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Alle Rechte, einschließlich
Übersetzungsrecht beim Autor.
"AGNI YOGA" Verlag
Riga, Elizabetesstr. 21, W. 7
[Zweite, geänderte Herausgabe, 1936.]
Wanderer-Freund, lass uns gemeinsam wandern. Die Nacht bricht herein. Wilde Tiere sind um uns, und das Lagerfeuer könnte verlöschen. Doch wenn wir uns einigen, die Nachtwache zu teilen, schonen wir unsere Kräfte.
Der morgige Pfad ist weit und wir könnten ermüden. Lass uns gemeinsam wandern. Es wird für uns ein Feiertag und eine Freude sein. Ich werde dir das Lied deiner Mutter, Frau und Schwester singen. Du wirst mir die Geschichte deines Vaters erzählen, von einem Helden und seiner Heldentat. Möge unser Pfad ein gemeinsamer sein.
Sei vorsichtig, tritt auf keinen Skorpion und warne mich vor Nattern. Wanderer-Freund, denke daran, dass wir einen bestimmten Gebirgsort erreichen müssen.
Wanderer, sei mein Freund.
[Russisches Original. Seite 6.
Leeres Blatt.]
Wir vertreiben Aberglauben, Unwissenheit und Furcht. Wir schmieden Mut, Willen und Wissen.
Jedes Streben nach Bildung ist willkommen. Jedes auf Unwissenheit beruhende Vorurteil wird aufgedeckt.
Schaffender, leuchten in deinem Bewusstsein nicht die Grundlagen der Zusammenarbeit und der Gemeinschaft?
Hat diese Flamme deinen Verstand bereits erleuchtet, so nimm die Zeichen der Lehre aus Unseren Bergen an.
Schaffender, werde nicht müde, über gewisse Ausdrücke angestrengt nachzudenken. Jede Zelle ist im höchsten Maße einfach.
Einen Gruß den Schattenden und den Suchenden!
[Russisches Original. Seite 8.
Leeres Blatt.]
GEMEINSCHAFT
1. Die Familie, die Sippe, das Land, die Völkervereinigung jede Gemeinschaft strebt nach Frieden, nach Verbesserung des Lebens. Jede Zusammenarbeit und jedes gemeinschaftliche Leben bedarf der Vervollkommnung. Niemand vermag die Grenzen der Evolution festzulegen. Demnach wird auch der Schaffende zum Schöpfer. Wir wollen vor den Aufgaben der schöpferischen Tätigkeit nicht zurückschrecken. Wir wollen für die Wissenschaft freie Wege finden. So wird der Gedanke an die Vervollkommnung ein Zeichen der Freude sein.
2. Mutlosigkeit ist der Feind jeder Vervollkommnung. Im Zweifel kann es keinen Aufbau geben, in Angst gibt es kein Lernen. Beobachtung ist ein Schritt zur Gerechtigkeit. Ichsucht ist Verrat an der Selbstlosigkeit. Der Pfad kann ohne Heldentat nicht beschritten werden.
3. Klöster nannte man oft Gemeinschaften. Das gemeinschaftliche Leben ist bereits seit langem ein Zeichen von Zusammenarbeit und gegenseitiger Achtung. So ist auch jede Werkstatt bereits eine Zelle der Gemeinschaft, wo jeder sein Können beisteuert. Um sein Können dem Werk der Gemeinschaft abzugeben, ist Freundlichkeit erforderlich.
4. In sämtlichen Glaubensbekenntnissen wird auf die Einigkeit als das einzige Bollwerk des Erfolges hingewiesen. Bessere Erfolge können erzielt werden, wenn über die Einigkeit der Mitarbeiter Gewißheit herrscht. Man kann viele Beispiele anführen, wo gegenseitiges Vertrauen unter den Mitarbeitern zu großen Entschlüssen verhalf. Mögen die Menschen sich des Wertes der Zusammenarbeit bewusst sein, angefangen vom häuslichen Herd bis zu den welträumlichen Vorherbestimmungen. Die Saat der Arbeit vertrocknet ohne den Segen gegenseitiger Hilfe. Wir wollen nicht zuviel zurückschauen. Wir eilende Wanderer werden ermüden, wenn wir gegeneinander stoßen. Uns wird eine herrliche Bedeutung bewusst, wenn wir den großen Begriff "Freund" aussprechen können. Eine Gemeinschaft kann nur aus Freunden bestehen.
5. Der Pfad des Lebens besteht aus gegenseitiger Hilfe. Die Teilnehmer an einer großen Aufgabe können keine Menschenhasser sein. Dieses lange Wort bezeichnet einen schändlichen Hass. Vielleicht werden es die Menschen um so besser im Gedächtnis behalten und beschämt sein.
6. Vergessen wir auch nicht, dass ein klares Bewusstsein die Erkenntnis erleichtert. Verlieren wir jedoch den kürzesten Pfad nicht, denn die Zeit ist kostbar. Wir dürfen durch unsere Schwerfälligkeit niemanden berauben. Faulheit und Unwissenheit schlafen in der gleichen Wiege.
7. Bosheit hat Pest und Aussatz im Gefolge. Bosheit kann den friedlichen Herd in einen Schlangenhaufen verwandeln. Die Eigenschaften
der Bosheit taugen nicht für die Gemeinschaft. Die gemeinsame Aufgabe ist das Allgemeinwohl.
8. Zusammenarbeit muss auf gesunden Vorschriften begründet sein. So eine Ausgangsbasis lehrt Ordnung, das heißt, sie hilft Rhythmus zu erlangen. So äußern sich die großen Gesetze des Universums selbst in der alltäglichen Arbeit. Es ist besonders notwendig, sich bereits von Kindheit an stetige Arbeit zu gewöhnen. Möge die bessere Evolution sich auf der Arbeit als Wertmaßstab aufbauen.
9. Auch eine andere unerlässliche Bedingung muss erfüllt werden. Arbeit muss freiwillig getan werden. Zusammenarbeit muss auf freiwilliger Basis beruhen. Die Gemeinschaft muss eine freiwillige sein. Arbeit darf nicht durch Zwang zur Sklaverei werden. Die Bedingung der freiwilligen Zustimmung muss dem Fortschritt zugrunde liegen. In das neue Haus darf niemand Zersetzung hineintragen. Arbeiter, Erbauer, Schöpfer gleichen hoch schwebenden Adlern. Nur im weiten Flug fallen Staub und Schmutz der Verwesung ab.
10. Liebe zum Handwerk wird die saubere Arbeit mit hoher Qualität ausstatten. Eine vortreffliche Qualität wird sich das ganze Leben hindurch behaupten. Nichts wird in der Dunkelheit verharren. Unwissenheit wird ein schmähliches Verbrechen sein. Finsternis wirkt ansteckend, doch Licht ist anziehend. Wollen wir also die das ganze Leben erhebende Liebe zum Handwerk bejahen.
Wissenschaft sollte die bessere Qualität aufzeigen. Wissenschaft sollte die stärkeren Energien anziehen. Geistiges Wissen leuchte über jeder Werkbank.
11. Manch falsche Anschauung hat sich über den Begriff Arbeit gebildet. Noch vor kurzem wurde die Arbeit verachtet und als gesundheitsschädlich betrachtet. Welch grobe Herabsetzung, die Arbeit als schädlich anzusehen! Nicht die Arbeit ist schädlich, sondern die unzulänglichen Arbeitsbedingungen. Nur durch bewusste Zusammenarbeit kann die geheiligte Arbeit wieder genesen. Nicht nur die Qualität der Arbeit muss gut sein, sondern auch der gegenseitige Wunsch, die Bedingungen der Arbeit klar verständlich zu machen, muss erstarken. Man darf die Arbeit nicht verfluchen, man soll den besseren Arbeiter auszeichnen.
12. Es ist also nötig, Achtung vor dem Handwerk einzuflößen, damit es als höhere Auszeichnung aufgefasst wird. Die ehemaligen Gilden haben Beweise ihrer Lebenstüchtigkeit hinterlassen. Man kann sehen, wie die Menschen ihre Fähigkeiten vervollkommneten. Sie verstanden einander zu schützen und die Würde ihrer Gemeinschaft zu wahren. Solange die Menschen es nicht lernen, die Verdienste ihrer Mitarbeiter zu wahren, werden sie das Glück des Allgemeinwohls nicht erfassen.
13. Der Begriff der Gerechtigkeit erweist sich auf der Arbeitsgrundlage. Auch Mut steigert sich leicht bei wechselseitiger Bürgschaft. In der Tat, alle wie einer, doch
jeder trägt mit seinen besten Fähigkeiten zum Gelingen bei. Wir wollen nicht zerstören, sondern Herzenswärme hervorbringen.
14. Ein Gefühl, frei von Spezialisierung, ist Unser Gefühl, denn Wir leben für das Leben in seiner Gesamtheit. Jeder sich Uns nähernde Spezialist wird unvermeidlich seine einfarbige Brille verlieren. Deshalb seid bemüht, dass die Spezialisierung nur eines der Gerichte eurer Tafel ist. Wie die Vögel über der Erde, wie die Bienen über all den Blumen, so können wir das ganze Weltenall in uns aufnehmen.
Ohne Spezialisierung ist es leichter, sich für die laufende Aufgabe der Evolution vorzubereiten den Verkehr mit den fernen Welten und die Umwandlung der Astralwelt, der Welt der finsteren irdischen Überreste. Die Annahme des Begriffes Gemeinschaft wird die Tore für die nächsten Errungenschaften erschließen, wobei die Fristen von den Menschen selbst abhängen. Nehmen wir daher jedwede Suche nach Gemeinschaft auf.
15. Aus einem wilden Dickicht vermag Ich einen Hain zu schaffen, doch ein von demutsvollen Stirnen polierter Stein gebiert kein Samenkorn.
16. Unter den mechanischen Errungenschaften der gegenwärtigen Zivilisation verdient die Fortbewegungsart eine besondere Beachtung. Dieses Verschlingen des Raumes ist bereits ein gewisser Sieg über die überirdischen Sphären. Doch ein Kreis des niederen Materialismus hält diese Eroberungen in den Grenzen der niederen Materie und
verursacht mehr Schaden als Nutzen. Die Hauptgefahr dieser Fortbewegungsbeschleunigung liegt im erhöhten Gefühl der Verantwortungslosigkeit. Die gewohnten Grenzen überschreitend, wird der Mensch leicht, und infolge seiner groben Gefühle verliert er das Verantwortungsbewusstsein.
Wer mit einer Geschwindigkeit von 400 Meilen in der Stunde fliegen oder höher aufsteigen kann als andere, nimmt die Psychologie eines Faustkämpfers an und das geistige Verantwortungsbewusstsein verlässt ihn.
Man kann die Eroberung veredeln, wenn man ihr jede sportliche Bedeutung nimmt und sie auf die Arbeit hinlenkt. Eile, die Unglücklichen zu retten, fliege, die Menschheit zu vereinigen! Dann werden diese Errungenschaften der Evolution dienen, denn die Menschen müssen die überirdischen Bestrebungen im Alltag einführen, ohne dabei die Verantwortung zu vergessen. Noch verbleiben diese Errungenschaften auf der Stufe hässlicher Zentauren. Doch wenn die Menschen begreifen werden, wohin und warum sie fliegen sollen, dann wird es möglich sein, die Flugapparate zehnfach zu verbessern.
Man kann eine Menge nutzbringender Experimente in die Schichten des Raumes flüstern. Atomenergie, Verdichten von Prana1, farbige Raumstrahlen, Ernte in Zusammenhang mit wiederholten Explosionen und vieles andere ist für die Menschheit bestimmt.
17. Oft habt ihr gehört, dass Unsere Weisungen zu befolgen sind, und ihr konntet euch davon überzeugen, dass die genaue Befolgung
der Hinweise sich als zweckmäßig und nützlich erwies. Dies ist die erste Stufe. Hernach muss mit der Selbsttätigkeit begonnen werden. Die Grundlagen Unserer Lehre kennend, ist es notwendig, sich als Schüler zu erweisen, die in voller Entsprechung und Unanfechtbarkeit schaffen. Wenn der Lehrer sagt: "Jetzt offenbart selbst die Wirkung Meiner Weisungen" bedeutet dies nicht, alte Gewohnheiten an den Tag zu legen, Zwistigkeiten zu stiften, beleidigt zu sein und einander zu kränken. Das kann den Maultiertreibern überlassen werden. Euch aber steht es zu, an Unsere Gemeinschaft zu denken und dieser in harmonischer Arbeit nachzueifern. Wenn die Zeit kommt, den Schiffskurs zu andern, erfolgt auch die Weisung. Doch für das Flicken der Schuhsohle erwartet keine Weisung. Sonst fangen wir bald an, uns zum Geburtstag zu beglückwünschen.
Man muss immer die Wichtigkeit und den Wert der gegebenen Arbeit erfassen und soll die kindlichen Gewohnheiten dem Archiv übergeben.
Ohne von den Grundsätzen abzuweichen, kann man Hunderte von würdigen Lösungen finden. Ich möchte euch auf der nächsthöheren Stufe sehen.
18. Manche träumen davon, sich dem Lehrer zu Füßen zu werfen, wagen es jedoch nicht, mit ihm in den Kampf zu ziehen. Doch gerade jetzt ist die Zeit des Kampfes gekommen, und Wir können nur zum Kampf aufrufen. In voller Kenntnis der Wahrheit des Guten bestätigen Wir, auf persönliche Verantwortung, den Kampf, doch einen gesetzmäßigen.
19. Lernet es, wie ihr während des ganzen Kampfes frisch bleiben könnt. Der Kampf des Lichtes setzt eben ein,
Millionen sind daran beteiligt, ohne den Ausgang zu kennen. Doch ihr kennt ihn, und diese Kenntnis sollte euch weise machen und zu einer würdigen Entscheidung veranlassen. Euer Geist muss sich im Namen der Wahrheit beflügeln. Wie kann man durch eine Heldentat für die Evolution der Welt emporgehoben werden? Mein Strahl überbringt die Bitte, sein Leuchten nicht zu stören. Anstatt Schwingen der Heldentat können leicht schwarze Hörner wachsen Flügel einer falschen Vernunft. Die niederen Geister haben schwarze Ausstrahlungen, die Hörnern gleichen.
20. Man muss dem Höchsten, dem Absoluten zustreben. Die höchste, absolute Anziehung wird die zu den fernen Welten sein. Irdische Schönheit schwindet im Glanz himmlischer Strahlen. Irdische Wissenschaft, die sich schwer an das Gestern erinnert und das Morgen nicht kennt, ist unbedeutend und trägt nichts bei zum Wissen über den Verlauf der Entstehung von Gestirnen.
Wie kann man sich dem erwähnten Absoluten nähern? Es geht weder mit technischen Mitteln noch mit der irdischen Wissenschaft, noch durch die darstellende Kunst. Dies ist nur durch eine Erweiterung des Bewusstseins möglich, wenn das irdische Wesen von den Ausstrahlungen ferner Sphären verschlungen wird. So verlieren jene, die sich Uns, oder vielmehr den Grenzen der Erdbahn nähern, ihre Spezialisierung. Nur mit einem allumfassenden Bewusstsein kann man den Glanz der Gestirne ertragen. Doch um dieses Leuchten aufnehmen zu können, muss man seine inneren Feuer entfachen.
Das Element Feuer ist höchst treffend, höchst
transzendent, und wenn ihr Unsere Gemeinschaft nach Elementen einordnen wollt, so bezieht euch auf das große Feuer, das alles gibt, alles reinigt und nichts verlangt.
21. Wir sind keine Freunde der Welt körperlicher Überreste, doch wie alles Bestehende kann sie in der geistigen Entwicklung nicht vermieden werden. Die Welt der körperlichen Überreste enthält bestimmte Elemente, die für den Verkehr zwischen den Welten nötig sind. Zum Beispiel, die Fortbewegungsart wird von den Bewohnern der Feinstofflichen Welt wenig verstanden. Obwohl sie die Möglichkeit haben, aufwärts zu streben, beschäftigen sie sich mit dem Bau von finsteren Häusern, die irdischen nachahmend. Doch hätten sie noch zu Lebzeiten ihr Bewusstsein erweitert, könnten sie den Saum des Gewandes der Mutter der Welt ausmessen.
Die besseren Möglichkeiten können von jenen geweckt werden, die mit einem geistigen Bewusstsein wahrzunehmen vermögen. Doch um das Bewusstsein zu bewahren, ist es erforderlich, dies zu Lebzeiten zu fühlen. Dann wird der Zustand der gegenwärtigen Welt der körperlichen Überreste nahezu verschwinden. Es gilt nicht das Gebet "Ruhe in Frieden", sondern der Ausspruch "Lerne im Raume des Lichtes". Denkt mit dem ganzen Bewusstsein an die Aufgaben der Evolution! Sobald das Streben nach Ruhe verschwindet, sind die Tore nahe.
22. Uns kann man nur in Einigung erreichen. Es ist nicht nötig, Uns zu vergöttern; es bedarf einer bestimmten Eigenschaft des Geistes, wie eine Lampe mit übereinstimmender Spannung. Eine flackernde Lampe ist bei langwieriger Arbeit
unerträglich. Die Gesetze sind überall die gleichen, und nach dem Gesetz der Gerechtigkeit schadet sich eine flackernde Lampe selbst. Ich rate Meinen Lampen, nicht zu flackern. Das Dynamo wird nicht durch die Beschaffenheit der Lampen beschädigt, stimmt aber die Spannung der Lampen nicht überein, endet dies oft mit einem traurigen Zing! Und das Grundmetall muss erneuert werden. Die Gesetze sind in allem gleich.
23. Es gibt keine seelenlose Gerechtigkeit, sondern nur leuchtende Zweckmäßigkeit. Wahrlich, die herrliche Zweckmäßigkeit kann nicht quälen, sondern sie erschließt die Tore der Schönheit. Und der Ruf der Zweckmäßigkeit erfüllt den Raum mit Siegesgefühl. Die Zweckmäßigkeit aufbauenden Ereignisse und Schöpfungen sind keine kleinen abgenutzten Bruchstücke, sondern sie sind die kostbaren Teile des Kosmos.
Nur ein Begreifen der Kosmischen Individualität kann die Stufen der Evolution erleuchten. Ansonsten bleibt nach irdischer Auffassung die Evolution nur eine einträgliche Kapitalsanlage. Doch ihr wisst bereits, dass ein Kapital, bar der Zweckmäßigkeit, nur ein Mühlstein um den Hals ist. Und wie das Auftreten einer Seuche geistige und körperliche Geschwüre hervorruft, so bringt auch das Auftreten des Wahnsinns der Habsucht dem Geist und dem Körper Schaden.
Auf der Erde kümmern wir uns auch um den Körper, und deshalb sollte man die Ursachen der Krankheiten ergründen. Der Arzt könnte dem Kranken sagen: "Sie haben einen Anfall von Habsucht",
oder "eine Anämie des Eigendünkels", oder "Steine des Verrats", oder "den Aussatz der Klatschsucht", oder "einen Schlaganfall des Hasses".
Auf den Friedhöfen erinnern wir uns so gern an die Verdienste des Abgeschiedenen; es wäre gut, die wahren Ursachen der Krankheiten aufzuzeigen, dies wäre ein lehrreiches Schauspiel.
Freunde, Ich wiederhole haltet eure Gedanken rein, dies ist die beste Desinfektion und das beste Stärkungsmittel.
24. Was ist Prophezeiung? Das Voraussagen des Schicksals einer bestimmten Verbindung von Materieteilchen. Deshalb kann Prophezeiung sich erfüllen, doch durch ein unpassendes Verhalten kann sie auch verdorben werden, genauso wie eine chemische Reaktion verdorben werden kann. Gerade das können die Menschen nicht verstehen, obwohl sie die Bedeutung eines Barometers begreifen können.
Prophezeiungen können in befristete und unbefristete unterteilt werden. Wenn wir es mit einer befristeten Prophezeiung zu tun haben, so bedeutet dies, dass wir alle dazwischenliegenden Bedingungen verstehen müssen. Eine große Frist besteht aus kleinen Fristen; deshalb ist es richtig, die kleine Frist zu beachten.
Es muss daran erinnert werden, dass die Finsteren mit kleinen Fristen arbeiten und die großen zu erschweren suchen.
25. Können Prophezeiungen unerfüllt bleiben? Natürlich können sie. Wir haben ein ganzes Lagerhaus von verloren gegangenen Prophezeiungen. Eine wahre Prophezeiung sieht die besten Verbindungen von Möglichkeiten voraus, doch es ist möglich, dass man diese entweichen lässt.
Das Thema der Erfüllung von Prophezeiungen ist sehr tiefschürfend, in ihm vereinen sich Zusammenarbeit und höheres geistiges Wissen. Der Unweise sagt: "Welche Küche!" Doch eine Küche kann leicht in ein Laboratorium verwandelt werden.
Seit undenklichen Zeiten sind von Unserer Gemeinschaft Prophezeiungen als segensreiche Zeichen für die Menschheit ausgegeben worden. Die Wege der Prophezeiungen sind verschieden. Sie werden entweder einigen Personen eingegeben, oder es sind von Unbekannten hinterlassene Aufzeichnungen. Durch Prophezeiungen werden die Menschen auf die beste Art informiert. Gewiss, die Symbole sind oft verschleiert, doch der ihnen zugrunde liegende Sinn ruft eine Schwingung hervor. Eine Prophezeiung erfordert natürlich Wachsamkeit und Bestrebung.
26. Wenn Materie überall vorhanden ist, dann hinterlässt auch Licht sein Protoplasma. Man kann die ganzen Lichterscheinungen nicht als zufällig betrachten. Bestimmte Augen können das Lichtnetz einfangen. Wegen der Erhabenheit der Lichtenergie sind diese Gebilde alle sehr schön. Eine Dissonanz ergibt sich weit öfter beim Ton. Das Lichtprotoplasma ist nichts Abstraktes, seine Ablagerungen schmücken das Pflanzenreich. Der Rhythmus der Wellen und der Sandflächen sowie die Planetenkruste werden durch Lichtknoten beachtlich stabilisiert. Lernet es, Lichtgebilde lieb zu gewinnen. Die auf der Leinwand festgehaltenen Bilder sind nicht so sehr von Bedeutung wie die eingefangenen Lichtschwingungen. Die Eigenschaft des Blickes wird völlig unterschätzt. Sie gleicht einem Strahl für den Photofilm. Man muss daran denken, dass wir mit
dem geistigen Blick das Bild der Elementargeister festsetzen. Genauso hält der physische Blick das Lichtnetz im Raum fest. Die Bedeutung dieser Zusammenarbeit sollte man kennen. Jede Bewegung des Menschen ist mit der wesenhaften Natur der Elemente verbunden.
Ich weise auch auf die Bedeutung der Musik der Pythagoreer bei Sonnenaufgang hin. Licht ist der beste Reinigungsfilter für den Ton. Nur die Barbarei der Menschheit kann den Ton in den Staub der Finsternis sperren.
27. Der mit Schönheit gesättigte reine Gedanke weist den Weg zur Wahrheit. Die Lehre der Entsagung setzt die Herablassung zu einem beschränkten Bewusstsein voraus. Ein erweitertes Bewusstsein befreit den Menschen von vielen Fesseln. Leben in Schönheit ermöglichen es, frei und großmütig hinüberzugehen, um als Sieger wiederzukehren. Wer im Bewusstsein der Schönheit voranschreitet, kann nicht in Verwirrung geraten. Nur Verwirrung kann den Weg versperren.
Es ist nicht ganz richtig, zu sagen, dass Schönheit die Welt retten wird. Richtiger ist es zu sagen, dass das Begreifen der Schönheit die Welt retten wird.
Über hässliche Hindernisse kann man zum Leuchtturm der Schönheit gelangen, zahllose Samenkörner ausstreuend. Wenn man einen Garten der Schönheit anlegen kann, dann ist nichts zu befürchten. Es gibt keine Müdigkeit, wenn der Garten des Geistes Neuankommenden Eintritt gewährt.
28. Die Erstarrung der Erde hat die Höchstgrenze erreicht. Wir halten äußerste Maßnahmen für notwendig, damit der Geist wieder erwacht. Mit Lächeln allein wird die Lehre nicht erreicht. Das Auftreten von Wüsten hat vor langer Zeit den Beginn der Barbarei gekennzeichnet. Schon lange wurden Zeichen gegeben sowie auch Zeit, sich zu besinnen. Hinweise wurden erteilt, doch niemand hat darauf gehört.
29. Die Lehre der Neuen Welt wird alle Unbequemlichkeiten beseitigen. Wahrlich, nur der Schild der Gemeinschaft kann dem Dasein auf der Erde Sinn verleihen. Wie unbeschreiblich schön ist es, über die Zusammenarbeit mit den fernen Wellen nachzudenken. Diese bewusst aufgenommene Zusammenarbeit wird in den Verbindungsbereich neue Welten einbeziehen, und dieses erhabene Zusammenwirken wird die Möglichkeiten unbegrenzt erweitern.
Wenn alle Möglichkeiten durch eine Gemeinschaft bedingt sind, offenbaren sich diese durch den geistigen Kanal. Es wurde gesagt, dass der Laut als erster durchdringen wird. Mögen diese Bruchstücke noch unausgebildet sein, wie die ersten Kerben eines Eoliths. Mögen bis zum Verstehen eines komplizierten Sinnes ganze Jahre vergehen, dennoch ist es unbestreitbar, dass diese Errungenschaft weder in Laboratorien noch in Optikerläden einsetzen wird. Das geistige Gehör wird die ersten Botschaften einbringen, nicht für Magisterabhandlungen, sondern für das Leben, das die Evolution schmiedet. Den Feinfühlenden kann die Lehre sagen: Beim Erwachen denkt an die fernen Welten, beim Einschlafen denkt an die fernen Welten.
Vernehmt ihr irgendwelche Lautfragmente, lehnt diese nicht ab, denn jedes Fragment kann die Möglichkeiten für die Menschheit vermehren. Allmählich können unbekannte Worte durchdringen, worüber man nicht erstaunt sein sollte, eingedenk dessen, dass sich das Bewusstsein fristgemäß ebenso zu anderen Zeiten erweitert hat.
Ihr begreift, dass die Erde ohne Gemeinschaft nicht leben kann. Ihr begreift, dass ohne Erweiterung der himmlischen Wege das Dasein bedeutungslos ist. Die Neue Welt braucht neue Grenzen. Suchende müssen einen Pfad haben. Ist dieser über den ganzen Horizont hinweg etwa schmal? Es ist ein Glück, dass die Suchenden ihr Ohr nicht an die Erde legen müssen, sondern den Blick in geistige Höhen richten können. Für den Strahl ist es leichter, erhobene Häupter aufzusuchen. Jeder Fortschritt der Welt ist von der Gemeinschaft abhängig.
30. Die Erweiterung des Bewusstseins ist ein Grund zum Beglückwünschen. Kein Laboratorium ist in der Lage, dieses dauernde Wahrnehmen von unbegrenzten Möglichkeiten zu bieten. Nur persönlich, bewusst und frei ist es möglich, sich an die ununterbrochenen Stufen aus dem Raum anzupassen. Die Lehre vermag die Tür zu öffnen, doch eintreten kann man nur selbst. Weder Belohnung noch Gerechtigkeit, sondern das unumstößliche Gesetz trägt den inkarnierten Geist in einer aufsteigenden Spirale empor, wenn er die Notwendigkeit der Bewegung erkannt hat. Der Lehrer darf diese Erkenntnis durch nichts beschleunigen,
denn jede Beeinflussung würde die persönliche Errungenschaft beeinträchtigen.
Eine Sache ist es, abstrakt über die fernen Welten zu sprechen, eine andere, als Teilnehmer sich dort bewusst zu werden. Nur wer sich den Weg zur Schönheit nicht verschloss, kann begreifen, wie nahe ihm die fernen Welten sind.
Das Ohr vermag Bruchstücke des Großen Atems einzufangen, doch das geistige Wissen räumt dem Menschen einen Platz in der Unbegrenztheit ein.
Es ist nützlich, auf entfernte Epochen zurückzublicken, wann dieses Bewusstsein geweckt wurde. Wir sehen, dass das kosmische Bewusstsein nicht zur Blütezeit der Wissenschaft, sondern zur Zeit der Verkündigung von Religion erwachte, denn nicht Hypothesen, sondern allein geistiges Wissen führt zu den Sternenpfaden. Ich bedauere, dass keine astronomischen Berechnungen den Augenblick der Verbindung voranbringen konnten, ebenso wenig, wie eine Ameise mit einer Riesenkanone zu schießen vermag. Es ist besonders wertvoll, dass solch eine Heldentat mit Hilfe des Geistes bekundet werden muss. Hier sprechen wir sozusagen materiell, doch ohne Geist lässt sich diese Energie nicht anwenden. Gerade der Geist verleiht der Materie eine bestimmte Eigenschaft. Der Zustand der Erde erfordert einen außergewöhnlichen Arzt. Der Planet ist krank, und wenn es nicht gelingt, ihn voranzubringen, dann wäre es besser, ihn vorübergehend aus der Planetenkette auszuschließen es mag wie mit dem Mond geschehen. Die Brutstätten der niederen Schichten der Feinstofflichen Welt sind in gefährlichem Maß unerträglich
geworden. Man darf auch nicht vergessen, wie die Menschheit unter den Einfluss der niederen Schichten der Feinstofflichen Welt geriet.
Die Gemeinschaft wird allen helfen, der Gemeinschaft hingegen wird die Erweiterung des Bewusstseins helfen.
31. Der Lehrer schätzt den Wunsch, die großen Bildnisse vom Staub reinzuwaschen. Der Lehrer schätzt den Wunsch, große Worte einfach auszudrücken. Der Lehrer schätzt den Wunsch, den Wortschwall einzudämmen. Um das Wesentliche zu erwählen, ist es notwendig, von der Grundlage auszugehen.
Man sollte wissen, dass uns kein einziges Denkmal ohne Verstümmelung überliefert wurde. Ähnlich wie aus Lehm, kann man Abdrücke von einer Gemeinschaft vernünftiger Zusammenarbeit und des Strebens über die Grenzen des Sichtbaren hinaus machen. Die Lehre kann unter dem Wahlspruch zum Ausdruck gebracht werden: "Wer anderer Meinung ist, möge das Gegenteil beweisen." Es ist besser, das Maß nach hinten anzulegen, als mit unabwaschbarem Staub bedeckt zu sein. Wahrlich, das Wissen über das führende Prinzip beleuchtet die verstümmelten Symbole.
Ihr wisst, wie man zu Lebzeiten über euch spricht. Wie wird dies nach Jahrhunderten sein? Doch das Prinzip wächst unaufhaltsam, und die Impulse seines Wachstums erschüttern die Erdfeste.
Vergangene Völker hinterließen auf der Freiheit des Geistes eine Patina. Ihr möget fragen: "Wo sind denn die Verfolgten?" Diesen Zeichen folget. Ihr werdet unter den Verfolgten die ersten Christen und Buddhisten finden, doch als die Tempel sich von Christus und Buddha abwandten, hörten die Verfolgungen auf.
Ich gebe die Weisung, die Lehre einfach zu halten, sie bedarf keiner schwierigen Ausdrücke, denn das Leben ist schön in der Einfachheit. Wie um eine Pflanze herum öfters gegraben werden muss, so sind auch Wiederholungen unvermeidlich.
32. Nicht die Evolution der irdischen Menschheit ist wichtig, sondern diejenige der Menschheit des Universums. Könnten die Menschenherzen diese einfache Formel aufnehmen, würde das ganze Sternenzelt greifbar werden. Wahrlich, es wäre für die Wesen anderer Welten leichter, die stickige Atmosphäre der Erde zu durchdringen, wenn ihnen Anrufe von irdisch Inkarnierten entgegenkämen.
Wo befinden sich denn die nächsten Welten, zu denen wir unser Bewusstsein hinlenken könnten? Jupiter und Venus.
Denkt über das [russische] Wort "tschelowek"2 tief nach. Es bedeutet: "tschelo"3 oder Geist, der durch "wek"4 besteht. Sämtliche Inkarnationswechsel sowie der ganze Bewusstseinswert kommen in einem einzigen Wort zum Ausdruck. Könnt ihr eine andere Sprache nennen, in welcher der inkarnierte Bewohner genauso geistig benannt wird? Andere Sprachen drücken den Tatgedanken nur dürftig aus. Der Lehrer könnte Hunderte von Bezeichnungen [für das Wort "Mensch"] anführen, doch diese würden entweder anmaßend oder ausdruckslos sein.
33. Wozu naturwidrige Wunder? Ein Wunder ist es, wenn du dein Pferd reiten und mit dem geoffenbarten Schwert die Gemeinschaft der Welt verteidigen kannst. Genauso einfach wird die Neue Welt beginnen. Gleich reifen Früchten werden Tatsachen gesammelt werden. Die Lehre von den Magneten lehrt gewiss keine Wunder,
sondern sie offenbart das Gesetz der Anziehung. Verberget nicht die Offenbarung des Geistes, und das Schwert wird dem Aufstieg der Evolution dienen.
Ich kann nur dem Freude bereiten, der die Gemeinschaft weder in Beschwörungen noch im Brennen von Weihrauch, sondern im Alltagsleben angenommen hat. Der Lehrer kann einen Strahl der Hilfe senden, doch Er wird nicht eingreifen, wenn das verliehene Schwert sich gegen die Freunde der Gemeinschaft wendet. Dann wird sich das Schwert in eine Geißel des Blitzes verwandeln.
34. Wie vermag man Herzen zu rühren? Indem man die Einfachheit nicht verliert. Erfolg wird nicht durch Magie, sondern durch das lebendige Wort erreicht. Wir können unsere Aufgabe erfüllen, wenn wir an das Einfachste heranzutreten verstehen. Ich denke darüber nach, wie den unermüdlich Schaffenden das Leuchten der fernen Welten verliehen werden kann. Wenn der am meisten gedemütigte Mensch zum Himmel aufschauen wird, dann kann der Regenbogenstreifen aus den fernen Welten erwartet werden.
35. Paracelsus pflegte zu sagen: "per aspera ad astra.5" Später wurde dieser bedeutsame Ausspruch eine Devise auf Schildern und Wappen und verlor jeden Sinn. Begreift man seinen Sinn, fällt es einem schwer, sich nur an die Erde allein zu binden. Wie der Rauch durch den Kamin fliegt, so eilt der Geist, der erkannt hat, in den geoffenbarten Raum. Welche Ausmaße können ihm irdische Gewänder bieten? Welche Beweglichkeit kann er auf der Erdoberfläche entfalten? Mit welchen Gedanken kann er an der irdischen Sphäre teilhaben?
Man fragt, warum Wir so viel Energie der Erde wegen verschwenden? Nicht um der Erde willen, sondern um die Bahn zu berichtigen. Reißt ein Übeltäter die Schienen auf,
benötigt der Ingenieur oft viel Zeit, um sie wieder instand zu setzen. Wenn wir jene mit kosmischem Bewusstsein unverzüglich von der Erde hinüberführen könnten, könnte man Unseren Willen, dies zu tun, vielleicht aufhalten? Und so ist es Unser Bestreben, diesen Prozess zu beschleunigen. Ich fühle, dass kosmische Bedingungen es vielleicht bald erlauben werden, mit diesen Arbeiten auf dem Gebiet der Verbindung mit den fernen Wellen zu beginnen. Dazu sind alle Überlegungen über die Schönheit und die ungestüme Eile in der persönlichen Sendung erforderlich. Es ist wahr, über der so genannten Schönheit steht der allumfassende Begriff der Verbesserung des Kosmos. Der Regenbogenstrahl kann die Vorstellung übertreffen. Ein aufsteigendes Silberlicht kennzeichnet den Beginn des Regenbogens. Der unter irdischen Bedingungen sichtbare Regenbogen gleicht einer aus der Nähe gesehenen Schminkung. Nur wenige können den überirdischen Regenbogen erahnen.
36. Ich fühle, wie die Aufschichtung von Ereignissen beschleunigende Wellen heranträgt. Diese Wellen dienen dem kosmischen Aufbau.
Ich schreibe Meine Aufzeichnungen über Möglichkeiten und komme zu dem Schluss, dass gerade jetzt alles möglich ist. Es ist seltsam, wenn höherer Glaube entlang dem Pfad mit höherem Unglauben wandert, wenn Schmähung und Lobpreisung in einem Chor sein können, wenn Heftigkeit und Friedfertigkeit Freude gebären. Wenn Misserfolg sich als ein Zeichen des Erfolges erweist, und wenn Entfernung als ein Zeichen der Nähe gilt, dann werden die Ströme der Ausstrahlungen der Gestirne mit den inneren Feuern vereinigt. Solch
eine Zeit kennzeichnet einen neuen Zyklus, und selbst die noch nicht aufgenommene Gemeinschaft dient als eine Brücke.
Lasst uns mit einer heiteren Note enden. Ist es möglich, auf dem Jupiter über Börsenspekulationen zu sprechen, oder auf der Venus über Freudenhäuser? Die Vorstellung ist einfach undenkbar. Selbst ein Kaminfeger wäscht sich das Gesicht, wenn er zu Besuch geht. Könnten die Menschen denn schlechter sein? Die Zeit ist gekommen, die Erde auf einen neuen Pfad zu setzen.
37. Fähigkeiten für eine ferne Sendung sind äußerst selten. Wie immer, ist es notwendig, die Güte des Ergebnisses zu erkennen. Die Sendungen können unruhig sein, die wie Fliegen abzuwehren sind; sie können drückend wie ein Sargdeckel sein und flößen Schrecken ein; sie können wie ein Sausen von Pfeilen sein und diese bewirken unverständliche Erregung. Selten kommt es vor, dass Sendungen klar sind; es ist selten, dass sie eine Zusammenarbeit der entsprechenden Zentren hervorrufen. Das mag teilweise von den Auren abhängen, doch der hauptsächlichste Faktor ist die Qualität der Sendung. Diese Eigenschaft wird als Nutzbarkeit des Willens bezeichnet, was Verständnis der Stärke der Spannung des Berichterstatters bedeutet. Um eine elektrische Lampe aufleuchten zu lassen, ist eine bestimmte Spannung erforderlich. Nicht nur der Inhalt der Sendung, sondern auch ihre Qualität ist wichtig. Geistiges Wissen verleiht der Sendung Nutzen. Eine Folge des Nutzens der Sendung wird Freude des Empfanges sein, denn alles richtig Angemessene wird eine Freude sein.
38. Die Offenbarung der reinen Lehre muss mit Vertrauen verbunden sein. Nachher wird es notwendig sein, solch ein Vertrauen zu entwickeln,
dass der offensichtlichste Beweis nicht zu erschüttern vermag. Mein Strahl weiß, wo Übel sich verbirgt.
39. Schafft eine Atmosphäre der Tatbereitschaft. Wenn zum Schlag ausgeholt wird, fallen unerwartet viele alte Schranken. Viele Schlachten sind geschlagen, noch mehr stehen bevor. Jedes Atom des Kosmos kämpft. Todesruhe ist Uns unbekannt.
40. Die neue Lehre ehrt die Überbringer der früheren Gebote, doch sie schreitet ohne Gepäck verflossener Zeiten voran. Andernfalls würde die Last der Lehrbücher ungeheure Ausmaße annehmen. Am zweckmäßigsten wäre es, alle Kommentare, die dreihundert Jahre nach dem Abgang eines Lehrers herausgebracht wurden, zu vernichten. Von Zeit zu Zeit müssen die Bücherregale gesäubert werden. Durch diese Säuberung werden die Bildnisse der Lehrer des Lichtes an Größe gewinnen.
41. Wir treiben die ganze Furcht aus. Wir übergeben das ganze bunte Gefieder der Furcht dem Wind: die blauen Federn des erstarrten Schreckens, die grünen Federn des verräterischen Zitterns, die gelben Federn des heimlichen Davonschleichens, die roten Federn des rasenden Herzklopfens, die weißen Federn des Verschweigens, die schwarzen Federn des Sturzes in den Abgrund. Es ist notwendig, auf die Vielfältigkeit der Furcht wiederholt hinzuweisen, sonst bleibt irgendwo ein graues Federchen gefälligen Gestammels oder ein Flaum hastiger Unruhe, und hinter diesem wird sich der gleiche Angstgötze verbergen. Jede Schwinge der Furcht trägt hinunter.
Der in Furchtlosigkeit gehüllte Gesegnete "Löwe" gebot, den Mut zu lehren.
Schwimmer, wenn ihr alles euch Mögliche tut, wohin kann die vernichtendste Welle euch tragen? Sie kann euch nur emportragen. Und du, Sämann, wenn du die Saat ausstreust, wirst du eine Ernte erwarten. Und du, Hirte, wenn du deine Schafe zählst, wirst du ein geoffenbartes Licht anzünden.
42. Der Kosmos entsteht durch Pulsation, anders gesagt durch Explosionen. Der Rhythmus der Explosionen verleiht der Schöpfung Harmonie. In der Tat, das geistige Wissen überträgt den Faden des Kosmos in das geoffenbarte Leben. Mit einem leuchtenden Schwert sollte die neue Stufe freigeschlagen werden. Man muss erkennen, wann die Blumen des Lichtes zurückzuhalten sind, damit sie nicht wieder im Nebel der Elemente aufgelöst werden.
Der Gärtner weiß, wann es Zeit ist, die Blumen einzusammeln, denn er legte die jetzt verborgene Saat aus. Nicht jener, der die Samenkörner am Markte kaufte; nicht jener, der in Faulheit befahl, die Körner auszustreuen, sondern der Gärtner des Geistes, der bei einsetzendem Unwetter die Saat in die Frühjahrserde verbarg.
Ja, ja, er, der Gärtner des Geistes, wird die Zeit des Sprießens kennen, er wird die jungen Halme vom Unkraut unterscheiden, denn er leistete die verborgenste Arbeit, und ihm gebührt die beste Blüte.
Wahrlich, es ist eine große Sache, das Schwert im rechten Augenblick zu schwingen, und zur Zeit der Explosion den Arm zu erheben.
Wahrlich, hier steigen wieder Ströme des Kosmos auf die bereite Erde nieder; und deshalb ist das geistige Wissen so kostbar.
Dieser himmlische Regenbogen spiegelt sich in den Tautropfen der Erde. Vermittelt das geistige Wissen nicht das Licht? "Materia Lucida" ist für den wilden Geist ein Chaos, doch für den wissenden Geist ist sie die Harfe des Lichtes. Wie das Klingen geschlagener Harfensaiten eilen die Wellen der lichttragenden Materie dahin, und der Geist schafft aus ihnen geheimnisvoll klingende Symphonien. Zwischen den Welten spannt sich, wie Fäden. "Materia Lucida". Nur ungeheure Weite verschmilzt die Wellen der Fäden zur Schwingung des himmlischen Regenbogens.
Man kann beginnen, zu den fernen Welten zu streben, indem man einem vom Geist erkannten Faden des Lichtes folgt; dies ist ein hochwissenschaftlicher Versuch. Wie gesagt wurde, bedürfen kleine Taten der Hilfe und der Apparate, doch eine große Tat benötigt keine äußeren Hilfsmittel.
43. Ich fühle, dass die Lehre für die Furchtsamen zu einem schweren Hammer werden kann. Noch vor kurzem hätte allein bei Erwähnung der Gemeinschaft ein Schrecken das Herz durchbohrt, doch jetzt sind bereits einige Hindernisse überwunden worden. Doch eine noch schwerere Prüfung für die Menschheit folgt dem Verzicht auf den hinfälligen Eigentumsbegriff. Nachdem man die Bedeutung des Geistes begriffen hat, ist es besonders schwierig, auf Wunder zu verzichten. Selbst die von Buddha erwählten Archate6 trennten sich nur schwer von dieser Möglichkeit.
Drei Archate baten Buddha inständig, sie ein Wunder erfahren zu lassen. Buddha brachte jeden in einen dunklen Raum und schloss ihn darin ein. Nach längerer
Zeit ließ der Gesegnete die drei rufen und fragte sie, was sie gesehen hätten. Jeder erzählte über verschiedene Visionen, Buddha aber sprach: "Jetzt müsst ihr zugeben, dass Wunder keinen Nutzen bringen, weil ihr das Hauptwunder nicht wahrgenommen habt. Denn ihr hättet ein Sein jenseits des Sichtbaren fühlen können, und dieses Gefühl hätte euch über die Grenzen der Erde hinausgeführt. Doch ihr fuhret fort, euch auf der Erde sitzend zu erkennen, und eure Gedanken zogen Elementarwellen auf die Erde hernieder. Das Anschwellen der Elemente rief in verschiedenen Ländern Erschütterungen hervor. Ihr ließet Felsen niederstürzen und durch einen Sturm Schiffe zerstören. Du sahst ein rotes Tier mit einer flammenden Krone, aber das von dir aus dem Abgrund angezogene Feuer brannte die Häuser Schutzloser nieder eile zu Hilfe! Du sahst einen Drachen mit einem Mädchengesicht und ließest damit die Wellen Fischerboote hinwegspülen eile zu helfen! Du sahst einen fliegenden Adler, und ein Sturm vernichtete die Ernte der Schaffenden gehe und entschädige sie! Worin, Archate, besteht eure Nützlichkeit? Eine Eule in einer Baumhöhle hat die Zeit nützlicher verbracht. Entweder arbeitet auf der Erde im Schweiße eures Angesichts oder erhebt euch in einem Augenblick der Einsamkeit über die Erde. Doch der unnütze Aufruhr der Elemente möge keine Beschäftigung für den Weisen sein."
Wahrlich, eine aus dem Flügel eines Vögleins fallende Feder ruft in den fernen Welten Donner hervor.
Luft einatmend, sind wir an alle Welten angeschlossen. Der Weise erhebt sich von der Erde nach oben, denn die Welten werden
einander ihre Weisheit enthüllen. Wiederholt dieses Gleichnis jenen, die der Wunder bedürfen.
44. Das Wesen des Strebens zu den fernen Welten besteht in der Aneignung eines Bewusstseins unseres Lebens in ihnen. Die Lebensmöglichkeit auf ihnen wird für unser Bewusstsein wie zu einem Kanal der Annäherung. In der Tat, dieses Bewusstsein muss wie ein Kanal durchgegraben werden. Die Menschen können schwimmen, dennoch schwimmt ein beachtlicher Teil von ihnen nicht. Solch eine offensichtliche Tatsache wie die fernen Welten zieht die Menschen überhaupt nicht an. Es ist Zeit, diese Saat in das menschliche Gehirn zu streuen.
Die Alleinstehenden und die Unglücklichen vermögen diesen Gedanken leichter zu fassen. Irdische Fesseln sind für sie nicht so dauerhaft. Am schlimmsten daran sind die wohl begüterten Menschen. Ganz leicht können Blinde diesen Gedanken aufnehmen, doch am schwersten wird es für die Schielenden sein, weil eine falsche Kreuzung der Ströme immer die Weite des Strebens verzerren wird. Versuchet, ein Kanonenrohr mit verschiedenen Spiralen zu riefeln; das Ergebnis wird ein schlechtes sein. Das Gesagte bezieht sich natürlich nur bis zu einem bestimmten Grad auf die Schieläugigkeit, sofern diese mit den Nervenzentren zusammenhängt.
45. Ich weise darauf hin, dass es wichtig ist, gelegentlich gute Pfeile auszusenden, und dass der Geist hernach eine Erleichterung verspürt. Wie ein grauer Schwarm rasen Fragmente abwegiger Gedanken umher, verpesten die Luft und versperren allmählich den Raum. Dann wirkt der Pfeil des Geistes wie ein Blitz.
Er erreicht nicht nur die bestimmte Person, sondern reinigt auch den Raum. Diese Reinigung des Raumes ist nicht unbedeutend. Ein reinerer Pfeil zieht als stärkerer Magnet die grauen Splitter an sich und trägt sie zurück. Auf diese Weise werden die grauen Gedanken mit ihrer Last zum Urheber zurückgeführt, doch ohne Schaden für die anderen. Diese grauen Gedanken lassen sich wie Verbrennungsrückstände auf die Aura nieder, und der Säer erntet. Es ist weise, die Worte auszusenden berühre nicht! Diese Formel wird den geringsten Gegenschlag bewirken. Sie ist nämlich eine alte Schutzformel. Es ist zweckmäßig, entweder eine gute Anrufung oder eine Schutzformel auszusenden. Jede böswillige Sendung ist unzweckmäßig. Das Schwert der Empörung des Geistes kann man wohl zulassen, doch nur in seltenen Fällen, denn Empörung des Geistes nutzt die Hülle ab.
46. Nie sprach Ich darüber, dass es leicht wäre, das neue Bewusstsein im Leben einzuführen. Nicht die Zerstörer, sondern die verschimmelte, herkömmliche Tugend ist der Feind. Die Zerstörer kennen die Unhaltbarkeit dessen, was sie zerstören, und das Prinzip der Rückgabe ist für sie leichter. Doch die rosawangige Tugend liebt ihre Spartruhe und wird diese immer beredsam verteidigen. Solche Menschen werden heilige Worte aus den Schriften zitieren und feine Beweise erfinden, warum sie bereit wären nicht diesem, sondern einem anderen Menschen, der gar nicht existiert, diese auszuliefern.
Die herkömmliche Tugend offenbart eine unübertroffene Habgier und lügt gerne. Und solche rosawangige, wohlgestaltete Tugendlehrer sind glatt wie Öl; Heldentat, menschliche Heldentat ist diesen Tugendlehrern unbekannt und ihre prunkvollen Gewänder sind mit Knechtschaft gestärkt!
47. In den Schulen muss Achtung vor dem Aussprechen eines Begriffes gelehrt werden. Natürlich, Papageien können Begriffe, oft von großer Bedeutung, sinnlos in den Raum werfen. Die Menschen müssen verstehen, dass das Wort der Trethebel des Gedankens und jedes Wort ein donnertragender Pfeil ist.
Der Verlust der wahren Bedeutung der Begriffe hat zur gegenwärtigen Verwilderung viel beigetragen. Die Menschen verstreuen Perlen wie Sand. Wahrlich, es ist an der Zeit, viele Begriffsbestimmungen zu ersetzen.
48. Man soll alles ohne Furcht und womöglich selbst tun. Es ist richtig, persönliche Verantwortung zu bekunden. Weder Wunsch noch Zitate, noch Kundgebungen, sondern durch persönliches Beispiel bekräftigte Bestätigung ist erforderlich. Sogar ein in mutiger Verwegenheit begangener Fehler kann leichter wieder gutgemacht werden als niederträchtiges Gestammel.
Wertvoll ist die Tat, die weder der Apparate noch der Hilfe bedarf. Wer eine wertvolle Formel entdeckt, kann sie nicht zum Fenster hinausschreien, weil der dadurch entstehende Schaden die beste Nützlichkeit vernichten würde.
Wie ein verschlossenes Gefäß, wie ein unausgeplünderter Berg, wie ein pfeilgespannter Bogen so stehet da! Und wie ein Trunk aus dem Gefäß feurig ist, und wie der Berg unerschöpflich ist, und wie der Pfeil tödlich ist so handelt! Denn wer wagt zu behaupten, dass Schwierigkeit nicht die schnellste Errungenschaft ist! Milchige Flüsse werden sauer, und glitschige Ufer sind unbequem zum Sitzen. So lasst uns in der Rüstung persönlicher Verantwortung beeilen.
Beachtet, dass es nur dort Erfolge gab, wo voller Mut geoffenbart wurde. Kleine Zweifel erzeugen eine sklavische Ängstlichkeit.
Besonders in den Tagen ernster Krankheit des Planeten ist es wichtig, mit Mut erfüllt zu sein. Tastend hat man keine Durchschlagskraft, doch das Schwert kann die schädlichen Schleier spalten. Der Augenblick ist sehr ernst, und der ganze Mut muss aufgeboten werden.
49. Je mehr einer abgibt, um so mehr empfängt er. Aber die Völker haben das Abgeben verlernt; selbst der Geringste denkt nur an das Empfangen. Unterdes ist der Planet krank und in dieser Krankheit geht alles unter. Jemand möchte durch Verseuchung des ganzen Planeten dem Endkampf entgehen. Mancher hofft, auf Trümmern zu entsegeln, vergisst aber dabei, dass auch das Meer verschwindet. Es ist leicht, sich vorzustellen, dass der Planetenkörper genauso krank sein kann wie ein anderer Organismus, und der Geist des Planeten wird vom Zustand seines Körpers beeinträchtigt. Wie ist die Krankheit des Planeten zu bezeichnen? Am besten
als ein Vergiftungsfieber. Erstickende Gase von den Anhäufungen der niederen Schichten der Feinstofflichen Welt sondern den Planeten von den Welten, die Hilfe senden könnten, ab. Das Schicksal der Erde kann durch eine gigantische Explosion enden, wenn die Dichte der Hülle nicht durchbrochen wird. Eine erstaunliche Beschleunigung zwingt alle Bahnen zu schwanken. Man hätte erwarten können, eine Beschleunigung sei für ein bestimmtes Land nötig, doch sie ist für den ganzen Planeten erforderlich.
50. Es kommt nicht darauf an, wie die Neue Welt ihren Einzug hallen wird ob in einem Kaftan, einem Gehrock oder einem Hemd. Wenn wir die kosmische Bedeutung der Gemeinschaft festsetzen, sind alle Einzelheiten nicht mehr als die Staubkörner unter den Sohlen. Man kann jede Unvernunft verzeihen, sofern sie nicht gegen die Neue Welt gerichtet ist.
51. Wenn Ich ein Wort öfter wiederhole, so bedeutet dies ein Auffüllen des Raumes. Der verloren gegangene Rhythmus ist in Gemurmel ausgeartet. Die Brandung der Wellen lässt Felsen abstürzen. Desgleichen muss in einer Prozession der Rhythmus des Klanges vorhanden sein. Der Klangrhythmus hält eine Masse vom leeren Geschwätz ab.
52. Wie kann man in die geheimen Tiefen des Geistes eindringen? Nur durch das Ungewöhnliche. Der Legende von den heiligen Räubern liegt die Schärfung des Geistes durch das Ungewöhnliche zugrunde. Hingegen erhält ein sanfter Bäcker selten den Schlüssel zum Geist, wenn das tägliche Spiel der Flamme ihm nicht das Licht der Elemente enthüllt.
Geeignete Kräuter müssen gesammelt, doch ihr Standort muss ohne Vorurteil gesucht werden.
53. Ich werde erklären, warum Wir vom "Angriff der Purusha7" sprechen. Es wäre gut, wenn die Menschen das gleiche Prinzip allgemeiner Anspannung beherrschten. Ein Auftreten allgemeiner Gefahr muss solch eine allgemeine Anspannung hervorrufen. Die erste Bedingung des Fortschritts ist Befreiung von gewohnter Beschäftigung. Die gewöhnlichen Gehirnzentren müssen erschlaffen, damit eine neue Verbindung der Nervenströme in Erscheinung treten kann. Das gleiche Prinzip ist anzuwenden, um Müdigkeit zu vermeiden. Und solch neue Anspannung, bar des persönlichen Elements, wird als ein Angriff der Purusha bezeichnet.
Beim Versteckspiel mit dem Stäbchen muss der Suchende dieses finden und nicht, der es versteckt hat. Nicht ohne Grund nennen die Inder das Höchste Wesen den Spieler. Wahrlich, die Erde muss durch irdische Hände gerettet werden, und die Himmlischen Kräfte senden das beste Manna; doch wird es nicht gesammelt, verwandelt es sich in Tau. Wie soll man sich da nicht freuen, wenn Sammler gefunden werden? Wenn diese Suchenden, ohne auf Spöttelei zu achten, eingedenk Unseres Schildes voranschreiten.
Niemals kann die Anspannung der Purusha ohne Gedankenbeweglichkeit hervorgerufen werden.
Der Geist muss durch einen einzigen Kanal streben, wie eine Kugel im Gewehrlauf. Das Auftreten vorausgegangener Umstände darf den Drall nicht stören.
54. Lichtauslöscher sind die besonderen Diener der finsteren Kräfte, deren Beschäftigung es ist, die Feuer in der Feinstofflichen Welt auszulöschen. Je stärker der Angriff der Finsternis, um so wirksamer zerstören sie jeden Lichtpunkt. Wir kennen keine Zeit größerer Finsternis in der Feinstofflichen Welt. Alle falschen Olympe sind in Zwielicht versunken. Doch jetzt ist keine Zeit, sich mit ihnen zu befassen; jetzt ist die Zeit, den irdischen Plan zu erwägen. Die derzeitige Weltlage gleicht einem Meeressturm.
55. Streben ist das Boot des Archaten. Streben ist das geoffenbarte Einhorn. Streben ist der Schlüssel zu allen Höhlen. Streben ist die Schwinge des Adlers. Streben ist der Strahl der Sonne. Streben ist die Rüstung des Herzens. Streben ist die Lotosblüte. Streben ist das Buch der Zukunft. Streben ist die geoffenbarte Welt. Streben ist die Zahl der Sterne.
56. Warum gleicht das Erkennen der in die Zukunft weisenden Zeichen dem Webvorgang? Bei der Webarbeit ist die Kette von einer bestimmten Färbung und Fädengruppen sind nach Farben eingeteilt. Es ist leicht, die Kette zu bestimmen, und auch die Fädengruppe kann man leicht herausfinden; doch das Muster dieser Gruppe lässt verschiedene Verbindungen zu, die von Tausenden laufender Umstände abhängen. Natürlich, die innere Beziehung des Subjekts selbst wird die Hauptbedingung sein. Wenn seine Aura zu sehr schwankt, wird die Prognose relativ sein. Dann wird es einem bestimmten Spiel gleichen, in dem nach
einigen verstreuten Punkten eine bestimmte Figur gefunden werden muss.
Wo ist denn das beste Ferment, das die schwankende Aura festigt? Das beste Ferment ist Streben. Es ist unmöglich, einen strebenden Körper zu verletzen oder zu zerbrechen. Streben in Bewegung erlangt Gesetzlichkeit, und zum Gesetz werdend wird es unaufhaltsam, weil es in den Rhythmus des Kosmos eingeht.
So schreitet vorwärts im Kleinen wie im Großen und euer Gewebe wird einmalig, kristallen, kosmisch, kurz gesagt schön sein.
Streben, nichts anderes, verleiht Beherrschung der Elemente, denn die grundlegende Eigenschaft der Elemente ist Streben. In diesem Zustand koordiniert ihr die Elemente mit der höheren Schaffenskraft des Geistes und werdet zum Beherrscher des Blitzes. Der Mensch wird zum Beherrscher des Blitzes werden. Glaubet es, nur durch Streben werdet ihr siegen.
57. Ist es wirklich möglich, dass nicht in jeder Bewegung des Planeten eine Sturmglocke vernommen wird? Kommt nicht in jeder Bewegung aller Wesen ein qualvoller Schrei zum Ausdruck? Erklingt nicht aus jeder Bewegung der in knechtischer Unterwürfigkeit am Boden liegenden Geister eine Empörung? Doch gab es bessere Zeiten?
Es ist besser, wenn eine Eiterbeule aufgeschnitten wird und es möglich ist, das Loch nachher zu schließen. Doch erst muss der Eiter herausgezogen werden; deshalb treffen Wir keine halben Maßnahmen.
Wir erwarten weitreichende Taten, und wenn die Sturmglocke ruft, ist es unmöglich, an ein Stück Garn zu denken.
58. Ihr kennt bereits die Nützlichkeit von Hindernissen, ihr kennt bereits den Vorteil von Unannehmlichkeiten. Es kann sogar eine Nützlichkeit der Schrecken geben. Gewiss, für Uns und für euch gibt es keine Schrecken im üblichen Sinn. Im Gegenteil, ein Schrecken ohne Angst verwandelt sich in eine Tat von kosmischer Schönheit.
Kann man ohne einen Akkord des Entzückens an Schönheit denken? Jetzt rufen Wir mit lauter Stimme, Wir senden Zeichen des Kampfes, doch alles wird vom Entzücken überragt angesichts großer Entscheidungen. Mut öffnet alle Türen: "Es ist unmöglich", sagen wir selbst, während alles Seiende laut kündet: "Es ist möglich!"
Jede Epoche hat ihr eigenes Wort. Dieses Wort ist wie ein Schlüssel zum Schloss. Alle Lehren sprachen inständig vom machtvollen Wort, das eine genaue und kurze Formel beinhaltet. Unveränderlich wie ein Kristall bekannter Zusammensetzung, sind die Worte dieser Formel; sie lassen sich weder verlängern noch verkürzen. Die Bürgschaft des Kosmos liegt im Guss dieser Worte. Selbst die absolute Finsternis erschaudert vor der Klinge des Weltbefehls; und für Strahlen und Gase ist es leichter, die Finsternis dort niederzuschlagen, wo das Schwert der Welt zugeschlagen hat.
Nehmen wir den Befehl des Kosmos nicht sklavisch entgegen, sondern begeistert! Die Zeit naht, wo die Kraft des Lichtes
die Finsternis verbrennt. Die Zeit steht bevor, und die Stunde kann nicht zurückversetzt werden.
Man kann die geheimen Botschaften aller Zeiten erforschen und eine Spirale des durchdringenden Lichtes sehen. Eine Legion von Würmern kann die Spitze der Spirale nicht ändern, und Hindernisse verstärken den Lichtstrahl nur. Das Gesetz der Widerspiegelung schafft neue Kräfte. Und wo der Sprecher schweigt, wird der Stumme sprechen.
59. Ein klarer, kurzer Befehl ist schwierig, aber dafür stärker als ein Zauberstab. Bestätigung ist leichter, doch ein Befehl gleicht einer unverhofften Flammensäule aus einem Vulkan. Ein geballtes Gefühl persönlicher Verantwortung liegt in einem Befehl. Ein Hinweis auf die Unversiegbarkeit der Kraft klingt in einem Befehl. Die Strebsamkeit des Kosmos offenbart sich in der Heftigkeit des Befehls wie eine niederschmetternde Welle. Trocknet die Tränen der Güte, Wir benötigen Funken der Empörung des Geistes!
Welch einen Damm errichtet Bedauern, doch Schwingen wachsen am Ende des Schwertes! Sand kann töten, doch für Uns ist eine Sandwolke ein fliegender Teppich.
60. Vieles kann dem verziehen werden, der auch in der Finsternis den Begriff des Lehrers bewahrte. Der Lehrer erhöht die Würde des Geistes. Wir vergleichen den Begriff des Lehrers mit einer Lampe in der Finsternis. Deshalb möge der Lehrer ein Leuchtturm der Verantwortung genannt werden. Die Bande der Lehre gleichen einem Rettungsseil in den Bergen. Der Lehrer
offenbart sich mit dem Augenblick der Entflammung des Geistes. Von diesem Zeitpunkt an ist der Lehrer vom Schüler unzertrennlich.
Wir sehen das Ende der Kette der Lehrer nicht, und das mit dem Lehrer erfüllte Bewusstsein erhöht die Errungenschaft des Schülers wie ein kostbarer, alles durchdringender Wohlgeruch. Die Verbindung des Schülers mit dem Lehrer bildet ein Schutzglied in der vereinigenden Kette. Unter diesem Schutz erblühen Wüsten.
61. Meine Hand sendet die Lösung inmitten der Klippen der Welt. Erachtet das Bretterdach für stabiler als Eisen. Erachtet eine festgesetzte Minute für länger als eine Stunde. Der verlängerte Pfad ist kürzer als der steile Abgrund. Ihr werdet fragen: "Wozu Rätsel, wozu Esoterismus?" Der Knäuel der Ereignisse ist voll von vielfarbigen Fäden. Jeder Schöpfeimer schöpft aus einem Brunnen anderer Farbe. Unter Ereignissen gibt es viele, die sich überstürzen; diese fernen, nach außen hin unverbundenen Freunde füllen unseren Korb, und das letzte Licht triumphiert.
62. Man möge sich freuen, wenn eingegebene Gedanken sich mit eigenem Denken verbinden, weil es bei Zusammenarbeit keine Grenzen der Arbeitsteilung gibt, sondern nur Wirkungen. Man kann die Funktionen des Kosmos nicht zergliedern, wenn Taten wie ein Fluss dahinströmen.
Welche Bedeutung hat der Aufbau der Wellen, die einen nützlichen Gegenstand tragen? Wichtig ist, dass der Gegenstand nicht verloren geht!
63. Das größte Unverständnis wird die Tatsache auslösen, dass Arbeit Erholung sein kann. Viele Vergnügungen werden abgeschafft werden müssen. Vor allem muss man begreifen, dass die Werke der Wissenschaft und der Kunst der Erziehung dienen und nicht der Zerstreuung. Viele Vergnügungen werden als Brutstätten der Abgeschmacktheit abgeschafft werden müssen. Die vorderste Front der Kultur muss die Spelunken der Narren säubern, die ihre Zeit über einem Krug Bier verbringen. Ebenfalls muss der Gebrauch von Schimpfworten eine viel härtere Bestrafung finden. Auch die Erscheinungen enger Spezialisierung müssen missbilligt werden.
64. Wichtig ist es, über die Notwendigkeit der Vergleichbarkeit zu reden. Ich halte es für erforderlich, zwischen wiederkehrenden und unwiederholbaren Dingen zu unterscheiden. Man kann Dinge des Alltags zurückstellen, doch Fristrufen muss unverzüglich Folge geleistet werden. Es kann bestätigt werden, dass ein Augenblick kosmischer Möglichkeit unersetzbar ist. Es gibt Speisen, die nur in einer bestimmten Reihenfolge verdaut werden können. Auch der Jäger geht nicht aus Müßiggang auf Jagd; wenn er die Stunde für gekommen hält, kann ihn nichts zurückhalten.
Man kann Meinen Stein in der Wüste finden, aber er kann wieder verloren gehen, wenn er nicht sofort aufgehoben wird. Die Mich kennen, begreifen die Bedeutung der Unverzüglichkeit, doch die Neuen müssen sich dieses Gesetz einprägen, wenn sie sich nähern wollen. Wahrlich, Ich sage, die Zeit ist kurz! Ich sage mit Sorge: Versäumt keine Stunde, denn die Fäden
des Knäuels sind vielfarbig. Nicht in der Annehmlichkeit der Ruhe, sondern in der Finsternis des Sturmes ist Meine Stimme für euch nützlich; lernet zu hören!
Ich kenne Menschen, die den Ruf wegen ihres Suppengerichtes versäumten. Aber Mein Pfeil fliegt in der Stunde der Not. Meine Hand ist bereit, den Schleier des Bewusstseins zu heben, deshalb ist Vergleichbarkeit des Kleinen und des Großen sowie des Wiederkehrenden und des Unwiederholbaren nötig. Strengt euch an, zu verstehen, wo das Große ist! Ich sage die Zeit ist kurz!
65. Unsere Bedingung für die Mitarbeiter ist der volle Wunsch, im Leben Unsere Grundsätze anzuwenden, nicht in der Theorie, sondern in der Praxis.
Der Lehrer trägt die Flamme einer unauslöschlichen Heldentat. Die Lehre wird weder durch Müdigkeit noch durch Elend unterbrochen. Das Herz des Lehrers lebt durch Heldentat. Er kennt keine Furcht und die Worte "Ich fürchte mich" fehlen in Seinem Wörterbuch.
66. Die Evolution der Welt wird durch Umwälzungen oder Explosionen der Materie aufgebaut. Jede Evolution hat eine fortschreitende Aufwärtsbewegung. Jede Explosion wirkt als eine aufbauende Kraft spiralförmig. Deshalb ist jede Umwälzung naturgemäß dem Gesetz der Spirale unterworfen.
Der irdische Aufbau gleicht einer Pyramide. Versucht nun, von jedem Punkt der fortschreitenden Spirale die vier Seiten einer Pyramide herunterzuziehen. Ihr erhaltet sozusagen vier Anker, die sich in die niederen Materieschichten herabsenken. Ein solcher Aufbau wird trügerisch sein, weil er
auf sterbenden Schichten errichtet ist. Nun wollen wir versuchen, von jedem Punkt aufwärts einen Rhombus zu errichten; wir erhalten einen die Spiralbewegung überholenden Körper, der höhere Schichten erobert. Dies wird ein würdiger Aufbau sein! Gewiss, er muss ins Ungewisse beginnen und sich gleichlaufend mit der Bewusstseinsentwicklung erweitern. Deshalb ist Aufbau in der Revolution ein sehr gefährlicher Moment. Viele unvollkommene Elemente werden den Aufbau in Schichten der abgenutzten und vergifteten Substanz hinunterdrücken. Nur verwegener Mut kann den Aufbau hinauflenken in Schichten, die unerforscht und durch den Gehalt neuer Elemente schön sind. Darum sage Ich und werde immer wieder sagen, dass veraltete Formen im Aufbau vermieden werden müssen. Ein Zurücksinken in die alten Gefäße ist unzulässig. Die Neue Welt muss in ihrer ganzen Strenge begriffen werden.
67. Was wird in Unserer Gemeinschaft verlangt? Vor allem Vergleichbarkeit und Gerechtigkeit. Das Zweite ergibt sich natürlich aus dem Ersten. Gewiss, man muss die Gutmütigkeit vergessen, denn Gutmütigkeit ist nicht das Gute selbst. Gutmütigkeit ist ein Ersatz für Gerechtigkeit. Das geistige Leben wird von Vergleichbarkeit beherrscht. Der Mensch, der das Kleine vom Großen, das Nichtige vom Erhabenen nicht unterscheidet, kann geistig nicht entwickelt sein.
Man spricht von Unserer Entschlossenheit, doch diese ist nur das Ergebnis Unserer entwickelten Vergleichbarkeit.
68. Versteht den Namen des Sohnes der Furcht und des Zweifels sein Name ist Bedauern. Das Bedauern über den Antritt zum Großen Dienen macht sämtliche Wirkungen früherer Arbeiten zunichte. Wer zweifelt, bindet einen Stein an seinen Fuß. Wer sich fürchtet, dem verschlägt es den Atem. Doch wer seine Arbeit im Namen des Großen Dienens bedauert, begrenzt die Möglichkeit der Annäherung.
Wie könnte man denn jenen Mut nicht hervorheben, der zur Errungenschaft führt? Wie nicht der Hand gedenken, die den Feindesdolch zurückhielt? Wie nicht jene Kraft umgürten, die für die Entwicklung der Welt alles aufgab? Begreifet, solange die Regenbogenbrücke nicht alle Farben verkörpert, werde Ich nicht aufhören zu wiederholen.
Zedern bewahren ein heilsames Harz, doch sie lächeln, wenn der wunderbare Saft zu Stiefelschmiere verwendet wird. Lasst uns daher die Hauptwege behüten indem wir die Einzelheiten nutzbringend anwenden.
69. Gebrüll und wildes Geschrei erfüllen die Erde. Tierisches Gebrüll ist an die Stelle des menschlichen Gesanges getreten. Doch wie wundervoll sind die Feuer der Heldentat!
70. Meine Hände kennen keine Ruhe. Mein Haupt stützt die Last des Werkes. Mein Verstand ermittelt die Strenge der Entscheidungen. Die Macht der Erfahrung schlägt fremde Ohnmacht. An der Schwelle des Verlustes biete Ich neue Möglichkeiten. Auf der Rückzugslinie erbaue Ich Festungen. Vor den Augen des Feindes schwinge Ich das Banner. Ich nenne den Tag der Überanstrengung einen Tag der Erholung. Ich halte Unverständnis
für Kehricht auf der Schwelle. Ich kann das Sakrale in den Falten eines Arbeitskleides verbergen. Ein Wunder ist für Mich nur die Spur eines Hufeisens. Mut bedeutet für Mich nur der Pfeil im Köcher. Entschlossenheit ist für Mich nur das tägliche Brot.
71. Vergesst vor allem sämtliche Nationalitäten und begreift die Tatsache, dass das Bewusstsein durch Vervollkommnung der unsichtbaren Zentren entwickelt wird. Manche erwarten einen Messias für eine einzige Nation, doch dies bedeutet Unwissenheit; denn die Evolution des Planeten kann sich nur im planetaren Ausmaß vollziehen. Gerade die Erscheinung der Universalität muss erfasst werden. Es fließt nur ein Blut, und die Außenwelt wird nicht mehr in die ursprünglich entstandenen Rassen geteilt werden.
72. Die Gemeinschaft, als Kameradschaft, kann die Evolution des Planeten ungeheuer beschleunigen und neue Möglichkeiten im Verkehr mit den materiellen Kräften bieten. Man darf nicht denken, dass Gemeinschaft und die Eroberung der Materie sich auf verschiedenen Ebenen befänden. Es ist ein Kanal, ein Banner Maitreya8, Mutter, Materie!
Die Hand, welche die Fäden erkennt, weist den Pfad zu Unserer Gemeinschaft. Gewiss, Wir werden über keine genaue Entstehungszeit Unserer Stätte sprechen. Naturkatastrophen schufen die günstigen Bedingungen, und mit Unserem Wissen können Wir das Zentrum vor ungebetenen Gästen schützen. Das Auftreten heftiger Feinde zwang Uns, die Eingänge noch dichter zu verschließen und den Nachbarn ein strenges
Schweigen aufzuerlegen. Stören und Verraten bedeutet vernichtet zu werden.
73. Das Wesen der Neuen Welt enthält ein Vakuum, das der Knoten der Unbeweglichkeit genannt wird; in ihm werden die Ablagerungen unverstandener Evolutionsaufgaben gesammelt. Wenn der Verstand an diese Pfade des Nichtbegreifens des Geistes nahe heranführt, ist der Zutritt zu Unseren Sendungen nahezu verloren. Können die Menschen wirklich die schöpferische Tätigkeit vergessen, die zur Verschönerung des Lebens führt?
74. Es ist notwendig, das Unaufschiebbare zu erforschen. Es ist nötig, persönliche Begeisterung zu bewahren. Für jeden ist es notwendig, selbständig voranzuschreiten keine Hand auf der Schulter, keinen Finger auf den Lippen. Wehe dem, der die Wache aufhält. Wehe dem, der Reis auf den Schild schüttet. Wehe dem, der Wasser in seinem Helm trägt. Das größte Wehe der grauen Angst. Wahrlich, das Netz der Welt wurde ausgeworfen. Es darf ohne Fang nicht eingezogen werden. Wahrlich, auch nicht das Geringste wird vergessen werden. Das Saatgut wurde bezahlt. Zwang war nicht zugelassen. Möge jeder voranschreiten, doch Ich bemitleide jene, die das Ziel nicht erreichen. Wie finster ist der Pfad zurück! Ich kenne nichts Schlimmeres, als des Nachbars Pfad zu überqueren. Sagt jedem: "Geh allein, bis du die Weisung des Lehrers erhältst." Über das Meeresbrausen sollte man sich freuen. Zeigt Verständnis für die große Zeit! Erhebet den Kelch! Ich rufe euch.
75. Wahrlich, man möge der Erfüllung aller Prophezeiungen entgegensehen. Ich sehe keine geänderten Fristen. Denkt über den Film der Ereignisse nach und begreift, wie
unwichtig das Äußere ist; nur die innere Bedeutung ist wesentlich. Die Saat der Generationen beginnt zu sprießen, der Same beginnt aufzugehen.
76. Man muss die Kampfmethode des so genannten Felssturzes kennen. Wenn die Schlacht eine bestimmte Spannung erreicht hat, reißt der Führer Teile der Aura ab und wirft sie in die Horden der Feinde. Gewiss, die Auren der Krieger werden auch stark zerrissen, deshalb ist zu dieser Zeit das Schutznetz zwar nicht stark, aber die Feinde sind besonders siegreich geschlagen. Das Auragewebe verbrennt heftiger als der Blitz. Wir bezeichnen diese Methode als heldenhaft. Man darf nicht denken, dass wir in einem Luxuszug reisen wir schreiten auf einem Brett über einen Abgrund. Aurafetzen gleichen durchlöcherten Adlerschwingen. Es muss erinnert werden, dass wir die Mauern ohne eine Deckung ersteigen. Nicht jedes zerbrochene Glas klirrt sofort, doch wenn es die tiefen Schluchten erreicht, dann knirschen die Splitter. Das Übrige werdet ihr selbst verstehen. Die allergrößten Kräfte stehen im Kampf für die Rettung der Menschheit.
77. Eine Erscheinung ist nicht als Beweis für das Auge zu verstehen, sondern für das Bewusstsein. Hierin liegt der Unterschied zwischen eurer und Unserer Auffassung. Was ihr als eine Tatsache bezeichnet, ist ein Ergebnis, während Wir die wahre, euch unsichtbare Tatsache erkennen können.
Ein Blinder beurteilt den Blitz nach dem Donner, doch der Sehende fürchtet den Donner nicht. So ist es notwendig, wahre Tatsachen von ihren Wirkungen unterscheiden zu lernen.
Wenn Wir von einem vorbestimmten Ereignis sprechen, sehen Wir dessen wahren Ursprung; doch wer nach sichtbaren Wirkungen urteilt, wird mit seiner Beurteilung zu spät kommen. Wenn Wir sagen: "Widerstehet der Augenscheinlichkeit", meinen Wir: "Verfallet nicht der Illusion vergänglicher Ereignisse." Man muss Vergangenes vom Zukünftigen klar unterscheiden. In der Tat, sich in den Illusionen der Wirkungen drehend, leidet die Menschheit unter diesem Mangel an Unterscheidung.
Im Vorgang des Ereignisses ist ein schöpferischer Funke enthalten, jedoch nicht in seinen Wirkungen. Befangen von Wirkungen gleicht die Menschheit einem Blinden, der nur den Donner vernehmen kann. Zwischen jenen, die nach Ereignissen, und solchen, die nach Wirkungen urteilen, kann man einen Unterschied feststellen.
Sagt euren Freunden, dass sie es lernen sollten, das Wahre entsprechend dem Eintreten der Ereignisse zu beobachten. Andernfalls bleiben sie Leser einer von einem Betrüger herausgegebenen Zeitung.
Strengt das Bewusstsein an, um den Ausgangspunkt von Ereignissen zu erfassen, wenn ihr mit der Evolution der Welt vereint sein wollt. Man kann zahllose Beispiele bedauernswerter, verbrecherischer und tragischer Missverständnisse nennen, als Ergebnis durcheinander geratener Fristen.
Die Eiche wächst aus der Eichel unter der Erde, doch der Einfältige nimmt dies nur wahr, wenn er über sie stolpert. Viele Fehltritte beflecken die Erdkruste. Genug der Fehler und des Unverständnisses in der Stunde der Weltspannung!
Man muss begreifen, wie vorsichtig man Energie ausgeben muss. Man muss verstehen, dass nur die richtigen Türen in das Zimmer des Allgemeinwohls führen werden.
78. Jedes Buch muss ein Kapitel über Gereiztheit enthalten. Es ist unumgänglich, dieses Untier aus dem Haus zu jagen. Ich begrüße Strenge genauso wie Entschlossenheit. Ich gebe die Weisung, höhnische Scherze zu unterlassen. Jedem sollte geholfen werden, aus den Schwierigkeiten herauszukommen. Man sollte jeden Keim von Gemeinheit ersticken. Jedem muss es gestattet sein, seine Meinung zu sagen, und Geduld zum Anhören muss aufgebracht werden. Das leere Gerücht muss ausgerottet werden, und für jedes den Lehrer verleumdende Wort müssen zehn Worte entgegengestellt werden, in der Tat, schweiget nicht zu einem gegen den Lehrer gerichteten Pfeil. Mutter und Lehrer diese beiden Begriffe müssen in jedem Buch geschützt werden. Das Licht der Erhabenheit darf nicht ausgelöscht werden.
79. Beim kosmischen Aufbau verlangt Dienen eine Bewusstseinsänderung. Fehler können vorkommen. Der größte Fehler kann entschuldigt werden, vorausgesetzt, dass die Quelle rein ist; doch diese Reinheit kann nur ein erleuchtetes Bewusstsein ermessen. Freude am Dienen kann nur durch ein erweitertes Bewusstsein erfahren werden. Es muss daran erinnert werden, dass jede Zeitspanne von drei Jahren eine Stufe des Bewusstseins darstellt; genauso wie alle sieben Jahre die Zentren erneuert werden. Lernet verstehen, dass sich die Fristen des Bewusstseins nicht wiederholen, weshalb sie nicht versäumt werden dürfen.
Es ist berechtigt, einem Menschen, der erwägt, den Pfad des Großen Dienens zu beschreiten, die Fragen vorzulegen, was er aufzugeben gedenkt. Oder ob er sich lediglich die Verwirklichung seiner süßen Träume erhofft? Oder ob es für ihn angenehm erscheint, für ein Körnchen Glauben irdischen Reichtum zu erwerben und eine Stellung einzunehmen, die seinem Bewusstsein nicht entspricht?
Man kann die Methoden der Bewusstseinserweiterung nicht alle aufzählen, doch allen liegt die Erkenntnis der Wahrheit und der Selbstaufopferung zugrunde.
80. Es ist notwendig, die Klarheit des Denkens zu verstehen und diese in Zukunft anzuwenden so ist möglich, die raue Form des Handelns zu vermeiden. Man sollte andere nicht nachäffen. Jedes Körnchen Entschlossenheit ist kostbar. Ich will euch mit Kühnheit sättigen. Es ist besser, als ungewöhnlich zu gelten als in die Uniform der Banalität gekleidet zu sein. Es ist nötig, Meine Belehrungen zu lesen. Es ist notwendig, bestrebt zu sein, sie bei jeder Tat im Leben anzuwenden, nicht nur an Feiertagen. Sagt selbst, ob es möglich ist, morgens zu streben und abends ein Papagei zu sein.
81. Es ist weise, zwischen Vergangenheit und Zukunft einen Strich zu ziehen. Es ist unmöglich, alles das aufzuzählen, was getan wurde es ist unermesslich. Es ist besser, zu sagen: "Das Gestern ist vorbei, lernen wir es, einem neuen Morgenrot entgegenzugehen." Wir alle wachsen, und unsere Werke erweitern sich mit uns. Nach
dem siebenundzwanzigsten Lebensjahr ist keiner jung, und wir alle können dann die Heldentat des Dienens verstehen. Es ist unwürdig, im Staub von Gestern zu wühlen. Lasst uns von nun an eine neue Stufe errichten. Beginnen wir zu arbeiten, uns mit Tausenden Augen umgebend. Eignen wir uns Reinheit des Denkens an sowie Unterscheidungsvermögen der Taten. So lasst unsere Tage ausgefüllt sein; gewöhnen wir uns Beweglichkeit und Entschlossenheit an. Wir wollen auch nicht vergessen, dass es auf Erden nichts Höheres gibt als den gegebenen Plan für das Allgemeinwohl. Lasst uns für die Lehren des Lebens Verständnis bekunden. Wie Moses der Menschheit die Würde überbrachte, wie Buddha sich der Erweiterung des Bewusstseins zuwandte, wie Christus die Nützlichkeit des Gebens lehrte, so ist jetzt die Neue Welt zu den fernen Welten bestrebt! Denkt nach, welche Vergleiche uns umgeben! Denkt nach über den Grundstein. Denkt nach über den aufgezeigten Pfad. Denkt darüber nach, wie die Grenzen des Kosmos euch berühren. Erinnert euch der Schritte der wunderbaren Anspannungen, nicht durch ein Buch, sondern im Leben. Denkt darüber nach, dass so vieles noch nicht gehoben und aufgenommen wurde, und ihr noch auf eurem Platz steht. Seid daher durch Fehler nicht entmutigt, sondern steiget auf durch die Hierarchie der Lehre.
82. Am Tag des Beginns der neuen Stufe wollen wir ohne Vorwurf über die großen Zeiten sprechen, in denen wir es lernen, von der Erde aufzubrechen und bereits im Körper mit den Höheren Welten vereinigt werden.
Niemandem wird etwas verweigert, komm, strecke deine Hand
dem Altar des Geistes entgegen. Bejahe den Geist als von Materie und erinnere dich, wie das Herz vor dem Leuchten der Berge erbebt.
Mein Wort muss euch in der Schönheit der Heldentat bestärken. Den Pfad vor Augen, wollen wir die Regeln der Taten unbeachtet lassen; wir wollen erneut das Bewusstsein über dem Firmament sammeln. Es ist schön, bereits den feinstofflichen Körper zu haben, wenn der Geist über die weiten Flüge nicht mehr verwirrt ist. Freuen wir uns daher über jede Bewegung auf der Erdkruste lernen wir es, als flögen wir darin!
Fliegen welch ein schönes Wort! Es enthält bereits das Pfand unserer Bestimmung. Wenn euch schwer zu Mute ist, denkt an die Flüge. Möge jeder an Schwingen denken. Den Mutigen sende Ich alle Ströme des Raumes!
83. Wahrlich, es ist notwendig, zehn Ausgänge für einen Brand zu haben. Kräftig ist eine Tat, wenn durch sie zehn Lösungen gegeben sind. Die Unerfahrenen brauchen einen Brand hinter sich, doch den Gerufenen sind alle Zugänge erschlossen.
Man muss imstande sein, zu erkennen, wie sich die Klinge des Feindes biegt; zu lächeln, wenn die Hufschläge des Feindes an das Ohr dringen; es fertig zu bringen, aufrecht zu stehen, wenn der Pfeil über dem Kopfe schwirrt.
84. Es ist schwer, das Große aufzunehmen, aber es ist noch schwerer, mit einem erweiterten Bewusstsein das Kleine aufzunehmen. Es ist schwer, für eine kleine Tatsache einen Maßstab großen
Verstehens anzuwenden. Wie kann man ein großes Schwert in eine kleine Scheide stecken?
Nur ein erprobtes Bewusstsein versteht den Wert des Saatkornes der Wirklichkeit. Herrschaft besteht weder in Kronen noch in Volksmassen, sondern in der kosmischen Ausbreitung von Ideen. So ergänzen die Lehren des Lebens einander, bar des Bedürfnisses, Massen anzuziehen.
Ich versprach euch, ein drittes Buch zu übergeben, sobald die Gemeinschaft angenommen worden ist. Doch wir bedürfen keiner Massen; nur die Bewusstseine jener, die annehmen, werden von Uns gebraucht. Deshalb übergeben Wir das dritte Buch. Deshalb sprechen Wir wiederholt über die Fakten der Wahrheit, und Wir segnen lieber die Geburt, als Beerdigungsprozessionen über Uns ergehen zu lassen.
Für manche ist es notwendig, die Lehre in die Ohren zu posaunen, für andere braucht man nur die Wegweiser zu setzen; dritten braucht man nur einsilbige Andeutungen zu geben, wenn ihr Bewusstsein selbst das Kleine erfassen kann. Wie sehr begrüßt die Lehre dann jene, die alle und jede Krume aufnehmen können, die universelle Bedeutung jeder von ihnen schätzend!
Der Zerfall von Äonen9 verschiebt ganze Welten. Aus diesem Grunde sind eure Gedanken zur Erhaltung der geistigen Energie aufgerufen.
85. Jeder Organismus wird von einer besonderen Energie bewegt, doch es ist notwendig, die genaue Richtung des Grundstrebens festzusetzen. Einmal fragten die Schüler den Gesegneten,
wie die Erfüllung des Gebotes auf Verzicht des Eigentums zu verstehen sei. Trotzdem ein Schüler alle Sachen im Stich gelassen hatte, wurde er vom Lehrer wegen seines Besitzes getadelt. Ein anderer behielt seine Sachen und erhielt keinen Vorwurf. Das Gefühl des Eigentums wird nicht nach Sachen, sondern nach Gedanken gemessen. Genauso muss die Gemeinschaft vom Bewusstsein angenommen werden. Man kann Sachen besitzen ohne Gefühl des Eigentums.
Der Lehrer sendet den Wunsch, dass die Evolution gesetzmäßig wachse. Der Lehrer kann jene erkennen, die ihr Bewusstsein befreit haben. So sprach der Gesegnete, und Er bat, im allgemeinen nicht an das Eigentum zu denken, denn Entsagung ist eine Reinigung der Gedanken. Denn nur durch gereinigte Kanäle kann sich das Grundstreben seinen Weg bahnen.
86. Ich erinnere mich an eine von Akbar gehörte Erzählung. Ein Herrscher fragte einen Weisen: "Wie erkennst du ein Nest des Verrates und ein Bollwerk der Treue?" Der Weise zeigte auf eine Menge herausgeputzter Reiter und sagte: "Das ist ein Nest des Verrates." Dann wies er auf einen einsamen Wanderer und sagte: "Das ist ein Bollwerk der Ergebenheit; denn Einsamkeit kann nichts verraten." Und von diesem Tag an umgab sich der Herrscher mit Treue.
Der Lehrer hat das volle Maß der Treue angenommen. Meine Hand ist der Hand des Wanderers Feuer in der Finsternis. Mein Schild birgt die Stille der Berge. Ich weiß, Ich weiß, wie beengt es für Meine Gemeinschaft ist. Die Enthüllung der Grundfeste des Baues vollzieht sich in der Stille.
Das Verstehen der Materie kann nur dort wachsen, wo Verrat unmöglich ist.
87. Wenn eine Schwierigkeit mit einer Erbschaft auftritt, kann gesagt werden, dass es möglich ist, der Gemeinschaft den Wunsch zu hinterlassen, dass bestimmte Gegenstände einer bestimmten Person zur Benutzung für eine Probezeit von drei Jahren übergeben werden. So wird die Erbschaft in eine würdige Zusammenarbeit verwandelt werden. Man möge besonders ausgewählte Leute beauftragen, die Qualität bestimmter Arbeiten zu überwachen. Es ist nötig, das Bewusstsein durch ständiges Prüfen zu vertiefen; denn das Volk versteht es noch nicht, unter Prüfung zu arbeiten. Unterdes ist die ganze Substanz der Welt durch gegenseitiges Erproben in Anspruch genommen. Doch man sollte verstehen, dass Prüfen nur Verbesserung bedeutet.
88. Wir fangen immer mit einem sehr kleinen Umriss an. Dies ist eine viele Jahrhunderte alte Erfahrung und ein grundlegendes kosmisches Prinzip. Ein festes und unteilbares Samenkorn wird ein Wachsen der Elemente verursachen. Doch wiederholtes Schwanken und Mangel an Feinfühligkeit ergeben Unklarheit. Die Feinfühligkeit des Lebensprinzipes zwingt, mit festen Körpern sparsam umzugehen. So bewertet der Chemiker unteilbare Körper. Wahrlich, der Aufbau muss unzerstörbar sein, wenn er durch die Notwendigkeit der Evolution hervorgerufen wurde. Man sollte zwischen jenem, das zugelassen ist, und jenem, das unbestreitbar gegeben ist, zu unterscheiden verstehen.
89. Unsere Gemeinschaft bedarf keiner Beteuerungen und Eide. Echt ist der Arbeitsaufwand und unvergesslich
die Verpflichtung. Kann es dort etwa Weitschweifigkeit geben, wo Leben in Schutz genommen wurde wo eine Stunde zum längsten Maß werden kann? Könnte man die Möglichkeiten einer Zeit verraten, wenn Geist und Bewegung verneint werden? Es ist notwendig, Schüchternheit zu überwinden, um den Wirbel der Spirale zu fühlen und im Kernpunkt des Wirbels die Ruhe des Mutes aufzubringen.
So viel habe Ich über Mut und Furcht gesagt, weil Wir nur eine kosmische wissenschaftliche Methode kennen! Beim Eintritt muss man sich Rechenschaft geben, ob man die Furcht abgelegt hat und einen starken Mut besitzt.
Ich sehe kein einziges Merkmal von Dialektik und Methodik. Wir kennen nur die herben Blumen der Notwendigkeit. Und zu Uns muss man im Bewusstsein der Standhaftigkeit gelangen.
Strenge ist keine Herzlosigkeit und Standhaftigkeit keine Begrenztheit. Durch all die Schwerkraft des Firmaments werdet ihr den Wirbel des Raumes verspüren, und ihr werdet die Hand nach den fernen Welten ausstrecken. Die Wahrnehmung der Offenbarung der Welten kann nicht aufgezwungen werden, aber gerade durch diese Erkenntnis nehmen wir verantwortungsvolle Arbeit auf und widmen uns den wirklichen Möglichkeiten der Evolution.
90. Um die Beweglichkeit der Tat zu verstehen, trübe man die Oberfläche des Wassers in einem Bassin und beobachte die Unbeweglichkeit der niederen Schichten der Flüssigkeit. Um sie in Bewegung zu bringen, muss die Oberfläche so stark umgerührt werden, dass der Rhythmus ohne Unterbrechung
bis zum Grund durchdringt. Verneinende Kräfte haben keine bis zum Boden führende Strömung, denn dazu ist es erforderlich, die Ursubstanz zu zersetzen; eine solche Leistung aber übersteigt ihre Kräfte.
Neuankommende fragen oft, wo die Grenzlinie zwischen einer beweglichen Schicht und einer unerschütterlichen Grundlage liegt? In der Tat, hier kann es keine festgesetzte Grenze geben, doch das Gesetz der Strahlenbrechung besteht, und ein Pfeil kann ohne die vorbestimmte Linie zu durchschneiden das Ziel nicht erreichen.
Wie soll man denn die Beschädigung der Schichten verhindern? Es ist natürlich notwendig, feste Pfeiler vorzusehen, die eine Strömung brechen werden. Ich erwähnte die Welle des Geistes als den Mittelpunkt einer Spirale. Behaltet diesen Aufbau im Gedächtnis, weil von zentrifugaler Bewegung umgebene Unbeweglichkeit allen Unruhen widerstehen kann. Der Aufbau Unserer Gemeinschaft erinnert an solche von mächtigen Spiralen umgebene Wellen. Es ist der beste Aufbau für den Kampf, dessen Ende ein vorausgegangener Beschluss ist. So ist es notwendig, Unseren Aufbau vom materiellen Standpunkt aus zu verstehen. Wozu bedarf es einer unverständlichen Vorstellung, wenn es im Kosmos nur ein Prinzip gibt? Das System des Anwachsens von Kristallen zeigt ebenfalls, wie mannigfaltig die Welt der Schwerkraft ist. Suchende können verstehen, dass man im Verfolgen höheren Wissens materielle Wege einschlagen muss. Wer die Klarheit der Kristalle nicht liebt, wird Uns nicht erreichen. Einmalige Reinheit erlangt man durch Vervollkommnung der Form.
Man zeige einem Kind einen Kristall, und das Kind wird die Vervollkommnung desselben begreifen. Wahrlich, der Aufbau des Kristalls der Gemeinschaft wird Vervollkommnung der Form gewähren.
91. Warum muss man linkisch sein? Warum muss man einen unwissenden Eindruck machen? Warum müssen Unsere [Anhänger] nachlässig sein? Warum müssen sie bei Streitfragen aufgebracht sein? Warum müssen sie endlos schwatzen? Vermeidet unnützen Schmutz. Ihr seht, wie notwendig es ist, jede Einzelheit zu unterstreichen, andernfalls werden sich die Sitten Unserer Gemeinschaft in euch nicht festigen.
Die Disziplin der Freiheit zeichnet Unsere Gemeinschaften aus. Nicht allein der Geist ist diszipliniert, sondern auch die Eigenschaften äußerer Taten. Es ist nicht Unser Brauch, Uns zu sehr zu grämen. Es ist nicht Unser Brauch, zu sehr zu tadeln. Es ist nicht Unser Brauch, den Menschen zu sehr zu vertrauen. Es ist nicht Unser Brauch, zuviel zu erwarten. Man muss einen komplizierten Plan auch einfach gestalten können, niemals umgekehrt, denn Unsere Gegner wirken vom Einfachen zum Komplizierten. Überlegt, wie ihr eure Freunde stärken könnt.
Bewahret in euren Wohnungen reine Luft, empfanget eure Besucher mit guten Wünschen, und erwartet Uns gespannt. Möge jede Gemeinschaft ihren Lehrer erwarten, denn eine Gemeinschaft und ein Lehrer bilden die Enden einer Säule. Auch bei den alltäglichen Kleinigkeiten muss man an das Fundament des Hauses denken. Wieder erwähnen Wir die Änderung
der Qualität des Bewusstseins, dann ist der Übergang leicht.
92. Drohende Hände erreichen euch nicht, wenn ihr umgeben von der Spirale der Hingebung voranschreitet. Wenn das Auge in der niederen physischen Sicht den Panzer der Hingebung schauen könnte, würde sich der Mensch nicht mehr in einem niederen Bewusstseinszustand befinden. Lehren aus früheren Leben erreichen geschlossene Augen nicht. Wahrlich, ohne Flügel über den Abgrund bleibt jeder, der sich Unserer Gemeinschaft mit veraltetem Bewusstsein nähert. Jeder, der versucht, sich Uns in Stolz zu nähern, wird wie durch eine Explosion von Ozon geschlagen sein. Doch wie soll man erklären, dass nicht Wir schlagen, sondern der Eitle sich selbst einen Schlag versetzt? Genauso geht der zugrunde, der in Schuhen mit Metallsohlen eine Pulverwerkstatt betritt. Wer seine Schuhsohlen mit Stahlnägeln versieht, wird zum guten Schnellläufer, doch jeder Arbeiter wird einem raten, für eine explosive Oberfläche weiche Pantoffeln anzuziehen. Ebenso ist für eine gesättigte Atmosphäre ein Puffer erforderlich.
Ich verweise auf den Gesegneten. Wenn Er in die Berge ging, wählte Er eine geeignete Zeit, um den Übergang zu erleichtern. Dadurch wird Wirtschaftlichkeit der Energie erreicht. Wahrlich, dies ist die einzige Wirtschaftlichkeit, die zugelassen und gerechtfertigt ist, andernfalls können sich zwischen den Welten Kavernen bilden, und wer weiß, mit welchem Gas sie gefüllt sein können? Ich kann den Rat geben, mit der Energie sparsam umzugehen, denn jede
unnütze Verschwendung durchschlägt den Raum wie die Schwingung einer Saite auf weite Entfernung hin. Es ist wichtig, den Kosmos in jedem Grashalm zu hüten, wenn wir bereit sind, Bürger des Weltenalls zu werden.
93. Ich spreche über die Beschaffenheit der Reisen. Es ist unerlässlich, Reiseerfahrungen zu sammeln. Es ist nicht nur notwendig, sich vom Heim zu trennen, sondern auch den engen Begriff Heim zu überwinden. Genauer ausgedrückt, man sollte den Begriff Heim erweitern. Wo wir sind dort ist das Heim. Evolution verwirft die Bedeutung von Heim als ein Gefängnis. Fortschritt in Befreiung des Bewusstseins wird die Möglichkeit der Beweglichkeit gewahren. Weder Heldentat noch Entbehrung, noch Verzücktheit, sondern die Eigenschaft des Bewusstseins ermöglicht es, sich von einer altgewohnten Heimstätte zu lösen. In einer altgewohnten Heimstätte gibt es so viel Verräuchertes, so viel Bitterkeit und Staub. Wir sind gegen das Einsiedlerleben, aber kleine Hütten mit stickiger Atmosphäre sind schlimmer als Höhlen. Wir rufen jene, die dem Gedanken Raum geben können.
Ich will euch über das Antlitz der Erde schreiten sehen, wenn alle nationalen Grenzen ausradiert sein werden. Wie können wir fliegen, wenn wir auf einem kleinen Nagel aufgespießt sind? Überlegt, wie notwendig das Reisen für die Menschheit ist!
94. Ihr sprecht oft über die Unvollkommenheit vorhandener Bücher. Ich möchte hinzufügen: In Büchern niedergelegte Irrtümer gleichen einem schweren Verbrechen. Unwahrheit in Büchern
muss als eine schwerwiegende Verleumdung gerichtlich verfolgt werden. Die Lüge eines Redners soll entsprechend der Zahl seiner Zuhörer verfolgt werden. Die Lüge eines Schriftstellers sollte entsprechend der Zahl seiner verkauften Bücher verfolgt werden. Die Volksbibliotheken mit Unwahrheiten anzufüllen, ist ein schweres Vergehen. Es ist notwendig, die wahre Absicht des Schriftstellers zu spüren, um die Qualität seiner Irrtümer abzuschätzen. Unwissenheit wird die schlechteste Grundlage sein. Furcht und Gemeinheit nehmen den nächsten Platz ein. Keine dieser Eigenschaften eignet sich für die Gemeinschaft. Sie im neuen Aufbau zu beseitigen, ist eine Notwendigkeit. Verbietende Maßnahmen sind wie immer unangebracht, doch ein entdeckter Irrtum muss aus dem Buch entfernt werden. Die Notwendigkeit einer solchen Entfernung und der Neudruck des Buches werden den Autor zur Besinnung bringen. Jeder Bürger hat das Recht, einen Irrtum zu beweisen. Gewiss, man sollte neue Ansichten und Formen nicht verhindern, doch unrichtige Angaben dürfen nicht in die Irre führen, denn Wissen ist die Waffe der Gemeinschaft und die Verteidigung des Wissens ist die Pflicht jedes Mitgliedes.
Spätestens nach einem Jahr müssen Bücher überprüft werden, sonst wird die Zahl der Opfer zu groß. Besonders notwendig ist es, ein Buch zu bewahren, dessen Wert gewaltig ist. Die Regale der Bibliotheken sind voll von Eiterherden der Lüge. Es sollte nicht zugelassen werden, diese Parasiten aufzubewahren. Man kann wohl jemandem zumuten, in einem schlechten Bett zu schlafen, doch es ist unmöglich, ein lügenhaftes Buch zum Lesen anzubieten.
Warum die beste Ecke des Heimes in einen lügenhaften Possenreißer verwandeln?! Gerade schlechte Bücher verderben das Bewusstsein der Kinder. Mit der Frage über das Buch muss man sich auseinandersetzen!
95. Einst verweilte eine Frau zwischen den Bildern des Gesegneten Buddha und Maitreya und wusste nicht, wem sie ihre Verehrung darbringen sollte. Und das Bildnis des Gesegneten Buddha brachte zum Ausdruck: "Meinem Vermächtnis gemäß verehre das Zukünftige. Im Schütze der Vergangenheit stehend, richte den Blick nach dem Sonnenaufgang."
Denkt daran, wie Wir für die Zukunft arbeiten, und richtet euer ganzes Wesen in die Zukunft! In Strahlen des Wissens bringen Wir eine für die Welt fremde Lehre, denn das Licht der Welt ist von Finsternis verhüllt.
96. Die Beschleunigung der Termine ist unerlässlich, andernfalls wird sich Unwissenheit verdichten. Alle Geschwüre haben sich auf der Schwelle der Neuen Welt angehäuft. Der Wirbelwind hat Haufen von Abfall zusammengefegt. Die Fähigkeit, der Abscheulichkeit der Unwissenheit mutig ins Auge zu sehen, lässt ungewöhnliche Maßnahmen entstehen. Endlich sollte man verstehen, die Verdienste wertvoller Menschen aufzuzeigen. Warum sollen fähige Menschen inmitten von Ketten oder Vorurteilen untergehen?
Kinder müssen gefragt werden, ob sie die Angst, in den Augen der Menge als lächerlich zu gelten, ablegen können? Ob sie bereit sind, um der Neuen Welt willen persönliche Annehmlichkeiten aufzugeben? Es wäre gut, die Fragen ernst zu stellen, denn die offenbarte Flamme fürchtet den Wind nicht.
Hingebung trägt über den Abgrund, doch das Beben der Feinfühligkeit muss die Hingabe beflügeln.
97. Auf dem Pfade raste unter keinem morschen Baum. Im Leben pflege keinen Umgang mit Menschen mit erloschenem Bewusstsein. Ein unentwickeltes Bewusstsein ist nicht so ansteckend wie ein erloschenes. Das erloschene Bewusstsein ist ein wirklicher Vampir. Es ist unmöglich, von außen her den Abgrund des unwissenden Bewusstseins zu füllen. Gerade diese Menschen saugen einem nutzlos Energie ab. Nach einem Beisammensein mit ihnen fühlt man ungeheure Müdigkeit. Man muss sie meiden wie üblen Geruch, um den Weg zu den Fluiden der Zersetzung abzusperren. Es ist schwierig, die Grenze zwischen Unentwickeltheit und Erloschenheit zu erkennen. Doch eine Eigenschaft ist unverkennbar: Unentwickeltheit wird oder kann von dem Beben der Hingabe begleitet sein, doch ein erloschener Krater ist voller Schlacke und Schwefel. Die Lehre lehnt es nicht ab, Energie an Unentwickelte abzugeben, doch es gibt einen Grad von Erloschenheit, wo der Abgrund mit einer neuen Substanz nicht überflutet werden kann. Nur der Schrecken eines überraschenden Kataklysmus kann eine erstarrte Lava zum Schmelzen bringen.
Denkt an den Schatz des Bewusstseins. Das Beben der kosmischen Substanz offenbart die Pulsation des erwachten Bewusstseins. Wahrlich, der Regenbogen des Wissens entströmt dem Beben des Bewusstseins ein sichtbarer Strom aus einer unsichtbaren Quelle.
Mit allen Erfahrungen der Vergangenheit und allen Errungenschaften der Zukunft denkt an das Bewusstsein.
98. In der Kälte wärmt sogar ein Hund. Es gibt unerhört wenige Menschen, daher ist es auch unmöglich, armselige Gegner davonzujagen, wenn in ihnen die Zelle des Geistes nicht mit Unkraut überwachsen ist.
Ich möchte euch daran erinnern, wie der Gesegnete sogar den Feinden Beachtung schenkte. Dieses Buch wird in der Vorhalle zu der Gemeinschaft gelesen. Der Neuankommende muss vor vielen Verwirrungen gewarnt werden. Oft scheint es, als wären Widersprüche unlösbar. Doch, Wanderer, wo sind denn Widerspruche, wenn wir nur eine Fülle von Wegzeichen sehen? Der Abgrund wird vom Berg begrenzt, und der Berg wird vom Meer begrenzt. Bergschuhe eignen sich nicht für das Meer. Doch die Eintretenden werden genötigt stündlich ihre Waffen zu wechseln. Nicht nur Beweglichkeit, nicht nur schnelles Denken, sondern vor allen die Gewohnheit des Waffenwechsels ist nötig. Es ist nicht so leicht, sich an das Wechseln der Waffen zu gewöhnen. Neben dem Gefühl des Eigentums steht die Gewohnheit, und es ist schwer, die Anpassung an Gegenstände durch die Anpassungsfähigkeit des Bewusstseins zu ersetzen. Für oberflächliches Denken mag dies nur ein Wortspiel scheinen, doch wie notwendig wird es für die Führer, welche die Schicksale der Völker lenken, diesen Unterschied der Begriffe zu verstehen!
Für ein vergiftetes Bewusstsein ist es unmöglich, die Augenblicke der Freiheit und der Gebundenheit zu unterscheiden. Der Mensch, der sich in Mutmaßung verliert, wo Sklaverei und wo Freiheit ist, ist unfähig, an die Gemeinschaft zu denken. Der Mensch, der das Bewusstsein seines Bruders unterdrückt, kann nicht an die Gemeinschaft denken. Der Mensch,
der die Lehre verdreht, kann nicht an die Gemeinschaft denken. Die Grundlage der Gemeinschaft liegt in der Freiheit des Denkens und der Ehrfurcht vor dem Lehrer. Den Lehrer anerkennen heißt, in Reih und Glied mit den Arbeitern zu stehen, die den Brand bekämpfen. Wenn jeder ohne Ordnung von der Quelle zum Brand eilt, wird die Quelle zertrampelt werden, ohne Nutzen zu bieten.
Es wäre besser, die Sorgfalt im Bewusstsein zu verstehen; dies wird den Begriff Lehrer schützen. Es ist doch der Lehrer, es ist das Wissen, es ist die Evolution der Welt die als Pfade zu den fernen Welten dienen werden!
Über die fernen Welten werden Wir im Buch "Unbegrenztheit" schreiben. Hier wollen Wir daran erinnern, dass die Tore der Gemeinschaft zu den fernen Welten führen.
99. Ein Siegel ist der Hüter eines Geheimnisses. Heimlichkeit hat es zu allen Zeiten gegeben. Wo geringes Wissen vorhanden ist, muss man sich der Heimlichkeit bedienen. Es ist erschreckend, darüber nachzudenken, dass eine gewisse Eigenschaft des Bewusstseins sich in keiner Weise vom Niveau des Steinzeitalters unterscheidet. Fremdes Denken, nicht menschliches, will den Fortschritt nicht bejahen; es will tatsächlich nicht.
Der Lehrer kann Wissen ausgießen, doch es dient weit mehr der Sättigung des Raumes, deshalb ist ein Lehrer auch ohne sichtbare Schüler nicht einsam. Denkt daran, die ihr euch der Gemeinschaft nähert! Denkt an das Geheimnis nicht zu verzweifeln.
Das Geheimnis der Zukunft liegt im elementaren Streben. Die Eruption eines Vulkans kann nicht verzögert werden;
genauso kann auch die Lehre nicht aufgeschoben werden. Der Hinweis auf eine bestimmte Zeit lässt keine Verzögerung zu ob sie in den Kelch des Bewusstseins fließt oder in den Raum aufsteigt. Es ist unmöglich, zu errechnen, wann das individuelle Bewusstsein wichtiger erscheint und wann der Faktor des Raumes. Und in dem Augenblick, wo der Nächste nicht aufhorcht, erschallt das Echo des Raumes. Darum zweifelt nicht, euch der Gemeinschaft nähernd.
Das Buch "Der Ruf" kannte keine Hindernisse. Das Buch "Die Erleuchtung" gleicht einem Fels. Das Buch "Gemeinschaft" gleicht einem Schiff vor dem Sturm, wenn jedes Segel und jedes Tau belebt wird.
Die Gemeinschaft gleicht einer chemischen Verbindung, deshalb seid rein, seid tiefgründig und vergaßt die Kelten der Verneinung. Eifert durch Verbote und Verneinungen nicht Tyrannen und Fanatikern nach. Werdet durch Unwissenheit und Hochmut nicht vergoldeten Narren gleich.
In der Tat, die Gemeinschaft lässt den Dieb nicht zu, der durch Diebstahl die schlimmste Art von Eigentum bejaht. Seid streng, versteht das Geheimnis so zu hüten, dass ihr euch selbst einen Termin nicht wiederholt seid wie die Welle, die den Stein nur einmal fortschwemmt.
100. Versteht die Lehre, verstehet, dass man ohne Lehre nicht vorwärts kommen kann. Diese Formel muss wiederholt werden, denn im Leben wird vieles ohne die Lehre getan. Die Lehre muss jeder Tat und jedem Gespräch die Färbung geben. Diese Tönung wird wie ein schönes Gewebe die Wirkungen der Rede verschönern. Nach
den Wirkungen muss die Qualität einer Sendung beurteilt werden. Man sollte sich an die Tatsache gewöhnen, dass die Sendung selbst unverständlich scheinen kann, denn nur ihre innere Bedeutung hat einen Schild.
Gewöhnt es euch an, jedes Gespräch sinnvoll zu gestalten und nutzloses Geschwätz auszurotten.
Es ist schwer, sich vom Gefühl des Eigentums freizumachen; ebenso schwer ist es, Geschwätz zu überwinden.
101. Versteht es, aufzufassen, wenn ihr Materialisten genannt werdet. Im Handeln und im Denken können wir von der Materie nicht getrennt werden. Wir wenden uns entweder höheren Schichten oder den gröbsten Formen derselben Materie zu. Diese Wechselbeziehung kann wissenschaftlich nachgewiesen werden. Ebenso kann man wissenschaftlich beweisen, wie die Qualität unseres Denkens auf die Materie wirkt.
Egoistisches Denken zieht die niederen Schichten der Materie an, denn diese Denkart isoliert den Organismus wie einen einzelnen Magneten, der über seine Stärke hinaus nicht mehr anziehen kann. Anders ist es, wenn das Denken im Weltmaßstab vor sich geht; dann ergibt sich eine Gruppe von Magneten, und es kann ein Zutritt zu höheren Schichten erreicht werden.
Man kann es besser an einem empfindlichen Apparat beobachten, der die Qualität des Denkens festhält. Es können Spiralen gesehen werden, die entweder aufsteigen oder in einem dunklen Dampf untergehen eine sehr anschauliche
Darstellung über den materialistischen Denkvorgang durch die Qualität inneren Potentials. Diese einfachen Manifestationen haben eine doppelte Bedeutung: erstens überführen sie die Unwissenden, die sich die Materie als etwas Lebloses vorstellen und mit dem Sitz des Bewusstseins nichts Gemeinsames haben; zweitens haben sie eine Bedeutung für jene Suchenden, die sich für die Qualität ihres Denkens verantwortlich fühlen.
Es ist lehrreich zu beobachten, wie der Gedanke den Raum infiziert es lässt sich hier ein Vergleich mit dem Vorgang bei einem Schuss aufstellen. Die Kugel fliegt weit, aber der Rauch verbreitet sich nach atmosphärischen Bedingungen. Die Dichte der Atmosphäre zwingt den Rauch, den Sonnenaufgang auf lange Zeit zu verdecken. Daher Überwacht euer Denken. Lernet auch, schön und kurz zu denken. Viele sehen nicht den Unterschied zwischen einem Tatgedanken und einem Gehirnreflex. Man muss verstehen, die rückstrahlenden Krämpfe, die zu Halb-Bewusstsein führen, zu unterbinden. Die Entwicklung der rückwirkenden Tätigkeit gleicht der Berauschung.
Die Gemeinschaft wird durch klares Denken erreicht. Denken verursacht eine klare, unaussprechliche Verantwortung. Wir sind sehr besorgt, dass euch das Bewusstsein der Verantwortung nicht verlassen möge.
102. Die Erziehung eines Volkes muss bereits mit der Grundausbildung der Kinder im frühesten Alter beginnen.
Je früher, desto besser. Ihr könnt sicher sein, dass Übermüdung des Gehirns nur von Schwerfälligkeit herrührt. Wenn sich die Mutter der Wiege ihres Kindes nähert, spricht sie die erste Formel der Erziehung: "Du kannst alles." Verbote sind nicht erforderlich. Auch das Schädliche sollte nicht verboten werden. Es ist besser, die Aufmerksamkeit auf das Nützlichere und Anziehendere zu lenken. Jene Erziehung wird die beste sein, welche die Anziehungskraft des Guten zu steigern vermag. Außerdem ist es nicht notwendig, die im kindlichen Unverstand eingebildeten schönen Bilder zu entstellen; demütigt Kinder nicht! Denket fest daran, dass wahre Wissenschaft immer mahnend, kurz, genau und schön ist. Es ist notwendig, dass in der Familie wenigstens ein Keim von Verständnis für die Erziehung vorhanden ist. Nach dem siebenten Lebensjahr ist bereits vieles verloren. Gewöhnlich ist der Organismus nach dem dritten Lebensjahr voll aufnahmefähig. Schon bei den ersten Schritten muss die Hand des Führers die Aufmerksamkeit auf die fernen Welten lenken und auf sie verweisen. Unbegrenztheit muss vom jungen Auge gefühlt werden. Gerade das Auge muss sich daran gewöhnen, die Unbegrenztheit anzunehmen.
Es ist notwendig, dass das Wort den Gedanken genau wiedergibt. Falschheit, Grobheit und Spott müssen vertrieben werden. Verrat ist selbst im Keime unzulässig. Zur Arbeit "wie die von Erwachsenen" muss angespornt werden. Nur vor dem dritten Lebensjahr nimmt das Bewusstsein leicht den Gedanken der Gemeinschaft auf. Was für ein Irrtum ist es, zu glauben, einem Kind eigene Sachen geben zu müssen! Ein Kind vermag leicht zu verstehen, dass Sachen Gemeingut sein können.
Die Behauptung: "Ich kann alles", ist keine Prahlerei, sondern das Bewusstwerden eines Apparates. Das armseligste Wesen kann den Zugang zur Unbegrenztheit finden, denn jede wertvolle Arbeit erschließt die Tore.
103. Die Schulen müssen in ganzer Fülle ein Bollwerk der Gelehrsamkeit sein. Jede Schule, von der Grundschule bis zu den höchsten Instituten, muss ein lebendiges Glied in dieser Kette bilden. Die Kenntnisse müssen das ganze Leben hindurch vervollständigt werden. Ohne von der historischen und philosophischen Wissenschaft abzuweichen, muss angewandtes Wissen gelehrt werden. Die Kunst des Denkens muss in jedem Schaffenden entwickelt werden. Nur dann wird er die Freude der Vervollkommnung begreifen und seine Mußestunden zu nutzen verstehen.
104. Jede Schule muss eine komplette Bildungseinheit sein. In den Schulen muss es ein nützliches Museum geben, an dem sich die Schüler selbst beteiligen. Es muss ein Zusammenwirken sein, und den Schülern muss solche Zusammenarbeit auch gelehrt werden. Alle Entwicklungsstufen der Kunst müssen vertreten sein. Ohne die Pfade der Schönheit kann es keine Bildung geben.
105. Der Unterricht wird eine der angenehmsten Stunden sein, wenn der Lehrer die Fähigkeiten der Schüler richtig einzuschätzen versteht. Nur Erkennen der Fähigkeiten ermöglicht ein gerechtes Verhältnis zu den künftig Schaffenden. Häufig erkennen die Schüler selbst ihre Bestimmung nicht. Der Lehrer,
als ein Freund, wird ihnen das Geleitwort in die beste Richtung geben. In den Schulen ist kein Zwang anzuwenden. Nur Überzeugung kann Anreiz zum Lernen geben. Mehr Versuche, mehr Aussprachen welche eine Freude entsteht durch Anwendung eigener Kräfte! Die Kleinen lieben die Arbeit der "Großen".
106. Wenn die Familie es nicht versteht, so soll die Schule lehren, dass Reinheit im Leben notwendig ist. Schmutz kommt nicht von Armut, sondern von Unwissenheit. Reinheit im Leben ist die Schwelle zur Reinheit des Herzens. Wer hat nicht den Wunsch, dass das Volk rein sei? Die Schulen müssen so ausgestattet sein, dass sie Pflanzstätten zur Verschönerung des Lebens sind. Jeder Gegenstand kann vom Standpunkt der Liebe aus betrachtet werden. Jedes Ding muss dazu beitragen, ein glückliches Leben zu gestalten. Zusammenarbeit wird helfen, für jeden Haushalt einen Weg zu finden. Wenn es dem einzelnen allein nicht gelingt, wird die Gemeinschaft mithelfen. Nicht Faustkämpfer, sondern Schöpfer werden der Stolz des Landes sein.
107. Die Schule muss nicht nur Liebe zum Buch einflößen, sondern muss auch lesen lehren, und letzteres ist nicht leichter als ersteres. Um sich in ein Buch zu vertiefen, muss man sich in Gedanken konzentrieren können. Wir lesen nicht mit den Augen, sondern mit dem Verstand und dem Herzen. In vielen Heimen nimmt das Buch keinen Ehrenplatz ein. Es ist Pflicht der Gemeinschaft, das Buch als einen Freund des Heimes zu bejahen. Jede Gemeinschaft soll in erster Linie ein Regal mit Büchern wertvollen Inhalts besitzen. Es sollen dort Berichte über die Schätze des Heimatlandes in Verbindung
mit der Welt aufscheinen sowie auch Bücher, in denen auf Helden, Schöpfer und Schaffende hingewiesen wird. Auch die Begriffe Ehre, Pflicht und Schuldigkeit gegenüber seinem Nächsten sowie die Barmherzigkeit müssen bestätigt werden. Hier wird es viele Beispiele geben, die zum Studium und zu Entdeckungen anregen.
108. Die Schule wird Achtung vor nutzbringenden Erfindungen lehren, aber vor Versklavung durch Maschinen warnen. Jede Art von Sklaverei wird als Zeichen der Finsternis ausgemerzt werden. Der Lehrer wird ein beispielgebender Erzieher sein ein Freund, der einen kürzeren und besseren Pfad aufzeigt. Nicht Zwang, sondern bezwingendes Lächeln soll herrschen. Sollte aber in den Schulen des Lebens Verrat durchgesickert sein, so wird der strengste Tadel solchem Unverstand ein Ende setzen.
109. Die Schulen werden feststellen, wo Faulheit, wo ein ungewöhnlicher Charakteraufbau, wo Wahnsinn und wo das notwendige Verständnis vorhanden ist.
110. Unter den Lehrfächern mögen als Schwelle zu den fernen Welten die Grundlagen der Astronomie gelehrt werden. So werden die Schulen die ersten Gedanken über Leben in den fernen Welten wachrufen. Der Raum wird lebendig werden, Astrochemie und Strahlen werden die Vorstellung über die Größe des Universums bereichern. Junge Herzen werden sich nicht als Ameisen auf der Erdkruste fühlen, sondern als für den Planeten verantwortliche Träger des Geistes. Wollen wir unsere Aufmerksamkeit auf die Schulen lenken, denn durch diese festigt sich die Zusammenarbeit. Ohne Zusammenarbeit wird es keinen Aufbau geben.
Es wird keine Sicherheit von Staat und Einheit geben, solange hinfällige Selbstsucht herrscht.
111. Oft wurde vor Selbstsucht gewarnt. Diese Verderben bringende Schwester der Unwissenheit vernichtet die besten Feuer und löscht sie aus. Haltet die Erwähnung der Selbstsucht bei Gründung von Gemeinschaften nicht für unangebracht. Im Gegenteil, keine Satzung darf für sich selbst, sondern muss für andere erstellt werden. Unter verschiedenen Bezeichnungen wird das Wort "Freund" eine der herzlichsten sein. Wahrlich, das Herz lässt keine Selbstsucht zu. Das Herz lebt durch Selbstverleugnung. So stark ist das Herz, wenn es um die Zukunft besorgt ist, es denkt nicht an sich selbst.
112. Am nützlichsten ist es, zärtliche Liebe mit strenger Pflicht zu verbinden. Das neue Leben wird vor Gegensätzen nicht zurückschrecken. Es wird keinen Zwang durch ein Joch ausüben, sondern Weite der Wahrnehmung verleihen. Es ist unschicklich für die Menschen, in einem Starenhäuschen zu sitzen. Es ist Zeit, den Planeten kennen zu lernen und ihm zu helfen. Die Menschen können sich nicht mit Berechnungen beschwichtigen, wie viele Jahre noch vergehen werden bis die Sonne erlischt. Viele verschiedene Bedingungen vermögen alle Berechnungen zunichte zu machen. Es kann auch nicht vergessen werden, dass die Menschen einander zerfleischen können. Diese Erwägung darf bei der Bosheit, die die Erde überflutet, nicht vergessen werden.
113. Habgier ist grobe Unwissenheit. Nur wahre Zusammenarbeit kann vor solch einer bösartigen Räude retten. Ein gieriger Mensch ist
in seinem Gesicht gekennzeichnet. Er hat keine Beziehung zum Herzen sein Kelch ist bitter. Und für den Habgierigen ist die Feinstoffliche Welt nur eine Quelle der Qual.
114. Die Menschen studieren das Leben der Bienen, der Ameisen, der Affen, bewundern die Zugvögel in ihrer Ordnung und harmonischen Gliederung, ziehen aber aus all dem keine Folgerungen für die Verbesserung des irdischen Lebens. Naturgeschichte muss in den Schulen möglichst gründlich und anziehend gelehrt werden. An Hand von Beispielen aus dem Pflanzen- und Tierreich sollte verständlich gemacht werden, welche Schätze im Menschen eingelagert sind. Wenn die verhältnismäßig niederen Organismen die Grundlagen des Seins fühlen, um so mehr sollte der Mensch sich für eine erfolgreiche Verbesserung anstrengen. Viele wertvolle Anzeichen sind überall offenbar. Von der ersten Stunde mögen sich die Schüler an den Wundern des Lebens erfreuen. Sie mögen auch begreifen lernen, von Flügen und vom Hellhören Gebrauch zu machen. So wird Hellhören zu einer natürlichen Bedingung werden. In gleicher Weise wird auch die Feinstoffliche Welt in Zusammenhang mit den feinen Energien studiert werden. Es wird keine Grenzlinie zwischen Physischem und Metaphysischem geben, denn alles besteht, das heißt, alles ist fühlbar und wahrnehmbar. So werden Aberglaube und Vorurteile ausgemerzt werden.
115. Keiner wagt es, sich gegen die Schule aufzulehnen, doch es gibt einige, die über ihre Verbesserung nachdenken. Die Lehrpläne der Schulen werden jahrelang nicht überprüft.
Dabei überstürzen sich die Entdeckungen. Neue Angaben strömen von überall herbei, die Stratosphären und die Meerestiefen sowie die Schatzkammern der Berge wissen Wunderbares zu berichten. Man muss sich beeilen, sonst werden Ausgrabungen die Angaben der herkömmlichen Geschichte verändern. In den neuen Schulen müssen Verbote abgeschafft werden, damit die Schüler mit der Wirklichkeit vertraut werden, die wunderbar ist, wenn sie wahrheitsgetreu enthüllt wird. Weit ist das Feld des geistigen Wettbewerbs!
116. Bewahrt die Kinder vor allem Unwahren, bewahrt sie vor wertloser Musik, bewahrt sie vor Unzucht; bewahrt sie vor falschem Nacheifern, hütet sie vor Bejahung der Selbstsucht. Dafür ist es erforderlich, ihnen Liebe zur Aneignung von Wissen einzuimpfen. Die Muskeln dürfen über Verstand und Herz nicht walten. Welches Herz findet an Faustschlägen Gefallen?
117. Es ist abwegig, zu denken, dass Schweiß nur eine physische Erscheinung wäre. Bei geistiger Arbeit entsteht eine für die Sättigung des Raumes besonders wertvolle Ausstrahlung. Während der Schweiß des Körpers die Erde düngen kann, stellt der Schweiß des Geistes das Prana wieder her, indem er auf chemische Art in Sonnenstrahlen umgewandelt wird. Arbeit ist die Krone des Lichts. Es ist notwendig, bereits die Schulkinder auf die Bedeutung der Arbeit als einen Faktor beim Weltenaufbau hinzuweisen. Eine Folge der Arbeit wird Festigung des Bewusstseins sein. Es ist notwendig, die Atmosphäre der Arbeit streng hervorzuheben.
118. Es könnte gefragt werden, welche Merkmale bei einem Lehrer geschätzt werden sollen. Ihr kennt bereits die Qualität der Tat und könnt so neue Methoden in der Tat anwenden. Jener Lehrer soll bevorzugt werden, der einen neuen Weg beschreitet. Jedes seiner Worte, jede seiner Taten tragen den Stempel unvergesslicher Neuheit. Diese Auszeichnung schafft eine magnetische Macht. Er ist kein Nachahmer, kein Schwätzer, sondern ein mächtiger Bergmann neuer Erze. Der Ruf der Neuheit soll als Grundlage gelten. Die Zeit ist angebrochen, wo man nur vorwärts schreiten kann. Hüten wir den Ruf des Willens in einem unaufhörlichen Lauf und verweilen wir nicht über dem Abgrund.
Den Baumeistern des Lebens muss gesagt werden, dass sie neue, durch neuen Bedarf geschmiedete Worte finden. Das Bewusstsein der Neuheit jeder Stunde wird den Impuls geben.
Weist die Freunde darauf hin, welches Glück es ist, ewig neu zu sein. Und jedes Elektron der Neuen Welt wird neue Macht verleihen. Begreifet die Macht des neuen Rufes. Ihr könnt sie im Alltagsleben anwenden.
Euch ist ausreichend bekannt, dass Meine Worte zur Anwendung gegeben werden.
119. Ihr denkt ganz richtig, dass ohne die Errungenschaften der Technik keine Gemeinschaft möglich ist. Jede Gemeinschaft bedarf der technischen Anpassungen, und Unsere Gemeinschaft ist ohne Vereinfachung des Lebens undenkbar. Notwendig ist die aufgezeigte Möglichkeit der Anwendung der Errungenschaften
der Wissenschaft; andernfalls fallen wir einander zur Last. Als praktische Realisten können Wir dies kühn behaupten. Darüber hinaus können Wir beharrlich alle Pseudo-Realisten tadeln. Ihre untergeordnete Wissenschaft und Blindheit behindern sie an der Erreichung ihres Zieles.
Genau wie die Pharisäer im Altertum verbergen sie ihre Angst davor, zuzugeben, was anderen bereits offensichtlich ist. Wir lieben keine Unwissenden, Wir lieben keine Feiglinge, die in ihrem Schrecken die Möglichkeiten der Evolution mit Füßen treten.
Verlöscher der Feuer, Hassende des Lichtes, seid ihr nicht alle gleich, von welcher Seite immer ihr angekrochen kommt?! Ihr wollt die Flamme des Wissens auslöschen, doch die unwissende Gemeinschaft ist ein Gefängnis, weil Gemeinschaft und Unwissenheit unvereinbar sind. Wissen ist erforderlich! Glaubet nicht, sondern wisset!
120. Wir sind bereit, jeden Erfinder zu unterstützen, denn auch der geringste Erfinder versucht, eine Verbesserung im Leben einzuführen und ist um die Wirtschaftlichkeit der Energie bemüht. Der Lehrer erkennt die Gewähr und die Sorge um die Erhaltung der Energie. Diese beharrliche Wirtschaftlichkeit sichert das Vertrauen zum Schüler. Diese Wirtschaftlichkeit ist vom Geiz natürlich weit entfernt. Der Feldherr, der die Elitetruppen schont, handelt mit Bedacht. Jede Möglichkeit wird zu unserem Kämpfer, doch müssen die Dinge umfassender verstanden werden.
Wie wichtig ist es, bei Erfindungen umsichtig zu sein, um ihrer unmittelbaren Zweckmäßigkeit nicht beraubt zu werden! Möge das Bewusstsein der Weltevolution euch helfen, die geeigneten Pfeile zu finden. Eure Ohren müssen die Schritte der Evolution erlauschen, und Entschlossenheit darf nicht der Täuschung unterliegen.
Wie schlecht ist Nachlässigkeit bei einem Erfinder, wie verderblich eine unbedachte Reaktion, wie unverzeihlich ein durch Unwissenheit begangener Fehler!
Wir können die Arbeit eines Erfinders nach weltlichem Maßstab durch Erkennen der Richtung der Weltevolution bewerten. Es wird schwer sein, die Gesetze der Dynamik zu nutzen, solange man sich die Grundsätze der Materie nicht zu eigen gemacht hat.
121. Das durch technische Mittel geförderte neue Bewusstsein wird einen mächtigen Drang nach Wissen hervorrufen. Gerade die Gemeinschaft muss ein sehr feinfühliger Apparat für den Fortschritt der Evolution sein. In einer bewussten Gemeinschaft kann natürlich kein einzelner Behauptungen über ein bereits formvollendetes Weltstudium aufstellen. Jede geistlose Schranke wird durch geschärfte Vibration des Kollektivs hinweggefegt. Sogar eine Andeutung über Vollendung macht die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft unmöglich. Wer wird das Brandmal des Stumpfsinns annehmen?
Selbst ein Wurm wird für seine finsteren Wege keine Grenzen setzen, und ihr, die ihr in die Unbegrenztheit schaut, könnt keinem Wurm gleichen!
Die unvollkommene Erfindungskraft einiger unter euch hat unsichtbare Strahlen und unhörbare Rhythmen aufgefangen. Trotz der groben Vorstellung und der groben Geräte sind bestimmte kosmische Ströme aufgefangen worden. Doch selbst ein Einfältiger wird begreifen, dass die Vorstellung verfeinert und die Apparate verbessert werden können. Durch Selbstverbesserung gelangt ihr zur Unbegrenztheit. Solange der Verstockteste sich seiner Beschränktheit nicht schämt, werde Ich über die Möglichkeiten der Verbesserung sprechen.
Wer sein Bewusstsein beschränkt, kann kein Mitglied der Gemeinschaft sein, er gleicht damit dem Frauenfuß im alten China; die Finsternis der Gewohnheit brachte auch diese Verunstaltung hervor.
Welches Mitglied der Gemeinschaft könnte wünschen, sich mit dem Schimmel des Aberglaubens zu bedecken? Man benutzt heute bestimmt keine dürftige, primitive Dampfmaschine mehr. Gleicherweise kann niemand in einer kindlichen Auffassung der Wirklichkeit verharren.
Ein kindlicher Materialismus erweist sich als ein Betäubungsmittel für das Volk, doch erleuchtetes Wissen wird eine Leiter zum Sieg sein.
Ohne Verneinungen, ohne Aberglauben und ohne Furcht schreitet fort zur wahren Gemeinschaft. Ohne Wunder werdet ihr klare Wirklichkeit finden, und mit der Spitzhacke des Forschers werdet ihr verborgene Schätze in den Tiefen entdecken. Liebet das furchtlose Wissen!
122. Es ist notwendig, auf die Qualität des erforderlichen Wissens hinzuweisen. Wissen muss ungebunden sein. Jede
bedingte, gebundene Wissenschaft verursacht nicht wieder gutzumachenden Schaden. Die freie Verbindung der Elemente wird unwiederholbare neue Errungenschaften ergeben.
Wer kann dem Chemiker vorschreiben, sich nur mit einer Gruppe von Elementen zu befassen? Wer kann den Historiker und den Philosophen zwingen, keine historischen Tatsachen zu berühren? Wer kann den Künstler veranlassen, nur eine Farbe zu verwenden? Dem Wissen ist alles erschlossen.
Der einzige Schlüssel des Vorrechts in den Wissensbereichen wird größere Überzeugungskraft und Anziehungskraft sein. Wenn ihr mit eurem Wissen anziehen wollt, so gestaltet es anziehend so anziehend, dass die Bücher von gestern wie trockene Blätter erscheinen. Der Sieg der Überzeugungskraft befreit von unerträglichen Verboten.
Seid vor allem bemüht, Verbote aus dem Leben der Schüler zu vertreiben. Für die Mitglieder der Gemeinschaft ist dies besonders leicht, weil ihr Buch besonders anregend und anziehend sein kann. Eine Beschreibung der Gemeinschaft durch einen Beamten ist natürlich unerträglich. Der armselige Pedant wird jeden, der kein untalentiertes, kühles Verhalten zur Schönheit verträgt, abstoßen. Die Gemeinschaft muss von Begeisterung umgeben sein.
Pflanzen strecken sich nach dem Licht, und dieses Gesetz ursprünglichen Bewusstseins ist unanfechtbar. Gehet den Pfad der Unanfechtbarkeit und nehmt am Aufbau des Lebens teil! Es gibt nichts Abstraktes,
und das Leben saugt jeden Gedanken auf. Darum seid Realisten von wahrer Realität.
123. Kollektivismus und Dialektik sind zwei Hilfsmittel im Denken über den Materialismus. Das Wesen des Materialismus zeigt eine besondere Beweglichkeit und geht an keiner Lebenserscheinung vorbei. Der Lehrer offenbart nur die notwendigen Wegweiser. Den aufgezeigten Pfad beachtend, kann man Vorschläge entwickeln. Der Materialismus muss wohlbegründet werden, so dass alle wissenschaftlichen Errungenschaften der Gegenwart konstruktiv in den Begriff "vergeistigter Materialismus" eingehen mögen.
Wir sprachen über feinstoffliche Körper, über Magnete, über das Leuchten der Aura, über die Ausstrahlung der Gegenstände, über die Veränderlichkeit der Feinfühligkeit, über Gewichtsveränderung, über das Durchdringen von Materieschichten durch andere, über Gedankensendungen in den Raum, über das Zementieren des Raumes, über das Fühlen der Zentren, über das Verstehen des Wortes "Materie". Viel Unsichtbares, das jedoch mit Apparaten wahrgenommen werden kann, muss von dem geschätzt werden, der die Technik im Leben anwenden will. Phantastische Faselei ist durch gesunden Verstand zu ersetzen.
Wir, die Träger des Geistes, haben das Recht, das Erkennen der Materie und Achtung vor ihr zu verlangen.
Freunde, Materie ist kein Dünger, sondern eine von Möglichkeiten strahlende Substanz. Die Not der Menschen rührt von der Verachtung
der Materie her. Es wurden prunkvolle Versammlungshallen gebaut, doch dem Wissen wurden keine Hymnen gesungen.
124. Es wird gefragt, wie man sich der Lehre nähern soll. In der Tat, dafür ist es notwendig, das Bewusstsein zu erneuern, und das Bewusstsein wird wiedergeboren, wenn man mit der Lehre vertraut ist. Am Anfang ist es notwendig, das Bewusstsein zu Öffnen und zu reinigen. Das Öffnen des Bewusstseins geschieht augenblicklich durch einen Willensstoß. Habet den Wunsch, euer Bewusstsein zu öffnen!
125. Meine jungen Freunde, wieder habt ihr euch im Namen der Lehre versammelt, und wieder habt ihr einen Abend mit Gästen verbracht. Indessen wurde gesagt und wiederholt, dass die Stunde der Aussprache über die Lehre frei von alltäglichem Geschwätz sein müsse. Möge diese Stunde auch seltener stattfinden, doch ihre Qualität muss aufrechterhalten werden. Ihr nähert euch auf Umwegen, ihr überwindet die Müdigkeit des Arbeitstages, ihr tragt einen Teil des Allgemeinwohls; doch die erworbenen Gegenstände des bekannten Raumes zerstreuen euer Streben, und unmerklich werdet ihr staubige Mieter. Darüber hinaus wird einer von euch, bemerkend was vor sich geht, zu einem selbsternannten Aufseher und unterliegt der geringsten Reizbarkeit. Der Faden der Verbindung wird zerrissen, und es beginnt ein unwürdiges Flicken. Wir bitten euch, wenigstens für eine Stunde bewusst verantwortungsvolle Menschen zu sein. Wenn es euch schwer fällt, für eine Stunde in der Woche zusammenzukommen, so ist es besser, euch nur alle vierzehn Tage zu treffen. Lernt es, zu dieser Zeit alle störenden
tierischen Gewohnheiten, wie Rauchen, Trinken, Essen, seichtes Geklatsch, Auseinandersetzungen über nichtige Angelegenheiten, Kritik, Ärger auszuschalten. Nachdem ihr euch versammelt habt, verharrt einige Minuten in Schweigen. Sollte dann einer von euch nicht die Kraft aufbringen, sein Bewusstsein zu erleuchten, so möge er schweigend zurückgehen in die Kälte und in die Finsternis. Wir sind Feinde jeder zwingenden Magie, doch eine natürliche Überwachung des Bewusstseins muss zur Vorbedingung realen Aufbaues werden. Man kann doch wohl für eine Stunde von persönlichen Unternehmungen ablassen. Wenn dies schwer fällt, wie könnt ihr dann an Fortschritt und Wachsen des Bewusstseins denken? Ein Ochs kennt das Wiederkauen, doch er kommt über die Verdauung nicht hinaus. Bemüht euch, euren Gesprächen Schönheit, Einfachheit und Reinheit zu verleihen.
Die ungewöhnlichsten Probleme des Wissens, die kühnsten Formen der Schönheit mögen euch aus eurem muffigen Winkel hinausdrängen. Begreifet, Ich möchte euch wenigstens für eine Weile außergewöhnlich und aufnahmefähig sehen. Diese Körner des gemeinschaftlichen Denkens werden euch die Beharrlichkeit für Errungenschaften verleihen. Nicht nur Entschlossenheit, sondern auch Ausdauer ist erforderlich.
Verstehet unter Konzentration eine Prüfung des Bewusstseins. Lasst Mich euch bestrebt und bewusst fortschreitend sehen. Ich sage dies, damit es unverzüglich ausgeführt wird.
126. Fühlt ihr den durch irrige Handlungen verursachten wirklichen Schaden? Nehmt ihr es nicht wahr, dass der durch euren Egoismus verursachte Schaden vor allem euch selbst trifft?
Doch im Tätigkeitsplan seid ihr nicht allein, sondern jeder eurer Schritte berührt auch jene Verantwortlichen, die selbstaufopfernd voranschreiten. Vieles nicht wieder Gutzumachende wird bei leichtsinnigen Zusammenkünften verursacht. Die Lehre hat oft auf die Bindung in der Gemeinschaft hingewiesen. Jene, die zur Beschleunigung der Ergebnisse Risiken auf sich nehmen, müssen geschützt werden. Bewahrt euch gedanklich vor unheilvollen, heftig bedrückenden Stimmungen. Darüber hinaus frage Ich: "Habt ihr es gelernt, die Bücher der Lehre zu lesen? Lasst ihr euch nicht verleiten, den Gedanken an einem Pfeiler zu verankern?" Wir hören gerne schöne Gleichnisse, doch vergessen wir nicht, dass in jedem der Preis eines Lebens enthalten ist.
Im Zusammenhang mit den abendlichen Zusammenkünften ist es sehr geistreich, ungewöhnliche Zusammensetzungen der Rede oder einen ganz fremden Ausdruck zu beachten. Doch bedenkt hängt nicht von jedem Buchstaben dieses Ausdruckes eine Anzahl von Leben ab? In jedem muss das Bewusstsein der Wichtigkeit der Stunde, in der er gerufen wurde, aufflammen. Als vor langer Zeit über den Leichtsinn gesprochen wurde, hätte der Ernst des Augenblickes sofort ins Bewusstsein eingehen und ein Gefühl der Verantwortung aufkommen müssen. Neben den laufenden Angelegenheiten, neben den persönlichen Fortschritten und denen in den Gruppen muss man die Evolution mit all ihren Besonderheiten fühlen. So denket klar. Bemüht euch, eure Zusammenkünfte besser zu gestalten.
127. Wenn eine sehr unwissende und unaufgeklärte Person behauptet, dass die Lehre offensichtlich eine ganz andere Art
der Gemeinschaftslehre darstelle, wisset darauf richtig zu antworten. Saget, dass jede Gemeinschaft, die auf Arbeit und dem Wissen der Realität begründet ist, den Vervollkommnungsprozessen der Menschheit nicht schadet. Da sich der Kosmos in Bewegung befindet, ist es unmöglich, unbeweglich zu bleiben. Es gibt entweder eine Rückwärts- oder eine Vorwärtsbewegung. Alle, die bewusst die Gemeinschaft erkennen, bewegen sich vorwärts. Und es kann keine Gemeinschaften geben, die einander widersprechen, genauso wie verschiedene Arten des Hungergefühls einander nicht widersprechen. So wird nur der gegen die Gemeinschaft sprechen, der begonnen hat, sich rückwärts zu bewegen und dadurch zur Bildung des kosmischen Abfalls beiträgt.
Unerfahrenen Gemeinschaftsmitgliedern haftet viel Misstrauen und Hochmut an, doch von Uns wird eine Gemeinschaft als eine angenommene Lebensform betrachtet. Und Wir können mit der ganzen Klarheit langer Erfahrung über sie sprechen. Uns schreckt keine geistige Unordnung. Wir haben genug kosmischen Abfall zu sehen bekommen und sind nicht gewillt, ihm anzugehören.
Wir werden mit allen Kräften des Wissens die auf Kameradschaft begründete Gemeinschaft verteidigen.
128. Ihr wundert euch oft, dass der Lehrer für die kleinsten Einzelheiten vorsorgt. Doch wer sagte euch, dass diese Einzelheiten geringfügig sind? Oft bricht man sich wegen eines kleinen unbedeutenden Steines einen Fuß; auch fällt man über einen Grashalm in den Abgrund.
Selbst im Alltagsleben bewahrt ihr eure Nächsten vor Gefahr. Wird denn in Unserer Gemeinschaft das Leben der Mitarbeiter nicht weit mehr geschützt? Die Lippen der Freunde schweigen nicht, doch man muss es lernen, dem Ruf der Warnung zu lauschen.
In kleinen Gruppen ist es leicht, die Aufmerksamkeit zu nutzen, doch die Zusammenarbeit der Menschheit verpflichtet, sich an unerwartete Erscheinungen zu gewöhnen. Ich übertreibe nicht jede Minute birgt Ungewissheit in sich, doch an diese ständige Ungewissheit sollte man sich nicht gewöhnen, damit die wachsame Feinfühligkeit nicht verloren geht. In der Tat, verlieret wie ein Adler auf dem Gipfel die Scharfsieht nicht! Scharfsicht wächst nur durch Gefahr.
Heißet Gefahren willkommen!
129. Hütet euch vor Aufdringlichkeit, nicht nur in Bezug auf fremde Einladungen, sondern seid auf der Hut, dass ihr selbst nicht aufdringlich werdet. Es ist unmöglich, den Schaden der Aufdringlichkeit zu ermessen, und man kann nicht ohne Verachtung zusehen, wie die Lehre auf dem Markt mit einem Rabatt verkauft wird. Lernet verstehen, dass die Lehre, im Bewusstsein ihres Wissens, sich niemals auf dem Markt zur Schau stellen wird. Nur eine äußerste Unwissenheit der Nachfolger kann die Lehre in eine solch schmachvolle Lage von Lüge und Speichelleckerei bringen. Man kann jene bedauern, die ohne unterrichtet zu sein diese zwecklose Arbeit aufgenommen haben.
Doch glaubet nicht, dass, während fremde Aufdringlichkeit verurteilt wird, es leicht ist, seine eigene zu vermeiden. Die Grenze zwischen Bestätigung und Aufdringlichkeit ist sehr fein. Es ist leicht, sich zwecklos zu erniedrigen. Jeder Tropfen aber, der danebenfällt, verwandelt sich in ätzende Säure. Ein gewaltsames Anschwellen ergibt nur Wassersucht, und ihr wisst, dass diese nicht geheilt werden kann. Darum gilt nur Qualität und nicht Quantität.
Wer anklopft, nimmt die Verantwortung auf sich, doch der gewaltsam Angelockte wird ein Mühlstein am Hals des Glöckners sein.
Darum lasst die Glocke nur zur rechten Zeit ertönen. So werdet ihr Zwang vermeiden.
130. Gegen wen sollte man sich denn besonders streng verhalten? Natürlich gegen sich selbst. Wie sollte man die Lehre tragen? Allein in sich selbst. Wie soll man an Scheinheiligkeit und Frechheit vorbeikommen? Nicht durch Reihen von Zeugen, sondern nur durch Selbsturteil! Jeder achte auf seine Würde, und jeder schätze die Perle seines Bewusstseins. Die Lehre des Lebens wird von der Perle des Bewusstseins eingeschätzt. Können wir denn den Schatz des Seins von uns geben?
Man muss es verstehen, die Lehre wie das letzte Feuer, die letzte Nahrung, das letzte Wasser zu tragen. Offenbart Liebe, als sei sie die letzte Möglichkeit, und Sparsamkeit, als sei sie der letzte Tropfen Wasser. Durch inneres Handeln kann man das Maß der Hingebung zeigen. Man muss verstehen, eine Welt persönlicher Verantwortung für sein eigenes
Bewusstsein zu schaffen; dann wird sich Verurteilung in wahre Beurteilung verwandeln.
131. Über die Eigenschaft des Rates. Oft erreicht ein Ratschlag nicht seinen Zweck, weil er wie für sich selbst gegeben wird. Die Lage des Bruders wird nicht berücksichtigt, und der Ratgeber tritt an die Stelle des zu Beratenden. Das Mitgefühl, Mitleid und die Besorgtheit strömen dann auf ihn selbst ein. Von solchen Ratschlägen muss man natürlich schlechte Ergebnisse erwarten, nicht nur für den Fall selbst, sondern auch in Bezug auf den Leidenden. Sein Bewusstsein wird durch ein abwegiges Denken wie von einem Keil durchbohrt. Diese Risse sind schwer heilbar, denn solche Ratschläge mögen zwar praktisch anwendbar sein, ihre Ausführung erfordert jedoch eine ganz andere Aura.
Wirklich, das Verhältnis der Auren zur räumlichen Substanz, wie ihr euch erinnert, bewirkt die Eigenschaft der Folge. Nämlich nicht die Größe der Aura, sondern ihre Farbe ergibt eine besondere Annäherung zur Tat. Die Größe der Aura wird der Tat Spannung verleihen, doch der Pfad wird durch die Farbe bestimmt werden. So ist es unmöglich, einer abwegigen Farbgruppe eine bestimmte Handlungsweise zu unterstellen. Eine unüberlegte Vorherbestimmung bewirkt eine Vermischung der Strahlen und lähmt den Willen. Die Unfähigkeit vieler Arbeiter erklärt sich durch die Vermischung ungleicher Farbgruppen. Hier wäre ein einfacher physikalischer Apparat zur Feststellung der Grundstrahlungen sehr nützlich. Bedenkt die Erleichterung für die Arbeitenden und die Vertiefung
der Spannung eine wahre Wirtschaftlichkeit! Außer der Steigerung der Produktivität würde sich auch die Wechselbeziehung der Farben auf das Wohlbefinden der Arbeiter auswirken. Viel Bosheit und Missverständnis würden ohne Drohungen und Verbote verschwinden.
Baumeister des Lebens! Vergesst nicht, wie leicht es ist, durch einfache technische Ausrüstung angenehme Bedingungen für die Arbeitenden zu schaffen. Weder eine nebelhafte Philosophie noch müßige Träumerei, sondern einige physikalische Einrichtungen werden wahre Hilfe bringen.
In Amerika, Deutschland und England ist die Grundstrahlung bereits bestimmt worden. Sogar diese grobe Stufe der Forschung wird bei primären Gruppierungen behilflich sein, und später könntet ihr euch vielleicht den Methoden östlicher Laboratorien nähern. Vor allem vertreibt jegliche Unwissenheit und gelangt ohne Überspanntheit zu mehr Wissen! Führung der Massen schließt eine Erweiterung des Bewusstseins in sich.
Ebenso erweitert den Gesichtskreis der Grundschulen. Dies ist Mein Rat zur sofortigen Befolgung!
132. Erstickt nicht am Wortschwall. Im Wortschwall gehen Findigkeit und Wendigkeit verloren. Wortschwall schneidet eine Nut wie eine Schraube, und durch diese Mündung kann nichts Neues hindurch. Alle Kugeln werden in der Fabrik gegossen, doch die Fabrik erzeugt kein neues Banner. Eine Gemeinschaft wird ohne Wendigkeit und Findigkeit
sehr langweilig. Wie wollt ihr denn für jeden seine besondere Kugel finden, wenn alle für denselben Drall passen müssen? Hier kommt ein Kind, hier ein Mädchen, da ein Kämpfer, hier ein alter Mann man sollte nicht allen denselben Rat erteilen, sonst verlaufen sich eure Gäste.
Ihr werdet natürlich sagen: "Wir wissen genau, wie wir handeln müssen." Darauf muss Ich antworten: "Um so schlimmer, wenn ihr es wisst und es nicht tut." Man braucht viel Mut, um eure schlagfertigen Reden anzuhören. Es ist unerlässlich, sich eine kürzere und geistreichere Sprache anzugewöhnen, andernfalls wird sich die Gemeinschaft aus Langeweile auflösen. Langeweile ist ein gefährliches Tier! Allein Wendigkeit und Findigkeit bewahren dem Baum der Freiheit die Frische.
133. Die Gemeinschaft als Kameradschaft stellt als Bedingung für den Eintritt vor allem zwei bewusste Entscheidungen: endlose Arbeit und das Annehmen von Aufgaben ohne Weigerung. Der Willensschwäche kann man durch eine zweifache Organisation begegnen. Durch endlose Arbeit kann eine Erweiterung des Bewusstseins erlangt werden. Doch viele nicht schlechte Menschen denken nicht an die Folgen und lassen sich durch unaufhörliche Arbeit und ungeheure Aufgaben einschüchtern. Dabei haben sie den Gemeinschaftsgedanken grundsätzlich erfasst. Es wäre schädlich, diese noch schwachen Menschen in die Gemeinschaft einzuschließen, doch um ihr Streben nicht auszulöschen, kann man sie nicht abweisen. Daher ist es nützlich, eine zweite Organisation zu haben Freunde der Gemeinschaft. Dort können diese neu Hinzukommenden,
ohne die gewohnte Lebensweise aufzugeben, sich der Gemeinschaft tiefer bewusst werden. Solch eine zweifache Organisation ermöglicht eine weit konzentriertere Aufrichtigkeit in der Arbeit. Wird jedoch eine formelle Aufnahme in die Gemeinschaft zugelassen, so wird man periodisch die Untauglichen ausschließen müssen. Anders gesagt, die Gemeinschaft wird dann überhaupt aufhören, zu bestehen. Sie wird einfach eine Institution unter falschem Aushängeschild sein, neben der das Synedrion der Pharisäer10 eine hoch moralische Einrichtung gewesen.
Freunde der Gemeinschaft unterhalten, ohne Gefahr des Verrats der Grundlagen der Lehre, ein Reservoir. Die Freunde der Gemeinschaft verbergen ihre Schwächen nicht, und dies gibt die Möglichkeit, sie erfolgreich zu festigen. Freilich, Wir verwenden das Wort "Freunde", weil diese Bezeichnung für den Westen verständlicher ist. Unter Uns nennen Wir sie Schüler eines bestimmten Grades, doch der Westen erfasst Unseren Begriff "Jüngerschaft" nur schwer. Darum wollen Wir bei der mehr bekannten Bezeichnung ["Freunde der Gemeinschaft"] bleiben.
Es ist unklug vom Westen, Unsere durch lange Erfahrungen gefestigten, einfachen Vorschläge nicht anzunehmen.
Unsere Gemeinschaften sind alt! Haben nicht die besten Menschen die Gemeinschaft verstanden, ohne eine andere Form vorzuschlagen? Von der Gemeinschaft zu den fernen Welten!
134. Annahme von Aufträgen der Gemeinschaft zeigt sich durch bestimmte Merkmale. Lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf Aufrichtigkeit und Bedauern. Aufrichtigkeit ist nichts anderes als schnellste Errungenschaft. Vergeblich beladen sentimentale Leute
Aufrichtigkeit mit romantischen Fetzen. Aufrichtigkeit ist ein realer Begriff und unüberwindlich scharf. Dass Aufrichtigkeit einem richtig geführten Degenstoß gleicht und keine verschwommene Güte ist, kann durch Beispiele gezeigt werden. Jeder Zweifel vermindert die Macht des Stoßes. Darum ist Aufrichtigkeit für Uns die schnellste Errungenschaft. Eine ganz andere Sache ist Bedauern. Bedauern ist ein Pfuhl, in dem der treue Fuß ausgleiten kann. Der Bedauernde sinkt auf die Stufe des Bedauerten. Seine Kraft wird im Zwielicht des Bedauerten aufgelöst ein höchst jämmerliches Ergebnis.
Bedauern darf nicht mit Mitleid verwechselt werden. Im Mitleid wird nichts aufgelöst, sondern es entstehen Kristalle der Tätigkeit. Mitleid weint nicht, sondern hilft.
Betrachten wir nun Anklage und Manifestation. Anklage ist für den Angeklagten nützlich. Die Anklage ist entweder gerechtfertigt, dann ist die fremde Formulierung lehrreich, weil sie sich immer vom eigenen Verständnis unterscheidet, oder, wie es öfter vorkommt, die Anklage ist nicht berechtigt, dann könnt ihr ruhig beobachten, wie sich eure Tat in der Bosheit der Unwissenheit gebrochen hat.
Manifestation darf nicht im Sinn von Aufdringlichkeit verstanden werden, sondern bezieht sich auf die Fähigkeit, unsichtbar zu sein. Der Traum der Völker von einer Tarnkappe kann im Leben ohne Zauberei verwirklicht werden. Man kann
die Aufmerksamkeit von sich ablenken, doch dies ist viel schwerer, als sie auf sich zu ziehen. So muss man wissen, wie der Impuls der Beobachter aufzufassen ist. Bei Ausführung von Aufträgen ist die Fähigkeit, unsichtbar zu sein, wichtig.
Betrachten wir Verbindung und Streben. Bei der Verbindung ist es notwendig, das Erkennen des eigenen Bedürfnisses zu bewahren. Erbittet keine Ratschläge, sondern lasst sie euch geben. Möge euer Streben sich in keine Verfolgung verwandeln, sonst werden Müßiggänger und Wächter hinter euch her sein. Daher wisset um die Last der Aufträge!
Über Angst und Verrat habe Ich vor langem gesprochen.
135. Nichts ist vollendet, nichts ist unbeweglich, darum wollen wir uns zu dem bewusst verhalten, was vorausgesehen werden kann. Wenn es Mir gelingt, notwendige Taten vorauszusehen, halte Ich dies nicht für endgültig. Einerseits kann durch euch sowie durch zahlreiche karmische Umstände das Gleichgewicht des Vorausgesehenen gestört werden, andererseits können Wir und ein neues Karma die Wechselbeziehung der Komponenten verbessern.
Wahrlich, wenn etwas vereinfacht und verschönert werden kann, ist es unsere Pflicht, dies zu tun. Sich blindlings an etwas zu klammern, was vom Strom herbeigetragen wurde, käme einem Schiffbruch gleich. Die Bedeutung der Strömung muss begriffen werden. Die aufgezeigte Beweglichkeit ist nur eine Vorbereitung zum Erkennen des großen Stromes. Wie eine von den Kräften der Materie gespeiste, unbegrenzte Spirale
strebt der ewige Strom voran. Der Gedanke kann das Licht, das dem Strom folgt, einholen.
Nach den Einzelheiten des Alltagslebens sollte man sich den Manifestationen der großen Bewegung zuwenden. Man sollte emporfliegen und sich so von der Erde losreißen. Traget die Erkenntnis über den großen Strom zu eurer Werkbank und beflügelt eure Arbeit. Wie wollt ihr sonst in euer Handwerk vollendete Technik einführen? Sättigung mit dem Beben der Möglichkeiten wird der Arbeit den Rhythmus verleihen. Von jedem bewusst geoffenbarten Körnchen erhebt sich ein silberner Faden zu den fernen Welten. Der Gedanke durchdringt die Schichten der Atmosphäre und webt das Gewebe.
Wie soll man erklären, dass ohne die Einheit der Welten das Leben auf der Erdkruste sinnwidrig ist?! Das Erkennen der Nichtigkeit und der Unvollkommenheit der Erde kann die Anziehung zu den fernen Welten fördern.
Wir wollen nicht vergessen, dass wir Mikroorganismen sind, welche die Furchen des Planeten bevölkern. Man muss denken lernen. Keine Lektüre kann lehren, wie man denkt. Die Eigenschaft des Denkens bildet sich in der Einsamkeit durch vernünftiges Streben. Wahrlich, der Gedanke schlägt den Lebensfunken aus der Substanz der Materie.
136. Habt ihr bemerkt, welcher Unterschied zwischen einer Handlung in Willfährigkeit mit einem äußeren Befehl und einer durch einen bewussten Impuls besteht? Wenn Ich den Befehl erteile, Wasser zu bringen, kann das Wasser in Empfang genommen werden. Doch wenn der, der das Wasser schöpft,
mit einer Erkenntnis der Notwendigkeit, dies zu tun erfüllt ist, werden mehr als die Hälfte der Hindernisse, die sich ihm in den Weg stellen, überwunden werden. Darum vermeiden Wir äußere Befehle und ziehen es vor, den Willen zu lenken, damit das Bewusstsein die Notwendigkeit der Tat erkennt. Neben offensichtlichen Folgen ist auch das durch äußeren Befehl geschaffene Karma wichtig.
Achtet darauf, dass Befehle rechtzeitig vorbereitet werden, damit sie in das Bewusstsein der Ausführenden eingehen. Ohne Zusammenarbeit gleicht ein Befehl einem gegen den Wind fliegenden Pfeil. Auch mit einem unverhofften Befehl muss gerechnet werden. Die Unverhofftheit wird so in eine ausgelebte Spannung verwandelt.
Verstehet es, nicht nur in Taten, sondern auch im Denken Zusammenarbeit hervorzurufen. Nur dann kann man einen Mitarbeiter auf eine weite Reise senden. Ein angenommener Auftrag verpflichtet zu selbständigen Taten. Der Strom wird die Strebenden tragen.
137. Ein kosmogonisches indisches Märchen erzählt: "Vor langer Zeit lebte ein schreckliches menschenfressendes Ungeheuer. Einmal verfolgte es ein in Sicht gekommenes Opfer, und dieser Mensch tauchte, um sich zu retten, in einem See unter. Das Ungeheuer sprang ihm nach, doch der Schwimmer sprang auf seinen Rücken und hielt sich an dem ihn schützenden Kamm fest. Das Ungeheuer konnte sich nicht auf den Rücken werfen, weil sein Bauch ungeschützt war. Es sauste im rasenden Lauf umher und hoffte, dass sich
der Mensch erschöpfen würde. Doch diesem kam der Gedanke, dass er in seiner verzweifelten Lage die Menschheit retten könne, und durch diesen menschheitsdienenden Gedanken wuchsen seine Kräfte ins Unermessliche. Das Ungeheuer beschleunigte indes seinen Lauf derart, dass Funken flogen und diese einen feurigen Schweif bildeten. Inmitten von Flammen erhob sich das Ungeheuer von der Erde. So hat der universelle Gedanke des Menschen sogar den Feind erhoben.
Wenn die Menschen einen Kometen sehen, danken sie dem ewig strebenden Kühnen, ihre Gedanken eilen dahin und geben dem Reiter auf dem Ungeheuer neue Kräfte. Weiße, gelbe, rote und schwarze Menschen lenken ihre Gedanken zu dem, der bereits vor langem feurig wurde."
Strebet dem führenden Gedanken zu, der Menschheit zu helfen. Denket klar, damit ihr weder persönlich noch für eine Gruppe handelt, sondern eine absolut nützliche Tat vollbringt. Dies von euch zeitlos und ohne Begrenzung des Raumes getan, wird zu einer Arbeit für die Vereinigung der Welten. Bewahret diesen führenden feurigen Gedanken.
Wenn man täglich geführt wird, kann man das Bewusstsein des führenden Gedankens verlieren. Schwache Geister meinen, sie blieben ohne Verbindung mit dem Führer die Gewohnheit des Alltags macht sie gewöhnlich. Aber gerade inmitten des Alltags kann der flammende Gedanke wachsen. Wie ein Metall mit einem gewöhnlichen Hammer geschmiedet und das mit der großen Lebenssubstanz gesättigte Korn mit
einer gewöhnlichen Sichel geerntet wird, so nehmt inmitten der gewöhnlichen Dinge den Faden der Erhabenheit wahr!
138. Über das Emporheben des Feindes. Die Lehre der Gemeinschaft hat das Emporheben der Feinde sehr besorgt ins Auge gefasst. Daher sollte man die Feinde nicht mit direkten Vorschlägen belästigen. Doch persönliches Streben zu Weltaufgaben kann eine solche Spannung erreichen, dass der Feind unweigerlich in dieselbe Richtung gezogen wird. Wir dürfen nicht vergessen, dass der Feind durch die Feindschaft selbst bereits mit uns verbunden ist. In dieser Bindung liegt die Schwäche des Feindes. Indem er uns hasst, beginnt der Feind, sein Wesen mit unserem Bild zu füllen. Der Feind kettet sein Bewusstsein an uns, und häufig endet er als ein einfacher Nachahmer, zu welcher Tatsache er sich natürlich niemals bekennen wird. Der Feind wird zuerst in einer äußeren Art nachahmen und dann, wenn ihn der Hass so weit getrieben hat, wird ihn die kosmische Größe der Aufgabe innerlich anlocken.
Wenn wir wissen, dass der Feind an uns gebunden ist, können wir ihn als einen unvernünftigen Hausgenossen betrachten. Dringt so in das Wesen der Feinde ein, und ihr werdet einen Platz für sie finden. Sie können sehr schön die Füße für euren Arbeitstisch sein. Aus unwissender Hartnäckigkeit werden sie ihre Kräfte anspannen, um sich an euch zu klammern. Doch ihr habt nichts zu verbergen, weil ihr für die Menschheit arbeitet, folglich muss der Feind entweder ein Nachahmer werden oder untergehen.
Dieser Untergang geschieht natürlich nicht durch eure Hand, sondern durch einen Funken des Weltapparates. Darum bestehe Ich auf feuriges Streben.
139. Alle Worte der Verneinung sollten aus dem Wortschatz gestrichen werden. Wer verneint, ist arm, wer bejaht, ist reich. Wer verneint, ist unbeweglich, wer bejaht, wird angetrieben. Wer verneint, hat stets Unrecht, wer bejaht, hat immer Recht. Wer bejaht, kann zeitlich und örtlich relativ Recht haben, wer verneint, ist absolut in Erstarrung. Unwissenheit ist die Mutter der Verneinung. Verneinung verbannend, versklavt die Lehre niemanden. Der Verneiner ist aber bereits ein Sklavenhalter, weil er seinem Gesprächspartner keine Freiheit gewährt. Die Lehre der Gemeinschaft muss alle Wege öffnen.
140. Wenn euer Gesprächspartner Hartnäckigkeit und äußerste Unwissenheit zum Ausdruck bringt, fragt ihn, ob er viel gereist sei? Ihr werdet wahrscheinlich die Antwort erhalten, dass seine Reisen über einen Spatzenflug nicht hinausreichten. Dabei verfällt er, wenn er in neue Orte kommt, aus Unkenntnis der Sprache und allgemeinem Mangel an Bildung in die alten Zustände. Ein solcher Mensch wird ganz besonders streitsüchtig sein, ohne sich seiner Unwissenheit zu schämen. Wahrlich, die Reiseerfahrung liefert den besten Schlüssel zur Erkenntnis kosmischer Leben. Der wahre Reisende hat den zurückgelegten Weg deutlich vor Augen und bringt die gewünschte Richtung
klar zum Ausdruck. Er wird frühere Umstände schätzen und die besseren Möglichkeiten voraussehen.
Wanderer, wie stellst du dir den Pfad jenseits der Erdkruste vor? So viele Kräfte sind zur Feststellung des jenseitigen Lebens aufgewendet worden! Die Menschen meinen, dass sie sofort in einen Zustand der Grundlosigkeit versinken werden. Dieser Kleinmut ist eine Folge unentwickelter Beobachtungsgabe.
Erfahrener Wanderer, du weißt, dass auf der Erde die Keime sämtlicher Möglichkeilen vorhanden sind. Du kennst die Unvollkommenheit der Vergangenheit und wirst die Embryos zukünftiger Verbindungen wahrnehmen. Die Unvollkommenheit des zurückgelegten Pfades wird an das rudimentäre Leben der Welten geringeren Bewusstseins erinnern. Lichtblicke der Lösungen in neuen Verbindungen werden dich, Wanderer, zu Pfaden hinziehen, die in ihrer ganzen himmlischen Wirklichkeit vorbestimmt sind. Du bedarfst keiner mystischen Zeichen, du gehst den sichtbaren Pfad, und jeder Grashalm lässt vor dir die vorgezeichnete Gesetzmäßigkeit der Naturkräfte entstehen. Phantome gelten für den, der hinter dem Ofen sitzt, für dich sind die Wellen der lichttragenden Materie. Verbotssiegel gelten für den, der im Hühnerkorb sitzt, für dich gelten die realen Formen der Strahlen. Die anderen bedürfen der Magie und der Wunder, für dich gibt es nur die schöpferische Kraft der reinen Materieschichten.
Wanderer, Ich freue Mich, dir zu begegnen; Ich freue Mich, zu sehen, wie standhaft du fortschreitest! Wanderer, du weißt, was du suchst; dir kann Hilfe zuteil werden!
141. Wir befürworten eine Verkürzung der Sprache. Verbindungen neuer bestimmter Ausdrücke sind erwünscht. Solch eine neue Sprache befreit von Unbeweglichkeit der Rede. Es hat keinen Zweck, tote Wörter zu verehren. Es ist viel erfreulicher, zu sehen, wie der Sinn einer Toneinwirkung durchdringt und überzeugt. Jeder versteht, dass nicht Wörter überzeugen, sondern die Sendungen des Gehirnzentrums. Süße Reden können wegen des Affekts11 des Hörers ihr Ziel erreichen. Eher kann man durch eine stumme Geste erobern, als durch kalte Rhetorik.
Wenn die Leute sagen, dass dies die Sprache ihres Vaters sei, so fragt sie, ob sie die abgenutzten Stiefel ihres Vaters noch tragen?
Jede Wissenschaft bedarf neuer Formeln. Ebenso bringen die bestimmten Lebensperioden neue Ausdrücke mit sich. Über jeden neuen Ausdruck muss man sich freuen. Es gibt nichts Schlimmeres, als einen Leichnam zu umarmen! Ihr seid ohnedies an eine Menge toter Gegenstände gebunden. Das Begraben jedes toten Buchstaben ist von Wehklagen begleitet, als ob es keine fortschrittlichen Taten von ungeheurer Bedeutung gäbe! Bestimmte Völker sind Analphabeten und mit Gestank und widerlichem Ungeziefer bedeckt. Welches der überlebten Vorurteile ist zu beweinen? Der ganze Koffer Ungeziefer muss verbrannt werden, und das wird keine Zerstörung sein, sondern eine Erneuerung!
Trachtet nach Erneuerung im ganzen Leben!
142. Es ist richtig beobachtet worden, dass für Schutz und Erhaltung der Jungen von Tieren gesorgt werden muss. Mutterschaft bedeutet für sie das gleiche wie für die Menschheit. Wenn Tiere geschont werden, werden sie es uns mit Milch, Wolle und Arbeit vergelten. Das Problem der in der Nähe des Menschen lebenden Tiere ist sehr wichtig. Man kann sich vorstellen, wie sich die Atmosphäre verändert, wenn Freunde in der Nähe der Wohnstätte hausen. Fragt den Araber nach dem Pferd oder einen Nordländer nach dem Rentier sie werden nicht wie von Tieren sprechen, sondern wie von ihrer Familie.
Von Tieren kann man zu Pflanzen übergehen. Ihr wisst bereits, dass es wohltuend ist, auf Zedernwurzeln zu schlafen. Ihr wisst, welche Elektrizitätsspeicher Kiefernnadeln sind. Die Pflanzen wirken nicht nur durch ihr Extrakt heilsam, sondern auch ihre Emanation übt eine starke Wirkung auf die Umgebung aus. Man kann beobachten, dass ein bewusst zusammengestelltes Blumenbeet auf den Menschen gut einwirkt. Sinnlos sind aufeinander nicht abgestimmte Blumenbeete, deren Wirkung wechselseitig aufgehoben wird. Passend zusammengestellte oder gleichartige Blumen können dem Verlangen unseres Organismus entsprechen. Auf Feldern gibt es viele gute Zusammenstellungen mit wilden Pflanzen! Die Zusammenstellung von Pflanzen, wie man sie in der Natur wahrnehmen kann, muss wie die der Instrumente eines Orchesters studiert werden. Jene Wissenschaftler haben Recht, die Pflanzen als feinfühlige Organismen betrachten. Der nächste Schritt wird sein, die Einwirkung
der Pflanzengruppen aufeinander sowie auf den Menschen zu studieren. Die Feinfühligkeit der Pflanzen und ihre entsprechende Wirkung auf die Umgebung sind wahrlich erstaunlich! Es ist, als ob Pflanzen eine bindende Substanz des Planeten waren und auf einem Netz unmerkliche Wechselwirkungen ausübten. Freilich hat man den Wert der Pflanzen schon lange erkannt, doch die Gruppenwechselwirkungen wurden noch nicht erforscht. Bis vor kurzem haben die Menschen die Lebensfähigkeit der pflanzlichen Organismen nicht verstanden und sinnlos Haufen von ungleichartigen Pflanzen abgeschnitten, ohne zu bedenken, was sie taten. Ein Mensch mit einem Blumenstrauß gleicht einem Kind, das mit Feuer spielt. Die Vertilger der Pflanzenwelt auf der Planetenkruste gleichen Staatsverbrechern.
Denkt daran, Wir lieben keine Schnittblumen.
143. Ihr beginnt, vieles richtig zu machen. Ihr lehnt den Händedruck ab und anerkennt damit die Macht der Berührung. Ihr vermeidet das Schreiben mit der Hand und anerkennt damit die Aufschichtung lebendiger Energie. Ihr verkürzt die Sprache und anerkennt damit die Notwendigkeit kosmischer Erhaltung. Ihr gründet Gesellschaften für gegenseitige Hilfe und anerkennt damit die Gemeinschaft. Ihr beginnt mit einer Umwertung vergänglicher Werte und anerkennt damit die Evolution. Ihr lehnt Gewaltanwendung ab und anerkennt damit den Lehrer. Ihr lehnt schmutzige Reden ab und anerkennt damit die Bedeutung des Lautes. Ihr lehnt gemeine Tänze ab und anerkennt damit die Bedeutung des Rhythmus. Ihr
lehnt hässliche Schaustellungen ab und anerkennt damit die Bedeutung der Farbe. Ihr lehnt Müßiggang ab und bestätigt damit die Macht der Energie. Ihr lehnt Rückständigkeit ab und anerkennt damit den Willen. Wenn euch auch die wissenschaftliche Bedeutung eurer Handlungen nicht immer klar ist, so handelt ihr dennoch richtig, weil ihr die Unvermeidlichkeit der Evolution offenbart.
Ihr seht, wie sehr Wir mit euch übereinstimmen; nur eine besonders begriffsstützige Person kann an widersprechende Wege denken.
Wie heilsame Blumen erheben sich die Sämlinge des Bewusstseins der Völker! Durch den Kanal des Strebens der Völker strömt der Menschheit neues Wissen zu. Diese Behauptung könnt ihr in einer poetischen Metapher oder in einer trockenen Formel zum Ausdruck bringen, der Sinn der Völkerströmung bleibt der gleiche. Ob man nun auf dem schwierigen Weg fortschreiten will oder die Nützlichkeit der Zusammenarbeit begreift, die Richtung der Evolution bleibt unveränderlich.
So werden Erneuerung der Welt, Zusammenarbeit, gegenseitige Hilfe und Gemeinschaft gedeihen.
144. Zu dem, der alle Neuerungen fürchtet, werden Wir sagen: "In dir ist die Zersetzung offensichtlich." Dieser Prozess beginnt viel früher als die physischen Krankheiten. Wie kann man die Anzeichen von Zerfall bemerken? Nur in einer Unbeweglichkeit gegenüber Annahmen. Wie kann man feststellen, wann der Zerfall für die Gesellschaftsordnung gefährlich wird? Wenn das träge Bewusstsein die Gemeinschaft als einen schädlichen Unsinn betrachtet. Am besten ist es,
an solchen lebenden Leichnamen vorbeizugehen. Manche Menschen können die Gemeinschaft nicht erfassen, doch alle aus der Kategorie der Angreifer müssen entrüstet aus dem gesellschaftlichen Verkehr ausgeschlossen werden. Man muss verstehen, dass selbst die geringste Berührung mit diesen Organismen schädlich ist. Hier kann es keine Frage der Verwandtschaft geben. Ehrwürdig ist Alter in einem Körper mit einem klaren Bewusstsein, denn dann gibt es eigentlich gar kein Alter. Doch vorzeitige Verwesung umgibt mit unerträglichem Gestank.
Als Buddha einen Menschen als übelriechend bezeichnete, meinte er vor allem das geistige Bewusstsein. Dieser faulende Prozess kann nicht geheilt werden. Vermeidet bei Unserem Aufbau Berührung mit solchen Menschen. Für sie aufgewendete Zeit bedeutet, einem wartenden, hungrigen Menschen einen Bissen der Speise rauben.
Wie gierig wird jedes Wort über die Neue Welt erwartet! Das Streben der neuen Bewusstseine wird neue Verbindungen ergeben. Wir erwarten jene, die den neuen Tag willkommen heißen für die der beste vergangene Tag schlechter ist als jeder neue. Sie haben Recht, denn jeder neue Tag ist in Prana der neuen Evolution gekleidet. Die Luft, die durch den Zerfall der Welten faktisch verändert wird, erneuert sich. Wie notwendig ist es, mit hochempfindlichen Apparaten die Zusammensetzung der Atmosphäre zu erforschen! Die Zusammensetzung der Luft ist ein wesentlicher Teil der Biologie. Bisher haben wir in groben Umrissen über die Luft gesprochen und vergessen, ihre psychische Einwirkung zu erwähnen.
145. Über die Entwicklung von Möglichkeiten durch Tat. Wenn eine bestimmte Tat geschaffen wird, gleicht sie der Bewegung eines Schiffes. Die gespaltene Atmosphäre sendet Spritzer gespannter Materie aus. Sie alle befinden sich in der magnetischen Tätigkeitssphäre und unterliegen ihr zeitweilig. Die durchschnittenen Schichten der Atmosphäre sind sehr verschieden, und die Nützlichkeit der aufgerührten Teilchen ist ganz unerwartet. In Wahrheit meistert jener die Tat, der die wirksam gewordenen Materieteilchen in Betracht ziehen kann, sie erkennt und in eine Einheit presst.
Schon vor langem habe Ich zu euch über Konzentration auf die Tat gesprochen. Gewiss, jede Tat muss ein unerschütterliches Streben enthalten. Und doch wird der das Unrecht haben, der die Funken eines Schlages, diese segensreichen Details, zerstreut. Der Landwirt kennt den Ertrag seiner Saatkörner und der Fischer lässt keinen Fisch aus dem Netz entschlüpfen. Die Feuer des Unerwarteten bringen Licht auf den Pfad.
Rufet aus dem Abgrund der Materie die hellen Boten. Man muss die vielen in die angetriebene Spirale fallenden Möglichkeiten abschätzen. Diese gebotenen Möglichkeiten entgleiten zu lassen, ist unverzeihlich. Ich sage nicht, dass man sich über den Umfang der Tat schwer abquälen soll. Man muss den Kreis der Einwirkung scharfsichtig umreißen, und die Möglichkelten werden wie reife Früchte fallen. Man sollte die Eigenschaft der Atmosphäre erforschen. Man sollte die Eigenschaft der Tat erforschen. Taten können sinnlos werden, und
die Atmosphäre kann mit verschiedenen Wellenlängen überflutet werden. So ist es möglich, sich vor Wahnsinn zu schützen.
146. Zweikampf ist Wahnsinn. In keinem Fall kann Schlägerei einen Streit schlichten. Je höher das Subjekt, desto unangebrachter die Schlägerei. Es ist möglich, die Notwendigkeit zu zeigen, einen Feind zu vernichten, aber eine solche Vernichtung ist keine Folge einer Beleidigung. Den bewussten Kämpfer kann nichts beleidigen.
147. Held nennt man einen Menschen, der selbstlos handelt, doch diese Auslegung ist unvollständig. Ein Held ist, wer selbstlos, standhaft, bewusst und im Namen des Allgemeinwohls handelt; so bringt er die Strömung der kosmischen Evolution näher.
Man kann im heutigen Leben Helden begegnen. Man sollte diesen Begriff nicht als unanwendbar betrachten. Wenn wir uns scheuen, einen solchen Begriff einzuführen, treten wir selbst von dem in den Bereich der Wahrheit führenden Pfad. Man sollte das Heldentum im Leben erkennen; man sollte furchtlos das Vorhandensein der Feinde erkennen; man sollte daran denken, dass das Schwert der Heldenstab ist. Das Wissen, wie das Schwert in einen Stab verwandelt wird, muss bei der Tagesarbeit einen Platz einnehmen.
Wie versinken alle magischen Formeln vor dem unaufhaltsamen Sprung über den Abgrund zur lebenspendenden Sonne! Nur jene, die die Wirklichkeit erkennen, können von der Sonne ohne oberflächliche Weinerlichkeit sprechen.
Wir möchten euch standhaft siegen sehen. Jeder Sieg lehrt Zurückhaltung, doch diese Zurückhaltung bebt mit Flügen. Fürchtet euch nicht vor großen Bestimmungen, und zu einer Heldentat aufbrechend, seht vor, dass ihr Essen für morgen vorbereitet habt. Wer zur Heldentat aufbricht, muss dahinschreiten, als riefe ihn eine Arbeitsglocke. Für den Strebenden reicht die dünnste Oberfläche. Strebet!
148. Die Menschen essen Keine Leichname, doch geschlachtete Tiere werden gegessen. Man muss fragen, worin der Unterschied liegt: ist ein geschlachtetes Tier kein Leichnam? Wir geben den Rat, aus Zweckmäßigkeit kein Fleisch zu sich zu nehmen. Es versteht gewiss jeder, dass es schädlich ist, zersetzende Zellen zu essen. Doch wann beginnt diese Zersetzung? Im Augenblick der Einsteilung der Lebensfunktion verliert der Körper seine schützende Ausstrahlung, und die Zersetzung setzt sofort ein. Daher ist die weltliche Weisheit, dass man keine Leichname isst, scheinheilig. Wir empfehlen Getreide- und Milchprodukte sowie Pflanzennahrung, wobei es weniger Zersetzung gibt.
Gewiss, der Lebensprozess der Pflanzen ist der gleiche wie jener der Tiere, doch man kann beobachten, dass bei Pflanzen die Zersetzung viel später einsetzt. Man verwende am besten frisches Gemüse oder in sehr starker Hitze getrocknetes. Brot ist am besten ungesäuert und ohne Fett zubereitet zu verwenden. Die in der Butter und in Pflanzenölen vorhandenen Fettstoffe reichen aus.
Eure Bezeichnung "Vegetarismus" ist unpassend gewählt, sie unterstreicht eine Unterteilung dem Prinzip, aber nicht dem Wesen nach.
In der Gemeinschaft muss pflanzliche Nahrung genossen werden; denn die Mitglieder der Gemeinschaft müssen nach größtmöglicher Zweckmäßigkeit streben.
Auf dem Pfad wollen wir nicht wählerisch sein. Vergessen wir die Nützlichkeit des Harzes in allen seinen Formen nicht. Auf dem Pfad wollen wir daran denken, dass zwei Mahlzeiten am Tag genügen. Wir wollen nicht zu lange bei Tisch verweilen.
149. Haltet eine Wechselbeziehung zwischen Erweiterung und Festigung aufrecht. Denkt nicht nur an den Sprung nach vorn, sondern auch an die Erhaltung des neuen Bodens. Man kann viele Beispiele aufzählen, wo Erweiterung keine Möglichkeiten ergab. Es ist natürlich die Bewusstseinserweiterung gemeint. Wenn ein Sieg des Bewusstseins technisch nicht gefestigt wird, so wird es sich statt mit gleichmäßigem Licht mit scharfen schmerzhaften Funken füllen. Wie im ganzen Leben, ist es notwendig, den Augenblick der Anpassung zu verstehen. Ein Mensch, der bewusst lebt, beginnt wahrzunehmen, als wäre es eine Pulsation seiner Erfahrungen. Diese Pulsation vollzieht sich neben der Quantität der Arbeiten und den äußeren Impulsen. Es ist notwendig, diese Pulsation innerlich zu schützen und sie ist nicht der Übermüdung oder einem zufälligen Affekt zuzuschreiben. In diesen Momenten gewöhnt sich das Bewusstsein an neue Errungenschaften. Aus Unerfahrenheit beginnen
die Menschen über ein zeitweiliges Verstummen des Bewusstseins oft unruhig zu werden, doch eine solche Festigung führt zum nächsten Sprung. Während einer solchen Periode der Bewusstseinsanpassung stört es nicht mit Problemen. Der Schmetterling bereitet neue bunte Flügel vor, beschädigt die Puppe nicht.
Zum Zweck der Beobachtung der Bewusstseinsbewegungen sollte man photographische Aufnahmen der körperlichen Ausstrahlungen machen. Diese Aufnahmen müssen sehr genau durchgeführt werden. Ihr habt von den sichtbaren Symptomen der Krankheiten gehört, die auf Photographien wiedergegeben werden. Außer diesen Störungen können im Strahlungsfeld schwebende, scheinbar blaue Flecken wahrgenommen werden. Man möge wissen, dass das Bewusstsein in diesen Augenblicken verdichtet wird. Dann kann eine Aufnahme etwas wie Flammenströmungen zeigen, welche die blauen Verdichtungen wegwischen, was bedeutet, dass der Held für die nächste Heldentat bereit ist. Aus einer genau durchgeführten Aufnahme solcher Strahlungen könnte sich ein wichtiges populäres Verstehen der verborgenen Eigenschaften im menschlichen Organismus ergeben.
Man könnte auch ein so genanntes völlig wissenschaftliches Institut gründen, wo jeder Vorübergehende eintreten, die Filmleinwand und die Platte beschnüffeln sowie die Ärmel und die Taschen des Operateurs untersuchen könnte.
Es darf hier keinen Betrug geben, alles muss wunschgemäß klar sein, gebührenfrei, von der Regierung genehmigt. Vor der Aufnahme darf kein Bad genommen werden. Aber das letztere
ist nicht leicht, weil es für die Aufnahme nötig ist, den Körper stark mit Alkohol abgerieben, um den Schweiß zu beseitigen.
Es ist notwendig, das Bewusstsein zu stärken!
150. Beschleunigung des gegenseitigen Verstehens erfolgt nicht durch ausgesprochene Worte, sondern dadurch, inwieweit die Gehirnzentren angesprochen werden. Es gibt ein bemerkenswertes Experiment, wo der Sprecher einen Strom des Verstehens herstellt und plötzlich darauf die Sprache wechselt und eine dem Hörer nicht bekannte Mundart wählt das Phänomen des Verstehens hält weiter an. Ihr kennt es natürlich und habt stumme Eingebung gefühlt, wenn ein räumlicher Gedanke sich blitzartig mitteilt. Er wird in der dem Hörer bestbekannten Sprache interpretiert, doch die Ausgangssprache mag eine ganz andere gewesen sein.
Das Experiment der Gedankenübertragung ist nicht mehr ungewöhnlich, doch die Eigenschaft des Sendens und Empfangens ist unzulänglich erforscht. Am wenigsten wird der Augenblick der Bildung des Stromkreises des Verstehens, nach dem sich formale Worte erübrigen, beachtet. Die Festigkeit dieses Stromes hängt am allerwenigsten von der Spannung der Gehirnmuskeln ab. Von der Anspannung können eher die Blutgefäße platzen, als dass sich ein neues Verstehen einstellt.
Ihr kennt schon lange einen auflösenden Ton, der nicht durch Spannung, sondern durch seine Eigenschaft wirkt. Das Verstehen ist diesem Ton ähnlich. Im Altertum hieß es: "Öffne die Tore des Verstehens, sonst wird mein Blitz
dein Schloss veraschen." Gerade der Gedankenblitz diese Erstschöpfung alles Seins durchbohrt alle Schlösser.
Es naht ein Augenblick, wo die Augen des Zuhörers sich trüben, und die physische Ausstrahlung durchlaufen Funken einer fremden Farbe es ist die Farbe der Ausstrahlung des Sendenden. Gewiss, dem Licht gelang es sehr schnell aufzublitzen und es wirkte auf das Licht des Bewusstseins des Hörers ein. Das bedeutet, dass das Feld eingenommen wurde und zu weiterem Empfang vorbereitet ist.
Bei Experimenten der Gedankenübertragungen ist es wichtig, den ganzen Umkreis zu befragen, um festzustellen, wie sich der Wirkungsbereich der Sendung verbreitet. Dabei kann man eine Spiralbewegung feststellen. Daraus lässt sich schließen, dass Sendungen in den Raum bei Festsetzung einer bestimmten Frist keinen Erfolg zeitigen werden. Sich ein augenblickliches Ziel vorstellend, vermag man außer diesem einen großen Raum in jeder gegebenen Richtung zu erfassen.
Lasst uns mit einem Lächeln enden: Stellt ihr euch nicht den Donner der Gedanken im Raum vor? Ein Schüler stellte die Frage: "Wenn der Gedanke wägbar ist, dann darf doch der Raum nicht mit Gedanken überlastet und so die Schwerkraft gestört werden?" Wie denkt ihr darüber?
151. Ein anderes lehrreiches Experiment. Ein Mensch wird in die Mitte eines weiten dunklen Raumes gestellt. Entlang den Wänden bewegen sich lautlos einige Frager, die ihm unerwartet einige kurze
Fragen stellen. In der Dunkelheit ist es fast unmöglich, die genaue Richtung der Stimme festzustellen. Bemerkenswert erscheint noch: wenn die Frage in den Raum gestellt und die in der Mitte stehende Person ignoriert wird, scheint die Stimme dann häufig aus entgegengesetzter Richtung zu kommen. So kann man beobachten, dass kein äußeres Organ, sondern primär eine innere Sendung von Bedeutung ist.
Gewiss, ein Lichtfunke wird zuerst in das Ziel treffen. Das Wissen, wie man eine Volksmenge beherrscht, beruht nicht auf Redegewandtheit, sondern im Erfassen der Berührungspunkte der Menge und rechtzeitigen Aussenden von lichttragenden Gedanken. Die Unfähigkeit, sich in den Raum zu wenden sowie das Fixieren eines einzigen Hörers sind gleich schädlich. Wir raten auch zur Verwendung eines Tonbandgerätes für wissenschaftliche Mitteilungen, jedoch kann man von mechanischer Übertragung keine zündenden Emotionen erwarten.
Die persönliche Elektrifizierung der Masse ist deshalb nützlich, weil die entfachten Berührungspunkte zu Resonatoren werden und einen beträchtlichen Umkreis stärken. Wie soll man sonst die leistungsfähigsten und widerhallenden Berührungspunkte der Masse herausfinden? Doch zwischen dem Sprecher und der Menge fliegen Lichtbälle, und die Energiezentren leuchten klar, wenn der Redner kein Schwätzer, sondern ein Führer des Allgemeinwohles ist.
Versuchet, die körperlichen Ausstrahlungen eines Schwätzers und die eines Führers des Allgemeinwohles zu vergleichen. Wie leuchtet die Ausstrahlung des Führers, welch direkte Pfeile sprühen
aus seinen Schultern und welch purpurne Wellen strömen schützend aus, neue Macht gebärend! Aber die Ausstrahlung eines Schwätzers ist von Zick-Zack-Linien durchfurcht, deren Enden nach innen weisen.
Apparate zum Photographieren physischer Ausstrahlungen werden bald Kindern zu Festtagen geschenkt werden, und die gewitzigten Greise werden wieder die Kinder vor einer gefährlichen Beschäftigung warnen: "Man kann das ganze Leben schön leben, ohne sich zu kennen!"
152. Wir verurteilen jede Verzögerung. Befreiung von Verzögerung wird im Leben durch zwei äußere Eigenschaften erreicht: Genauigkeit in der Arbeit und Wachsamkeit. Zur Genauigkeit in der Arbeit muss sich jeder Arbeiter erziehen.
Eine ständige, volle Aufmerksamkeit erlaubt es, jeden Moment der Arbeit zu kristallisieren. Durch Disziplin kann eine klare Trennung jedes Gedankens erzielt werden. Die Sprünge aufgeblähter Kaninchen sind wirkungslos. Seite an Seite mit Genauigkeit steht ewige Wachsamkeit. Es gilt nicht der kalte Ratschlag dekadenter Besserwisser: "Sei durch nichts überrascht", sondern der flammende Ruf: "Sei scharfsinnig!" So eine Spannung ist kein zum Zerreißen gespanntes Seil, sondern der Regenbogen der Voraussicht.
Man darf nicht denken, dass Wachsamkeit einen Menschen kalt machen und fernhalten kann. Ein Krieger auf
der Wacht ist erfüllt vom Licht der Möglichkeiten. Wahrlich, er ist über nichts erstaunt, denn er sieht die Geburt neuer Möglichkeiten voraus.
Wenn ihr ausruft "Immer bereit!" -, dann folgt ihr Unserem Ruf. Wer immer bereit ist, kann die ganze Esse der Spannung erfahren.
Tag und Nacht sind Unsere Mitarbeiter für das Funkeln des Kosmos bereit. In ihrer Bereitschaft werden sie des Tags unsichtbar dahinschreiten und des Nachts den leuchtenden Pfad finden. Nichts wird euch beunruhigen, wenn ihr in ständiger Bereitschaft seid. Der Charakter des Suchenden lässt das Schiff nicht einfrieren.
Wir verurteilen Verzögerung.
153. Mancher wird fragen: "Ist Wachsamkeit, oder Entsprechung, oder Beweglichkeit, oder Hingabe schwierig? Hier fühle ich, dass ich alle diese Bedingungen erfüllen kann; wollt ihr mich nicht auf die ferne Reise in die Gemeinschaft mitnehmen?" Hat aber dieser eilige Wanderer auch an eine unerlässliche Bedingung bei den von ihm erwähnten Eigenschaften gedacht? Sündhaftigkeit wurde vergessen. Kleine flackernde Feuer enthalten nur für einen Augenblick alle Eigenschaften der Flamme, doch die Finsternis verschluckt sie so schnell wie ein Kohlenbecken eine Schneeflocke. Man kann einem vereinzelten Augenblick der Annahme nicht trauen; nur durch mühsame Arbeit und Hindernisse gestählte Standhaftigkeit
gibt die Möglichkeit einer vertrauenswürdigen Annahme.
Ein wahrer Musiker denkt nicht an jeden den Ton hervorbringenden Finger, nur der Schüler überlegt, welchen Finger er benutzen soll. Der wahre Mitarbeiter denkt über die gezielte Durchführung der Qualität der Arbeit nicht nach. Die Sphärenmusik vermischt sich mit dem Lied der erfolgreichen Arbeit.
Denkt daran, Standhaftigkeit gleicht einer feurigen Leiter.
154. Jemand beschließt: "Ich will die feurige Leiter ersteigen." Tue es, jedem steht der Pfad offen. Doch denke daran, wenn dich Furcht überkommt, verschmelzen die Stufen zur flüssigen Flamme. Wohin willst du gehen, wenn du die Qualität der Arbeit nicht beherrschst? Wenn Wir sagen, dass es gut ist, auf Zedernwurzeln zu schlafen, kann der Anhänger den Rat leicht befolgen. Schlafen ist leicht, zumal geraten wird wie. Doch wenn es heißt, die ständige Wache zu übernehmen, werden die Stufen brennend heiß. Eines muss wiederholt werden leicht ist es nicht, die Leiter zu erklimmen.
Arm ist der Führer, der wirkliche Gefahr verbirgt. Man kann diese nur mit Hilfe vollkommenen Wissens besiegen.
Ich sehe, dort nähert sich ein anderer Unvernünftiger er ist noch unvollkommener. Er tadelt: "Wozu ist eine feierliche Prophezeiung nütze?" Wir wollen ihm antworten: "Die Feierlichkeit einer Vorwarnung steht im Verhältnis zu deinem unwürdigen Gepiepse bei Gefahr. O du Zweibeiner, wie oft
hast du bei der ersten Schwierigkeit dein Gesicht verloren? Wir sahen dich schwärzer als Kohle, und deine Verneinung umgibt dich mit üblem Geruch. Schlecht ergeht es dir, wenn du deine Stufen verbrennst und nun vom Abgrund her Almosen erflehst."
Es erscheint ein neuer Fragesteller: "Wie lässt sich die Lehre mit Wissenschaft in Einklang bringen?" Wenn Wissenschaft authentisches Wissen lehrt, dann ist die Lehre Wissenschaft. Welchen Zweck kann Wissenschaft erreichen, wenn sie mit Vorurteilen aufgebläht ist? Wer sich durch Feierlichkeit der Bestätigungen beunruhigen lässt, betrachtet Wissenschaft von seiner gewöhnlichen Höhle aus. Wer an die Gemeinschaft denkt, den können die dahinkriechenden Reptilien nicht gefährden.
Ich sage euch, dass ich die ganze Schwierigkeit des Aufbaues kenne. Ich verberge nicht, wie weit die Steine getragen werden müssen und weiß, wie groß die Trockenheit ist! Gerade diese Erkenntnis, gerade die Unzahl der Sterne verleiht die Bestätigung der feurigen Stufen!
155. Der Aufbau der Gemeinschaft liebt Spannung. Man kann beobachten, wie günstig sich Spannung bei verschiedenen Manifestationen auswirkt. Sogar eine einfache Anspannung des Körpers verstärkt elementare Manifestationen. Nicht nur Belastung der Nervenzentren, sondern auch Zusammenziehung der Muskeln bewirkt eine verstärkte Emanation der Gefühle. Nicht das Verharren in ruhiger Bequemlichkeit, sondern die in mühsamer Arbeit gestreckten Glieder werden eine Sättigung der Energie erzeugen. Körperliche Anspannung wirkt allerdings nur für die elementarsten
Manifestationen; Anspannung der Gehirnzentren ist erforderlich. Ständige Wachsamkeit wird das Beste sein.
Wir wollen euch ein Bild von Unserer Gemeinschaft geben. Wir arbeiten mit verstärkten Mitteln für das Allgemeinwohl. Jeder arbeitet in voller Bereitschaft. Unsere drahtlose Verbindung übermittelte einen dringenden Aufruf persönlicher Einsatz ist erforderlich. Der Erwählte Rat bestimmt einen ausführenden Vertreter. Manchmal ist dem Vertreter der ganze Verlauf des Auftrages bekannt, manchmal jedoch wird ihm nur eine vermittelnde Tätigkeit zuteil. Oft reicht die Zeit für die Auswahl der notwendigen Kleidung kaum, und ein eben begonnenes Buch geht vielleicht ungelesen in die Bibliothek zurück. Oft ist die Dauer des Auftrages unbestimmt. Oft sind die Ergebnisse des Auftrages nicht abzusehen. Was veranlasst dann den Auserwählten, freudig aufzubrechen? Was hilft ihm, in die Kälte und über die Eisschollen zu eilen? Welcher Befehl kann den Mut für diese anstrengende Arbeit erwecken? Diese frohlockende Bereitschaft erwächst der gewohnten Wachsamkeit.
Wenn Ich euch rate, Anstrengung und Wachsamkeit zu entwickeln, so sage Ich dies nicht, um euch zu belasten. Meine Ratschläge sehen als ein endliches Ziel Frohlocken voraus. Jene aber, die anstrengende Arbeit scheuen, fürchten die Formen und Gesetze der Energie. Mögen sie formlos den sich auflösenden Monden zuschreiten. Mögen
sie mit ihrer Zersetzung das ergänzen, was einer grundlegenden Umbildung unterliegt.
Verstehet es, das Frohlocken vorauszusehen!
156. Man kann sich vorstellen, dass der Pfad für jene, die einen Auftrag zu erfüllen haben, kein geruhsamer ist. Die Menschen halten sie für Magier, wenn nicht gar mit einer Tarnkappe.
Doch die Weltgemeinschaft wird mit menschlichen Händen und Füßen errichtet und darin liegt die Schönheit des Aufbaues. Doch selten begegnet man in den Städten dem Abgesandten der Gemeinschaft freundlich. Die ganze Seele der Stadt knurrt ihn an. Wahrlich, selbst das Bestehen der Gemeinschaft wird in der Stadt verneint. Die ganze Atmosphäre erlaubt es dem Abgesandten nicht, sich auszuruhen.
Er, der Einsame, durchquerte, durchschwamm, durchflog die vorgeschriebenen Räume, teilte bereits seine Botschaft mit und übergab sie. Wer hat ihn empfangen? Erstens, Misstrauen ob die Gemeinschaft besteht? Zweitens kann die Gemeinschaft wirksam sein und an fernen Angelegenheiten teilnehmen? Drittens ist das Erscheinen des Abgesandten und die Notwendigkeit seiner aufgezeigten Tätigkeit nicht einfach ein Zusammentreffen? Ich kann Mich entsinnen, wie ein solcher Abgesandter, entrüstet über die Armseligkeit der letzten Bemerkung, antwortete: "Ihr, die ihr von Zusammentreffen sprecht, vergesst nicht, dass ihr selbst ein Zusammentreffen von Materieteilchen seid. Doch wenn euer Zusammentreffen erfolglos war, hatten die Gesetze der Materie ihren Grund dazu." Wenn es jedoch um geldliche Angelegenheiten und Übergaben von Sachen geht, treffen die Gedanken
günstig zusammen, dann werden Tatsachen und Warnungen aufmerksam angehört. Der Stadtbewohner ist nicht abgeneigt, eine nützliche Nachricht, auch wenn sie von der Gemeinschaft kommt, auszuquetschen. So begegnet der Abgesandte, außer einigen Mitarbeitern, rundherum einem Abgrund von Habsucht. Gib Geld, gib Rat für morgen, wende den Feind ab und dann verschwinde schleunigst und störe nicht mit Gedanken über Weltgemeinschaft unsere Verdauung.
Gewiss, die Erkenntnis der Zusammenarbeit und Gemeinschaft schreitet voran, doch das Denken des Spießbürgers ist in Trägheit versunken.
Wir rufen jene Mitarbeiter, welche die Schwierigkeiten erkennen! Wir rufen jene, die nicht zurückschauen! Wir rufen jene, die wissen, dass Freude eine besondere Weisheit ist!
Wir vermögen die schwierigsten Weisungen zu geben, doch Unsere Ratschläge führen zum Frohlocken!
157. Wenn Wir einen Abgesandten entsenden, wünschen Wir ihm Erfolg bei der Begegnung mit dem Drachen. Es ist natürlich nicht der harmlose voreiszeitliche Drache mit Schwanz gemeint, sondern der grausame menschliche Egoismus, der in gefährliche Paroxysmen12, den so genannten Schrecken oder Wahnsinn des Egoismus, ausartet. Wo nisten diese Drachen? Es wird behauptet, dass die übelsten Nester in Prunkpalästen oder hinter den Schaltern der Geldwechsler oder in den Kaufläden zu finden sind. Doch eher findet man einen harmlosen Geldwechsler und einen ehrlichen Händler, als dass es gelingt, den Panzer der Verneinung
und Nichtzulassung zu durchbrechen. Der Verneiner ist nicht nur bereit, seine eigene Unwissenheit zu verteidigen, er träumt davon, die ganze Menschheit mit einer Mauer des Schreckens zu umgeben.
Worin liegt denn die primäre Ursache des Wahnsinns des Egoismus? Der Mensch, der Schrecken sät, hat selbst wahnsinnige Angst. Im Verneiner sitzt nicht nur Unwissenheit, sondern auch gemeine Angst. Sagt den Kindern die Merkmale, nach denen das Nest des Egoismus zu erkennen ist. Sie müssen verstehen, dass der Egoismus vor allem nichts gelten lässt, wogegen der Sucher des Allgemeinwohls seine erste Aufgabe darin sieht, Möglichkeiten wahrzunehmen.
Unser Abgesandter braucht nur eine elementare Wahrheit zu verkünden, wird die Gemeinschaft irgendwelcher Ränke verdächtigt. Spricht er die scheinbar einfachsten Begriffe "Licht" und "Energie" aus, verspürt der Städter bereits einen Anschlag auf seine Bequemlichkeit. Der Stadtbewohner hat sich derart daran gewöhnt, sich als etwas Dichtphysisches und Finsteres zu betrachten, dass er nicht einräumt, eine Quelle physischen Lichtes zu sein. Aber auch Kinder sind nicht erstaunt, wenn von ihnen ein elektrischer Funke ausstrahlt.
Es ist wichtig, die Lehrpläne der Schulen zu überprüfen und die Richtlinien echten Wissens zu verstärken. Aberglaube treibt die Menschen in die finsteren Schächte des Schreckens. Das Denken der Schüler unverzüglich in richtige Formen zu leiten, ist unerlässlich, andernfalls wird eine weitere Generation von Unverständigen den Planeten entehren. Man muss sich den Naturwissenschaften
mehr zuwenden, um die Bedeutung dieses Begriffes zu erkennen. Biologie, Astrophysik, Chemie werden die Aufmerksamkeit des jüngsten Kinderverstandes auf sich ziehen.
Gebt den Kindern Gelegenheit zum Denken!
158. Magnetismus und Gasbildung, diese beiden dynamischen Faktoren, sind nicht gründlich erforscht. Magnetismus erweckt Aufmerksamkeit, wenn ein Pferd sein Hufeisen vom Boden nicht aufheben kann. Gase werden erwähnt, wenn Menschen und Tiere tot umfallen. Nur von solchen groben Erscheinungen sprechen die Menschen, doch Magnetismus und Gase wirken auf der ganzen Planetenoberfläche. Keine Stelle ist indifferent, jede Örtlichkeit ist ihren Eigenschaften der tiefen nutzbringenden Bedeutung entsprechend individuell.
Man kann über die Naivität der Leute staunen, die an einem Platz siedeln ohne Verständnis für seine örtlichen Bedingungen. Man möge verstehen, wie viele Möglichkeiten verloren gehen und wie viele Gefahren abgewendet werden könnten.
Ihr selbst habt das Experiment mit dem Zweig vom Haselnussstrauch durchgeführt und wart erstaunt, wie dieser alte, primitive Apparat sich straffte, zitterte und in Bewegung geriet, als er auf Grundwasser und Mineralien ansprach. Diese offensichtliche Reaktion ist gewiss nicht auf den Zweig zurückzuführen, sondern auf den menschlichen Apparat. Wie gründlich und eifrig muss daher die Wirkung jedes Platzes auf den einzelnen Menschen und auf
ganze Menschengruppen erforscht werden! Hinsichtlich vieler Gebiete bestehen Gerüchte über eigenartige Wesensmerkmale ihrer Bewohner. In manchen Gegenden leiden die Menschen an Kropf; in manchen verlieren sie ihre Zähne, in manchen nistet Lepra; in anderen wird die Milz zerstört, oder das Herz vergrößert sich; oder das Temperament wird träge, und wieder andere Stellen verleihen Kraft und Lebhaftigkeit. Man kann eine Menge solcher Wesenszüge wahrnehmen und die Beobachtung machen, dass diese Eigenarten weder auf rassische noch auf klimatische Bedingungen zurückzuführen sind. Im Aufbau des Bodens liegt die Hauptursache für die Unterschiedlichkeit im Wesen der Völker. Hier gibt es ein weites Feld zur Erforschung, wenn mit kühnem Blick und ohne Vorurteil herangegangen wird.
159. Die Menschen schenken weder den Emanationen der Erde Aufmerksamkeit noch beachten sie die Qualität des zu benutzenden Wassers, obwohl sie sich an Heilbehandlungen mit Wasser gewöhnt haben. Zu ihrem Schutz verwenden sie abgekochtes Wasser, ohne zu bedenken, dass bestimmte im Wasser vorhandene Organismen im abgekochten Wasser nicht leben können. Freilich, viele Mikroben kommen durch das Kochen um, doch andererseits nimmt abgekochtes Wasser beim Erkalten tatsächlich eine große Menge toter Teilchen aus der Atmosphäre auf.
Wenn ihr die Aufnahmefähigkeit des Gehirns vermindern wollt, so trinkt lange abgestandenes, kaltes abgekochtes Wasser, es macht den Körper träge und muffig.
Wir lehren, das abgekochte Wasser nur sehr heiß zu trinken.
Wir benutzen Quellen und fügen Alaun und Bimsstein zur Reinigung bei. Tuff, der in der Nähe von Geisern gefunden wird, eignet sich ebenfalls zur Wasserreinigung. Reines Wasser löscht nicht nur den Durst, sondern macht auch die ganze Atmosphäre ozonreich.
Wunden behandeln Wir durch Eintauchen in reines Wasser. Licht und Wasser sind Unsere Arzneien. Unsere Bemühungen sind auf einfachste Mittel gerichtet. Bei der Bildung neuer Gemeinschaften befleißigt euch der Einfachheit. Schwulstige unbesonnene Reden sind zu unterlassen. Führt den redseligen Wanderer an das Ufer einer Bergquelle beschämt ihn!
Heute Morgen vertrieb der Gesang der Quelle unmerklich die Müdigkeit. Diese Energieausstrahlung kommt einer stark elektrischen Einwirkung gleich.
160. Wir vermeiden Suggestion, außer in bestimmten Fällen, wo eine direkte Gefahr abgewendet werden kann. Eine andere Sache ist es, wenn ihr es mit einem bereits entwickelten Bewusstsein zu tun habt, das einen Funken von außen erwartet, doch jeder gewaltsame Eingriff wird verurteilt. Dieses Prinzip muss sich in der Gemeinschaft behaupten, besonders deshalb, weil ihr die unbegrenzte Wirkung des Willens kennt. Wenn ihr wisst, dass nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch Gegenstände durch den Willen bewegt werden können, dann werdet ihr verstehen, dass eine Welle des Willens genau und umsichtig gelenkt werden muss.
Ihr wisst, dass das Bewegen von Gegenständen durch den Willen keine Übertreibung ist. Es ist keine Magie; eher würde ein Magnet euch die richtige Denkrichtung weisen. Auch Holundermark wird unter elektrischer Spannung einen anschaulichen Vergleich liefern.
Wir studieren besonders den Willen, der schärfer als ein Pfeil sein kann. Es ist unmöglich, sich vor diesen Pfeilen zu schützen. Man könnte einen Schild vorhalten, wenn man die genaue Richtung der Pfeile kennen würde. Doch wer kann diese Richtung wissen?!
161. Beachtet die Zeichen von seismographischen Kurven. Die Punkte liegen weder entlang dem Äquator noch entlang einem Meridian, sondern bilden ihre eigenen Kurven. Manchmal fällt eine verstärkte Tätigkeit von Beben und Verschiebung mit der Stärke der so genannten Sonnenflecken zusammen, die durch eine Spannung des Sonnensystems entstehen. Man braucht kein Prophet zu sein, um zu verstehen, dass die Gehirntätigkeit in diesen Zeiten einen eigenartigen Verlauf nimmt.
Auch bei der Verbreitung von sozialen Bestrebungen kann man Kurven wahrnehmen. Man sollte vorsichtig sein, um diese Folgeerscheinungen nicht zu unterbrechen. Ähnlich verhält es sich mit Spalten und Verschiebungen im Boden und den Bestrebungen der Völker.
Die Neue Welt muss die Empfindlichkeit des besten Seismographen offenbaren.
Wenn jemand den Fortschritt der Völker erschwert, gebührt ihm die Krone der Unwissenheit. Seine Handlung kann durch Unkenntnis der Gesetze nicht entschuldigt werden, und es ist ebenso unanständig für einen Führer, die Richtung nach rückwärts einzuschlagen. Niemand kann durch das Persönliche geführt werden, doch durch Vergleichen der Werte des Allgemeinwohls kann der schnellste Pfad gewählt werden. Man darf keine einzige Möglichkeit versäumen.
Es scheint, dass das Gesagte eine einfache, langweilige Wahrheit sei, doch niemand wendet sie an; der Tätigkeitsplan wird in einem dunklen Zimmer vorbereitet nicht im Wachtturm.
Beobachtungen sollen der Wirklichkeit entsprechen und nicht dem Wunsch angepasst werden.
162. Wer seine Hingabe an das Wirkliche und Echte beteuert, muss besonders das Erkennen der Wirklichkeit willkommen heißen. Kein heuchlerisches Gestammel vor der Methode einer anerkannten Autorität, sondern das Ringen und Glühen im Suchen nach Wirklichkeit. Wahrhaftig unaufhaltsam, wahrhaftig unabänderlich in solch feurigem Streben, wo weder ein hoher Berg noch ein kleiner Hügel den Raum verdeckt.
Bei den Flügen in die Höhe lernen wir die große Gabe der Geduld. Strahlende, schöpferische Geduld gleicht nicht dem dunklen Umhang der Widerstandslosigkeit dem Bösen gegenüber. Wie erfolglose Fischer sitzen die keinen Widerstand Leistenden gebeugt da. Ihr Einsatz von Garnlänge kann dem Tanz
der Elemente nicht Einhalt gebieten. Schöpferische Geduld bewahrt den Schlüsse! zur Neuen Welt; deshalb schafft Geduld eine Macht, die mit jeder Stunde der Wirklichkeit verstärkt wird.
Widerstandslosigkeit gleicht einem ausgeströmten Parfümfläschchen, schöpferische Geduld dagegen einem versiegelten alten Wein.
Achtet auf die angespannte schöpferische Tätigkeit bei jedem sozialen Aufbau. Jener Aufbau ist echt, der durch vielfältige schöpferische Tätigkeit beflügelt wird. Wird schöpferische Tätigkeit zur Last, so ist dies ein sicheres Zeichen für fehlerhaften Aufbau. Verhindert das Einnisten dieser Fehler. Ruft die Maurer, damit sie die Wände so lange verlegen, bis der Gesang wieder frei erklingt.
Eine alte Legende erzählt: "Aus einer fernen Welt kam ein Bote, um den Menschen Gleichheit, Brüderlichkeit und Freude zu bringen. Schon lange hatten die Menschen ihre Lieder vergessen und erstarrten in Hass.
Der Bote bannte die Finsternis und Bedrängnis, vertrieb Ansteckung und schuf freudvolle Arbeit. Der Hass verstummte, und das Schwert des Boten nahm den Platz an der Wand ein. Doch sie alle schwiegen und wussten kein Lied anzustimmen. Da rief der Bote die kleinen Kinder herbei, führte sie in den Wald und sagte zu ihnen: "Das sind eure Blumen, eure Bäche, eure Bäume. Niemand ist uns gefolgt. Ich will mich ausruhen, und ihr erfüllt euch mit Freude." Darauf wagten sie sich schüchtern in den Wald hinein. Schließlich kam der Kleinste zu einer Wiese
und sichtete einen Sonnenstrahl. Da ließ eine gelbe Goldammer ihren Ruf erschallen. Flüsternd folgte ihr der Kleine, und bald sang er freudvoll: "Das ist unsere Sonne!" Sogleich sammelten sich die Kinder auf der Wiese, und eine neue Hymne an das Licht erklang. Der Bote sagte: "Die Menschen haben wieder zu singen begonnen. Die Frist ist gekommen!"
163. Schöpferische Tätigkeit ist die Grundlage der Evolution. Wodurch kann man die Wirkungen der schöpferischen Kraft verstärken? Nur durch Fröhlichkeit. Freude ist eine besondere Weisheit, Fröhlichkeit eine besondere Technik. Die Steigerung der Lebhaftigkeit wird durch das Bewusstwerden der schöpferischen Tätigkeit der Elemente erweckt. Wahrlich, schöpferische Geduld und Fröhlichkeit sind die beiden Flügel des Arbeiters.
Wir billigen das gefühlsvolle Wort "Eingebung" nicht ganz. Wenn das Bewusstsein arbeitet, geht es nicht zur Eingebung auf Besuch wie ein Kellerbewohner zu seinem Wohltäter, um Gunst zu erflehen! Dann wird wieder mit der Einteilung in Werk- und Feiertage begonnen, und man wird wieder anfangen, Geburtstage zu feiern. Für Unsere Gemeinschaft gibt es nur einen endlosen Feiertag den der Arbeit, bei dem Fröhlichkeit als Wein der Freude dient.
Es ist unmöglich, sich nur mit Eingebung zufrieden zu geben. Man möge es erreichen, das Bewusstsein auf einer Stufe schöpferischer Geduld zu halten und zu singen wie die Vögel, für die Gesang ein Ausdruck des Seins ist, doch soll man die Vogelscheuchen, die den Gesang vereiteln, entfernen. Die Qualität des Gesanges gleicht der Qualität der Arbeit.
Es ist notwendig, fröhlich fortzuschreiten, wie in dem alten Vergleich von dem Pfeil im Fluge berichtet wird!
Erscheint es nicht seltsam, dass Ich so oft über Geduld, über Hindernisse, über Tatkraft, über das endlose Ringen spreche? Gerade zu verschiedenen Zeiten und von verschiedenen Seiten schmiede Ich den Panzer der Furchtlosigkeit. Denkt daran, dieses Stählen kann nicht in einer einzigen Stunde vollendet werden, das Schwert wird in verschiedenen Temperaturen gestählt. Auch Buddha bestätigte, dass man in der glücklichsten Stunde an das Unheil denken sollte, doch ohne die Freude zu trüben.
Denn gestählte Freude kennt keine Furcht. Freude ist eine besondere Weisheit.
164. Der Arzt sieht den Verlauf der Krankheit voraus, und ihr trefft die vorgeschriebenen Maßnahmen. Der Astronom sieht die Sonnenfinsternis voraus, und ihr verseht euch mit der erforderlichen Beleuchtung. Der Sozialpsychologe sieht den Lauf der Ereignisse voraus, und ihr, "ein Prophet!" rufend, versteckt euch vor Schreck in den dunkelsten Winkeln. Ihr tut dies natürlich unter dem Vorwand, die wissenschaftlichen Methoden zu bewahren, doch in Wirklichkeit hindern euch Heuchelei und Angst daran, zu überlegen, worin das größere, wahre Wissen liegt in der kurzsichtigen Meinung des Arztes, der nur nach äußerem Berühren urteilt, oder in der weitsichtigen Treffsicherheit des sozialen Propheten, in dem Erfahrung mit Unanfechtbarkeit vereint sind. Denkt an eure sozialen Propheten, die der Menschheit kommende Ereignisse
für Jahrhunderte voraussagten. Ihr nennt sie weder Mystiker noch Heuchler. Genau wie Wir, nennt ihr sie weitsichtige Psychologen. Mit dieser Auslegung werden Wir mit euch übereinstimmen und dabei bleiben. Bedenkt außerdem, dass das verpönte Wort "Prophet" für jemanden gilt, der etwas "voraussagt". Soziale Propheten sagten den Lauf der Ereignisse voraus, was besagt, dass dieser Begriff nicht weniger real ist, als Medizin und Astronomie.
"Mahatma" bezeichnet eine große Seele, welche die Erscheinungen der Neuen Welt in sich aufnimmt. Doch wir wollen nicht aufdringlich sein, diese Eigenschaft ist in der Gemeinschaft verpönt. Übereinstimmung erlangt man nicht durch Streit, sondern durch ein Flüstern in ein feinfühlendes Ohr. Zeigt dafür Verständnis, dass es ein feinfühliges Ohr gibt, für das sich Unbegrenztheit in die Grenzen menschlicher Möglichkeiten verwandelt. Jener hat Recht, der die Urteile seines Gegners vollständig verdecken kann, ohne den Anfang oder das Ende zu berühren. Dazu muss man aber wenn auch nur in kleinem Maßstab ein Prophet, oder richtiger, ein wirklich weitsichtiger Mensch sein.
165. Beim Aufbau der Gemeinschaften achtet darauf, dass sich unter einer Maske der Erfüllung der Gebote kein Eigennutz verbirgt. Unheilvollem Eigennutz folgt Vernichtung der schöpferischen Errungenschaften. Man kann sagen, dass sich dieser Wurm in der Unwissenheit der Menschheit zu sehr eingenistet hat. Um so notwendiger ist es dann, die Ursache seines Keimes zu kennen. Die schädlichste Ursache wird sein, Vorrecht zu dulden. Mit aller Kraft muss dieses üble Gespenst vernichtet werden.
Der Aufbau der Gemeinschaft sieht vor allem Gleichheit vor. Wenn ihr Ungleichheit in irgendeiner Form duldet, wird sofort das verheerende Vorrecht aufkommen. Ungleichheit schafft eine Wippe der größere Aufstieg des einen bewirkt einen noch größeren des anderen. Der einzige Weg, ein Schwanken der Pfeiler zu verhindern, ist die Erhaltung der Gleichheit.
Es könnten sich Zyniker finden, die sagen werden: "Lasst sie frei wippen, um so mehr Energie wird es im Raum geben." Dieser Bemerkung mangelt es nicht an Sinn, aber gerade das gemeinsame Werk erfordert sehr viel Sorgfalt, so dass man mit den Kräften richtig haushalten muss. Das wirtschaftlichste Prinzip ist Gleichheit, die Privileg und Eigennutz ausschaltet.
166. Die wahre Feuer-Blüte ist wirkliche Selbstlosigkeit, doch diese darf sich nicht allein in Taten offenbaren, sondern muss auch im Bewusstsein leben. Ein Benehmen gleich umherirrende Schatten ist eine ungenaue Widerspiegelung, und der Wirbel sich ändernder Formalitäten verhüllt den Sinn der Tat. Kann man über Benehmen urteilen, ohne Ursache und Wirkung zu kennen? Dann wird sich ein Erlöser als ein Schuldiger erweisen und ein Schenkender erscheint als ein Geizhals. Doch es ist nicht leicht, bewusst selbstlos zu sein die Individualität lässt sich nicht ausschalten. Die Bekehrung zur Selbstlosigkeit kann nur mit einem klaren Bewusstsein der Zukunft vor sich gehen, Selbstlosigkeit erwachst nicht aus Erfahrung der Vergangenheit; nur
ein wahres Erkennen der Zukunft befähigt, sich über die Grenzen des Möglichen ein inneres Urteil zu bilden. Wer immer in der Stille der Nacht denkt, dass ihn die Vergangenheit den Wert der Selbstlosigkeit lehrte, ist ein Gefangener.
In den Strahlen der Sonne sollte man eine Hymne an die Selbstlosigkeit singen, wie ein Vogel in seiner ihm eigenen Ausdrucksform, der den Tag kennt, an dem es bestimmt worden ist, zur Wanderung aufzubrechen. Der Begriff Wanderung hat für das Bewusstwerden der Selbstlosigkeit Bedeutung.
Die Zukunft kann als der Wechsel von Nacht in Tag verstanden werden. Die Schläfer werden verschlafen, doch die Gemeinschaft steht auf der Wacht. Unsere Wache betrachtet keine einzige Streife als unbedeutend.
167. Es ist oft gesagt worden: "Erholung kann nicht durch Schlaf, sondern durch Arbeitswechsel gefunden werden." Freilich, wenn jemand den Schlaf unterbricht, wird er schlechte Folgen zeitigen. Als erstes ist es notwendig, die Nervenzentren zu lehren, in Gruppen zu arbeiten. Man muss die Arbeit der Zentren aufteilen. Man muss es lernen, ganz ungleiche Gruppen zu vereinigen und dann rasch ihre Verbindungen zu wechseln. Ein Straßenmusikant, der auf mehreren Instrumenten gleichzeitig spielt, leistet so eine von den nützlichen Übungen. Mehreren Schreibern gleichzeitig zu diktieren, ist nützlich. Ein Verbinden von Lesen und Diktieren ist nützlich. Entgegengesetzte Armbewegungen sind nützlich. Atemanhalten und dabei denken ist nützlich. Man kann eine Menge
Willensübungen aufzählen, über die es treffend wäre, zu sagen: "Bienen schaffen ihre Bienenstöcke mit Geduld."
168. Seid vorsichtig im Aussprechen von Wünschen. Jeder kennt viele Gleichnisse und Märchen, welche die hässlichen Folgen unbekümmerter Wünsche beschreiben. Erinnert euch an den Raja, der sich ein herrliches Schloss wünschte und dieses auch erhielt; doch als er es betrat, dachte er an einen angreifenden Tiger; dieser erschien und riss ihn in Stücke. Die Symbole der Gleichnisse enthalten viel Wirklichkeit. Würden die Menschen die Macht des Willens erkennen, fänden viele Erscheinungen eine nützliche Erklärung. Wahrlich, keine zwingende Willensanspannung, sondern die dynamische Übereinstimmung der Zentren bewirkt die Erfüllung. Deshalb spaltet ein oft wiederholter Wunsch, wie ein stumpfes Schwert, nicht den Raum. Hingegen durchschlägt der Klang unerwarteter Übereinstimmung die dichteste Oberfläche.
Erzählungen über Zauberer, die tödliche Krankheiten aussandten, sind keine Erdichtungen, denn es handelt sich um keine Zauberei, sondern nur um Willensübung. Der schwächste Hypnotiseur kann einen zwingen, die Wirkung des Ertrinkens zu erleben. Er kann sogar den Befehl erteilen, zu einem bestimmten Termin zu sterben. Solche Fälle sind berichtet worden.
Nun stellt euch den Willen vor, der unter günstigen Bedingungen geschult worden ist, und es wird euch leicht fallen, zuzustimmen, dass das "tödliche Auge" des Ostens auf Wahrheit beruht.
Die Macht des Willens kann nicht bezweifelt werden, doch eine andere Sache ist es, über diese Macht im Leben zu verfügen. Wie können die Bedingungen gefunden und erkannt werden, unter denen ein Wunsch das durch unseren Willen identifizierte Wesen durchdringen kann? Es ist besonders notwendig, auf die Funken unseres Bewusstseins zu achten. Auch wenn ein Körper fast unsichtbar ist, leuchten die Gedankenblitze trotzdem auf, und auf der Spitze dieses Blitzes sind Leben und Tod.
Einst lebte ein gewisser Herrscher, der zu einigen Verbrechern sagte: "Ihr habt nur noch einen Tag zu leben", und als die Nacht kam, fand man sie tot auf. Die Verantwortung für solche Sendungen ist groß. Zu jeder Stunde senden wir Pfeile in alle Richtungen.
Seid vorsichtig im Aussprechen von Wünschen!
169. Bei Behandlung von Krankheiten durch einen Willensbefehl denkt daran, dass man nicht versuchen darf, ansteckende Krankheiten durch Suggestion zu überwinden. Ein üblicher Fehler ist, den Umfang der möglichen Wirkung nicht zu erkennen. Darüber hinaus kann die Behandlung ansteckender Krankheiten durch Suggestion nicht wieder gutzumachenden Schaden anrichten. Es ist besser, einen Hund, der den Eingang bewacht, nicht anzufassen; beginnt man ihn zu schlagen, wird sich seine Wut verzehnfachen. Ebenso verhält es sich mit Mikroben; sie können durch Strahlen oder durch die Widerstandskräfte des Organismus bekämpft werden, doch die Peitsche des Willens lässt viele Zentren erschlaffen, und das Feuer wird neue Gebiete verschlingen. Strahlen
unterbinden die Wurzeln der Infektion, aber der Wille führt sie zu neuer Tätigkeit.
Es ist wirklich schwer, eine Krankheit im Anfangsstadium zu erkennen; nur durch Untersuchung der Ausscheidungen und durch ein Strahlungsbild kann ein Befund ermittelt werden. Wenn die Ausscheidungen über die wirkliche Ursache manchmal irreführen, dann werden die Aufzeichnungen der Strahlung auf die Krankheitsursache hinweisen. Jede Besonderheit der Tätigkeit des Organismus äußert sich in der Farbe und im Merkmal der Aulzeichnung. In jedem Krankenhaus können Beobachtungen durchgeführt werden.
170. Wir sprachen über Bedingungen und über Unterschiede. Es erhebt sich natürlich die Frage, was gewöhnlich und was ungewöhnlich ist. Wir betrachten alles als gewöhnlich, in der Vorstellung eines Menschen mit niederem Bewusstsein ist vieles ungewöhnlich. Das Gewöhnliche und das Ungewöhnliche unterscheiden sich nur durch die Bewusstseinsstufe. Es ist richtiger, zu sagen: Aufgenommenes und Nichtaufgenommenes, Erkanntes und Nichterkanntes. Bei Uns wird das Ungewöhnliche anders verstanden. Jeder Bewusstseinstyp hat seine gewöhnliche Gruppierung der Zentren, genauso wie man mathematische und philosophische Denktypen unterscheidet. Aus diesen Bewusstseinskreisen ragt oft eine Zentrengruppierung hervor, die keinem dieser Typen eigen ist. Diese Bewusstseinszweige sind wahrlich ungewöhnlich; sie geben nämlich ihrem Besitzer viele Möglichkeiten, doch wenig irdisches Glück. Und selten kann der Besitzer selbst die Symptome dieser Bewusstseinszweige
aufzeigen. Dieser ungewöhnliche Charakterzug versinkt in der Bewusstseinsroutine. Auch ein erfahrener Psychologe wird diese unverhofften Blüten nur mit Mühe finden.
Während Krankheiten durch die Ausstrahlung deutlich wiedergegeben werden, formulieren sich die ungewöhnlichen Bewusstseinszweige nur mit Schwierigkeit. Allerdings, Ausstrahlungen geben das vollständige Bild des Menschen wieder, doch psychisch Unerkanntes gibt einen schwer festzustellenden, schwankenden Umriss. Hier befindet sich für eine gewisse Bewusstseinsgruppe der Bereich des Ungewöhnlichen, und solche Blüten zwischen Steinen sind besonders wertvoll.
Denkt über Psychose nach, denkt über Verbrechen nach, denkt über Unausgeglichenheit nach!
171. Manchem mag es scheinen, dass vieles, was hier gesagt wurde, allgemein bekannt ist. Man muss Begriffe verschiedener Ordnung bestätigen, nur auf diese Weise kommt es zu Assimilierung im Bewusstsein. Man stelle sich zwei Gesprächspartner der ungefähr gleichen Bewusstseinsstufe vor, die einander trotzdem nicht verstehen. Vielleicht fehlen in ihrem Bewusstsein nur einige kleine Glieder, doch dieser kleine Unterschied veranlasst die Zahnräder des Denkens, sich verschiedentlich zu drehen, so dass sich gänzlich verschiedene Hebel in Bewegung setzen. Doch eine Angelegenheit vollkommen zu besprechen, wird niemandem schaden. Schließlich sprechen Wir keine Offenbarung aus, noch predigen Wir. Wir besprechen einfach die Bedingungen, unter denen das Bewusstsein vereinte Arbeit aufnehmen kann. Auf diese Weise
treten verschiedene Einzelheiten in das Blickfeld, über die von manchem bereits nachgedacht wurde und die für die Verstärkung der Kette in ihrem Stadium des gegenwärtigen Augenblickes bestätigt werden müssen!
Wahrlich, es ist notwendig, die Kette des Denkens zu reinigen. Für den erfolgreichen Fortschritt der Zusammenarbeit sollte die ganze Sorgfalt aufgeboten werden. Freilich, im gemeinschaftlichen Bewusstsein gibt es keine Beleidigung, doch durch unzeitgemäße Gedankenformulierung kann man seinen Gesprächspartner erregen und dem Werk dadurch schaden; deshalb wachen Wir über die stufenweise Bewusstseinserweiterung. Es ist nicht Unsere Aufgabe, den Umfang des Bewusstseins einfach aufzublähen. Nur organische Entwicklung und Verschiedenheit der Einnahme bestimmen das wirkliche Fassungsvermögen der Schatzkammer.
Am Flussufer sitzend vergegenwärtigt euch Unsere Unterhaltungen und denkt darüber nach. Keine einzige Welle kann wiederholt werden, doch dem Auge erscheinen sie alle gleich.
Bewahrt den Einklang der Zusammenarbeit.
172. Jemand mag Bedenken hegen, wie die Aufnahme in das Bewusstsein mit dem als Streitgespräch bekannten Gedankenaustausch zu vereinbaren sei. Ist ein Streitgespräch denn notwendig? Wird ein Streitgespräch nicht ein Ausdruck der Verschiedenheit sein? Bei Uns gibt es kein Streitgespräch als solches: es äußert sich in einer gegenseitigen Bereicherung der Bewusstseine. Gerade eine sich hinziehende Aufnahme gestattet es, Widersprüche in eine Bereicherung des Wissensschatzes umzuwandeln. Widersprüche sind gewöhnlich nur verschiedene Aspekte ein
und derselben Erscheinung. Gewiss, wenn Widersprüche der Unwissenheit entspringen, dann verwandelt sich das Streitgespräch in eine Abfallgrube.
Möge das Bewusstsein das Denkgewölbe erleuchten, und lächerliche Streitgespräche werden sich in vernünftige Nutzen und Freude bringende Aussprachen verwandeln.
173. Man kann die Beobachtung machen, dass bestimmte Menschen den Erfolg gleichsam mit sich tragen. Der Aberglaube bezeichnet sie als die Glücklichen. Die Wissenschaft misst ihren Erfolg der Willensstärke bei. Wir fügen hinzu, dass diese Menschen gewöhnlich über ein anpassungsfähiges Bewusstsein verfügen. Sie werden zu Vertretern der Gemeinschaft und ziehen eine von vielen Mitarbeitern verstärkte Energie an, ohne dass diese im gegebenen Augenblick eine Abgabe von Energie vermuten. Es ist auch gar nicht nötig, dass die ganze Gemeinschaft sich kennt. Über ein Übergabenetz wird eine Energiewelle sofort übermittelt; deshalb ist das Vorhandensein der internationalen Gemeinschaft für Tätigkeiten notwendig. Daher ist eine Welle des Internationalismus notwendig, weil die Verschiedenheit der Dynamik dann größere Anspannung hervorrufen wird.
In Unserer Gemeinschaft findet man viele Nationalitäten und verschiedene Spezialgebiete, dies ist für die Verdichtung der Willenswellen nützlich. Man kann das ganze Potential der Individualität bewahren und die Bewusstseine harmonisch abstimmen. Wir sind gegen
ausschließliche Spezialisierung; beim besten Aufbau eines Kollektivs nimmt diese Bedingung ihren Platz.
Vor nicht langer Zeit habt ihr euch über die Bedeutung der Strahlen bei der drahtlosen Übertragung unterhalten. Strahlen tragen zur Vereinigung des Kollektivs auf weite Entfernungen bei. Gerade jene Strahlen, die bis vor kurzem abgelehnt wurden, weben tatsächlich eine neue Decke für den Planeten. Die Strahlen haben einen Vorzug gegenüber anderen Wellen, weil sie leichter durchdringen, ohne die Schwerkraft und die Atmosphäre zu stören. Der Ton hat die Aufmerksamkeit der Menschheit natürlich früher auf sich gezogen. Licht und Farbe haben seltener zur Erforschung verleitet, doch da der Ton nur eine Widerspiegelung des Lichtes darstellt, wird sich die vertiefte Erkenntnis der Bedeutung von Licht und höchster Energie der lichttragenden Materie zuwenden. "Materia Lucida" hat die besten Geister angezogen; obgleich sie noch keine Verwendung für sie fanden, haben sie die Anerkennung ihrer Bedeutung für die bevorstehende Evolution als unerlässlich betrachtet.
Strahlen und Lichtwellen bringen die Lösung für die nächste Evolution.
174. Exteriorisation der Empfindlichkeit war schon lange bekannt. Sie wurde entweder mechanisch oder durch Willensbefehl erlangt und diente als hartnäckigster Vorwand für Verbrennung auf dem Scheiterhaufen. Auch die heutigen Inquisitoren betreiben im Untergrund ein kühnes Suchen und hoffen, einen Zipfel von Schwarzkunst zu finden.
Besorgt spürten große Geister die Errungenschaften des Wissens. Ein Mitglied der Gemeinschaft muss für alle neuen Möglichkeiten zugänglich sein.
Wenn das Prinzip einer Manifestation gefunden wurde, hängen seine Ausmaße von der Technik ab. So kann Übertragung von Empfindsamkeit die verschiedensten Ausmaße annehmen. Sagen wir, an einem bestimmten Ort muss eine neue Gemeinschaft gegründet werden. Der Ort mag alle erforderlichen Anzeichen bieten, doch umgebende Bedingungen könnten zeitweilig eine ernste Gefahr darstellen. Dann suchen wir einen neuen Ort und übertragen dahin die Möglichkeiten des ersten. In unserem Bewusstsein haben wir uns von den Möglichkeiten des ersten Ortes nicht gelöst, wir erfahren die Wirkung der ersten Entscheidung, indem wir die Fundamente für den künftigen Aufbau legen. Ob sich etwas am fünfzigsten Breitengrad oder zwanzig Grade weiter Südlich befinden soll, ist unwesentlich, wichtig ist, die Erleuchtung der Aufbauwilligkeit zu bewahren.
Das Märchen von einer unsichtbaren Stadt mit dem Glockengeläute erinnert an den Menschen, der eine wichtige Empfindung, als eine Folge einer Übertragung von Feinfühligkeit, nicht wahrnahm. Vielleicht ist Mein Beispiel für euch noch nicht klar, doch das Prinzip der Übertragung von Feinfühligkeit kann sich auf ganze Nationen ausdehnen. Durch dieses Prinzip vermag man vielen Gefahren auszuweichen. Wenn man zugeben würde, dass der menschliche Organismus ein sehr mächtiges psychisches Instrument ist, dann wäre es unmöglich, die gleiche Macht
dem physischen Apparat beizumessen. Der physische Apparat untersteht jener höheren Energie, die wir psychischen Aufbau nennen. Diese Energie kann qualitativ nur mit dem Licht verglichen werden.
Wir haben gerade von der Macht der Strahlen und über deren neue Anwendung gesprochen; dabei kann man die Möglichkeiten des menschlichen Organismus nicht außer Acht lassen. Wie können wir die fernen Welten erforschen, wenn wir unseren eigenen Funktionen keine Aufmerksamkeit schenken? Mit Schwierigkeit entdeckt ihr Strahlen, doch studiert ihr deren Wirkung auf das Gehirn und auf andere Zentren?
175. Ihr kennt viele Versuche im Gedankenlesen. Saget den Menschen im Westen, dass sie keine Vorstellung davon haben, wie charakteristisch diese psychologische Fähigkeit für den Osten ist. Aus Unwissenheit leugnet man sie im Westen und spricht sogar von Aberglauben. Da aber der Gedanke eine organische Schöpfung ist, kann er auch enthüllt werden. Sogar dürftige physikalische Apparate können die Gedankenspannung aufnehmen. Auch das Thermometer und elektrische Apparate reagieren auf die Einwirkung des Gedankens. Der Gedanke verändert sogar die Körpertemperatur. Derart dominiert der psychische Apparat über den physischen, dass es sogar richtig ist, den psychischen Apparat als einen Teil des physischen zu bezeichnen.
Es gibt einen Apparat, der den Gedankenstrom aufzeichnet; dieser Strom bewirkt auch die Ausstrahlung und
kann durch die Vergleichsmethode detailliert werden. Dieses System findet die Gunst der westlichen Denkweise.
Es gibt wenige Versuche, die Mechanik mit dem Psychischen zu verbinden, ihr wisst indes, wie eine wissenschaftliche Einstellung dem Seelischen gegenüber alles Seiende erleichtert und umwandelt.
Ich habe gesagt, dass die Gemeinschaft ohne Techniken unmöglich ist; in diesem Begriff ist beides enthalten, physikalische und psychische Technik, da andernfalls die Mitglieder der Gemeinschaft bald mechanischen Spielzeugen gleichen würden.
Ich wiederhole, dass es unaufschiebbar ist, die Aufmerksamkeit den Möglichkeiten der psychischen Apparate zuzuwenden.
176. Psychomechanik wird eine richtige Begriffsbestimmung für die Anwendung der psychischen Energie sein. Bei der Fabrikarbeit kann man interessante Erfahrungen machen. Jeder erfahrene Arbeiter weiß, dass Maschinen eine Ruhezeit benötigen. Es ist schwer, diese Erscheinung näher zu erklären, sie ist aber auch denen durchaus bekannt, die von Psychomechanik keine Vorstellung haben.
Wir hatten Gelegenheit, Versuche in Textilfabriken durchzuführen, wo es Hunderte von Webstühlen und einige Hunderte von mehr oder weniger erfahrenen Arbeitern gab. Die Webstühle verlangten ohne Rücksicht auf die üblichen Arbeitspausen und die Erfahrungen der Weber ihre eigene Ruhezeit. Die Weber wurden einem psychischen Test unterzogen, und es stellte sich dabei klar heraus, dass alle Maschinen, die von Arbeitern bedient wurden, die im Besitz von psychischer Energie waren, weniger Ruhezeit benötigten. Es war, als ob diesen Webstühlen ein lebendiger Strom übertragen worden wäre,
der ihre Lebensfähigkeit verlängerte. Dieses lebendige Zusammenwirken von Arbeiter und Maschine muss in den Arbeitsgemeinschatten verwirklicht werden, doch ist diese vorteilhafte Bedingung nur durch das Studium der Psychomechanik zu erreichen.
Es ist die Aufgabe der Regierungen, die produktivsten Bedingungen zu schaffen, indem die nötigen Maßnahmen ergriffen und Wissenschaftler herangezogen werden, um das Leben der Arbeitsgemeinschaft bis zur Anonymität zu erleichtern.
Wir wissen, dass manchmal das Symbol einer individuellen Persönlichkeit für Völker wichtig erscheint, doch trotzdem bleibt Anonymität das Ideal wahrer Evolution. Dies ist eine der Bedingungen der Erkenntnis der Kurzfristigkeit des irdischen Daseins und sie ist der beste Weg für erfolgreiche Zusammenarbeit. Der Gegenpol der Anonymität ist die Selbsternennung der Könige im Altertum, die heute niemandem mehr bekannt ist. Diese Selbsternennungen rufen nicht mehr als ein Lächeln hervor und haben meistens mit Vorhaben in Bezug auf das Allgemeinwohl nichts gemeinsam. Um einen solchen Gegenpol zu vermeiden, wird die Gemeinschaft natürlich nach Anonymität streben. Doch ohne Psychomechanik wird Anonymität hässlich sein. Nur der kann anonym werden, der seinen Platz inmitten von Erscheinungen und Gegenständen errichtete. Der kann sein "Ich" aufgeben, der sich des Raumes bewusst geworden ist. So können die Gemeinschaften sich der Unzerstörbarkeit nähern.
Gemeinschaftsmotten schätzen Wir nicht. Vergesst nicht, dass Trunksucht der Feind der Psychomechanik ist. Denket nicht, dass Psychomechanik nur für Auserwählte sei, sie ist das Gut eines vernünftigen Kollektivs und wird in allen täglichen Erscheinungen erprobt.
177. Ist es möglich, Psychotechnik ohne einen Lehrer zu erwerben? Es ist unmöglich. Diese Technik ist von gefährlichen Vorgängen begleitet. Sendet ihr eure Kinder ohne einen Führer in ein physikalisches Laboratorium?
Wie kann man den Lehrer finden? Vergessen wir nicht, dass die Gesetze des Willens die Eigenschaft besitzen, die Aufmerksamkeit dessen zu erregen, dem der Ruf gilt. Es besteht keine Notwendigkeit, den Lehrer in einem Nachbarhaus zu entdecken; man kann auf Entfernung führen. Es gibt aber Augenblicke, wo eine erfahrungsgemäße Warnung unerlässlich ist.
Eine Reihe psychischer Erscheinungen ist mit atmosphärischen und astrochemischen Ereignissen eng verbunden. Es gibt unsichtbare, doch fühlbar tödlich magnetische Stürme. Der physische Führer wird nützlichen Rat erteilen, wie man der in jedem Metall enthaltenen Gefahr ausweichen kann. Es gibt psychische Stürme, wo die Hand des Lehrers sich als unerlässlich erweist.
Ihr wisst, dass physische Erscheinungen auf große Menschengruppen wirken. Das kann nicht als Wahnsinn bezeichnet werden, sondern ist eine besondere Erscheinung der kollektiven Einheit. Man mag sich die Wirkung
unterirdischer Gase und die des Staubes atmosphärischer Körper vorstellen. Manche lähmen die psychischen Tätigkeiten, doch andererseits gibt es Erreger, die den Steuermann zwingen, unaufschiebbare Maßnahmen zu ergreifen. Wenn Wir über die Möglichkeiten der Psychotechnik sprechen, wollen Wir niemandem seine Apparate zerstören. Wir, als Mitglieder der Gemeinschaft, verfolgen die Aufgabe der wahren Wirtschaftlichkeit, und jeder psychische Apparat muss geschützt werden. Sorgfalt erscheint um so mehr geboten, als das Potential der psychischen Energie oft nicht mit dem Intellekt zusammenfällt und es daher notwendig erscheint, die Qualität der psychischen Möglichkeit zu bestimmen. Die psychische Energie in eine ihr fremde Richtung zu Zwingen, wird einer der gefährlichsten Aspekte der Vergewaltigung sein.
Ablagerungen von lichttragender Materie und astrochemischen Strahlen vermitteln der psychischen Energie eine ungewöhnliche Feinfühligkeit und sättigen sie periodisch mit Strahlen. Gewiss, die Qualität des Bewusstseins wird der bestimmende Faktor sein; lasst uns deshalb mit der psychischen Energie behutsam umgehen.
178. Wir wollen an die in der Gemeinschaft völlig unzulässigen Eigenschaften erinnern: Unwissenheit, Angst, Lüge, Heuchelei, Eigennutz, widerrechtliche Aneignung, Trunksucht, Rauchen und Unzüchtigkeit. Jemand könnte sagen: "Wollt ihr Engel sammeln?" Dann wollen Wir fragen: "Sind etwa alle auf eurer Erde Lügner oder Trunkenbolde? Wir kennen viele Mutige und Aufrichtige." Wieder wird man sagen:
"Die Anforderungen sind zu hoch." Wir werden antworten: "Kann es sein, dass es bei euch nur Schandmäuler und Eigennützige gibt? All diese Anforderungen fürchtet nur der Spießbürger, der seinen Reichtum unter seiner Schwelle versteckt. Im Himalaja fanden Wir bereits vor langer Zeit Menschen, für welche die genannten Bedingungen kein Schreckbild darstellten."
Ich rate, die Mitglieder der Gemeinschaft zu beobachten. Wenn jemand alle Bedingungen nicht fassen kann, so möge er aller Möglichkeiten der Zusammenarbeit beraubt sein. Er möge sich benehmen wie ein Tier, bis er sich zum Menschentum hingezogen fühlt.
Solange das Bewusstsein die Gemeinschaft nicht angenommen hat, scheint das Geringste unüberwindlich. Man kann jede Schwäche überwinden, wenn die Aufgabe der Zukunft klar ist. Fühlt euch mit der Zukunft verbunden, und die Angst der Gegenwart wird schwinden. Fasst das Gesagte nicht als eine gewichtige Redensart auf. sondern schleift eure steinernen Herzen ab, Maurer. Denn nach dem Herzen versteinert das Gehirn.
Kann man daran zweifeln, dass ihr eure Mängel besiegen wollt? Für den Anfang lügt nicht, fürchtet euch nicht und lernt jeden Tag. Es ist nicht notwendig, dies den Mitgliedern der Gemeinschaft zu wiederholen, doch es kann auch Pseudomitglieder geben, und diese müssen, als wären sie mit Syphilis angesteckt, isoliert werden.
Ich wünschte, dass Meine Ratschläge die Schulen erreichten. Ich wünschte,
dass Kinder sich der Freunde erinnerten, die sich der Gemeinschaft der Welt widmeten.
179. Stellen wir uns vor, ihr seht einen Menschen, der Böses tut, jedoch noch einen Funken psychischer Energie besitzt. Ihr werdet natürlich beginnen, mit ihm über die besseren Eigenschaften des sich in Entwicklung befindlichen Menschen zu sprechen. Euer Gesprächspartner wird, wie es meistens geschieht, augenblicklich mit euch übereinstimmen, ohne zu bedenken, dass dies ihn selbst betrifft. Es wäre unnütz, ihm zu sagen, dass er schlecht handle, doch man könnte sagen, dass seine Handlungsweise nicht der Richtung der Evolution entspricht. Es ist keine Sache des Guten oder Bösen, es geht darum, dass sein Betragen nicht zielstrebig und daher nicht nützlich ist. Wenn euer Gesprächspartner vorgibt, ein Mitglied der Gemeinschaft zu sein, wird die Unterhaltung einfacher. Denn dann könnt ihr als Anhänger der Gemeinschaft fordern, die Grundlagen der Evolution zu wahren. Sogar für Schweinezucht sind bestimmte Lebensbedingungen erforderlich. Wie kann dann ein Mensch, der sich für Heldentat des sozialen Lebens entschloss, in seinen früheren groben Gewohnheiten verharren? Wie können Lüge oder Feigheit unter der Maske der Zusammenarbeit leben?
Am wenigsten von allem interessiert Uns wörtliche Beteuerung. Für Uns sind der Bewusstseinszustand und die Tat von Bedeutung. Wie Ärzte die inneren Empfindungen und die Schwankungen des Zustandes des Patienten beobachten und seinen Launen keine Aufmerksamkeit schenken, so beachten Wir keine wörtlichen Versicherungen, sondern wiegen die Eigenschaft der Tat.
Von Uns werden alte Prüfungsmethoden angewandt. Die Prüfung dauert lange und kommt unverhofft. Erinnert ihr euch der Übungen Buddhas mit seinen Schülern in Bezug auf das Unerwartete?
Könnte Unerwartetes Angst oder Lüge prüfen? Gerade das Unerwartete. Notwendigkeit wird nicht der entscheidende Faktor sein. Ein Dieb scheint vor dem Richter ein Muster von Ehrlichkeit zu sein. Seht ihn euch aber nicht vor dem Richter, sondern in einem dunklen Gasschen an! Verschmäht Prüfungen nicht, denn die Lösung der Heldentat des Lebens muss wie Stahl durch das Feuer erprobt werden. Jene, die Worten trauen, sind entweder unerfahren oder nicht standhaft. Erfahrung kann nur durch unveränderliches Streben in Unanfechtbarkeit übergehen.
Versteht ihr zu streben?
180. Ob ich vorwärts eile oder unbeweglich bin, dennoch strebe ich. Ob ich lerne oder Wissen abgebe, dennoch strebe ich. Ob allein oder in einer Menge, dennoch strebe ich.
Wie kann man Streben verstärken? Wo liegen seine Wurzeln und Bedingungen? Über die Qualität der Arbeit und Tat habt ihr bereits gehört. Die Bedingungen sind: völlige Überlastung und das Bewusstwerden der Ungewissheit des Lebens. Überbürdung versetzt den Körper in Richtung Spannung. Das Bewusstsein der Gefahr zu jeder Stunde des Lebens wird Feinfühligkeit und das Wissen der Unabänderlichkeit verleihen.
Wenn sich ein Splitter im Auge in einen Balken verwandelt, so ruft im Raum eine Feder aus dem Flügel eines Vogels
Donner in den fernen Welten hervor. Wie soll man sonst dem westlichen Verstand die Empfindsamkeit des kosmischen Apparates erklären? Wie soll man klarmachen, dass gewaltsame Explosionen verheerender sind als die Zerstörung eines Himmelskörpers, denn die Zerstörung eines Himmelskörpers geht in Übereinstimmung mit allen umgebenden Bedingungen vor sich. Ihr selbst werdet eine Fabrik nicht über einer gefährlichen Höhle aufstellen, sondern einen besseren Platz wählen und Wir sprechen ebenfalls über die besten Bedingungen.
Man kann eine Symphonie von Explosionen schaffen, und man kann Harmonien von Maschinen schaffen. Sogar Schwerhörige merken, dass sie manchmal eine leise Stimme besser hören als einen Schrei, was bedeutet, dass die Qualität und nicht allein die Anspannung wichtig ist. Tatsächlich, die Qualität jeder Tat bürdet eine große Verantwortung auf und ist voller Gefahr von nicht wieder gutzumachendem Schaden.
Man sollte sich an den Rand des Abgrundes in vollem Bewusstsein der umgebenden Tiefen gewöhnen und sollte sich nicht fürchten, unter Überlastung zu wirken. So tragen erfahrene Lastträger ihre Lasten singend den Berg hinan. Dieser mit mühsamer Arbeit umspülte Gesang wird den Raum nicht stören.
Wir haben eure Theater besucht und erachteten ihr Bestreben von geringer Notwendigkeit. Gesang, Farbe und Ton dürfen nicht in künstlichen Treibhäusern eingesperrt werden. Diese Werte müssen das Leben begleiten, das Volk mit liebkosender Schönheit anonym umgeben.
Der große Künstler Asvaghosha13 bevorzugte den Basar und den öffentlichen Platz, um den Weg zum Herzen des Volkes zu finden. Schönheit lehrt Streben.
Ihr kennt und versteht den erhabenen Begriff "Avatar"14, doch um ihn zu erreichen, ist es notwendig, "Avakara" zu werden der feurig Bestrebte.
181. Wahrlich, wahrlich, wahrlich Pünktlichkeit in der Zeit muss beachtet werden. Betrachten wir dies nicht nur vom Standpunkt prinzipieller Ehrlichkeit, sondern auch von jenem der Nützlichkeit. Wer einen bestimmten Termin festlegt, sendet einen räumlichen Befehl aus; wer diesem Termin zustimmt, schließt den Stromkreis. Ein Strom von Willensenergie festigt eine scheinbar astrale Form des Entschlusses. Dieser Brücke nähern sich Boote, beladen mit Möglichkeiten, die den ursprünglichen Vorschlag festigen und ergänzen. Man kann sich leicht vorstellen, was geschieht, wenn eine Seite der Brücke verschwindet. Räumliche Termine sind viel genauer als der Mechanismus eurer Uhren; herrliche Möglichkeiten können sich wie Sand zerstreuen und gehen unwiederholbar verloren.
Denkt darüber nach, welche Aufgabe es für Statiker wäre, über den Erfolg rechtzeitiger Entscheidung und den Misserfolg durch Verspätung einen Vergleich anzustellen. Offenbar würde man lehrreiche Ergebnisse erhalten, und mancher würde die Unwissenheit über die Verspätung bereuen. Wahrlich, sehr viele Menschen leben wie Ferkel, die kostbare Blüten verschlingen. Man kann nicht anders,
als den Raum vor ihrer sinnlosen Unwissenheit zu schützen. Könnten sie einen Blick in den von ihnen verunstalteten Raum werfen, würden sie selbst sagen; "Verbietet diese Beschmutzung!"
Hütet die Reinheit des Raumes! Seid für die Entsprechung verantwortlich! Ihr dürft fremde Leitungen nicht anzünden! So viele schöne "heilige Gefäße" sind durch Sorglosigkeit verloren gegangen! Auch ihr selbst werdet den Raum mit Wehklagen erschüttern, wenn es bereits nicht mehr gutzumachen sein wird. Hingegen gab es eine Stunde, wo eine einzige Geste euch das Nötige und Gewünschte bewahrt hätte.
Lehrt jedes Kind die Bedeutung von Terminen begreifen, andernfalls wird eine weitere Generation von Schwächlingen und Rückgratlosen einander verschlingen.
In der Gemeinschaft wird Genauigkeit der Termine als eine Grundlage aufgestellt.
182. Wahrlich, wahrlich, wahrlich, die Leute müssen sich an untersuchten Plätzen ansiedeln. Selbst ein Bär wählt seine Höhle mit Sorgfalt aus. Pflanzen werden günstige Möglichkeiten aufzeigen. Beachtet, wo Zedern und Kiefern, Heidekraut und Eiche, Gras und Blumen eine lebhafte Färbung aufweisen. Natürliche Elektrifizierung eines Platzes ist nötig. Nadelhölzer mit großen, langen Nadeln sind die besten Elektrizitätsspeicher. Höhen von über 11.000 Fuß15, bar des Pflanzenwuches, weisen nützliches Prana auf.
183. Womit kann Unsere Gemeinschaft eher verglichen werden mit einem Chor von Psalmensängern oder mit einem bewaffneten Lager? Eher mit letzterem. Man kann sich vorstellen, dass sie den Regeln einer militärischen Organisation und Führerschaft entsprechen muss. Kann man die Pfade des Fortschrittes der Gemeinschaft ohne Rückschlag und Angriff errichten? Kann man eine Festung durch Angriff einnehmen, ohne ihre Lage zu kennen? Die Bedingungen von Verteidigung und Angriff müssen abgewogen werden. Erfahrenes Wissen und strenge Wachsamkeit sind nötig. Wer die Gemeinschaft als ein Bethaus betrachtet, irrt. Wer die Gemeinschaft eine Werkstätte nennt, irrt. Wer die Gemeinschaft als ein vornehmes Laboratorium betrachtet, irrt. Die Gemeinschaft ist eine hundertäugige Wache. Die Gemeinschaft ist der Orkan des Boten. Die Gemeinschaft ist das Banner des Eroberers. In der Stunde, in der das Banner eingezogen wird, untergräbt der Feind bereits das Fundament der Türme. Wo ist denn euer Laboratorium? Wo ist eure Arbeit und Mühe? Wahrlich, eine versäumte Streife öffnet zehn Tore. Nur Wachsamkeit wird den Wall für die Gemeinschaft bilden.
Sieg ist nur eine Pflicht. Verstärkung der Kräfte ist bloß eine Manifestation eines neuen Wirbels. Erkenntnis von Macht ist nur eine Prüfung. Herausforderung ist nur Leichtfertigkeit. Wie eine Meereswelle schreitet die Gemeinschaft voran. Wie das Grollen eines Erdbebens ertönt die Lehre der Unanfechtbarkeit.
Lasst uns vor Sonnenaufgang in unermüdlicher Wachsamkeit vorwärts schreiten.
184. Oft fragen Gemeinschaftsmitglieder, woher die Anfälle von Seelenschmerz kommen, die sie manchmal verspüren? Man muss wissen, dass es ohne diese Krämpfe des Seelenschmerzes keinen Fortschritt geben kann. Nach Überqueren eines Abgrundes verspürt ihr eine Schwächung der Beinmuskeln. Bei der Erweiterung des Bewusstseins überquert ihr viele unsichtbare Abgründe. Durch das Wachsen der Knotenpunkte des Bewusstseins entstehen Sprünge, und psychische Krämpfe ziehen die Nervenzentren zusammen. Wegen dieser Krämpfe sollte man sich nicht ängstigen, eine kurze Ruhe wird dieses Zusammenziehen wieder in Ordnung bringen. Das Wachsen des Bewusstseins ist schwerer zu verfolgen als das Wachsen eines Haares. Das Bewusstsein erobert und rottet aus. Der Brand überquerter Brücken enthüllt die fortschreitenden Sichtposten nicht, doch er lässt die einzige Möglichkeit zum Vorstoß offen. Es ist nicht nur wertvoll, vorwärtszustreben, sondern auch, den Schutt hinter sich zu vernichten. Gerade jetzt könnt ihr wahrnehmen, wie die meisten Menschen hätten fortschreiten können, doch sie klammern sich an jahrhundertealten Unrat. Hütet Meine beiden Zeichen das Zeichen des Dienens und das Zeichen der Gemeinschaft. Das eine bedeutet ein Lösen vom Alten, das andere Evolution.
Man kann Streben entdecken verschließt die Tür nicht!
Wenn ihr Bücher schreibt, beachtet, dass jedes vollständig und unabhängig von den anderen ist. So beachtet auch in der Tat, dass jedes Mitglied individuell den Ausdruck der ganzen Gruppe darstellen kann.
185. Es ist eine schwere Frage, was als eine Manifestation des Werkes anzusehen ist. Wir wissen, dass die Antwort in der Qualität und nicht
im Umfang und in der Menge liegt. Doch neue Menschen sehen oft die Qualität nicht, bei ihnen überschattet das Zeichen des äußeren Umfangs das Wesen. Aus Leichtsinn beschäftigen sie sich mit Seifenblasen und halten dann den Regenbogen der Zersetzung für das Licht der Erleuchtung. Sogar ziemlich erfahrene Geister beschäftigen sich mit mechanischen Berechnungen anstatt mit der Gegenüberstellung des Wesens. Wie kann man ihnen sagen, dass nur Qualität sie erleuchten und festigen wird?
Unterscheidet große Werke von Leichnamen!
186. Jede Gemeinschaft bedarf der Verteidigungsmittel. Wir sind keine gewaltsamen Eroberer, aber dennoch registrieren Wir Unsere Feinde und täuschen Uns nicht in ihrer Zahl. Strahlen, Gase und Luftüberwachung werden die besten äußeren Maßnahmen sein, doch die wirksamsten Mittel werden die Produkte der psychischen Energie sein. Keineswegs wollen Wir ein Schauspiel schutzloser Schäflein bieten! Reales Wissen ist immer zu einer Antwort bereit! Wir sind nicht daran interessiert, jemanden zu schrecken, doch Wir müssen die Warnung erteilen: "Hüte dich. Unwissender!"
Jetzt ist die Zeit, allen, die in Gemeinschaft vereinigt sind, zuzuflüstern: "Seid euch eurer psychischen Befehle bewusst." Es gibt Fälle und wird sie geben, wo ihr in vollem Bewusstsein die Verantwortung für einen entscheidenden Befehl auf euch nehmen könnt. Doch verstärkt in dieser Zeit die volle Scharfsicht, um den Umkreis eurer Zielscheibe klar
wahrzunehmen. Die hässlichste Folge wird ein fehlgelenkter Befehl zeitigen. Unterwegs wird man mit den unerwartetsten Manifestationen in Berührung kommen, und wer kann die Folgen eines unvernünftigen Pfeils prüfen? Vor langer Zeit sagte Ich dem Feind: "Ich will in meinem Schild alle deine Pfeile aufnehmen, doch Ich werde dir nur einen senden." In diesen Worten ist Unser ganzer Rat enthalten.
Jedes Mitglied der Gemeinschaft muss die Technik des Kampfes kennen, und besonders wichtig erscheint es, Pseudomitglieder zu erkennen und sie hinter die Mauer zu treiben. Weder Länge des Bartes noch Zählen von Ketten, noch Lahmheit, noch Versicherungen, noch zufällige Anzeichen sind als Beweis von Wert. Nur ein gesammeltes Bewusstsein, das in seiner täglichen Wachsamkeit klar und im Schlaf aufrichtig ist, kann das Gesicht der wahren Sehnsucht darstellen. Häufig ist Schlaf aufrichtiger als Wachsamkeit. Jede Aufrichtigkeit hat das Recht, gewappnet zu sein; und ein unveränderlicher Befehl gebiert und vernichtet.
187. Wie fühlt man sich am meisten geschützt? Nur durch Herstellung der engsten Verbindung mit dem Lehrer. Nur wirksame Zusammenarbeit und Ehrfurcht bergen die beste Möglichkeit, durch die gefährlichen Sphären hindurchzukommen. Die Verbindung mit dem Lehrer ist ein lebendiges Eindringen in die Zukunft.
Es gibt irdische Vorfahren und kosmische Vorfahren; manchmal fallen diese Begriffe zusammen, doch wegen Unvollkommenheit
werden sie oft getrennt. So gibt es eine Kette irdischer Vorfahren und auch einen Regenbogen von kosmischen Vorfahren. Es ist nicht schwer zu erkennen, welche Manifestation der Pfad der Evolution sein wird.
Allerdings, jeder Lehrer hat Seinen eigenen Führer, und die Wertschätzung des Gedankens steigt auf in die fernen Welten. Achtung vor dem Lehrer und der Aufbau des Strebens zu den fernen Welten sind wie ein Regenbogen durch das Wesen des Lichtes vereinigt.
Lernt verstehen, wie erhaben der Begriff des Lehrers ist. Zieht diese Linie von Horizont zu Horizont, vom Kommen bis zum Abschied. Wisset, wie euch die Lehre des Lichtes geoffenbart wurde, und denkt an den silbernen Faden der Verbindung. Die Verbindung mit dem Lehrer ist leicht wie die Schwinge des Adlers, und das Adlerauge blickt voraus. Was könntet ihr anderes bevorzugen, wenn euer Bewusstsein geöffnet worden ist? Der Aufbau der Gemeinschaft kann helfen, die Gedanken zu sammeln. Wahrlich, nicht auf Eselskarawanen, sondern auf Adler ist im Vergleich hingewiesen worden.
Die Hand des Lehrers ruft zur Schwelle der Gemeinschaft. Und vom Berg sehen Wir, wohin das Rad der Notwendigkeit fliegt.
188. Wer aus Verzweiflung in die Gemeinschaft eintrat, wurde ein Opfer des Unglücks genannt. Nachdem er einen Misserfolg erlitt, bot ein Mensch sein Unglück dar, und der Lohn des Misserfolges war Unglückseligkeit. Doch wer seinen Misserfolg darbietet, betrachtet sich als den größten Deponenten:
er hat geopfert, er hat auch entsagt, er hat auch gewählt, und er erwartet und weist eine Rechnung vor.
Wir bevorzugen das Opfer des Erfolgs. Wer vielem zu entsagen hat, erwartet am allerwenigsten Belohnung.
So baut die Gemeinschaft nach den Marksteinen der Opfer auf.
189. Der Fischer kehrt mit seinem wertvollen Fang freudig heim. Die Menschheit wurde nicht zum Unglück erschaffen. Der Mensch ist der gleiche freudige Fischer mit einem vielfältigen Fang. Gewiss, der Fang ist verschieden, doch die Freude ist die gleiche und unveräußerlich die Freude des Gedankens an die Zukunft. Weder Fische noch Vögel, noch andere Tiere wissen um die Zukunft. Doch der Mensch weiß bereits über die Unvermeidlichkeit einer Zukunft. Dieser Ruf des Raumes bringt unermessliche Freude. Wer die Zukunft fürchtet, verharrt noch in einem tierischen Zustand und sieht das Weltenmahl noch nicht vor sich.
Lernen sich zu versenken und den Gedanken an die Zukunft erheben, bedeutet, in ihr einen Platz einnehmen, der zusammen mit dem Bewusstsein wächst. Wer keine äußere Hilfe erwartet, kennt den Wert seines eigenen Hammers. Jeder, der den Weg in die Zukunft kennt, kann seinen Fang ohne Furcht tragen. Doch ein Teil der Menschheit sieht sogar den Faden in die Zukunft nicht. Losgerissen und umhergefegt wie Herbstlaub, wirbeln sie den Staub von fremden Märkten auf. Eine Staubwolke wird die Tore der Gemeinschaft verhüllen, und staubiges Denken wird alles in Schutt verwandeln.
Wenn es finster und bedrohlich ist, dann richtet das Bewusstsein auf die Zukunft. Wir nennen die Zukunft einen fliegenden Teppich. Lehret die Kinder, hoch zu fliegen. Ersetzt die Legende über die Arche durch eine über das Luftschiff.
190. Es könnte die Frage gestellt werden, woran man einen Neuankommenden erkennen kann? Natürlich nicht an seinen Worten. Wendet besser die alte Methode des Ostens an: an den Augen, dem Gang und der Stimme. Augen können nicht täuschen, und obwohl Gang und Stimme durch eine besondere Findigkeit allerdings die Wahrheit verhüllen können, ist der Gesamteindruck dieser drei Merkmale untrüglich.
Können die Menschen naiv glauben, dass sie die Falschheit durch überhebliche Worte verbergen können? Worte sind keines Kopfnickens wert. Der Flug offenbart die Vogelgattungen. Der Raubvogel offenbart sich von weitem. Der Adlerschrei gleicht nicht dem Lied der Nachtigall.
Was soll man denn dazu sagen, wenn manche Menschen behaupten, dass alle Inder gleich aussehen; dass Chinesen, Mongolen und Araber voneinander nicht zu unterscheiden sind?! Kann man diesen Menschen zutrauen, dass sie die Unterschiede in den Augen und im Gang erkennen? Für sie gehen alle Menschen auf zwei Beinen und alle gaffen.
Der Mangel an Analysen kann den geduldigsten Führer verstimmen. Viele können auch die Beschäftigung einer Person nach den Besonderheiten ihrer Wohnung nicht bestimmen. Der Mangel an Beobachtung ist auffallend. Die Menschen bemerken Gegenstände nicht, die
ihren Scheitel bedrohen. Sie können nicht zehn von den sie umgebenden Gegenständen aufzählen; sie können die einfachsten Details ihrer Umgebung nicht aufzeigen. Für sie ist alles null und nichtig. Dies ist kein Grad von Gleichgültigkeit mehr, sondern stumpfe Unwissenheit. Meidet solche Zweibeiner!
In Kindern sollte von frühester Zeit an die Beobachtungsgabe entwickelt werden. In der Tat, das Bewusstsein des Kindes ist von erster Stunde an lebendig, doch nicht für jene, für die alle Inder gleich aussehen.
Macht der Beobachtung, oder richtiger Scharfsichtigkeit, ist der Beginn des Adlerauges, von dem ihr schon lange wisst. Über die Scharfsichtigkeit zu hören, bedeutet für manche bereits ein Voraussehen, und Voraussicht bedeutet, den Pfad der Welt zur Gemeinschaft wahrnehmen.
191. Analyse, Diagnose, Kooperation, Prognose scheinen im Westen beliebte Themen zu sein. Wir gebrauchen auch diese Ausdrücke. Man könnte neugierig sein, worin der Unterschied besteht? Der Unterschied ist groß; für den Westen stellen diese Themen Tischgespräche dar, und bestenfalls Feststellungen, die von niemandem beachtet werden. In Unserer Gemeinschaft werden diese Begriffe nicht ausgesprochen, sondern stündlich im Leben angewandt.
Können die erwähnten Begriffe im Stadtleben angewendet werden? Eben sprachen Wir vom Mangel an Beobachtungsgabe, ohne die Diagnose unmöglich ist. Wir sprachen über Mangel an Geduld, was bedeutet, dass Analyse unmöglich ist. Mangel an mutiger Standhaftigkeit
schließt Kontrolle aus. Lüge und Heuchelei werden Kooperation nicht zulassen. Furcht wird jede Prognose trüben. Da bleibt nur übrig, die längsten Tische aufzustellen und halbverstandene Worte im Chor zu wiederholen.
Es ist besser, dieses Privileg des Nachäffens den faulenden Städten zu überlassen. Ganz passend begann dieses Stadtvolk, sich Affendrüsen einzupflanzen. Wahrlich, jeder empfängt nach seinem Wert. Niemand sprach zu ihnen über ein zweckmäßigeres Mittel der Kräfteerneuerung, als den Patienten einem Dauerbad und einem Wechselstrom auszusetzen und ihm eine bestimmte Zusammensetzung von Mineralwasser zu verabreichen, wobei die Behandlung von bestimmter Suggestion begleitet wird. Vernünftige Mittel werden erschlossen werden, wenn die Gemeinschaft einen bewussten Charakter annehmen und nichts von den Affen entlehnen wird.
Wenn das Banner der Gemeinschaft sich als eine Verwirklichung der Notwendigkeit entfalten wird, dann wird das Leben bei jeder täglichen Tätigkeit beflügelt werden. Solange man glaubt, dass die Gemeinschaft ein Experiment sei, solange wird die Gemeinschaft in der Flasche des Alchimisten bleiben. Nur eine standhafte Verwirklichung der historischen Notwendigkeit wird die Gemeinschaft in das Leben einführen.
Denkt nach, denkt streng nach über die Unanfechtbarkeit der Gemeinschaft. Der Strenge entströmt beste Freude.
192. Durch Entwicklung der Beobachtung wird es möglich, den umgebenden Verhältnissen die nötige Aufmerksamkeit zuzuwenden. Jeder wird verstehen, dass, wenn die Wände
eures Zimmers mit einer Arseniksubstanz gestrichen wären, oder mit einem Präparat von Schwefel, oder von Harz, oder von Quecksilber, oder von Moschus, solche Anstriche auf den Zustand des Organismus einen Einfluss ausüben wurden; dies ist ein grobes Beispiel. Doch jetzt fragt eure Biochemiker und Technologen, welchen Einfluss das Material der Wohnungen auf die physische und psychische Grundlage ausübt. Welcher Unterschied zwischen einem Haus aus Ziegeln und einem aus Basalt besteht, oder zwischen einem aus Granit und einem aus Marmor, zwischen einem aus Eisen und einem aus Holz, zwischen einem aus Eichen- und einem aus Föhrenholz? Für welchen Organismus ein eisernes und für welchen ein hölzernes Bett geeignet erscheint? Wer einen Wollteppich benötigt und wer einen Holzfußboden? Über viele Bedingungen wird die Technologie genauso wenig wissen, wie zu Zeiten der Höhlenbewohner. Doch wer würde nicht zustimmen, dass Holz und Mineralien eine wichtige heilende Wirkung ausüben? Das heißt, dass sich die wesentliche Analyse aus Mangel an Beobachtung in einem Stillstand befindet. Die Forschung ging entlang einem Kanal der Herkömmlichkeit, und für übereifrige Forscher steht bereits irgendwo ein Scheiterhaufen bereit. Ihr könnt sicher sein, dass der Geist der Inquisition noch sehr nahe ist; der Unterschied besteht nur im Gewand und in den Mitteln der Ausrottung des Forschens nach Neuem.
193. Der Lehrer Milarepa16 unterhielt sich oft mit Tieren. Um seine Einsiedelei hausten Bienen; Ameisen bauten ihre Städte, Papageien flogen umher; und ein Affe ahmte den Lehrer im Aufrechtsitzen nach. Der Lehrer sagte
zu den Ameisen: "Ackersleute und Erbauer, obwohl euch niemand kennt, errichtet ihr erhabene Gemeinschaften." Zu den Bienen sagte er: "Ihr sammelt den Honig des Wissens und der besten Formen, möge eure süße Arbeit niemand unterbrechen." Zu einem Papagei bemerkte er: "Durch dein Geschrei merke ich, dass du dich vorbereitest, ein Richter oder Prediger zu werden." Und den boshaften Affen warnte er: "Du hast die Ameisenbauten zerstört und von anderen Honig gestohlen, hast du vielleicht beschlossen, ein Usurpator zu werden?"
Wer sonst als der Usurpator eignet sich die Arbeit anderer an und vernichtet Aufgebautes zufällig unter seinen Fersen? Viele Jahrhunderte sind seit der Zeit des Lehrers Milarepa vergangen, doch die Usurpatoren mit der Psychologie der Affen leben wie früher. Diesem Dahinvegetieren liegt eine furchtbare Verantwortungslosigkeit zugrunde. Was liegt dann aber der Verantwortungslosigkeit zugrunde? Natürlich die gleiche Unwissenheit und Angst vor der Zukunft. Keine Strafe, keine Einschränkung wird die Unwissenheit verbessert.
Große und kleine Usurpatoren, für euch ist es erforderlich, die heilende Macht des Honigs und des Schweißes der Ameisen zu erkennen. Es scheint, als wäre dieser Gedanke alt genug, doch bestimmte Gelenke des menschlichen Bewusstseins sind so verrostet, dass Dekaden von Jahrhunderten sie nicht bewegen konnten.
Bei süßem Nachtisch werdet ihr über Prognosen sprechen,
doch die durchs Fenster zu sehenden Sterne werden weniger Aufmerksamkeit erregen als eine um das Kerzenlicht schwirrende Motte.
Vernichtet das Wertlose, wo immer es sich enthüllt. Entlarvt die Unwissenheit unter jeder Maske. Die Welt wird nach der Qualität des Bewusstseins eingeteilt, und der Grad der Unwissenheit ist der Maßstab. Ihr wisst natürlich, dass Unwissenheit nicht durch Durchblättern von Büchern geheilt wird, sondern durch die Synthese des Inhalts.
194. Als Ich eure Länder besuchte, machte Ich die Beobachtung, dass das Wort "Kontrolle" dort sehr gefürchtet ist. Für Uns hingegen ist dieser Begriff leicht annehmbar. Die Hand, die ihre Arbeit kennt, fürchtet nicht, sie mit einem Freund zu teilen. Das heißt, dass Wohlwollen und Wissen nötig sind, und es kann leicht wahrgenommen werden, dass dann Psychomechanik die Kontrolle über eine verborgene Tat ausüben könnte. Es ist bereits möglich, durch Mauern hindurchzusehen, es ist bereits möglich, alle Töne und Gedanken festzuhalten. Zur Verheimlichung ist ein ungewöhnlicher Mut des Bewusstseins erforderlich, und es ist unmöglich, diesen ohne langwierige Vorbereitung zu erlangen. Das Gleichgewicht der Bedingungen kann nur durch eine Verbesserung der Arbeitsqualität erreicht werden. Dann kann jeder Selbstkontrolle üben. Dann kann jeder einen außenstehenden Kontrolleur bitten, persönlich zu zeigen, wie es besser ist. Der freiwillige Kontrolleur muss selbst vollkommener arbeiten können. Daher wurde von Uns festgestellt, dass jede Kritik auf besserem
Wissen begründet sein muss. Diese Erfahrung schafft eine Überzeugung, die weit verbreitet ist.
Ihr selbst wisst, was Aufträge bedeuten. Glaubwürdigkeit verleiht Macht, Glaubwürdigkeit kennt keine Furcht. Der Glaubwürdigkeit folgend, kann man sowohl der rechtzeitigen Entscheidung als auch der Fülle der Mittel Gewiss sein.
Arm ist der Führer, der nur für einen Tag oder für eine Nacht plant. Man kann nicht mit Zuversicht fortschreiten, wenn man an die Mittelmäßigkeit des Führers denkt. Bürgschaft möge geprüft werden, denn die Gemeinschaft fürchtet keine Kontrolle. Die nötige Lösung kommt nicht durch den Sturz in die Finsternis, sondern im Lächeln der Erwartung, unabhängig von der Erscheinung.
Wissen birgt das Ende der Furcht.
195. Schreibt über psychische Ansteckung. Es ist ein altes Thema, wurde jedoch bis jetzt im Leben nicht bewusst erprobt. Nach wie vor fürchten die Menschen bis zum Übermaß psychische Ansteckung und vergessen den Hauptkanal aller Ansteckungen. Kann man morden, fluchen und toben, ohne räumliche Aufschichtungen zu verursachen? Alles schafft einen festen schweren Niederschlag und bildet über dem Ort des Geschehens eine schädlichen Gasen ähnliche Schicht. Kann man erwarten, dass sich die giftigen Ausstrahlungen einer schädlichen Energie zerstreuen werden? Ganz im Gegenteil, sie werden sich verdichten und werden auf das Prana wirken. Siedelt niemals an blutgetränkten Stätten.
Neue Werke müssen an neuen Stätten geschaffen werden.
196. Manifestationen müssen in voller Realität angenommen werden. Für Materialisten ist diese Bedingung besonders verpflichtend. Gerade die Materialisten geben mehr als andere verschiedenen Manifestationen ihre eigene Färbung und behindern dadurch den Evolutionsprozess. Wir als erfahrene, realistische Baumeister können den Schaden der auf gröbster Unwissenheit beruhenden Unduldsamkeit sehen. Wo ist denn Realität, wenn Denken eingeschränkt wird? Statt Tausende Formeln sind nur fünf bekannt! Behauptung wird zur Verdrehung, wenn im Voraus eine Stereotype von Herkömmlichkeiten geschmiedet worden ist. Das Lächeln des Wissens öffnet die Schleusen vorsätzlicher Hindernisse. Der Baumeister kann über den Boden unter dem Gebäude keine Phantasien hegen. Solch eine Haltung ist verbrecherisch, da der materielle Standpunkt unbegrenzte gesetzliche Möglichkeiten bietet.
Fetischismus ist seinem ganzen Wesen nach begrenzt. Aber gerade Materie manifestiert Sieg durch Verstehen der Freiheit. Realisten müssen frei sein, da andernfalls das Licht des Realismus in die Finsternis des Fetischismus versinkt. Eindringen in die Natur der Geistmaterie, als die leuchtende Krone der Menschheit, schafft das Juwel des Lebens.
Eilt, abgetragene Sachen abzulegen!
197. Man wird fragen, wie ihr für die errichteten Gemeinschaften sorgt? Betrachten wir die jüngste. Was kann an ihrem Jahrestag gesagt werden? Es ist niemand ausgetreten,
doch die allgemeinen Ergebnisse sind schwach. Sprunghafte Zusammenarbeit behindert das Begreifen der Entsprechung. Ein Staubkorn erregt mehr Aufmerksamkeit als ein Felsen. Bemerkenswert ist Streit um den Vorrang. Es ist daher besser, einen provisorischen Vorsitzenden zu wählen. Schlechter steht es um die Heranziehung von Neuen. Man findet keine Worte über die Lehre, und man ist gegen Verleumdungen nicht gefeit. Man möge Anklopfenden öffnen, doch das Schwert des Geistes muss immer scharf sein. Die verloren gegangenen Mitarbeiter kann man bedauern. Es ist notwendig, fester zusammenzuarbeiten, sonst werdet ihr die Termine nicht einhalten. Ich würde euch gerne näher herbeirufen; gebt Anlass dazu. Meine Hand ist bei jeder mutigen Tat mit euch.
198. Vor nicht langer Zeit besuchten Wir auf Vorschlag Meines Freundes oft westliche Städte. Dabei kamen Wir gelegentlich mit Personen zusammen, die von Unserer Existenz wussten. Die hartnäckigsten Fragen über die Anwendung der Psychomechanik wurden an Uns gerichtet, und man verlangte ferner genaueste Angaben über biochemische Formeln. Dabei waren diese Menschen mit dem Eigendünkel des Westens niemals um ihren Bewusstseinszustand besorgt und verlangten auch gar nicht zu erfahren, ob sie die entsprechenden physischen Eigenschaften besäßen. Es ist traurig, diese Aufdringlichkeit ohne jedwedes Streben nach sozialer Fürsorge zu beobachten. Wie sich der mit einer Keule bewaffnete Höhlenbewohner beeilt, bunte kleine Muscheln in seinen ungeteilten Besitz zu bekommen, so versuchten diese Bewohner
von Steinpalästen, sich ihnen fremde Eigenschaften anzueignen. Der Höhlenbewohner schmückte sich immerhin mit Muscheln, doch die Schlauköpfe der Gegenwart erniedrigten das Wissen zu einem nachmittäglichen Kaffeetratsch es war ein Schauspiel beschämenden Leichtsinns.
Nach dem Vorschlag Meines Freundes übten Wir auch genügend Geduld, um sogar Zeit für einen Briefwechsel zu opfern. Doch niemand war zu einer schöpferischen Arbeit zu bewegen.
Am wenigsten kümmert sich um sein Bewusstsein, wer es mit Kupfermünzen in einem kleinen Geldbeutel unterbringen kann. Kann man den Bewusstseinszustand vergessen, wo wir mit den feinsten Energien in Berührung kommen. Wahrlich, Wir ignorieren die Methoden der westlichen Wissenschaft nicht, doch wir denken an die Grundlagen der psychischen Energie. Zu dem Schluss kommend, dass psychische Energie für einen selbst sowie für Experimente gleich notwendig ist, sorgen Wir vor allem für die Schaffung günstiger Bedingungen für die Aufspeicherung dieser Energie.
Wer pflügen will, muss einen Pflug haben. Wer das Ziel erreichen will, muss seine Ausrüstung kennen. Die Menschen des Westens haben ihr Bewusstsein mit den schwersten Gedanken verdunkelt, doch die Freude der Erkenntnis ist fast unschicklich geworden. Freude der Erkenntnis muss zum Vorrecht der Neuen Welt werden.
199. Es könnte gefragt werden: "Wieso ist denn in Eurer Gemeinschaft ein großer Platz für alte Bauten und Bücher vorgesehen? Warum übt diese alte Zeit keinen Einfluss auf das Streben in die Zukunft aus?" Dafür gibt es zwei Gründe: erstens, das strebende Bewusstsein schaut nicht zurück; zweitens, nur für den Fortschritt in die Zukunft wurden Bauten geschaffen und Gegenstände gesammelt. Die Aufschichtung des Strebens in die Zukunft erfüllt das ganze Dasein der Gemeinschaft. Die Anziehung von Gegenständen geht gänzlich im Strom des Strebens unter, Basaltsäulen können vergangene Ereignisse nicht heraufbeschwören, doch ihre Festigkeit bestätigt ihre Eignung für die Zukunft. Die Bücher tragen den Gedanken nicht zurück in die Vergangenheit, doch sie geben Zeugnis für die Zukunft. Die Übertragung des ganzen Bewusstseins in die Zukunft kann das Bestehen der Gemeinschaft bestätigen. Ich werde nicht müde, zu wiederholen, dass Gemeinschaft mit dem Bewusstsein aufgenommen werden muss. Keine äußeren Versicherungen können Uns überzeugen. Unerlässlich ist jene Qualität des Bewusstseins, die im Schlaf wie im Wachsein dasselbe sagt; denn jeder andere Entschluss, wenn auch im Scherz gemeint, ist unzulässig.
Die Zukunft der Menschheit, die Zukunft des Kosmos gibt es etwas Heiligeres? Doch diese frohlockende Heiligkeit liegt hinter keinem vergoldeten Gitter, sondern im Pfeil des Strebens, in der Spitze des Rhombus, durch den die Vollendung des Quadrats sich in die Zukunft bewegte.
Unter den Aerolithen17 gibt es ein Metall Morij,
das die Eigenschaft besitzt, elektrische Energie zu verdichten. Der Besitz dieses Metalls verleiht die Möglichkeit, starkes Sprühen von Funken, ja sogar eine Flamme zu empfangen. Diese gesättigte Flamme muss das Bewusstsein erleuchten, festigen und erhellen. Es sind keine gekauften Feuerwerkskörper erforderlich. Besser eine geringe Zahl als Lüge im Namen der Zukunft der Menschheit.
200. Gemeinschaft-Zusammenarbeit ist das einzige vernünftige Mittel für menschliches Zusammenleben. Einsamkeit ist die Lösung der Lebensfrage außerhalb der Gemeinschaft. Alle Zwischenerscheinungen sind verschiedene Stufen von Kompromiss und sind zur Auflösung verurteilt. Die Menschen sprechen über eine vererbte theokratische Macht diese Auslegung ist absurd. Die Worte Vererbung und Theos sind unvereinbar. Und wer wird die Stufe des Theos bestimmen? Nur Bewusstsein der Zusammenarbeit-Gemeinschaft bestätigt die Evolution des biologischen Prozesses.
Wer den Wunsch hat, sich der wahren Gemeinschaft zu widmen, handelt im Einklang mit den Grundlagen des Seins.
Die bewusste Gemeinschaft schließt zwei Feinde der Gesellschaft aus, nämlich die Ungleichheit und die Erbfolge. Jede Ungleichheit führt zu Tyrannei. Erbfolge erweist sich als ein Kompromiss und bringt Verderbnis der Grundlagen. Erforderlich ist Klarheit im Aufbau, eine Abneigung gegen
Herkömmliches und Glaube an die Kinder als ein Symbol des Fortschritts der Menschheit.
Nur von der Gemeinschaft her können wir an die Zukunft denken. Stellen wir uns um im Bewusstsein zur Verbesserung des ganzen Lebens, und der Existenzkampf wird durch die Eroberung von Möglichkeiten ersetzt. So denkt über die Gemeinschaft. Verbessert euer Bewusstsein.
201. Auch wenn das Bewusstsein merklich vertieft wird, kann es schwere Stunden geben. Es kann den Anschein haben, als ob die Verbindung mit dem Lehrer nicht bestünde und dass der Lehrer nicht existiert, doch der Wissende wird sagen: "Maja, weiche! Ich kenne meine Verbindung mit dem Lehrer." Es kann sein, dass es durch persönliches Denken scheint, vieles ließe sich mit der Lehre nicht vereinbaren; der Wissende wird sagen: "Maja, weiche! Ich kenne die Grundlagen der Lehre." Es könnte sein, dass jemand, aller Mitarbeiter beraubt, gezwungen wird, alle Lasten auf sich zu nehmen. Der Wissende wird sagen: "Maja, weiche! Ich weiß, dass wahre Mitarbeiter über das Antlitz der Erde verstreut sind!"
Maja aller Jahrhunderte weiß, wann der Verstand anzusprechen ist. Aus den Tiefen früherer Erfahrungen ruft Maja einen feinen Faden des Schwankens hervor, verdeckt Wirklichkeit mit Augenscheinlichkeit und fegt die Furche der Errungenschaften hinweg. Vielfarbige Maja, es ist Zeit, dich zu kennen, und mit voller Sicherheit zu sagen: "Maja, weiche!"
202. Oft wird die Gemeinschaft beschuldigt, die Freiheit der Persönlichkeit zu verletzen. Diese Beschuldigung lässt sich für einen Kompromiss-Staat anwenden, doch nicht für die Gemeinschaft. In einer bewussten Gemeinschaft gibt es für jede Arbeit einen Platz. Jeder möge nach Belieben seine Aufgabe wählen, denn jede Arbeit wird durch neue Errungenschatten vervollkommnet. Es gibt keine Langeweile mechanischer Ausführung, denn der Arbeiter ist zugleich ein Forscher. Er versteht die Bedeutung der Frage der Vervollkommnung der Arbeit, ohne den Gesamtrhythmus zu stören.
Lasst Uns das Beispiel Unserer Gemeinschaft anführen. Unser Freund, der Chemiker V., will sich mit einer neuen Analyse der Strahlen beschäftigen niemand hindert ihn daran. Unser Freund K. will das Radio durch Anwendung neuer Lichtquellen verbessern niemand hindert ihn daran. Unsere Schwester P. beschäftigt sich mit dem Sozialproblem eines Nachbarlandes niemand hindert sie daran. Unsere Schwester U. beschäftigt sich mit Landwirtschaft und führt viele Vorrichtungen ein niemand hindert sie daran. Schwester O. liebt Hellpflanzen und interessiert sich für Erziehungsfragen niemand hindert sie daran. Bruder H. erfand einen bemerkenswerten Webstuhl und arbeitet auch an der Neugestaltung von Gemeinschaften. Bruder M. beschäftigt sich mit historischen Nachforschungen. Unser Schuster schreibt bemerkenswerte philosophische Abhandlungen. Jeder findet entschieden die Ihm zusagende Arbeit
und kann sie nach Belieben wechseln. So ist beides vonnöten, der Wunsch nach Arbeit und das offene Bewusstsein, das jede Arbeit anziehend macht. Denn die Arbeit wird für die Zukunft geleistet, und jeder trägt seinen besten Stein herbei. Im Angesicht der Berge sprechen Wir für die Zukunft. Und ihr sollt diese Worte den Talbewohnern übermitteln, und sie werden wieder einmal über die Möglichkeit der Existenz der Gemeinschaft nachdenken.
203. Ihr habt bereits von vertrauenswürdigen Reisenden gehört, dass Führer sich weigerten, Führungen in bestimmte Richtungen durchzuführen. Sie würden sich eher töten lassen, als einen weiterzuführen. So ist es. Die Führer sind von Uns psychologisiert worden. Doch wenn ein leichtsinniger Wanderer trotzdem weitergeht, wird vor ihm ein Bergrutsch niedergehen. Sollte der Wanderer dieses Hindernis bewältigen, wird ihn ein Steinhagel hinwegfegen, denn der Ungebetene wird sein Ziel nicht erreichen.
204. Heimlichkeit ist ein Zeichen von Mangel an Wissen. Manchmal wird Unsere Gemeinschaft der Einsiedelei sowie der Unwilligkeil, den Menschen zu helfen, verdächtigt. Ihr wisst es und habt Uns an verschiedenen Stellen gesehen und habt Unsere Vertreter gesehen.
Unsere materiellen Sendungen waren nicht gering. Ihr wisst, dass Unsere Briefe schnell ankommen und Unsere Boten sich nicht verspäten. Sagt dies den jungen Freunden.
Wenn eine materielle Verbindung kaum bemerkbar wird, muss die Ursache in der Unstimmigkeit des Bewusstseins gesucht werden. Wenn Wir Uns mit mancher Manifestation nicht beeilen, so bedeutet dies, dass Wir durch Voreiligkeit nichts verderben wollen. Wir verschwenden niemals einen Schlag inmitten von Willenlosigkeit. Wir legen niemals ein Wort ein, dessen Bedeutung nicht verstanden wird. Wir halten Uns immer von sinnlosem Energieaufwand zurück, denn aus Erfahrung wissen Wir, wie kostbar ein Energiepfeil ist. Hegt keinen Zweifel darüber, dass man jenseits der wägbaren Materie in die Wechselwirkung der feinsten Energien untertaucht, und der Aufwand eines Körnchens dieser kostbaren Schätze muss ein vernünftiger sein. Jahrhundertelang haben Wir Unsere Bibliotheken angefüllt; folglich wurde es nur vernünftig sein, sie vor Feuer zu schützen. Auf bestimmten Symbolen sieht man zwei Spiralen; wie man auf der einen aufsteigen kann, so kann man auf der anderen hinabfallen. Mögen jene daran denken, die nicht zögern, zu sagen: "Wir haben das Ziel bereits erreicht." Doch jene, die Unsere Gemeinschaft der Untätigkeit verdächtigen, sind einfach unkundig.
205. Wir brauchen keine wohlmeinenden Nikodemuse18, die nachts kommen und am Tag im Synedrion schweigen. Jeder muss das ihm anvertraute Geheimnis hüten, doch er muss ein Wort über Uns bereit haben. Strenge Worte können die Gegner betäuben. Sagt, dass es seltsam ist, einen über etwas sprechen zu hören, was er nicht weiß. Wenn man gegen die verborgenen Schätze spricht,
sagt, dass sogar das Meer voll ist von versiegelten Flaschen. Wenn man gegen die Gemeinschaft spricht, sagt wer Christus, Buddha oder Moses verehrt, wird sich nicht erdreisten, gegen die Gemeinschaft des Guten zu sprechen. Das schlimmste ist, falsche Beschuldigungen vorzubringen, denn darin verbergen sich Lüge, Verleumdung, Verrat und Unwissenheit. Sagt: "Da der Lehrer existiert, warum soll man Seine weisen Ratschläge nicht befolgen? Ihr befolgt sie nicht, weil ihr nicht versteht, sie zu empfangen. Beeilt euch, nicht in Geschichte über die Mahatmas unterrichtet zu werden, sondern im Leben, und bis dahin behaltet eure Unwissenheit für euch."
206. Wahrlich, der Kampf richtet sich gegen das Augenscheinliche. Realität ist nicht das Augenscheinliche. Die sich durch äußere Zeichen darbietende Augenscheinlichkeit stellt keine Wirklichkeit dar. Die alten Lehren vom Positivismus ersetzten Glaubwürdigkeit durch Augenscheinlichkeit, und dafür gibt es nur eine Entschuldigung man hatte weder Mikroskope noch Teleskope, weder nach unten noch nach oben. Doch der forschende Verstand ist an der herkömmlichen Augenscheinlichkeit nicht interessiert, er will Wirklichkeit im Fassen kosmischer Gesetze. Er versteht, dass man die Perle in der Tiefe nicht sehen kann und dass Luftschichten einen Schwärm von Adlern verdecken können.
Vor kurzem sprachen Wir über die Verteidigung der Wirklichkeit. Denkt daran, dass nicht die Analphabeten sich gegen Wirklichkeit ereifern werden, sondern diese kleinen "Schriftkundigen" werden ihre kurzsichtige
Augenscheinlichkeit mutig verteidigen. Sie werden meinen, dass die innerhalb ihres Gesichtskreises eingeschlossene Welt die wirkliche und alles andere, was für sie unsichtbar bleibt, eine schädliche Erdichtung sei. Was liegt dieser armseligen Beschränktheit zugrunde? In einem veränderten Aspekt ist es die gleiche Idee über persönliches Eigentum. Dies ist mein eigener Schweinestall, und deshalb ist alles, was sich außerhalb seiner befindet, unnötig und verderblich. Dieser ist für mich augenscheinlich und deshalb existiert außer ihm nichts. Die bekannte Fabel vom Elefanten und den sieben Blinden ist dafür ein treffendes Beispiel.
In der Tat, wie Wir sagen, die Gemeinschaft kämpft für die Wirklichkeit. Ihr habt eine andere Art von Verbündeten: jene, die nach Wahrheit streben, für die Augenscheinlichkeit nichts als ein unreines Glas ist. Wenn chemische und biologische Augenscheinlichkeit kompliziert sind, dann ist die Augenscheinlichkeit der Aufbauebenen des Lebens und der Taten noch komplizierter. Ohne die Bewusstseinsentwicklung werden wir in einer ständigen Luftspiegelung verharren; wie in Katalepsie19, wir werden in starrem Schrecken verzerrt sein.
Weiche, Maja! Wir wollen und werden die Wirklichkeit kennen!
207. Fördert keine kosmogonische Gespräche, solange das Bewusstsein nicht gefestigt erscheint. Führt Zweckmäßigkeit des Unterrichts in den Schulen ein. Bietet den Erfolgreichen Gelegenheit für schnellsten Fortschritt. Wird es nicht ein Abtöten von Möglichkeiten sein, wenn ein lebendiges Schiff sein Segel
heruntersetzen muss, um sich einer Gliederung anzugleichen? Wisst ihr, wie die Harmonie im Segeln des Schiffes geschaffen wurde? Und ist es nicht dafür gebaut worden, um der größten Gefahr zu widerstehen? Wie kann man es dann zum Befördern von gefrorenem Gemüse benutzen? Bewahrt immer eine Möglichkeit des verantwortungsbewussten Fortschreitens. Lasst vom ersten Schuljahr an keinen langsamen Schritt zum Hindernis für Beschleunigung werden. Möge der Lehrer kühnen Auges jene erkennen, die eilig voran schreiten können. Es ist nicht notwendig, sie zu loben, doch sollte man ihnen den Pfad ebnen. Es sollten Zwischenkurse eingerichtet werden, auf diesen Stufen können die Dahineilenden emporlaufen. Verheimlicht ihnen keine Schwierigkeiten. Für einen gewissen Bewusstseinstyp bedeutet jede zur Heldentat führende Bewegung bereits ein Licht und eine Freude.
Es kommt auch auf den Lehrer an, die Denkrichtung eines Schülers schnell zu bestimmen, denn eine irrige Ausrüstung ist ein schweres Verbrechen, durch das man die besten Arbeiter verlieren kann. Jedes starre Pogramm ist ein Leichnam, der die Sonne des Wissens nicht verträgt. Es ist notwendig, so schnell wie möglich die Schule durch Überprüfen des Bewusstseins des Lehrers zu festigen. Schafft eine bessere Stellung für ihn, um ihm eine Verantwortlichkeit für das Bewusstsein der Gemeinschaftsarbeiter aufzuerlegen.
Es ist unmöglich, dass Schulen der Zukunft an jene Viehhöfe erinnern, in denen frühere
Generationen verstümmelt wurden. Fanatismus und Verbote sind durch Möglichkeiten zu ersetzen.
Erteilt Unterricht im Handwerk, gestattet die Wahlfreiheit und fordert Qualität der Arbeit. Dazu muss jeder Lehrer die Bedeutung der Qualität verstehen.
208. Es ist wünschenswert, in weitern Maß junge Mitarbeiter zu sammeln. Der Lehrer würde lieber angestrengtes Suchen sehen als kleinliches Geschwätz. Finsternis liegt über jenen, die sich fürchten; wirklicher Schaden wird von ihnen weniger beachtet als ein neues Haar auf dem Kopf eines Nachbarn. Kann man an die Gemeinschaft denken, wenn man sich dem Klatsch hingibt? Doch die Schwierigkeit verringert sich, wenn wir wissen, dass die Streiter der Verleumdung hinter den Mauern der neuen Städte gehalten werden können.
Mögen die Verleumder die Liste all dessen durchsehen, was von ihnen verleumdet wurde. Wird dies nicht eine Liste von menschlichen evolutionären Entdeckungen sein? Keine Verleumdung hat Einfluss auf die Wirkung der Evolution. Doch Verleumdung verschlingt das Lebensfeuer und muss vom Standpunkt der Zweckmäßigkeit aus vernichtet werden. Ein albernes Schimpfwort wird selten von einem klaren Gedanken begleitet, doch Verleumdung ist ihrem Wesen nach mit allem verwandt, was in der Finsternis gezüchtet wurde, und der Gedanke trägt sie lautlos wie eine Eule im Flug.
Jemand fragt, warum der Verleumdung so viel Beachtung geschenkt wird? Der Fragesteller weiß nichts über Wirtschaftlichkeit der Energie.
Über den Kehricht am Wege braucht man sich nicht zu grämen, doch wehe denen, die ihn verstreuten!
209. Ihr habt bereits gesehen, wie Ich Fragen an einen Neuankommenden stellte. Aus den Antworten war es möglich, sich über die Qualität des Neuankommenden eine Meinung zu bilden. Jeder von euch wird genötigt sein, jene zu lehren, die zu euch kommen. Wenn sie euch eine Frage stellen, antwortet mit einer eigenen Frage. Ihr wisst, dass die Qualität einer Frage die Richtung für die nächste Frage weist. Es ist unzulässig, dass sich in die Formulierung der Frage Ungenauigkeit einschleicht. Oft haftet diese erste Weitschweifigkeit wie ein Fettfleck auf einer Decke und wird untilgbar.
Die Stunde wird kommen, wo ihr beharrlich auf Fragen von Seiten eures Gesprächspartners bestehen werdet. Doch die erste Frage muss von euch gestellt werden. Und fragt vor allem, was ihn zu euch zog? Dann bittet ihn, zu sagen, wann er das erste Mal die Wertlosigkeit des derzeitigen Lebens empfunden hat; und dann möge er erzählen, wie der erste Begriff des Lehrers in seinem Bewusstsein aufkam. Lasst ihn sagen, wie er die Heldentat versteht, ob er den Unterschied zwischen der Augenscheinlichkeit und der Wirklichkeit empfindet; und ob er die Gemeinschaft in seinem Bewusstsein erkennen kann. So ist es notwendig, an die Keime von Wünschen und Träumen heranzutreten. Fürchtet euch nicht, streng zu erscheinen; denn zerknüllte, weiche Kissen sind bestimmt weit schlimmer. Strenge wird Wurzeln schlagen, und
wenn noch ein Anzeichen von Anspannung vorhanden ist, dann wird die Brücke geschaffen werden.
Alle Fragen über frühere Familienleben müssen ausgeschaltet werden. Durch eine einzige solche Frage kann man in Alltäglichkeit verfallen, wogegen es notwendig ist, mit allen Mitteln das Ungewöhnliche der Wirklichkeit zu erhalten.
Wirklichkeit bereitet den Pfad in einem Aufleuchten des Blitzes vor.
210. Unsere Gemeinschaft kann nicht der Scholastik beschuldigt werden. Eher könnte der Unerfahrene durch die Anspannung des Tempos und durch scheinbare Plötzlichkeit betäubt werden. Das Leben selbst verleiht der Gemeinschaft Behändigkeit. Es entstehen neue Verbindungen, die unverzügliche Abreise oder eilige Rückkehr erfordern.
In Unseren alten Briefen habt ihr gelesen, wie wahr Unsere Prognose über soziale Geschehnisse war. Auch heute findet ihr die Bestätigung über den Bewusstseinszustand der Welt. Die Empfindlichkeit Unseres Apparates gestattet es, die Wellen von unvorsichtigen Gedanken der Welt zu lesen. Es ist genau wie in einem Redaktionszimmer.
Es ist ein Irrtum, sich vorzustellen, dass Unsere Gemeinschaft im Schatten sitzt und singend den unsichtbaren Schöpfer preist. Jeder Aufbau muss den Bedingungen der Evolutionsstufe entsprechen. Wir sind Uns bewusst, dass die Gegenwart einen angespannten Rhythmus erfordert.
Wer harmonische Arbeit sucht, kann zu Uns kommen. Er kann kommen, wenn er den Weg findet.
211. Dankbarkeit ist die Einfassung der Gerechtigkeit. Die Gemeinschaft muss das Wesen der Dankbarkeit kennen. Eine zweckdienliche Tat kann nicht herabgesetzt werden, sondern zieht Dankbarkeit nach sich. Das Wesen der Dankbarkeit wird ganz eng an die Harmonie des Bewusstseins grenzen.
Bestätigung der Zusammenarbeit ist kein Ergebnis einer formellen Untersuchung. Nur durch Tat und Entschlossenheit ist es möglich, sich dem Herzen der Gemeinschaft zu nähern. Lehret, keine Möglichkeiten zu versäumen. Wie Entschlossenheit und Tat zur Dankbarkeit führen, so schaffen Unbedachtsamkeit und Versäumnis ein schwer zu beseitigendes Hindernis. Der Mitarbeiter, der durch Unbeweglichkeit eine Tat versäumt, ist sich dann selbst überlassen. Dies ist keine Rüge, sondern ein nützliches Mittel, um ihm seine Unterlassung zu veranschaulichen. Natürlich, selten gibt jemand seine Unzulänglichkeit zu, und dann wird ihm eine kleine selbständige Übung auferlegt: etwas lässt sich schwer ausführen, etwas knarrt und lässt sich nicht öffnen. Man sollte keine magischen Maßnahmen vermuten; die Aufmerksamkeit der Gemeinschaft ist einfach vorübergehend entflogen, und die Stelzen der Unerfahrenheit schwanken im Wind. In jedem Fall wird das Kollektiv, das die Gemeinschaft darstellt, eine mächtige Wirkung haben, und ohne diesen Sammelpunkt ist es für den, der schon einmal versuchte, den heilvollen Pfad der Gemeinschaft zu beschreiten, schwer.
Es liegt in der Natur der Menschheit, auf
jede geringste Nachricht über die Gemeinschaft zu lauschen. Man versucht, über die Unmöglichkeit der Gemeinschaft zu sprechen, doch niemand wagt zu behaupten, dass sie schädlich sei. Wir rufen auf zum Absoluten, Wir schlagen vor, unanfechtbare Taten zu vollbringen, Wir wollen Willen und Selbständigkeit sehen. Nichts Zweifelhaftes darf in das Bewusstsein der Schaffenden eindringen. Wir haben ein bedeutendes Wissen angesammelt, und Wir wenden es nicht für Uns an, sondern für die Wahrheit. Und das grobe "Ich" wurde bereits durch das schöpferische "Wir" ersetzt.
Lehret, die Gemeinschaft als überwallende Quelle von Möglichkeiten zu verstehen!
212. Wer die Gemeinschaft bejaht, trägt zur Beschleunigung der Evolution des Planeten bei. Jede Versteinerung und Unbeweglichkeit bedeutet eine Rückkehr zu ursprünglichen Formen.
Verfolgt die Geschichte der Vergangenheit; ihr werdet deutliche Impulse des Fortschritts wahrnehmen, ihr werdet anschaulich sehen, dass diese Impulse mit den Erscheinungen der Idee der Gemeinschaft-Zusammenarbeit zusammenfallen. Despotische Staaten sind zerstört, Errungenschaften der Wissenschaft bewahrt, neue Arbeitsmethoden erschlossen worden, und wohlwollende Kühnheit leuchtete voraus, wenn das Banner der Zusammenarbeit entfaltet wurde.
Hätte die Menschheit öfter über Zusammenarbeit nachgedacht, wäre sie schon längst zum universellen Verständnis für das Allgemeinwohl gelangt.
213. Sagt den heuchlerischen Betrachtern, dass, wenn Betrachtung eine Anspannung der Energie und Sammlung für einen Sprung bedeutet, das Gebot einer solchen Tat dann von dem "Löwen" kommt. Doch wenn Betrachtung Trägheit und Gleichgültigkeit bedeutet, dann ist es unmöglich, sich diesen schmählichen Zeitvertreib als großes Gebot vorzustellen.
Vieles muss vom Pfade entfernt werden. Es ist notwendig, alles, was sich eingewurzelt hat, zu überprüfen. Wir haben Uns daran gewöhnt, gelegentlich Baumstümpfe als Wegweiser anzunehmen, doch als würdige Mitglieder einer vernünftigen Gesellschaft sind für jedes törichte Überbleibsel alle verantwortlich. Man sollte sich nicht als das Opfer der allgemeinen Unvernunft betrachten.
Man sollte sich nicht mit dem Gedanken besänftigen, dass jemand anderer auf falscher Fährte sei. Es wäre besser, seine eigenen Gefühle nüchtern zu prüfen. Es wäre besser, ohne krummes Lächeln zu erwägen, dass man heute damit beginnen kann, sich zu wandeln und die Qualität jeder seiner Taten zu überprüfen. Dabei sollte mit der Überprüfung alltäglicher Dinge begonnen werden. Hast du zu lange geschlafen? Wie hast du mit Menschen in deiner Umgebung gesprochen? Hast du eine dringende Aufgabe hinausgeschoben? Hast du falsche Termine genannt? Hast du vergessen, für das Allgemeinwohl zu sorgen? So fragt euch ohne Heuchelei.
214. Die eigenen Taten überprüfend, ist es leichter, das Benehmen der anderen genau zu beobachten. Es ist euch zur Genüge bekannt, wie sehr Wir gegen Vorurteile und Überlebtes eingestellt sind. Wahrlich, in diesem Punkt raten Wir verhaltet euch vorsichtig
zu fremden Bräuchen. Oft liegt ihnen reifes Wissen zugrunde, und obwohl wir als Realisten alles Angespülte wegwaschen müssen, wäre es unverantwortlich, die vernünftige Grundlage zu zerstören.
Wenn ein Architekt ein festes Fundament vorfindet, benutzt er es für einen neuen Bau. Es bedarf einer weltweiten Wirtschaftlichkeit der Mittel. Der Luxus der Vernichtung ist in die Geschichte eingegangen. Die Welt bedarf keiner neuen Elemente, sondern neuer Verbindungen. Und der Pfad des neuen Eroberers ist nicht von der roten Glut der Feuer erleuchtet, sondern von Funken der wiederangezogenen Energie. Die Ströme der Möglichkeiten sind untrennbar vereint. Große Gefahr liegt in der Zerstörung des Energiestromes. Vorsicht ist nicht nur für den Verbrauch der Energie geboten, sondern auch für das Vermeiden von Gefahr. Es ist leicht, eine unterirdische Leitung zu trennen und eine ganze Stadt des Lichtes zu berauben. Man könnte leicht eine nützliche Grundlage zerstören und für lange Zeit eine schädliche Verwirrung stiften. Darum loben Wir eine entschlossene Klugheit und bedauern den Luxus der Vernichtung.
215. Der Sonnenstrahl trocknet aus und vernichtet, doch Licht stellt wieder her. Sättigung ist nötig, aber kein heftiger Schlag. Die Baumeister sollten wissen, wie die Atmosphäre zu sättigen ist. Das Pfand des Erfolgs liegt in Sättigung der Atmosphäre, die alles Seiende erneuert.
Es muss daher so aufgebaut werden, dass alles Vergangene mit der Zukunft übereinstimmt.
Alles Irrige und Zufällige wird zerstört, doch der Faden des Wissens muss unverletzt bleiben. Dies ist kein Zugeständnis an die Vergangenheit, sondern der Strom der Ewigkeit.
Würden die Menschen es lernen, die Welle von "Santana" zu fühlen, könnten sie das Kosmische Bewusstsein erlangen.
Wenn ein Wanderer auf einem Gipfel steht, fühlt er nicht, dass sein Körper sich erhebt, als wäre er ein Vereiner der Welten? Wahrlich, nicht Loslösen von der Erde, sondern die Fähigkeit der Vereinigung macht den Menschen zu einem Schöpfer.
Eine fremde Lehre besteht auf der Manifestation der Unterordnung, doch die Gemeinschaft ist mit Möglichkeiten derart gesättigt, dass die Alleinige Hierarchie die Stufe des Wissens darstellen wird. Niemand ernennt den Hierarchen, doch jene, die lauschen und erkennen, anerkennen damit diese Stufe. Der Lehrer wird der natürliche Führer sein.
In Asien ist der Lehrer ein gesetzlicher Begriff. Durch das Vermächtnis Buddhas wird jeder künftige Lehrer besonders verehrt. In dieser Enthüllung der Möglichkeit liegt das ganze Pfand der Zukunft.
Sättigung der Atmosphäre wird die kommende Lösung der Welt bringen.
216. Hütet euch vor jenen, die keine Zeit haben. Trügerische Geschäftigkeit zeugt vor allem von Unfähigkeit,
die Kostbarkeit der Zeit und des Raumes zu nutzen, und solche Menschen können nur die primitiven Arbeiten ausführen. Es ist unmöglich, sie zum Aufbau heranzuziehen. Wir haben bereits über die Fälscher der Termine gesprochen, die anderen Zeit stehlen. Jetzt lasst uns über die erbärmlichen Müßiggänger und Dummköpfe reden, die den Pfad des Lebens versperren. Sie sind so rührig wie eine Pfefferdose; für sie stellt Arbeit immer eine Bitternis dar; sie sind aufgeblasen wie Truthähne. Durch ständiges Rauchen sind sie für viel Gestank verantwortlich und verwandeln den Arbeitsplatz in einen Betäubungsraum. Sie denken sich Hunderte von Vorwänden aus, um die Lücken fauler Arbeit zu füllen. Sie können keine Stunde für das Dringendste aufbringen. In ihrer Dummheit bringen sie es fertig, anmaßend zu sein und das für sie Wesentlichste abzulehnen. Sie sind genauso leistungsfähig wie jene, die anderen Zeit stehlen. Sie müssen vom neuen Aufbau ausgeschlossen werden; ihnen kann das Ziegelsteinetragen überlassen werden.
Wir kennen viele Schaffende, die Zeit für das Wichtigste finden; ihnen scheint es gar nicht, dass sie zu sehr beschäftigt wären. Wer über die Arbeit nicht murrt, wird reichlich belohnt werden. Diese Arbeitsauffassung ist für die Bewusstseinserweiterung unerlässlich. Kann die Freude über die Bewusstseinsentwicklung durch etwas anderes ersetzt werden?
In Unseren indischen Schriften seid ihr auf den für kosmische Begriffe angewandten Ausdruck "Spiel" gestoßen. Das Spiel der Großen Mutter der Welt ist es
für ein erleuchtetes Bewusstsein nicht sichtbar? Und das Drama des Blutes wird es nicht in das Licht leuchtender Materie verwandelt? Doch für das leuchtende Spiel bedarf es der Stunde der Bereitschaft.
217. Es gibt zwei Arten von Skeptizismus: eine wohlwollende sie ist dem eigen, der Bestätigung sucht; die andere eine feige eignet dem, der Neuerungen scheut. Die Erscheinung der zweiten Art ist in Kreisen von geringer Bildung üblich. Lasst euch mit Leuten dieser Art nie in ein Streitgespräch ein. Schlagt ihnen vor, zu lesen und ihre Bildung zu vervollkommnen. Die erste Art von Skeptikern stellt für Uns eine angenehme Erscheinung dar, denn aus ihren Reihen kommen nützliche Mitarbeiter. Wahrlich, sie sind meistens gebildeter und reicher an früheren Erfahrungen. So können sie Angaben verschiedener Wissensgebiete leichter vergleichen. Sie sind natürlich für die Annahme der Gemeinschaft schon vorbereitet, und Vergleiche werden für sie nur eine Beseitigung der zeitweiligen Trübung des Augenlichts bedeuten.
Als Realisten kennen Wir die Wirklichkeit, und Wir freuen Uns, wenn jemand auf dem Pfad der Wirklichkeit sucht. Diese Wirklichkeit lässt es nicht zu, der Unwissenheit Bedeutung beizumessen. Der von der Frühlingssonne geschmolzene Schnee erweckt keine Aufmerksamkeit, doch wenn er einen Morast bildet, schlagen Wir Unser Lager an einem höhergelegenen Platz auf.
218. Ein bestimmter Zustand der Materie bildet, eine bewusste Individualität ins Leben rufend, das menschliche Individuum, und von diesem Augenblick an beginnt der Kampf gegen die Gemeinschaft. Wenn, wie
es heißt, im Menschen das Tier erwacht, genau dann verwandelt sich Individualisierung, sofern nicht vom Bewusstsein genährt, in einen grausamen Egoismus. Dann beginnt ein Feldzug gegen Bildung und Zusammenarbeit. Solch Egoismus führt zu keiner edlen Verwirklichung der Persönlichkeit, sondern zurück zum tierischen Zustand, verliert jedoch gleichzeitig den Gruppenwert der Tiere. Ein solcher Mensch ist schlechter als ein Tier. Kann aus diesen tierähnlichen Menschen, die über keine gemeinsame Sprache verfügen, eine Gemeinschaft aufgebaut werden? Dann müssen die Baumeister die Grundlagen der menschlichen Individualität überprüfen. Jedes Rahmenwerk, jedes herkömmliche Programm muss überprüft werden, doch nur mutige, von den Fesseln der Herkömmlichkeit befreite Menschen können diese Prüfung vornehmen. So ist es notwendig, die Heldentat menschlicher Persönlichkeit zu schützen.
Es werden sich Besieger des Tieres finden, doch suchet sie ohne alte Formeln. Wenn eure Umgebung euch zu veraltetem Denken verleitet, dann wäre es besser für euch, diese Umwelt zu verbrennen, als ihre Diener zu werden.
Wir kannten solche Baumeister in alten Lehnstühlen. Wir sahen solche Propheten mit Scheckbüchern und lärmende Führer bei öffentlichen Gelagen. Doch weder alte Mauern noch Bankheiligtümer werden das Bewusstsein der Gemeinschaft festigen. Wenn das Gemeinschaftsmitglied auch nur scheinbar davon träumt, dem Kapitalisten zu gleichen, so bedeutet das, dass das Element seiner Gemeinschaft faul ist.
Vernichtet den Tier-Menschen. Menschen mit Schwänzen und Zentauren gehen nicht in die Evolution ein.
Es bedarf einer tatkräftigen Verwirklichung der Gemeinschaft.
219. Jeder Zwang ist zu verurteilen. Sklaverei, Zwangsehe, Zwangsarbeit führen zu Empörung und sind zu verurteilen. Doch von allen Formen der Vergewaltigung ist die schändlichste und hässlichste der Gemeinschaftszwang. Jeder Zwang ist zu einer Gegenwirkung verurteilt, und der ärgste Zwang ist zur ärgsten Gegenwirkung verurteilt.
Doch die Wellgemeinschaft ist vorbestimmt das bedeutet, dass Elemente, die den Begriff der Gemeinschaft nicht erfassen, von ihrer Unabänderlichkeit überzeugt werden müssen. Wird man nicht durch Worte überzeugt? Doch nicht die Worte überzeugen, sondern der Gedanke überzeugt und erneuert das Bewusstsein. Der Gedanke kann nur durch psychische Energie geschärft werden. Die Entwicklung dieser Energie wird für die Begründer der Gemeinschaft einen Ausweg bieten. Wenn sie selbst von der Unanfechtbarkeit der Gemeinschaft überzeugt sind, kann sie niemand daran hindern, zwecks Überzeugung der Gegner einen mächtigen Gedanken auszusenden.
In der kommenden Evolution ist es notwendig, die Bedeutung der psychischen Energie zu verstehen und ihre Erscheinungen wissenschaftlich zu erforschen. Es ist nicht notwendig, sie als Anziehungspunkt auf Schaustellungen zu erproben. Mit aller Sorgfalt und Verantwortlichkeit sollte man an die Entdeckung dieses Schatzes der Menschheit herangehen. Es bleibt nicht viel Zeit für Umwandlung
vieler Gegner in nützliche Mitarbeiter. Natürlich, wenn ihr euch ihnen mit abschreckenden Warnungen nähert, so wird dies grob und echter Gemeinschaftsmitglieder unwürdig sein.
Ein leuchtender, alles erobernder Gedanke wird den Bedingungen der kommenden Neuen Ära der Zusammenarbeit voll entsprechen.
Glaubt ihr, dass das Gesagte Utopie ist? Dann erreicht Uns und überzeugt euch davon, wie der bewusste menschliche Gedanke wirkt!
220. Wenn Wir über die Schönheit der kommenden Evolution sprechen, werden Wir utopische Optimisten genannt. Wenn Wir über die Schrecken des gegenwärtigen Lebens sprechen, nennt man Uns träumerische Pessimisten. Doch Wir können weder Optimisten noch Pessimisten sein, Wir sind Realisten-Aktualisten.
Ihr könnt euch vorstellen, wie viele Menschen Unserer Gemeinschaft zustreben. So viele Beweise, so viele beipflichtende Handhabungen, doch als Grundlage der Beurteilung kann nur die Wirklichkeit gelten. Geht bei der Gründung neuer Gemeinschaften ebenso vor. Beachtet, dass familiäre Bindungen keine Bedeutung haben. Beachtet, dass frühere Freundschaft und Feindschaft sorgfältig überprüft werden; dass keine Beweise einen Entschluss ändern persönliche Untersuchung, persönliche Prüfung, persönliche Verantwortung. Ich rate euch,
die Prüfung mit einem Vorschlag, sich auszuruhen, zu beginnen, nicht mit Arbeit. Wer sich darüber freut, nicht arbeiten zu müssen, ist kein Mitarbeiter für euch. Ihr könnt fragen, ob die Verdienste des Neuankommenden bei der undankbaren Menschheit Anerkennung finden? Wer klagt, ist kein Mitarbeiter für euch. Ihr könnt fragen, ob er sich selbst für die Vergangenheit verantwortlich fühlt, oder ob er meint, dass es andere sind? Euer Mitarbeiter wird die Verantwortung für seine Vergangenheit nicht anderen aufbürden. Darüber hinaus beachtet, dass er, wenn allein gelassen, keine Gegenstände umstellt. Der Mensch, der von der Wichtigkeit des ihn Umgebenden erfüllt ist, zerstört kein ihm unbekanntes Vorgehen. Der Mensch, der etwas von dem Wesen der Dinge weiß, verhält sich sorgsam gegenüber eurer Anordnung. Besonders scharf beachtet die Schweigsamen.
Man möge wissen, dass zur Zeit viele bereit sind, die Gemeinschaft anzunehmen, und viele können ihre psychische Energie entwickeln. Versteht es, ihnen aufzuzeigen, dass sie vor allem das Vorhandensein dieser Energie erkennen sollten. Man kann nur das pflegen und verstärken, was man erkannt hat.
Jene, die ihre psychische Energie erproben wollen, ohne ihr Vorhandensein zu fühlen, handeln unrichtig. Dies wird nicht der Wirklichkeit entsprechen.
221. Wenn Wir darüber sprechen, die psychische Energie zu einer bewussten Waffe auszubilden, könnte gefragt werden, womit man anfangen soll? Man muss damit beginnen,
ihr Vorhandensein anzuerkennen. Für diese Erkenntnis ist es unerlässlich, einen der grundlegendsten Begriffe zu berühren. Dieser wurde manchmal fälschlich Glaube genannt; aber es wäre besser, ihn Vertrauen zu nennen. Glaube entspricht der Selbsthypnose, Vertrauen der Selbstanalyse. Glaube ist seinem Wesen nach unbestimmt, Vertrauen bestätigt die Unanfechtbarkeit. Wir wollen den Pfad der Unanfechtbarkeit gehen. Die Macht des menschlichen Apparates zu erkennen, ist kein Aberglaube. Über die Vorgänge des Denkens oder eines Reflexes, ja sogar über die Verdauung hat man genug nachgedacht. Die Wirkung der Nervenzentren kann man leicht beobachten, doch etwas, was ihre Tätigkeit bewusst verbindet, geht über die Grenzen der Vernunft hinaus. Dieses Bindeglied wurde der Geist genannt, doch dieser Begriff ist unklar, es ist kein Streben in ihm.
Das große Aum20 ist von Prana gesättigte psychische Energie. Sie kann als ein physisches Organ betrachtet werden, denn sie unterliegt Veränderungen. Die Wahrnehmung dieses allverbindenden Organs muss jedes Mitglied der Gemeinschaft mit Freude erfüllen. Solche Zusammenarbeit ermöglicht ein universelles Denken. Mit dieser Erkenntnis beginnt eine Wahrnehmung der Möglichkeit, die psychische Energie zu meistern.
Die Bestätigung wird den Wunsch erwecken, das entdeckte Organ in Tätigkeit zu versetzen. Dieser Wunsch wird durch Bewusstwerden der Verantwortung zum Finden des Lehrers führen. Alles hängt von der Beschaffenheit und Erweiterung des Bewusstseins ab.
Ich sagte, dass es möglich ist, doch Ich habe nie etwas verboten. Wenn ihr nach der nächstliegenden Ergänzung zur psychischen Energie suchen werdet, wird dies die Tat sein.
222. Selbst bei einer Mahlzeit gehen die Menschen mit ungewohntem Besteck zaghaft um. Es wäre ein nicht wieder gutzumachender Fehler, einen Gedanken auszusenden, ohne die Qualität des Empfängers zu berücksichtigen. Seit langem wurde von der Notwendigkeit einer für jeden Zuhörer verständlichen Sprache gesprochen, doch im Leben wird dies sehr selten angewandt.
Um durch Anwendung der psychischen Energie zu überzeugen, sollte man die Sprache dessen gebrauchen, der überzeugt werden soll. Ihr konntet oft bemerken, dass die Sprache des Lehrers den Ausdrücken der Schüler angepasst war. Daher stammen die dummen Verdächtigungen über Fälschung, denn für manche schien es befremdend, dass die charakteristischen Ausdrücke des Schülers in der Rede des Lehrers Beachtung fanden. Doch wenige dachten darüber nach, dass auf diese Weise das Aneignen erleichtert wurde. Man muss auch verstehen, dass bei vereinter Arbeit die Ausdrucksformen verallgemeinert werden die Hieroglyphe des Verstehens wird vertieft. Doch die Unwissenden fahren fort, durch Fälschungen zu verleumden und wollen nicht auf sich achten sowie im Verkehr mit verschiedenen Leuten an die Verschiedenheit ihrer Ausdrücke denken. Wir erweitern nur dasselbe Prinzip. Wir schlagen vor, die Sprache des Zuhörers in allen ihren Eigenarten anzuwenden. Es trifft Uns nicht, wenn Uns der durch Durchschnittsbürger beschuldigt; alles, was Wir brauchen, ist ein gutes Ergebnis.
Auch wenn ihr, um aus Gefahr zu retten, den fremdesten Ausdruck verwenden müsst, so zögert nicht, dies zu tun! Dieser Umstand ist zur Vervollkommnung der Gedankenübertragung unumgänglich.
Vor allem müsst ihr eure Findigkeit und Anpassungsfähigkeit unter verschiedensten Umständen prüfen. Leichte Denkart wird euren Gedanken Flügel verleihen. Ihr könnt mit dem eigenartigsten Ausdruck eures Zuhörers beginnen. Das gewohnte Wort bleibt in seinem Bewusstsein leichter haften, und deshalb sollte man mitfühlend jede Eigenart beachten. Man sollte Tausende Augen haben!
223. Die Methoden der Gedankenübertragung sind im Westen und Osten verschieden. In der Suggestion bemühte man sich im Westen, direkte aggressive Wirkung anzuwenden: Berührung, Fixieren durch das Auge, lautes Murmeln eines Befehls, das einen in seiner Primitivität an die niederen Zauberer Südindiens erinnert. Im besten Fall ist solch ein Befehl durch kurze Zeitdauer gekennzeichnet und umfasst das Bewusstsein gewöhnlich nur für eine bestimmte Tat. Im Osten versucht man vor allem, eine innere Berührung mit dem Bewusstseinszustand herzustellen, wodurch es möglich ist, das Bewusstsein fester und dauerhafter zu füllen.
Der Mensch aus dem Westen versucht, einen mit seinem Blick zu durchbohren, doch der Orientale wird einen beim Aussenden eines Gedankens wirklich nicht ansehen, weil die Wirkung eines Blickes
die Schärfe des Befehls zerstören würde. In der Tat, der Sender wird die Augen offen halten, doch er wird sich von seinem Partner ein Bild formen, und in diesem geistigen Bild kann er dessen Wesen voll erfassen. Keine Anspannung wird die Wirkung verstärken, sondern nur Unveränderlichkeit des Bewusstseins und die Echtheit des Tons des psychischen Klanges. Ein Felsen wird durch eine Detonation gespalten und nicht nur durch einen Schlag. Das Schwerste ist leicht zu erreichen, wenn das Bewusstsein angemessen erscheint und die Ruhe nicht gestört wird. Das Übel liegt darin, dass die Menschen Ruhe für Untätigkeit halten. Tat Energie Licht.
224. Es wurde immer wieder wiederholt versteht es, in ewiger Arbeit und in ewiger Wachsamkeit Freude zu finden. Ihr habt in Unserer Gemeinschaft Musik und Gesang vernommen. Das muss als ein Teil der Arbeit angesehen werden. Gewöhnlich verfallen die Menschen durch den Einfluss von Tönen in eine psychische Untätigkeit und sind sogar unfähig, Formen zu schaffen. Dies kommt von der Gewohnheit, unter Ruhe Erstarrung zu verstehen. Man kann sich daran gewöhnen, Kunst zur Verdichtung seiner Kräfte zu nutzen. Ein Werk der Schönheit kann nicht nur zur Steigerung der Tätigkeit anspornen, sondern auch zur Verstärkung der Kräfte führen. Doch sollte man diese Tatsache bewusst aufnehmen und es lernen, von der Ausstrahlung der schöpferischen Tätigkeit Gebrauch zu machen.
Wäre ein Aufbau einer Gemeinschaft ohne die Kristalle des Klanges und der Farbe denkbar? Wahrlich, dies würde ein Maulwurfsloch sein! Die Träger von Klang und Farbe müssen
in die Gemeinschaft ein unverschüttetes Gefäß hineintragen. Wissen und schöpferische Tätigkeit werden das Amrita21 der Gemeinschaft sein.
Es ist unmöglich, sich mit Wissen zu übersättigen; unzahlbar sind die Aufstiege durch schöpferische Tätigkeit. In dieser Unbegrenztheit ruht der Ansporn ewiger Arbeit. Der Arbeitende kann gesättigt werden und die Wache ist für ihn nur die Freude bewusster Wachsamkeit. Unser Wesen bebt in Lichtspiralen, und Licht erklingt.
Gewiss, schöpferische Tätigkeit ist in jeder Arbeit verstreut, und einige Funken des großen Aum lenken den Lebensstrom. Jene schöpferische Macht bildet die Knoten der Evolution, und durch sie wird das Gewebe der Mutter der Welt gefestigt, gefestigt in einer Arbeit ewiger Tätigkeit.
Man braucht über Unsere Symbolsprache des Ostens nicht zu lächeln. Die Symbole verkörpern eine zusammengefasste Beschreibung der Eigenschaften der Materie. Wir sehen keine Notwendigkeit dafür, eine kurze Hieroglyphe, die Hunderten von Millionen Menschen verständlich erscheint, zu widerrufen; um so weniger, als diese kurzen Zeichen schön sind. Und ihr, Menschen des Westens, habt das Recht, aus dem Langen auch nur Schönes zu machen.
Farbe und Klang werden das Amrita der Gemeinschaft sein. Wissen wird Ewigkeit der Arbeit offenbaren. Tätigkeit umgibt das große Aum.
225. Das Studium der psychischen Energie wird durch die Gleichheit der Grundgesetze erleichtert. Genauso wie die äußeren physischen Bedingungen, so unterliegen auch die psychischen
dem analogen Prozess von Bildung und Wirkung. Lasst uns das einfachste Beispiel anführen: Wenn ein Mensch mit dem Wind geht oder mit dem Strom schwimmt, spart er viel Energie. Wenn der Mensch sich dem richtigen Evolutionsstrom anschließt, überwindet er Hindernisse mit wunderbarer Leichtigkeit. Die ganze Sache ist einfach eine der klugen Bestimmungen des Evolutionsaufbaues.
In Richtung Evolution voranzuschreiten bedeutet auf keinen Fall, sich von der Mehrheit mitschleppen lassen. Die ganze Geschichte der Menschheit weist darauf hin, dass es die Minderheit war, welche die Evolution erahnte. Und diese wenigen schöpften irgendwoher die Kraft, die Hindernisse zu überwinden.
"Kosmische Umwandlung schafft in Verbindung mit der psychischen Energie der Zustand eines Stromes des Glücks", so sprach Buddha. Er wies auf den Unterschied zwischen Augenscheinlichkeit und Wirklichkeit hin. Sein Vergleich der Augenscheinlichkeit mit einer Luftspiegelung lässt sich für jedes zeitgemäße Gespräch anwenden.
Kann man den wirklichen Verlauf der Evolution erkennen, wenn eine verblendende Augenscheinlichkeit die Wirklichkeit verhüllt und Vorurteil als die festgesetzte Meinung herrscht? Wann werden die Menschen die Luftspiegelung des Vorurteiles erkennen?! Jedes Vorurteil enthält einen üblen Anschlag auf das menschliche Wesen. Dies ist keine Sittenlehre, sondern eine zweckmäßige Warnung. Welche Gedankenform über die Gemeinschaft kann von Vorurteil
behafteten Menschen begriffen werden? Es ist sinnlos, mit ihnen über freie Bewusstseinserweiterung zu sprechen; sie haben keine Vorstellung von Freiheit, doch ohne Freiheit lässt sich der Kanal zum Strom des Erfolgs nicht finden.
Denkt über die Gesetze der psychischen Energie nach.
226. Wenn ein Mensch sich in einer unvollkommenen Gemeinschaft befindet, wendet er sich in seinem Schrecken zum Gegenteil dies ist nicht richtig! Wer die Unvollkommenheit erkennt, muss mit der Vervollkommnung beginnen. Mögen neue Gemeinschaften entstehen, wie neue Quellen in der Wüste. Um jede Quelle wird es grünen, und die Rinnsale der Quellen werden sich schließlich zu einem großen Strom vereinigen. Misserfolg einer Gemeinschaft muss Anlass für neuen gemeinschaftlichen Aufbau sein. Denkt so über neue Möglichkeiten nach.
Wir sind Realisten und können frei über den Raum verfügen. Das große Aum ruft zur Tätigkeit auf!
Zielbewusst kennen wir unsere neuen Stätten, und für uns gibt es keinen langen Weg. Über die Serpentinen ersteigen wir die Spitze des Hügels. Wir sind mit dem Vorrat an psychischer Energie sparsam umgegangen und nichts kann uns enttäuschen.
Ein geladener Gast wird, wenn er eine verschlossene Tür vorfindet, nicht weggehen, sondern alle Eingänge um das Haus herum untersuchen.
Verstehet es, im Unvollkommenen Möglichkeiten zu finden!
227. Ein abgestorbenes Bewusstsein gleicht einer den Samen verlorenen Hülse. Der Begriff der völligen Auflösung beziehungsweise der Tod gehört zu den Erzeugnissen der psychischen Energie. Man kann sich vorstellen, dass das Bewusstsein, das durch Streben nicht genährt wird, schwindet und sich im Strom feinster Energien unmerklich auflöst unmerklich und unwiederbringlich!
Die Menschen sprechen von der Notwendigkeit, den Verstand mit Büchern zu nähren dies wird nur eine äußere Erscheinung sein. Denn ohne Streben wird das Nähren des Verstandes ein formeller und fruchtloser Vorgang sein. Streben muss von innen Kommen, ohne äußere Ursachen. Die Hindernisse des Lebens können die Qualität des Strebens nicht beeinflussen. Der grundlegende Impuls, der die menschliche Gattung aus der Zelle des Minerals hervorbrachte, darf, wenn sich die Steinzelle auf Stelzen erhob, nicht erlahmen. Dann muss auf alles, was war, eine Übersättigung folgen, und ein unbezähmbares Streben nimmt seinen Platz ein. Wenn das Streben verloren geht, hört der Mensch auf, ein bewusstes Wesen zu sein.
Augenblicke des Auflösens des Bewusstseins spiegeln sich in der physischen Ausstrahlung wider. Man kann etwas, gleich Bauchschwaden von grauem Dunst, sehen, das sich vom Sonnengeflecht abwärts ausbreitet. Dies bestätigt die Tatsache, dass wir es mit einer Energie zu tun haben kurz gesagt, das große Aum hat sich in Asche verwandelt. Schon in der Kindheit sehen wir, wie Streben zu Asche wird.
Gärtner, tritt näher, und entferne mit einem Lächeln den Staub von den Blütenblättern! Ein Lächeln gleicht einem Flügel des großen Aum. Gärtner, du wähltest die Obhut der Blumen. Die Blüte der Morgenröte ertönt in der Freude der Klänge des Raumes. Man kann an die fernen Welten denken.
228. Die Zeit ist gekommen, wo Wir jedem Schaffenden sagen werden: "Du gehörst zu Uns!" Die Zeit ist gekommen, wo wir die Pfade und Zeichen, angefangen von jenen der Sterne, überprüfen werden; wo wir uns in den Sprachen und Ausdrücken des Denkens kürzer fassen werden; wo wir die Verse des Altertums zum letzten Male durchlesen werden.
Das Leben ist nach Perioden und Stilen eingeteilt worden, dem Maß unvollkommener Tage Tribut zahlend. Wer verteilte die Sternbilder? Wer verteilte die Mundarten? Erinnerte sich jemand an das Erbe aller Völker? Stil hat die Eigenheiten des Zeitalters bestimmt. Die äußeren Kerben eines Ornaments tragen die Vorurteile und die Herkömmlichkeiten der Lüge. Es ist Zeit, Erbe nur entsprechend dem inneren Potential zu teilen. Es ist notwendig, den Zuwachs des Lebens zu kennen. Sargformen müssen den Toten überlassen werden. Wahrlich, man sollte die Schritte der Kultur fühlen, doch das Zick-Zack der Verweichlichung nicht beachten. In plumpe Panzer gesperrter Kleinmut hat nie zu allmenschlicher Freude geführt, doch die Retorte eines bescheidenen Alchimisten erstrahlte oft für das Allgemeinwohl. Ohne Aberglauben müssen wir die Meilensteine des Wachstums der Menschheit unter dem Zeichen der Gemeinschaft prüfen. Wir müssen prüfen, wie der Sieg der Gemeinschaft
durch Anzünden der Feuer von Wissen und Schönheit gewachsen ist. Wahres Wissen und Schönheit verkörpern die beste Gemeinschaft.
Wir werden das Beste erwählen und bestätigen, dass wer das Beste erkannte, zum Gemeinschaftsmitglied wird.
229. Standhaftigkeit, Ruhe, Findigkeit und Schnelligkeit danach fragt jeden, der Hingebung zur Gemeinschaft bekennt. Doch Ruhe kann im Schlaf in Erscheinung treten, Standhaftigkeit in Untätigkeit, Findigkeit bei der Mahlzeit und Schnelligkeit im Empfang von Geld.
Die Gemeinschaft ist ständig der Prüfung unterworfen. Die neuesten Lebensformen sind von der Prüfung nicht ausgenommen. Ihr wisst, dass Wir gegen angekündigte Schulprüfungen sind. Ebenso sind Wir gegen im Voraus festgesetzte Prüfungsperioden. Dieses oberflächliche Erwerben von Wissen und diese heuchlerischen Richtlinien des Benehmens beschleunigen die Entwicklung nicht, sondern verzögern sie. Ich kann Mich an keine hervorragende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens erinnern, die Bildung erlangte, weil sie sich diesen heuchlerischen Bedingungen unterworfen hat.
Beginnt mit dem Aufbau der Gemeinschaft als ein Heim des Wissens und der Schönheit. In diesem Haus wird nicht mit herkömmlichen Maßstäben gemessen werden. Jeder wird bestrebt sein, Wissen zu erlangen und dieses zum Ausdruck zu bringen. Nur stets fortschreitende Erkenntnis wird eine Hilfe sein, nur gesättigte Arbeit wird verhindern, in finstere Winkel zurückzukehren. Doch Wir erwarten jene, die bestrebt sind, das alte Leben aufzugeben. Es gibt nichts Schlimmeres, als
vertrocknete Krumen mit sich zu tragen. Diese Krumen berauben die Freude.
Der neue Bau muss von alten Wohnhäusern getrennt stehen, damit das Gebäude, in dem die Zukunft der Menschheit geschmiedet wird, von der Geschäftigkeit des Alltags unberührt bleibt. Wir billigen es, wenn die Mitglieder der Gemeinschaft vom Leben nicht zuviel verlangen; damit bestätigen sie den Fortbestand des Seins. Aber der Qualität des Bewusstseins müssen die Mitglieder der Gemeinschaft verstärkte Sorgfalt widmen. Man muss wiederholt über Bewusstsein sprechen, denn die Menschen sind nicht gewohnt, es zu fühlen. Sentimentalität wird oft für Mitleid gehalten, Zorn für Empörung und Selbsterhaltung für Mut.
Man muss verstehen, wie dringend notwendig es ist, seine Begriffe zu läutern, nicht allein in Gedanken, sondern auch in der Tat.
230. Es hat den Anschein, als wäre den zwei westlichen Erfindungen: Mystizismus und Metaphysik ein Ende gesetzt. Ein mittelmäßig ausgestattetes Laboratorium sagt über die Eigenschaften der einen Materie genug aus. Aber sobald die Menschen die Grenzen der Versuche von gestern überschreiten, beginnen sie ihre Hilflosigkeit mit unbestimmten, staubigen Benennungen zu verdecken. Sie gehen in Opposition und verdecken mit den Schreckbildern "Metaphysik" und "Mystizismus" all die wissenschaftlichen Möglichkeiten von morgen. Die Metaphysik von gestern
hat sich in die wissenschaftliche Kenntnis eines durchschnittlich gebildeten Menschen verwandelt. Mystizismus erwies sich als eine historische Tatsache, und die Grabmauern haben jene mit erweitertstem Bewusstsein mehr überzeugt.
Und so fragen Wir: "Warum spinnt der skeptische Mensch auf der Straße unaufhörlich Legenden und webt Mythos?" Tausende Jahre genügen, um die erlesenste Mythen zu polieren, und ein Mensch in gesellschaftlicher Stellung wird auf einen Papier-Olymp erhoben. Und neugeborene Skeptiker hängen sich an seinen Rocksaum und überreden ihre Kameraden, die neuen Himmelsbewohner auf den Thron zu heben. Ein neuer Schneider schneidet den Rock neu zu, und der Mythos wird geboren. Wir sprechen über diese Phönixe22 nicht, um ein Lächeln hervorzurufen. Man muss sich endlich die Erscheinung der Wirklichkeit zu eigen machen. Und jede Unwissenheit muss real aufgedeckt und aus der Gemeinschaft entfernt werden. Ein spießbürgerliches Mythengebäude ist für die Gemeinschaft ungeeignet.
Mit Unserer Gemeinschaft können jene voranschreiten, die Realität und wahren Materialismus begreifen. In Unserem Gehege kann man sich einen Mystiker oder Metaphysiker nicht vorstellen. Der Metaphysiker, einen Schlag erhaltend, schreit: "Ich bin physisch getroffen!" Der Mystiker reibt sich beim Wahrnehmen des Lebensstrahles die Augen.
Wozu lebt ihr? Um zu erkennen und euch zu vervollkommnen. Nichts Nebelhaftes sollte euch befriedigen.
231. Augenscheinlichkeit ist die Wirklichkeit eines Huhnes.
Nur durch angestrengte Vervollkommnung könnt ihr der Wirklichkeit näher kommen.
Vervollkommnung mag als ein klerikaler23 Begriff gelten, aber Wir verstehen unter Vervollkommnung die Verbesserung eines realen Apparates. Verbesserung des Apparates in seiner Gesamtheit ist der Menschheit würdig.
Durch Verstehen des physischen Apparates müssen die Menschen nach verbesserten Formen streben.
232. Ihr wisst, dass in Unserer Gemeinschaft strenge Bedingungen herrschen, doch ihre Erfüllung wird durch Mitwirkung in all den anderen Gemeinschaften erleichtert. Viele soziale Organismen schenken der inneren Bildung ihrer Mitglieder keine Beachtung. Wenn ihr euch Unsere Disziplin aneignet, könnt ihr dort keine Gemeinschaft erkennen, wo nur äußere Zeichen von ihr gewahrt werden.
Wir gestatten, dass bestimmte Reden von Uns niedergeschrieben werden, nicht um Vorwürfe oder eine Gegenüberstellung zu machen, sondern für das Bewusstsein jener, die irgend einmal von Unserer Gemeinschaft gehört haben, die etwas von einem unerfüllbaren Traum erfahren haben, der irgendwo im Leben Wirklichkeit wurde. Jemand wurde in nächtlichen Stunden von Gedanken geplagt und beschönigte sogleich die Legende. Für diese ist es notwendig, Unsere Gespräche zu übermitteln.
Der Geograph kann beruhigt werden. Wir nehmen auf der Erde einen bestimmten Platz ein. Der Verschwörer kann getröstet werden, Wir haben in verschiedenen Teilen der Welt
eine genügende Anzahl Mitarbeiter. Das unbefriedigte Gemeinschaftsmitglied kann im Bewusstsein des praktischen Bestandes Unserer Gemeinschaft gefestigt werden.
In verschiedenen Ländern seid ihr Unseren augenscheinlichen, materiellen Mitgliedern und Mitarbeitern begegnet. Unsere Gespräche enthalten nichts Abstraktes. Wir arbeiten auf der Linie der großen Evolution. Jeder, der sich Unserer Gemeinschaft nähert, wird zu einem Aktivisten.
Arbeitet für die Wirklichkeit.
233. Oft haben wir uns über die Bewusstseinserweiterung und über die Aneignung von vielen nützlichen Eigenschaften unterhalten. Wie geht dieses Wachsen denn vor sich? Wenn es schwer ist, das Wachsen eines Haares wahrzunehmen, so ist es noch viel schwerer, das Wachsen des Bewusstseins zu erfassen. Es ist ein Irrtum, zu glauben, dass man das Wachsen des Bewusstseins verfolgen kann. Wenn man es versucht, erfährt der beobachtende Apparat dieselbe Spannung. Gewiss, seine Fühler sind immer nach vorn ausgestreckt. Es ist unmöglich, dass eine Errungenschaft verloren geht, wenn die dynamischen Faktoren nicht paralysiert wurden. So kann man nur an seltenen Scheidewegen seine grundlegende Veränderung überblicken dies ist ein Geschenk der Evolution. Man sollte Dynamik in keine qualvolle Selbstprüfung übergehen lassen. In Taten und in Ergebnissen wird man die rechte Richtung erkennen. Darum ziehen Wir selbst eine irrige Tat der Untätigkeit vor.
234. Die Welt wurde in zwei Teile gespalten. Die Unvollkommenheit der Hälfte der neuen Erscheinungen kennend und die schlauen Kniffe der alten voraussehend, bleiben Wir immer in einer Welt, die unvollkommen und neu ist. Wir wissen alles, Wir bewerten alles. Ihr habt einen persönlichen Einfluss, die Menschen kommen zu euch mit der Frage, wie man denken soll. Antwortet kurz: "Mit der Neuen Welt, verwerft alle begrenzten Meinungen." Denkt darüber nach, wie man die alten Gewohnheiten ablegen kann. Strengt euch an, den vollen Kelch zu empfangen.
Keine Worte, sondern das Füllen des Raumes spornt euch zu einem unveränderlichen Befehl an. Die Überwindung der Angst wird euch in einer schweren Stunde helfen. Es ist besonders schwer, das Bewusstsein der Einsamkeit zu überwinden. In weisen Erzählungen wird oft von einer einsamen Schlacht gesprochen. Der Krieger ist sowohl ein Spähtrupp, ein Berater, ein Befehlshaber als auch ein Held. Beachtet, dass dieses Wort aus dem Wörterbuch der alten Welt nahezu verdrängt wurde. Der Held wird im Leben von kleinen Herzen unannehmbar. Als ein Fremdling würde er inmitten von Wohlstand beschämt werden. Lernt es, dort zu sein, wo es Helden gibt. Die Welt wird durch die Wirklichkeit des Heldentums erschüttert werden.
Man möge heute über den Held sprechen anstatt über Mechaniker. Kinder mögen sich Helden nennen und an sich die Eigenschaften bemerkenswerter Menschen erproben. Sie mögen Bücher mit klarer Erzählung lesen, in denen
die Gesichter mühsamer Arbeit und des Willens ohne einen zarten Anstrich geschildert werden. Auch für medizinische Zwecke ist dieser tapfere Ruf des Lebens unentbehrlich.
Solches Material muss ohne Verzögerung gegeben werden. Denn dies hütet die wenigen, die fähig sind, zu geben. Ihre Vernichtung kann nicht gerechtfertigt werden.
Jemand könnte sagen, dass dies wieder nichts Neues wäre, doch er selbst weiß die aufgezeigte Fürsorge auch nicht zu offenbaren. Die Offenbarung von Findigkeit ist nicht unter der Mütze nötig, sondern im Gehirn.
Die neue Welt hat geachtete Lehrer und wird Sie im Verhältnis zu ihrem Bewusstsein haben.
235. Greifen wir einzelne kindliche Begriffe auf. Was ist neu? Nichts. Sondern es gibt nur neue Erkenntnis der Manifestationen der Eigenschaften der Materie, neu für die gegenwärtige Verstandesebene. Man muss verstehen, dass die wahren Bestätigungen nicht in selbstgenügsamer Loslösung, sondern in wahrer Kontinuität enthalten sind. Manifestation kann nur in einer furchtlosen Bestätigung folgerichtiger Ordnung gestärkt werden. Diese Überlegung ist auch für Kinder zugänglich, und sie enthält die Macht der Solidarität. Doch organisierte Solidarität ist noch nicht erkannt. Oft versuchen die Menschen, eine Manifestation zu begrenzen, was sich offensichtlich schädlich auswirkt. Jede Zergliederung gleicht einer Axt für einen lebendigen Organismus.
Haltet die auf Erden fast in Vergessenheit geratene Solidarität aufrecht. Es ist besser, in der folgerichtigen Ordnung zu irren als loszulösen und zu zergliedern.
236. Es könnte gefragt werden, was mit Verrätern gemacht werden soll. Lügner und Faulenzer sind leicht zu vertreiben, doch es ist unmöglich, Verrat aufkommen zu lassen.
Wir können einen Fall anführen, wo einer Unserer Mitarbeiter Verrat duldete. Der Wachposten sagte zu ihm: "Richte dich selbst." Als ob nichts geschehen wäre, setzte der Verräter ein hämisches Lächeln auf und ging lebend davon. Doch nach einem Jahr erwartete er, des Schlafes beraubt, voller Furcht den Tod. Todesfurcht ist das schwerste Selbstgericht. Todesfurcht verhindert Wachstum und beneidet jeden, der eine Lebenswende willkommen heißt. Todesfurcht ist ein unbeschreiblicher Schrecken, dem man nicht entfliehen kann, sie ist ein eisiger Starrkrampf. Dem potentiellen Verräter kann man sagen: "Hüte dich vor Todesfurcht."
Wir sehen tatsächlich, wie der Aufbau der Gemeinschaft die Attribute des Todes wegwischt; wie der ganze Übergangsprozess allgemein unmerklich wird. Wie Friedhöfe aufgehoben und Gefängnisse abgeschafft werden. Ist das Gefängnis nicht der Bruder des Friedhofes? Arbeit öffnet die Gefängnisse. Feuer reinigt die Friedhöfe. Arbeit und Feuer die Ursache und Wirkung der Energie.
237. Verzichten oder vermehren? Natürlich vermehren, vollblütig und freudig, jedoch für
das Allgemeinwohl. Das geringste Anzeichen von Sektierertum oder blind ergebener Begrenzung werden der sonnenhaften Evolution der Gemeinschaft widersprechen. Strenge Freude vermeidet Finsternis. Maulwürfe des Verbots und der Begrenzung werden die Sonne nie erblicken.
Das Bewusstsein kann sich bis zu einem solchen Grad einer sklavischen Höflichkeit anpassen, dass jeder neue Wissenserwerb als ein Verbrechen oder Wahnsinn erscheinen wird. Könnte denn Wirklichkeit unwissende Begrenzungen dulden? Wir können so sprechen, denn Wir sind keine Anarchisten, sondern Gemeinschaftsmitglieder.
Oft haben Wir über die Disziplin des Willens und über den Befehl des Bewusstseins gesprochen. Vor langem wurde der Mut zur Verantwortlichkeit festgesetzt. Jetzt müssen wir unsere Kühnheit auf die Ausrottung des beschränkten Sektierertums und Aberglaubens richten. Der Sektierer träumt von Machtergreifung, um alles seinem unbeweglichen Bewusstsein zu unterjochen. Der abergläubische Mensch fürchtet vor allem am meisten, durch eine zufällige Bewegung ein fremdes Zeichen hervorzurufen und denkt sehr viel an sich selbst. Aberglaube und Sektierertum sind Zeichen von einem sehr niedrigen Bewusstsein, denn das Potential der Schaffenskraft ist für den, dem das Prinzip der Aufnahmefähigkeit fremd ist, zur Nichtigkeit herabgesunken.
Es ist notwendig, Sektierertum und Aberglauben in jeder Form zu entlarven. Scheut euch nicht, diese Fragen aufzugreifen, denn damit werdet ihr Lüge und Angst vernichten.
Die Gemeinschaft ist der Hort aller Möglichkeiten und aller Aufspeicherungen. Wer die Grenzen und die Macht der Gemeinschaft schmälert, wird zu einem Verräter. Die Gemeinschaft ist der Kelch der sonnenharten Freude.
238. Die Kohlen des Weltbrandes werden eilig herbeigetragen, und die alte Welt bietet ihre ganze Starke auf. Wie kann man die Windungen der Grenzlinien wahrnehmen? Sie durchschneiden Länder, Städte, Heime, Familien sogar Menschen werden durch unentschlossenes Denken getrennt. Ist es wert, alle Windungen der alten Welt in Betracht zu ziehen?
In Legenden durchschritten Riesen die Meere, monolithische Felsen abbrechend. Vergleichen wir uns mit den Riesen und unsere Gedanken mit den Monolithen. Zerstreuen wir zaghafte Halbheiten, da sie sonst von uns Besitz ergreifen und uns einer schändlichen Hinrichtung durch Schlagen mit Kontobüchern ausliefern werden. Wir kennen monolithisches Denken.
Wenn die Weltbrände stark sind, denkt monolithisch.
239. Es kommt vor, dass der am wenigsten bestreitbare Plan Hindernissen unterworfen wird. Man wird fragen, wie man ohne übermäßige Energieausgabe eine Lösung finden kann. Vielleicht liegt eine Änderung im Wesen des Planes oder in seinen Ausmaßen oder in der Lage vor. Den Plan in seinem hauptsächlichen Wesen zu ändern, gleicht Verrat. Den Umfang des Planes schmälern, bedeutet Kurzsichtigkeit. Unsere Lösung wird in der Wahl eines anderen Ortes liegen, so dass neue Bedingungen die Grundbedeutung noch erhöhen werden. Wir billigen nicht das Prinzip "Kämpfen und untergehen". Es ist mutiger,
keine Kräfte zu verlieren und zu siegen. Doch dazu sind volle Erkenntnis der Richtigkeit der Richtung sowie Unerschütterlichkeit der Spannung erforderlich.
Wir lieben das Bogenschießen. Standhafte Spannung der Bogensehne geht dem Flug des Pfeils voraus. Der Raum singt, und die in die Tat hereingezogene Spirale vermehrt die Nützlichkeit der Materieteilchen. So wird ein neuer Panzer geschmiedet.
Wie vorteilhaft ist es, wenn ein neuer Ort gefunden werden kann, der das Potential des vorhergehenden erhöht. Begrenzt einen Plan nicht durch Entscheidung für eine Stelle das Wesen des Planes ist wichtig.
Wir wollen zu denen sprechen, die nachts umherschleichen und flüstern und des Tags schweigen. Findet für sie geeignete Worte, sonst werden sie in die Finsternis der Nacht versinken. Schlagt ihnen vor, ohne Befehl des Bewusstseins, in einem neuen Leben Fortschritte zu machen. Das neue Leben ist noch ungeformt, das Wesen der Evolution kommt noch nicht zum Ausdruck. Doch wer weiß, wohin er geht, wird dem Sumpf auf dem Pfade ausweichen.
240. Könnte man sich mit einem Leben persönlicher Bereicherung zufrieden geben? Könnte man sich die jeden Gegenstand sättigende freie Urmaterie aneignen? Lernt es, das unvermeidliche Vorhandensein von Materie in jedem Gegenstand zu spüren. Oft anerkennen die Menschen die Materie in einem fernen Äther, doch sie finden es absurd, die Materie in den für den täglichen Gebrauch angefertigten
Gegenständen zu bestätigen. Während Wiedererkennung der erhabenen Materie in jedem Gegenstand die Vorstellung über alle Details des Lebens hebt.
Ihr werdet natürlich überall auf Misstrauen stoßen. In der Tat, gerade wenn ihr euch auf wissenschaftlichphysikalische Überlegungen beziehen werdet, werden die Menschen von der Metaphysik eurer Überlegungen sprechen. Schenkt den Argumenten der Unwissenden keine Beachtung. Nur eines ist wichtig: die Welt-Zusammenarbeit als eine absolute Notwendigkeit der Evolution zu betrachten.
Unwissenheit, Eigensinn, Gemeinheit können die Errichtung der Gemeinschaft nicht behindern. Es ist notwendig, die Unanfechtbarkeit der Evolution der Zusammenarbeit anzuerkennen. Es ist notwendig, jede Stunde des Lebens in eine lebendige fortschrittliche Bewegung zu verwandeln. Kann man wie eine blinde Natter leben?
Ihr wisst, wo man euch erwartet und wer eurer Nachricht entgegensieht. Dies wird eure eilige, einsame Reise beflügeln.
241. Wenn ihr kommt kommt als wie für immer. Wenn ihr scheidet scheidet als wie für immer. Wenn ihr kommt, besitzet alles, weil ihr allem entsagt habt. Wenn ihr scheidet, lasst alles zurück, weil alles angeeignet wurde. Bejaht Entsagung inmitten von Hab und Gut. Bejaht Besitz inmitten der Wüste. Wenn ihr Durst nach Dingen empfindet, löscht ihn.
Wörtliche Entsagung gleicht der Geste eines Affen. Fragt euren Gesprächspartner, wie er über die Gemeinschaft denkt. Bejaht euer Verständnis für dieses Denken. Ein Wort enthält Tausende Gedanken. Es ist zu grob, einem Wort einen genauen Ausdruckswert zuzuschreiben. Nur Vergleich der Begriffe kann die Qualität des Denkens bestimmen. Fragt ihn was ihm am unannehmbarsten erscheint? Was ihn am meisten anzieht? Fragt öfter als einmal, da sonst das Wichtigste vergessen wird. Die Menschen sind es nicht gewohnt, das Unannehmbare klar zu bestimmen. Ein altersschwacher Mensch stimmt nicht zu, sondern fürchtet sich, über sich Rechenschaft abzulegen. Ein Kind wird von etwas angezogen, versteht es jedoch nicht, über die Grundursache nachzudenken. Das neue Zeitalter bedarf verantwortlicher Klarheit. Wie unerlässlich ist es, Menschen zu veranlassen, über die Ursachen der Unannehmbarkeit nachzudenken. Die Offenbarung der Ursachen ist der halbe Weg zur Annahme.
Ich besitze, weil ich entsagt habe.
242. Es ist unvermeidlich, mit Menschen zusammenzutreffen, die jedes ihnen unverständliche Wort bespötteln. Ihr Auffassungsapparat ist mit Schwielen der Unwissenheit bedeckt. Sagt man ihnen zum Beispiel etwas über Schambala24, werden sie diesen realen Begriff als einen Fetisch des Aberglaubens auffassen. Welches sind die Zeichen der Zeit von Schambala? Das Zeitalter der Wahrheit und Zusammenarbeit.
Verfolgt, wie das Wort Schambala im Osten ausgesprochen wird. Versucht, selbst wenn nur ein wenig,
in die Ideologie dieses Begriffes einzudringen. Versucht, den Rhythmus das Sprachaufbaues über Schambala zu verstehen, und ihr werdet eine große Realität wahrnehmen, welche die Harfensaiten der Menschheit erklingen lässt. Möge die Vernunft euch helfen, über die durch beste Bestrebungen aufgespeicherten Werte nachzudenken. Im Buch "Gemeinschaft" kann der Begriff von Schambala nicht übergangen werden.
Freunde, begreift, was für eine angespannte und schöne Zeit jetzt ist!
243. Von Unseren Bergen scheidend, werdet ihr unvermeidlich ein schmerzliches Gefühl erleiden. Diese psychisch begründete Empfindung wird durch den Umstand, die miterlebten Ereignisse nicht zu erzählen, unvermeidlich noch verstärkt. Abgesehen von aufgezeigten außergewöhnlichen Fällen wird keiner, der bei Uns war, darüber sprechen.
Dem, der Unsere Gemeinschaft erreichen will, rate Ich, sein Wissen zu vermehren. Die Menschen des Westens vergessen nach der allgemeinen Schulbildung gewöhnlich das Wissen oder ziehen nur einen dünnen Faden der Spezialisierung heraus, anstatt das ganze Fangnetz zu weben.
Wenn Wir sagen "Wisset", bestehen Wir auf einem vielseitigen Überblick und Beherrschung von Möglichkeiten.
Der beharrliche Traum, zum Bergtal, wo es die Möglichkeit gibt, Wissen zu vermehren, zurückzukehren, wird zum Erreichen des Zieles führen.
Es muss daran erinnert werden, dass Wissen unaufhörlich vermehrt werden sollte. Bewahret vor allem das Streben, das allen Erkenntnismethoden den Antrieb verleiht.
Streben ist der Schlüssel zum Schloss.
244. Häufig sprechen Wir zu euch über die Neuen und die Jungen. Ein für allemal wünschen Wir, zu verstehen, dass mit diesen Begriffen nicht das Lebensalter gemeint ist, sondern Neuheit des Bewusstseins und die Jugend des Strebens. Die Länge des Bartes ist ohne Bedeutung, und wertlos ist die Beteuerung der Minderjährigkeit. Die Flamme des Strebens hängt nicht vom Körper ab. Der Magnet der Ursubstanz offenbart sich unabhängig von den stattfindenden Ereignissen. In der Tat, der Begriff des Magneten überschreitet die physische Sphäre. Wendet den Magneten im psychischen Bereich an und ihr werdet eine sehr wertvolle Beobachtung machen. Die Assoziation von Ideen hat eine gewisse Grundlage in der magnetischen Welle. Verfolgt den Verlauf der magnetischen Wellen und ihr werdet feststellen, dass die Ideen sich in gleicher Richtung fortbewegen. Die Eigenschaft der Ideen mag verschieden sein, doch die Technik ihrer Verbreitung ist die gleiche. Der Versuch, zwischen Magnet und Denken eine Verbindung herzustellen, gibt ein hinreichendes Beispiel für den Einfluss einer physischen unsichtbaren Energie auf den psychischen Vorgang. Die Eigenschaften der Magnete sind verschieden; sie können wie Instrumente gestimmt werden. Die Reichweite der magnetischen Wellenlänge ist unvorstellbar. Ihre Wirkung auf die Menschen erfolgt nicht nach dem Alter, sondern nach der psychischen Strebsamkeit. Für Strahlungen auf Entfernung
dienen magnetische Wellen als ein ungewöhnlicher Leiter. So haben wir mit fernen Horizonten begonnen und enden mit jeder zukünftigen Aufgabe der Menschheit.
Beachtet, das System der Auslegung besteht nicht in Eintönigkeit, sondern in der Spirale eines Strebens unter verschiedenen Bedingungen.
Denkt über magnetische Wellen und über psychisches Streben nach.
245. Anpassungsfähigkeit ist das beste Mittel für die Erhaltung der Kräfte. Oft wird gefragt, wie man diese Eigenschaft entwickeln soll. Die Entwicklung der Anpassungsfähigkeit findet im Lebensstrom statt. Allen ist das Gefühl der Grenzen der Sphären bekannt. Wenn ihr aus einem Spielhaus auf die graue Straße tretet, dünkt es euch, als wäret ihr in eine niedere Sphäre gefallen. Wenn ihr nach feierlichen Festlichkeiten zu eurer täglichen mühsamen Arbeit zurückkehrt, seid ihr von der traurigen Alltäglichkeit betroffen. Wenn ihr, aus schrecklicher Kälte kommend, ein herrliches Gebäude betretet, scheint es die Krönung der Vollkommenheit zu sein. Eine träge Anpassungsfähigkeit erzeugt eine Reihe falscher Vorstellungen. Diese Lüge macht euch schüchtern und unbeholfen. Die Menschen kriechen vor dem Trugbild eines Effekts. Sie beengen ihre eigenen Begriffe vor dem Unerwarteten, doch alles muss in einer entgegengesetzten Art stattfinden. Gewöhnt euch streng daran,
entgegengesetzte Empfindungen aufzunehmen und Unerwartetes zu erfassen. Alles ist erwartet, weil alles bewusst ist.
Die Lüge eines Trugbildes zwingt einen, bestimmte Ausdrücke zu fürchten. Ihr beginnt vor dem Wort "Geist" Angst zu verspüren, obwohl ihr wisst, dass dies ein bestimmter Zustand der Materie ist. Furchtsam vermeidet ihr das Wort "Schöpfer", obgleich ihr wisst, dass jede materielle Bildung ihren Schöpfer hat. Lüge und Angst sind armselige Ratgeber. Man kann viele Formen von Aberglauben anführen, die Erwachsene zu Kindern werden lassen. Wir bitten dringend, verwerft den ganzen Aberglauben und erkennt in allem die Wirklichkeit. Schade um jene, die auf einem Fuß hüpfen. Dieser Anblick erinnert an ein Märchen, in dem das Kindermädchen dem Kind, damit es nicht wegläuft, einredet, es sei ein Zeichen hoher Geburt, auf einem Bein zu hüpfen.
246. Der unfreie Mensch, der an sich denkt, der für sich handelt, ist in ein Meer falscher Strömungen untergetaucht. Der Mensch bildet sogar seine Rede in eine Manifestation äußeren Ausdrucks um, das heißt gemäß seiner Selbstgefälligkeit. Beachtet, wie die Betonungen bei Worten fremder Mundarten umgestellt werden, ungeachtet des Sinns und der Philologie. Die Menschen formen fremde Laute um, um sie der Sitte des eigenen Landes anzupassen. In der Tat, die Selbsteinbildung der Unwissenheit und eine Missachtung gegenüber dem Nachbarn kommen in der Verstümmelung der Sprache zum Ausdruck. Ergründen und in die Bedeutung des Gefühls eines Nachbarn eindringen, ist mit der Grobheit
des kleinen Eigendünkels unvereinbar. Das Gefühl der Verantwortungslosigkeit und die nicht abgelegte Ansicht über das Eigentum schaffen die feudalen Herren unserer gegenwärtigen Zeit. Beachtet: wer den Sinn einer Rede durch sinnlose Umstellung der Betonungen verstümmelt, wird ein Mensch bar jeden Verständnisses für die Evolution sein. Der feinfühlige Mensch zieht es vor, einfache Ausdrücke zu verwenden, um einen ihm unbekannten Sinn nicht zu stören. Niemand kann einen Boten anhören, der den Sinn seiner Botschaft verdreht.
Du, der du verurteilst, achte auf dich selbst! Unredlicher Besitzer vergiss nicht, dass der Hang eines anderen zum Besitz nur dein Spiegelbild ist! Sei vor allem um die Reichweite deines eigenen Bewusstseins besorgt! Wenn das Tier des Eigentums von deinem Bewusstsein noch nicht für immer verschluckt worden ist, wirst du, verlockt von dem Trugbild der Maja, unfrei bleiben. Durch Erkenntnis kann man das schwere Problem des Eigentums in der Freude der Erleuchtung lösen.
Der Bäcker könnte das ganze Brot aufessen, doch er tut es nicht. Der Mensch, der das Wesen aller Dinge erkannt hat, bedarf ihrer nicht. Das Bewusstsein muss der Gegenstand ursächlicher Erwägung sein. Nehmt alles realistisch innerhalb der Grenzen allen Lebens.
Wer unfrei ist, wer nur für sich handelt, versinkt in ein Meer falscher Strömungen.
247. Wenn Blitz die Flügel versengt, wenn Donner das Ohr alarmiert, wenn die Anker des Wohlstands schwinden,
dann wird Unser Bote anklopfen. Das Lächeln der Zufriedenheit wird ihm die Tür nicht öffnen. Der hölzerne Riegel des Eigendünkels versperrt ihm den Eingang. Das Unverkennbare wird dem erscheinen, der den Gast empfangen will. Obgleich der Pfad der Evolution unabänderlich ist, verfügt jeder über sich selbst. Die Klinge des Schwertes wird geschmiedet, doch die Zufriedenheit der Schlacke wächst. Zeichen des Erlöschens des Lichts treten in Erscheinung. Im Schmelztiegel wurde die Schwertklinge bereits gestählt. Manifestationen einer wunderbaren Neuen Welt wurden bestätigt. Es gibt noch viel Unrat, doch die Asche der Schlacke ist die Wiege der Klinge. Man mag alle Unvollkommenheiten kennen, doch Verleumdung der Neuen Welt wird ein Stein des Anstoßes auf dem Pfad sein. Der Drache lebt noch. Jede Klinge muss sich aus der Asche erheben. Der Rücken des Drachen hat die fernen Welten verdeckt. Der Feind hat den Eingang in die Welt des Lichts verheimlicht, doch die Sterne werden durch die Spalten des Rückens scheinen. Die Müllgrube bringt keine Verzagtheit, aber der goldene Rücken des Drachen erhebt sich wie eine Verlockung. Erheben wir alle gegen den Drachen gerichteten Schwerter und zählen sie erneut aufmerksam.
Es ist Zeit, das Banner des Maitreya vorzubereiten.
Wer sagte, dass die Zeit des Maitreya ohne Blitz und ohne Wirbelwind sei?!
Wir ziehen es vor, euch im Flug zu prüfen.
248. Mühsam bröckelt das Häuschen altersschwacher Vorurteile ab. Denken wir vor allem daran, dass es unmöglich ist, den Reifungsprozess der Frucht aufzuhalten. Überblicken wir die Seiten der Geschichte. Es kam die Zeit der Befreiung
des Gedankens, und die Marterpfähle der Inquisition loderten, doch der Gedanke floss weiter. Es kam die Zeit der Volksherrschaft und es donnerten die Geschütze. Es kam die Zeit für die Entwicklung der Technik, die Rückständigen waren entsetzt, doch die Maschinen bewegten sich weiter, pulsierend im Tempo der Evolution. Nun ist die Zeit gekommen, sich der psychischen Energie bewusst zu werden. Alle Inquisitoren, Rückschrittler, Besserwisser und Unwissenden mögen entsetzt sein, doch die Möglichkeit der neuen Errungenschaften der Menschheit in ihrer unberechenbaren Macht ist herangereift. Inquisitoren und Reaktionäre mögen Kerker und Irrenanstalten bauen, die später für sie als Arbeitskolonien geeignet erscheinen werden. Doch man kann die herangereifte Evolutionsstufe nicht zurückdrehen. Genauso, wie es unmöglich ist, die Menschheit aller Verbindungswege zu berauben.
Die Verneiner der Evolution können sich in das Einsiedlerleben zurückziehen und von der Wonne des Rückschritts träumen. Doch das Leben selbst, die Wirklichkeit selbst, wird neue unwiderlegbare Manifestationen aufzeigen. Nur der gesunde Verstand eines Realisten reiht diese Erscheinungen in ein wissenschaftlich durchdachtes, ordentliches System ein. Alle kurzsichtigen Mystiker und die kleinen herkömmlichen Literaten werden den Platz der Unwissenden einnehmen. Das Banner der wieder bewusst gewordenen Energie wurde gehisst. Jede neue Errungenschaft muss jedes Herz mit Freude erfüllen. Das Denken des Gemeinschaftsmitgliedes muss bei den Möglichkeiten neuer, nützlicher Studien der Wirklichkeit erbeben.
Wir rufen zur Aneignung von Wissen auf, denn nur Wissen kann dazu beitragen, den Komplex scheinbarer Widersprüche aufzusaugen. Die Gesetze des großen "Aum" sind in allen Zuständen gleich.
Wisset, wisset, wisset, sonst wird das Häuschen der altersschwachen Vorurteile nicht abbröckeln!
249. Zögert nicht, mit dem Studium der psychischen Energie zu beginnen. Zögert nicht, sie anzuwenden, sonst wird ein Meer von Wellen alle Deiche hinwegspülen und die Gedankenströme in Chaos verwandeln. Eignet euch die Devise an: "Wer nicht zögert, kommt nicht zu spät." Lehnt den Grundsatz des Realisten über genaue Arbeit nicht ab. Nur ohne Aufschub und mit klarem Denken kann man die Bildungen von Gemeinschaften unterscheiden.
Sagt den Freunden, wie sehr die Zeit drängt und dass Versäumtes nicht nachgeholt werden kann. Sagt ihnen, dass die Lehre der Gemeinschaft in Übereinstimmung mit den Erscheinungen der Energie voranschreiten muss. Der übliche Fehler ist, dass man versucht, den sozialen vom wissenschaftlichen Aufbau zu trennen. Es ist schwierig, sich den Wissenschaftler außerhalb der Gemeinschaft vorzustellen. Ist es denkbar, in der Zeit der Beschleunigung der Evolution abseits zu stehen? Kann man die Erscheinungen des Blitzes verschlafen? Furchtlos und ohne Selbstbemitleidung muss die Last der Wachsamkeit auf sich genommen werden. Es darf keine Müdigkeit geben, wenn an den Toren Verwüstung herrscht, wenn die Macht der psychischen Energie sich in einen unaufhaltsamen Strom ergießen kann. Vergleicht eure Lage mit jener in Holland, wo der Meeresspiegel oft höher ist als
das Land. Welch unermüdliche Wachsamkeit ist dort erforderlich, um die Kanäle und Deiche zu hüten!
Nehmt den Zustrom von psychischer Energie als fruchtbringende Welle an. Der Verlust dieser Möglichkeiten bedeutet für die Gemeinschaft einen nicht wieder gutzumachenden Schaden. Überlasst es der alten Welt, Angst vor dem Studium der psychischen Energie zu haben. Ihr aber, die ihr jung, stark und unvoreingenommen seid, untersucht mit allen Mitteln die Gabe, die vor euren Toren liegt, und nehmt sie in Empfang.
Schaut mit Adlerblicken um euch und nehmt sprungbereit wie ein Löwe Besitz von dieser vorbestimmten Macht. Säumet nicht! Zeigt euch geneigt für die Lehre der Wirklichkeit!
250. Die Atomenergie steht mit der Erforschung der psychischen Energie und dem Studium der Theorie über die Magnete in Zusammenhang. Ohne diese Faktoren kann man sich nur bestimmte Erscheinungen der Urenergie aneignen. Es ist notwendig, eifrig nach Einfachheit im Forschen zu streben.
Sagt allen, dass der Wunsch, das physisch Sichtbare mit dem physisch Wägbaren, das vom Auge gewöhnlich nicht wahrgenommen werden kann, zu verbinden, heftig zum Ausdruck gebracht werden muss. Macht einen Versuch durch Photographieren der physischen Ausstrahlungen und Bildungen. Die grellen Tone der Ausstrahlung werden sogar bei Tagesaufnahmen zu sehen sein. Solche Aufnahmen vermögen kleine Verneiner in Staunen zu versetzen. Es könnten auch noch einige euch bekannte Experimente gezeigt werden, doch würden diese ins Wunderland verwiesen werden. Kindern erscheint sogar der gedeckte Mittagstisch
als ein Wunder. Wir, die Wir die kindlichen Gewohnheiten kennen, werden in den wissenschaftlichen Ausdrücken von gestern sprechen.
Es ist seltsam, zu beobachten, auf welch unerwarteten Wegen sich die Menschheit den neuen Eingängen nähert. Die Annäherungstaktik des Gegners ist merkwürdig kompliziert. Man kann nicht voraussagen, wie ein veraltetes Denken sich winden wird, um sein Kartenhäuschen nicht zu zerstören.
Wo ist denn die Endlichkeit? Wie ein Hammer schlägt die Unbegrenztheit zu, dieselbe Unbegrenztheit, die bei mutigem Wissen Flügel wachsen lässt.
Empört euch nicht über den langsamen Aufstieg mancher Charaktere, sie fürchten die Lächerlichkeit. Andere suchen den Zugang mit eigenen Worten. Um so besser, mögen sie sich selbst finden, doch weckt das Suchen. Mögen sie ihre Mutmaßungen kundtun. Mögen sie ganz individuell Erfahrungen sammeln.
Wir geben den wachsamen Erfahrungen vor den Tränen des Glaubens den Vorzug.
251. Die heutige Industrie und die gesamte Erzeugung von Gegenständen sind quantitativ und qualitativ derart unausgeglichen, dass die Möglichkeit einer richtigen Verteilung der Gegenstände derzeit ausgeschlossen erscheint. Gewaltsame und wahllose Verteilung erzeugen List und Lügen. Kann man in Untätigkeit neue Möglichkeiten erwarten, oder sollte man das Bewusstsein seinem Wesen nach vertiefen?
Ihr erinnert euch der Worte Buddhas über den Schüler, der, umgeben von Sachen, dennoch bewusst persönlichem Besitz entsagte. Es ist zwecklos, zu versuchen, Sachen gewaltsam wegzunehmen und so eine Leidenschaft für Plunder zu schaffen. Das Wichtigste ist, vernünftig ein erzieherisches Programm über die erniedrigende Bedeutung von Besitz durchzuführen. Es ist unbedeutend, ob jemand in einem eigenen Lehnstuhl bleibt, doch wichtig ist es, dass die Jugend die Albernheit erkennt, ihren eigenen Lehnstuhl haben zu müssen. Es ist notwendig, dass dieses Bewusstsein sich nicht als Entsagung, sondern als freie Errungenschaft offenbart. Wenn die Menschen frei von List die Unzweckmäßigkeit persönlichen Eigentums erkennen werden, dann wird eine Gemeinschaft von Mitarbeitern heranwachsen.
252. Der giftige Atem der Besitzgier kann nur durch ein klar durchdachtes Schulprogramm vernichtet werden. Es gibt keine Literatur gegen den Besitz. Nur wenige haben den Drachen des Plunders besiegt, doch viele träumen von persönlichen Erwerbungen. Wie wahr müssen historische Vergleiche sein! Wie streng müssen biologische Einzelheiten gesammelt werden, um die Gesetzwidrigkeit und Nichtigkeit des Besitzes zu beweisen. Die Gesetze der Eigenschaften der Materie bezeugen, dass Besitz der Natur des Menschen nicht entspricht.
Verstehet, dass es notwendig ist, sich selbst ganz in die Eroberung der Grundlagen der Freiheit zu vertiefen. Seid fähig, mutig in einen seichten Brunnen zu schauen wie rasch
wird die Oberfläche schimmlig, und ein Stachel wächst aus dem stehenden Wasser.
Wir wollen das Begonnene vertiefen!
253. In der Tat, Einbildungskraft ist nur Widerspiegelung. Aus nichts kann nichts geboren werden. Es ist schwer, sich die Unzerstörbarkeit im Raum vorzustellen. Eine sichtliche Zerstörung vollständiger Erscheinungen dringt in das Gehirn ein. Die Zerstörung ganzer Epochen wird offensichtlich. Wie ist die Wirklichkeit der Verdichtung des Raumes zu verstehen? Viele Symptome treten in Erscheinung, doch die Menschen verstehen es nicht, die Geschehnisse zueinander in Beziehung zu bringen. Es ist zum Beispiel bereits bekannt, wie gebieterisch die psychische Energie bei der Menschheit Einlass begehrt. Das Auftreten seltsamer Krankheiten wird beobachtet, bei denen die Lebensenergie ohne sichtbare Ursachen entweicht. Doch dabei werden Ursache und Wirkung nicht in Beziehung gebracht. So hätte ein euch bekannter Fall euch lehren können, wie nötig das Studium und die Anwendung der psychischen Energie sind. Eine Welle psychischer Energie hätte die Lebenskraft wieder hergestellt und neue Freude am Sein geschenkt. Doch dazu ist es notwendig, sich der psychischen Energie bewusst zu werden, das heißt, in den Rhythmus der Evolution einzutreten. Statt dessen werden die Kranken mit Arzneien gefüttert. Wo es ein leichtes wäre, zu helfen, bereitet man sich gefügig auf den Tod vor.
Wenn Wir zum Bewusstwerden der psychischen Energie aufrufen, denken Wir nicht daran, die Menschen in Magier zu verwandeln;
Wir weisen nur auf die nächste Evolutionsstufe hin und bitten im Namen der Gemeinschaft dringend, den Termin nicht zu versäumen. Beeilt euch, euch mit Kräften zu versorgen und so der unmittelbaren Evolution zu dienen.
Die Evolution vollzieht sich ganz sicher, aber warum bedrückt sein, wenn ein Lied der Freude geboten wurde!
254. Wenn ihr einen mit Schmutz bedeckten wertvollen Gegenstand auf der Straße findet, werdet ihr nicht hochmütig vorbeigehen. Ihr werdet den Fundgegenstand aufheben und ihn vom Schmutz säubern. Genauso werdet ihr, wenn ihr einem wertvollen, aber mit Schmutz bedeckten Menschen begegnet, euren Schritt anhalten und ihn säubern. Es ist die Pflicht des Gemeinschaftsmitgliedes, Gerechtigkeit zu bestätigen. Die Lehre kann wahre Werfe nicht ablehnen. Die Gemeinschaft kann nicht erwägen gehört er zu uns oder nicht? Die Gemeinschaft sagt, dass er für die Evolution entweder wertvoll ist oder nicht. Die strengste Auswahl ist jene nach dem Wesen. Strenge Zweckmäßigkeit verpflichtet, die wahren Schätze zu bewahren. Verlieret keine Zeit durch Verteidigung der Werte. Jede Stunde zählt. Lehnt Worte der Ungewissheit ab. Jeder Wert ist für euch, was das Segel für das Schiff ist.
Große Werte wurden vor euch deutlich in den Schmutz geworfen. Die Pfade zur Weltgemeinschaft werden entschieden verschmäht. Jeder kann das größte Missgeschick ertragen, wenn in der Wache der Gemeinschaft Vertrauen herrscht. Es ist notwendig, dieses Vertrauen zu wahren, sonst ist es das Ende!
Genauso wie ihr einen aufgelesenen armseligen Diamanien reinigen würdet, so solltet ihr das Antlitz großer, sich mühender Arbeiter vom Schmutz säubern!
255. Unterhaltet kein Wortgefecht mit Unwissenden. Bewahret sichtliches Schweigen, wenn ihr der Unverantwortlichkeit eures Gesprächspartners gewahr werdet. Bestätigt euer eigenes Wissen mit Schweigen. Mögen fremde Menschen euren Blick nicht trüben. Lehrt eure jungen Freunde zu schweigen, wenn zu einem Bewusstsein keine Brücke vorhanden ist. Lehrt sie, das Schwert nur einmal zu schwingen, wenn ein verletzender Pfeil vorbeifliegt.
256. Brüllen muss ohne Erbeben angehört werden. Es ist notwendig, zu verstehen, wo die Quelle des Brüllens liegt. Das Ohr muss das Brüllen des Tigers von einem Siegesruf unterscheiden. Es ist notwendig, den Ausruf von dem angespannten menschlichen Bewusstsein zu schätzen, um diesen lärmenden Strom zu überschreiten. Der Preis des Pfades inmitten fremden Geschreis ist viel höher als jener des Pfades der Einsamkeit.
257. Krankheitserscheinungen können als Stichwunden der gesamtmenschlichen Substanz aufgefasst werden. Es ist klar ersichtlich, dass Menschen mit einem entwickelten Bewusstsein oft krank sind. Kopfschmerzen, Augenkrankheiten, Zahn- und Gliederschmerzen entstammen den psychischen Bereichen. Darüber habt ihr vor langem gehört. Krebs, Schwindsucht, Leber und Milzerkrankungen sowie Herzerweiterung all diese Krankheiten entstehen durch Unausgeglichenheit der psychischen Zentren. Nur die Anwendung der psychischen Energie kann die besseren Menschen schützen. Sonst werden sie wie Schwämme die Exzesse der Menschheit aufsaugen.
Nicht ohne Grund bestehen Wir auf dem Bewusstwerden der psychischen Energie die Zeit ist gekommen!
258. Wenden wir uns noch einmal dem Trugbild der Maja zu. Deutlich wird vor euch die augenscheinliche Nichtigkeit der Arbeit an der Menschheit erstehen. Wie augenscheinlich sind die Züge gegenwärtiger Erniedrigung! Wie offensichtlich sind Heuchelei und Lüge! Wie erstickend die Unwissenheit und tödliche Faulheit! Dieses Trugbild der Augenscheinlichkeit bewölkt den Horizont der Wirklichkeit. Doch wie der weiße Elefant des Maitreya schreitet die Wirklichkeit einher. Wenn Lüge und Eigendünkel scheinbar regieren, dann ist tatsächlich der große Wendepunkt in der Evolution gekommen. Der Flüsterer der Nacht verschwindet in die Dunkelheit.
Je stärker der Donner, um so mächtiger der Blitz. Alle wiederholen das Neue Zeitalter kommt im Sturm und Blitz. Für den Blitz bedarf es positiver und negativer Energien. Wenn Maja die negative Augenscheinlichkeit nicht darstellt, wie kann dann die Schwertklinge positiver Wirklichkeit aufflammen?
Wir sagen kurz, dass nie zuvor auf dem Planeten der Gedanke über Zusammenarbeit in dem Umfang erweckt wurde wie zur Zeit.
Ihr werdet alte Trugbilder wahrnehmen und die unbestreitbare Wirklichkeit der herannahenden Weltzusammenarbeit erkennen. Die Kraft des Zusammenwirkens muss groß sein. Der Glanz des Hammers des Blitzes muss blendend und der Donner betäubend sein. Jede Augenscheinlichkeit
muss unbestreitbarer Wirklichkeit dienen.
Mögen eure Feinde ihr Bewusstsein mit dem Blitz der Wirklichkeit erleuchten, wir wollen uns dem Trugbild der Maja nicht mehr zuwenden, noch davon träumen, aus ihren Scheinseen den Durst zu stillen. Die Manifestation der Evolution ist unveränderlich. Das Bewusstsein der Unveränderlichkeit wird euren Pfad erleuchten!
259. Man könnte fragen, wie die Methode der Lehre zu benennen sei. Sie mag die Methode des Öffnens der Wege genannt werden. Als Nächstes erwägt das öffnen der Zentren. Das innere Gefühl muss einem eingeben, wie sorgfältig die Individualität geschützt werden muss. Am wenigsten geeignet von allen erscheint das System gewöhnlicher Vorträge.
Es mögen Aufrufe an die Menge ergehen, doch der Aufbau schreitet durch individuelle Aussprachen voran. Einer Unserer Lehrer begann meistens mit einem Vorschlag und überließ es dem Schüler, den Gedanken zu vollenden. So baute Er einen freien Gedankenaustausch auf.
Das Prinzip der Freiheit der Annäherung, Freiheit des Dienens und Freiheit der Arbeit muss gewahrt werden. Die zu Beginn in Erscheinung tretende Belastung ist nur ein Zeichen von Unvollkommenheit. Bestätigung der Manifestation der Weisheit wird in den die entworfene Wissensgestalt umgebenden festen Marksteinen gegeben sein.
Das Öffnen der richtigen Tür wird die wahre Richtung weisen.
260. Wir wollen die Gerechtigkeit bejahen. Jeder wird seine gerechten Verdienste erhalten. Der Ungestüme, der Mutige, der Feige,
der Faule alle werden ihren Lohn in Empfang nehmen. Beruhigt sie, reinigt sie und weist ihnen den Eingang. Wer verstehen kann, wird anklopfen, bis er Aufnahme findet.
Der Lehrer fühlt, dass der Schild weißglühend wird. Das gebotene Märchen wird zu Leben. Symbole und Zeichen ziehen auf Erden vorbei, und nur die Tauben sind nicht erwacht. Ich nehme Schönheit wahr. Die Lehre wird auf eine besondere Art geoffenbart, einzigartig und unwiederholbar, zum selben Ziel, doch in einem neuen Flug augenscheinlich und unsichtbar! So ist es möglich, die Stufe der Neuen Welt zu bestimmen.
Als das Haus in Flammen stand, verweilten die Menschen noch beim Würfelspiel und hielten den Rauch des Brandes für den Rauch des Herdes.
Zählt die Stunden, denn jetzt ist es unmöglich, nach Tagen zu rechnen. Kann es sein, dass ihr das Brausen der Welle nicht hört?!
261. Im Leben jeder Gesellschaft kann eine Situation eintreten, in der eine Entwicklung in eine bestimmte Richtung schädliche Folgen haben kann. Dann muss der Führer einen Pfad von neuen weitreichenden Aufgaben finden, um die Reibung aufzusaugen. Benennen wir die Reibung nicht Rivalität oder mit noch schlechteren Namen. In gefährlichen Meerengen laufen die Schiffe einzeln durch; genauso kann sich in der Entwicklung der Gemeinschaft die Notwendigkeit ergeben, die Bewegung der Teilnehmer zu trennen. Anstatt eines möglichen Schadens kann sich eine Erwerbung neuer Gebiete ergeben. Wenn die Muskeln anschwellen, versteht es, einen Energieabfluss durchzuführen. Wenn
einer Zusammendrängung der Bewegung nicht vorgebeugt wird, ist Zwist unweigerlich die Folge.
Manifestation der Verschiedenheit der Aufgaben ist unerlässlich, sonst werden die Kräfte des wachsenden Bewusstseins zusammenstoßen. Es hängt vom Führer ab, zu verhüten, dass sich nützliche Kräfte in ein Gefäß von Skorpionen verwandeln. Glücklicherweise gibt es so viele anstehende Aufgaben, dass es nicht schwer ist, die Kräfte auf ein dringendes Problem zu lenken. Oft wird das Steigern der Kräfte mit Antagonismus verwechselt. Oft werden statt ruhiger Anwendung einer Möglichkeit die Kohlen des Hasses geschürt.
Ich rate allen Gesellschaften, diesen psychologischen Moment nicht zu versäumen, aber gelegentlich eine neue Aufgabe durchzuführen. Ich sehe, dass es möglich ist, Komplikationen durch ein Siegespfand von nützlichsten Methoden zu vermeiden. Die Lehre der Wirklichkeit muss dem Umfang der komplizierten Strömung der Evolution entsprechen. Der Vorgang des neuen Weltaufbaues muss sicher geschützt sein.
262. Mit Traurigkeit sehen Wir auf jene, die keine richtigen Worte fanden. Es gab noch eine Stunde der Behauptung, doch Gespenster haben die Wirklichkeit überschattet, und die Möglichkeit ging verloren. Wo denn, auf welcher Straße werdet ihr den Boten treffen? Wie viele Meere werdet ihr durchschwimmen, um ein überhörtes Wort wieder zu finden? Wie kann eine versäumte Gelegenheit wieder herbeigezogen werden? Wie ein herrenloses Haus steht der nicht angewendete Gedanke. Ein ungewöhnliches
Licht flammte auf, doch es wurde für eine Tischkerze gehalten. Streben auf ungewöhnliche Art wurde mit dem gewöhnlichen Suppengericht vertauscht. Jetzt wird man suchen und anklopfen müssen. Niemand wird helfen, weil die Ursache ihre Wirkung erzeugte.
Lehrt die Freunde, sie mögen den Funken der Möglichkeiten so kühn wie ein Falke folgen. Findet Zeit, zu begreifen, wie unerwartet der Bote kommt und wie Zufriedenheit die Augen verschließt. Wahrlich, jede versäumte Botschaft bedrückt wie eine schwere Last, darum erklingt rechtzeitig.
Niemand rät, den ersten Boten arm zu empfangen, damit der zweite schneller herbeikommt. Die Welt hat eine Hoffnung das Ungewöhnliche zu umgehen und Asche auf eine Botschaft von einem neuen Bewusstsein zu streuen. Findet würdige und bedeutende Worte!
263. Prüfung und Entbehrung. Wie feierlich und übertrieben schmücken die Menschen diese Begriffe aus! Doch ihr wisst, dass Prüfung die Verbesserung der Qualität ist und Entbehrung die Erwerbung von Möglichkeiten. Der Mensch prüft sich, indem er die ihm unbekannten Eigenschaften der Materie erkennt. Indem der Mensch Unwissenheit ablegt, erschließt er sich neue Möglichkeiten. Wo es aus Unwissenheit Verzagtheit gab, da naht Jubel über erreichbares Wissen.
Man wird sagen: "Wir haben für die Gemeinschaft der Freude entsagt". Antwortet: "Welch ein Friedhof ist eure
Gemeinschaft, wenn sie auf Fastenöl erbaut ist!" Wie tränenreich verzagt sind die Entbehrungen! Wie belecken sie sich die Lippen bei verbotenen Leckerbissen!
Das Erdulden von Entbehrungen ist Uns unbekannt, denn Enthaltung schließt Entbehrung aus. Unsere Lehre stellt die Welt reich, freudvoll und anziehend dar. Nirgends wird auf Fesseln und Prügelstrafen hingewiesen. Wie ein mit Schätzen beladenes Schiff eilt die aufgezeigte Gemeinschaft dahin. Erkenntnis der unzähligen Eigenschaften der Materie erleuchtet alles hell. Die Materie von gestern ist in ein strahlendes Energiegewebe gekleidet, das keines neuen Namens bedarf, sondern den ganzen Raum durchdringt und mit dem Regenbogen menschlichen Frohlockens erbebt.
Wohin haben sich denn Entbehrungen und düstere Prüfungen aufgelöst, wenn ein Elektron einer Substanz einen ganzen Strom von Segen ausgießen kann?
Zählt die Stunden der Annäherung neuer Entscheidungen!
264. Nehmt zum Abschied eine kleine Mahnung an; sie wird den Wanderern keinen Zwang antun. Da ihr den Ort, wo Mitarbeiter zu finden sind, kennt, werdet ihr niemals allein bleiben. Es wäre unvernünftig, Mitarbeiter in Unwissenheit zu lassen. Was veranlasst dann Fremde, dem Verkehr mit Unserer Gemeinschaft zu misstrauen? Entweder völlige Unwissenheit oder Neid. Sie wollen zum Zentralen Apparat zugelassen werden, ohne die geringste Vorstellung davon zu haben, wie er zu gebrauchen ist und ohne zu bedenken, wie
verantwortlich es ist, sich der Energiequelle zu nähern. Bestätigung der Lehre des Lebens gestaltet es, sich den gefährlichsten Hebeln zu nähern. Doch ohne praktische Erfahrung wird keine Erklärung helfen.
Nun, wie kann eine Bewusstseinserweiterung erfolgen, wenn frühere Erfahrung keine Anwendung findet? Gewiss. Erleuchtung ist möglich, doch dieses Ereignis ist so selten, dass es nicht erwähnt wurde. Doch auch erfahrenes Wissen muss zum Ausdruck kommen, sonst wird es wie Flocken ungeordneter Reaktionen umherwandern. Inmitten der Eintönigkeit von Herkömmlichkeiten fühlen nur wenige die Wirklichkeit des Kosmos. Unter diesen Listen über Geburten, Krankheiten, Kümmernissen und Tod werden einige die Liste des Pfades ohne Ende und ohne Anfang finden. Wie soll man zu einem Hungernden über Ewigkeit sprechen? Auf Grund gegebener Erfahrung wird er sich ewigen Hunger vorstellen. Wer denn, und wo, ist der, der als erster Brot brechend zur Ewigkeit führen wird? Brot der Erde und Wissen werden nur in Zusammenarbeit geoffenbart.
Neue Mitarbeiter, glüht Freude in euch, wenn ihr an die Gemeinschaft denkt?
265. Wenn die Richtung bestimmt wurde, wenn das Bewusstsein geprüft wurde, wenn Entschlossenheit erwogen wurde, dann muss das die Stufe zum Ausdruck bringende Wort gefunden werden. Die Licht-Kraft verbrennt die Finsternis so ist die laufende dreijährige Frist bestimmt worden. Doch inmitten dieser dreijährigen Fristen endete eine siebenjährige Frist der Erleuchtung. So kurz, wie wir die neue siebenjährige Frist bestimmen können, ist ihr Name
Kampf. Kampf bei vollem Bewusstsein, in Entschlossenheit, ohne Rückzug.
Ihr wisst, dass sich der Organismus alle sieben Jahre erneuert; die gleichen Phasen kann man bei Taten beobachten. Gegenwärtig nimmt der aufgezeigte Kampf eine neue Bedeutung an. Die Menschheit stöhnt über die Unmöglichkeit, in Unwissenheit zu verharren. Die Gemeinschaft gilt als die einzige Tür zum Fortschritt. Mögen viele verschiedene Darstellungen über die Gemeinschaft bestehen, so gibt es doch nur einen Kanal zu ihr. Sich vom alten Ufer abstoßend, wird die Menschheit unvermeidlich den aufgezeigten evolutionären aufrechten Felsen der Neuen Welt erreichen. Nur die Blinden nehmen die unerhörte Beschleunigung der Symptome der Evolution nicht wahr. Jeder Lebenszweig weist auf die Entwicklung der Begriffe hin. Manifestationen von Fristen werden nicht in den geheimen Laboratorien, sondern im täglichen Leben bestätigt. Ganze Wirbel von Weltenergie erleuchten den künftigen Pfad. Eine solche Offenbarung der Energie wird natürlich von allen Elementen unterstützt. Schwerkraft in Richtung Evolution wird alles zwingen, sich im Kampf der Welten zu erheben.
Jene, die vom Anbruch friedlichen Aufbaues sprechen, kennen die Fristen nicht. Der Kampf entspricht dem kosmischen Strom.
Ihr brecht in keiner ruhigen Stunde auf, doch im Morgenrot der Neuen Welt. Wir wollen euch einen Magneten auf die Reise mitgeben als eine Mahnung an das Studium noch verborgener Eigenschaften der Materie. Wir geben
euch auch ein Stück von einem Meteorstein, das ein Metall Morij beinhaltet. Dieses Bruchstück wird euch an das Studium der Grundenergie erinnern, an das große Aum.
266. Wir verhalten Uns sorgsam zu euren Bestrebungen, und Wir erwarten von euch die gleiche Feinfühligkeit.
Wir schützen euch auf allen Pfaden, und Wir erwarten die gleiche Rücksicht.
Wo es auch nur einen Keim von Zusammenarbeit gibt, ist Zurückweisung nicht am Platz. Ein nüchterner Verstand erkennt Freunde deutlich.
Nach Unseren Bräuchen setzt man voraus, dass alle Argumente erschöpft worden sind, ehe eine Trennung erfolgt.
Ich sehe keine Hindernisse für Zusammenarbeit. Wir können sogar zehn neue Gruppen zusammenstellen. Gewiss, das Bewusstsein der Weltzusammenarbeit muss wachsen. Die Hartnäckigkeit der Unwissenheit wird kein Hindernis sein.
Eure Bücher stehen in Unseren Bibliotheken. Sind Unsere Bücher ebenfalls in euren Bibliotheken zu finden? Wir können über eure Bücher sprechen. Habt ihr Unsere gelesen?
Wir legen Wissen in das Fundament der Gemeinschaft, ohne es zu begrenzen. Wir legen Erfahrung und guten Willen in das Fundament der Gemeinschaft. Wir offenbaren die besten Bedingungen für den Erfolg der Freunde. Lasst Uns eure Absichten Uns gegenüber wissen!
267. Zwei Seefahrer erlitten Schiffbruch und wurden auf eine Wüsteninsel geworfen. Beide kamen
vor Hunger und Schrecken fast um, denn sie sahen sich für immer von der Welt abgeschnitten. Ein Schiff las sie auf. Und später wurde auf der Insel ein fester Leuchtturm errichtet. Diese beiden Seefahrer blieben bei dem Leuchtturm, um nun andere Untergehende zu retten. Nun änderte sich ihre Verfassung. Sie waren glücklich, ihr rettendes Licht aussenden zu können und sie fühlten sich von der Welt nicht mehr abgeschnitten. Daraus folgt, dass das Bewusstsein der Gemeinschaft mit der Welt sowie anderen zu nützen, Menschen völlig verwandelt. Gemeinsames Werk ist ein Pfand des Erfolges.
268. Wer leben will, der lebt. Staunenswert ist die Widerstandsfähigkeit gegen Gefahren, wenn der Sinn des Lebens klar ist. Niemand kann sich nur durch geistlose Befehle behaupten. Gewalt ist überholt. Man muss andere wirksame Maßnahmen ergreifen. Das Studium von Energien wird uns zeigen, wie viele feinste Möglichkeiten der Menschheit geboten worden sind. Doch man sollte nicht vergessen, dass allein durch eine Berührung oder Schwingung die furchtbarsten Explosionen, wie dies bei groben, explosiven Stoffen geschieht, hervorgerufen werden können. Was soll man dann über die mächtigsten, die feinsten Energien sagen? Zu diesen nicht erfassten Kräften gehört der Gedanke!
269. Das Leben wird nicht durch Mechanik erstarken, sondern durch die Ideen des Gemeinschaftslebens. Ein Mensch, der sich einer Ansiedlung anschließt, kann kein Feind alter seiner Nachbarn sein. Gute Beziehungen müssen
hergestellt werden, und nur Zusammenarbeit wird zu wahrlich Gutem führen. Es muss ein vernünftiger Austausch stattfinden: so werden wir zu dem gelangen, was Kooperative genannt wird. Doch die Kooperation wird nicht währen, wenn ihr Verheimlichung und Habgier zugrunde liegen. Vertrauen ist unerlässlich. Auf Vertrauen gegründete Kameradschaft war die erste Form der Kooperative. In der Tat, alles muss vervollkommnet werden. So hat die Wissenschaft seit jener Zeit so viele neue Errungenschaften gezeitigt, dass Gemeinschaftsleben nicht nur eine geschäftliche Angelegenheit werden kann, sondern auch eine des Herzens. Die Lebendige Ethik tritt als vereinigendes Prinzip in Erscheinung.
270. Es ist notwendig, einander zu stärken. Eine ganze Wissenschaft kann gegründet werden, um die Wirkung von Energien zu erklären. Selbst die psychische Energie, die jedem Menschen eigen ist, bedarf der Hygiene. Man braucht darin nichts Übernatürliches zu vermuten; das neue Leben wird das Wesen in der ganzen Unendlichkeit erkennen. Daher muss man sich vereinigen und das Gemeinschaftsleben als Grundlage der Welt klar und deutlich bejahen.
271. Die Kooperative ist kein Geschäft, sondern eine kulturelle Institution. Mag auch Handel in ihr betrieben werden, doch ihre Grundlage muss die Aufklärung sein. Allein nach diesen Grundsätzen kann man die Kooperation auf das neue Leben anwenden. Solch eine Vereinigung ist nicht leicht; die Menschen sind es gewohnt, Handel mit Habgier zu verbinden. Solch
ein Irrtum ist schwer auszurotten. Doch unaufschiebbar sollte durch die Schule die Bedeutung gesunden Austausches gelehrt werden. Geldverdienen ist keine Gier. Lohn für Arbeit in Empfang zu nehmen, ist kein Verbrechen. Man kann sehen, dass Arbeit den einzig gerechten Wert darstellt! So kann ohne Erschütterung und Verwirrung unter dem Banner der Aufklärung und des Friedens alles erläutert werden.
272. Frieden ist die Krone der Zusammenarbeit. Wir kennen viele gleiche Begriffe Zusammenarbeit, Mitarbeit, Gemeinschaft, Kooperative dies sind sehr herzliche, vereinigende Grundlagen, gleich Leuchttürmen in der Finsternis. Die Menschen dürfen sich beim Gedanken über ein gutes Schicksal ihrer Nächsten nicht fürchten, sondern müssen sich freuen, denn das Glück eines Nächsten ist unser eigenes Glück. Die Großen Helfer der Menschheit verlassen die Erde nicht, solange die Leiden nicht geheilt sind. Aufrichtige Kameradschaft kann die Wunden des Freundes leicht heilen, doch muss die Kunst des Denkens im Namen des Guten entwickelt werden. Und dies ist inmitten des Treibens und der Geschäftigkeit des Alltags nicht leicht. Doch die Beispiele der Großen Helfer der Menschheit können ermutigen und neue Kräfte einflößen.
273. Die Menschheit muss sehr viel leiden, bevor sie Verständnis für den Vorteil der Einheit aufbringt. Vernichtende Kräfte sind ausgesandt worden, um die Keime der Vereinigung zu zerstören. Jeder Vertreter der Vereinigung ist einer persönlichen Gefahr ausgesetzt. Jeder Friedensstifter wird verachtet. Jeder Schaffende wird verlacht. Jeder Erbauer wird als Wahnsinniger bezeichnet. So versuchen die Diener
der Zersetzung das Banner der Aufklärung vom Erdboden hinwegzufegen. Arbeit inmitten von Feindschaften ist unmöglich. Aufbau ist undenkbar inmitten von Explosionen des Hasses. Kameradschaft kämpft mit Menschenhass.
Wollen wir diese alten Vermächtnisse im Gedächtnis behalten.
274. Kann es in der Gemeinschaft Gesellschaften von Frauen, Männern und Kindern geben? Gewiss kann es sie geben. Wahre Gesellschaften können nach vielen Kategorien gebildet werden nach Alter, Geschlecht, Beruf und Einstellung des Denkens. Es ist nötig, dass solche Zweige gesund wachsen. Sie sollten die Bestrebungen der Menschen nicht stören, sondern sie sollten einander helfen; und diese Hilfe sollte freiwillig geleistet werden. Man sollte jede vernünftige Vereinigung fördern. Gewiss, wenn Zusammenarbeiten verschiedenartig sind, ermöglichen sie ein besonderes Gedeihen. Wir legen keine Fesseln an, sondern erweitern den Horizont. Mögen Kinder die sehr beschaulichen Fragen aufgreifen. Mögen Frauen das vorgesehene Banner erheben. Mögen Männer Uns durch Aufbauen der Stadt Freude bereiten. So werden über dem Vergänglichen die Zeichen der Ewigkeit herausragen.
275. Wenn Berechnungen schwieriger werden und Unbegrenztheit getrübt wird, dann wird man erneut des einfachsten Prinzips gedenken vom Herzen zum Herzen -, so ist das Gesetz der Zusammenarbeit, Gemeinschaft, Kameradschaft.
Schaffender, erbebt oder weitet sich dein Bewusstsein, wenn sich die Energie in ein Meer von Licht verwandelt?!
Schaffender, erschreckt oder frohlockt dein Harz, wenn vor dir die Unbegrenztheit aufsteigt?!
Erläuterung der Fußnoten.
1. "Prana ist ebenfalls psychische Energie in ihrer Eigenschaft als Lebenskraft, die überall verstreut ist und vom Menschen hauptsächlich durchs Atmen aufgenommen wird." (H.I.Roerich. Briefe. Brief vom 16. August 1937)
2. "tschelowek" (rus.) der Mensch.
3. "tschelo" (rus.) der Kopf.
4. "wek" (rus.) das Zeitalter.
5. "per aspera ad astra" (lat.) durch Ungemach zu den Sternen.
6. Archat ein Mensch, der die Einheit seines Gemüts mit seinem geistigen Bewusstsein erlangt.
7. Purusha (sanskrit: wörtlich Mensch) das höchste geistige Prinzip eines Mensches, so genannte Atman.
8. Maitreya (wörtlich: "der Liebende") ist nach der buddhistischen Lehre die Verkörperung der allumfassenden Liebe. "Der ganze Osten glaubt an das Kommen des Herrschers Maitreya, aber einige wissen, daß der Herrscher Maitreya jetzt in der Gestalt des Herrschers der Schambhala weilt. Sicher, Sein Kommen darf nicht als Erscheinung im Fleische verstanden werden, nach irdischen Bedingungen unter den Erdbewohnern. Die Lehre des Herrschers Maitreya wird sich über die ganze Welt verbreiten und das Neue Zeitalter, das Zeitalter des Erwachens des Geistes, verkünden, das auch das Zeitalter der Frau genannt wird." (H.I.Roerich. Briefe. Brief vom 4. November 1935)
9. Äonen (gr.) sehr lange, aber endliche Zeitstrecke.
10. Synedrion der Pharisäer (Hoher Rat) höchste jüdische Behörde und Gericht.
11. Affekt (lat.: Erregung) eine Gemütsbewegung, die dem Verstandesdenken entgegengesetzt ist.
12. Paroxysmus (gr.) anfallartiges Auftreten oder höchste Steigerung einer Krankheitserscheinung.
13. Asvaghosha (80 150) indischer Philosoph und Dichter.
14. Avatar (sanskrit: Herabstieg) werden im Hinduismus die verschiedenen menschlichen und tierischen Verkörperungen des Gottes Wischnu in der Welt bezeichnet. Nach der "Bhagavadgita" inkarniert sich Wischnu in jeder Weltperiode, um die Guten zu retten und die Bösen zu bestrafen und so die göttliche Ordnung wiederherzustellen.
15. Fuß ein Längenmaß. Bis zur Einführung des metrischen Systems existierten in Europa mehrere Dutzend verschiedene Fußmaße. Der in 12 Inches unterteilte Fuß ist in den USA und Großbritannien noch offizielles Maß (0,3048 m).
16. Milarepa (1052 1135) der tibetische Philosoph, Sänger und Dichter.
17. Aerolith ein Gesteinsmeteorit.
18. Nikodemus kam nachts zu Jesus (Joh. 3.1-21; 7.50; 19.39). Er war ein Mitglied des Hohen Rates und hatte damit eines der höchsten Ämter des Jugentums der damaligen Zeit inne.
19. Katalepsie krankhafter Spannungszustand von Muskeln, Starrkrampf.
20. Aum eine dreibuchstäbliche heilige Silbe, ein Symbol der Trinität, ein Symbol der höheren Energien.
21. Amrita nach indischem Mythos ein Unsterblichkeitstrank.
22. Phönix mythischer Vogel der Ägypter, verbrennt sich selber und geht verjüngt aus seiner Asche hervor; Symbol der Unsterblichkeit.
23. klerikal streng kirchlich.
24. Schambala "...das Bollwerk des Großen Wissens <...> unermüdlich die Evolution der Menschheit überwacht, den Strom der Weltereignisse beobachtet und in einen rettenden Kanal lenkt. Alle Großen Lehrer sind mit dieser Stätte verbunden, alle sind ihre Mitglieder. Vielfältig ist das Wirken dieses Bollwerks des Wissens und des Lichts." (H.I.Roerich. Briefe. Brief vom 25. März 1935)