Großen Gestalten feurig voranschreiten.

Das Erschaffen wahrer Bestrebungen wird jene neuen Stufen hervorbringen, die der Welt die Auferstehung des Geistes bieten werden.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir im Sinn behalten, dass man die Lehre der Schönheit mit Heldentat und Dienst reinigen muss.

 

201. So viel Großes steht bevor! Solch eine erhabene Stufe harrt ihrer feurigen Verwirklichung! Unsere Lehre und die Verwirklichung der Höheren Prinzipien enthüllen der Menschheit so viel Großes! Eine große Zeit naht. So schaffen Wir gemeinsam.

 

202. Der Aufbau des Lichts verwirklicht seine Macht

[Russisches Original. Seite 128.]


gerade dann, wenn es alle seine Anspannungen und Potentiale offenbart. Man darf nicht glauben, die Kräfte des Lichts ließen keine große Anspannung zu. Es ist richtig, sich die Kräfte des Lichts in jenem kosmischen Maßstab vorzustellen, der allein den Aufbau des Kosmos vollenden kann. Wahrhaftig, nur das Aufbringen der mächtigsten Energien wird einen mächtigen Aufbau hervorbringen.

Deshalb wird der Raum mit den erforderlichen Energien gesättigt. Die Kräfte des Lichts treiben alle feurigen Zentren an. Der Aufbau des Kosmos schreitet voran, indem alle erforderlichen Energien angespannt werden. Lass uns bei diesem Aufbau all unsere Kräfte mit feurigem Herzen und dem Schwert des Geistes anspannen. So erbauen Wir eine große Zukunft. So verkündet das große offenbarte Gesetz die Zukunft!

 

203. Auf dem Pfad des Strebens werden über alle Schwierigkeiten und Abgründe Brücken des Geistes geschlagen, die sich als aufbauende Energien im Kosmos erweisen. Wahrhaftig, der Geist kann die verschiedenen Zentren vereinen. Die Menschheit strengt sich zwar für den sichtbaren Aufbau an, ist aber nicht in höheren Bestrebungen für den kosmischen Aufbau begeistert.

Jede Brücke des Geistes verwirklicht nämlich einen bewussten Aufbau, der die kosmische Verbindung zwischen den Aufbauten offenbart. So muss man sich in der Feurigen Epoche besonders der feinstofflichen, bewussten Tätigkeit des Geistes hingeben. Nur die Brücke des Geistes kann jenen Abgrund beseitigen, die sich vor der Menschheit aufgetan hat.

  Die Brücke des Geistes ist eine Brücke der Schönheit – mit dieser Vorstellung über die Heldentat des Geistes werden wir den großen Gipfel ersteigen, der die Welten vereint.

[Russisches Original. Seite 129.]


 

204. Die Sättigung des Raumes mit Formeln, welche die Lehre reinigen, wird große Wirkungen erzielen. So verwirklichen Wir die Offenbarung der Neuen Welt. So vollendet sich das Vorherbestimmte.

 

205. Mit dem Beginn der Epoche, die das Feurige Recht verkündete, setzte sich die große Magnetisierung mit bestrebter Kraft fort. Seither empfing die Welt, wann immer der menschliche Geist einen Verlauf nahm, der ihn vom Pfad der Wahrheit entfernte, mit jedem Herrscher die Feurige Wahrheit; so vollzog sich die kosmische Magnetisierung. Der Kosmische Magnet lenkt den Geist zu einem Suchen, das ihn zur Erkenntnis des großen Feurigen Rechts führt.

Wenn jeder Gedanke ein Magnet ist, ist jedes bestrebte Suchen ein mächtiger Magnet. Diese magnetischen Fluida schichten sich im Raum auf und bilden magnetische Pole. Wenn die physische Ebene bestätigt, wie mächtig der Magnetismus ist, um wieviel mächtiger ist dann das Streben des Kosmischen Magneten. Wahrhaftig, die Magnetisierung des Geistes kann mächtige Aufschichtungen schaffen, die alle großen Energien aufbauen.

Deshalb führt das Suchen des Geistes zum Feurigen Recht. Wahrhaftig, die ganze Welt sucht nach dieser Kosmischen Wahrheit. Die Große Epoche des Kosmischen Rechts wird den Schlüssel zu einem höheren Dasein verleihen.

 

206. Die mächtigste Quelle der feurigen Energien, das Herz, wurde als Antriebskraft und schöpferische Macht noch nicht erforscht. Man muss in das Wesen der Schöpferkraft eindringen, um zu verstehen, wie unbesiegbar das Herz ist, wenn alle Feuer entflammt sind. Man muss wissen, dass

[Russisches Original. Seite 130.]


nur die wahre Quelle mächtiger Energien aufbauen kann. Deshalb muss Herzensbildung als das Entflammen aller Feuer verstanden werden.

Jede wirklich hohe Offenbarung des Herzens hängt von der Anspannung der höheren Energien ab. Das feurige Herz nährt die feinstofflichen Körper mit feinstofflichen Energien. Jene Schwingungen, die das heilige Band zwischen der Feinstofflichen Welt und der Welt des Feuers herstellen, sind die feurigen Schwingungen des Herzens.

  Gerade auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man bestrebt sein, diese heiligen Schwingungen des Herzens zu schaffen. Daher ist das Herz die Sonne der Sonnen.

 

207. Alle Offenbarungen von Energien werden schöpferisch gesättigt, wenn der Impuls, der sie antreibt, der Quelle des Herzens entspringt.

Was im Kosmos als die wahre Triebkraft gilt, wird im Laboratorium des Herzens Streben genannt. Was im Kosmos die Quelle der Wahrheit genannt wird, wird im Leben als Aufrichtigkeit bezeichnet. Was im Kosmos sammelt und aufbaut, was im Leben feurig verwirklicht wurde, ist die Flamme des Herzens.

  Bei räumlichen Vereinigungen von Körpern kann man den flammenden, reinen Stimulus des Herzens verwirklichen. In der Feurigen Welt ist die Kraft der Vereinigung der Stimulus des Herzens; nur Feuer kann alle Feuer entzünden.

Nicht tiefes Nachdenken, sondern tiefes Gefühl gewährt eine Offenbarung des Geistes. Nur Durchlebtes kann ausgelebt werden. Nur das durch alle Feuer entzündete Herz kann die Schönheit des höheren Lebens erkennen. Die Zukunft führt zur Erkenntnis dieser höheren Vereinigungen.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt nach Erkenntnis der Höheren Gesetze des Daseins streben.

[Russisches Original. Seite 131.]


208. Wie kann das Herz die ganze Schönheit des Daseins erkennen, wenn es nicht in alle Freuden und Nöte des Lebens eingedrungen ist? So geschieht es beim Lesen des Buches der Leben oft, dass das Herz erbebt, doch dann verwandelt sich die Träne des Leids in eine Perle. Je feuriger das Herz, desto größer sind die Freuden und Leiden. Das Gesetz des Feurigen Rechts wird im Leben geschmiedet. Der Höhere Befehl wird verwirklicht, indem man alle Lebensstufen mit dem Herzen durchschreitet.

Schöpferische Impulse müssen vom Herzen gespeist werden, deshalb bewirkt jedes Leben seine eigenen Ausstrahlungen des Herzens. Das Feurige Recht ist doch nicht jenes Trugbild der Vervollkommnung, an das die Menschen für gewöhnlich denken, sondern es ist das feurige Entflammen aller Lebensfeuer des Herzens. Bei einem ruhigen Dasein wird das Herz nicht mit feuriger Liebe gesättigt.

 

209. Wahrhaftig, sowohl der Geist als auch das Herz müssen den feinstofflichen und unsichtbaren Erscheinungen lauschen. Die unbekannte Errungenschaft muss nämlich ins Leben treten. Das höhere Prinzip des Feuers verwirklicht sich nämlich bei der Kosmischen Schöpfung als der Hauptstimulus. Zu Recht wurde auf jene feinen physischen Erscheinungen hingewiesen, die das Wesen der unsichtbaren und feurigen Energien verwirklichen und die das Bewusstsein der Menschheit wachrufen und erweitern müssen.

Das feine Bewusstwerden des Kosmos enthüllt nämlich jede neue Stufe. Das, was heute nicht erfasst werden kann, wird in Zukunft vernehmbar sein, und die Feinstoffliche Welt wird sichtbar werden. Wenn Geist und Herz sich mit Streben füllen und die Menschheit das Daseinsgesetz der Welten annimmt, kann eine Erweiterung des Bewusstseins einsetzen.

[Russisches Original. Seite 132.]


  Der Mensch selbst vereint die Welten mit seinem Bewusstsein. So naht die große Zeit, um den engen Horizont zu ersetzen. So wird Unsere Verwirklichung des erhabenen Feurigen Rechts eine große Feurige Epoche herbeiführen. Diese Große Epoche muss das Antlitz des Planeten verwandeln – so bestätige Ich es!

 

210. Bei feurigem Streben vereint sich der Strahl des Höheren Bewusstseins mit den Strahlen der nahestehenden Bewusstseine. Wenn der Ausbruch des feurigen Geistes sich im Schaffen des Heils anspannt, vereint er sich immer mit dem Höheren Bewusstsein. Das feurige Gesetz offenbart seine Macht auf Erden; deshalb ist es so notwendig, für die Feinstoffliche Welt Verständnis zu zeigen.

Jede Tat kann durch die Vereinigung der Strahlen doppelte Kraft erhalten. Das vereinte Bewusstsein ist der unanfechtbarste Schild. Bei vollem Streben und feurigem Verständnis werden die Strahlen immer schaffen, indem sie die eine Macht offenbaren. Der Strahl kann in das Bewusstsein eindringen, doch Wir nennen die Vereinigung der Strahlen des Bewusstseins Hieroinspiration.

  Die Strahlen der Schöpfung des Herzens leisten die feurigste Arbeit im Kosmos; das Herz muss nämlich vom Streben nach Heldentat durchdrungen sein; die Sonne der Sonnen wird nämlich alle Hindernisse überwinden und neue Anfänge schaffen. Die Feurige Welt achtet die Schöpfung des Herzens.

 

211. Genau wie Urusvati sagte: Die Erfüllung der eigenen Pflicht. Die Verteilung der Aufgaben im Kosmos hält nämlich die Grundlagen aufrecht, und die Hierarchische Kette erhält das Gleichgewicht. Im Kosmos gibt es eine große Tat, die ein vereintes Karma zulässt, doch da sie im Kosmos geheim gehalten wird, ist das Verschmelzen von Karma ein Beschluss der Höheren Kräfte.

[Russisches Original. Seite 133.]


Das feurige Bewusstsein und das Herz können verschmelzen und jene Last der Welt tragen; das ist die Einweihung für einen neuen Aufbau, der im Kosmos bestimmt ist. Die Offenbarung des Kosmischen Magneten muss von der Schöpfung des Geistes und des Herzens gesättigt sein. So wird ein einheitliches Karma verwirklicht. Das muss man als Höheres Zeichen verstehen. Doch wird das Gesetz der höheren Bedeutungen für die Alltagsverhältnisse angewendet, läuft das der Kosmischen Bestimmung zuwider.

Lasst uns deshalb auf dem Pfad zur Feurigen Welt von der Bedeutung der höheren Vereinigung des Karma durchdrungen sein.

 

212. Beim Zusammenprall von Kräften offenbart sich natürlich eine Anspannung aller Energien des Geistes. Gewiss kann nur ein zur Schöpfung strebender Geist jene Macht erkennen, die im Widerstand liegt. Wie soll man denn feuriges Entflammen verwirklichen und jeden Kanal des Feuers anspannen? Es erfolgt eine Anziehung alles Entsprechenden, wenn alle feurigen Ströme entflammt sind. Man muss das Gesetz des Widerstandes als einen Stimulus zur Schöpfung annehmen; als den Stimulus, der jeden Aufbau anspannt.

  Die Anziehung des Geistes entwickelt sich gerade durch die feurige Anspannung aller Kräfte. Alles im Raum Verzeichnete kann nämlich als magnetischer Widerstand gegen die Kräfte der Finsternis ins Leben eingehen. Beim Aufstieg auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir das Streben in höherer Anspannung des Geistes im Sinn behalten, ob wir am Rande des Abgrunds, auf dem Gipfel oder vor einer blinden Mauer[23] stehen. Daher lasst uns alle Kräfte anspannen.

 

213. Alle Völker spannen ihre Kräfte an. Alles wird zur Transmutation angespannt. Groß und

[Russisches Original. Seite 134.]


bedrohlich ist die Zeit – so wird die große Zukunft bestätigt. Ich bestätige eine große Sättigung des Raumes.

 

214. Die vom Kosmischen Magneten geformten Zyklen haben die Verwirklichung der Höheren Kräfte zur Grundlage. Diese feurigen Zyklen erweisen sich als die Grundlagen des planetaren Lebens. Der Kosmische Magnet baut in Übereinstimmung mit der räumlichen Macht auf. Der Geist des Erbauers eines Zyklus muss jene Macht sein, die der Bestimmung des Zyklus entspricht. Die ganze Synthese des Zyklus muss von dem Geist gesättigt sein, der für die Kosmische Synthese offenbart wurde. Beim feurigen Wechsel des Zyklus wird erneut ein feuriges Prinzip zur Reinigung des Planeten gegeben.

   So wenige Geister verstehen die Grundlagen des Feurigen Daseins! So wenige Geister verstehen, Wer am Ruder steht! Die Schönheit eines Zyklus kann nur ein Bewusstsein erleuchten, das die Macht der Prinzipien verstehen kann. Das Ruder des Lebens des Planeten und die Daseinsgrundlagen werden durch das Feurige Recht verwirklicht.

  Daher wollen wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verständnis für die Grundlage der Zyklen zeigen.

 

215. Die Konzepte der Kosmischen Zyklen werden ganze Jahrtausende hindurch verwirklicht; in ihnen vereint sich der Höhere Wille mit dem Auserwählten Geist, der durch seine feurige Anspannung diese vorherbestimmte Epoche schafft. Jeder feurige Geist schafft durch seinen Geist und Willen auch einen bestimmten Zyklus rund um seine Bestrebungen herum. Diese erschaffenen Zyklen vereinigen sich machtvoll beim Zementieren des Raumes. Jedes feurige Streben kann bereits ein Pfand für ein neues Glied in der Verwirklichung des Zyklus sein.

Könnte

[Russisches Original. Seite 135.]


sich das Bewusstsein im Aufbau der Zyklen festigen, würde der kosmische Aufbau die Welt natürlich in Schönheit kleiden. Wahrhaftig, das Weltall kann sich in jedem bestrebten Gedanken offenbaren.

   So lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt bewusst Glieder der Weltzyklen schaffen.

 

216. Die Erkenntnis der Verantwortung für den Geist und für die Religion wurde von der Menschheit an die letzte Stelle gerückt. Das Urteil der Menschheit ist um die Erhaltung des physischen Körpers besorgt und bestraft Verstümmelungen des Körpers. Die bestehenden Gesetze und Tempel sorgen sich jedoch nicht um die Millionen verstümmelten Geister.

  Mit Recht hat Urusvati über die strenge Verantwortung gesprochen, welche die Religionen auf sich zu nehmen haben. Die vereinigende Funktion der Religion ist doch auf dem Planeten nicht verwirklicht worden. Diese heilige Macht auf Erden wurde, anstatt zu erheben, von der Menschheit in eine Offenbarung von Uneinigkeit verwandelt, die ein spaltendes Schwert ist.

Und die Priester, Brahmanen und Geistlichen haben alle die kosmische Bestimmung entstellt. Wahrhaftig, nur die Verwirklichung der wahren Bestimmung lenkt den Geist zu einem höheren Verständnis des großen Kosmischen Rechts. So lasst uns zu der großen Verantwortung für den Geist und die Religion bestrebt sein.

   So vieles muss in den Lehren der Welt bereinigt werden! Die Aufgabe, strebsam die Religionen zu reinigen, wird zu einem neuen Bewusstsein führen. Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Träger der Feurigen Reinigung bestätigen.

 

217. Von allen fehlerhaften Wesenszügen der Menschheit muss man den Kleinmut deutlich hervorheben. Diese Eigenschaft steht vielen anderen finsteren Charakterzügen nahe; am nächsten

[Russisches Original. Seite 136.]


dem Verrat. Kleinmut grenzt an Angst, Feigheit und Ichsucht. Und in der Feurigen Welt ist für Kleinmut kein Platz.

Und die Krone des Mutes kann nur einer Stirn aufgesetzt werden, die von Selbstlosigkeit geziert ist. Ja, möge der Krieger sich allein schlagen. Mögen die Pfeile der Scheinheiligkeit seine Brust durchbohren. Möge jede offenbarte Bestrebung auf Ablehnung stoßen. Dennoch wird Mut seine Rüstung zieren. Wer kennt denn das feurige Streben des Kriegers? Wer kennt denn die Wahrheit des bestrebten Herzens? Nur das offenbarte feurige Herz. Ein verfeinertes Bewusstsein erleuchtet die Erscheinung des Mutes.

Kleinmut wird vom höheren Ego verachtet. Kleinmut ist Sklaverei des Geistes. Nur die Stirn, die sich nicht vor Kleinmut neigt, wird mit der großen Krone geziert. Und die Verachtung der Sklaven des Geistes ist eine Errungenschaft für den Krieger, der den feurigen Pfad wandelt; und der einsame, mutige Krieger, der Kleinmut verachtet, findet die Feurigen Tore zur Hierarchie des Lichts.

Wahrhaftig, Kleinmut und Selbstbetrug sind Schwestern der Finsternis!

 

218. Die Intensität der Kristalle der psychischen Energie wächst bei jeder höheren Bestrebung. Jede Anspannung der Macht des Geistes vermehrt die Kristalle der psychischen Energie. Die Ablagerungen der bestätigten Kristalle bestehen aus feinen Energien, die im Organismus chemisch umgewandelt wurden; sie nähren jene Organe, die ihrer bei Verausgabung von Energie besonders bedürfen.

  Die Kristalle der psychischen Energie lösen Substanzen auf, die für den Organismus schädlich sind. Bei bewusster Anspannung

[Russisches Original. Seite 137.]


kann man diese Transmutation durch Kristalle hervorrufen, die als entgegenwirkender Faktor dienen kann. Bewusste Sendungen von psychischer Energie an infizierte oder geschädigte Organe können Heilung bringen. Eine willentliche und bewusste Anspannung führt zu einer gesättigten Tätigkeit der Kristalle. So können Gedanken an psychische Kristalle den geschädigten inneren Organen die nötige Hilfe bringen.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man diese im Menschen eingelagerten feurigen Batterien erkennen.

 

219. Das Zentrum des Sonnengeflechts ist ein Brennpunkt der Feuerausstrahlung. Man muss sich vorstellen, wie Feuer wirkt. So wie alle höheren Funktionen des Kosmos von innen her wirken, spannt sich auch das Feuer des Sonnengeflechts in seinem eigenen Samenkorn an.

Das Zentrum des Sonnengeflechts stellt das Gleichgewicht aller Körper her, und seine Ausstrahlungen sättigen auch den Ätherkörper, der den Astralkörper nährt. Die Verflechtung aller Zentren und aller Körper ist den Spiralwindungen vergleichbar, die sich im Zentrum des Sonnengeflechtes vereinigen.

   Jeder Planet, jedes feurige Zentrum besitzt sein Sonnengeflecht und Göttliches Lebensfeuer. Wenn sich das Bewusstsein im Verständnis dieser offenbarten Entsprechungen erweitert, wird die Verbindung des Makrokosmos mit dem Mikrokosmos zu einer feurigen Wahrheit.

  Die Wellen der Ströme sind in ihrer Mannigfaltigkeit unbegrenzt. Über diese Wellen verkehrt der feurige Geist mit dem Raum und den anderen Welten. So wie man im Altertum die Sonne mit ihren Strahlen abgebildet hat,

[Russisches Original. Seite 138.]


kann man auch das Sonnengeflecht darstellen, das seine eigenen besonderen Ausstrahlungen hat, die vom Samenkorn aus und durch das ganze Sperrnetz hindurch gehen. Diese mächtigen Ströme vermitteln dem Herzen alle Widerspiegelungen des Raumes.

 

220. Wenn sich daher die kosmischen Erscheinungen anspannen, erbebt das Sonnengeflecht. Für das feurige Herz ist es schwierig, wenn sich im Zentrum des Sonnengeflechts Wellen brechen, die den gesamten räumlichen Widerhall herantragen.

  Die Offenbarung der Strahlen erweist sich als eine Erscheinung des Sperrnetzes, und jeder Strahl erklingt natürlich in seinem eigenen Feuer. So wird das Sonnengeflecht durch so viele feurige Strahlen angespannt!

Das Aufkommen von Müdigkeit bei der Mutter des Agni Yoga ist von kosmischer Bedeutung. Die finsteren Kräfte werfen ihren vollen Einsatz in die Waagschale. Wir aber senden Strahlen, die ihre Absichten zerschlagen.

Das Zentrum des Sonnengeflechts spürt diese Schwankungen der Waage. Man muss die Kosmische Macht in Richtung des Lichts anspannen. So kennt das feurige Herz die Verwirklichung dieser Schlacht.

 

221. Bei einer physischen Erkrankung wird der Ätherkörper natürlich sehr geschwächt und bleibt nur bei feurigen Zentren mächtig. Das erklärt, warum Menschen, die nur das Leben der niederen Zentren offenbaren, den Tod so sehr fürchten.

  Ein feuriger Geist zeigt Freude und wehrt finstere Erscheinungen durch Feuer ab. Niedere Geister spüren ihre Trennung vom Astralkörper infolge der Verletzung des Ätherkörpers.

 

222. Die magnetische Anziehung der Aura verändert sich stark in Abhängigkeit von der Zusammensetzung der verschiedenen Anspannungen.

[Russisches Original. Seite 139.]


Das Bewusstsein entfacht die Macht der Aura. Wenn das Bewusstsein von höheren Bestrebungen gesättigt ist und zur höheren Schöpfung strebt, verstärkt sich der Magnet der Aura tausendfach. Wenn der Geist zur Höheren Quelle strebt, verwirklicht der Magnet der Aura seine Macht. Jedes hohe Streben erzeugt eine Ablagerung, welche die Sättigung durch jede Tat offenbart. Jeder feurige Impuls verleiht der Aura eine besonders mächtige Anziehung, die sich unerschütterlich als die Grundlage einer höheren Tätigkeit erweist.

  Die Anziehung der magnetischen Wellen offenbart ihre Einwirkung auf weite Entfernung, und die Sendungen des Geistes können vor allem zu nahestehenden Auren hingezogen werden. Die Schöpfung des Geistes wirkt mittels dieser feurigen Magnete.

Auf dem Pfad zur Feurigen Weit muss man seine magnetische Anziehung verwirklichen.

 

223. Die Rotation des Sonnengeflechts kann neben kosmischen auch viele andere Ursachen haben. Man muss die Ursachen und Funktionen des Rotierens des Sonnengeflechtzentrums im Zusammenhang mit dem Organismus und mit Sendungen von Energie auf weite Entfernung untersuchen.

  Die Rotation des Sonnengeflechtzentrums ist eine Verdichtung der psychischen Energie. So gehen die Ausstrahlungen des Sonnengeflechts durch alle Zentren hindurch; beim Rotieren durchdringen die Strahlen des Sonnengeflechts alle Zentren und bringen den übrigen Zentren Nahrung und Vereinigung durch die eine feurige Energie.

  Die Rotation des Sonnengeflechtzentrums kann auch verschiedene Energien koordinieren, indem es ein Zentrum gleichsam verdichtet, das der Sättigung oder der Stärkung besonders

[Russisches Original. Seite 140.]


bedarf. Dabei reichen die Ausstrahlungen des Sonnengeflechts gleichsam bis an den äußeren Rand des Sperrnetzes. Bei Sendungen von Energie zu einer bestimmten Stelle sammeln sich alle Ausstrahlungen gleichsam in einer konischen[24] Spirale, und diese Geschosse fliegen spiralförmig in den Raum.

   So sind die Funktionen des Sonnengeflechts ebenso zahlreich wie seine Ausstrahlungen. Es ist auch ein mächtiger Regulator von Energien, die von allen Zentren ausgehen; das Sonnengeflechtzentrum nimmt kosmische feurige Energien auf und verteilt diese entsprechend den Verdichtungen, die für die Zentren charakteristisch sind.

 

224. Bei Anspannung im Sonnengeflecht muss man das Auftreten von kosmischen unterirdischen Feuern sorgfältig feststellen. Man kann solche genauen Zusammentreffen beobachten. Der Weg der Anspannung der unterirdischen Feuer spiegelt sich immer in der Begleiterscheinung einer roten Flamme wider. So kann man den feurigen Seismographen bestätigen.

 

225. Wäre es doch nur möglich, mit bloßem Auge die Prozesse zu sehen, die bei verschiedenen Transmutationen und Funktionen der Zentren in der Aura vor sich gehen, die den Menschen umgibt! Jede Schwingung der inneren Feuer sättigt den umgebenden Raum mit Feuer. Jede Schwingung erfüllt den Raum entweder mit reinigenden Entladungen oder mit Entladungen schöpferischer Funken. Nicht in Erscheinung getretene Energien werden zu diesen Entladungen hingezogen. Die feurigen Ausstrahlungen der Zentren sättigen und spannen alle angrenzenden Sphären. Bei Sendungen feuriger Energien verwandelt der Geist auf seinem Weg auch den ganzen Raum.

Wenden wir unsere Aufmerksamkeit

[Russisches Original. Seite 141.]


dem großen Laboratorium des Geistes zu, das feinstoffliche Energien hervorbringt. Nur eine feinstoffliche Errungenschaft kann in die Feinstoffliche Welt eindringen. Alle Errungenschaften in diesen feinstofflichen Bereichen werden Errungenschaften der Feurigen Welt bewirken.

 

226. Es ist eine so angespannte Zeit! Der Kosmische Magnet verschiebt* und erneuert die menschlichen Tätigkeiten von Grund auf. So bestätige Ich die Neue Epoche. So nähern sich die Fristen und die Ereignisse schreiten voran.

 

227. Das Bewusstsein enthält alle Spuren der vergangenen Leben, sowohl Eindrücke jeder Offenbarung als auch jeden Gedanken und jedes Streben nach Erweiterung des Horizontes. Das Bewusstsein wird vom „Kelch“ und dem Herzen genährt, und jede verdichtete Energie lagert sich, mit dem Geist untrennbar verbunden, im Bewusstsein ab.

  Ein Geist, der sich vom Körper trennt, bewahrt die Gesamtheit der höheren und niederen Energien. Der Lehrer führt nämlich weise, indem er auf die Verwirklichung der lebendigen Transmutation hinweist. In dem unsterblichen Geist sind nämlich alle Offenbarungen der Lebensenergien eingelagert. So wie die Ablagerungen werden auch die zukünftigen Kristalle beschaffen sein. Und der Gedanke, das Herz, die Schöpfung und alle anderen Offenbarungen sammeln diese Energie.

Das ganze feurige Potential des Geistes besteht aus den Ausstrahlungen der Lebensenergien. Spricht man daher von Geist und Bewusstsein, muss man dies als den Kristall aller höheren Erscheinungen verstehen. Die Alten wussten von der kristallinen Eigenschaft des Geistes, und der Geist hat sich in allen höheren Erscheinungen als Flamme oder Feuer offenbart.

Deshalb ist es so wichtig, die wahre Bedeutung der feurigen Transmutation zu verstehen.

[Russisches Original. Seite 142.]


Wahrhaftig, Geist und Materie verfeinern sich in einem Impuls, um das höhere feurige Bewusstsein zu erlangen.

 

228. Das Göttliche Feuer offenbart seine Funken im ganzen Dasein. Das verborgene Potential dieser Funken muss, obgleich es unsichtbar ist, als die Grundlage aller Erscheinungen angenommen werden. Man muss diese Funken als ein Bindeglied in jedem Zentrum des Organismus annehmen. Wenn man diese Wahrheit als Grundlage nimmt, kann man sich vorstellen, wie die Zentren durch ihre Funktionen vereint werden. Jeder göttliche Funke atmet Feuer ein und aus, das als Vereiniger dient. In diesem stetigen Austausch werden alle Kräfte des Potentials des Geistes angespannt.

Das Potential jedes Zentrums ist ein Bindeglied zur Unsterblichkeit, deshalb ist es ein großer Irrtum, zu physischen Übungen zu drängen. Nicht von außen, sondern von innen wird nämlich der Funke des Göttlichen Feuers entflammt.

Unter der Führung des Strahls des Lehrers kann der Funke sich natürlich entzünden, doch auch dann muss der Geist durch selbsttätiges Suchen vorbereitet werden. Die Lehre des Zoroaster* über das Göttliche Feuer, die Liebe und die Schönheit brachte der Welt die Verwirklichung des Höheren Gesetzes.

 

229. Das Göttliche Feuer treibt jede kosmische Erscheinung zur Schöpfung an. Jedes hohe Potential wird durch dieses Göttliche Feuer gesättigt. Jeder Lebensfunke trägt dieses Göttliche Feuer in sich. Lasst uns die Bedeutung des Göttlichen Feuers auf alle Lebenserscheinungen anwenden. In jedem Zentrum des Lebens verwirklicht sich dieses Feuer. Die menschlichen Taten tragen tatsächlich diese göttlichen Funken in sich.

  Betrachtet man die menschlichen

[Russisches Original. Seite 143.]


Feuer als schöpferische Zentren, kann man beobachten, wie durch Feuer vereinte Körper auf den verschiedenen Ebenen ihre Entsprechung haben. Es ist richtig anzunehmen, dass das Wesentliche sich den Ebenen entsprechend aufteilt, die durch die feinstofflichen Energien bestätigt werden.

Wenn Wir deshalb über die Feurige Welt sprechen, muss man sich vorstellen können, wie Körper durch einen Feuerwirbel vereint werden. Daher offenbart sich das eine Göttliche Feuer als ein Vereiner aller Energien.

 

230. Die Gesetze des Kosmischen Gleichgewichts regieren den Planeten. Zu den kosmischen Gesetzen kann man auch das Karmagesetz zählen, denn das Gesetz des Gleichgewichts umfasst alle übrigen Lebenserscheinungen.

Das Gleichgewicht ist die schöpferische Tätigkeit jeder Erscheinung. Ebenso wie der Schatten, den das Licht wirft, schafft und die Tätigkeit sättigt, verwirklicht sich das Gesetz des Gleichgewichts entsprechend der Entwicklung des Willens. Dementsprechend verwirklicht die Kosmische Waage das Wachstum des Karma eines Volkes. Die Waage des Karma eines Menschen verwirklicht das Ausmaß seines freien Willens.

Deshalb ist es so wichtig, für das Streben nach Vervollkommnung Verständnis aufzubringen, denn ein in den Raum gesandter Wunsch kann das Gewünschte immer herbeiziehen, und nach der Qualität des Wunsches wird das Gleichgewicht bestimmt. So wollen wir uns jene Energien wünschen, die im Leben erfüllt und angewendet werden können. Das Gleichgewicht kann nur dann zur Verwirklichung kommen, wenn der freie Wille den Pfad des Allgemeinwohls wählt.

 

231. Die kosmischen Gesetze des Gleichgewichts sind für alle Fristen auf dem Planeten anwendbar.

[Russisches Original. Seite 144.]


Räumliche Lösungen werden zu den festgesetzten Fristen herangezogen und können sich in allen Lebenserscheinungen bekunden. Das Gleichgewicht wird mit diesen räumlichen Beschlüssen gesättigt. Deshalb müssen die festgesetzten Fristen feinstofflich errechnet werden.

Man kann die Weltkarte zu den verschiedenen Epochen studieren und sich vorstellen, wie die kosmische Waage ein großes Gleichgewicht offenbart hat. Der Befehl hat seine offenbarten Wirkungen als Kosmisches Gleichgewicht verwirklicht.

  Die Fristen werden gemäß diesen Spiralen der Kosmischen Gebote herangezogen. So werden bedrohliche Epochen von schöpferischen und zerstörerische von aufbauenden ersetzt. Anhand der Spiralen der Schöpfung kann man die herannahenden kosmischen Verschiebungen* feststellen.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt Verständnis für die Verschiebung bekunden, die durch die Fristen des Kosmischen Gleichgewichts verwirklicht wird.

 

232. Fristen nahen. Die Verschiebung verwirklicht sich in den tiefsten Tiefen des Planeten, in den tiefsten Tiefen der Völker und in den tiefsten Tiefen des Lebens. Der Zyklus verwirklicht eine Verschiebung und die Offenbarung neuer Prinzipien. So schaffen Wir gemeinsam eine Neue Epoche.

 

233. Die Aufteilung der verschiedenen Erscheinungen hängt von dem Gleichgewicht ab, auf dem das Leben sich aufbaut. Zum Beispiel kann ein Geist, der nach bestimmten äußeren Verwirklichungen dürstet, diese durch seinen Willen und in Abhängigkeit von seinen Bestrebungen herbeiziehen, und das Gesetz des Gleichgewichts sättigt den Geist mit oder beraubt ihn der einen oder anderen Eigenschaft.

Das Gesetz des Gleichgewichts verhütet jede wesensfremde Erscheinung. Die Welt leidet unter diesen Ungleichgewichten. Der Geist des Menschen

[Russisches Original. Seite 145.]


hat sich so weit von den Wünschen abgewandt, die das Gleichgewicht fördern, dass jede menschliche Äußerung eine zerstörerische Kraft erzeugt.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man sich diese Gesetze merken, die das Kosmische Gleichgewicht sättigen.

 

234. Diese Gesetze des Gleichgewichts beherrschen auch die inneren Leben, die jedes Dasein durchdringen. So zieht jeder Geist seine eigenen Schöpfungen herbei. Doch auch bei den höchsten Gesetzen entsteht das Gleichgewicht durch die Erscheinungen des Lebens. Deshalb wird das Leben, das zum heiligen Sakrament der Vollendung führt, von den feurigsten Erlebnissen gesättigt.

 

235. Die Fortschritte des Geistes können sich auf Erden als Pfand des Lebensaufstiegs erweisen. Die Fortschritte des Geistes können das Leben des Kosmos verwandeln. Die Fortschritte des Geistes können den räumlichen Schätzen neue Pfade eröffnen.

   Jeder Geist muss jedoch in sich jenen Stimulus finden, der den Weg zur Verwandlung des Geistes weist. Im kosmischen Kampf, in der Schöpfung, im Suchen nach Errungenschaft, in der Schönheit und im Streben findet der Geist denjenigen Stimulus, der das Leben verwandelt.

Doch wehe jenen, die Ablehnung und Ungleichgewicht verwirklichen, denn die Kosmische Waage schwankt; und bei der Umgestaltung der Welt gibt es eine nie dagewesene Spannung, bei der für Ungleichgewicht und für jene, die Zerstörung schaffen, kein Platz ist.

   So lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt der Grundlage des Gleichgewichts zustreben.

 

236. Die Umgestaltung der Welt wird gespannt. Im Raum

[Russisches Original. Seite 146.]


sammeln sich neue Energien; neue Anfänge werden verwirklicht. So wird eine Neue Epoche geschaffen.

 

237. Ein Wille, der auf Vereinigung mit dem Höheren Willen gerichtet ist, erwirbt die Kraft eines Magneten. Unter den schöpferischen Verwirklichungen muss man jede Willensbekundung hervorheben. Dieser mächtige Magnet kann das Leben voraussehen und verwirklichen. Er kann alle erforderlichen Energien heranziehen.

  Der göttliche Funke kann nämlich beim Streben des Willens als Flamme auflodern. Das Verschmelzen des Höheren Willens mit dem menschlichen ergibt eine elementare Vereinigung. Die Schöpfung wird mit diesen Energien gesättigt. Die Zusammenarbeit mit den kosmischen Energien äußert sich durch eine entsprechende räumliche Verschmelzung. So bewirkt die Bestrebung eines gesättigten Willens neue kosmische Kombinationen.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Verschmelzung des Willens mit der höheren offenbarten Energie verwirklichen.

 

238. Solange die Menschheit nicht lernt, ihre Energien und ihre Eigenschaften zu lenken, indem sie die schweren menschlichen Wesenszüge verwandelt, wird jede kosmische Energie gefährlich sein. Wir sehen, wie die Menschheit die ihr verliehenen Energien lenkt! Jede Kraft, die eine neue Möglichkeit für das Allgemeinwohl eröffnet, bietet, kosmisch gesehen, gleichzeitig einen Kanal für andere Entdeckungen. Doch jede Entdeckung gleicht sich allem übrigen an, das der Menschheit offenbart wurde.

Wenn die Menschheit nicht mit dem Kosmischen Magneten zusammen geht, geht sie gegen ihn an. Selbst im besten Fall werden die Anfänge des Aufbaus auf höchst persönliche Weise verwirklicht. So wie

[Russisches Original. Seite 147.]


der Kosmische Magnet jetzt seine Teile sammelt, spricht der Magnet selbst auf eine kosmische Bewegung an, und so werden seine Teile zur großen Aufgabe hingezogen.

Auf dem Weg zur Feurigen Welt wollen wir das Gesetz des Kosmischen Magneten im Gedächtnis behalten.

 

239. Der gewaltige Horizont der Verschiebung kann von einem Bewusstsein erfasst werden, das vom Kosmischen Magneten gesättigt wird.

Wenn die Freude an der Zukunft im Herzen lebt, ist jedes Hindernis nur eine Stufe zum Aufstieg. Deshalb ist es so wichtig, das Herz in diesem Bestreben auszubilden, eine mächtige Zukunft zu schaffen.

  Die Heftigkeit des Stromes der Verschiebung erschreckt einen Geist nicht, der in der Schlacht gestählt wurde. Wenn also alte, ausgelebte Energien durch neue ersetzt werden, kennen feurige Herzen die ganze Bedeutung der großen Zeit. Die Verschiebung von Energien sättigt den Raum.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt das Gesetz der Verschiebung von Energien und des Schaffens neuer, erhabener Pfade verwirklichen.

 

240. Das Gleichgewicht der Welt ruht auf der Daseinsgrundlage. Wie mächtig verwirklicht sich das Leben, wenn eine höhere Offenbarung im Bewusstsein bewahrt wird. Jeder hohe Gedanke wird eine Gewähr für das Streben des Geistes sein. Und in einer unendlichen Kette von Tat und Gedanke kann man alle neuen Richtungen der Evolution ausdrücken.

  Der Raum verwirklicht seine Anspannungen, die jenen Taten und Gedanken entsprechen, die auf der Erde hervorgebracht werden. Umso mehr ist die Menschheit für alle ihre Ausgeburten verantwortlich, denn die Feinstoffliche Welt wird in ihrer Entwicklung ebenso aufgehalten wie die ganze Kette Evolution der Erde.

Deshalb muss der Gedanke der Geistigkeit ins Leben eingehen,

[Russisches Original. Seite 148.]


aber als das wahre Verstehen der Daseinsgrundlagen. Das Gleichgewicht der Welt kann nicht ohne wahres Verstehen der Grundlagen hergestellt werden.

   So ist jedes feurige Wort des Herzens, das auf die Reinigung der Lehre gerichtet ist, ein feuriger Stimulus, der eine Verschiebung des Bewusstseins bewirkt. Daher wollen wir das Bewusstsein auf die Macht des Gleichgewichts stützen, als Stimulus des Daseins, der Grundlagen und der Schönheit.

 

241. Daher ist es so unerlässlich, im Geist das Weibliche Prinzip zu bestätigen. Denn das Banner des großen Gleichgewichts der Welt wurde der Frau übergeben, um es zu erheben. So ist die Zeit gekommen, in der die Frau das Recht erkämpfen muss, das ihr genommen wurde und das sie freiwillig aufgegeben hat. Wie viele mächtige Annalen füllen den Raum mit den Errungenschaften des Weiblichen Prinzips!

Wie der Lehrer durch die Schüler wirkt, so wirkt die Frau durch das männliche Prinzip. Deshalb hebt die Frau den Mann feurig empor. Daher auch die Degenerierung, denn ohne wahre Ritterschaft kann der Geist sich nicht erheben.

 

242. Die Schicksale der Länder werden auf der Kosmischen Waage gewogen. Jene, die mit dem Kosmischen Magneten voranschreiten, stehen vor dem Licht der Zukunft, doch jene, die gegen alle lichtvollen Vorhaben angehen, werden die volle Last des Karma verspüren.

  Die Schlacht zwischen Licht und Finsternis sättigt doch den ganzen Raum. So viele Erscheinungen werden auf der Kosmischen Waage gewogen! Jede Stunde trägt eine neue kosmische Welle heran, und auf der Kosmischen Waage zeigen sich stündlich neue Schwankungen. Der Raum erklingt von neuen Bedingungen, die zur Feurigen Welt führen. In der kosmischen Anspannung

[Russisches Original. Seite 149.]


werden neue feurige Bedingungen geschaffen.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt bei jeder Tat und jeder Bestrebung das Gesetz des Kosmischen Magneten annehmen.

 

243. Das Ungleichgewicht hat derart zugenommen, dass die Zeit gekommen ist, in der die Menschheit in das Wesentliche eindringen muss. Die ganze Bewertung des Lebens und seiner Hebel ist derart entstellt, dass der Mensch in seinen eigenen Ausgeburten lebt. Doch keiner kennt die wahren Hebel, angefangen von den Daseinsgrundlagen bis hin zu jedem einzelnen Lebenshebel in der von den Menschen geschaffenen Welt. Die wahre Welt unterscheidet sich so sehr von der geschaffenen wie das Licht von der Finsternis.

Wahrhaftig, der Raum bedarf der Vereinigung der bestehenden großen Grundlagen. Deshalb kann die Welt ohne die Verwirklichung des Gleichgewichts und die Beseitigung des Wesens des Ungleichgewichts nicht erneuert werden. Und bei dieser Verwirklichung schwankt die Kosmische Waage. Die Feurige Welt wird auf der Basis dieses großen Gesetzes verwirklicht.

 

244. Der freie Wille erstrebt die Verwirklichung der Vereinigung der Umstände, welche die Kette der Taten schaffen. Es ist so wichtig, einen Strom angespannter Tätigkeit und bewusster Ausrichtung zu schaffen; denn in dieser Vereinigung der inneren Impulse mit den äußeren Energien ist die Zusammenfassung aller Taten enthalten, die als Karma geschaffen werden. Bei bewusstem, angespanntem Streben des Willens kann man die kosmischen Energien herbeiziehen, die für den Aufbau des Guten unerlässlich sind. Deshalb verleiht das mit dem Höheren Willen vereinte Bewusstsein jene mächtige Kraft, die allen Anstrengungen der Finsternis widerstehen kann.

[Russisches Original. Seite 150.]


  Die Unterscheidung zwischen Gut und Böse ist schon ein Pfand dafür, vor dem wahren Pfad zu stehen. Die Verwandlung des Geistes wird durch Streben nach Transmutation und durch Vereinigung des Willens mit dem Licht verwirklicht. Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt danach streben, unseren Willen mit dem Höheren Licht zu vereinen.

 

245. Die kosmischen Gesetze offenbaren in ihrem Potential jene Macht, die das Leben am besten lenken kann. Die Schwierigkeiten, die sich für den Planeten bei der Koordination der kosmischen Gesetze ergeben, entstehen nicht durch eine Unanwendbarkeit der kosmischen Gesetze, sondern durch die Absonderung von den Höheren Welten. Im ganzen kosmischen Aufbau wird feurige Zweckmäßigkeit offenbart. Deshalb darf man die kosmischen Gesetze nicht als unannehmbar ansehen.

Seit langem wurde von der Einheit im Kosmos gesprochen. In allen alten Lehren wurde auf diese magnetische Einheit hingewiesen. Wie viele räumliche Annalen haben sich nicht eingeprägt, obgleich sie heilige Bestätigungen der Einheit bergen! Wie viele räumliche Annalen gibt es, die auf die entstehende Absonderung hinweisen! Genauso wie es seit Tausenden von Jahren nötig war, den Planeten an die ewige Einheit zu gemahnen, ist man geradezu verpflichtet, auf die Folgen der Absonderung für den Planeten hinzuweisen.

 

246. Die Entsprechung zwischen den Welten bekundet sich durch die Tat, welche die festen Grundlagen verwirklicht. Eine Störung der Entsprechung zieht in jeder Richtung eine Folge nach sich.

   Indem die Menschheit der sichtbaren Welt den Vorzug gab, hat sie die Unsichtbaren Welten von sich entfernt. Indem

[Russisches Original. Seite 151.]


der Mensch in einer äußeren Welt lebt, entfernte er sich von den inneren Bestrebungen, die den Geist beim Suchen anspannen. So wird die Trennung der Welten durch jede Tat des Menschen verwirklicht! Die Offenbarung der Trennung dringt in alle Grundsätze ein und wirkt wechselseitig, denn Verneinung bedeutet Verwirklichung der Kraft der Zerstörung.

  Die Unsichtbaren Welten offenbaren alle mächtigen Energien. Wie sonst kann man das Reich des Göttlichen Feuers verwirklichen? Wie sonst kann man das Daseinsgesetz wiederherstellen? Wie sonst kann man bewusstes Streben nach Vereinigung verwirklichen? Die Welt erbebt von der Störung der Grundlagen, die wiederhergestellt und vereint werden müssen.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt das Gesetz der Entsprechung der Welten annehmen!

 

247. Nur durch geistige Heldentat kommt das Leben ins Gleichgewicht. Nur der geistige Aufstieg kann die Richtung zu individueller Errungenschaft und zum Allgemeinwohl weisen. Wenn die Menschheit von ihren Begierden und Ausgeburten verschlungen wird, wie kann man dann aus der Feinstofflichen Welt Energien heranziehen und mit den menschlichen Taten und Bestrebungen in Einklang bringen? Ein Impuls zur Errungenschaft bewirkt keine Aufspeicherungen von Energien, wenn der Wille nicht zur Verwirklichung der Vorhaben des Heils wirkt.

   Zu Recht wurde über den Zerrspiegel gesprochen. Die Menschheit entstellt nämlich in ihrem Zerrspiegel jedes große Vorhaben. Die Reinigung des Bewusstseins und der Lehre ist die größte Aufgabe unserer Zeit.

  Daher wollen wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Notwendigkeit der Wiederherstellung des Gleichgewichts der Lebensvorhaben im Gedächtnis behalten.

 

248. Das Gesetz der Entsprechung muss

[Russisches Original. Seite 152.]


den Geist an der feurigen Erkenntnis teilhaben lassen. Die Schöpfung des Geistes eröffnet alle Möglichkeiten für den Verkehr mit den Feinstofflichen Welten. Die Überwindung von erstarrten Gedanken wird die Spannung liefern, die der Formel der Feinstofflichen Welt entspricht.

  Genauso wie der Geist eine verdichtete Gedankenform verfeinern kann, kann er feinstoffliche Formen verdichten. Jedes Konzept wird doch entsprechend diesen Verfeinerungen oder Verdichtungen erklingen.

  Der Geist kann seine verfeinerten Bestrebungen steuern. Zuerst ist es notwendig, sich an die Verfeinerung seiner Gefühle zu gewöhnen, um den Geist mit der notwendigen Anziehung zur Welt der Schönheit zu sättigen. So wird der bedingte Begriff des Standards durch den wahren Begriff der Schönheit ersetzt. Gewiss, die Verfeinerung der Gefühle muss ins Leben eingeführt werden.

 

249. Das Eindringen in die Tiefen des Raumes enthüllt neue Formen. Mit einer verdichteten Gedankenform kann man viele annehmbare Verwirklichungen für unser Leben schaffen.

Jede Gedankenform bedarf der Vergeistigung durch den menschlichen Geist. Die Berührung mit den verschiedenen Begriffen der Feinstofflichen Welt bietet die Möglichkeit der Vergeistigung dieser Formen. So verleiht ihnen jedes Streben nach Verfeinerung der Gefühle schöne feurige Erscheinungen.

Das Gesetz des feurigen Strebens nach Verfeinerung und Verdichtung der Gedankenformen möge angenommen werden. In diesem bekundeten Streben kann der Aufbau auf der irdischen Ebene mit dem auf der überirdischen vereint werden. Die Erweiterung des Horizontes und der Grenzen der Schöpfung werden eine Gewähr für neue Formen und neue Stufen bieten.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt

[Russisches Original. Seite 153.]


Feuriges Streben nach Verfeinerung der Gefühle und Verdichtung der Gedankenformen offenbaren.

 

250. Ein bewusstes Verhalten zu den Annalen des Raumes ermöglicht den Zugang zu verschiedenen höheren Energien. Die Harmonisierung verschiedener Schwingungen stellt zwischen Gedankenformen und Energien vollendete physische Beziehungen her, die zur Verdichtung der Gedankenformen beitragen. Das Wesentliche der Beziehung verwirklicht sich als Entsprechung zwischen der Feinstofflichen und der irdischen Welt.

  Die Verfeinerung von Formen hängt vom Streben nach Schönheit ab, deshalb bringt jede verfeinerte Vorstellung von einer Form die Schönheit näher. Daher haben jene Recht, die bekräftigen, dass der Pfad zur Feurigen Welt über das Herz und die Schönheit führt. Deshalb wird der Kosmische Aufbau durch die Bekundung von Geisterkenntnis verfeinert.

 

251. Der Aufbau der Neuen Welt wird auf feurige Weise verwirklicht. Die erzeugten Energien offenbaren und sammeln sich unter besonderen Strahlen, die jene Reiche lenken, die schöpferisch angespannt sind. Die Schöpfer des Planeten lenken diese Energien feurig, und sie werden natürlich die Macht der Verdichtung und der Verfeinerung besitzen.

 

252. Das Bewusstsein, dass der Geist in seinem Korn jene Eigenschaft des Lichts enthält, die beim Streben aufzulodern vermag, kann wahrhaftig als ewiger Antreiber für den Aufstieg dienen. Jeder Geist muss diese Einheit mit dem Licht spüren, die feurig im Korn lebt. Warum dann nicht jener Kraft zustreben, die im Geist die besten Impulse erwecken kann?!

   Jeder Geist offenbart seine Möglichkeiten durch den Anschluss

[Russisches Original. Seite 154.]


an die Feurige Quelle. Nur Absonderung vom Licht entfernt den Geist vom feurigen Pfad. Wenn diese hohe Vorstellung erwacht, wird der Geist zum feurigen Suchen gelenkt. Das räumliche Feuer ruft den Menschen zum Erwerb höherer Energien auf.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt mit dem Herzen die Macht des Geisteskorns erkennen.

 

253. Durch das Hervorrufen von besseren Schwingungen kann das Wesen des Menschen verwandelt werden. Nur eine solche Erinnerung wird dem Menschen den Zugang zu einer höheren Würde gewähren.

    In der gegenwärtigen Zeit befindet sich die Menschheit dauernd in den Schwingungen der niederen Sphären, weshalb der niedere Manas das Leben spannt. Die Berührung mit dem Strahl der höheren Sphären wird wahrhaftig jene Schwingung verleihen, die das Bewusstsein wachruft.

  Die Wahrnehmung des Funkens des Göttlichen Feuers im Geisteskorn wird das Fundament für eine neue Menschheit legen. Gerade das, bei dem die Religion keinen Erfolg hatte, muss man dem geistigen Aufbau zugrunde legen und das Gesetz der Anziehung auf jede bestätigte Offenbarung anwenden. Denn die Erkenntnis des Lichts im Herzen treibt zum Licht, doch Finsternis wird in Finsternis verweilen. Das wollen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt merken.

 

254. Der Wille eines kämpferischen Geistes kann eine ganze Armee zum Guten lenken. Der Wille eines kämpferischen Geistes kann eine ganze kämpferische Welt lenken. Der Wille eines kämpferischen Geistes kann neue Kanäle für die Ausführung des Aufbaus schaffen, deshalb kann unter dem Druck eines kämpferischen Geistes jede Mauer niedergerissen werden.

  Der kämpferische Geist, der den feurigen Horizont enthüllt, ist jener Geist, der die Höhere Macht

[Russisches Original. Seite 155.]


verwirklicht. Der kämpferische Geist kann jede Erscheinung sättigen, indem er mit dem Kosmischen Magneten voranschreitet. Wie viele Spannungen kann der kämpferische Geist überwinden!

  Ein kämpferischer Wille baut auf und schafft neue Möglichkeiten. Daher mögen alle, die zum Licht gehen, die Bedeutung des lenkenden Kämpferischen Willens verstehen; denn jene, die dem Kämpferischen Willen nachfolgen, folgen dem Feuer nach. So wollen wir für die feurigen Träger Unseres Willens Verständnis offenbaren.

 

255. Äußeres Streben zur Lehre des Heils bringt das Bewusstsein nicht voran, erweitert den Gedanken nicht und eröffnet keinen weiten Horizont. Nur die Vertiefung in das eigentliche Wesen des Lebens des Geistes verleihen doch die erforderliche Macht der Erhebung zum Höchsten Bildnis. Jedes Streben in die Tiefe erzeugt ein neues Eindringen des Geistes in das Licht der Schönheit.

  Die Kräfte des Geistes werden vom Kosmischen Feuer genährt. Das Bewusstsein kann nämlich die Feurige und die Feinstoffliche Welt näher zu sich heranziehen. Die Bedeutung der Bestrebung zu diesen Welten besteht im Verstehen der Tiefen des Geistes und des Herzens.

  Daher wollen wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt das Streben zur Erneuerung des Geistes und des Bewusstseins erkennen.

 

256. Wenn das Bewusstsein stillsteht, gleicht es einem versteinerten Zustand. In einem solchen Zustand ähneln die Menschen Götzenbildern. Diese Götzenbilder des Geistes verwirklichen den Untergang des Planeten. Auf allen Wegen begegnet man diesen Götzenbildern des Geistes. Wenn man nach dem Augenscheinlichen urteilt, könnte man diese Erscheinung als scheinbar lebendig ansehen; doch kein Leben umgibt die Götzenbilder des Geistes, sondern wahrhaftig Tod und Zersetzung.

Wer könnte annehmen, dass eine solche Verknöcherung

[Russisches Original. Seite 156.]


dem Planeten das nötige Gleichgewicht verleihen kann! Wahrhaftig, die Götzenbilder des Geistes erzeugen Kataklysmen und Katastrophen. Die Verknöcherung verseucht die Atmosphäre ebenso wie die fürchterlichste Epidemie. Deshalb ist es so notwendig, den Raum und jede Verwirklichung des Lebens zu reinigen. Nur Reinigung wird helfen, den Planeten zu retten.

Selten wird die Erscheinung des Feurigen Trägers des Schwertes des Geistes verstanden. Doch der „Löwe der Wüste“, der Sonnengeist, wandelt den Weg des großen Lichts, und Wir sind mit ihm.

 

257. Das Lebensprinzip ist auf der Grundlage aller höheren Grundsätze herausgearbeitet worden und so im Leben enthalten, wie es vom Dasein vorherbestimmt ist. Die Anwendbarkeit aller höheren Grundsätze ist die Grundlage des Lebens, denn jeder höhere Grundsatz wird verwirklicht als der Atem und die Bewegung des Lebens selbst.

  Ein höheres Prinzip ist der Raum selbst sowie die Kraft jeder lebendigen Erscheinung. Jedes verwirklichte Prinzip kann seine Errungenschaft hervorbringen, die durch Schönheit vorherbestimmt ist. Deshalb muss man sich die Anwendung der höheren Grundsätze angewöhnen. Die Ausgrenzung der Grundsätze ergibt kein Gleichgewicht.

Wahrhaftig, das Prinzip der Schöpfung bringt jene Größe hervor, die dem Planeten vorherbestimmt ist; doch die Wahl liegt in den Händen der Menschheit. Licht oder Finsternis, Aufbau oder Zerstörung, das hat die Menschheit selbst zu entscheiden.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt Streben zum Feuer und zum Prinzip der Schönheit beitragen.

 

258. Die Reinigung des Raumes erstreckt sich auf alle Vorhaben. Die Zeit ist gekommen, um die Kräfte sichtbar werden zu lassen, die mit dem Licht oder mit der Finsternis gehen. Die Versuchung durch den Fürsten der Finsternis besteht nämlich darin, dass er Ruhe verspricht, Wir aber

[Russisches Original. Seite 157.]


sagen: Es ist die letzte Stunde!

Nur eine beschleunigte Reinigung gibt die Möglichkeit, den Planeten zu retten – das ist natürlich keine Sache von einigen Jahren oder von Äonen. Gewiss, eine feurige Explosion wird den Planeten retten. In jeder Erscheinung muss sich eine feurige Explosion offenbaren. Nur die Reinigung des Raumes, nur die Reinigung des Bewusstseins, nur die Reinigung der Lehren werden gereinigte Explosionen des Geistes hervorbringen.

Wahrhaftig, die Finsternis verdichtet sich, doch wenn die Anspannung der Kräfte der Finsternis ihre Grenze erreicht, werden die Kräfte des Lichts ihre Macht offenbaren. Daher sollte man sich darauf vorbereiten, die große Anspannung auf sich zu nehmen. Das Licht besiegt die Finsternis.

 

259. Das Erwachen im Geisteskorn wird durch feurige Lichtblitze hervorgerufen, die sich unterschiedlich offenbaren können. Ein gesättigtes Bewusstsein kann das Aufblitzen der Aufspeicherungen des Kelches hervorrufen. Ein feuriges Herz weckt durch seine Anspannung das Streben.

Das Fundament der offenbarten Feuer erweckt das Geisteskorn und legt neue Potentiale an. Deshalb muss man Schwingungen studieren und sie im Leben anwenden, denn jede Erscheinung kann als Verbindung zwischen dem Geist und dem Räumlichen Feuer dienen. Man muss sich angewöhnen, das Geisteskorn zu spüren – so wollen wir höheres Suchen verwirklichen, indem wir die Kräfte des Geistes anspannen.

 

260. Man sollte das Geflecht der Umstände studieren. Das nötige Geflecht ist gleichsam von feinstofflichen Strömen umgeben, wenn das Notwendige zu jenem Strom führt, der die beste magnetische Kraft enthält. Man sollte verstehen, jedes Vorhaben zu verwirklichen. Dem verliehenen Korn gemäß kann man jede Wirkung bestimmen.

[Russisches Original. Seite 158.]


Würde der Mensch das große Korn der Aufgabe in sein Potential aufnehmen, wäre die Welt tatsächlich ein großer Widerschein des Höheren Willens. Deshalb kann man bestätigen, dass der höhere Wille plant, der Mensch aber ausführt, und so gehen die besten Vorhaben zugrunde.[25]

   Es gibt nur einen Pfad des Erfolgs, wenn der Geist mit all seiner Macht das bestätigte Korn der Aufgabe erkennt. Doch stattdessen modeln die Menschen alles auf ihre Weise um, und es bleiben nur jämmerliche Überreste. Deshalb ist es notwendig, bei allen feurigen Vorhaben zu streben und zu verstehen, wie das vom Allerhöchsten verliehene Korn anzunehmen ist. Wenn wir uns zum Höchsten erheben, werden wir auch beim Höchsten wohnen.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt die Höchsten Kräfte erkennen.

 

261. Beim Aufbau muss man an die große Entsprechung denken. Jene, die sich der Quelle des Lichts angeschlossen haben, müssen verstehen, dass das Lodern des Geistes Schönheit und ein Schild beim Dienst für das Gute ist. Aber nur jene, die Schönheit vermitteln, kennen die ganze Erhabenheit des Dienstes.

Deshalb muss man seine Aufmerksamkeit auf jene richten, welche die Lehre schmähen. Unter denen, die sich dem Pfad angeschlossen haben, kann man weit mehr Lästerer der Lehre finden als unter den offenen Feinden. Ihr habt mit Recht auf die Missverständnisse hingewiesen, die dem Schild Schläge zufügen. Das ist nämlich eine Anwendung unwürdiger Erscheinungen.

Wer wird denn ein Anhänger werden, wenn die Lehre nur eine abstrakte Erscheinung ist? Jedes klägliche Ergebnis kann man nämlich auf ein unzulängliches Verständnis der Lebendigen Ethik zurückführen. Es ist das feurige Herz, das die Verwirklichung des Dienstes an der Lehre kennt. Ich tue Meinen Willen kund, die Lebendige Ethik einzuführen und die Lehre zu reinigen.

[Russisches Original. Seite 159.]


Ohne das gibt es keinen Pfad zur Feurigen Welt. Die größte Aufgabe ist es, ein neues, feinstoffliches Bewusstsein zu verwirklichen. Mein Wille übermittelt der Tara Meine Testamente.

 

262. Als Grundlage einer besseren Epoche muss man eine grundlegende Erneuerung des Denkens verwirklichen. Denken ist die Gewähr des Erfolges, die Gewähr eines neuen Aufbaus und die Gewähr einer machtvollen Zukunft. Die Umgestaltung des Lebens wird gerade durch die Transmutation des Denkens verwirklicht.

  Bei jeder Erscheinung kann man verfolgen, wie das Denken entweder evolviert oder involviert. Außer dem bestrebten Denken wirkt der Impuls der Entflammung des Denkens. Deshalb bewirkt das Gesetz des Strebens jene Entsprechung, welche die Welten einander näherbringt, indem sie sie mit schöpferischem Feuer sättigt. Sich über die Richtung des Denkens Rechenschaft abzulegen, trägt schon dazu bei, das Bewusstsein zu verschieben.

  Daher lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt unser Denken auf eine bessere Zukunft richten.

 

263. Der künftige Aufbau offenbart die notwendige Verschiebung des Bewusstseins. Die grundlegende Erneuerung des Denkens trägt ihre Früchte. So geht der Aufbau der Zukunft durch eine Sättigung des Raumes vonstatten. Die Zeit ist groß und bedrohlich.

 

264. In dieser Zeit der weltweiten Verunreinigung gibt es nur den einen Pfad der grundlegenden Erneuerung des Denkens. Man muss nämlich das Bewusstsein wecken. Wenn der Geist zurückblicken kann und weiß, dass der gestrige Tag mit seinem Denken bereits vorüber ist, findet nämlich eine Transmutation der Einsicht statt. Die verflossene Zeit kann nämlich dem Geist anzeigen, wie alle Energien verfliegen und umgearbeitet werden.

Doch wehe jenen,

[Russisches Original. Seite 160.]


die der Zukunft begegnen wollen, indem sie zurückblicken! Denn der mit den Überresten des gestrigen Tages belastete Geist ist mit einem gewaltigen Gewicht beladen; mit einer solchen Last kann er den Berg nicht erklimmen, die Tore des Lichts nicht durchschreiten und sich der leuchtenden Zukunft nicht anschließen.

Wenn die Kirchenväter in die Vergangenheit rufen, rufen die Diener des Lichts in die Zukunft. Das Erwecken des Bewusstseins, die Reinigung der Lehre und der Ruf in die Zukunft werden zu einer gewaltigen, grundlegenden Erneuerung des Denkens führen.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt verschiebt Meine Führende Hand die Energien.

 

265. Schwingungen können im Herzen so viele feinstoffliche Gefühle hervorrufen. Würde der Mensch verstehen, wie er die bestätigten Schwingungen nutzen kann, um aus den Tiefen seines Herzens feinstoffliche Gefühle hervorzurufen, könnten viele böse Taten abgewendet werden.

  Die Wissenschaft muss sich gerade mit der Erforschung der Methoden befassen, die diese Schwingungen hervorrufen. Natürlich können Ton, Farbe und Duft eine ganze Synthese für die höheren Gefühle bieten.

Wenn grobe Methoden des Geistes durch feine ersetzt werden, erlangt der Geist feinfühliges Wahrnehmungsvermögen. Die Berührung mit feinstofflicheren Energien führt zu einer Verfeinerung der gesamten Lebensweise. Wenn der Raum von feinstofflichen Energien erklingt, wird man wissen müssen, wie sie im Leben anzuwenden sind. Deshalb kann die Berührung mit groben Verbrechern die Suche nach neuen Formen einer grundlegenden Erneuerung des Geistes ermöglichen. Es ist notwendig, neue Methoden für Schwingungen zu finden.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt darüber nachdenken, wie der Geist der Menschheit zu läutern ist.

 

266. Die Menschheit misst nur jenen Begriffen Bedeutung bei,

[Russisches Original. Seite 161.]


die im Durchschnittsbewusstsein eingelagert sind, denn sie kleidet in ihrem Bewusstsein jede Form dementsprechend ein. Warum haben sich alle Höheren Begriffe nicht durchgesetzt? Warum gibt es so viele Entstellungen? Warum so viele Herabsetzungen? Weil der Geist des menschlichen Suchens und Strebens sich in Wahrheit nach unten wendet.

  Die Aufgabe der Neuen Welt ist es jedoch, das Bewusstsein zu wecken und der Welt das vorherbestimmte Bildnis der Schönheit zurückzubringen. Die Schöpfung des Geistes muss sich nämlich für den Aufstieg anspannen.

Man soll gerade das Höchste nicht herabziehen, sondern erheben. Deshalb wird die erste Bedingung sein, das Bild der Gottheit auf göttliche Weise zu gestalten. Wenn das menschliche Bewusstsein aufhört, die Gottheit auf menschliche Weise darzustellen, werden die Errungenschaften des Geistes feurig sein.

 

267. Die Wege der irdischen Kräfte werfen ihre Fangnetze dort aus, wo die dunklen Kräfte einen Mangel an Festigkeit spüren; man kann aber jeden Plan der finsteren Kräfte leicht zunichtemachen, wenn man sich von denen befreit, die sich dem Bösen nicht widersetzen. Die Wege der Finsteren werden den Wegen des Lichts folgen, doch dort, wo dem Licht der Zutritt offensteht, kann die Finsternis nicht eindringen. Denn jene verfeinerten, feurigen Schichten sind für die Finsteren unzugänglich.

  Darum führen die Wege teilweiser Enthüllungen zu keinen Errungenschaften. Die Kräfte des Lichts, die nach einem weltweiten Aufbau streben, müssen sich deshalb so feurig gegen die finsteren Kräfte rüsten, die sich bemühen, mit der Formel „Mit deinem Gott“ in das Bollwerk einzudringen.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man immer wieder von diesen Gefahren sprechen, denn es gibt viele Versuche, in das Bollwerk des Lichts einzudringen. Daher lasst uns

[Russisches Original. Seite 162.]


an alle Masken denken, hinter denen sich die Kratzenden verbergen.

 

268. Fohat* wird kaum als allgegenwärtiges Feuer verstanden. Ebenso wenig wird das Laboratorium des Weltalls verstanden. Man muss das große Aus- und Einatmen des Kosmos auf alle Erscheinungen anwenden. Gerade über den Austausch der ausgesandten und der in die Schatzkammer des Kosmos zurückkehrenden Kräfte wird nicht nachgedacht.

  Daher besteht die Rolle der Menschheit nicht nur darin, zu entleihen, sondern darin, die Kräfte zurückzugeben, mit denen sie beim Verkehr mit dem Raumfeuer gesättigt wurde. Nimmt man diesen Verkehr als Wahrheit an, kann man herausfinden, warum zwischen Geben und Zurückgeben ein solcher Unterschied besteht. Der Unterschied in diesem Prinzip ist gerade das, was auf der Kosmischen Waage das Karma der Menschheit darstellt.

Unwissende wundern sich darüber, dass es in der Feinstofflichen Welt Chaos geben kann; doch man sollte darüber nachdenken, wie viele Funken des Fohat unfruchtbar und wie viele Kräfte unangewendet oder entstellt bleiben.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man das Verstehen des Chaos im Bewusstsein der Menschheit vertiefen.

 

269. Gerade das höchste Bewusstsein strebt dem Feurigen Prinzip zu, während das niedere sich ein Bildnis des Höchsten schafft, das ihm selbst ähnlich ist. Das Fassungsvermögen eines kleinen Bewusstseins wird dem geschaffenen Abbild entsprechen, daher gibt es so viele Entstellungen! Wie kann man ein niederes Bewusstsein mit einem Allumfassenden Begriff erfüllen, wenn das Allumfassende den Geist zur Raserei bringt?

   Ich sage: Mühsam ist das menschliche

[Russisches Original. Seite 163.]


Denken! Der räumliche Horizont ist nur dem zugänglich, der das Allumfassende des Prinzips kennt, denn der königliche Geist kann mit dem Höheren Prinzip ebenso verschmelzen, wie der Mikrokosmos mit dem Makrokosmos.

  Daher kann ein kleiner Geist nicht mit dem Feurigen Prinzip verschmelzen. Die feurige Macht enthüllt die gesamte Esse demjenigen, der den Puls der Feurigen Welt fühlt. Dieses lebensschaffende Prinzip baut Leben auf Fohat auf. Daher wollen wir uns merken, dass nur ein kleines Bewusstsein verneint, ein feuriger Geist jedoch alles umfasst.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt das große Prinzip im Gedächtnis bewahren.

 

270. Das Raumfeuer enthält jene Fohatfunken, die zu allen Lebenserscheinungen im Kosmos hingezogen werden. So nähren diese Funken jedes Leben, und je nach dem Potential des Wesens verstärken sich die Funken in ihrer bestrebten Anziehung. Ihr Sog ist verbunden mit dem Druck oder der Auftürmung des Raumes; daher kann man verfolgen, wo der Aufbau zum Heil oder wo Zerstörung vor sich geht. Man kann die Sphären des Raumes durch Gedanken über feurige Energien und Bestrebungen des Geistes aufschichten.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt an den bestrebten Gedanken des Feuers denken.

 

271. Es wird bestätigt, dass man jedem lebendigen Organismus in der Natur Blut entnehmen kann. Die Welt ist so mächtig in ihrem Potential, dass man vom Sinn dieser großen Formel durchdrungen sein muss. An physische Begriffsbestimmungen gewöhnt,

[Russisches Original. Seite 164.]


verwendet der Mensch alle Formeln physisch, daher muss man diese Entstellung korrigieren und zu einer bewussten Verwendung der höchsten Begriffe zurückkehren.

Man kann kein Blut aus einem Stein herauspressen, wohl aber einen lebendigen Fohatfunken, der in jedem Organismus in der Natur lebt und ihn beseelt. Und in der geistigen Welt herrscht dasselbe Gesetz.

Doch in dem Maße, wie die bewusste Zusammenarbeit mit dem Kosmischen Magneten wächst, erwirbt der Geist jenen feurigen Magnetismus, der Fohatfunken entspricht. Kein physischer Psychismus hat mit diesem geistigen Magnetismus etwas gemeinsam. Gerade das erhabene Experiment des Agni Yoga verleiht diesen geistigen Magnetismus. Die Wirkung dieses Magnetismus ist so mächtig, dass der Gedanke eines Agni Yogi, der Fohatfunken aus dem Raum anzieht, den Willen des Senders ausführt.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt ist die Anziehung des Geistes eine gewaltige schöpferische Kraft.

 

272. Die Menschen denken über zersetzende Taten und ihre Folgen nicht nach. Wie beseitigt man schreckliche Emanationen, wenn man feststellt, dass sich gerade durch diese Emanationen Ansteckung ausbreitet? Das bedeutet, dass jede zersetzende Tat ihr Gegengift finden muss. Man sollte nach jenen feurigen Energien suchen, die diesen giftigen Emanationen widerstehen können.

Das Streben zum Höchsten Bildnis verleiht dem Geist Gleichgewicht. Reinigung der Begriffe und Streben nach höherem Suchen liefern das Gegengift gegen die Zersetzung des Denkens. So muss jede finstere Zersetzung

[Russisches Original. Seite 165.]


durch die Suche nach dem Heil beseitigt werden. Die räumlichen Feuer können die Fluida der Finsternis auflösen.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt nach Reinigung des Raumes streben.

 

273. Fohat dringt in alle Erscheinungen ein, die das Leben sättigen. Gerade zu geistigen Erscheinungen werden Fohatfunken herangezogen, denn das Kosmische Feuer sättigt wesensgleiche Verwirklichungen. Deshalb zieht die Berührung mit dem Strom des Kosmischen Magneten Fohatfunken an.

Diese feurigen Helfer verwirklichen jede Schutzvorrichtung. Das Fohatnetz wirkt genauso wie das den Körper umgebende Sperrnetz. Die Verbindung zwischen dem Sperr- und dem Fohatnetz besteht aus denselben feurigen Spiralen, die vom Inneren der Zentren ausgehen. Das Fohatnetz ist nämlich jener magnetische Körper, den der Geist bei machtvollem Streben und Anspannung um alle Erscheinungen herum webt, die er schützen will.

   So werden der Raum und jede angespannte Tätigkeit zementiert, die zusammen mit dem Kosmischen Magneten voranschreitet.

 

274. Deshalb kann das flammende Herz jede Erscheinung verwirklichen. Denn der Magnet des Herzens zieht Fohatfunken an. Daher verfügt ein Herz, das im Namen des Kosmischen Rechtes schafft, über diese mächtige Kraft; es sammelt Fohatfunken und umgibt jene Erscheinungen mit ihnen, die sich zur Schöpfung anspannen.

Dieser Magnet des verschmolzenen Herzens schafft auf allen Ebenen. Deshalb schafft Unser Herz so feurig. Es ist das Herz, das jeden bestätigten Grad des Feuers

[Russisches Original. Seite 166.]


aufnehmen kann. Ein solches Herz kann sich nur durch das Kosmische Recht verwirklichen. Ein Herz, welches das Kosmische Recht kennt, verfügt über alle Feuer.

 

275. Gerade wenn man das Bewusstsein darin festigt, dass es allein bei Gleichgewicht möglich ist, jede beliebige Geschwindigkeit zu entwickeln, wird die Menschheit sich an den Gedanken der Übertragung aller Größen gewöhnen, denn jeder Aufbau entfaltet sich bei Gleichgewicht. Jedes Bewusstsein kann diesen planmäßigen Aufbau erreichen, indem es die Suche danach anspannt, womit man den Schatz des Lebens schmücken kann. Bei Gleichgewicht wächst die Geschwindigkeit schöpferisch, und der Brennpunkt kann seine Ausstrahlungen für einen entsprechenden Aufbau nutzen.

   So muss man bei der kosmischen Umgestaltung Gleichgewicht als das grundlegende Prinzip annehmen. Die Macht des Wachstums des Aufbaus wird proportional zu dem hergestellten Gleichgewicht verwirklicht.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt nach Gleichgewicht streben.

 

276. Aus Fohatfunken ziehen sich verschiedene Fäden und Kanäle der Übertragung, entlang derer feinstoffliche Energien in den Raum gelenkt werden können. Fohatfunken, die von einem feurigen Bewusstsein angewendet werden, empfangen und sammeln, denn sie werden von den feurigen Emanationen des Geistes und des Herzens gesättigt.

Diese Ströme können allen räumlichen Angriffen widerstehen, denn sie werden von einem feurigen Willen gespannt. Es heißt: „Wer das Schwert erhebt, wird durch das Schwert umkommen“[26]. Allerdings gerade nicht durch das Schwert des Geistes, sondern durch das zerstörende Schwert, dessen Name das böse Streben der Ichsucht ist.

  Fohatfunken

[Russisches Original. Seite 167.]


können nämlich diesem Schwert widerstehen. Dort, wo dieses grobe physische Schwert ist, ist auch das Verderben. Doch erhaben und unverwundbar ist das Schwert des Geistes, denn mit ihm sind die Himmlischen Kräfte.

 

277. Wenn feindliche Kräfte zum Angriff übergehen, muss man an Voraussicht denken. Die Diener des Lichts müssen erkennen, dass wahrhaftig nicht nur das feindliche Lager Verrat ausheckt, sondern dass die drohende Gefahr des Verrats und der Zerstörung gerade in Zurückhaltung und Schläfrigkeit liegt.

  Mit Recht sprach sie, die unter dem Stern der Mutter der Welt führt, davon, dass ein Führer die Wahrheit schätzt; denn auf dem Schlachtfeld muss man wissen, welche Schwerter geschärft sind. Nur Ichsucht drängt den Geist, die Wahrheit zu verbergen. Doch ein unverantwortlicher Krieger kann jedes schöne Vorhaben ins Verderben stürzen. Nicht Verbergen, sondern Enthüllen ist die allererste Pflicht des Dieners des Lichts. Wenn nämlich die Wahrheit verborgen wird, wirkt ein Diener der Finsternis durch einen Diener des Lichts.

Verhält es sich aber so mit dem Testament für einen Diener des Lichts? Ist es so von der Hierarchie des Lichts angeordnet worden? Wurde es so vorgesehen, dass die Kräfte der Hierarchie des Lichts feurige Hilfsströme dafür verausgaben, dass der Diener des Lichts durch seine Verantwortungslosigkeit, Ichsucht und Unwahrhaftigkeit keinen Verrat begeht? Das möge jener sich merken, der dem Schild der Hierarchie des Lichts so viele Schläge versetzt.

 

278. Zu behaupten, die Welt könne ihr Wohlleben beibehalten, kommt der Darstellung gleich, das Dasein könne ohne grundlegende Erneuerung des Geistes fortgesetzt werden. In der Tat, nur zersetzende Finsternis kann behaupten, es gäbe keine Zersetzung. Doch die Kräfte des Lichts,

[Russisches Original. Seite 168.]


die für die Evolution Wache halten, bestätigen gerade die Gefahr der Zerstörung. Die Richtung der Welt offenbart ihr Karma in allen Ereignissen.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man das Bewusstsein mit dem feurigen Verständnis für die Reinigung durch grundlegende geistige Erneuerung sättigen.

 

279. Es gibt kein Übel, das dem Verbrechen des Kleinmuts gleichkommt[27]. In ihm verbirgt sich Verrat; in seinem Schein verbirgt sich betrügerische Freundlichkeit; in ihm ist verderbliche Halbheit verborgen; sein Gebieter ist Satan; sein Potential ist Ichsucht; sein Wirken besteht aus Aufbau mit der einen und Zerstörung mit der anderen Hand; sein Gesicht führt Streben vor, offenbart aber in Wahrheit Ichsucht; sein Reich ist das der Ichsucht; seine Verwirklichung ist Ichsucht, er offenbart sich im Kompromiss und sein ganzes Wirken für das Gute ist Selbstbestätigung und Selbstrechtfertigung der Zerstörung. Das Pfand der Ichsucht liegt dem Kleinmut zugrunde.

 

280. Ein Bewusstsein, das auf die bestätigte grundlegende Erneuerung des Geistes gerichtet ist, kann jeden Willen überwinden, der zum Kampf gegen den Geist führt. Doch finstere Kräfte und unwissende Verneiner werden sich dieser Darstellung nicht anschließen.

Man muss den Strömen zustreben, die mit dem Kosmischen Magneten gehen, denn um die Quellen herum, die den Geist in ihren Strudel ziehen, gibt es so viel Zerstörung. Die Spirale des Strudels zieht in die Tiefen hinab, doch die Spirale des geistigen Aufstiegs strebt empor. Daher muss man sich zu dem, was vor sich geht, bewusst verhalten; denn um die völlige geistige Erneuerung

[Russisches Original. Seite 169.]


herum gibt es viel Bedeutsames.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir längs der Spirale des Geistes und des Herzens streben.

 

281. Das Herz der Welt kann seine Formen in jeder Vereinigung von Energien offenbaren. Jede neue Konstellation aus bestätigten Formen mit neuen Energien ist nämlich ein Ausdruck des Herzens der Welt. In der Tat, die kosmische Schöpfung kann als das Wirken des Herzens der Welt definiert werden.

  Gewiss kann man dieses Konzept für alle Erscheinungen des Kosmos anwenden, in denen der Magnet alle Anziehungen anspannt. Denn die Macht, die alle geeigneten Energien sammelt, wirkt natürlich bewusst.

  Die räumlichen Feuer unterliegen dem Gesetz der Anziehung des Herzens der Welt. Die Welt der Anziehungen ist feinstofflicher Natur, und jede Welle der Anziehung sammelt aus den zur Vereinigung strebenden Energien neue Konstellationen. Deshalb schafft das Herz der Welt ungestüme Vereinigungen. Es gibt so viele feurige Anziehungen im Kosmos!

 

282. Das Herz der Welt enthält alle Eigenschaften der kosmischen Energien. Jede Anziehungskraft wirkt nach dem Gesetz des Herzens der Welt. Jede Form und die Vereinigung der Taten schaffen nach dem großen feurigen Befehl des Herzens der Welt. Die Offenbarung der feurigen Vereinigungen verfügt über jene Macht der Verbindung, die kosmische Energien sammelt.

Wahrhaftig, alle menschlichen Tätigkeiten können vom Herzen der Welt gesättigt werden. Für diese große Tat muss man jedoch den Puls der Feurigen Welt fühlen. Durch diese feurige Schöpfung kann man das Bewusstsein der Menschheit wahrhaftig

[Russisches Original. Seite 170.]


vollkommen erneuern.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt nach Schöpfung im Einklang mit dem Herzen der Welt streben.

 

283. Jede kosmische Konstellation versetzt die nächstfolgende in Tätigkeit und wird gleichsam zu einem Nukleus der Erneuerung; aus dieser Bewegung erwächst eine Spirale, und das Herz der Welt zieht alle Spiralen der Schöpfung an. So betrifft die Spirale die Sphäre des Wirkens des Menschen, das Gruppenkarma, die Staatenbildung, das Entstehen von Epochen, die Anziehung von Atomteilchen und alle Schöpfungen des Kosmos.

Deshalb trägt alles, was im Kosmos entsteht, seine eigene Spiralbewegung bei, die ihrerseits die angrenzenden Sphären anspannt. So werden die Ströme des Kosmischen Feuers vom Herzen der Welt verteilt. Die Feurige Welt besteht aus diesen feurigen Spiralen.

 

284. So schreitet die Schöpfung spiralförmig voran, und jede lebendige Anziehung oder Abstoßung schafft ihre eigene Spirale.

Das ist auch der Grund, warum die Spiralen des Männlichen und des Weiblichen Prinzips in so verschiedenen Richtungen verlaufen. Das Männliche Prinzip strebt nach Eroberung ohne Rücksicht auf das Herz des Menschen. Das Männliche Prinzip baut Brücken für seine Errungenschaften, indem es auf Herzen und Köpfe tritt.

   Es geht nicht um den Verstand, denn das Weibliche Prinzip enthält in seinem Potential dieselben Feuer. Doch das Weibliche Prinzip bedarf der Befreiung des Herzens. Wenn das Weibliche Prinzip sich daran gewöhnt, für die Entwicklung seines Potentials zu leben und sein Gefühl des beständigen Gebens vollkommen zu erneuern, wird das Weibliche Prinzip das Männliche Prinzip in allen Richtungen überholen.

[Russisches Original. Seite 171.]


285. Die Welt ist mit den Geschwüren menschlicher Laster und Ausgeburten bedeckt. Unzählbar sind die menschlichen Krankheiten des Geistes, die den Planeten verseuchen. Eines der größten Geschwüre ist die Unwahrheit.

Wenn die Welt zusammenstürzt, bieten Seifenblasen keinen Schutz. Wenn es erforderlich ist, so großartige Verwirklichungen wie das Banner der Herrscher zu verteidigen, ist es unanständig, Kriegern mit Papierschilden zu gleichen.

Man muss den Finsteren wegen ihres schnellen Handelns und ihrer Voraussicht Gerechtigkeit widerfahren lassen, denn man kann jeden Tag mit jedem Tag der Ewigkeit vergleichen. Deshalb ist es in den Tagen der Zerstörung und der Neuordnung der Welt so wichtig, die Prinzipien des wahren Aufbaus zu verwirklichen.

Deshalb erweist sich jede fehlerhafte Entstellung als ein Schlag auf den Schild. Gerade Kleinmut und Ichsucht sind die Brüder der Entstellung. Die Unwahrheit wird zur Gewohnheit, und der Egoismus zeitigt seine verderblichen Wirkungen. Wenn die Weltzusammenstürzt muss man darüber nachdenken, wie man alle Entstellungen ausmerzen kann.

 

286. Das Herz der Welt findet im ganzen Dasein seine Verwirklichung. Jede Welt, jedes Atom besitzt ein Herz; und die Anziehungskraft entspricht der jeweiligen Bestimmung. Das Zentrum des Planeten kann als jene Widerspiegelung angesehen werden, die vom Herzen der Welt ausgeht.

   Jeder Strahl, der vom Herzen der Welt ausgeht, vereint schon andere Welten; so wird das Leben mit den Strahlen gesättigt, die vom Herzen der Welt ausgehen. Und diese feurigen Energien verweben sich, indem sie sich im Schöpfungsprozess gegenseitig anspannen. Das Gesetz der feurigen Spiralen wird vom Herzen der Welt verwirklicht.

Festigen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen

[Russisches Original. Seite 172.]


Welt in der Erkenntnis des Feurigen Herzens der Welt.

 

287. Die Sonnenähnlichkeit des Herzens offenbart sich im Mut; wenn das Herz keine Furcht kennt; wenn die Selbstlosigkeit eines Agni Yogi den Geist in verschiedene Sphären über und unterhalb der Erde führt; wenn der Geist mit allen Feuern des Herzens unermüdlich schafft; und wenn die Gefühle auf alle kosmischen Erscheinungen widerhallen.

Wahrhaftig, der Geist kennt das Herz der Welt, und er weiß auch, wie unverletzlich der Schild der Hierarchie ist. Das sonnenähnliche Herz eines Agni Yogi kennt den vollen Kelch der Welt, den die Ankunft des großen Strahles hervorbringt; denn die Vereinigung der Welten ist die höchste Schöpfung des Agni Yogi. So ist jede Sphäre des Feuers eine Schöpfung des bestrebten Agni Yogi. Das Erbeben des Makrokosmos ruft in seinem Mikrokosmos gleiche Schwingungen hervor.

  Daher wird Gleichgewicht hergestellt, wenn feurige Energien sich im Raum vereinen. Ebenso wie von einem Brennpunkt ausgehende Geschosse zerstörender Energien in verschiedene Richtungen fliegen; so nimmt das sonnenähnliche Herz des Agni Yogi sämtliche kosmischen Energien in sich auf und konzentriert sie im Raum.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt das sonnenähnliche Herz des Agni Yogi im Gedächtnis behalten.

 

288. Daher spürt jedes Zentrum von Urusvati Katastrophen so sehr. Daher nimmt das Herz wie ein räumlicher Trichter alle Energien in sich auf und fühlt jede Schwingung. Deshalb hilft das sonnenähnliche Herz bei der Reinigung des Raumes.

Das ungestüme Herz

[Russisches Original. Seite 173.]


kommt jeder feurigen Energie entgegen. Ein solcher Ungestüm ist nur möglich bei feuriger selbständiger Tätigkeit, die nur auf der höchsten Stufe der feurigen Transmutation erreicht wird.

Deshalb wird jede kosmische Schwingung so stark empfunden. Wenn Wir auf Erdbeben hinweisen, sollte man nicht immer äußere Erscheinungen erwarten. Man muss vor allem jene Beben ins Auge fassen, die in den Tiefen stattfinden. Deshalb stehen die Schmerzen, welche die Zentren so stark empfinden, in Beziehung zu den Tiefen der Erde. So spürt das sonnenähnliche Herz alle feurigen Erscheinungen.

 

289. Die Kraft des Geistes und des Willens kann kosmisch schaffen, wenn das Potential sonnenähnlich ist; denn für die Einwirkung auf eine andere Aura ist es unerlässlich, dass die Quelle selbst von höherer Energie ist. Deshalb bedingen alle Experimente in diese Richtung eine höhere feinstoffliche Energie.

Jede Quelle, die ihre Willensströme mit höherer Energie anspannt, verwirklicht eine kosmische Einwirkung. Doch jeder Geist, der seine Ströme anspannt, um mit ihnen eine andere Aura zu sättigen, muss beim Senden besonders vorsichtig sein, denn es gibt keinen feinstofflicheren Prozess als bei feurigen Sendungen.

Deshalb kann man beim Heilen von Krankheiten durch solche Sendungen nur höhere Energien und reine Fluida benutzen. Man kann diese Quellen entwickeln, wenn eine geistige Entwicklung durch Transmutation der Zentren erlangt wurde. Daher muss das Konzept geistiger Sendungen als höhere Erscheinung ins Leben eingehen.

[Russisches Original. Seite 174.]


Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns diese feurige Bedingung merken.

 

290. Das Herz der Welt hebt alle offenbarten Energien zum Aufbau empor, der das Universum beherrscht. Das kosmische Streben enthält in seiner Anspannung jede Energie des räumlichen Feuers. Doch sowohl die Verkettung aller kosmischen schöpferischen Kräfte als auch ihre Lenkung obliegen dem Herzen der Welt.

Auch die Vereinigung der Welten hängt von diesem Führenden Prinzip ab, welches alles Leben entfacht. Daher ist das Herz der Welt die Ursache aller Grundursachen. Jede Lebensfackel wird vom Herzen der Welt entflammt. Ein Bewusstsein, das die feurige Schwingung des Kosmischen Strahls erlangt, spürt die Schwingung des Herzens der Welt.

 

291. Würde die Wissenschaft sich in die Erforschung der feurigen Atome vertiefen, die als Lebensspender für alle Erscheinungen dienen, könnten viele grundlegende Ursachen gefunden werden. Jede Erforschung erfordert jedoch, dass das Wesentliche in Angriff genommen wird, denn die bestrebten Forschungen müssen tatsächlich bis hin zum feurigen Atom gelangen. Wenn man nur die äußeren Spuren der verschiedenen Einwirkungen studiert, kann man nicht zu feurigen Lösungen kommen.

Über das feurige Wesen der Welt ist so vieles gesagt worden, weshalb die Schwingungen aller feinstofflichen Ströme und Energien sowie ihre Wechselwirkungen studiert werden müssen. Die Spirale, die das feurige Atom mit dem Weltall vereint, muss in allen ihren mächtigen Erscheinungen erforscht werden.

[Russisches Original. Seite 175.]


Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt den Begriff der feurigen Wechselwirkungen im Kosmos bestätigen.

 

292. Man sollte die Wechselwirkungen zwischen Körpern erforschen, denn ebenso wie der Zustand des physischen Körpers auf den Zustand des Astralkörpers einwirkt, wirkt natürlich auch der Astralkörper auf den physischen Körper ein. Ein kranker Zustand des Organismus spiegelt sich im Astralkörper und ein geistiges Unwohlsein des Astralkörpers im physischen Körper wider.

Alle geistigen Erlebnisse beeinflussen sowohl den Astralkörper als auch den physischen Körper. Doch diese Erscheinungen muss man sehr feinstofflich untersuchen. Nicht jedes Erlebnis auf der Astralebene hinterlässt sofort seinen Abdruck auf einem gesunden grobstofflichen Körper. Freilich, wenn der feinstoffliche Körper alle giftigen Fluida um sich herum sammelt, die den Astralkörper anstecken, findet auch eine Ansteckung des gesunden grobstofflichen Körpers statt.

   Im infizierten Astralkörper geht die Wechselwirkung vor sich. Der Astralkörper nimmt alle Fluida des physischen Körpers leicht auf, weshalb jede Störung des Gleichgewichts sich sogleich im feinstofflichen Körper widerspiegelt.

  Daher ist es so wichtig für den Arzt, den Geisteszustand des Kranken zu kennen. Man sollte bei Krankheiten und ihrer Bekämpfung die Abgestimmtheit der Körper und ihre unzertrennliche Verbindung miteinander im Blick haben. Eine solche feinfühlige Einstellung muss man auf dem Pfad zur Feurigen Welt herstellen.

 

293. Wenn unterirdische und überirdische Feuer wüten, muss man natürlich große Behutsamkeit walten lassen. Das Zentrum der Erde ist so angespannt, weil die Anziehung

[Russisches Original. Seite 176.]


der verschiedenen Schichten wechselseitig wirkt. Die Anspannung der schöpferischen Zentren wird durch räumliche Feuer verwirklicht. Blutandrang kann einen Zustand kosmischer Anspannung bestätigen. Deshalb ist es so notwendig, die Zentren zu hüten. Die räumlichen Feuer wüten.

 

294. Die Ursachen von Krankheiten wurzeln in der Verbindung zwischen der physischen und der astralen Welt. Der Körper spiegelt die Wirkungen aller Ereignisse wider, die in den Schichten und Tiefen des Kosmos vor sich gehen. Es scheint klar zu sein, welch eine unzertrennliche Wechselbeziehung zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos besteht, doch – außer von erleuchteten Bewusstseinen – wird diese Vorstellung nicht in Erwägung gezogen und bringt die wissenschaftlichen Forschungen nicht weiter voran.

Wenn man wüsste, wie sehr der atmosphärische Druck auf den Organismus einwirkt, würde man dann nicht nach Erkenntnis dieser Verbindung streben, deren Macht jede Zelle des Lebens mit ihrem Feuer sättigt? Die Verbindung zwischen den Körpern und die Wechselwirkung der Ströme müssen erforscht werden; denn es ist unmöglich, den Zustand des Organismus und seine Krankheiten genau zu bestimmen, ohne die feurige Entsprechung festzustellen. Eine feinfühlige Untersuchung des geistigen und physischen Zustandes gibt die Möglichkeit, die Fluida der Zersetzung zu entdecken.

 

295. Das Studium der Zentren und der Einwirkung der räumlichen Feuer eröffnet der Menschheit den Zugang zum Feurigen Kosmos. Am meisten zeigt natürlich das Herz Entsprechung und Wechselbeziehung. Herzschmerz spiegelt kosmische Erscheinungen wider, und diesen feurigen Zustand muss man feinfühlig bemerken, denn er

[Russisches Original. Seite 177.]


ist eine Widerspiegelung der Einwirkung des feinstofflichen Körpers.

Das physische Herz kann diesen feurigen Zustand nicht aufzeichnen. So kann beispielsweise jemand mit einem kranken Herzen diese Wechselbeziehung nicht bemerken; und eine sogenannte Herzneurose ist nichts anderes als ein feinstofflicher Zustand des Herzens, das mit dem Kosmos zusammenklingt. Deshalb muss man das Herz und seine Verbindung mit kosmischen Erscheinungen sorgfältig beobachten.

 

296. Ein befreiter Geist strebt immer in die höheren Sphären, doch ein erdgebundener Geist bleibt lange Zeit an die niederen Schichten der Astralwelt gefesselt. Die Verbindung zwischen dem physischen und dem Astralkörper wird während des irdischen Bewusstseins nicht leicht gelöst. Die Trennung der Körper verursacht jenen Geistern Schmerzen, die noch der irdischen Anziehung unterliegen. Beim Aufstieg des Geistes und beim Loslösen von der Erde verwirklicht sich natürlich eine Befreiung. Das kosmische Gesetz der Anziehung entspricht jener Neigung, die durch die Energie des Bewusstseins verstärkt wird.

Stellen wir uns eine Sphäre vor, die von Gasen niederer Begierden verschlungen ist; solche Sphären verschlingen auch die Geister, die sich von den irdischen Lasten noch nicht befreit haben. Der zur Feurigen Welt strebende Geist offenbart seine eigene Anziehung, indem er alle feurigen Energien anspannt.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt lässt die Sättigung des Bewusstseins durch die Höhere Welt ihre Spirale entstehen, die den Geist in die Höheren Sphären hinwegzieht.

 

297. Die Verbindung zwischen den physischen und den astralen Zentren wird durch eine angespannte Transmutation im Leben gesättigt. Die Funktionen auf beiden Ebenen zeigen eine

[Russisches Original. Seite 178.]


Einheit, der Unterschied liegt lediglich in der selbständigen Tätigkeit, welche die Zentren auf jeder Ebene entfalten. Die transmutierten Zentren spannen die Zentren des feinstofflichen Körpers. Doch zur selben Zeit, da die Zentren in feuriger Anspannung auf der irdischen Ebene arbeiten, haben die astralen Zentren die Möglichkeit, den feinstofflichen Körper in die Feurige Welt zu senden.

Auf der astralen und der mentalen Ebene tritt ein Schmerzgefühl auf, doch nur zu Beginn des Aufstiegs. Danach kann jedes Zentrum, während es seine Verbindung mit dem physischen Körper bewahrt, funktionieren und sich in anderen Sphären anspannen – es erfolgt eine Trennung der Körper, die den feinstofflichen Körper von den Schmerzen befreit; die physischen Schmerzen aber entsprechen der schöpferischen Anspannung der astralen Zentren. So wirken die Welten in wechselseitiger Anspannung.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir uns in einer feurigen Transmutation verwirklichen.

 

298. An der Schwelle zur Feinstofflichen Welt spielt Streben eine entscheidende Rolle. Das Streben in die Höheren Sphären verleiht dem Geist die Kraft, sich von der Erde zu lösen. Die größte Aufgabe ist es, jedes Lebewesen streben zu lehren.

Beim Lebensaufbau müssen sowohl das Loslösen von als auch die Anziehung zu allen Lebenserscheinungen gleichermaßen im Herzen entwickelt werden, denn ein solches geistiges Gleichgewicht eröffnet viele verborgene Bestrebungen. Ein offenes Fenster in die Feurige Welt und im Herzen das Streben zur Erfüllung der Lebensgesetze drängen den Geist doch zu einem weiten Aufbau.

  Die bewusste Beziehung eines irdischen Wesens zu der von ihm durchschrittenen Welt sowie die feurige

[Russisches Original. Seite 179.]


Erkenntnis der Unbegrenztheit eröffnen nämlich die Welt eines höheren Daseins. Der befreite Geist kennt das Loslösen von der Erde und die ganze Freude an der Schöpfung der Schönheit.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt strebt der feurige Geist nach ewigem Aufbau.

 

299. Der Austausch von Energien kann vom menschlichen Willen vollführt werden. Beobachtungen am Organismus können in diese Richtung Ergebnisse zeitigen. Um diese Ergebnisse zu erlangen, muss man den Zustand und das Zusammenklingen der Zentren kennen. Vor allem muss man die Anspannung der Zentren studieren, denn die Anspannung dieser Zentren ist ein mächtiger Akkumulator.

  Der Austausch von Energien muss zur Aufdeckung jeder Bestrebung führen. Die Erscheinung der feurigen Energie entspricht den kosmischen Umwälzungen. Und jede Epoche hat ihre sichtbaren Zeichen des Einklangs von Makrokosmos und Mikrokosmos.

  Die feinstoffliche Aufnahme von Energien wirkt sich natürlich auf das Bewusstsein und den gesamten Organismus aus. Gewiss, dieser Energieaustausch hat ein feuriges Bewusstsein zur Grundlage, das sich als Bindeglied und Magnet erweist. Die erste Bedingung für Aufnahme und Aufstieg ist ein feuriger Gedanke.

Das Herz weiß, wann das Kosmische Feuer die Zentren verdichtet, indem es zum feurigen Austausch von Energien hingezogen wird, die dem Organismus zustreben, und der Geist kann mit dem Kosmos schaffen. Der freie Wille dient als Magnet, der das Kosmische Herz zum Feuer der Zentren hinzieht. Dieser verbindende Magnet ist die schöpferische Macht eines Agni Yogi. Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt vor allem diese verbindende Macht verwirklichen.

 

300. Dieser Austausch von Energien erstreckt sich auf

[Russisches Original. Seite 180.]


alle Funktionen des Organismus. Dieser Regulator sättigt und verteilt die kosmischen Energien. Empfindungen bei Erdbeben sind nicht nur ein Widerhall des Kosmischen Feuers, sondern gerade ein Austausch von Energien. Die Schöpfung der feurigen Zentren verwirklicht eine höchst machtvolle Zusammenarbeit. Deshalb weisen Anspannung, Sehnsucht und jede Entrückung auf einen Austausch von schöpferischen Energien hin.

  Der Raum ist gegenwärtig mit verschiedenen Offenbarungen des Aufbaus erfüllt. Es ist sogar schwierig sich vorzustellen, wie der feurige Gedanke eines Agni Yogi in die räumlichen Schichten eindringt. Wahrhaftig, ein feuriges Herz baut mit den feurigsten Mitteln auf. So vollbringt das gesättigte Herz einen feurigen Aufbau.

 

301. Die Verteilung der Energien im Organismus führt zum Gleichgewicht, wenn man weiß, wie man den Zufluss der Kräfte bewusst unterbringt. Die Ströme können das eine oder andere Zentrum anspannen, bei dem ein Andrang von Energien stattfindet, die einen feurigen Wirbel in den Bereich des Zentrums lenken können, das der Sättigung bedarf.

  Die Atmung dient als ein solcher Regulator, wenn man mit den Fluida des Prana feinstofflich umzugehen versteht. Die Regulierung im Organismus muss man als eine der grundlegenden Bedingungen für Gleichgewicht ansehen. So wird beim Austausch von Energien die notwendige Regulierung der Fluida und der Schwingungen verwirklicht.

 

302. Die Welt benötigt einen Umbau. Eine Reinigung ist unerlässlich. Das Feuer des Geistes und des Herzens verwirklicht ein neues Prinzip. So wollen wir aufbauen. Ein Wunder steht vor der Tür.

 

303. Geist und Materie sind im Raum

[Russisches Original. Seite 181.]


vereint. Nachdem sie sich vereint haben, beginnen sie ihre Existenz in ihrer Sphäre der Zeugung. In dieser Einheit werden Formen des Seins geschaffen, die ihre Runden der Vervollkommnung durchlaufen. Wenn sich der Geist mit der Materie vereint hat, kann er sich nur auf dem Pfad der Vervollkommnung befreien, denn im Augenblick der Erkenntnis der Befreiung wird die Loslösung verwirklicht.

   Im Kosmischen Laboratorium sind diese beiden Prinzipien – Vereinigung und Befreiung – die Grundlagen der Schöpfung. Nur Ungestüm des Geistes führt zur Befreiung, die sich auf das Bewusstsein und das Herz auswirkt.

Das Streben des Geistes schafft eine höchst feinstoffliche Schwingung. So kennt der befreite Geist die kosmische feurige Schwingung. In jeder Verwirklichung des Lebens muss man nach einer Offenbarung des Geistes und der Materie suchen.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt nach Befreiung von der Materie streben.

 

304. Wenn wir von Geist und Materie sprechen, sollten wir die höhere Bedeutung der Materie im Blick haben. Sprechen wir aber von Befreiung des Geistes, beziehen wir uns auf jene Erscheinungen, die materielle, lebendige Offenbarungen genannt werden können.

Spricht man von diesen Vereinigungen unter verschiedenen Formen, muss man wissen, dass damit ein Absinken des Geistes gemeint ist. Denn der Geist, der sich in der Materie offenbart, muss zusammen mit der Materie nach höheren Funktionen streben. Materie strebt nach Schöpfung und schafft Formen und Leben. Und der Geist muss vor allem wissen, wie heilig dieser Aufenthalt in der Materie ist.

  Der kosmische Begriff des Weiblichen Prinzips – als Materie – ist so erhaben, und diese Wahrheit ist so weit vom weltlichen Verstehen entfernt! Nur

[Russisches Original. Seite 182.]


ein reines und erhabenes Bewusstsein wird diesen Vergleich schätzen. Es ist schwierig, den Geist von der Materie zu trennen.

 

305. Die Feinstoffliche Welt ist derart vom menschlichen Bewusstsein getrennt, dass nur eine verstärkte Transmutation den Pfad zur Verfeinerung und zur Vereinigung der Welten eröffnen kann. Es hat sich nämlich eine Verknöcherung des Bewusstseins vollzogen, und der Mensch hat sich so sehr von der Feinstofflichen Welt entfernt, dass die Anspannung der feinstofflichen Energien für ihn unzugänglich ist.

Nur eine Zusammenarbeit der Körper auf den verschiedenen Ebenen wird die notwendige Transmutation herbeiführen. Mit Recht heißt es, dass nur ein Wunder die Welt retten wird. Das irdische Bestreben entspricht aber gerade nicht dieser Verwandlung. Die Schöpfung der Neuen Epoche erfordert geistige Erkenntnis. Der Lauf der Ereignisse auf der feinstofflichen Ebene entspricht nicht dem Lauf der Ereignisse auf der irdischen.

Wahrhaftig, ein bestrebter Wille, der von einem feurigen Herzen ausgeht, schafft eine Karmawelle, die einen Wirbel erzeugt, der entsprechende Energien mit sich zieht. Diese Wellen werden sich beim kosmischen Umbau als die Grundlage des Aufbaus erweisen, und auch als jene Energien, die den Planeten erhalten. Nur auf diese Energien kann die Welt ihre Zukunft aufbauen.

   So wollen wir uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt der Macht des großen Aufbaus bewusst sein.

 

306. Ein Bewusstsein, das zu den Höheren Welten strebt, vermag aus dem Schatz des Kosmos zu schöpfen. Jene, die behaupten, der Mensch sei in seinen Offenbarungen beschränkt, versperren damit alle Möglichkeiten. Ein feuriges Bewusstsein verwirklicht die Maßnahmen, welche die Evolution des Kosmos schaffen.

  Die Anziehung von Energien aus dem Raum

[Russisches Original. Seite 183.]


ist die Grundlage der Schöpfung, denn die Annalen und die in Erscheinung getretenen Energien können sich durch bewusste Anziehung gegenseitig stärken. Der Mensch ist eine Quelle des Wissens und der mächtigste Umwandler der kosmischen Kräfte. Das Symbol des Umwandlers muss im Herzen leben.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt danach streben, räumliche Energien anzuziehen und umzuwandeln.

 

307. Der Zustand des Geistes beim Übergang in die Feinstoffliche Welt wird vom Bewusstsein verursacht. Wenn der Geist das feinstofflichste Streben vom Leben entfernt, kann er seine Schwingungen nicht harmonisieren und verbleibt in den irdischen Beschränkungen. Doch nicht nur der Aufenthalt in den irdischen Schichten lädt dem Geist eine Last auf, sondern gerade der Kampf zwischen den physischen Ausstrahlungen und dem Aufblitzen des höheren Magneten macht dem Geist das Verweilen in den niederen Schichten so beschwerlich.

Das Gefühl der Ausweglosigkeit, das der Mensch so stark empfindet, ruft viele quälende Erlebnisse hervor. Ausweglosigkeit wird nämlich demjenigen zum Schicksal, dem verfeinerte Bestrebungen fehlen.

  Dabei kann der Mensch auf dem irdischen Plan sein Karma sühnen, ist aber in der Feinstofflichen Welt von seinem Streben abhängig. Der Raum ist angefüllt mit jenen, die auf der irdischen Ebene ihr Karma nicht gesühnt haben. Doch der gesättigte Geist kennt diese feurigen Qualen nicht. Die Verfeinerung des Geistes ist der Schlüssel zu den Toren der Feurigen Welt.

 

308. Feurige Energien, die von irgendeinem Zentrum in Spannung versetzt werden, können oft eine verstärkte Tätigkeit der Energien dieses Zentrums hervorbringen. Eine teilweise Einwirkung von Energien gibt

[Russisches Original. Seite 184.]


dem Zentrum die Kraft, teilweise in Erscheinung zu treten. Diese Anspannungen führen zu jenen teilweisen Offenbarungen, die ein Bewusstsein mit geringem Unterscheidungsvermögen so sehr zum Irrtum führen. Richtig hat Urusvati auf diese Erscheinungen hingewiesen, die durch Anspannung nur eines Zentrums hervorgerufen werden und zu Psychismus führen.

Jede Öffnung, Sättigung oder Reizung der Zentren gibt der feurigen Energie doch eine scharfe Wendung, denn nur eine Entsprechung zwischen dem Organismus und der geistigen Erleuchtung bewirkt als unvermeidliche Folge ein Öffnen der Zentren in höherer Anspannung. Teilweise Anspannung führt zu teilweiser Errungenschaft, die sich als eine sehr gefährliche Erscheinung erweisen kann.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt danach streben, die höhere Anspannung der feurigen Energie zu erkennen.

 

309. Über Psychismus wurde bereits vieles gesagt, dennoch wird diese Geißel der Menschheit zu wenig verstanden. Psychismus stumpft jede Bestrebung ab, und höhere Errungenschaft bleibt unerreichbar. Die Tätigkeitssphäre eines vom Psychismus verschlungenen Menschen bildet einen Teufelskreis um ihn herum, in dem sämtliche Energien ihren Platz finden, die das Wachstum des Geistes aufhalten. Psychismus enthält die niedrigsten Energien, und die Feuer der Zentren verlöschen durch diese Ablagerungen. Mit Psychismus ist unvermeidlich eine Zerrüttung der Nervenzentren verbunden.

  Zudem versperrt die Loslösung von lebendigen Taten den Pfad zur Selbstvervollkommnung Die Schöpfung stumpft ab und es setzt ein passiver Zustand ein, der den Menschen zum Werkzeug von allerlei zuströmenden Kräften macht. Aufgrund

[Russisches Original. Seite 185.]


von Willenserschlaffung wird die Kontrolle geschwächt und dadurch die Anziehung verschiedener niederer Wesenheiten verstärkt.

Wer sich der Feurigen Welt nähern will, muss mit diesen Kräften des Bösen kämpfen.

 

310. Die Aufspeicherungen der Länder werden auf der Kosmischen Waage gewogen. Das Übergewicht der Kräfte der Zerstörung ist unzweifelhaft, doch die Transmutation des Geistes sowie die Reinigung des Raumes und der Menschheit werden eine neue Bestimmung ergeben.

  Der Umbau des Planeten wird alle geistigen und materiellen Werte berühren. Jedes Zentrum, das sein Karma offenbart, wird eine neue Anspannung hervorbringen. Die Menschheit macht eine feurige Reinigung durch. Eine neue Verwirklichung offenbart sich am Horizont des Planeten. Das feurige Fegefeuer berührt nämlich alle Enden der Welt. Auf der kosmischen Waage erscheinen zum Wohl des Weltalls sowohl das Schwert als auch die feurige Transmutation.

   So nähert sich zum Wohl des Planeten die Feurige Welt.

 

311. Jeder große Umbau ruft gewaltige Energien aus dem Raum herbei. Die Netze des Aufbaus werden weit über die Grenzen der irdischen Sphären hinaus ausgeworfen. Doch mit dem ganzen Druck der Kräfte des Lichts spannen sich auch die Kräfte der Finsternis an. Ebenso wie die eine Substanz auf eine Berührung reagiert, reagiert eine andere auf jede Verschiebung. Bei der kosmischen Verwandlung reagiert der Raum auf jede Schwingung. Die Ereignisse spannen sich nämlich ebenso an wie eine Substanz bei einer chemischen Reaktion.

Das räumliche Feuer beginnt neue Kräfte zu sammeln, doch das unterirdische Feuer sucht durchzubrechen. Ebenso verbreiten sich die Kräfte des Geistes und offenbaren ihre Bestrebungen in

[Russisches Original. Seite 186.]


Abhängigkeit von ihren Aufspeicherungen. Eine große Transmutation naht, und die Feurige Welt harrt ihrer Verwirklichung.

 

312. Am wenigsten von allem begreift die Menschheit die Untrennbarkeit des Karma. Indessen ist dieses kosmische Gesetz auf jede Offenbarung anwendbar. Der Mensch ist nämlich nicht nur eine Monade, die ihren evolutionären Pfad vollendet, er ist auch ein Teil der Monade des Kosmos. Alle Monaden, die aus der einen Monade des Kosmos hervorgegangen sind, tragen für das Bestehen des ganzen Weltalls Verantwortung. Die Verbindung zwischen dem Menschen und den Erscheinungen des Weltalls sättigt sich gegenseitig; daher ist es so wichtig zu erkennen, dass jemand, der Böses hervorbringt, den ganzen Fortschritt aufhält.

  Der Lauf der Ereignisse zeigt, wie sehr sich die Geschichte wiederholt. Die Grundlage dafür ist die Erscheinung derselben Monade. Das Karma des großen Aufbaus weist natürlich auf die Untrennbarkeit Verbindung zwischen dem Fürsten der Finsternis und der Menschheit hin. Der Verfall der mächtigen Grundlagen wirkt sich unvermeidlich auf die Menschheit aus. Doch die Auferstehung des Geistes kann jede Lebenserscheinung auferstehen lassen, darunter selbst den gefallenen Engel.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt sollte man über die Untrennbarkeit der Pfade der Monaden vom Kosmos nachdenken.

 

313. Um Taten und Erfolg zu verwirklichen ist es unerlässlich, vom Wesen der handelnden Erscheinung durchdrungen zu sein. Wenn die Tat ein großes Ziel voraussetzt, muss jeder Schritt der Bestimmung entsprechen.

Man kann das Große nicht mit dem Unbedeutenden vermengen. Man kann Verrat nicht mit der höheren Bestimmung vermengen oder niedere Triebkraft mit

[Russisches Original. Seite 187.]


einem höheren Ziel – eine solche Vermischung ruft unvermeidlich eine scharfe Reaktion hervor.

Jede höhere Bestimmung bedarf einer feurigen Sättigung und der Nichtwidersetzung gegen die räumlichen Bestimmungen. Neben hoher Wachsamkeit ist die bewusste Unterscheidung der Kräfte des Lichts und der Finsternis unerlässlich. Allein Unbeugsamkeit und bewusste Furchtlosigkeit werden den Sieg bringen.

 

314. Der Zustand des Planeten ist so katastrophal, dass nur eine höchst angespannte Einwirkung die Völker von Barbarei zurückhalten wird. Jene, welche die Feurige Wache über die kosmischen Ereignisse auf sich genommen haben, können nur in unsagbarer Anspannung diese Sättigung hüten. Wenn man über die Menschheit wacht, muss man Unvollkommenheit, Kleinmut und Furcht bekämpfen. Das Karma der Menschheit besteht aus einem Mosaik der schrecklichsten Sühnen. Nur die feurige Wache der Hierarchie wird die Menschheit retten.

Sammeln wir auf dem Pfad zur Feurigen Welt alle besten Schwerter des Geistes.

 

315. Ein Bewusstsein, das vom Verständnis für die Unanfechtbarkeit der Heldentat erleuchtet ist, kann die Neue Welt finden. Ein solches Bewusstsein wird sein Streben darauf richten, den Kampf gegen die Finsternis aufzunehmen, und sich der ganzen Höllenbrut zu widersetzen wissen. Viele Alltagserscheinungen kann man mit der Höllenbrut vergleichen. Denn die Sphäre, welche die Menschheit umgibt, ist mit den Ausgeburten der Wirkungen des Karmas der Menschheit gesättigt.

  Die Annahme der Heldentat im Herzen eröffnet die Pfade zu ihr. Die feurige Schlacht erfüllt alle Sphären! Die Schöpfung verstärkt ungestüm die neuen Energien.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt wollen wir unseren Geist mit dem Bewusstsein der Heldentat sättigen.

[Russisches Original. Seite 188.]


316. Das Wesen des Strebens hängt vom Potential des Geistes ab. Das Streben nach Verschmelzung mit dem Kosmos lenkt den Geist auf die Bedeutung der Einheit im ganzen Weltall hin. Das Bewusstsein, dass der Geist der Erzeuger alles Bestehenden und der Träger des Entstandenen ist, wird den Menschen veranlassen, alle karmischen Bindungen zu verstehen. Alle bestehenden Gesetze des Kosmischen Aufbaus weisen auf diese unlösbare Einheit hin. Wie kann man sonst die Ereignisse der Welt erklären!?

Alle Lichtträger wachen über diese Einheit. Genährt durch die Einheit des Kosmischen Feuers gleicht jeder Geist einem Fohatfunken.

Lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt mit erneuertem Bewusstsein nach Verschmelzung mit dem Kosmos streben.

 

317. Man muss auch über die Eigenschaft des Guten nachdenken, denn dieser Begriff wird sehr missbraucht, indem jeder Ausdruck von Schwäche und Torheit für gut gehalten wird. Mit Recht wurde gesagt, dass man die Wahrheit verteidigen und das Böse bekämpfen soll.

  Die Qualität des Guten ist eine große Sättigung der Tat durch Gerechtigkeit und das Herz. Bei höherer Gerechtigkeit offenbart ein feuriges Bewusstsein seine Anziehung zur Schaffung eines besseren Karma. Die Anziehung des Herzens wird immer von feurigen Energien genährt.

  Die Eigenschaft des Guten muss in allen höheren Ausmaßen verstanden werden. Lasst uns zur Vervollkommnung des Konzepts der Qualität des Guten bestrebt sein.

 

318. Die gegenwärtige Lage der Welt entspricht den Aufschichtungen, welche die Menschheit angehäuft hat. Die Offenbarung der Entsprechung kann

[Russisches Original. Seite 189.]


jene Zyklen verwirklichen, die jetzt beginnen; in ihnen wird sich die ganze Sühnung des Karma auswirken, und jeder Zyklus wird seine neue Stufe hervorbringen. Wenn wir über Zyklen sprechen, lasst uns die Verschiebung der kosmischen Entsprechung ins Auge fassen. Wir wollen nämlich die Sühnung als feurigen Aufbau betrachten.

Diese Zyklen werden durch drei Ursachen gebildet: Durch Transmutation der alten Aufspeicherungen, Reinigung des Raumes und Schaffen einer großen Zukunft. Die Transmutation hat begonnen. Und wie aus den Meerestiefen Ungeheuer auftauchen, so steigt aus dem Innern des Pöbels der ganze Kehricht empor. Im Schmelztiegel des Kosmos wird für einen nützlichen Aufbau vieles umgeschmolzen. Die Anstrengungen bei der Transmutation ziehen jede karmische Wirkung herbei. Der Zustand des Planeten schafft ein unvermeidliches Karma, das von den Ausgeburten der Menschheit gewoben wird.

Auf dem Pfad zur Feurigen Welt muss man jedoch bedenken, dass die Reinigung des Raumes eine große Zukunft hervorbringen wird.

 

319. Eine Tat hängt von der Anspannung der Sphäre ab, in der sich der Geist aufhält. Wie angespanntes Streben die Macht der Tat verwirklicht, so sättigt Widerstand die Tat mit dem Wesen des Bewusstseins.

  Die Ebenen der Dimensionen bestimmen den Verbrauch der Energie. Wo die grobstoffliche Welt der Anstrengungen bedarf, dort bedarf die Feinstoffliche Welt ihrer nicht nur nicht mehr, sondern ermöglicht eine leichte Fortbewegung. Die grobstoffliche Welt erfordert jene Kraft, die alle Widerstände überwindet. Doch in der Feinstofflichen Welt ist der Haupthebel die Aufspeicherung von geistiger Bestrebung. In der Feinstofflichen Welt kann man Widerstand nur durch Geistigkeit überwinden.

[Russisches Original. Seite 190.]


   Es ist falsch anzunehmen, die Feurige W