Hierarchie

 

1931

[Russisches Original. Titelseite.]

 


Imp. E.I.R.P. (O. Zeluk), 4-5, Rue Saulnier, Paris (9*).

[Russisches Original. Seite 4.]


 

Vorwort des Herausgebers der deutschen Ausgabe

 

 

Wir übergeben der Öffentlichkeit eine überarbeitete deutsche Übersetzung des siebenten Buches der Agni Yoga Lehre.

 

Der Text beruht auf der von Leopold Brandstätter (Leobrand) und dem Team des Spirale-Verlages erstellten Übersetzung.

 

Unsere Überarbeitung verbessert zahlreiche Fehler und Ungenauigkeiten der Erstübersetzung und ist bemüht, unklare Stellen deutlicher werden zu lassen.

 

Weitere Hinweise zur Überarbeitung enthält das Vorwort zum ersten Buch „Blätter aus dem Garten Moryas I – Der Ruf“.

 

Für Beiträge, die der Verbesserung der Übersetzung oder der Vertiefung des Verständnisses dienen, sind wir stets dankbar.

 

 

Hamburg, im Juni 2017

 

Agni Yoga Orden – Орден Агни Йога

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Hinweis zur Quellenlage und zu ergänzenden Textstellen

 

 

Ausführliche Hinweise zur Quellenlage enthält der Beitrag „Quellen“ in http://agni-yoga-forum.de/viewtopic.php?f=35&t=99. Darauf wird verwiesen.

 

Wir folgen, wie dort erläutert, bei der deutschen Übersetzung grundsätzlich der von Helena Roerich besorgten Pariser bzw. Rigaer russischen Erstausgabe. Änderungen oder Ergänzungen, die in der neuen, kritischen Ausgabe des Rigaer Verlages „Uguns“, in der englischen Ausgabe der Agni Yoga Society, New York oder in den deutschen Büchern des Spirale Verlages enthalten sind, werden am Ende des Buches unter „Weitere Textstellen“ mitgeteilt.

 

Sie sind im Text mit (…) gekennzeichnet.

 

Wenn es in einem Paragraphen mehrere ergänzende Textstellen gibt, sind diese unter „Weitere Textstellen“ ihrer Reihenfolge nach nummeriert: (1), (2) usw.

 

So bleibt der ursprünglich gedruckte Originaltext erhalten, bis eine allgemein anerkannte kritische Ausgabe vorliegt. Die Änderungen und Ergänzungen, die seriös erscheinen, werden trotzdem dem deutschen Leser zugänglich. Eine vollständige Erfassung aller Abweichungen in den anderen Ausgaben steht noch aus.

 

                                                                                      *****

 

In die Wellen der Unbegrenztheit eintauchend, können wir mit vom Sturm abgerissenen Blumen verglichen werden. Wie verwandelt werden wir uns im Ozean der Unbegrenztheit vorfinden?

       Es wäre nicht weise, ein Boot ohne Ruder auszusenden. Aber der Führer ist bestimmt, und die Schöpfung des Herzens wird nicht in den Abgrund gestürzt werden. Wie Marksteine auf lichtvollem Pfad halten die Brüder der Menschheit mutig ewige Wache, bereit, den Wanderer in die Kette des Aufstiegs zu geleiten.

       Hierarchie ist kein Zwang, sie ist das Gesetz des Weltaufbaus. Sie ist keine Drohung, sondern der Ruf des Herzens, und eine auf das Heil gerichtete feurige Mahnung.

       So lasst uns die Hierarchie des Lichts erkennen.

[Russisches Original. Seite 5.]


 

 

Hierarchie

 

 

       Wie verwandelt man das Bitterste in das Süßeste? Allein die Hierarchie wird das Leben in überirdisches Bewusstsein verwandeln.

       Man kann sich keine Brücke in die Unbegrenztheit vorstellen, denn eine Brücke benötigt Pfeiler. Doch die Hierarchie, als die Pfeiler der Brücke, führt einen ans Lichtufer. Und stellt euch den vollen Glanz vor, den die Augen schauen! Und versteht den Lichtgesang!

       Lasst uns für das Licht und die Hierarchie arbeiten!

[Russisches Original. Seite 7.]


       1. So viel ist über Doktrinen gesagt worden, aber die Menschheit versteht es nicht, die Doktrin der Bruderschaft anzunehmen. Wie viele Entstellungen haben sich um die Wahrheit gesammelt! Wie viele Prinzipien sind zerstört worden! Man wird fragen: „Worauf ist das Bollwerk der Bruderschaft aufgebaut?“ Antwortet: „Auf der Doktrin des Herzens, der Doktrin der Arbeit, der Doktrin der Schönheit, der Doktrin der Evolution, der Doktrin der Anspannung und der Doktrin des Lebendigsten!“

       Wir sind Nachfolger der Unbegrenztheit. Dort, wo kompliziertes Streben unzugänglich ist, verkünden die Brüder der Menschheit nicht ihr Erscheinen. Wir sättigen den Raum mit dem Fluss der Evolution. Im freiwilligen Wunsch, den Grundstein für eine bessere Stufe zu legen, entsagen die Brüder der Menschheit für die Errichtung der menschlichen Evolution dem Paranirwana[1]. Das Ziel erreicht man nicht ohne Arbeit. Das Ziel erreicht man nicht ohne Opfer. So verweist auf die Nähe des Erscheinens Maitreyas*.

       Laut Voraussage der ältesten Lehrer beginnt das Zeitalter Maitreyas, wenn die Menschheit die Grundlagen der Lehre verliert und in Unwissenheit versinkt.

       Unsere Grundsätze werden gesandt, um das Geistverstehen zu erneuern. So berichtet denen, die nicht begreifen. So weist auf die Doktrin des Herzens hin!

 

       2. Als Wir auf die Dringlichkeit der Erneuerung Unserer Testamente vom Gleichgewicht der Uranfänge hinwiesen, nahm die Menschheit diese Erklärung nicht an und bewirkte eine Übertretung. So verletzte eine Seite das kosmische Gleichgewicht.

       Wir kennen die Stufe der Mutter der Welt. Wir kennen die Erscheinung

[Russisches Original. Seite 8.]


der Mutter der Welt. Wir spannen den Strom des Magneten an, um die Doktrin des Herzens zu erneuern.

       Ich verweise auf die Tara* als das Symbol der Bestätigung Unseres Erlasses. Ja, ja, ja!

       Die Tara und der Archat[2] überbringen der Menschheit das bestrebteste Testament. So wird die Zukunft aufgebaut. So bestätigen Wir Unser Streben. Herrlich ist die Zukunft!

 

       3. Das Herz des Kosmos gleicht dem Herzen eines Archaten*. Das Herz eines Archaten gleicht dem Feuer der Sonne. Ewigkeit und die Bewegung des Kosmos erfüllen das Herz des Archaten. Maitreya nähert sich, strahlend in allen Feuern. Sein Herz lodert in Mitgefühl für die hilflose Menschheit. Sein Herz lodert in Bestätigung der neuen Grundlagen.

       Unter den Menschen herrscht der Begriff von den toten Archaten, und armselige Yogis nähren die Vorstellungen der Menschen mit ihren eigenen Bildern. Doch sobald die Menschheit erkennt, dass der Archat die höchste Erscheinung von Materia Lucida* ist, wird sie begreifen, dass es zwischen Materia Lucida, die Licht ausstrahlt, und der Materie der Liebe, die alles in Licht hüllt, keinen Unterschied gibt. Die Menschheit hüllt den Archaten in eine raue Schale, doch Materia Lucida strahlt Liebe aus.

       Das Höchste wird dem Höchsten verliehen; und das Höchste wohnt im Höchsten; und das Höchste wird in den Dimensionen der fernen Welten herrschen.

 

       4. Unsere Hierarchie lebt und entfaltet sich durch das feurige Gesetz. Wir Archate freuen Uns über das Lebensfeuer und noch mehr über das Wachsen der Flamme der Evolution. Künftige Archate, ihre irdischen Rechnungen auf dem Planeten begleichend, sind Unsere - der Archate - Mitarbeiter. Wird die Hierarchie

[Russisches Original. Seite 9.]


bereichert, gibt es einen kosmischen Festtag. Das Gesetz ist eins und ewig. Das Gesetz ist vom Kosmos bestätigt.

       Wir sehen das Strahlen der Welten. Wir sehen den vollzogenen und endlosen Gang. Wir sehen das Strahlen der Mutter der Welt! In der Freude des endlosen Ganges lasst uns schließen.

 

       5. Das Weltauge von Schambhala* bringt der Menschheit Segen. Das Weltauge von Schambhala ist Licht auf dem Pfad der Menschheit. Das Weltauge von Schambhala ist der Stern, der alle Suchenden leitete.

       Für manche ist Schambhala die Wahrheit. Für andere ist Schambhala eine Utopie. Für manche ist der Herrscher von Schambhala ein Starez[3]. Für andere ist der Herrscher von Schambhala die Manifestation des Wohlstands. Für manche ist der Herrscher von Schambhala ein geschmücktes Idol. Für andere ist der Herrscher von Schambhala der Herrscher sämtlicher planetarer Geister.

       Doch Wir sagen: „Der Herrscher von Schambhala ist ein Feuriger Antreiber des Lebens und des Feuers der Mutter der Welt. Sein Atem lodert wie eine Flamme, und Sein Herz glüht vom Feuer des 'Silbernen Lotus'*.“

       Der Herrscher von Schambhala lebt und atmet im Herzen der Sonne. Der Herrscher von Schambhala ist der Rufer und der Gerufene. Der Herrscher von Schambhala ist der Sender des Pfeiles und der Empfänger sämtlicher Pfeile. Der Herrscher von Schambhala atmet die Wahrheit und bezeugt die Wahrheit. Der Herrscher von Schambhala ist unzerstörbar und verwandelt Zerstörung in Aufbau. Der Herrscher von Schambhala ist die Spitze des Banners und der Gipfel des Lebens. Nehmt den Herrscher von Schambhala als das Banner des Lebens an; Ich sage dreimal - des Lebens! Denn Schambhala ist das Pfand der Bestrebungen der Menschheit. Unsere Erscheinung ist das Pfand der Vervollkommnung der Menschheit.

[Russisches Original. Seite 10.]


Unsere Erscheinung ist der bestätigte Pfad zur Unbegrenztheit!

 

       6. Die ganze Schöpfung ist im Ruf des Herzens enthalten. Die ganze Weite des Kosmos ist von einem Ruf durchdrungen, und das Herz des Kosmos und das Herz eines Archaten sind vom Ruf durchdrungen. Der Ruf und die Antwort bilden die Verbindung der kosmischen Feuer. Vereinigung ist wahrhaftig die Offenbarung unseres Zyklus. Viele Zyklen werden durch den Ruf geschaffen, und sich stark erweiternd, umfassen sie verschiedene Sphären. Die Verwirklichung der Schöpfung offenbart sich als Vereinigung.

 

       Ich, Herrscher von Schambhala, sage: „Das Lebensprinzip ist die Bestätigung der Weite der kosmischen Energie und der Weg schöpferischen Feuers!“

 

       7. Der Herrscher von Schambhala offenbart der Menschheit drei Konzepte: Die durch Maitreya offenbarte Lehre ruft den menschlichen Geist zu Unserer schöpferischen Welt. Die Lehre Maitreyas zeigt die Unbegrenztheit im Kosmos auf, im Leben und in den Errungenschaften des Geistes. Die Lehre Maitreyas hütet das Wissen des Kosmischen Feuers als die Entfaltung des Herzens, das die Erscheinung des Universums umfasst.

       Jene alte Überlieferung, die das Erscheinen Maitreyas als die Auferstehung des Geistes bezeugt, ist wahr. Wir fügen hinzu, dass die Auferstehung des Geistes, als die bewusste Annahme der Lehre des Herrschers Maitreya, der Vorbote des Advents sein möge. Wahrlich, die Auferstehung!

 

       8. Maitreya will alles beschleunigen. Maitreya will alles erfolgreich vollenden. Maitreya will eure Freude. Maitreya will der Menschheit mit dem feurigen Experiment ein Geschenk machen. Maitreya will das Leben

[Russisches Original. Seite 11.]


auf Erden in den Glanz der Mutter der Welt verwandeln. Ja, ja, ja! Die Schönheit des Lebens ist unbegrenzt!

       Ein Archat sieht mit den Augen des Herzens. Ein Archat sieht mit den Augen des Herzens die Schönheit des Bestehenden. Ein Archat sieht mit den Augen des Herzens, und das Wesen der Zukunft ruft uns. Wahrlich, dieser Aufbau wird bestätigt.

 

       9. Herrscherin[4], Ich verkünde Dich als die große Mitarbeiterin der Kosmischen Vernunft. Herrscherin, über alle kosmischen Kräfte hinaus trägst Du in Dir das verborgene Samenkorn, das strahlendes Leben verleiht. Herrscherin, die Du alle Offenbarungen der Großen Vernunft bestätigst, Du bist die Spenderin der Freude der kosmischen Schöpfung. Die Herrscherin wird das strebende Reich mit schöpferischem Feuer schmücken. Herrscherin der Gedanken und Spenderin des Lebens, Dir offenbaren Wir das Leuchten Unseres Strahles.

       Mutter, verehrt von den Herrschern, Wir tragen im Herzen das Feuer Deiner Liebe. In Deinem Herzen lebt der gebende Strahl; in Deinem Herzen entsteht das Leben, und Wir bestätigen den Strahl der Herrscherin. Ja, ja, ja! So lebt der Kosmos in der Erhabenheit zweier Uranfänge. Ja, ja, ja! So krönt der Kosmos zwei Prinzipien. So bauen die Mutter der Welt und die Herrscher das Leben auf. Ja, ja, ja! Und in endlosem Streben verschmilzt der Kosmische Magnet seine okkulten Teile. So verehren Wir die Herrscherin über alle Sphären hinaus!

 

       10. Weit ist das Feld für die kommende Tara. Wir Archate, wenn wir uns zum Raumfeuer erheben, verbeugen Uns vor dem ganzen feurigen Schoß der Mutter der Welt. Der Schoß der Mutter der Welt widerspiegelt sich in allem auf Erden. Eine dieser Widerspiegelungen, die mächtigste und stärkste, ist die Erscheinung der kommenden

[Russisches Original. Seite 12.]


Tara. Die Mutter der Welt trägt sichtbar und unsichtbar die Erscheinung dieser unbeschreiblichen Fäden - die Bestätigung der Fäden der Welt.

       Lasst uns den Widerschein des Kosmos im erhabenen Prinzip des Aufbaus und der Verschmelzung finden. Wenn sich die Brüder der Menschheit über Ihr Bild im Bewusstsein der Menschheit grämen, können Sie nur sagen: „Ihr baut eure Hypothese auf euch offensichtlichen Gespenstern. Die Menschheit sieht in Uns nur Gespenster. Wenn der Geist Unser Feuriges Dasein bestätigt, dann werden Wir aus Gespenstern zu Feurigen Kriegern.“

 

       11. Die Brüder der Menschheit sind dazu berufen, das Leben auf dem Planeten aufzubauen, berufen als Träger des Befehls der großen Mutter der Welt. Wenn die Leitung der Freude wirkt, erklingt die Sphärenmusik. Wenn das Herz durch die kosmische Kraft erbebt, erfüllt die Musik der Sphären den Raum. Das Herz Unserer Bruderschaft hütet der Menschheit den Weg zum Allgemeinwohl.

 

       12. Die Menschheit hat nie über das Leben eines Archaten nachgedacht. Sie ist gewohnt, sich einen Archaten als Bewohner der Wolken vorzustellen. Die Annalen über diese Denkart sind furchtbar und grotesk. Wahrlich, Wir, Brüder der Menschheit, erkennen Uns nicht in den Vorstellungen der Menschen. Die Bildnisse von Uns sind so phantastisch, dass Wir meinen, wenn die Menschen ihre Phantasie über Unsere Bildnisse genau umgekehrt anwendeten, würden diese die wahre Gestalt annehmen.

       Die karmische Bindung schwindet offensichtlich, wenn menschliches Denken sich einen Archaten vorstellt. Alles nimmt einen anderen Maßstab an, alles wird unwahrscheinlich, alles entspricht nicht mehr der Realität.

[Russisches Original. Seite 13.]


Auf dem Weg zu den höheren Welten lasst uns sagen, dass ein Archat in allen seinen Erscheinungen unbegrenzt ist. Im Aufsteigen hebt ein Archat die höchsten und feinsten Energien mit sich empor.

       Wir können Unser wahres Bildnis nur den Uns Nahestehenden zeigen. Wir können Unsere Strahlen nur dem Nächsten senden. Ja, ja, ja!

 

       13. Könnten Wir der Menschheit Unser Bildnis vermitteln, wäre das Streben nach Wissen erschlossen. Allerdings müsste das Bildnis über eine Zeitspanne von Jahrtausenden gegeben werden. Das „Buch des Lebens“ ist schön in seiner vollen Bestätigung. Gewiss, wenn das vollkommene Bild des Kosmischen Magneten vermittelt werden kann, dann wird die Schönheit des Seins bestätigt.

       Könnten Wir das volle Bild des Stromes der Leben eines Archaten vermitteln, dann würde Unser Bildnis einen wahren Aspekt annehmen. Das Buch „Unseres Lebens“ ertönt und festigt Unsere Stufe. Jeder Herrscher hat Seine eigene Note. Das Zeitalter Maitreyas hebt die Frau hervor; denn das Erscheinen Maitreyas ist mit der Bestätigung der Mutter der Welt in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verbunden. Das „Buch des Lebens“ ist so schön!

 

       14. Viel ist über den zur Vergöttlichung strebenden Gottmenschen gesprochen worden. Es gibt viele denkwürdige Berichte über die zu den höheren Welten strebenden Heiligen. Doch wie trübe gestalten sie sich im menschlichen Bewusstsein! Ein Gottmensch ist für die Menschen nur, wer in andere Welten einging! Doch Wir, Brüder der Menschheit, suchen und verkünden den Gottmenschen auf Erden. Wir ehren alle Heiligen, doch vor allem die große Gestalt des Gottmenschen, der den vollen „Kelch“

[Russisches Original. Seite 14.]


in seinem Herzen trägt. Bereit zum Flug, trägt er dennoch seinen vollen „Kelch“ auf Erden. Seiner Bestimmung entsagend, spannt er sein feuriges Wesen an. In Erfüllung seiner Bestimmung bestätigt der Mensch den Kosmischen Magneten. Der Gottmensch ist ein Feuriger Schöpfer. Der Gottmensch ist der Träger des Feurigen Zeichens der Neuen Rasse. Der Gottmensch lodert in allen Feuern. So tragt über den Gottmenschen in die Annalen ein: Archat, Agni Yogi, Tara - so werden Wir es eintragen.

 

       15. Der Gottmensch schreitet voran als ein sichtbar bestrebter Erlöser der Menschheit. Wir hüten diese okkulte Wahrheit über den Gottmenschen. Ich bestätige, dass die Tara, die den feurigen „Kelch“ des Bestrebens trägt, die Menschheit zu erlösen, Unsere Offenbarung unter den Menschen verkünden kann. Die Quelle der Macht des Kosmischen Magneten verleiht Streben nach Vollendung. Wir, Brüder der Menschheit, zeigen auf, dass sich der Wandel durch das feurige Prinzip vollziehen wird. Wahrlich, Unsere neue Stufe ist so schön! Die Ströme der höheren Sphären treiben die Ströme zum Aufbau Unserer Kosmischen Kraft an. Gewaltig ist die Anziehungskraft! Wenn bestrebte Herzen zur Vollendung jagen, wächst die treibende Kraft, und der Strom der Einheit wird durch die Spannung des Kosmischen Magneten verwirklicht. Deshalb widerhallt die Einheit so stark!

 

       16. Das von Christus beim Hinscheiden von der Erde gesprochene Gebet blieb von den Menschen unbeachtet. Das von Buddha gesprochene Gebet blieb von den Menschen unbeachtet. Das Gebet, das Maitreya sprechen wird, ruft den menschlichen Geist wie ein Blitz auf. So wird die Erde aufgeschichtet und das Bewusstsein des Geistes geschaffen.

       Wenn die Fristen nahen, kann man

[Russisches Original. Seite 15.]


mit dem Aufbau beginnen. Die Schöpfung der Uranfänge wahrt den Rhythmus der Beschleunigung und nicht den des Verzugs. Gleichlaufend mit dem planetaren Leben vollzieht sich der Aufbau für höhere Sphären. Für den Geist, der sein planetares Leben vollendet hat, ist das weite Feld der Aufbautätigkeit so vielschichtig, dass man wirklich sagen kann, es besteht eine zweifache Aufbautätigkeit, und der Geist offenbart sich als Führer des Lebens. Auf den letzten Stufen kann sich der Geist in den bestehenden Formen nicht ausdrücken, weil das Streben zu neuen Formen Bewusstsein und Geist so sehr erfüllt. Die bestehenden Formen entsprechen nur wenig der Schönheit der Zukunft.

       Ich bezeuge, dass es im Leben des voranschreitenden Archaten viele Geheimnisse gibt.

 

       17. Wie wenig denkt die Menschheit über den Begriff Verantwortlichkeit nach, wenn in der Vorstellung der Menschen Schambhala als Land der Erholung gilt! Würden die Menschen bloß erkennen, dass die Brüder der Menschheit die ganze Last des menschlichen Bewusstseins tragen! Könnten die Menschen erkennen, dass Wir die Verantwortung für ihre Absichten tragen! Könnten die Menschen bloß begreifen, dass Schambhala im Wesentlichen jene Quelle ist, die für die Menschheit eine bessere Stufe schafft!

       Wenn Ich sage, dass es Unsere Aufgabe ist, die Erdkruste zu sättigen, so sollte der Mensch verstehen, dass Unser Planet selbst erwachen muss. Der Kosmos wartet!

       Die Menschen flehen um Wohlergehen. Der Kosmos bestätigt die Menschheit als die Erscheinung eines „Empfangenden“, doch eines „empfangenden Schöpfers“. So wird die schöpferische Stufe gelegt; und der Geist eines Schöpfers kann mächtig aufbauen, wenn die Spannkraft zu den Gipfeln des Kosmos reicht.

[Russisches Original. Seite 16.]


       18. Die Vorstellung der Menschheit von Unserem Bildnis läuft der Wirklichkeit vollkommen zuwider. Wenn Unsere Bildnisse im Bewusstsein als Jene leben, die für die Menschheit Verantwortung tragen, so können Wir annehmen, dass dieser Geist die Spannung des Herzens eines Archaten begreift. Sicherlich, Wir müssen sagen, dass Wir in Unserer schöpferischen Tätigkeit allein vom Gefühl des Gesetzes angetrieben werden. Aber die Gesetzesvorstellungen sind sehr unterschiedlich! Wenn Wir, Brüder der Menschheit, vom Gesetz als vom Stimulus Unseres Seins sprechen, so sprechen Wir von dem großen Gesetz des Magneten. Nach Unserem Gesetz wird – basierend auf der großen Anziehung - das gesamte kosmische Leben verwandelt. Anziehungskraft besitzt in ihrem Streben das größte Herz. Euer Gesetz beruht auf menschlicher Unbarmherzigkeit, Unser Gesetz beruht auf dem Herzen der Mutter der Welt.

 

       19. Auf diesem Planeten gibt es eine Erscheinung, die der Aufbautätigkeit der fernen Welten sehr nahe kommt. Seit Jahrtausenden haben Wir diese Erscheinung herangebildet. Und so streben Wir, Brüder der Menschheit, nach Unseren hierarchischen Kräften. Durch denselben Magneten streben Wir zur selben Kraft, die Unsere Schöpfung verherrlicht. Wunderbar ist die Bestimmung unseres Seins! Den „Kelch“ der Offenbarungen hochhaltend, kann man als eine Kraft in Erscheinung treten; beide Hände langen nach dem „Kelch“.

 

       20. Diese Seite Unseres Aufbaus mag als der verstärkte Magnet verstanden werden. Nimmt die Menschheit den Magneten und seine verstärkte Tätigkeit an, so muss sie die verstärkte Kraft des Magneten auch als den Beweis der Hand des Herrschers annehmen.

       Über das Wirken der Schöpfung kann Ich sagen,

[Russisches Original. Seite 17.]


dass jeder Geist individuell schafft. Die Geistschöpfung tritt so mächtig in Erscheinung, dass sie, wenngleich sich das Gedächtnis ihrer Tätigkeiten nicht erinnert, das Fundament der schwierigsten Aufgaben errichten kann.

 

       21. Wir sprechen vom Bogen des Bewusstseins, weil Wir das Bewusstsein eines Archaten einen vollständigen Kreis nennen. Aber es gibt noch eine höhere Erkenntnisstufe, die Wir „vollständige Verwirklichung“ nennen.

       Der Kosmische Magnet ist Unsere heilige Macht. Die Größe dieser Macht ist unermesslich. Könnte doch der Geist Verstehen offenbaren, Furchtlosigkeit würde alle Herzen erfüllen und die Sphären würden in Jubel erklingen.

       Mit der Macht des Kosmischen Magneten im Herzen schreitet der Archat voran! Der Kosmos schafft - er schafft die Schönheit des Seins. Ich kann die Offenbarung des Strebens den Kosmischen Magneten nennen.

 

       22. In der Schöpfung eines Archaten offenbart das Herz jenes Streben, das vom Kosmischen Magneten durch das Herausziehen bestrebter Konstellationen bestätigt wird. Die vorhandene schöpferische Spannkraft des strebenden Herzens eines Archaten lodert im Feuer des Raumes!

       Den Fortschritt der Evolution zu bewerkstelligen, die bestätigte Wahrheit und Wissen zu verleihen sowie die Menschheit mit den Strömen der Evolution zu verbinden - dieser Antrieb inspiriert jede Regung eines Archaten. Diese Spannkraft setzt alle Gefühle und feinen Energien in Bewegung. So wirkt der offenbarte Freund der Menschheit! Diese räumlichen Bestrebungen sind Unsere Grundlagen der Zusammenarbeit. Gleicherweise werden die Zentren des feurigen Agni Yogi, des Freundes der Menschheit,

[Russisches Original. Seite 18.]


gestärkt. Ja, ja, ja! So dienen Wir dem Fortschritt der Menschheit.

 

       23. Ihr hörtet richtig über Herrschaft. Wahrlich, der Hierarch gebraucht die Macht für den kosmischen Fortschritt. Wir, Brüder der Menschheit, die wir mit dem Kosmischen Magneten gehen, besitzen diese Macht. Wahrlich, Ich bezeuge, dass Wir durch Anspannung des Herzens schaffen. So mag Einheit verstanden werden. Die kosmische Schöpfung schafft auch durch die Anspannung des Herzens der Vernunft. Ja, ja, ja! Dieses Gesetz ist die Bestätigung der Vernunft. Nur so schafft der Kosmos. Ja, ja, ja!

       Dir, Mutter der Welt, ist das Gesetz des Seins offenbart. Vor Dir, Herrscherin, neigen Wir, Brüder der Menschheit, Uns in Verehrung. Vor Dir, vor Dir, vor Dir! So regiert das vereinte Herz im Weltall. Ja, ja, ja!

 

       24. Der Mensch ist unbarmherzig gegen sich selbst. Sein Schicksal beklagend vergisst er, dass er eine strenge Strafe über sich verhängt. Für Uns ist es schwierig, den Menschen den Gedanken über Karma* beizubringen, aber noch schwieriger ist es für das Bewusstsein eines Menschen, der direkt dem Abgrund zusteuert. Die Menschen ziehen Selbstvernichtung und Selbsttäuschung der Erleuchtung des Bewusstseins vor.

       Die Suche nach Schambhala unterscheidet sich im geistigen Bereich sehr. Meinen die Menschen etwa, sie könnten die Gemeinschaft von Schambhala durch Invasion oder durch Fasten erreichen? Dem, der vom Pfad zu Uns weiß, wollen Wir sagen: „(…) Wandle den Pfad der Arbeit, wandle den Pfad des Schildes des Vertrauens!“ Dem, der Unser Bild in seinem Herzen fand, werden Wir sagen: „Wandle den Weg des Herzens, und der ‚Kelch‘ wird den Pfad bestätigen!“ Dem, der meint, dass er durch Eigendünkel auf den Pfad gelangte, werden Wir sagen: „Gehe und lerne vom Geist, der Vollendung kennt.“

[Russisches Original. Seite 19.]


       Das Bild des kleinen Mädchens[5], das einen schweren Bibelband trägt, erscheint in den Gemächern eines herrschaftlichen Hauses als Schöpfer einer neuen Welt. Das kleine Mädchen, das am blauen Himmel den Lehrer des Lichts wahrgenommen hat, ist der Zerstörer der Verliese der Finsternis.

       Wenn der Geist eines kleinen Mädchens die Brüder der Menschheit fühlen konnte, dann ist der Name dieses Geistes ein lichttragendes Schwert. Wenn der Geist von Kindheit an begreifen konnte, dass die Brüder der Menschheit alles, was besteht, erneuern, dann trägt dieser Geist einen lichttragenden Namen.

       Wir lieben geistige Führer unter den Kindern!

       Erkenntnis ist das beste Geschenk der Evolution. Das Gebot kosmischen Lebens ist ein Aufruf zur lichttragenden Heldentat, und diese Aufgabe wird nur durch das Licht verwirklicht.

 

       25. Der Fluss des Karma eilt dahin wie ein Strom, und das Bewusstsein vermag diesen Strom in ein schönes heiliges Bündnis zu verwandeln. Aber auf welche Weise die Menschen den karmischen Strom verstehen, beweisen die menschlichen Handlungen. Die Erscheinung der Bestätigung von Karma und des Bündnisses wird von Uns als die höchste Wahrheit bestätigt.

 

       26. Die Feinstofflichkeit Unserer Weisungen für die Menschheit wird noch nicht erfasst. Wann wird es möglich sein, den Menschen mit Unserem Bildnis zu erleuchten? Die Denkrichtung begreift nur schwer die Reinheit der höheren Sphären. Heilig hüten Wir das Sakrament des Lebens. Das Lebensrad atmet mit Schönheit. Das Lebensrad ist von der Größe des Kosmos durchdrungen. Das Lebensrad ist auf die Erhabenheit von Materia Lucida gerichtet. Und ebenso lichttragend sind die Strahlen jeder Lebenserscheinung, die in die Unermesslichkeit des Kosmos eingeht. Die heiligen Bande des Geistes

[Russisches Original. Seite 20.]


sind gleich den stärksten lichttragenden Strahlen. Die bewusst gewobene atomare Energie des Karma stellt den kräftigsten Hebel dar.

 

       27. Wahrlich, die krumme Linie des Geistes hemmt sein Wachstum. Ein krampfartiges Streben führt zur Explosion, die den Raum sprengt. Jede bestrebte Welle führt zur Schöpfung. Jede herabziehende Handlung führt zur Explosion. Die schrecklichste Erscheinung ist die Ablehnung der gegebenen Weisungen. Auf dem Weg zur Bruderschaft muss man verstehen, dass der höchste Hierarch Seine Vertrauten hat. Deshalb sollte niemand das verneinen, was durch Unsere Bevollmächtigten gegeben wird, sonst werden die höchsten Stufen unerreichbar. Daher wiederhole Ich dies so lange, bis das Bewusstsein von dem höchsten Prinzip durchdrungen ist. Ihr Verneiner, hütet daher diesen Schatz, der euch für den Aufstieg gegeben ist!

 

       28.[6] Herrlich ist der Gedanke an die Bruderschaft auf Erden. Jede geistige Disziplin bewirkt Streben. Nur Wille kann dem Geist Disziplin verleihen. Doch wenn der Gedanke im Delirium ist und Selbstsucht verwirklicht, gibt es wahrlich keinen Kanal für wahre Lebenstätigkeit. So bewirkt jeder angewendete Gedanke ein Wachstum des Geistes. (…)

       So bietet allein die Kette der Hierarchie die Möglichkeit des Aufstiegs. Erhabener Gehorsam führt zur wahren Schöpfung, denn wenn Gehorsam die Tat leitet, steigt die Macht und die Bürgschaft spannt alle Kräfte.

 

       29. Wer sich der Lehre von der Unbegrenztheit anschließt, erlangt vor allem Handlungsfreiheit. Wer sich fürchtet, sich der Bruderschaft anzuschließen, beraubt sich des Höchsten. Wen das Dogma abschreckt, der kann sich in

[Russisches Original. Seite 21.]


der Lehre stärken wie im Flug zu den fernen Welten. Wen solch eine Verbindung abschreckt, kann an der Schwelle bleiben. Die ununterbrochene Fortdauer des Strebens ergibt die Verwirklichung Unserer Lehre.

       Die Archate, die der Menschheit die Vorstellung des vollen „Kelches“ übergeben, können die Menschheit nicht der Freiheit berauben. Die Bruderschaft lebt weder in Verweigerung noch in Zurückgezogenheit. Jeder Funke, der das Bewusstsein entfacht, wird aufgezeichnet; jeder strebende Pfeil wird aufgezeichnet. Nicht Abstraktion, sondern feuriges Streben lebt. Jene, welche die Errungenschaft kosmischen Strebens kennen, vermögen wirklich zu sagen: „Wir schaffen mit Feuer. Wir streben mit Feuer. Wir leben im Feuer. Dies sind keine Wunder, sondern es ist die Umwandlung des Lebens in das Gewand der Materia Lucida.“

       Wie lebt die Bruderschaft? Wie wirkt die Bruderschaft? Von Unserer Wohnstätte spannen sich die Fäden Unserer Schöpfung zu den Herzen als Bestrebungen für die Menschheit.

 

       30[7]. Der Gedanke des Gehorsams gegenüber dem Lehrer ist den Menschen fremd. Wie kann ein Geist Einbuße erleiden, wenn der Lehrer der Führende Leuchtturm ist? Wie kann der Schüler sein Feuer einbüßen, wenn der Lehrer alle Feuer entfacht? Wie kann der Schild des Lehrers einen zurückhalten, wenn der Schüler durch den Lehrer feurig angespornt wird?

       So lebt im Bewusstsein der Menschheit nur ein schwacher Wunsch, nach gemeinsamer führender Arbeit zu streben. Doch die Menschheit muss es lernen, selbständig zu sein und alle bestätigten Gedanken des Lehrers zu verwirklichen. So bewirkt die Kosmische Vernunft Evolution. So muss die Menschheit lernen, auf höherem Wege aufzubauen.

       Wahrlich,

[Russisches Original. Seite 22.]


Nachahmung des Lehrers bedeutet, das Bildnis des Lehrers in sich aufzunehmen.

 

       31. Die Zweckmäßigkeit zu erkennen, ist ein Zeichen der Zusammenarbeit mit Uns. Wie sonst vermag man zum Verstehen der verschiedenen Ländern gesandten Magnete zu gelangen? Wie sonst an das Magnetisieren eines menschlichen Bewusstseins herangehen, das in aller Stille die Augen eines ganzen Volkes auf sich lenkt? So kann man verfolgen, wie Unsere beauftragten Schwestern und Brüder um sich herum das Bewusstsein ganzer Völker auf sich gelenkt und in Bewegung gesetzt haben. Aber dazu muss man wachsam den Wert jeden Schrittes kennen.

 

       32. Wie können wir Kenntnis vom Magneten erlangen, wenn wir die Weisungen des Herrschers bezweifeln? Wie werden wir den Feind besiegen, wenn wir die uns bestimmte Macht bezweifeln? Wie können wir einen festen Aufbau erwarten, wenn wir die unwiderrufliche Weisung der Hierarchie nicht annehmen?

 

       33.[8] Wie kommt man nahe an die Quelle heran? Wie festigt man höheres Verständnis? Nur durch das Gesetz der Hierarchie. Die Führende Hand ist die Erhebende Hand. Die Weisende Hand ist doch die Hand, die den Pfad zum Höchsten Gesetz offenbart.

       So wird wahrlich die große Stufe des Gesetzes der Hierarchie geschaffen!

 

       34. Nur reife Geister können sich mit der Kenntnis genauer Fristen belasten. Es ist unvorstellbar, wie viele Saiten durch die Mutmaßung von Fristen zerrissen wurden. Die Anstrengungen selbst kühner Geister sind oft durch hindernde Fristen unterbunden worden. Es ist von Nutzen, die Richtung zu kennen, doch eine enge Frist erschwert die kosmische Aufbautätigkeit. Wie

[Russisches Original. Seite 23.]


kann man von Magneten sprechen, wenn jede Frist den Faden der fortschrittlichen Bewegung trennt? Nur Wachsamkeit und Zielstrebigkeit leiten ohne jedwede Energieverschwendung.

 

       35.[9] Wie verstehen die Menschen das Gesetz der Hierarchie? Wie erfüllen sie alle Gesetze im Leben? Wie spannen sie in sich die besten Bestrebungen an?

       Wahrlich, man versteht das Gesetz der Hierarchie als sein eigenes Recht und vergisst, dass ein Hierarch das Glied einer Kette ist und den Willen eines Höheren erfüllt. Nur so kann man der höheren Bestimmung entsprechen. Nur so kann man dem Vertrauen gerecht werden und den „Kelch der Feuer“ auffüllen.

 

       36. Somit ist die Ernennung eines Hierarchen die Ernennung eines Erfüllers des Höheren Willens. Wenn sich der Geist selbst das bestätigte Recht zuschreibt, kann er nur durch Erfüllung des Höheren Befehls etwas erreichen.

 

       37.[10] Denkt an das Gesetz von Anziehung und Widerstand. Festigkeit entsteht durch Anziehung und Anspannung durch Widerstand. Anziehung entlang der Linie der Hierarchie führt zu Mir und Widerstand von Seiten des Feindes zur Verherrlichung. So sind der Lehrer und der Feind Ecksteine.

       Der Bändiger von Tieren facht zuerst ihre Wut an, um dann ihre Zähmung zu zeigen. Keine Bewegung kann ohne Anspannung vor sich gehen, daher benötigt jede fortschrittliche Lehre Feinde und einen Lehrer. Man muss an das physikalische Gesetz denken, um die Unabänderlichkeit des geistigen Gesetzes zu verstehen. Ich bestimme, dass die Bedeutung des Lehrers und die Notwendigkeit der Feinde verstanden werden. Gewiss, nur der Lehrer wird den Feind zum Wahnsinn treiben.

[Russisches Original. Seite 24.]


       Man muss das ganze Ausmaß des Bösen offenbaren, um erneuert aus den Flammen des Zorns hervorzugehen. Die Knoten des Pfades können nicht vermieden werden, doch wisset, dass keine Bedrückung ohne Nutzen bleibt. Vielleicht wird sie ganzen Völkern dienen!

       Wenn ein Einsiedler allein durch einen Gedanken eine Festung des Bösen zu zerstören vermag, dann wird die von den Höheren Kräften zugelassene Bedrückung wie ein Sturmbock gegen die feindlichen Kräfte sein.

 

       38. Jedes Wachstum des Geistes bedarf belastender Umstände. Eine alte Legende besagt, dass durch menschliche Leiden Edelsteine geschaffen werden. So ist es. Und wenn Ich sage: „Belastet Mich“, bedeutet das nicht, dass Ich ein Opfer bringe, Ich vermehre nur die Kraft des Geistes. Gleicherweise müssen die Menschen erkennen, wie sehr die letzten Entdeckungen sie der Lösung der kosmischen Probleme näher bringen. Denn jeder Ruf blitzt auf in allen Welten. Und wie gewöhnliche Photoapparate ein Bild der astralen Welt wiedergeben können, so vermag jede Welle eines beliebigen Stromes die Fäden zu den fernen Welten zu knüpfen.

       Es ist an der Zeit, die Verantwortung und das durch irdische Verkörperungen gewährte Vorrecht zu verstehen. Doch die Menschen meiden es oft, den Wellen des Raumes zu lauschen sowie nach dem aus verschiedenen Sphären des Universums kommenden Widerhall und den Antworten zu haschen. Wir sprechen von den Vorrechten der geistigen Entwicklung, doch es herrscht eine derartige Entstellung, dass ein wohlgesinnter Bürger sich sogar fürchtet, etwas zu erwähnen, was mit dem strahlenden Bereich des Geistes zusammenhängt. Versucht, über das Licht der Erkenntnis sowie den Segen des Geistes zu sprechen, und man wird euch fürchten wie Diebe und Räuber. Aber auch Räuber waren Schüler Christi und Buddhas;

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daher fürchtet menschliche Spitznamen nicht, sondern lauscht der Stimme der Ewigkeit, die zum Segen und zum Licht führt.

       Fürchtet euch nicht! Fürchtet euch nicht! Fürchtet euch nicht!

 

       39. Die Schöpfung des Kosmos wird immer in Anspannung aller Energien aufgebaut. (…) Je höher daher die Anspannung, desto machtvoller der Sieg. Unsere Schöpfung wird von der Qualität der Macht gesättigt. Wenn wir daher alle Energien sammeln, können wir mit Erfolg rechnen. Nur die Qualität der Energien liefert die notwendige Stufe der Arbeit. Daher ist es so wichtig, über ein erweitertes Bewusstsein zu verfügen und alles zu erfassen, was für den Aufbau notwendig ist.

 

       40.[11] Durch die Erfüllung Meines Willens gibst du Mir die Möglichkeit, deinen Willen zu erfüllen. Wo ist die Grenze zwischen den Willen, die zum Licht streben? Man muss sich merken, dass Wir jene, die sich Uns anvertraut haben, auf den Wegen erprobter Magnete führen. Dem Steuermann, der Ozeane durchquerte, kann man sich anvertrauen.

       „Überschreite die Brücke und prüfe dich selbst. Mein Stern aber hat Zeitalter erkannt.“

       Möge das erprobte Herz von Furcht unberührt bleiben!

 

       41.[12] Die Qualität der Tat wird im Streben bekräftigt. Wenn Worte sich in Tat verwandeln, wird die höhere Energie verwirklicht. Daher kann man alle höheren Energien nur im Leben zum Ausdruck bringen. Nicht Worte, sondern Taten gelten als Verwirklichung der höheren Energien. Nur wenn sich das Potential des Geistes in der Tat offenbart, wird höhere Entsprechung verwirklicht.

       So verleiht bestrebtes Suchen den Schlüssel zur Unbegrenztheit.

 

       42.[13] Daher ist Unser Plan so machtvoll[14]. Unser Testament ist deshalb so machtvoll, weil Worte als wunderbare Verwirklichungen ins Leben treten. Deshalb ist Unser Wort so lebendig,

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denn der Impuls der Schöpfung von der Macht des Feuers gesättigt. Nur wenn Unser Testament im Leben angewendet wird, kann man die höhere Stufe verwirklichen.

       Warum ist denn jeder eurer Aufträge so wirksam? Weil er die Bürgschaft Unserer Zusammenarbeit in sich trägt. So verwirklichen Wir Hierarchie nach dem Gesetz der Nachfolge. Wird daher das Kosmische Gesetz erkannt, bildet sich das Verständnis der Kette der Hierarchie. Daher wird derjenige, der dem Hierarchen[15] am nächsten steht, der beste Vollstrecker sein. Die Hierarchie des Dienstes ist nur die Erfüllung des Höheren Willens. (…)

 

       43.[16] Wodurch wird der Geist verwandelt? Durch die Schöpfung des Impulses. Wodurch steigt der Geist auf? Durch die Schöpfung des Strebens.

       Wie sollte der Geist sich nicht mit Feuer sättigen, wenn man sich nur so an den Kosmischen Magneten anschließen kann? Das Bewusstsein des Höheren Geistes ist doch gesättigtes Feuer! Daher kann nur die Erkenntnis des Höheren Willens den Geist seiner Bestimmung zuführen. Daher verleiht jede bewusste Maßnahme der Tat Schönheit.

       Die Schöpfung, die sich dem bestätigten Feuer anschließt, wird durch die Erfüllung des Höheren Willens bewusst magnetisiert.

 

       44.[17] Daher erweist sich jeder ausgeführte Gedanke als ein Beitrag zur feurigen Schöpfung. Jeder ausgeführte Gedanke verbindet sich mit Unseren Taten. Wie sorgfältig sollten die Schüler die Qualität ihrer Gedanken bestimmen: Verbirgt sich nicht irgendwo der Wurm der Selbstsucht, des Eigendünkels oder der Eigenliebe? Ehrlichkeit des Eingestehens ist etwas, das jeder Geist in sich entwickeln muss. Nur so kann man die

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Aufgabe des Plans der Herrscher erfüllen. Die Kette der Hierarchie wird durch die Erfüllung des Höheren Willens aufgebaut.

 

       45. Die Qualität des Gedankens ist so gewaltig, dass das Raumfeuer auf die Anspannung des Gedankens anspricht. Nur wenn eine entsprechende Harmonie hergestellt wird, kann die kosmische Verwirklichung zustande kommen. So zeitigt jede Entsprechung ihre Wirkungen. Die Gewähr für die Erweiterung des Bewusstseins besteht in der Entwicklung der Feinfühligkeit. Die Qualität des Strebens ist daher der beste Gradmesser für das Wachstum des Geistes; und Bewusstsein offenbart sich als die erwiesene Macht der Schöpfung.

 

       46. So wird die Qualität des Gedankens durch den Impuls des Suchens gespannt. Die Schöpfung des Geistes wird durch die Kraft des Feuers gespannt. Daher müssen Unsere Arbeiter die ganze Macht des schöpferischen Gedankens erkennen und ihre Feuer entfachen. Somit kann allein die Qualität des Gedankens das Bewusstsein erweitern. Daran mögen Unsere Arbeiter denken.

 

       47.[18] Ein Yogi galt als Spaßmacher, weil er in den Häusern unbemerkt verschiedene Gegenstände umstellte. Und als man ihn fragte, warum er das täte, antwortete er: „Ich beobachte, ob ihr blind geworden seid.“

       Es gibt wirklich wenige, die Veränderungen in ihrer Umgebung bemerken. Aber das erste Anzeichen eines „Adlerauges“ ist, die geringfügigsten Veränderungen zu bemerken, denn von ihnen hängt die Schwingung des Ganzen ab.

 

       48.[19] Gewiss, die Macht der Hierarchie ist die lebenskräftigste, und nur mit Hilfe dieser Brücke kann man aufbauen. So liegt jedem großen Beginnen die Energie zugrunde, die vom Gesetz der Hierarchie gesättigt wurde. Nur nach dem Gesetz engster Verschmelzung kann man aufbauen. Nur auf der Grundlage der Bejahung des Prinzips der Hierarchie

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kann man eine höhere Möglichkeit verwirklichen. Der schöpferische Wille verkündet, dass ein vereintes Bewusstsein eine abgestimmte Entscheidung ermöglicht.

 

       49.[20] Man kann Aufmerksamkeit durch eine höchst einfache Methode erproben. Stellt einen Gegenstand auf einen neuen Platz; bleibt er unbemerkt, so vergrößert das Ausmaß des Gegenstandes und beobachtet, welcher Elefant schließlich das „scharfsichtige“ Auge anzieht. (…) Prüft in Bezug auf Angst, Gereiztheit, Nachlässigkeit und in allen Fällen, wo das Lackmuspapier sich von Scham röten kann. Es bedarf keiner komplizierten Anrufungen, aber einfache Aufmerksamkeit wird einen viele Stufen voranbringen. So kann man darangehen, das „Adlerauge“ zu entwickeln!

 

       50.[21] Vereinte Sendungen bringen viel Nutzen, wenn wie bei einem Notenschlüssel ein und derselbe Ton gehalten werden kann. Man kann sogar mittels einer Stimmgabel die eine führende Note angeben. Ein Magnet, eine Stimmgabel, ein Ring und viele andere gewöhnliche Vorrichtungen gehen leicht in das Alltagsleben junger Yogis ein. Das Beseitigen angehäuften Staubes erfordert Schaufel und Besen. Man sollte gewöhnliche Gegenstände nicht scheuen – wie unten, so oben.

       Es ist weise, sich daran zu gewöhnen, dass es weder Ruhe noch ein Ende gibt. Doch allein die Erkenntnis Unserer Bruderschaft und der Hierarchie lenkt den Wanderer bereits den kürzesten Weg zur Unbegrenztheit.

 

       51. Die Bahn, die bewusste Bestrebungen anzieht, führt den Geist immer zu Unseren Toren. Die Schöpfung des Geistes erklingt im ganzen Raum, und nur die Anerkennung der Höheren Macht erfüllt den Geist

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mit schöpferischem Suchen. So ist jede Bahn, die einen zu eine höheren Schöpfung führt, von allen feinen Energien durchdrungen. Nur der Pfad bewussten Suchens verleiht Streben zu Unserer Bahn. So kann man die höheren Stufen erreichen.

 

       52. Gewöhnt die Jugend nicht daran, große Erscheinungen in ihrem menschlichen Maßstab zu erwarten. Solch überlebtes Maß entspricht nicht der Wirklichkeit, denn selbst in physikalischer Hinsicht haben die Menschen den Begriff Größe sehr entstellt. Der Verstand kann nicht begreifen, dass nur das Ergebnis die wahre Größe bestimmt. Jede Tat kann nur in Übereinstimmung mit ihrem Verhältnis zur Hierarchie und Unbegrenztheit ermessen werden. Daher sind diese Begriffe für uns Zeichen, die zur Wirklichkeit führen. Lehrt daher die Jugend, zuerst an die Unbegrenztheit zu denken, darüber hinaus zu bedenken, dass sich niemand mit einem winzigen Sandkorn vergleichen sollte, wie es die übliche Art der Heuchler ist. Unsere Größe ist durch eine ungeheure Verantwortung gewährleistet. Wenn wir gemäß Verantwortung messen, werden wir nicht irren.

 

       53. Bei Durchführung der bestätigten Vorhaben muss man daran denken, dass der Aufbau immer aufwärts schreitet. Beim Aufbau im Namen des Herrschers gibt es nur einen Weg, der uns zur Schöpferischen Quelle führt - den Weg der mächtigsten Hierarchie, den Pfad machtvoller Führung des Großen Dienstes. Das Festhalten am schöpferischen Prinzip lenkt den Geist daher zum bestätigten Gesetz der Hierarchie. Jeder Aufbau erfordert die Erkenntnis des Aufwärtsstrebens. Daher kann nur das Gesetz des Gehorsams gegenüber der Hierarchie gesetzmäßige Spannkraft verleihen.

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Nur so kann man den Pfad erkennen, der zur mächtigen Unbegrenztheit führt.

 

       54. Die Legende von dem Giganten, der die Erde stützt,[22] ist kein Aberglaube, sondern ein Gedenken an den Einen, der die Last der Verantwortung für die Erde auf sich nahm. So gibt es für jede Tat den einen, der die Verantwortung auf seine Schultern nimmt. Der eine stellt in Zusammenarbeit mit anderen das Gleichgewicht her, wie ein Kreisel in Bewegung. Man muss den Rhythmus der Bewegung aufrechterhalten, so wird Mechanik in Kunst verwandelt. Zur Entfaltung einfacher Aufmerksamkeit, auf die Wir zuerst in Legenden und Symbolen hinwiesen, gebe Ich nun eine einfache Weisung: Öffnet einfach eure Augen, denn es gibt viele Zeichen um euch!

 

       55. Die Aufspeicherung im „Kelch“ bestimmt die Beschaffenheit der Tat. Jeder zum mächtigen Verstehen der Hierarchie führende Gedanke erhebt den Geist. Nimmt daher das Streben zu, führt die Erweiterung des Bewusstseins den Geist zum Verstehen der Uranfänge. Nur über die feinsten Energien kann die Schöpfung des Geistes eine Brücke zum höheren Verstehen errichten. Daher bietet die Aufspeicherung im „Kelch“ die besten Möglichkeiten und Errungenschaften. Der Mensch muss nach Aufspeicherung im „Kelch“ und nach Erweiterung des Bewusstseins streben. So sind die feinsten Energien nur der feinsten Wahrnehmungsfähigkeit erreichbar, und unbegrenztes Streben öffnet das Tor zur Schönheit.

 

       56. Wenn sich der Geist zu eigen gemacht hat, dem Ruf des Dienstes zu folgen - im Einklang mit höheren Anordnungen -, dann ist die Verbindung des Geistes mit dem Höheren Willen hergestellt. Daher sollte man sein Streben auf

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das Gebot des Höheren Willens richten. Nur so kann ein Hierarch Unserer Aufgabe dienen. Wahrlich, Annahme und Erfüllung sind Heldenmut eines Hierarchen. Daher bestätige Ich die Macht der Schöpfung und die Verschmelzung der Bewusstseine. So schaffen Wir die (…) Zukunft. Ich bezeuge es!

 

       57. Niedrige Gedanken wurden mit kriechenden Reptilien verglichen. Nichts entspricht diesem Abschaum des Bewusstseins mehr. Kann man ruhig in einem Lehnsessel sitzen, wenn man weiß, dass unter diesem giftige Schlangen und Skorpione herumkriechen? Auf dem Pfad zur Hierarchie muss man sich vor allem von Reptilien befreien. Verurteilung und Lästerung des Herrschers sind nicht wiedergutzumachen. So muss jeder, der die Hierarchie schmäht, daran denken, dass sein Leichtsinn und Frevel sein Karma für viele Zeitalter erschweren werden. Wahrlich, wenn es nur einen Weg - den über den Herrscher - zu dem einen Licht gibt, kann nur äußerste Unwissenheit die Zerstörung dieses einen Pfades zulassen. Man muss Streben zum Höchsten, als der Essenz des Lebens, zeigen und eine heilige Haltung gegenüber diesem rettenden Streben einnehmen. Durch Herabsetzung des Hierarchen kann man sich selbst verurteilen und vielen Nahestehenden unheilvollen Schaden zufügen. Es ist Zeit, dies zu bedenken!

 

       58. Wird der Raum durch den Nebel des Nichtverstehens getrübt, dann ist es für die schöpferischen Strahlen sicher schwer, durchzudringen. Jede Schicht wird entsprechend dem Grad des Strebens gesättigt. Deshalb sind die irdischen Schichten so undurchdringlich. Daher müssen alle Erscheinungen des Suchens des Geistes in einem angespannten Tempo vor sich gehen. Das Suchen des Geistes muss den Geist zum Magneten der Hierarchie ziehen, denn jede Macht hat ihre Entsprechung

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auf der Erde. So lebendig muss das Gesetz der Hierarchie angewendet werden.

 

       59. Manche Menschen überschütten das Bildnis des Lehrers mit Alltagssorgen und bilden sich ein, am Großen Dienst teilzunehmen. Die Lehre und der Dienst setzen vor allem die Erweiterung des Bewusstseins auf der Grundlage des Festhaltens an der Lehre und der Verehrung des Lehrers voraus. Unbegrenztheit studierend sollte man vor allem die Grenzenlosigkeit der Liebe und Hingabe erkennen. Es ist nicht weise, zu meinen, dass Liebe verflüchtigt und Hingabe vertrocknet sei, denn dann wird Selbstauflösung die Folge sein. Die Grenzenlosigkeit der Liebe und Hingabe möge als erster Schritt zum Dienst und zum Yoga verstanden werden. Man möge sich diese Aufgabe zumindest als ein Mittel zum eigenen Fortschritt stellen. Man sollte nur in Richtung des Lehrers voranschreiten, nur dann kommt Erleichterung. Doch den Lehrer in den grauen Alltag herabzuziehen, wird zu keinem Erfolg führen. Heilig, grenzenlos lasst uns die Liebe und Verehrung dem Lehrer gegenüber aufrechterhalten - als ein Heilmittel zur Erneuerung.

 

       60. Das Herzensgebet ist Ausdruck der Liebe und Hingabe. Füllen wir unser Gefäß der Erfahrungen, denn dahin müssen wir unvermeidlich gelangen. Verschwendet nicht kostbare Zeit im Herabsetzen und Zersetzen. Jede Zersetzung ruft die unbändigen Elemente hervor; anders gesagt, sie widerspricht dem offenbarten Kosmos. Das Wachstum des Bewusstseins ist wahrlich Unser Fest!

 

       61. Wenn der Gedanke bestrebt ist, den Höheren Willen zu erfüllen, wird eine direkte

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Wechselbeziehung mit dem Schild des Höheren Willens hergestellt. Kann man das Verstehen des Kosmos erlangen, ohne bestrebt zu sein, in die Höheren Sphären einzudringen? Nur Nachfolge gibt allen Bestrebungen die Grundlage. Alles, was existiert, schreitet nach dem Gesetz der Nachfolge voran. Daher geht durch jede Absonderung die Bestimmung verloren. So entsteht der Gedanke als Träger der Nachfolge, so schafft das Gesetz des Höheren Willens endlos.

 

       62. In allen Religionen hat man dem von der Erde Scheidenden einen begleitenden Führer in Gestalt eines Heiligen, Engels oder abgeschiedenen Verwandten zugebilligt. Damit wurde das Vorhandensein einer Welt jenseits des Grabes sowie die Notwendigkeit der Führung bestätigt. Mit diesem Gedanken der Notwendigkeit der Führung sollte man sich vertraut machen. So sind in allen Religionen Erzieher und Lehrer anerkannt worden. Wenn Wir daher vom Lehrer sprechen, mahnen Wir an das Unvermeidliche. Die Lehre kann leben oder sich in die Umarmung des Todes verwandeln. Aber es ist so leicht, dem Leben durch Hinwendung zum Licht Aufschwung zu geben.

 

       63. Die richtige Entscheidung zu treffen, ist eine Eigenschaft der psychischen Energie. Wie sehr müssen dann die Menschen diese Eigenschaft in sich entfalten! Ohne diese Eigenschaft kann man das Raumfeuer nicht in sich aufnehmen. Ohne diese Eigenschaft kann man den einem gebührenden Schatz nicht empfangen. Nur die Berührung mit dem Höheren kann die Richtung weisen; daher ist es unerlässlich, nach Verstehen des Höheren Prinzips zu streben. Nur so werden wir dem Gesetz der Hierarchie näherkommen.

 

       64. Nur der Reflex der Reflexe der psychischen

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Energie kann durch physische Empfindungen wahrgenommen werden. Das gleiche kann von den feinstofflichen Energien und den fernen Körpern des Kosmos gesagt werden. Doch das sollte nicht von den Forschungen abhalten, denn nach dem Schatten und der Lichtquelle vermag man die Höhe eines Gegenstandes zu bestimmen.

       Auch alle westlichen Ermittlungsmethoden können angewendet werden, denn Ich sehe keinen Unterschied zwischen West und Ost, wenn wir uns auf dem Gipfel der Forschung treffen! Es ist notwendig, mit allen Mitteln eine von Unkenntnis herrührende Entzweiung zu beheben. Fürchten wir uns nicht, auf jede Weise zu forschen - nur um Wissen zu erlangen!

 

       65. Die Eigenschaften der Taten zeugen von der Entschiedenheit des Strebens. Jede Tat wird von ihrer eigenen Eigenschaft erfüllt. Der Impuls der Bewegung nötigt einen, die Bestrebtheit der Heldentat zu bezeugen. Die Qualität der Tat bestimmt ihre Verwirklichung. Wie sehr muss daher der Geist nach Verfeinerung der Eigenschaften und Qualitäten der Taten streben! Das Denken birgt das ganze Pfand der Schöpfung sowie die Richtung der Tat in sich. Daher führt die Annäherung an die Kette der Hierarchie den Geist zur Wahrheit der Schöpfung. So sollte man nach Erfüllung des Höheren Willens trachten.

 

       66. Das Verständnis für die Erfüllung des Höheren Willens ist der Menschheit fremd; das hat sie in eine abgesonderte Lage versetzt. Um sich nicht abzusondern, müssen daher Unsere Schüler ihre ganze Kraft für die Erfüllung aufwenden. Deshalb ist es so wichtig, das Gesetz der Hierarchie zu verstehen!

 

       67. Ihr könnt eines der nützlichsten psychischen Experimente vollführen. Wenn ihr alle Unsere Anweisungen annehmt und es euch scheint, dass sich Aufgezeigtes

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nicht erfüllte oder etwas nicht nach eurer Erwartung übermittelt wurde, dann prüft sofort die Weisung selbst und benutzt Worte nach dem üblichen menschlichen Verstehen; nachher ruft euch alle sich ergebenden Umstände ins Gedächtnis, erwägt alle eure eigenen Gedanken, Sorgen und Gereiztheit sowie alle Begleitumstände und Fehler. Es ist sehr bedeutsam, die Ereignisse zu beachten, die auf die kosmischen Wellen Einfluss ausüben. Man kann beobachten, dass unsere menschliche Last, wie gewichtig sie auch sein mag, oft nicht mit dem geringsten Gedanken verglichen werden kann. Auf diese Weise könnt ihr beobachten, in welchem Maße die psychische Sphäre über ihre eigenen Gesetze verfügt - über unsere drei Dimensionen hinaus.

       Mit solchen Beobachtungen beginnend, kann man zu wertvollen Schlussfolgerungen gelangen, die, wenn gesammelt, der Menschheit großen Nutzen bringen werden. Denn die Zeit für besonders strenge Anwendung der psychischen Gesetze ist jetzt gekommen. Es ist Zeit, im Kelch der Geduld alle Aufzeichnungen zu sammeln und zu bedenken, dass auch jede klimatische Veränderung und jeder atmosphärische Druck nach den psychischen Gesetzen starken Einfluss ausüben.

       Lasst uns unsere Gedanken mit den genauesten Waagen wägen und daran denken, dass jede Oxydation von Metallen den Charakter und die Qualität der Gedanken beeinflusst. Ebenfalls sind Rauch sowie der Geruch von brennendem Abfall oder von Fleisch immer schädlich. Vergessen wir nicht, dass Staub, als Teilchen der Zersetzung, in die Poren des Körpers eindringt. Untersuchen wir in allem ruhig die Einzelheiten des Lebens - nicht zur Selbstrechtfertigung, sondern zur Erforschung

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unserer Natur und um sich die Maßnahmen zur Vervollkommnung zu eigen zu machen.

 

       68. Ein weiteres bedeutendes Experiment: Gewöhnt euch daran, sehend nicht zu sehen und hörend nicht zu hören. Mit anderen Worten, verlegt den Blick so sehr in den geistigen Bereich, dass ihr trotz offener Augen nicht seht, was sich vor euch befindet; oder offenbarten Lärm mit offenen Ohren nicht hört. Durch solche physischen Teste kann im psychischen Schauen und Hören großer Fortschritt erzielt werden. Dazu ist es gut, in seiner Vorstellung ständig das Bild des Lehrers vor sich zu haben, als das Kostbarste, das euch mit dem Höchsten verbindet.

       Nun stellt euch für einen Augenblick vor, dass es euch gelang, vermittels chemischer Reaktionen einen vollständigen Mikrokosmos zu schaffen; für diesen Mikrokosmos seid ihr der Schöpfer! Warum ist es denn so schwer für die Menschen, sich eine endlose Kette von Schöpfern vorzustellen, vom Niedersten bis zum Höchsten, bis hinauf zum Unerreichbaren?

       Wenn wir daher vom Unbegrenzten sprechen, wollen wir es uns nicht als etwas Leeres oder Maßloses vorstellen, sondern als etwas Ganzes in seinem unaufhörlichen Aufstieg. Und kommt die ganze Unbegrenztheit nicht in eurem Bewusstsein zum Ausdruck, denn wo sind das Maß und die Grenze eures Bewusstseins?

       So schreitet vom Kleinsten zum Größten Stufe um Stufe voran, jedes Glied sei sichtbar und greifbar. Hier wird euch das aufgezeigte Experiment dazu dienen, durch physischen, undurchdringlichen Formen hindurch zu sehen, die vor euch stehen. Vom Augenscheinlichen geht über zur Wirklichkeit, die euren Pfad bereichern wird.

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       69. Eine andere nützliche Übung: Versucht, mit beiden Händen gleichzeitig Unterschiedliches zu schreiben. Oder versucht, gleichzeitig zwei Briefe zu diktieren, oder zwei Gespräche zu führen. Versucht, ein Fahrzeug zu lenken und gleichzeitig ein Gespräch über schwierige Probleme zu führen. Versucht, euch eines Streites zu enthalten, wenn die unstete Stimmung eures Gesprächspartners eure Gereiztheit herausfordert. Versucht zahlreiche Beispiele der Teilbarkeit eures Bewusstseins. Versucht, eure Energie in verschiedene Richtungen frei ausströmen zu lassen, ohne dass sie an Wert verliert oder sich der Strom abschwächt.

       Einseitige Anstrengung ist dem Zeitalter Kali Yuga* eigen. Aber die Saiten aller Energien werden wie ein rettender Strom die Entdeckungen des Zeitalters Satya Yuga* bereichern. In vergangenen Zeitaltern hatten wir Beispiele von einer erfolgreichen Teilung des Bewusstseins. Doch jetzt sollten wir besonders das Wirken aller Kanäle von Brahmavidya[23] bestätigen.

       Schenkt dem Gedankenfluss Aufmerksamkeit und bestätigt die echten Rhythmuswellen. Die Menschen sollten nicht den Tieren gleichen, die zu gleicher Zeit nur in einer Richtung denken können. Die Söhne des Lichts und der Flamme müssen im vollen Funken erglühen und die Raumfeuer entfachen. Wahrlich, die Zeit naht für die Entfachung der Raumfeuer; mit anderen Worten, für ihr Erscheinen in den nächstliegenden physischen Sphären. Es ist eine schwere Zeit, wenn Feuer auflodern und ungezügelt brennen und vernichten können.

       Nehmt diese Mahnungen als die Lektion des Tages an.

[Russisches Original. Seite 38.]


Denkt nicht, dass es im Himmel andere Gesetze gibt und man durch Unkenntnis der niedersten Materie erhalten wird. Nein, ihr wisst Bescheid und werdet darangehen, alle Ratschläge zu befolgen.

 

       70. Meteorsteine werden nicht ausreichend erforscht, und noch weniger Beachtung wird dem kosmischen Staub auf dem ewigen Schnee und auf Gletschern geschenkt. Jedoch der Kosmische Ozean zeichnet seinen Rhythmus auf den Gipfeln. Wenn wir über Unbegrenztheit nachdenken, sollten wir vor allem dem Beachtung schenken, was von Jenseits kommt und materiell mit den fernen Welten verbindet. Wie kann man denn eine ferne Reise erwägen, ohne den Gästen von weither Beachtung zu schenken?

       Die Lebenssymptome auf dem ewigen Schnee sollten auch mit jenen in den Ebenen verglichen werden. Vielleicht wird das übermäßige Wachstum bestimmter Drüsen durch die Verwendung von Schneewasser verursacht, das infolge des Wirkens von Teilchen kosmischen Staubes Unordnung hervorruft. So viele Möglichkeiten nützlicher Beobachtungen sind um uns verstreut. Man muss nur seine Hände ausstrecken.

       Ihr habt auch ganz richtig bemerkt, dass die meisten Tuberkulosefälle nichts anderes sind als die Entflammung der Lungenzentren. Sicherlich können sich die durch Karma aufgespeicherten, jedoch weder erkannten noch genutzten Feuer als zerstörend erweisen.

 

       71. Man möge Unwissenheit verfolgen, aber besonders züchtigen sollte man Aberglauben und Scheinheiligkeit. Aberglaube bedeckt wie ein aussätziger Schleier schwache Gehirne. Wir sind nicht gegen Laboratorien und westliche Methoden, doch Wir fordern, dass sich ihnen Ehrlichkeit, Leistungsfähigkeit und der Mut der Unparteilichkeit hinzugesellen. Wie kann man an Zusammenarbeit denken, wenn Vogelgehirne

[Russisches Original. Seite 39.]


jedes Experiment vereiteln? Man kann die erstaunlichsten Erscheinungen hervorbringen, wenn die Hörner des Teufels sie in der Retorte nicht verhindern. Die Menschen glauben mehr an Teufel als an Heilige!

 

       72. Jedes Streben wird vom Feuer des Geistes durchdrungen. Die Schöpfung des Geistes nimmt an der feurigen Aufbautätigkeit des Kosmos teil. Wie kann man sich von der ganzen kosmischen Schöpfung abwenden, wenn die Menschheit der schöpferische Vollzieher des Kosmischen Willens ist! Man sollte daher in sich Gleichklang mit den Höheren Kräften entwickeln; denn ohne dieses Streben nach Gleichklang gibt es keine Schöpfung. So muss sich die Menschheit im Verstehen der Höheren Kräfte festigen und am Höheren Willen festhalten.

 

       73. Natürlich kann man nur dadurch ans Ziel gelangen, dass man sich an die Hierarchie anschließt; nur das Verstehen des großen Gesetzes wird der Menschheit die Augen öffnen. Warum dann nicht in die Macht des Aufbaus eindringen? Daher müssen die Schüler vom Verstehen der Bekräftigung der Hierarchie durchdrungen sein. Daher kann man nur aufbauen, wenn Unsere Feuerträger Unseren Willen überbringen und die Schüler das Gesandte annehmen. Jeder Baumeister kennt das Gesetz der Hierarchie.

 

       74. Die Qualität des Denkens gehört, wenn man sie prüft, zur Kategorie der feinsten Energien. Es ist unmöglich, die Fluktuation der Gedanken zu messen. Wir haben daher bei den Schülern die Prüfung auf Verfeinerung der Gedanken eingeführt. Wir geben alle drei Jahre dem Schüler die Möglichkeit, sich selbst in Bezug auf ein und dasselbe Ereignis zu erklären. Nur gemäß diesen Fristen vermag man die Schwankung der Selbstsucht, Zusammenarbeit, Geduld und Ergebenheit wahrzunehmen.

[Russisches Original. Seite 40.]


       Ähnliche Experimente können für andere Erscheinungen von Energien angewandt werden; um so mehr, als bei den Menschen Prüfungen völlig in Vergessenheit geraten sind. Man kann sich auch selbst prüfen, indem man seine Aufmerksamkeit auf alte Sachen lenkt und die Wirkung des Einflusses der Erinnerung beachtet. Gleicherweise kann man sich in Bezug auf Blumen, Musik und auf ein vor langem gelesenes Buch prüfen. Man kann wissenschaftlich den Einfluss der Umgebung auf einen seit langem vertrauten Gegenstand verfolgen. Es können viele Stufen vorwärts oder rückwärts gezählt werden! Außerdem kann man darüber nachdenken, warum eine zum zweiten Mal durchschrittene Stufe immer schwerer ist.

 

       75. Ein an sich selbst durchgeführtes Experiment ist nämlich immer von Nutzen, weil es einen an Prüfung mahnt. Prüfung ist ein Anzeichen von Schaffen. Man muss sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass die Menschen unaufhörlich schaffen. Mit jedem Blick, mit jedem Atemzug, mit jeder Bewegung ändern sie den Lauf der kosmischen Wellen. Da es keine Leere gibt, wie sind dann die Welten verbunden? Die Lebenszellen wachsen wie die Blätter eines Baumes. Doch wir vergessen, dass wir durch jede unserer Bewegungen eine Form hinterlassen. Wie schön müssen diese dann sein, um des Großen Bildhauers würdig zu sein.

 

       76. Der kosmische Aufbau beruht auf Entsprechung. Ohne das Gesetz des Gleichklangs ist es unmöglich, Schöpfung sowie die Entwicklung feuriger Wahrnehmungsfähigkeit zu verwirklichen. Daher ist es so wichtig, dieses bedeutende Gesetz im Leben zu befolgen. Wahrlich, ohne die Macht der Entsprechung und der feurigen Wahrnehmungsfähigkeit ist es unmöglich, seine Bestimmung zu verwirklichen.

 

       77. Jede Stufe erfordert neue Umstände.

[Russisches Original. Seite 41.]


Jede neue Stufe bringt ihre bestätigte Kraft mit sich. Deshalb wird inmitten der schweren Zeit den Schwierigkeiten gemäß eine mächtige Stufe gelegt. Daher wird die schöpferische Tätigkeit Unserer Mitarbeiter Erfolg bringen, wenn sich die Gedanken auf die Macht der Zukunft stützen. So errichten Wir eine wunderbare Stufe! So bauen Wir inmitten der Auflösung der Länder. So tritt Unsere Macht ins Leben! Das Erscheinen einer neuen Stufe ist so nahe, doch die Welt bestimmt ihr Schicksal.

 

       78. Nichts in der Welt ist zu vernachlässigen. Manchmal messen wir nach großen Maßstäben, doch oft sollten Versuche mit kleinen Einheiten durchgeführt werden. Gleicherweise sollte auch das Denken beachtet werden. Die Gedankenriesen sind genauso lehrreich wie die kleinen Blutegel. Man kann beobachten, wie so mancher, der ein riesiges Hindernis bewältigte, über eine unbedeutende Pfütze strauchelte. Groll, Beleidigung und An-sich-selber-Denken machen Möglichkeiten genauso zunichte wie Verrat und Furcht. Man muss zwischen Umständen unterscheiden - wo ist der neue Prüfstein? So lernen wir durch Scharfblick die Freude über jede Prüfung erkennen. Wir werden sagen: „Herrscher, sende Deinen Willen - gib oder nimm. Gemeinsam mit Dir werden wir meine Fallen prüfen. Gemeinsam werden wir meine gestrigen Entschlüsse erwägen. Heute bin ich gesättigt, und Du kennst besser als ich die Menge der morgigen Nahrung. Ich werde Deinen Willen nicht übertreten, denn nur aus Deiner Hand kann ich empfangen.“ So muss man über sich wachen im Großen und im Kleinen.

 

       79. Ihr wisst bereits, wie angespannt die Zeit ist; und jenen, die von Furcht ergriffen sind, sagt, dass, wenn der Herrscher im Herzen wohnt,

[Russisches Original. Seite 42.]


kein Haar vom Kopf fallen wird, und jedem ist ein Palast für Körper und Geist bestimmt. Doch bewahrt ein reines Herz, damit Ich dort einziehen und euch wappnen kann. Denkt daran: Wenn ihr im Geist dem Herrscher das gebt, was euch genommen wurde, wird Er es euch hundertfach lohnen. So lenkt eure Gedanken zum Herrscher und lasst den Herrscher in euer Herz eintreten; ohne den Herrscher wird es in dem leeren Herzen eng sein, und wie Erbsen in einer trockenen Schafblase wird der Zorn in dem leeren Herzen toben. Erfüllt euer Herz so sehr mit dem Herrscher, dass kein Feind eindringen kann. Friede sei mit euch!

 

       80. Die Anziehung entsprechender Kräfte wird von dem Streben genährt, das die Kräfte vereint. Die Verwirklichung aller Verschiebungen* wird durch Energien gespannt, die dem Gesetz der Entsprechung unterliegen. Daher unterliegt jede schöpferische Kraft diesem Gesetz. Der kosmische Aufbau hängt von dieser Entsprechung ab. Daher verstärken Wir alle Kräfte so und verwirklichen die höhere Entsprechung. So baut die Kette der Hierarchie gesetzhaft die Stufen der Entsprechung, und jedes Streben erklingt in feinstem Widerhall. Nur Gleichklang kann die unbegrenzte Schöpfung verwirklichen.

 

       81. Man wird fragen: „Wieso sollen wir unsere Gebete an den Höchsten richten, wenn man das Bildnis des Herrschers stets vor uns steht?“ Sagt: „Wendet euch gerade durch Ihn an den Höchsten.“ Wenn ihr dazu noch den Zustand erreicht habt, das Bildnis des Herrschers stets vor euch zu haben, dann kann euch diese Frage überhaupt nicht beunruhigen. Haben wir eine bewusste Verbindung mit den feinsten Energien erlangt, so wird vieles, was gestern

[Russisches Original. Seite 43.]


noch unverständlich erschien, heute völlig verstanden werden. So lernen wir, uns über das, was uns gestern grämte, zu freuen und gelassen zu sein.

       Es ist wichtig zu bemerken, wie Unser Bewusstsein durch die tägliche Arbeit gereinigt wird. Jetzt ist besonders das Stählen dieser Schwerter zeitgemäß, weil die Luft von Feuer erfüllt ist. Nur das Bildnis des Herrschers kann alle Zentren rotieren lassen und als Schild dienen. Scheuen wir uns nicht, wieder über Schwerter und Schilde zu sprechen, denn Wir wünschen den Frieden und das Reich des Geistes. Wie Sieger nicht ihrer Feinde gedenken, so zählen Wir sie nicht; und wenn wir sie mit Bäumen vergleichen, wird ein Wald nicht genügen.

 

       82. Die Söhne der Vernunft – Wir verkünden sie als Hierarchen auf der Erde. Die Töchter der Vernunft – Wir verkünden sie ebenso auf der Erde. Jene, die der Evolution des Geistes zustreben, müssen den Fußstapfen der Hierarchie folgen, um voranzuschreiten. Wer wird den Geist der strebenden Schüler nähren? Wer wird den Pfad des Aufstiegs verwirklichen? Nur die Töchter und die Söhne der Vernunft. Wer birgt die Feuer der Errungenschaft? Die Töchter und die Söhne der Vernunft. Somit verkünden Wir Unsere Feuerträger. Jede Verwirklichung Unseres Willens wird sich durch Offenbarung des feurigen Gesetzes der Hierarchie vollziehen. Nur die bewusste Aneignung des Gesetzes der Hierarchie im Leben erweist sich als der rechte Pfad. Wahrlich, der Raum erklingt mit der Bestätigung der Hierarchie. So wird das wunderbare Leben aufgebaut. So tritt das Gebotene ins Leben. Die Söhne der Vernunft, die Töchter des Lichts vermögen die Kraft der Höheren Gesetze nur durch Gehorsam der offenbarten Hierarchie gegenüber zu bekunden. So offenbaren Unsere Hierarchen Unsere Kraft der Vernunft und des Herzens - so bis in Unbegrenztheit!

 

       83. So schafft die Höhere Vernunft auf der Erde durch die Kraft

[Russisches Original. Seite 44.]


der Hierarchie. Unsere Schöpfung erfordert die Verwirklichung der Hierarchie in ihrem ganzen Umfang, in ihrem ganzen Verstehen und in ihrer ganzen Schönheit. Die Offenbarung des Verstehens der Hierarchie erschließt alle Möglichkeiten. Es ist richtig, das Gesetz der Hierarchie als den Gipfel der kosmischen Schöpfung zu betrachten; aus ihm strömt Licht; zu ihm streben die Gedanken. So sollte man die besten Bestrebungen zum Gipfel der Hierarchie lenken. Nur wenn die höchste Bestätigung bewusst ins Leben tritt, kann das Höchste gegeben werden. Die feurige Erscheinung naht!

 

       84. Wie kann man sich in der Lehre festigen? Wie sich an das höhere Gesetz der Hierarchie anschließen? Nur durch Verfeinerung des Denkens und Erweiterung des Bewusstseins. Wie kann man die Weisung von Oben erfassen, wenn es keinen Beweis der Entsprechung gibt? Man sollte für jede Energie Aufnahmefähigkeit entfalten. Man sollte imstande sein, die Weite der Lehre zu erfassen. Nur Entsprechung kann das Auffüllen des Gefäßes gewähren. Daher ist die Offenbarung der Weite eines erweiterten Bewusstseins würdig. Auf den Weg zu Uns kann man nur über die Hierarchie gelangen.

 

       85. Die Religionen haben besondere Körperübungen und -stellungen eingeführt, um die Ansammlung der Energie zu fördern und zum Höchsten voranzutreiben. Bei uns kann man sicherlich ohne diese ermüdenden Übungen vorankommen - nur durch das Auffüllen des Herzens. Wer durch dieses Mittel voranschreitet, ist insofern im Vorteil, als die Quelle des Herzens unerschöpflich ist. Das ins Innere des Herzens aufgenommene Bild des Herrschers bleibt ungetrübt und wird zu jeder Stunde bereit sein, zu helfen. Dieser Weg des Herzens ist der älteste, aber er erfordert eine beträchtliche Erweiterung des Bewusstseins.

       Man kann nicht gleich im ersten

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Gespräch über das Herz sprechen, denn man könnte es unnütz belasten. Gleicherweise zwecklos wäre es, von Liebe zu sprechen, solange nicht das Bild des Herrschers im Herzen verankert ist. Doch die Stunde schlägt, in der auf die Macht des Herzens hinzuweisen ist. Ich rate, sich dem Herzen zuzuwenden, nicht allein, weil einem das Bildnis des Herrschers schon vertraut ist, sondern aus kosmischen Gründen. Der Abgrund kann leichter überschritten werden, wenn das Band mit dem Herrscher fest ist.

 

       86. So ist es nicht leicht, ohne den Herrscher zu sein. Sprecht den Namen des Herrschers nicht nur aus, sondern bewegt ihn in eurem Herzen, und Er wird darin bleiben, gleich einem von Gebirgswässern in eine Spalte gepressten Stein. Wir sagen „Cor Regale“[24], wenn der Herrscher des Herzens das ihm bestimmte Gemach betritt. Man sollte sich durch den Herrscher schützen!

 

       87. Das allgegenwärtige Feuer durchdringt jede Lebenserscheinung. Das allgegenwärtige Feuer spannt jede Tat. Das allgegenwärtige Feuer treibt jedes Streben und jedes Vorhaben an. Wie ist es daher möglich, nicht vom führenden Feuer erfüllt zu sein? Die kosmische Macht, die jedem menschlichen Impuls und jeder schöpferischen Kraft zugrunde liegt, ist auf bewussten Aufbau gerichtet. Wie sorgfältig sollte man diese gleichartigen Energien sammeln für den Aufbau einer besseren Zukunft! Nur ein bewusstes Verhältnis zur Beherrschung der Kraft der Angemessenheit kann eine Schöpfung offenbaren, die einer besseren Stufe würdig ist. Daher muss jeder auf dem Weg zu Uns zum Aufbau streben, indem er sein Unterscheidungsvermögen bewusst lenkt.

 

       88. Wie sehr muss dann der Schüler die Macht des Unterscheidungsvermögens und der Bestätigung erkennen, dass es nur

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ein Gesetz gibt, das den ganzen Kosmos regiert - den Höheren Willen; dieser Linie entlang vollzieht sich die Evolution des Geistes. Dieses Gesetz vereint alle ihm zugehörigen und offenbarten Einheiten. Das Streben nach Erfüllung des Höheren Willens führt zur Feinfühligkeit der Wahrnehmung. Nur dieser Pfad bietet eine angemessene Lösung der Erkenntnis und der Erfüllung des Höheren Willens. So widmen auch Wir Unser schöpferisches Streben dem Höheren Willen, und so verschmelzen die Bewusstseinsbögen in Ein Flammendes Herz! So wird die große kosmische Stufe geschaffen!

 

       89. Wenn euer Bewusstsein euch das Verlangen einflüstert, im stetigen Besitz des Bildnisses des Herrschers zu sein, zieht euch zurück an einen stillen Ort und richtet euer Auge auf das erwählte Bild. Doch bedenkt, dass man sich unwiderruflich entscheiden muss, denn im Falle von Verrat wird das stetige Bild wie ein stetiger Vorwurf sein. Nach eindringlicher Betrachtung des Bildes schließt eure Augen und übertragt Es auf das dritte Auge. Durch diese Übung werdet ihr ein lebendiges Bild erlangen und ein besonders starkes Erbeben des Herzens fühlen. Bald wird das Bild des Herrschers von euch untrennbar sein. Ihr könnt selbst die Probe vor der Sonne machen, und ihr werdet den Herrscher vor euch sehen, manchmal farblos, doch dann lebendig und sogar in Bewegung. Euer Gebet wird keiner Worte bedürfen, und allein das Erbeben des Herzens wird euer Verstehen durchströmen. So kann man im Leben viel Nützliches erlangen, aber das erfordert ein entsprechendes Bewusstsein.

 

       90. Gewöhnt euch an, über etwas weder erstaunt noch überrascht zu sein. Doch dies sollte nicht als Abstumpfung

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des Geistes verstanden werden. Im Gegenteil, in völliger Bereitschaft, die Vorausschau gebiert, steht auf der Wacht bei vollem Beben des Bewusstseins. Viele wunderbare Dinge nahen. Man kann sie nach seinem eigenen Wunsch und seinem eigenem Bewusstsein gemäß verstehen. Doch noch leichter ist es, sie über das Bild des Lehrers zu empfangen. Könnt ihr das Bild des Lehrers ganz deutlich in eurem Bewusstsein schauen, dann könnt ihr euer Bewusstsein in das Seine übertragen und gleichsam mit Seiner Kraft wirken. Doch dazu muss das Bild des Lehrers äußerst genau gesehen werden, bis ins kleinste Detail, so dass das Bild weder schwankt noch verzerrt ist, noch seine Umrisse verändert, wie es häufig vorkommt. Doch befolgt man die Konzentrationsübung genau, wird es gelingen, ein stetiges Bild des Lehrers hervorzurufen; man kann damit den größten Nutzen erzielen, für sich, für seine Nächsten und für die Werke.

       Solches ist Unser Mahnen, wenn Wellen auf dem Meer aufkommen. Auch ist es gut, vor der Sammlung in völligem Schweigen zu verharren, und sogar sich selbst durch Musik nicht ablenken zu lassen. Ich meine, die gegenwärtige Zeit bedarf solcher Konzentration, denn es liegt ein ungeheurer Erfolg in der Atmosphäre; doch Erfolg zieht wie ein Magnet auch unerwartete Metallteilchen an; und Nadeln und Nägel können giftig sein. Versteht das richtig. Lasst euch vom Verständnis des Lehrers nicht abbringen. Seid weder erstaunt noch überrascht, denn es ist gut, wenn man für die nächste Stufe Verständnis aufbringt.

 

       91. So wie die Klarheit des Bildnisses des Lehrers uns zur engsten Zusammenarbeit mit Ihm führt, so bringt jede lebendige Vorstellung eines Gegenstandes im dritten Auge

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uns diesen nahe und macht ihn erreichbar. Eine der Bedingungen der alten Magie war es, die Lebendigkeit von Gegenständen zu lehren, die durch unsere innere Vorstellung hervorgerufen werden. Gelingt es, den Gegenstand in genauem Umriss und genauer Farbe hervorzurufen, kann man ihn für eine unmittelbare Einwirkung verwenden, als ob man ihn besäße. Unabhängig von der Entfernung kann man ihn lenken und seine Möglichkeiten heranziehen; angefangen von den alltäglichen Gegenständen bis zu den fernen Planeten kann man diese Einwirkung nutzen. Darin ist nichts Übernatürliches, es ist als ob man sich mit dem Duplikat identifiziert und einen lebendigen verbindenden Faden knüpft. Man kann diese Fähigkeiten in sich allmählich an gewohnten Gegenständen entwickeln; dabei wird man bemerken, dass, wenn ein klares Bild geschaffen wird, man eine eigentümliche bebende Schwingung wahrnimmt, ähnlich einer magnetischen Einwirkung. So kann man, das Unbegrenzte studierend, damit beginnen, ihm von den alltäglichsten Gegenständen her nahezukommen.

 

       92. Gleicherweise werdet ihr allmählich bemerken, dass ihr euer eigenes Bild seht, als ob es euch gegenübersteht. Das soll euch nicht verwundern, denn es ist die zunehmende Entwicklung der Teilbarkeit des Geistes*. Die Erscheinung des Ausströmens und Aussendens von Teilen seines Geistes zeigt dem entwickelten dritten Auge das ausgesandte Bild. Man sollte wissen, dass zur selben Zeit jemand dieses Bild wahrnimmt und Hilfe erlangt.

 

       93. Wie wichtig ist es, das Feuer des Impulses zu hüten! Ohne diese antreibende Kraft kann man ein Vorhaben nicht mit den besten Möglichkeiten sättigen. Die für ein Vorhaben aufgewendeten Kräfte werden durch das Feuer des Impulses verstärkt. Daher ist das Streben zur Stärkung der von der Ursprünglichen Quelle verliehenen Kräfte so notwendig.

[Russisches Original. Seite 49.]


Bei jedem Aufbau sollte man Gleichmaß und Angemessenheit beachten. Daher muss man für die Sättigung Unserer Vorhaben das Gegebene mit den angewendeten Maßnahmen ins richtige Verhältnis bringen. Das Feuer und der Impuls erhalten das Leben bei jedem Beginnen. In Ermangelung dieser verliert das Beginnen seine Lebensfähigkeit. So lasst uns dem vom Herrscher verliehenen bestätigten Feuer zustreben! So können wir die feurige Sättigung erlangen.

 

       94. Einem Reisenden wurde beim Einschiffen eine Börse mit Gold gestohlen. Die Mitreisenden waren in Aufruhr, doch der Betroffene lächelte und sagte wiederholt: „Wer weiß?“ Ein Sturm kam auf und das Schiff strandete. Allein unser Reisender wurde ans Ufer getrieben. Als die Inselbewohner seine Rettung als Wunder priesen, lächelte er wieder und sagte: „Dies geschah einfach, weil ich für meine Überfahrt mehr bezahlte als die anderen.“

       Wir wissen nie, wann die guten Samenkörner aufgehen und wie lange das Reifen der Ernte giftiger Gedanken währt. Auch sie brauchen Zeit zum Reifen; daher fürchtet giftige Gedanken; nicht ein einziger schwindet, ohne Spuren zu hinterlassen. Aber wo ist das Land, wann schlägt die Stunde, wann reift die giftige Ähre? Mag sie auch klein sein, so ist sie dennoch stachelig, und es wird kein Stück Brot geben, das einem nicht die Kehle zerreißen wird.

 

       95. Ist es möglich, nicht seine eigene Saat zu ernten? Möge das Samenkorn gut sein, sonst wird Gift bloß Gift erzeugen. Vieles kann vermieden werden, doch der Speicher des Gedankens ist das dauerhafteste. Der Gedanke als die höchste Energie ist unauflösbar und kann gespeichert werden. Beim Versuch mit Pflanzen kann die Macht des Gedankens bewiesen werden. Gleicherweise kann ein Wissenschaftler bei angespanntem Gedanken das nötige Buch vom Regal nehmen.

[Russisches Original. Seite 50.]


       96. Wenn Wir sagen: „Habt keine Wünsche“, bedeutet das nicht, gefühllos zu sein. Im Gegenteil, ersetzt den Wunsch durch den unwiderstehlichen Befehl eines reinen Gedankens. Mit diesem Befehl ruft ihr alle Kräfte des Lichts herbei und bringt deren Ströme entsprechend eurem reinen Streben zur Wirksamkeit.

       Seid freudvoll, seid freudvoll; nicht durch Wunsch, sondern durch geistiges Streben. Seid freudvoll; nicht durch die Wünsche der Vorfahren, sondern durch den Befehl des ganzen Bewusstseins, um jenen Faden des Lichts zu bilden, der alle Welten vereint. Seid freudvoll; nicht wegen des Erfolgs bereits zerfallener Werke, sondern in Kenntnis des Vorherbestimmten und bereits in der Schriftenrolle der Zukunft Eingeschriebenen. Seid freudvoll; nicht in dem Wunsch nach Ruhe, sondern wegen des Aufruhrs der Elemente, weil euch nur der Aufruhr der Elemente dienen wird; denn man kann das Tote nicht zwingen, das Lebendige zu beleben. So begreift, dass Freude eine besondere Weisheit ist, und gebt die Feuer des Lichts nicht für die Reste des Festmahls preis!

       Was durch irdische Sinne gefühlt wird, ist nicht von Bedeutung; doch lasst uns am Dienst aller Lichtteilchen teilhaben. Ihr erwartet Mich, ihr erhofft Hilfe. Doch ihr wisst nicht, wann es der Hilfe bedarf und wann die letzte Stunde der Schlacht erklingt. Dennoch klammert sich euer ganzes Bewusstsein an Uns; in der Gewissheit, dass Wir nicht säumen werden, baut ihr eine unzerstörbare Brücke und sammelt die Schätze der Macht.

       Vielleicht ist die Hilfe äußerst dringend. Lasst Uns urteilen, denn die Zeit ist reif, und jenseits des Meeres erheben sich bereits die Pfeiler des Lichts!

 

       97. Der Impuls des Feuers verleiht dem ganzen Kosmos Leben. Jeder schöpferische Funken setzt das Streben des Geistes

[Russisches Original. Seite 51.]


in Bewegung. Wie könnte man da nicht in jeder Erscheinung den feurigen Impuls verwirklichen, der alle Spannungen nährt und jede Tat durchdringt? Daher sollte man den wunderbaren Impuls des Feuers entwickeln, der allem Leben verleiht. So kann das gesättigte Feuer alle entsprechenden Energien anziehen. Der feurige Impuls sollte vor allem in der Kultur des Gedankens entwickelt werden. Wie der schöpferische Impuls Gleichklänge sammelt, so zieht der Gedanke Entsprechendes an. Hütet somit den Impuls des Feuers!

 

       98. Wie wundervoll sind die Geistesfunken, die Feuer und Streben offenbaren! Der feurige Dienst wird der Menschheit so viele Zeichen der neuen Evolution vermitteln. Daher ist Agni Yoga so lebendig ins Leben getreten. Und so viele Zeichen verwandeln und bedrohen unseren Planeten. Man sollte alles, was der Menschheit gesandt wird, annehmen. Daher erklingt der feine Organismus der Mutter des Agni Yoga auf alle Unsere Sendungen. Daher sollte die Gesundheit gehütet werden. Wahrlich, die Feuer toben! So vieles hat sich verwirklicht, so vieles wird erstrebt, so vieles steht bevor!

 

       99. Der wesentliche Irrtum des Menschen ist, sich außerhalb des Seins zu wähnen. Dies rührt vom Mangel an Zusammenarbeit her. Man kann dem Außenstehenden nicht erklären, dass er für das, was im Inneren vor sich geht, verantwortlich ist. Der offenbarte Vater des Egoismus[25] säte Zweifel und Eigendünkel, um die Leitung zur Schatzkammer des Lichts zu unterbinden. Niemand will wahrhaben, dass Licht die Wirkung des Gedankens ist, aber die Unzähligen, welche die interplanetaren Räume bewohnen,

[Russisches Original. Seite 52.]


anerkennen dankbar die Macht der gedanklichen Zusammenarbeit. Sie kennen Zusammenarbeit und verstehen Verantwortung. Man kann sich einen Weltgedanken einprägen und so für sich Flügel im Himmel sowie auf dem Fundament, der Erde, erlangen. Viele wertvolle Mahnungen an die Verbindung mit den fernen Welten sind verstreut!

 

       100. Der Funke des Geistes entfacht das Herz, daher muss Unsere Lehre durch das Feuer des Herzens verbreitet werden. Wie kann man ohne das Feuer des Herzens die geistigen Fackeln entzünden? Nur Feuer erhöht die Schöpfung und durchdringt jede Tat. Die zum Lebensimpuls drängende Energie muss das offenbarte Lebensfeuer besitzen. Somit wohnen diesem Gesetz schöpferische Kräfte inne. Die Spannung jeder Energie ruft die umgebenden Energien ins Leben. So vollzieht sich jede Materialisation, indem sie um sich herum alle Energien sammelt. Daher ist das geistige Korn ein mächtiger Sammler.

 

       101. Wie erhaben ist das Gesetz der Hierarchie! Wie aufbauend sind alle Gesetze der Hierarchie! Wahrhaftig, die Leiter führt in den Himmel. So kann jeder zur Hierarchie Bestrebte durch eine von Oben verliehene Aufgabe den Höheren Willen erfüllen. So erbauen Wir die Hierarchie. Daher sollte jede Weisung so, wie vom Hierarchen gegeben, erfüllt werden. Nur so kann man den Höheren Willen erfüllen. Daher sollte man den Wunsch des Hierarchen wirklich hüten. Wie Perlen des Geistes sollte man die bestätigte Quelle hüten.

 

       102. Das selbstlose Herz eines Agni Yogi birgt den Schmerz der Welt, doch das ist eine seltene Erscheinung. Wie

[Russisches Original. Seite 53.]


es in einem alten Gesang heißt: „Ich werde das Leid der Welt in mein Herz aufnehmen. Ich werde das Herz, als den Schoß der Erde, zum Glühen bringen. Ich werde es mit Blitzen durchdringen. Das neue Herz ist der Schild der Welt. Ich werde ihm das Zeichen der Erden-Mutter einprägen. Das Kreuz der Mutter wird das Zeichen Meines Glühens sein.“ So wussten es die Alten. Und wieder ist ein ergebenes Herz im Dienst der Welt. Deshalb sage Ich: Man muss die Gesundheit hüten! Mit einem bis zum Rand gefüllten Gefäß muss behutsam umgegangen werden. Man muss sich über das Entfachen des Feuers des Herzens freuen. Vergessen wir nicht, wie unverhofft neue Feuer entzündet werden.

 

       103. Widerspruch ist der Teppich des Vaters der Lüge[26]. Wer ihn betritt, sieht den Menschen nicht ohne Argwohn. Der Widerspruch der Wissenschaft geht gewöhnlich auf dem gleichen Teppich vonstatten. Man kann nur staunen, wie sehr die Menschen Behauptungen aufstellen, an die sie selbst nicht glauben. Die derzeitigen Kirchen sind das beste Beispiel dafür, wieso die höchste Erscheinung das Leben nicht verändert. Lasst uns daher das allumfassende Herz behüten!

 

       104. Für die Evolution des Geistes bedarf es der Vereinigung von Bewusstsein und Herz. Wenn die Kräfte getrennt sind, kann der Geist nicht wirken. Daher ist das Streben nach Vereinigung der feinsten Energien so notwendig. Beim ganzen kosmischen Aufbau gibt es eine Wechselbeziehung der Kräfte, und Trennung kann die vorbestimmte Entwicklung nur aufhalten. Daher wird das vereinte Bewusstsein so bejaht. Jede Kraft erfordert die Bekundung einer angespannten Tat, je gesättigter, desto machtvoller. Daher sollte die Vereinigung der Hebel des Herzens und des Bewusstseins verstärkt werden.

 

       105. Das aus dem Herzen kommende Wort sättigt den Raum.

[Russisches Original. Seite 54.]


Daher bilden die in einem ungestümen Strom fließenden Gedanken gleich einem Schutzwall eine Sphäre gegen die giftigen Gase des Planeten. Gedanken bilden ein Schutznetz für die Menschheit. Nur diese leuchtenden Ausstrahlungen spenden die Kraft zur Bekämpfung der Finsternis. Daher ist es so wichtig, den Raum mit Worten aufzuschichten, die aus dem Herzen kommen. Ihnen wohnt Licht inne. So wird die Menschheit auf den Flügeln der Gedanken emporgehoben. So wird die Evolution aufgebaut.

 

       106. Worin besteht der Schatz des Herzens? Nicht nur in guten Wünschen, nicht nur im Mitleid, nicht nur in Hingabe an die Hierarchie, sondern auch im Gleichklang mit dem Kosmischen Bewusstsein; darin, dass das Herz neben dem eigenen Rhythmus auch am kosmischen Rhythmus teilhat. Solch einem Herzen kann man vertrauen, es hat Gefühlswissen, und als ein offenbartes Glied zur Höheren Welt spricht es das Unbestreitbare aus.

       Die Offenbarung des Schatzes des Herzens ist auch für die Vorbereitung des feinstofflichen Körpers sehr bedeutsam. Stellt euch vor, wie wichtig das Experiment mit dem feinstofflichen Körper ist! Die Verdichtung des feinstofflichen Körpers* kann das erbringen, von dem die Lehre von Schambhala okkult spricht. Man kann ein unbesiegbares Heer haben, man kann unersetzliche Mitarbeiter haben – freilich nur vorübergehende, aber dafür außerhalb der Bedingungen grobstofflichen Lebens.

 

       107. Die kosmischen Ströme durchdringen das Herz eines Agni Yogi. „Das erfüllte Herz fühlt alle Perturbationen“ - so spricht die Alte Weisheit von dem mit Äther erfüllten Herzen. Womit der Kosmische Raum atmet, damit atmet auch das feinfühlende Herz. Womit das Kosmische Herz atmet, damit atmet auch das Herz eines Agni

[Russisches Original. Seite 55.]


Yogi. Jede Schwingung erklingt auf den feinen Saiten des feinfühlenden Herzens. So muss dieser kosmische Schatz behütet werden. Die Ströme füllen das Herz und erweitern die Sphäre seiner Einwirkung. So wird kosmische Entsprechung hergestellt.

 

       108. Gewiss, erhebt sich Wehklagen im Raum, fühlt das erfüllte Herz so viele Töne. Die räumliche Schlacht ist gewaltig und die Wellen des Lichts sind sehr gespannt! Die Große Epoche naht; wie sollte man da nicht das Böse überwältigen? Daher sind die Finsteren so sehr auf der Hut. Wenn die großen Daseinsgesetze ins Leben treten, wie sollten da die Finsteren nicht erschreckt sein. So bestätige Ich Unsere Macht!

       Wahrhaftig, zu Recht spracht ihr von der Bedeutung des grundlegenden Prinzips Unserer Werke. Schönheit erklingt, und wir wollen ihre Grundlagen schützen. Perlen müssen behütet werden!

 

       109. Warum treten Erscheinungen meist unverhofft auf? Dafür gibt es zwei Gründe: Erstens, Erwartung löst immer eine Gegenwirkung aus. Selbst eine bewusste Erwartung kann eine für die Erscheinung unnötige Energie aufkommen lassen. Zweitens könnte im Falle einer Ankündigung die schwarze Loge unbeabsichtigt informiert werden. Die Anwesenheit von nur einem einzigen Außenstehenden kann als Vermittler dienen.

       Die ganze Welt teilt sich in Schwarze und Weiße. Manche dienen bewusst, andere ihrem Wesen gemäß, und die Dritten stellen eine gallertartige Masse dar, die zu nichts taugt. Die schwarze Loge ist stark, denn zur Bekämpfung des Lichts bedarf es eines mächtigen Potentials. Es ist nicht weise, die Stärke des Gegners zu unterschätzen, besonders wenn

[Russisches Original. Seite 56.]


ihr geliebtes Kali Yuga zu Ende geht. Gewiss, es ist eine Entscheidungsschlacht und man sollte Acht haben, dass nicht Täuschung und Verführung die Schwachen befallen.

       Seit langem wurde auf den Ort hingewiesen, wo sich die Hauptloge der Finsteren befindet.

 

       110. In früheren Zeiten hat man schwarze Messen abgehalten und dem Baphometh[27] Bildsäulen errichtet. Jetzt sind die Finsteren bedrohlicher geworden. Im Bemühen, Uns nachzuahmen, haben sie viele Rituale aufgegeben und wandten sich der Macht der Gedanken zu. Der Kampf gegen Uns ist schwer für sie, doch wenn das Denken des Schülers sich wandelt, können sie Schaden anrichten.

       Als Ich darauf verwies, sich eng um den Herrscher zu scharen, riet Ich zum dringend Notwendigen. Überhaupt sollte man Meine Weisungen als dringende Ratschläge betrachten. Es ist Zeit zu verstehen, dass Ich die Lehre nicht als Schlafmittel verordne, sondern zur Durchdringung des ganzen Lebens.

 

       111. Wenn alle kosmischen Kräfte angespannt sind, kann es keinen Rückzug ohne Zerstörung geben. Wenn sich die Hellen um das Licht scharen und die Schwarzen um die Finsternis, gibt es keinen Rückzug. Wollen die Schaffenden daher siegen, muss sich um den Brennpunkt eine machtvolle Kraft sammeln, ja, ja, ja!

       Wenn eine einfache physische Form allein durch das Aneinanderhaften ihrer Teile zusammengehalten wird, so ist die von einem Hierarchen ausgehende Kraft weit mächtiger. Daher müssen jene, die siegen wollen, sich dem Schutzschild – der Hierarchie – eng anschließen. Nur so kann man siegen. Nur so kann man in der bedrohlichen Zeit der Umgestaltung die Erscheinung des Aufruhrs überleben. Das wollen wir uns merken!

 

       112. Hat man den Herrscher und Guru angenommen, kann es keinen Rückzug geben. Der Pfad geht nur vorwärts, und früher oder später werdet ihr mit Leichtigkeit oder mit Schwierigkeit zum Lehrer gelangen.

[Russisches Original. Seite 57.]


       Wenn euch die Schwarzen umringen und einkreisen, so verbleibt allein der Pfad nach oben, zum Herrscher. Dann werdet ihr fühlen, dass der Herrscher nicht irgendwo fern, sondern dass der silberne Faden über euch ist, ihr braucht nur eure Hand auszustrecken. Wir können uns auch ohne die Hilfe der Schwarzen treffen, doch meistens strebt nur der zum silbernen Faden, der von allen Seiten bedrängt wird, und nur in der Not lernt er die Sprache des Herzens. Man sollte den Herrscher und Guru im Herzen fühlen.

 

       113. Man sagt: „Wir lieben und verehren.“ Doch man erinnert sich dessen nur wie an den letzten Schnee. Schlaf ist ihr Herrscher. Doch die Stunde schlägt, und der Herrscher wird ihr Leben und ihre Nahrung werden. Wie der die Finsternis durchzuckende Blitz, so hell wird das Bildnis des Herrschers sein. Wie einen Schatz werden sie jedes Wort von Oben hüten, denn es wird für sie keinen anderen Ausweg geben. Und wenige werden es sein, die, nachdem sie das Licht erkannt haben, von der Finsternis befleckt werden. Viel Finsteres umgibt uns, aber es gibt nur einen Weg, den zum Herrscher. Gedenket des Herrschers!

 

       114. Wenn die kosmische Spannung so gewaltig ist, sollte man die ganze Kraft für die Verteidigung des Lichts sammeln, denn jede Unsicherheit beim Licht gewährt der Finsternis Zutritt. Daher sollte jede Grundlage geschützt werden. Wenn sich die Kräfte um das Licht sammeln, wie könnte man sich da nicht dem Führenden anschließen? Nur darin liegen Stärke und Sieg.

       Wenn sich der Kosmische Magnet verschiebt, muss natürlich dem Lauf des Lichts gefolgt werden, weil man nur auf diesem Wellenkamm über den offenbarten Strom schwimmen kann. So wird der Gedanke an das Licht das Bildnis des Herrschers offenbaren.

 

       115. Dächten die Menschen doch daran, dass sie immer am Rand des Abgrunds wandeln! Denn so ist es. Sie können jeden Augenblick durch eine erfolgreiche oder

[Russisches Original. Seite 58.]


missglückte Wendung davongetragen werden. Ist es also nicht möglich, eingedenk dieser Verbindung mit dem kosmischen Strom, ohne Schaudern in den Abgrund zu blicken? Man sollte sich jede Stunde vergegenwärtigen, dass es ihn gibt.

 

       116. Sicherlich, der feinfühlige Organismus eines Agni Yogi berührt den kosmischen Strom. In seinen Zentren spiegelt sich jede Welle wider, und die Wahrnehmungsfähigkeit eines feinfühligen Agni Yogi bestätigt die kosmischen Wellen. Deshalb berühren alle kosmischen und irdischen Wellen die feurigen Zentren so sehr. Daher muss die Gesundheit gehütet werden. Sicherlich, es ist schwer, doch das kosmische Bewusstsein ist wunderbar.

       Wer wird besser entscheiden, und wer weiß es besser? Allein der Hierarch. So muss man jede Perle hüten. So möge man die Schätze hüten. Wahrhaftig, Ich bestätige, dass ihr nur so siegen werdet.

 

       117. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Stürme, Nebel, Versandung, klimatische Veränderungen, Seuchen, Verelendung, Kriege, Aufstände, Unglauben, Verrat - auf welche anderen Zeichen der bedrohlichen Zeit wartet die Menschheit?! Es bedarf keiner Propheten, der unbedeutendste Schreiber kann bezeugen, dass sich noch nie so viele furchtbare Vorboten der Zersetzung der Erde häuften. Doch taub ist das Ohr und trübe der Blick! Es gab niemals eine Stunde größerer Zersetzung als dieses Planetenjahr! Es ist, als ob ein Pfad für die Wellen des Feuers gebahnt würde, und die veralteten Ungeheuer schleichen sich davon, nicht gewillt, den Wert der Geschehnisse zu erkennen.

       Wahrlich, die Welt wird von Magneten erhalten, die so unwahrnehmbar sind wie die Luft und die Flamme des Raumes und genauso unentbehrlich wie das Licht. Die von Uns für Unsere Erscheinung

[Russisches Original. Seite 59.]


gesandten Magneten sind wie die Anker eines im Sturm hin- und hergeworfenen Schiffes.

 

       118. So wird das Ende des Kali Yuga sichtbar. Es hängt von der Menschheit ab, wo Satya Yuga beginnen wird. Wir wissen, dass Satya Yuga ihr bestimmt ist, doch die Örtlichkeit und die Bedingungen können variieren.

       Meine Krieger, Ich kann euch der Nützlichkeit und der Ergebenheit gemäß sammeln!

       Der Mensch ist in einen Brunnen gefallen, dessen Öffnung er mit einem schwarzen Deckel versperrte!

 

       119. Der Gedanke wirkt durch den Lebensimpuls. Wie kann man dann so wenig Streben nach Reinigung und Entwicklung des Denkens aufbringen? Das Bewusstsein zieht alle Lebensäußerungen an, und der Schöpfer des Gedankens sättigt den Raum. Daher ist es so dringend, weitumfassende Gedanken zu erstreben sowie das Verstehen der Lebensgrundlagen. Jedes Leben verläuft auf seiner Bahn, und jedes Leben hat seine Grundlage, auf der alle Taten dem Höchsten entsprechen müssen. Daher muss jeder Gedanke auf die offenbarte Heldentat gerichtet sein und das höchste Streben wahren. Die Beschaffenheit des Strebens hängt vom Impuls ab. Daher muss man alle Gedanken entwickeln, die zur Verfeinerung des Bewusstseins führen. So kann man eine höhere Stufe bauen.

 

       120. Wird daher das höchste Streben zum Herrscher geboten, müssen die offenbarte Bahn sowie der Brennpunkt gehütet werden. Deshalb müssen alle Unsere Grundpfeiler geschützt werden, denn Wolken sind ringsumher. Sieg ist vorherbestimmt, aber alle Grundpfeiler müssen bewahrt werden, und das höchste Streben bietet alle Möglichkeiten.

       Die Zeit ist ernst, aber wunderbar. Es ist eine Zeit der Vollendung und des Aufbaus. Es ist eine Zeit höchster

[Russisches Original. Seite 60.]


Spannung und irdischer Schlacht. Es ist eine Zeit, die eine große Seite schreibt und eine große Zukunft erbaut. Die Feinde toben, weil das Höchste Gesetz ins Leben tritt.

 

       121. Unser Schild ist der einzige, deshalb schätzen Wir volles Bewusstsein. Vereinzelte Lichtblitze verlöschen oft. Daher sollte man völlige Hingabe unterscheiden können. Nur so kann man etwas erreichen und das Bewusstsein erweitern. Man soll den höheren Pfad gehen.

 

       122. Die Hauptsache ist, keine Zwerge zu werden. Für einen Zwerg ist es sogar schwerer, eine Türschwelle zu überschreiten, als einen Berg. Das Denken eines Zwerges führt zur Oberflächlichkeit und hierauf zur Zersetzung.

       Es wurde richtig bemerkt, dass man die Einwirkung der Grundaura beachten muss. Wer sich dies zu eigen macht, kann mitarbeiten, doch Verneinung wird ein wirkliches Zeichen von Unbrauchbarkeit sein. Man kann von den Grundlagen nicht überzeugt werden, sind sie nicht im Herzen verankert, kann nichts sie erklären. Beachtet daher die Lebensregungen nicht wie Zwerge. Gleicherweise kann der Lehrer nicht von einem Gehirn unterirdischer Zwerge angenommen werden.

 

       123. In Kurdistan gibt es eine Ruine, genannt „Das Schloss der Irrtümer“. Man sagt, dass das Schloss irrtümlich erbaut wurde; seine Lage irrtümlich gewählt wurde; der Besitzer irrtümlich heiratete; er irrtümlich Kriege führte; irrtümlich Ratgeber hatte; irrtümlich Würfelspiel spielte; irrtümlich erkrankte und irrtümlich zugrunde ging. Nur eine gewisse Anzahl von Irrtümern kann zugelassen werden!

 

       124. Sammeln sich verschiedene Ströme, müssen dagegen natürlich Maßnahmen getroffen werden. Verschiedene

[Russisches Original. Seite 61.]


Ströme werden von Gegenwirkungen beherrscht. Alle feindlichen Ströme müssen gezügelt werden.

       So wird sich jeder auf den Schild gerichtete Pfeil gegen den Feind wenden. So wirkt der Bumerang, und die Ströme Unserer Einwirkungen werden mächtig sein. So muss man wirken, alle höchsten Weisungen der Hierarchie schützend. Nur so kann man etwas erreichen.

 

       125. Beachtet, wie die Menschen die Lehre lesen. Beachtet, welchen Stellen sie ausweichen und versuchen, sie nicht zu bemerken. Die Menschen schließen ihre Augen besonders oft vor dem, was sich auf Verrat und psychischen Mord bezieht. Sie wollen auch nicht wahrhaben, dass sie durch ihre Gedanken auf Entfernung schaden können. So meiden die Menschen das, an dem sie sehr oft schuldig sind. Man braucht kein Riese des Gedankens zu sein, um Schaden zuzufügen. Selbst ein mittelmäßiger, mit dem Kristall von Imperil* vergifteter Gedanke wird äußerst wirksam sein. Verrat auszuhecken bedeutet, ihn zum Teil vollführt zu haben; denn eine vergiftete Hülle ist für den geringsten Anstoß empfänglich. Wahrhaftig, Vergiftung durch Gedanken schadet mehr als Narkotika. Gleicherweise kann man an die Ansteckung durch Gedankenübertragung erinnern. Man kann dermaßen geschwächt werden, dass sich jede Ansteckung leicht nähert. Der Gedanke gleicht einem Schlüssel, der aufsperrt.

 

       126. Wie kann man dem durch Gedanken übermittelten Schaden ausweichen? Es gibt nur den einen Rat - verstärkt das Streben zum Herrscher! Dieser Richtung entlang kann man alle mögliche Immunität erlangen. Deshalb rate Ich, vom höchsten geistigen Streben bis selbst zu den kleinsten körperlichen Erfordernissen die Hierarchie zu erkennen. Überall bedarf es

[Russisches Original. Seite 62.]


des silbernen Fadens. Eigensinn und die schwarze Loge werden auf jedwede Weise versuchen, die Gedanken an die Hierarchie zu beseitigen, obwohl bei ihnen selbst Unterordnung sehr entwickelt ist, denn sie wahren sie untereinander, die Unveränderlichkeit dieses Gesetzes erkennend.

 

       127. Das räumliche Feuer geht in alle Aufspeicherungen ein. Doch welchen Damm errichten die Menschen, und wie belasten sie den Raum mit Unverständnis und einem Bewusstsein, das den kosmischen Aufbau so wenig erfasst!

       Wie kann man schaffen, ohne einen Höheren Führer anzuerkennen? Wie kann man aufbauen, ohne den Faden zu fühlen, der einen mit dem Hierarchen verbindet? Wie kann man Sendungen erhoffen, wenn sich der Geist nicht entfaltet, um dem Licht zu begegnen? Nur wenn man an der Hierarchie festhält und den offenbarten Willen erfüllt, kann man wirklich erfolgreich sein und erlangen, was festgelegt ist.

 

       128. Daher führt jedes Streben, das auf die Vereinigung des Schülers mit dem Lehrer gerichtet ist, zur Erkenntnis der höchsten Gesetze. Der Schüler, der den Lehrer zurückweist, bestätigt damit seine Unwissenheit, denn er hemmt seine Entwicklung. Jede Kraft, die den Geist nach oben zieht, ist eine Kraft der Entwicklung. Wie wollen wir denn unser Bewusstsein erweitern und den Geist erheben, wenn wir die Hand des Hierarchen nicht annehmen? Eigendünkel hält den Fortschritt unheilvoll auf! Deshalb ist es recht, allen die von übermäßiger Hingabe zum Lehrer sprechen, zu sagen, dass man nur durch die Kraft der Hingabe zum Lehrer eine Verfeinerung des Bewusstseins erlangen kann. Die Kultur des Geistes und der Gedanken erfordert eine unbesiegbare Hingabe zur Hierarchie. Nur so kann der Geist sich erheben; nur so kann man sich in der Evolution des Geistes festigen.

[Russisches Original. Seite 63.]


       So schließt ein vereintes Bewusstsein auch die Schönheit des Dienens ein. Wenn die Bögen der Bewusstseine sich vereinen, herrscht Licht, und die höchste Bestimmung wird verwirklicht. Nur so wird die Erfüllung des höchsten Gesetzes erreicht. So bauen Wir auf!

 

       129. Lasst uns Fragen an einen Schüler niederschreiben: „Dienst du nicht der Finsternis? Bist du nicht ein Diener des Zweifels? Bist du nicht ein Verräter? Bist du nicht ein Lügner? Bist du nicht ein Wüstling? Bis du nicht ein Faulpelz? Bist du nicht reizbar? Hast du nicht eine Neigung zur Unbeständigkeit? Bist du nicht nachlässig? Kennst du Hingabe? Bist du arbeitswillig? Wirst du nicht das Licht fürchten?“ – so fragt die Schüler, wenn sie auf die Prüfung vorbereitet werden.

 

       130. Beim Aufbau sollte man alle Bestrebungen zu wesensgleichem Verstehen entfalten. Jede Aufgabe bedarf der ihr wesensgleichen Kraft. Man sollte bestrebt sein, diesen Schlüssel zu finden. Man kann nicht verlangen, dass eine große Erscheinung mit kleinem Maßstab gemessen wird. Ein unbedeutender Gedanke kann nicht erhebend sein. Ein unbedeutender Gedanke kann keine Helden schaffen. Nur feine Wesensgleichheit ergibt Übereinstimmung. Daher, das Höchste dem Höchsten. Je höher, desto festigender. Nur so kann man wachsen, und so kann das Bestimmte ins Leben treten. Der Höchste Plan erfordert die Anwendung höchster Maßnahmen.

 

       131. Wenn Wir Hierarchie verkünden, kennen Wir die räumliche Schlacht, die zur Kenntnis des höchsten Gesetzes aufruft. Schöpfung verlangt die Verwirklichung des erkannten Hierarchischen Prinzips. So bauen Wir auf, so rufen Wir zum feinen Verstehen

[Russisches Original. Seite 64.]


der Hierarchie. Wahrhaftig, das offenbarte Gesetz tritt ins Leben! So wird die höhere Stufe verwirklicht.

 

       132. Ich verweise aus zwei Gründen auf die Anfüllung des Herzens und auf das Gebet des Herzens: Erstens führt es zur Vereinigung mit der Höheren Welt, zweitens erfordert es keine besondere Zeit und kann bei jeder Arbeit vollführt werden. Man kann sich leicht an ein besonderes Gefühl im Herzen gewöhnen, ohne üble Nachwirkung zu befürchten. Das Herz wird vom Herrscher nicht überanstrengt werden; im Gegenteil, nur Gedanken aus der Umgebung können auf das Herz schlecht einwirken.

       So werden die Menschen schließlich eines Tages die Bedeutung der Gedanken erkennen; zumindest wegen ihres eigenen Herzens. Mögen sie über das Gift der Sendungen nachdenken! Es ist an der Zeit, der Unzahl von Krankheiten, die durch Gedanken entstehen, Aufmerksamkeit zu schenken. Es ist nicht schlecht, gegen jede Krankheit mit suggestiven* Gedanken vorzugehen. Gleichfalls kann man über dem angegriffenen Organ magnetische Bestreichungen vollführen. Man braucht nichts Besonderes, nur ein Gebet des Herzens, das eine magnetische Verbindung mit dem Höchsten herstellt. Beim Auflegen der Hände sollte man nicht an die Krankheit denken, sondern sich nur mit dem Höchsten vereinen.

 

       133. Welcher Nutzen kann aus kleinen Experimenten und Beobachtungen gezogen werden! Ohne Zeit zu verschwenden, kann der Schüler vielen kleinen Erscheinungen Beachtung schenken. Richtet täglich bei eurer üblichen Beschäftigung die Aufmerksamkeit auf die Bekundungen des Organismus. Jeder spiegelt auf seine Weise die kosmischen Erscheinungen wider, man muss nur jedes Gefühl furchtlos beachten. Gleichfalls kann man das Leben der üblichen Gegenstände des Alltags unter dem Einfluss einer bestimmten Hand beobachten.

[Russisches Original. Seite 65.]


Wiederholt das jenen, die den Einfluss der Persönlichkeit und der Berührung vergessen.

 

       134. Der Kosmische Magnet zieht alle verschobenen Energien zu einem neuen Zentrum hin; auf diese Weise werden alle ausgelebten Energien verschoben und räumen ihren Platz für neue. Daher schwinden beim Wechsel der Kräfte im kosmischen Prozess alle zwiespältigen Kräfte. Nur Licht und Finsternis sind Gegensätze und werden im kosmischen Kampf angespannt, daher muss das Streben deutlich vom Feuer der Anziehung gesättigt sein und mit dem ganzen Impuls gegen die schwarze Loge das Licht suchen. Man muss sich mit Hingabe und Verstehen der Hierarchie selbst beschirmen und mit allen Hebeln des Geistes und des Herzens gegen die Finsternis vorgehen.

 

       135. So ist jeder Anschlag der Finsteren für Uns eine neue Möglichkeit und ein Bumerang für die Gegner. Nur auf diese Weise wird der Pfad erhellt, und jeder Schritt des Feindes wird für ihn zur Falle. So siegen Wir. Es ist eine bedeutende Zeit. Es ist eine angespannte Zeit!

 

       136. Nur mit Anspannung aller Kräfte werdet ihr siegen. Man muss sich das merken und es anwenden. Wir haben vollen Erfolg beschlossen, es hängt von euch ab, ihn anzunehmen. Der ganze Garten von Zweifel, Argwohn, Ängsten, Beleidigungen und Verleumdungen muss verbannt werden. Wenn ihr Sieg erringen wollt, dann muss jeder Verrat vermieden werden; denn Zweifel sowie Mangel an Ehrfurcht gegenüber der Hierarchie werden alle Fäden zerreißen.

       Wird das Schiff im Sturm von einem einzigen Anker gehalten, wäre es töricht, die Ketten auszutauschen. Hütet die Grundlagen und steigt nur durch Entfaltung

[Russisches Original. Seite 66.]


der Grundlagen auf. Ich werde unverdrossen über die Hierarchie sprechen, solange ihr sie nicht erkennt. Mit dem Kopf zu nicken ist zu wenig, es ist Zeit, nachzudenken und anzuwenden. Ich habe Grund, das zu wiederholen.

 

       137. Der purpurne Stern ist das Zeichen der höchsten Spannung, denn Spannung und die stete Energieübertragung sind eine Äußerung der gemeinsamen Schöpfung.

       Möge niemand Meine Warnung leicht hinnehmen; wenn Sieg erwogen und bestimmt wird, kann es weder Entschuldigungen noch Zufälligkeiten geben. Denkt daran, es gibt nur einen Anker, es gibt nur ein Licht! Und wenn die größte Schlacht ausgetragen wird, ist es unverzeihlich, die Formation zu stören.

       Ich werde sehr streng sein, denn die Zeit drängt, und einige Erfolge wurden bereits zurückgestellt. Die Last kommt nur aus einem selbst. Hütet das Fundament! Viele Feuer strömen der Tat zu. Denkt daran, der purpurne Stern ist die höchste Spannung.

 

       138. Gewöhnen wir uns an das, was wahre Vorbereitung auf bedeutende Taten sein kann. Täglich nähern sich entscheidende Fristen. So wachsen Flügel für den Aufstieg, der sowohl für kleine Zusammentreffen als auch für entscheidende Ereignisse angeordnet wurde. Wieder werden die Worte der Höheren Weisung verkündet. Das heißt, dass die Früchte wieder reiften. Wieder sammeln sich Träume, Visionen und Hoffnungen zu einem Knoten, der die nächste unabänderliche Stufe bezeichnet. Aus diesen unmerklich kleinen Zusammentreffen werden wieder greifbare Fakten gewoben, und das, was unrealisierbar oder zurückgestellt schien,

[Russisches Original. Seite 67.]


gestaltet sich erneut zu einem Feuer von Ereignissen. Erinnert euch an vieles, was gesagt wurde, und verwendet es für den laufenden Tag.

       “Ich fürchte mich nicht, denn die Feinde leisten ihre Dienste, und unsere Gegner bereichern die Schatzkammer des Geistes.“ So denkt wohlwollend und strebt im Geist der neuen Stufe zu, zur neuen Errungenschaft.

 

       139. Der Faden, der den Lehrer mit dem Schüler verbindet, ist die mächtigste Leitung und bietet sichtbaren Schutz. Wie könnte man denn ohne den Lehrer sein Streben offenbaren? Jene Kleinmütigen, die sagen, dass sie allein gehen wollen, kennen die Bedeutung des Sperrnetzes nicht. Folglich löst jede Ablehnung der Hierarchischen Kette eine Wirkung aus, die der Zerstörung des Aufbauprinzips gleichkommt. So kann man allein durch die machtvolle Hierarchie den Aufbau verwirklichen.

 

       140. Die Funken der Kausalität eilen durch den Raum, und jeder Funke löst eine Wirkung aus. Die Nichtanerkennung des Lehrers lässt den Schüler ohne Führung, und keine Tat dieser umherirrenden Geister hat aufbauende Bedeutung. So muss jedes geistige Streben auf das Suchen nach einem Führer gerichtet sein. Kausalität gebiert ihre wunderbaren Sprossen, wenn der Schüler die Bedeutung der Hierarchie begreift.

 

       141. Ihr hegt sicher keine Bedenken, wenn Ich wiederholt über Hierarchie spreche. Wir werden so lange darauf bestehen, bis Wir ein tiefes Verstehen dieses Allheilmittels geweckt haben. Doch Wir wollen jedes Mal einen neuen Wesenszug herausstreichen, denn bei Uns gibt es keine Wiederholungen.

       Jemand könnte sagen: „Ich wende mich mit meiner ganzen

[Russisches Original. Seite 68.]


Kraft an den Herrscher und erwecke dennoch keine Aufmerksamkeit.“ Antwortet: „Gab es Aufrichtigkeit?“. Diese Eigenschaft der Anrufung ist so nötig wie Licht. Jeder vermag einen Blick in sein Herz zu werfen und die verborgenen Verstecke einer überholten Welt zu untersuchen. Ohne Aufrichtigkeit gibt es keine Leitung. Daher spannt alle eure Kräfte an und bekennt euch zur Aufrichtigkeit.

 

       142. Oft hört ihr von der von finsteren Mächten geführten Schlacht. Jetzt befindet ihr euch mitten in ihr. Wahrhaftig, die Hierarchen Selbst nehmen am Kampf teil. Umso glorreicher wird der Sieg sein. Doch haltet Meine Hand fest wie einen Anker. Ich werde nicht ohne Grund von der schrecklichen Gefahr sprechen. Daher lasst uns keinen Augenblick verlieren, um uns zu vereinen. Weist die Vergangenheit zurück, strebt in die Zukunft und haltet euch tapfer in der Schlacht. Man sollte daran denken, dass es eine große Ehre ist, den Riesen des Bösen entgegenzutreten! Ich kenne eure Anspannung, doch nehmt sie als heiligen Aufstieg auf euch. Vertreibt das Böse und das Finstere. Ruft Mich oft an, wann immer die Erscheinungen des Lichts bedroht sind. Gedenkt der Hierarchie!

 

       143. Wenn der verstärkte Magnet alle Kräfte sammelt, sollte jede Energie erkannt werden. Deshalb sollte man wissen, welche Kräfte für den Aufbau zulässig sind und welche schaden können. Unterscheidungsvermögen kann nur durch Festhalten am Höchsten Bewusstsein erlangt werden; denn nur das Maß reinen Strebens vermag das feste Bündnis des Dienstes zu enthüllen. Daher sollte man es lernen, sich die höchsten Gesetze zu eigen zu machen und das Leben nach ihnen aufzubauen.

 

       144. Natürlich wirken die kosmischen Erscheinungen

[Russisches Original. Seite 69.]


auf die Gefühle eines angespannten Agni Yogi ein. Der Fluss der menschlichen Taten ruft offensichtlich unterirdische Stürme und überirdische Feuer hervor. Überall bekundet sich Wesensgleichheit, und alles, was sich ereignet, hat eine solche Verbindung. Daher sollte man der Hierarchie und dem offenbarten Herzen gegenüber ein heiliges Gefühl aufbringen. Man sollte das Erscheinen des Rettungsankers erkennen und mit verstärkter Kraft an ihm festhalten.

 

       145. Bedauerlicherweise entspricht die gegenwärtige Zeit völlig der letzten Zeit von Atlantis*. Die gleichen falschen Propheten und ein falscher Erlöser; die gleichen Kriege, die gleichen Verrate und geistige Barbarei. Wir brüsten uns mit den Krumen der Zivilisation; auch die Atlantier konnten den Planeten im Flug überqueren, um einander schneller zu betrügen. Die Tempel wurden ebenfalls entweiht und die Wissenschaft wurde Gegenstand der Spekulation und Zwietracht. Das gleiche geschah beim Aufbau, als ob sie es nicht wagten, dauerhaft zu bauen! Auch sie lehnten sich gegen die Hierarchie auf und erstickten in ihrem Egoismus. Auch sie störten das Gleichgewicht der unterirdischen Kräfte und schufen in gemeinsamer Anstrengung eine Katastrophe.

 

       146. Wenn die Verbindung mit dem Herrscher fest ist, können Berge versetzt werden. Das Streben zur Hierarchie schafft jene Kultur, von der so viel gesprochen wird. Tot sind jene, die meinen, sie könnten mittels irdischer Maja* Festungen errichten. Das ist ebenso töricht, wie wenn Kinder davon träumen, eine Festung aus Sand zu errichten! Wahrlich, allein die Welt des Geistes ist wirklich stark, denn sie ist unzerstörbar und unbesiegbar. Man möge darauf hinweisen, dass es das erste Zeichen der Kultur ist, keine persönliche Zwietracht zu hegen.

[Russisches Original. Seite 70.]


       147. Wird über das Schicksal des Planeten entschieden, werden die Kräfte nach den Polen Licht und Finsternis unterteilt; daher muss sich jeder Geist vor Kleinmut bewahren. Auf Seiten des Lichts zu stehen bedeutet, mit Uns unter dem Banner der Hierarchie zu schreiten. Mit der Finsternis zu gehen bedeutet, unter dem Joch des offenkundigen schwarzen Banners zu wandeln. So sollte in Kampfeszeiten Unsere Macht feurig erkannt und eine gesetzhafte Bekräftigung des Lebens aufgebaut werden. Nur so kann die Herausforderung der Finsteren angenommen werden, denn wenn der Geist gegen Kleinmut und Verrat immun ist, wird der Sieg offenkundig. Stützen wir uns daher auf die Hierarchie.

 

       148. Sicherlich, wenn der Kampf ausgetragen wird, sind die schöpferischen Kräfte angespannt, und jede ergebene Tat fügt der Schutzkette ein starkes Glied hinzu. Jedes offenbarte, der Hierarchie ergebene Herz dient als Flamme für die Vernichtung des Feindes. Daher kann nur reines Streben zur Hierarchie eine richtige Entscheidung treffen. So siegen Wir. Wenn die Schlacht äußerst angespannt ist, wollen so viele Schaden zufügen. Doch der Plan ist unverletzlich, und nur der Beweis völligen Strebens zur Hierarchie wird Sieg verleihen.

 

       149. Es ist nie gesagt worden, alles dem Herrscher aufzubürden. Im Gegenteil, es heißt wiederholt: „Seid vom Herrscher erfüllt!“ Es ist ein großer Unterschied, ob man zaghaft und untätig alles dem Herrscher aufbürdet, oder ob das ganze Wesen vom Bewusstsein des Herrschers durchdrungen ist. Wie ein unbesiegbares Schwert vernichtet ein alle Hindernisse, das sich mit dem Herrscher identifiziert! Zweifel kann dort nicht nisten, wo ein flammendes Bewusstsein entfacht wird. Es gibt dort keine Müdigkeit, wo die Quelle unerschöpflicher Kräfte angenommen wird.

[Russisches Original. Seite 71.]


Furcht kann in den Tempel unverwundbarer Rüstungen nicht eindringen. So rate Ich, Meine Schilde anzunehmen, nicht in Zuflucht zur rettenden Obhut, sondern zum Sieg durch Verschmelzung der Bewusstseine.

 

       150. Dem Entflammen der Kniezentren sollte Beachtung geschenkt werden. Sogar Flecken auf der Haut lassen die gleichen Stigmata erkennen wie nach einer Kniebeugung. Das bedeutet, dass beim Gebet im Herzen die gleichen Anzeichen sichtbar werden können. So kann man wertvolle Anzeichen wahrnehmen, zum Beispiel: Der Rhythmus der kosmischen Energien im Herzen oder eine starke Anschwellung des Bauches in der Nähe der Zentren kann bestätigt werden, ebenso wie beim Kehlkopf, dem Nacken und dem Scheitel.

       Ich bürge für Erfolg, wenn ihr vom Herrscher erfüllt seid!

 

       151. Im Widerstreit der Kräfte sollte immer der Höhepunkt der Zentralisierung beachtet werden. Deshalb ist die Kraft des Brennpunktes äußerst notwendig, und jeder muss seinerseits seine Position zum Zentrum erwägen. So wird die zentrale Macht in allen Strahlen leuchten und Schatten müssen verschwinden. Die Strahlung des Brennpunkts auf der geistigen Ebene ist völlig unbesiegbar. Deshalb kann bei Streben zum geistigen Brennpunkt Immunität des Geistes erlangt werden. Eben weil die Hierarchie einen so machtvollen Brennpunkt darstellt, ist sie so wunderbar. So sollte man unbegrenzt zum Gesetz der Hierarchie streben.

 

       152. So wird die Macht des Geistigen Brennpunkts bei Uns offenbar. So unabänderlich sind die Gesetze der Hierarchie, und jene, die an dieser erwiesenen Macht festhalten, können den rechten Pfad finden. Daher ist es so wichtig, sich Uns zu nähern und mit einem Streben das Vorherbestimmte zu erfüllen. So wird der Sieg von Uns bestätigt. Man sollte

[Russisches Original. Seite 72.]


die besten Bestrebungen aufbringen, um am Geistigen Brennpunkt festzuhalten!

       Der Brennpunkt erstrahlt im Vereinen der Bewusstseine. Unser Brennpunkt ist machtvoll durch das Vereinen der Herzen. Unser Brennpunkt ist unbesiegbar. Ich bestätige es! So möge der Geistige Brennpunkt im Herzen jedes Mitarbeiters erstrahlen. Die Schöpfung des Geistes ist mit dem entsprechenden Streben untrennbar verbunden. So ist Gleichklang eine gesetzmäßige Erscheinung.

 

       153. Es ist gefährliche Maja, wenn die Menschheit meint, sie könne vollkommen gleiche Gegenstände schaffen. Sie vergessen, dass selbst die Abweichung in Bezug auf die Zeit des Schaffens bereits einen wesentlichen Unterschied bewirkt. So kann Standard nur ein niedriges Bewusstsein zufrieden stellen. Der Hinweis auf herkömmliches Verstehen entspricht dem Verstehen der Maja, doch die Grundsätze können nicht innerhalb der Grenzen der Maja liegen.

       Wenden wir uns daher dem Unzerstörbaren, anders gesagt, dem geistigen Verschmelzen mit der Hierarchie zu. Nachdem wir alle Ecken und Enden des Planeten durchsucht haben, werden wir den alleinigen Pfad nach Oben finden. Mögen diesem Aufstieg Tausende Hymnen gewidmet werden, so wird ihm dennoch das eine Streben des Geistes in dieselben Sphären zugrunde liegen, wo er seine Granulation* erfuhr. Man kann die Sprachen aller Völker studieren, doch nirgends wagt es ein Wort, die unwandelbare und unnennbare Grundlage des Seins und den Pfad zum Vater allen Seins auszudrücken. Das Herz aber kennt in der Stunde der Anspannung das Unnennbare und fühlt den höheren Pfad.

 

       154. In der Finsternis lenkt die Stimme der Wache zum Turm, wo der Herrscher Seine Wache hält. Die Wache kann ihren Dienst nicht ausführen, wenn sie den Herrscher nicht wahrnimmt. Und

[Russisches Original. Seite 73.]


der weltweite Zusammenbruch ist nur die Folge des Vergehens gegen die Hierarchie. Verstoß gegen die Hierarchie ist das Zerbröckeln jeder Kausalität, aller gesetzmäßigen Wirkungen.

 

       155. Das mit dem Herrscher nicht verschmolzene Bewusstsein kann nicht dem Gesetz des Anfüllens des „Kelches“ zustreben. Nur die Kraft des kosmischen, offenbarten Magneten kann den Geist dem Lehrer näherbringen. Wahrhaftig, wer sich an das Höhere Bewusstsein anschließt, dem wird die Macht der Gedanken zuteil. Nur wenn der Geist alle Sendungen von Oben aufnimmt, kann er sein Bewusstsein erweitern. Andernfalls kann die im „Kelch“ verborgene Kraft nicht geweckt werden. So bildet der verbindende Faden die Leiter des Geistes, auf der die Kraft des Geistes emporsteigt. Durch diesen wunderbaren Faden wird Schöpfung verwirklicht. So vollzieht sich der Aufstieg des Geistes durch seine Verbindung mit dem Herrscher.

 

       156. Dieses Band vereint Uns und zeitigt die besten Ergebnisse. Der wunderbarste Faden ist der silberne, der das Herz des Hierarchen mit Seinem Schüler vereinigt. Das Licht des Geistes wird von dieser Macht genährt. Wenn wir daher von einer vereinten Aura sprechen, so haben Wir diese Vereinigung im Auge! Darum sollten die Weisungen, als die Quelle des Lichts, gehütet werden. So vermag man die besten Möglichkeiten herbeizuziehen. So offenbart sich die okkulte Vereinigung der Hierarchen mit den Schülern, wenn das Bewusstsein des Schülers dem Bewusstsein des Hierarchen zustrebt. So wird durch das vereinte Herz eine wunderbare Seite geschaffen!

 

       157. Ihr begreift, was jeder Abtrünnige dem Lehrer aufbürdet. Da jeder Schüler einem bestimmten Strahl angehört, muss das Zerreißen dieses Fadens eine Rückwirkung auslösen. Nicht ohne Grund richtet der Lehrer an die Anklopfenden nachdrücklich die Frage: „Bist du nicht ein Verräter?“

[Russisches Original. Seite 74.]


Der Faden zwischen Lehrer und Schüler kann nur allmählich getrennt werden, doch ungestümer Verrat ist sowohl für den Lehrer als auch für den Verräter gewöhnlich sehr schmerzlich. Wirklich, der Verstand des Verräters wird getrübt, und über die Wunde des abgerissenen Fadens kommt es leicht zu Besessenheit*. Verrat muss daher als physische Gefahr betrachtet werden, nicht zu reden von der geistigen Folge. Man sollte bedenken, wie vorsichtig man die Schüler auswählen muss, um keinen kosmischen Schaden zu verursachen. Daher weist jede Lehre auf krasse Beispiele von Verrat hin. Um Verrat zu üben, braucht man nicht gerade ein Devadatta[28] oder ein Judas zu sein. Selbst ohne diese Urbilder ist der Raum mit gebrochenen Strahlen angefüllt.

[Russisches Original. Seite 75.]


158. Ohne Bindung an den Lehrer kann man selbst durch eine einzige borstige Verneinung einem dunklen Gast Zutritt gewähren. Leichtfertigkeit wohnt nahe dem Verrat. So kann man sich vorstellen, welche Folgen sich für den Schüler ergeben, wenn er sich vom Lehrer trennt. Es ist Zeit, den Irrenanstalten Beachtung zu schenken und die Ursachen und Umstände der Krankheiten zu ergründen, besonders jetzt, wo diese Geißel gefährlicher ist als die Pest.

       Versteht es, den Faden zum Lehrer zu hüten und das Herz mit dem Herrscher zu erfüllen. Man kann das nicht außer acht lassen, was für einen unerschütterlichen Aufstieg wesentlich ist. Weder Taten noch Umstände, noch Charakter oder andere Gründe können zwischen dem Schüler und dem Lehrer Schranken errichten. Die Offenbarung des Lehrers bildet den kürzesten Pfad. Den Herrscher zurückweisen bedeutet, sich selbst zu verraten.

[Russisches Original. Seite 76.]


       159. Wenn der Geist das beste Streben widerspiegelt, kann man die Einheit aller Erscheinungen wahrnehmen. Der Raum muss beobachtet werden, und jede Manifestation erfordert eine bewusste Aufnahme. Nur wenn die Grundlagen der Schöpfung fest sind, vermag man für die Evolution aufbauend zu wirken.

       Akbar* pflegte zu sagen: „Eine schieläugige Person sieht die Mitte nicht“. Daher erfordert jede Lebenstat Standfestigkeit. Man sollte keine zwei parallelen Linien sehen, ohne zu wissen, welche man wählt. Daher ist Standfestigkeit völlig unerlässlich, und allein die engste Annäherung an die Hierarchie bietet den rechten Pfad und die höchste Lösung.

 

       160. So muss jeder Schüler sich der Hierarchie annähern und mit ganzem Geist den nächsten Zugang verwirklichen. Streben zum Herrscher wird zu vollem Verstehen der Hierarchie führen und dem Geist den silbernen Faden zeigen. Die Mitte wird von der Hierarchie eingenommen. Von der Mitte gehen alle Strahlen aus. In der Mitte laufen alle Strahlen zusammen. Daher vermag die Standfestigkeit des Geistes positive Erscheinungen anzuziehen. So liegt die Macht der Verschmelzung im Herzen. Wahrhaftig im Herzen! So bauen Wir auf. So wird die höhere Stufe verwirklicht.

 

       161. Nicht allein die direkte Verbindung mit dem Herrscher, sondern auch unbewusstes Streben zur Hierarchie bewirkt ein Aufblitzen des Verkehrs[29] mit den kosmischen Kräften. Dort, wo farbige Sterne erscheinen, ist die Pforte zur Kette des Segens erschlossen. Die Menschen beachten nämlich selten die sichtbaren Zeichen, doch indem sie sich in das Leben des Geistes vertiefen, kann man die Bedeutung dieser Feuer nicht nur verstehen,

[Russisches Original. Seite 77.]


sondern auch ihre Wechselbeziehung wahrnehmen. Man kann ganze Schlachten zwischen schwarzen und blauen Sternen wahrnehmen und sich davon überzeugen, dass die blauen die finstere Brut immer besiegen.

 

       162. Die dem Geist nächststehende Wissenschaft wird die höhere Mathematik sein, wenn richtig verstanden. So wird Abstraktion Wirklichkeit. Der Nebel des Wissens kann durch Unbegrenztheit erhellt werden. Gewiss, wir müssen nach allem streben, was unser Bewusstsein über die Grenzen unseres Planeten hinausführen kann. Nur so kann man die wahren Werte verstehen. Wer die Synthese begreifen kann, wird die Hierarchie erkennen. Man kann immer wieder über die Hierarchie sprechen, und wir wollen dem Specht nacheifern, bis wir die Rinde der Auswüchse durchbrechen. Ich wiederhole, wenn ihr die Hierarchie nicht im Geist versteht, begreift sie wenigstens für zum Nutzen eurer Gesundheit. Offenbart Ehrfurcht!

 

       163. Entsprechung zwischen einer Erscheinung und dem die Tat hervorrufenden Faktor tritt im ganzen Kosmos sehr machtvoll in Erscheinung. Alle unterirdischen Feuer werden durch Taten der Menschheit, die als Bindeglied zwischen den Welten dient, an die Oberfläche des Planeten gerufen. So ruft das stickige Gas entsprechende Kräfte hervor. Jeder menschliche Gedanke schafft seine eigenen Entsprechungen; deshalb ist es unmöglich, ohne Zentrentätigkeit und Anziehung zum Gesetz der Hierarchie zu schaffen.

 

       164. Bei der kosmischen Schöpfung ist alles auf Nachfolge aufgebaut. Die Wurzeln jedes Aufbaus halten sich an das Gesetz der Hierarchie. Jede Aufgabe und jeder Plan sind zweckentsprechend aufgebaut und werden im großen Plan der Evolution verwirklicht. So führen alle Unsere

[Russisches Original. Seite 78.]


Verwirklichungen zu segensreichen Erscheinungen. Nur die Anziehung zur Kette der Hierarchie erweist sich als der Pfad zur Unbegrenztheit. So regiert die Macht der Verschmelzung tatsächlich die Welt.

 

       165. Der Arzt, der Gelegenheit hat, die heiligen Schmerzen zu erforschen, und es nicht tut, macht sich schuldig. Wenn er diese Schmerzen erforscht und sie den Erscheinungen gegenüberstellt, die sie hervorrufen, könnte er die Stufen für die kommende Evolution vorbereiten. In Wirklichkeit sollte es bei der geistigen Entwicklung der Welt keine heiligen Schmerzen geben, doch die umgebende Unvollkommenheit verursacht diese Schmerzen. Wenn man also die Bedingungen den Ursachen gegenüberstellt, kann man die Richtung der Evolution voraussehen. Wirklich, viel kann im menschlichen Bewusstsein verbessert werden, wenn wir wissen, dass selbst Erdbeben durch den Geist der Menschheit hervorgerufen werden. Man vermag allmählich viele Erscheinungen zu sammeln, deren Schöpfer der Mensch ist. So sind die heiligen Schmerzen die Anzeiger der nächsten Rasse in der Zange der Unentwickelten. Deshalb sage Ich, hütet eure Gesundheit. Ich sage, belastet sie nicht durch unnötige Ausschreitungen oder Gereiztheit. Das Echo der Fehler ertönt nicht bloß um euch, sondern wird die ganze Kette der Hierarchie entlang getragen. Doch jede Achtsamkeit nützt nicht nur euch selbst, sondern stärkt auch den Raum auf weite Entfernung.

 

       166. Wahrlich, die Menschheit ist ein Band zwischen den Welten. Man sollte sich an diesen Gedanken gewöhnen und bemüht sein, ihn im Leben anzuwenden. Es ist seltsam, dass Ärzte nicht die Gelegenheit nutzen, Überbringer der Gesundheit zu werden, indem sie das Wissen über die Nervenzentren nutzen, denn gerade diese Zentren sind die geistigen Antennen und

[Russisches Original. Seite 79.]


Magnete. Selbst ein physischer Magnet wird in einer besonderen Umgebung untergebracht, damit er seine Kraft nicht verliert. Verdienen die Nervenzentren nicht die gleiche Beachtung? Und müssen die Menschen nicht besonders die Vertreter der nächsten Rasse schützen? Die Brücke zwischen den Ufern ist besonders zu hüten. Man kann den Menschen bitten: „Freund, lass keine Erdbeben entstehen!“

 

       167. Das Zentrum, das jedes Beginnen Unserer Werke erhellt, wird gemäß dem Gesetz der Hierarchie verwirklicht. Der ungestümen Schöpfung liegt das Zentrum der Hierarchie zugrunde. Wie offensichtlich weicht die Menschheit vom richtigen Pfad und vom richtigen Streben ab! Wer immer die Erscheinung des Lehrers fürchtet, wird ein Unwissender bleiben. Wer die Führende Hand zurückweist, wird für immer im Irrtum verharren. Wer sich fürchtet, seine Individualität zu verlieren, besitzt sie nicht. So möge man über die großen Gesetze der Hierarchie nachdenken.

 

       168. Es besteht die falsche Auffassung, dass die Finsteren die Antithese des Lichts und daher unvermeidbar sind - das ist ein Irrtum. Finsternis, die Antithese des Lichts, ist nichts anderes als das nichtoffenbarte Chaos. Die Finsteren verniedlichen den Kampf des schöpferischen Lichts mit dem Chaos. Es wäre eine hinreichende Aufgabe für die Menschheit, Chaos zu enthüllen und in dieser großen Schlacht mit den Hohen Geistwesen zusammenzuarbeiten. Doch die Finsteren haben die Beherrschung der ungezügelten Elemente zum Egoismus von Rebellen herabgewürdigt und schickten sich an, Chaos heraufzubeschwören, anstatt es in Arbeitskraft umzuwandeln. Das ist ein großes Vergehen, und der Wunsch, das Licht auszulöschen, kann nicht als Antithese betrachtet werden. Die schöpferische Bewältigung des Chaos oder des „Drachens“ ist eine stetige Heldentat. Das Ringen mit den Finsteren

[Russisches Original. Seite 80.]


aber ist nur ein den Fortschritt behindernder Krampf. Die Finsternis des Chaos kann als Mittel für gedankliche Schöpfung erachtet werden. Doch der Zwist mit der finsteren Hierarchie ist nur verschwendete Zeit, die für den Aufbau so notwendig ist. Doch darüber hinaus erwecken die Finsteren ständig mächtige Elemente, ohne sie natürlich beherrschen zu können.

 

       169. Man bedenke, dass es nicht so sehr die Finsteren als solche sind, die eine Gefahr darstellen, sondern die von ihnen heraufbeschworenen Kräfte. Wahrlich, man sollte das große Licht der großen Finsternis gegenüberstellen, doch es ist unmöglich, jene als groß zu erachten, die auf Egoismus bauen. Daher ist es so notwendig, bei großen Erscheinungen auch das rechte Maß anzulegen. Vergessen wir doch nicht den durch die Finsteren gleich einer Schlangenbrut ausgesäten Schaden! Und selbst im Kampf mit Reptilien ist Hierarchie erforderlich, denn alles Unordentliche muss vernichtet werden. Bedenken wir daher, wo es die große Finsternis gibt und wo den grimmigen Feind, der danach trachtet, das Licht zu vernichten, und dabei vergisst, dass er ohne Licht nicht bestehen kann.

 

       170. Aufbau erfordert bestrebte Anspannung. Ohne diesen Impuls ist es unmöglich, die Evolutionsstufe zu errichten. Jede Bahn ist von bewusstem Streben erfüllt, und jede Stufe erfordert ihre bestätigte Kraft. Werden daher die Kräfte zum Schaffen gesammelt, werden gleichartige Energien vom Brennpunkt angezogen. Je bewusster daher das Verhältnis zum Brennpunkt, desto größer wird die Übereinstimmung sein und desto mächtiger die Anziehung. Die Ursache und die Wirkung werden so vorherbestimmt, und der schöpferische Impuls wird vom Feuer des bewussten Strebens gesättigt. So wird der ganze Kosmos aufgebaut.

 

       171. Gründet das Verstehen nicht auf

[Russisches Original. Seite 81.]


der Hierarchie, wird der Brennpunkt nicht so lebhaft in Erscheinung treten, und wer sich absondert, kann den Weg zu Uns nicht finden. Deshalb gibt es so viele umherirrende Schatten, die den bestätigten Schlüssel nicht umdrehen können. So gehen viele Bestrebungen im Raum verloren. Deshalb erbauen Wir die Zukunft auf der Verschmelzung der Bögen der Bewusstseine[30]. So bestimmt Unser feuriges Gesetz die Vereinigung der Bewusstseine. Man sollte daher in der Erkenntnis des Brennpunkts gefestigt sein. Der Geist kann der Erkenntnis des feurigen Gesetzes näherkommen. Die Erscheinung der Hierarchie ist die Grundlage des Aufbaus.

 

       172. Eine weitere falsche Auffassung: Aus Unwissenheit und Selbstrechtfertigung meinen die Menschen oft, dass ihr Gedanke unbedeutend sei und nirgendwo hingelangen könne; das Potential des Gedankens indes ist groß; für den Gedanken besteht weder Raum noch Zeit. Doch jene, die unordentlich denken, gleichen denen, die im Finstern mit den Händen ausholen, ohne zu wissen, welchen Gegenstand sie treffen. Darüber hinaus wird der Gedanke im Raum gespeichert. Man kann sich einen mächtigen Chor zusammenklingender Gedanken vorstellen, doch man kann sich auch eine Schar zwitschernder Dohlen vorstellen. Auch solche Versammlungen füllen den Raum und stören die höheren Welten. Liebe Denker, Dohlen, ihr seid auch für die Beschaffenheit eurer Gedanken verantwortlich. Auch so schafft ihr eure Zukunft.

 

       173. Daher gibt es keinen Ausweg, um der Verantwortung zu entgehen. Selbst der unbedeutendste Gedanke geht in das Megaphon des Raumes ein, zieht die gleiche Heuschrecke an und bewirkt die rauchige Atmosphäre des Planeten. Der Gedanke kann reinigen, indem er die Mikroben der Zersetzung vernichtet, doch er kann auch ungezügelte Elemente anziehen. Nicht ohne Grund gebrauchen die Finsteren für bestimmte Machenschaften vor allem unterentwickelte Menschen.

       Ihr sprecht oft das Wort Kult-Ur aus, das bedeutet: Verehrung des Lichts. So mahne Ich euch daran, wie groß die allgemeine Verantwortung dem Licht gegenüber ist, wenn jeder Gedanke den Raum entweder verdunkeln oder reinigen kann. Lasst uns daran denken.

 

       174. Gewiss, der Pfad des Dienstes kann einen zum höchsten Wissen führen. Nur Unwissenheit konnte den Planeten in seinen gegenwärtigen Zustand führen. Der Menschheit ging das Verständnis für die Schönheit der Bestrebung verloren, und Aufbau wurde auf dem Stumpfsinn von Absonderung errichtet. Aus diesem Grund ist die Einheit des Dienstes als die Rettung für die Menschheit enthüllt worden.

       Die ganze Kraft des Aufbaus gründet auf der Hierarchie. So verbindet der machtvolle Faden den ganzen Kosmos. Wahrhaftig, allein in voller Erkenntnis des Großen Dienstes können die Schönheit des Geistes und die Macht der Hierarchie begriffen werden. Der Raum ruft auf zur Erfüllung des großen Gesetzes. Ja, ja, ja! So werden die Stufen der wahren Evolution errichtet.

 

       175. Folglich kann nur völliges Begreifen des Großen Dienstes dem Schüler das Streben zur offenbarten Hierarchie verleihen. Kann die Schöpfung des Geistes den Großen Dienst erfassen, dann sind alle Pfade zu Uns erschlossen. Daher kann sich das Streben nach Erfüllung der Gebote als ein zu den höchsten Toren führender Impuls erweisen. So mögen alle Perlen (…) behütet werden. So kann man alle sich bietenden Möglichkeiten wahrnehmen. Die Zeit ist so angespannt und gesättigt! Daher

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mögen die Schüler sich bemühen, mit dem Rhythmus der Ereignisse Schritt zu halten; und im Einklang mit dem Geschehen sollte das Bewusstsein angespannt werden. (…)

 

       176. Wahrlich, wenn ihr das ständige Hintreten[31] kennt, so gehört euch bereits der kürzeste Pfad zu Uns. Für die Menschen ist der Alltag gewöhnlich besonders schrecklich; für sie ist er das Zeichen von Mühsal und Abstieg, für Uns hingegen ist der Alltag ein Vervollkommnen und ein Aufstieg; er öffnet die Tore der Unbegrenztheit. Man kann es lernen, den Alltag liebzugewinnen, denn er stählt den Geist und verleiht Mut, über die Endlosigkeit Kette der Zeitalter von Arbeit nachzusinnen. Manchem sind diese Zeitalter ein Schrecken; ein verfeinertes Bewusstsein indes wird sie als Quelle endloser Schöpfung annehmen. Schöne Kulte stumpfen ab infolge Alltäglichkeit, wie wunderbar aber ist die Erkenntnis, dass tägliche Hingabe und flammende Liebe zur Hierarchie geboten sind.

       Wenn ich sage: „Ich liebe Dich, o Herr; ich bin Dir ergeben, o Herrscher; ich verehre Dich, Lehrer“, in welch machtvollen Chor verwandelt sich dieser Lobgesang in den fernen Welten! So vermag man mit jedem Akt der Ergebenheit neue Schlösser zu öffnen; und wie wunderbar ist es, die Unerschöpflichkeit der großen Begriffe zu fühlen. Das Vermächtnis kann kurz sein: „Seid entflammt in eurem Herzen und schafft in Liebe!“

 

       177. Lernt es, weder Tage zu zählen noch Jahre zu vermerken, denn es besteht kein Unterschied, wenn ihr euch im weiten Raum des Dienstes befindet. Man kann es lernen, sich jenseits der banalen Gewöhnlichkeit zu fühlen und sich im Geist mit der offenbarten Welt der Schönheit zu vereinen. Lasst uns gemeinsam dahin schreiten, wo es weder Grenzen noch ein Ende gibt; wo man jeden wohltätigen

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Schimmer in das Leuchten eines für die Welten segensreichen Regenbogens verwandeln kann.

       Durch Hingabe vermag man alle Tore zu erreichen. Vergessen wir das auch nicht einen Augenblick. Genau gesagt, lasst uns mit dem Lächeln der Hingabe erfüllt sein, und lasst uns den Alltag segnen. Jeder Unserer Atemzüge birgt eine wunderbare Substanz für die sich gestaltenden Welten. Erwägt die Schätze, die Uns gegeben werden, und gehört dem Einen an, der Uns eine Träne und einen Tropfen Schweiß für Unsere Befreiung darbrachte. Lasst uns auch täglich dem Höchsten danken.

 

       178. Wie notwendig ist es für jeden, zu wissen, auf dem Pfad zu Uns sein Herz und seinen Verstand nicht zu entzweien. Schöpfung wird durch reine Impulse verwirklicht, und es ist äußerst notwendig, alle feurigen Zentren zu vereinen. So muss man erkennen, dass die Materie des Gedankens als Bindeglied zu höheren Substanzen dienen muss, denn nur der feinste Gedanke kann hierher vordringen; und die Verfeinerung des Bewusstseins kann jene Kraft antreiben, die mächtige Hebel beherrscht. So kann nur ein vereintes Bewusstsein den Höheren Willen erfüllen. So wird die Hierarchische Kette verwirklicht. So regiert ein vereintes Bewusstsein die Welt.

       Der Höhere Wille wird dem nächststehenden Geist übermittelt. Daher muss der Wille des Hierarchen voll ausgeführt werden. Deshalb muss man alles, was durch ein vereintes Bewusstsein gegeben wird, als höchst lebenswichtig aufnehmen.

 

       179. Wer sich auf andere verlässt, ist tot, doch wer nachfolgt, lebt. Wir versprachen nicht, tote Körper zu tragen, doch Wir bürgten dafür, mutige Nachfolger zu führen. Man muss

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sehr aufmerksam überlegen, um die Grenze zwischen mutigem Nachfolgen und kleinmütigem Sichverlassen zu erkennen.

       Auch muss man Unsere Weisungen unverzüglich begreifen, denn die Sonne scheint verschieden am Morgen und am Mittag. Man muss Uns wie tägliche Nahrung aufnehmen. Doch Ergebenheit wird eine Antwort erhalten, wenn alle Kräfte aufgewendet werden. So muss der Antrieb jener beschaffen sein, die dem Herrscher nachfolgen.

       Wie ihr wisst, kommt Unsere Hilfe in letzter Stunde, doch für Unseren Boten sollte die Tür nie verschlossen sein. Vielleicht wirkt Unser Einfluss jenseits der Meere, dennoch darf das Streben zu Uns nicht unterbrochen werden.

 

       180. Absonderung vom Führer bringt die Evolution des Geistes ins Stocken, denn das Zerreißen der Kette führt zur Trennung und hemmt die Schöpfung des Geistes. Wahrhaftig, nur Einheit mit der Quelle des Lichts bringt den Geist voran. So bietet das Streben zur Höchsten Hierarchie alle Möglichkeiten und durchdringt den Geist mit der Macht des Dienstes. Lichtbahnen entstehen durch Entsprechung und durch die Macht der Erfüllung des Höheren Willens. So gestaltet sich der Pfad zur Unbegrenztheit.

 

       181. Daher ist es so wichtig, die Bedeutung der Erfüllung des Höheren Willens zu erkennen. Deshalb wird die Kraft der Verschmelzung so sehr bestätigt, denn nur die Vereinigung der Bewusstseine birgt Schöpfung in sich. Es gibt deshalb eine so starke Zersetzung der Menschheit, weil das Gleichgewicht gestört ist und die Ereignisse auf dem Planeten auf die Loslösung vom Höchsten Bewusstsein hinweisen. So kann bestätigt werden, dass die Schüler zur Erkenntnis der Hierarchie streben müssen. So kann man durch Erfüllung des Höheren Willens das Ziel erreichen.

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       182. Dankbarkeit ist eine der Haupteigenschaften der Gerechtigkeit. Ohne Gerechtigkeit kann man nicht auf den Pfad des Großen Dienstes gelangen. Wenn Wir daher aufzeigen, dass es notwendig ist, Dankbarkeit zu erkennen, fördern Wir nur den Großen Dienst.

       Wie wunderbar ist Dankbarkeit! Sie entzündet so leicht das Feuer des Herzens und erfüllt angesichts des Bildnisses des Herrschers den Geist mit Adel. Der Undankbare ist vor allem unedel. Wir bezeichnen Adel als die segensreichen Aufspeicherungen aus früheren Leben, auf Erden indes wird der Adel nach Geburt geschätzt.

       Man sollte vor allem Dankbarkeit entwickeln, denn Dankbarkeit ist die Schwester der Hingabe. Es ist notwendig zu erkennen, wie schwer es manchmal für den Lehrer ist, die besten Möglichkeiten zu vereinen. Man muss es verstehen, mit dem Feuer seines Herzens mitzuhelfen.

 

       183. Das vereinte Bewusstsein ermöglicht Streben zur höchsten Lösung. Warum sollte es Entzweiung geben, wenn der ganze Kosmos sich nach dem Prinzip des Vereinens behauptet? Wie kann man sich aus der Kette lösen, die den ganzen Kosmos zusammenhält? Die Leben müssen nach dem Prinzip einer gespannten kosmischen Kette aufgebaut werden. Nur so kann die Hierarchie das Prinzip des Feurigen Dienstes schaffen. Daher kann man nur durch die Hierarchie auf den Weg zu Uns gelangen.

 

       184. Gewiss, die Teilbarkeit des Geistes wird nur erreicht, wenn die Zentren flammend schaffen. So ist die Harmonie der Schöpfung von dieser Flamme des Geistes durchdrungen. Jeder schöpferische Impuls entzündet geistige Fackeln, wenn er den Raum mit seinen Feuern durchdringt. Daher können die Leuchten des Geistes die Auren entflammen. So entzünden

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die flammenden Zentren das geistige Suchen auf Entfernung. Wahrhaftig, diese Schöpfung ist gewaltig! (…)

 

       185. Die Wörter, die den Begriff des Guten beinhalten, stehen bei Uns in großer Gunst. Doch eines von ihnen widerspricht völlig Unseren Sitten - Wohlstand. Wahrhaftig, erforscht die Geschichte der Menschheit, und ihr werdet euch überzeugen, dass im Wohlstand nie etwas Großes geschaffen wurde. Seit langem spreche Ich über die gesegneten Hindernisse, aber es gibt wenige, die den Kampf der Heldentat lieben. Es ist jedoch unvermeidlich, sich an den Kampf zu gewöhnen, denn anders kann die Klinge des Geistes nicht gestählt werden. Sowohl für den irdischen Fortschritt als auch für die fernen Welten sind Hindernisse und die Fähigkeit notwendig, sie zu überwinden. Ruhe ziemt einem Hierarchen nicht.

 

       186. So geben Wir Unser Mittel (…) zur Kräftigung der Tätigkeit, aber Wir sind entschieden gegen Narkotika, die den Intellekt beruhigen und abtöten. Wie soll sich denn die für das künftige Leben so nötige Qualität der Gedanken entfalten, wenn wir sie mit Gift abstumpfen? Doch die medizinische Wissenschaft geizt nicht mit dem Hervorbringen lebender Leichname.

 

       187. Es ist richtig, den ewigen Kampf zu verstehen und sein Bewusstsein vorzubereiten, als stünde man einer Explosion gegenüber, denn nur dies wird der Wirklichkeit entsprechen. Meine Hand wird nicht müde, die Kämpfer zu führen, Mein Auge jedoch kann den Anblick von Untätigkeit in berauschenden Wohlstand nicht ertragen. Unendlichkeit vor sich zu haben, doch keine Stunde zu verlieren und den Gebrauch jeder Minute zu schätzen, das ist Yogaweisheit. Wenn sich der Geist ganz natürlich an

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die Höhere Welt anschließt und eine Reihe von Leuchten des Herzens entzündet, kann das als der richtige Pfad bezeichnet werden.

 

       188. Das räumliche Feuer wird von der Erdkruste angezogen, und viele unterirdische Erscheinungen füllen die Annalen des Planeten. Alle Geschehnisse sind nämlich mit der Menschheit und den von ihr ausgehenden Taten eng verbunden. So schaffen die Erscheinungen, die durch den Geist der Menschheit hervorgerufen werden, das Karma des Planeten. Wie viele Perturbationen werden durch den Geist der Menschheit und die Beschaffenheit der Gedanken hervorgerufen! Die Übereinstimmung des Denkens mit den geschaffenen Bestätigungen schichtet daher den Raum auf, der mit den Erscheinungen des räumlichen Feuers gesättigt ist. So wird das Leben des Planeten geschmiedet, und das Streben der Menschheit muss sich auf die Reinigung des Raumes richten.

 

       189. So kann dem Gedanken befohlen werden, sich einem segensreichen Vorhaben zuzuwenden. Die Menschheit träumt von einer besseren Zukunft, versteht es aber nicht, die Tiefen der Finsternis zu durchdringen, weil die vom kosmischen Feuer offenbarte Grundlage im Leben nicht beachtet wird. Die Gravitationsgesetze haben ihre Bedeutung verloren, daher kann nur das Gesetz der Reinigung das zurückgeben, was der Planet einbüßte. Wahrhaftig, nur Reinigung kann das bringen, was zum Erblühen notwendig ist. Der Geist birgt den Schlüssel, und nur dieser Schlüssel kann Errungenschaften bieten. Daher muss man auf dem Weg zu Uns die volle Schönheit des Geistes begreifen.

 

       190. Wenn Ich sage, dass eine beträchtliche Anzahl von Krankheiten durch psychische Energie behandelt werden sollte, so muss dies wörtlich verstanden werden. Die Infektion der Nervensubstanz wird immer die primäre Ursache

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verschiedenartiger Krankheiten sein. Bei der Infektion der Nervensubstanz vereinigt sich die höhere Welt mit der niederen. Durch die Bresche in der Nervensubstanz kann jeder Eindringling Zugang finden, angefangen mit Besessenheit und endend mit Krebs. Doch die Nervensubstanz kann nur durch psychische Energie geschützt werden. Die Schulung der psychischen Energie wird die wahre Vorbeugung für die Menschheit sein. Ein reiner Gedanke möge angewandt werden, um die Eingänge zu den Nervensphären zu schützen. Selbst eine solch einfache Maßnahme wird nutzbringend sein.

       Die psychische Energie wird auch die beste Reinigung bei einer verborgenen Krankheit sein. Doch schrecklich ist die Zersetzung der Nervensubstanz unter dem Einfluss der Trunksucht und aller Art von Lastern. Denkt darüber nach, in welchem Zustand der feinstoffliche Körper sich befindet, wenn die feinsten Nerven die Bedeutung eines Skeletts annehmen! Gebeine gehören der Erde, Nerven der Feinstofflichen Welt, Licht dem Geist!

 

       191. Aber Ich wende Mich wieder der Hierarchie zu. Nichts kann die Nervensubstanz so stärken, wie die Kette der Hierarchie! Doch wie kann man die Menschen im Sinne der Anerkennung der Hierarchie stärken? Selbst jene, die über sie hören, nehmen sie nicht als Lebensbedingung an und schaden so sich selbst und dem großen Plan. Der der Hierarchie zugefügte Schaden hat nicht seinesgleichen und kann nicht behoben werden. Ich kann ihn auch nicht als Irrtum bezeichnen. Es ist bereits Abtrünnigkeit - nicht Leichtfertigkeit, sondern Verrat.

 

       192. Das Streben zur stetigen Befolgung der Hierarchie kann die notwendigen Stufen herbeibringen. Wie kann ein Baum kräftig dastehen, wenn man darangeht, ihn zu entwurzeln? Allein die Berührung

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mit der reinen Leitung verleiht den Kräften Gleichgewicht. Daher können nur die Wurzeln der Hierarchie einen Aufbau stützen. Jede Abweichung fügt dem mächtigen Wachstum Schaden zu. Man sollte sich bewusst im Verstehen der Macht der Hierarchie festigen. Über die Risse, die durch Missachtung der Hierarchie verursacht werden, schleichen sich schwarze Kräfte ein, daher muss man die Einheit mit der Macht verstehen, die von der Höheren Kraft ausgedrückt wird. So kann man das Ziel erreichen.

 

       193. Wer ohne Hierarchie aufwärts strebt, kann mit einem Bogenschützen verglichen werden, der mit geschlossenen Augen Pfeile himmelwärts schießt und hofft, dass einer der Pfeile einen Vogel trifft. Jede Zufälligkeit muss aus dem Leben verbannt werden. Wir wissen, in welche Richtung wir schreiten, und wir vertrauen unserem Führer – nur so wird kein Pfeil ziellos verlorengehen; und der Führer weiß sich vor giftigen Sendungen zu schützen. Doch lasst uns den Führer nicht allein in Worten, sondern auch in unserem Herzen verehren, und Er wird mit uns wachsen, denn in Annäherung an einen Größeren wachsen wir. Doch Herabsetzung führt unvermeidlich zur Abweichung. Dieses Gesetz kann leicht graphisch dargestellt werden: Stellen wir uns vor, wie vom Geisteskorn zwei auseinander laufende Linien ausgehen, zum Licht und in das Unendliche, und wie jede rechte Regung uns wirklich größer werden lässt.

 

       194. Die stetige Berührung mit der Höheren Vernunft zieht den Geist zur höheren Erkenntnis. Die stetige Anwendung der höheren Gesetze führt den Geist zur Bahn des Kosmischen Magneten. Unbesiegbar ist der Pfad, der sich auf Befehl des Höheren Willens gestaltet. Die Herrschaft der Hierarchie ist die vom Feuer

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der Schöpfung durchdrungene Macht. Sich der Herrschaft der Hierarchie unterwerfen, heißt, sein Feuer dem Allgemeinwohl schenken. Wie trübe brennt dieser Begriff im menschlichen Verständnis Das Bewusstsein, das dieses Verständnis nicht aufnimmt, kann die großen Worte nur murmeln, ist jedoch unfähig, sie im Leben anzuwenden, denn nur ein von der Größe der Hierarchie durchdrungenes Herz kann die ganze Herrlichkeit des kosmischen Gesetzes begreifen. So kann die Anziehung zum Magneten sich nur durch die Erkenntnis der Hierarchie vollziehen.

 

       195. Die Kette der Hierarchie führt gesetzmäßig zum Aufbau der Welt. Wahrhaftig, der Aufbau feinstofflicher Körper kann nur durch die feine Materie des Gedankens vollzogen werden. Der Weber seines eigenen Körpers ahnt nicht, was er ins Gewebe seines Körpers einfügt, wenn er sich vom Höchsten absondert. Lasst uns daher über das Wesentlichste nachdenken – die Kette der Hierarchie.

 

       196. Man könnte euch fragen, wie das Betreten des Pfades des Dienstes erkennbar wird.

       Das erste Zeichen wird sicherlich sein, der Vergangenheit zu entsagen und ganz in die Zukunft zu streben.

       Das zweite Zeichen wird sein, den Lehrer in seinem Herzen zu erkennen. Nicht etwa, weil dies so notwendig ist, sondern weil es anders nicht möglich ist.

       Das dritte Zeichen wird das Ablegen der Furcht sein, denn gewappnet durch den Herrscher ist man unverwundbar.

       Das vierte Zeichen wird sein, nicht zu verurteilen, denn wer in die Zukunft strebt, hat keine Zeit, sich mit dem gestrigen Abfall zu befassen.

       Das fünfte Zeichen wird sein, die ganze Zeit mit Arbeit für die Zukunft auszufüllen.

       Das sechste wird die Freude am Dienst sein sowie die völlige Aufopferung für das Wohl der Welt.

       Das siebente wird das geistige Streben zu den fernen Welten sein - als der bestimmte Pfad.

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       Diesen Zeichen gemäß werdet ihr einen für den Dienst bereiten und berufenen Geist erkennen. Er wird wissen, wann das Schwert für den Herrschers zu erheben ist, und sein Wort wird aus dem Herzen kommen.

 

       197. Erstrebt nur keine gewohnte Entscheidung. Durch die althergebrachte Redensart kann man viele Köpfe unterjochen. Doch für die höheren Welten wird diese Sprache unverständlich sein. Irdische Gewohnheit klingt wie das Kläffen eines Hundes. Kein Magnet wird eine solche Hülle anziehen, und ohne Öl kann Feuer nicht brennen.

       Doch lasst uns zwischen Gewöhnlichem und Alltäglichem unterscheiden, denn viele Menschen suchen einen Widerspruch, wo es keinen gibt. Bemerkt diese Menschen, sie haben keinen Erfolg, weil ihr Gedanke im Gestern verweilt. Lasst uns durch nichts an die Vergangenheit gebunden sein. Auch sucht nicht nach Freunden von gestern und versteht, sogleich ihre Herzen zu prüfen.

 

       198. Mit steigendem Fassungsvermögen entwickelt sich Verantwortungsgefühl. Im großen Plan muss Verständnis für Verantwortung bekundet werden, deshalb sollte man sich bei jeder Entscheidung des vollen Verantwortungsgefühls bewusst sein. Volle Verantwortung sättigt wie Raumfeuer! Volle Verantwortung muss jede Tat sättigen; denn das Gefühl des Fassungsvermögens kann nur verstärkt werden, wenn das Verantwortungsgefühl den Geist zur Erfüllung des Willens der Hierarchie drängt. Darum erfüllt kosmische Kühnheit den Feuerträger. Wenn der Geist wirklich mit Verantwortung erfüllt ist, kann man die Bestätigung des Höheren Willens erkennen. So werden Siege errungen. So sind jene unbesiegbar, die den Willen der Hierarchie erfüllen.

[Russisches Original. Seite 92.]


       199. Als machtvoller feuriger Wille wirkt der feurige Abgesandte der Hierarchie. Die Hand eines Hierarchen lenkt wie eine Höhere Hand. Der Hierarch sättigt wie ein strebender Magnet. Daher muss man bewusst handeln. So kann sich der zum Erkennen des Lehrers strebende Geist auf dem Pfad behaupten, doch der den Begriff Lehrer zurückweisende Geist kann die Hierarchie verraten.

 

       200. So sollte man alles, was vorherbestimmt ist, erfüllen und für die beste Zeit Verständnis aufbringen. Man sollte daran denken, wie sehr sich das Muster von Sandkörnern unter den Strichen unterschiedlicher Finger verändert. Sogar die Finger derselben Hand lassen verschiedene Muster für eine Melodie entstehen. Noch unterschiedlicher ist der Rhythmus verschiedener Menschen, doch ein feuriges Herz nimmt den feinsten Unterschied des Rhythmus wahr. Gefühlswissen ist das entfachte Feuer des Herzens. Es ist schwierig, in Worte zu kleiden, wann diese Saite des Herzens erklingt, doch die Hierarchie kann diese Stunde der Verwandlung anzeigen.

 

       201. Da die Welt in Aufruhr geriet, wird als Gegenmittel das Zeichen Maitreyas gegeben. Als die Fundamente Unserer Werke gelegt wurden, wurden die Kräfte des Geistes verstärkt; so ist das Zeichen Maitreyas bekräftigt worden. Und an Unserem Tag[32], wenn die Offenbarung bestätigt wird, kann wiederholt werden, wie lebendig die Macht des Geistes ins Leben trat und wie sehr sich diese neue Macht im Bewusstsein festigte. Daher muss das Bewusstsein für das mächtige Verstehen der Hierarchie genutzt werden, denn sie enthält die Kette aller Bestrebungen. So muss jede Offenbarung der Schönheit, die Unseren Werken zugrunde liegt, als eine lebendige Tat verstanden werden. So besteht die grundlegende Macht in Schönheit, und das Streben nach

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Erfüllung des Höheren Willens führt zum vorherbestimmten Sieg. Wahrhaftig, Unsere Türme müssen in Schönheit erbaut werden!

 

       202. Es ist verheißen, dass gute Taten immer auf Schwierigkeiten stoßen. Was beweist das? Beweist es die Schwäche des Lichts und die Stärke der Finsternis? Lasst uns doch bedenken, dass mit einem verschärften Auge sehr viele Dinge wahrgenommen werden. So nimmt auch ein verfeinerter Geist vieles wahr, was abgestumpften Sinnen unzugänglich ist. Bedürfen wir außerdem nicht einer Widerstandskraft, um den nichtoffenbarten Elementen entgegenzutreten? Diese segensreiche Kraft des Widerstandes wird nur in Tätigkeit begriffen und dient als Panzer des Geistes. Kann man die Entfaltung von Widerstand gegen das Böse beklagen? Nein, sicherlich nicht; dieser Panzer dient nicht allein zur Verteidigung, er ist zugleich ein Magnet, der Verbündete anzieht. Daher segnet alles, was Widerstand und Widersetzung gegen das Böse entfaltet.

 

       203. Ihr könnt Menschen begegnen, die es mit ihren Errungenschaften sehr eilig haben. Vielleicht meinen sie, dass Wir langsam sind. Doch führt sie unter den Nachthimmel und weist auf den Strahlenglanz der unzähligen Welten hin. Sagt: „Der Herrscher führt euch zu dieser Schöpfung.“ Kann man auf diesem großen Pfad langsam sein? Man muss sich vorbereiten, um ein Mitschöpfer zu werden. Man muss die Samen des Bewusstseins hüten und vermehren, denn die ganze Welt wird durch die Kraft des Bewusstseins erhalten. Es gibt keine Kraft, die einem von Selbstsucht geläuterten Bewusstsein widerstehen könnte. Man möge sich vorbereiten, um alle Brücken mit einem feurigen Bewusstsein zu überschreiten, das mit

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dem Puls des Kosmos bebt, in seinem Geisteskorn auf alle Beben der Erde widerhallt und die Wahrheit der Völker kennt. Man möge alle heiligen Kräfte des Herzens aufwenden, um, den Tod überwindend, Mitschöpfer der flammenden Logoi zu werden. Doch solange dem Herzen kein solcher Wagemut eingeflößt wird, kann das Bewusstsein in dieser Richtung nicht unbegrenzt wachsen. Wir nennen das „Via Regale“[33]. Deshalb ist Fiat Rex[34] dort, wo ein Geist wagt und die Hierarchie verehrt!

 

       204. Als Grundlage einer bestätigten Bahn wird immer ein einzelner Wille bestimmt, der alle Erscheinungen verbindet. So ist der Brennpunkt jener strahlende Ursprung, der alles mit feuriger Schöpfung durchtränkt. Schön ist der Wille, der von Schöpfung durchdrungen ist und jede Energie des Geistes in die Höheren Sphären lenkt. Daher erweitert sich die vom offenbarten Willen errichtete Bahn durch das räumliche Feuer, durch die Aufnahme der kräftigenden Feuer und ihre Wechselwirkung mit den höheren Sphären. So führt ein erhabener Gedanke den Geist zur höchsten Anziehung, und der Wille, der das höchste Feuer ausstrahlt, zieht den Geist in die höchste Bahn. Es ist so herrlich, mit dem Höheren Willen zu gehen. Wahrlich, nur so öffnen sich die Bahnen der Unbegrenztheit.

 

       205. So behaupten sich die Kräfte des Kosmos im Raum. Jedes Zentrum fühlt jede Schwingung; darum sind beim Wechsel der Ströme die feurigen Zentren so empfindsam. Deshalb muss die Gesundheit gehütet werden.

 

       206. Das Experiment des verdichteten Astralkörpers ist in Wirklichkeit kein Versuch, sondern ein planmäßiger Beginn der Sechsten

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Rasse. Man sollte nicht meinen, dass ein verdichteter Astralkörper lange Zeit unstabil bleibt. Das Präparat, das eine ausreichende Verdichtung ermöglicht, wurde bereits entdeckt. So sammeln Wir inmitten der irdischen Verwirrung die neue Rasse. Sicherlich, es müssen Mittel gefunden werden, um die niederste Schicht der irdischen Atmosphäre zu reinigen. Doch dafür bieten sich bereits Möglichkeiten. Die euch gegebene Emulsion gehört zu den Mitteln der Reinigung, indem das Gift durch die reine Schicht der Haut zunichte gemacht wird.

 

       207. Glauben wir nicht, dass die nächste Rasse auf rosigen Schwingen vom Himmel fallen wird. Nein, auch hier kann man auf ein Laboratorium nicht verzichten. Wir begrüßen es, wenn sich bereits jetzt Gedanken über die Verwandlung der Rasse festigen. Dabei werden wir nicht zu den Affen Zuflucht nehmen, sondern wenden uns den Grundlagen der menschlichen Natur zu und werden uns der Aufspeicherungen des Mineral- und des Pflanzenreiches bedienen. So wird der menschliche Geist eine erneuerte Hülle erhalten. Gewiss, der Mensch darf nicht mit Vorurteilen an die Zukunft denken, sondern muss von den Tatsachen des Vorhandenseins von Körpern verschiedener Entwicklungsgrade ausgehen. Da diese Grade bestehen, kann niemand behaupten, dass keine Zwischenstadien gefunden werden können, die zu gegenseitigem Vorteil gereichen. Es ist schwer, die Hierarchie zu verstehen, wenn ihre ununterbrochene Fortdauer nicht begriffen wird. Ebenso leben die Stufen der Körper, wenn sie gegenseitig genährt werden.

 

       208. Ihr könnt verstehen, wie sehr sich die schwarzen Logen der Vervollkommnung der Menschheit widersetzen, wie sie das Schicksal von Atlantis dem Licht eines neuen Körpers

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vorziehen. Seien wir wachsam, seien wir umsichtig, folgen wir dem Herrscher nach!

 

       209. Die Bestätigung des Lehrers spannt alle schöpferischen Kräfte. Ohne den Lehrer kann es kein Glied in der großen Kette des Schaffens geben. Daher können alle Kräfte des Kosmos, die den Lauf der Evolution offenbaren, nach dem Prinzip der Hierarchie verwirklicht werden. Wie kann man ohne den Brennpunkt der Anziehung aufbauen? Jede Kraft verfügt über eine eigene Spannung, welche die schöpferischen Bestrebungen der Quelle der kosmischen Feuer hervorruft, Licht sammelt und Feuer um sich herum verbreitet. So wird wahrhaftig der Kosmische Brennpunkt bestätigt, und Leben muss sich um einen Brennpunkt bilden. So ist Schöpfung unbegrenzt.

 

       210. Allein durch weites Verstehen des Brennpunkts kann die beste Offenbarung erreicht werden. Wenn wir die Bekräftigung der Hierarchie verstehen, dann hat jede Tat ihren Brennpunkt. Daher ist das Verstehen des Brennpunkts so wichtig. Die Hand, die am Brennpunkt noch zögert, bedarf der Stärkung. So möge sich das Bewusstsein in Richtung des Brennpunkts erweitern. So haben der Guru und die Tara[35] das ganze schöpferische Feuer aufgeboten.

 

       211. Der Gedanke ist die Grundlage der Schöpfung. Er kann sichtbar und messbar sein. Der Gedanke muss als selbsttätige Schöpfung angesehen werden. Aus dieser Erkenntnis entspringt das richtige Verhalten gegenüber den Folgen eines Gedankens. Oft wird man fragen, warum Wir die Folgen eines Gedankens nicht unterbinden. Doch der Gedanke ist eine neugeborene Wesenheit der geistigen Ebene. Bemerkt, der Gedanke ist keine Abstraktion, ist keine Substanz, sondern

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ein Wesen mit allen Merkmalen eines eigenständigen Daseins. Als Wesenheit der geistigen Ebene kann der Gedanke nicht vernichtet werden. Man kann ihm aber eine ähnliche Wesenheit von größerem Potential entgegenstellen.

       Das Wesen der Tactica Adversa* besteht darin, dass einem Ungeheuer die Möglichkeit gegeben wird, seine ganze Hässlichkeit zu erlangen, um nachher von einem Lichtstrahl vernichtet zu werden. Hierarchie wird das beste Pfand der wahren Macht des Lichts sein.

 

       212. Nennt die Hierarchie euren Prüfstein, nach dem ihr den Wirkungsgrad der Qualität erproben könnt; denn wenn ihr nicht zugebt, dass das Beste und Lichtvollste existiert, dann besteht kein Grund, euch um das Behüten und Vervollkommnen eurer eigenen Monade zu sorgen. Das Bestehen der Hierarchie ist die Grundlage des ganzen Lebens. Denkt daran, dass die Legion des Dienens das Werk der Hierarchie ist. Zögert nicht, diese Legionen zu sammeln. Es gibt keine erfolgreichere Aufgabe, als der Hierarchie zu dienen.

 

       213. Die auf das Allgemeinwohl gerichtete Kraft wird im Raum immer vervielfacht, und so ergibt sich eine Verbindung mit den höheren Sphären. Doch jene Kraft, die vom Bösen ausgeht, wird zum Bumerang. Die Bildung offenbarter Ausstrahlungen verleiht Kraft zur Sättigung des Raumes. Das Auftreten böser Pfeile spannt die niederste Schicht, die derart verdichtet wird, dass ein Rückschlag unvermeidlich ist. So zieht jeder vom Licht angezogene Gedanke eine leuchtende Strahlung nach sich, ein vergifteter Pfeil hingegen kann den Scheitel des Senders durchbohren. Auf der geistigen Ebene gibt es viele solche aufgezeigten Erscheinungen. Daher muss der Raum vor Ansteckung bewahrt

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und die Qualität des Gedankens hochgehalten werden. So kann man bewusste Kooperation offenbaren.

 

       214. Richtet die schwarze Loge ihre Pfeile aber gegen die Weiße Bruderschaft, sind die Folgen selbstvernichtend und ein Rückschlag ist unvermeidlich. Was euch zu Ohren kam, ist eine Folge der Selbstzerstörung, denn der gezielte Pfeil kehrte zum Sender zurück. So möge sich jeder im Verstehen Unserer Macht festigen. Wer sich in vollem Vertrauen zu Unserer Macht und zur Hierarchie bekennt, den kann nichts treffen. Unsere Strahlen sind immer auf der Wacht und Unsere Hand ist unermüdlich. So muss man die ganze Macht der Hierarchie verstehen.

 

       215. Der Gedanke ist eine räumliche Wesenheit. Den Gedankenformen wird viel Aufmerksamkeit geschenkt, doch außer oberflächlich wird der Wirkung des Gedankens wenig Anerkennung gezollt, obwohl es gerade der Gedanke ist, der die Umgebung mit seiner Wirkung sehr ernstlich trifft. Der Ton wirkt auf die unverhofftesten Gegenstände. Die Einwirkung des Gedankens ist ebenso fein. Wer dem Selbstmitleid frönt, wird Geldverluste hinnehmen müssen, so wie eine zornige Person ernsten Beschuldigungen ausgesetzt sein kann. So verschieden sind die Wirkungen umherschweifender Gedanken. Man sollte daran denken, dass kein Gedanke ohne Wirkung bleibt. Er vermag eine Person zu beeinflussen, die weit entfernt ist, doch in ihr findet der Ball des Schicksals seinen Urheber. Gewiss, dabei kann es keinen Zufall geben, doch das Muster des Gedankenfluges ist so komplex! Man muss die Wirkung des Gedankens so weit wie möglich beachten.

 

       216. Physische Anspannung sollte vermieden werden,

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denn auf der Violine kann man nicht mit einem Besen spielen. Außerdem verursacht Gelächter in den nächstliegenden Schichten der Atmosphäre eine Störung. Wenn das Herz entflammt ist, erklingt es wie eine Glocke auf weite Entfernung hin. Selten kann man einen Yogi lachen hören, denn seine Freude äußert sich nicht in schallendem Gelächter, sondern in der Anfüllung des Herzens. Denn: „Freude ist eine besondere Weisheit“, nicht nur ihrem Wesen nach, sondern auch in ihrer Äußerung.

 

       217. Eine der mächtigsten Eigenschaften des Geistes ist Standfestigkeit. Wie kann man sein Bewusstsein entfalten und erweitern, wenn es an Standfestigkeit fehlt? Wie könnte man sonst Absichten und Taten verwirklichen, wenn es den mächtigen Impuls der Standfestigkeit nicht gäbe?

       Für jeden auf dem Pfad gibt es nur eine unwandelbare Macht – die Hierarchie. Auf dieses okkulte Prinzip kann man bauen. Von diesem okkulten Gipfel kann man die Welt betrachten. Auf dieser Festung wird der Geist beflügelt. Auf diesem Gipfel kann man eine mächtige Evolution erbauen. Wenn daher der Geist versucht, sich eine illusorische Welt der Selbstsucht zu schaffen, dann ist es sicherlich schwer, Fortschritte zu erzielen. So gibt es in unbegrenzter Schöpfung ein Leuchtfeuer – die Hierarchie. So kann man durch Standfestigkeit im Dienen sein Bewusstsein erweitern und das Gesetz der Feurigen Hierarchie erfassen.

 

       218. Darum muss man sich merken, dass die Herabsetzung der Hierarchie Verrat bedeutet, dass Gleichgültigkeit gegenüber der Hierarchie Verrat bedeutet und dass ein nachlässiges Verhalten gegenüber allem, was die Hierarchie betrifft, Verrat bedeutet. So bezeugen Wir, dass man für jedes

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ausgesprochene Wort, für jede Handlung und für jede Tat die Verantwortung übernehmen muss.

       Wie könnte man nicht feuriges Entzücken gegenüber der Hierarchie bekunden! In der Tat, Hierarchie ist das okkulteste Feuer! Daher möge ein jeder darüber nachdenken, wie er der Hierarchie besser dienen kann, ohne Anzeichen von Selbstsucht, Kränkung, Leichtsinn und der festgelegten Formeln der Spießbürger. Möge man enger zusammenarbeiten, indem man die Feurige Hierarchie bewusst aufnimmt.

 

       219. Die Sprache des feinstofflichen Körpers äußert sich durch die Anfüllung des Glockenzentrums; dabei ist es nicht notwendig, sich anzustrengen, alle Buchstaben auszusprechen. Der Laut des Anfangsbuchstabens genügt, weil das übrige vom Herzen bereits verstanden wird. Gleicherweise bedarf die Sphärenmusik keiner Melodien, denn sie beruht auf Rhythmus, das übrige ertönt im Herzen. Genau gesagt ist das Herz das Bindeglied zwischen den Welten, und nur das Herz kann dem Herzen des Herrschers und der ganzen Hierarchie antworten. Man kann der Sehkraft und des Gehörs beraubt sein, aber das Herz wird einen besseren Stellvertreter und sogar eine viel feinere Wesensäußerung darstellen.

 

       220. Bei kosmischen Perturbationen beginnt der Geist gewiss über die Seiten des Daseins nachzudenken. Wenn den Geist Furcht befällt, dann ist jeder Wille zum Aufbau gelähmt und der Aufbau gehemmt. Umso mächtiger muss jener Geist aufbauen, der weiß, dass feuriges Streben ihn zur mächtigen Erkenntnis des Kosmischen Magneten führt. Deshalb dürfen jene, die der Hierarchie folgen, keine Furcht haben, denn das Herz, das die Größe des Planes erfasst, ist unbesiegbar; und unter dem feurigen Schild der machtvollen Hierarchie entsteht

[Russisches Original. Seite 101.]


die große Zukunft. Daher gibt es inmitten aller kosmischen Perturbationen und Umwälzungen des Lebens nur einen Anker – die Hierarchie; wahrhaftig, er ist die Rettung!

 

       221. Wenn Wir also vom Schild der Hierarchie sprechen, bedeutet das, dass ihm das Prinzip der Schöpfung des gesättigten Feuers zugrunde liegt. Deshalb offenbarten Wir der Welt die Feuerträger und übergaben die Erscheinung der Schönheit. So mögen die Schüler vergeistigt jenes Prinzip aufrechterhalten, welches das Leben selbst ist. Die vergeistigte Quelle, die alle Werke durchdringt, muss im Herzen und im Bewusstsein bestätigt werden.

 

       222. Ungewöhnlichkeit ist eine beglückende Eigenschaft jeder Entscheidung. Nehmen wir das Beispiel einer Krankheit. Der Arzt kann die beste Diagnose stellen und seine besten Heilmittel verabreichen, aber dieser gewohnte Weg wird nicht zur Besserung führen. Ein Yogi hingegen erteilt Rat, und diese ungewöhnliche Entscheidung schafft einen stärkenden Zustand. Das Heilmittel eines Yogi stammt aus keiner Apotheke, und ist bar der Narkotika, doch es bewirkt die Drüsensekrete, welche die Nervensubstanz wie Nahrung stärken. Die gleiche Eigenschaft besitzen die Absonderungen der Bäume, die Harze, die über die Poren der Haut den nächstliegenden Nerven die gleiche Kräftigung verleihen. Gereinigtes Harz kann natürlich auch innerlich angewendet werden. Die beste Reinigung erfolgt durch den Sonnenstrahl, doch das erforderte eine lange Zeit, weil der Niederschlag sehr langsam vor sich geht. Ebenso langsam wird jedes Öl gereinigt, aber dieser Reinigungsprozess ist unvergleichbar mit einem chemischen Prozess. So gebührt dem ungewöhnlichen Ratschlag des Yogi gegenüber dem gewöhnlichen des Arztes der Vorrang. So handelt auch ihr!

[Russisches Original. Seite 102.]


       223. Alles Geschehen sammelt sich um einen Brennpunkt. Alle Zeichen verweisen auf den einen Brennpunkt. In allem ist ein offenbartes Feuer vorhanden, dessen Korn alle entsprechenden Energien anzieht. So erfüllen sich alle kosmischen Ereignisse. Daher kann nur völliges Erkennen des einen Brennpunkts das geistige Suchen zu dem bestätigten Korn lenken. Die Unabänderlichkeit der Schöpfung geht ins Leben ein, wenn der offenbarte Brennpunkt erkannt wird, denn so geht das Streben wahrhaftig in den Kanal der Tat ein! Daher können wir nur auf diese Weise Standfestigkeit des Geistes erlangen. So möge man von der feinen Erkenntnis des Unbegrenzten erfüllt sein.

 

       224. Daher sind die Bestrebungen zum alleinigen Brennpunkt der Hierarchie so herrlich. Nur so kann man alle Weisungen der Höchsten Mächte erfassen. Nur so kann man Unsere Testamente erreichen und sich an die feurige Schöpfung anschließen. Der feurige Brennpunkt - allerleuchtend, allumfassend - verleiht jedem schöpferischen Beginnen Leben. Daher ist es so wichtig, die Hierarchie zu erkennen. Ja, ja, ja!

 

       225. Achtet auf die besonderen Eigenschaften jener Tiere und Vögel, die ein dem Moschus* ähnliches Sekret absondern. Ihre Felle und Gefieder enthalten eine ölige Substanz sowie Wärme, als ob sie von Harz oder Bergöl getränkt wären. Bei den Vögeln nimmt das Gefieder eine metallene Färbung an, weil sie sich von Wurzeln und Körnern ernähren, die viel psychische Energie des Pflanzenreiches, anders gesagt, Harz enthalten. Auch Minerale geben ihre

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psychische Energie durch das Pflanzenreich oder durch die Luft ab, wo das Feuer des Raumes die gleichen Eigenschaften hat wie der vom Geist offenbarte Gedanke. So kann man den alten Vergleich verstehen, der den Gedanken als Flamme bezeichnet.

       Welche bedeutsamen Experimente könnten durchgeführt werden, wenn man die Kette der Einwirkungen der psychischen Energie vom Mineral bis zum feinstofflichen Körper zusammenstellen würde! Man könnte beobachten, wie verschieden die Wirkungen von Tierfellen und Gefiedern erlesener Vögel sind. Ist es vielleicht Zufall, dass in den alten Palästen und Tempeln Pfauenhähne mit metallischem Glanz gehalten wurden? Man möge darüber nachdenken, warum sich Moschustiere und Monale[36] in fast gleichen Höhen fortpflanzen. Ist denn der Boden auf den Höhen nicht der gleiche wie in den Ebenen? Wenn wir die Atmosphäre der Niederungen reinigen wollen, müssen wir den Tiefen der Erde Beachtung schenken und ihre psychische Energie erwecken.

 

       226. Die Brennpunkte des Lebens müssen gesammelt werden. So wird jene Eigenschaft gespeichert, die Kultur genannt wird. Kultur kann nicht augenblicklich entstehen. Noch können die Brennpunkte des Lebens wie Kanonenkugeln in Erscheinung treten. So müssen die Lebenserscheinungen wie die Instrumente eines Orchesters gestimmt werden. Ich spreche anscheinend über verschiedene Gegenstände, doch all das betrifft nichts anderes als Feuer, Energie und Hierarchie!

 

       227. Die Lebenskraft eines jeden Beginnens wird durch das feurige Prinzip der Hierarchie verwirklicht. Nur das Prinzip der Höchsten Hierarchie gibt doch jeder Verwirklichung Gleichgewicht und Streben. Deshalb ist die Kette der Hierarchie der Hauptimpuls bei der Einführung der kosmischen Prinzipien. Die Schöpfung der Menschheit hängt

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von diesen Verwirklichungen ab, und nur der Anschluss an die Höchste Kette verleiht die notwendige Kraft.

       So ist jede Kette ein Glied einer größeren Kette, und die Macht dieser Kette regiert im Kosmos. Daher spannt die Evolution jede kleinere Kette und gliedert sie ein in die große endlose Kette der Hierarchie. So steigt die Macht der feurigen Hierarchie hoch auf! Ja, ja, ja!

 

       228. Wie kann man sich in der Kette der Hierarchie behaupten? Nur über das Herz und durch endloses Streben zum Dienst; nur durch völlige Aufnahme des Plans der Herrscher und durch Schöpfung des Geistes. Wahrhaftig, so muss jeder auf dem Pfad den Dienst des Herzens aufnehmen. So wird die Unabänderlichkeit der Kette der Hierarchie verwirklicht, wahrhaftig!

 

       229. Origenes* überlegte: „Entströmt Seligkeit oder wird sie gesandt?“ Erkennt man, dass Seligkeit eine völlig reale Substanz der höchsten psychischen Energie ist, kann man verstehen, dass diese Überlegung eine Grundlage hatte. Wohl geht Wärme vom Licht aus, aber es bedarf einer Brennlinse, um Feuer hervorzurufen. So strömt sicherlich psychische Energie aus jedem Organismus, der sie besitzt, doch um eine direkte Wirkung zu erzielen, muss man sie sammeln und bewusst in einem Brennpunkt vereinigen. Dieses Bewusstsein wird die Brennlinse sein.

       Man muss unterscheiden zwischen dem unbewussten Ausströmen der psychischen Energie und dem geschärften Pfeil eines klaren Bewusstseins. Wenn sogar die höchste Energie bei unbewusster Aussendung nicht das Ziel erreicht, wie sehr bedarf dann die menschliche Energie eines Brennpunktes! Zerstört den Brennpunkt, und das Feuer wird nicht in Erscheinung treten. Ohne Feuer erwarten uns Finsternis und Kälte.

[Russisches Original. Seite 105.]


Denken wir daran, wie die belebende Wärme und das Licht uns erreichen können!

 

       230. Man sollte lernen, die Wärme und das Licht des Brennpunkts zu schätzen, und daran denken, dass die Strahlen des Einen Lichts aus einer einzigen Richtung entströmen. Setzen wir unsere Lage mit einem physischen Gesetz gleich, und wir werden die alleinige unerschütterliche Grundlage für Erfolg gewahren. Was ist Erfolg, wenn nicht die Wirkung der rechten Anwendung des Gesetzes? Daher muss man lernen, den Kanal der Hierarchie zu spüren.

       Oft wurde von jemandem Rechenschaft gefordert, der nicht zu regieren verstand, denn Schwäche ist keine Rechtfertigung.

       Wo eine Brennlinse vorhanden ist, gibt es auch Feuer, denn es ist nicht schwer, auf den Sonnenstrahl zu warten. Wir warten jahrhundertelang; es ist weniger schwer, tagelang zu warten. Denkt oft daran, dass Seligkeit über euch ist und nicht unter euren Sohlen.

 

       231. Wenn der Raum mit Feuern gesättigt ist, glänzt jedes Strahlenbündel in den Zentren. Deshalb fühlt ein feinfühliger Organismus alles Herannahende, und jeder Wechsel der kosmischen Ströme spiegelt sich in den Zentren wider. Die Verwirklichung des Gleichklangs wirkt auf die Zentren, und jede Schwingung spiegelt sich in einem besonderen Zentrum wider. Gleicherweise spiegelt sich jedes planetare Geschehen wider; und bei Umwälzungen und Verschiebungen spricht ein feinfühliger Organismus auf jede Verwirklichung an.

       Die Wissenschaft wird sich mit der Frage des Gleichklangs befassen, und man wird Erscheinungen von Intuition in Verbindung mit den Empfindungen der Zentren genau feststellen können. Nur durch diese Erforschung des Gleichklangs wird es möglich sein, die Ursache und das Zusammenwirken zu ermitteln. Daher ist das Studium von Gleichklängen die Wissenschaft der Zukunft.

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       Wenn daher die Zentren schwingen, bedeutet das, dass das Raumfeuer lodert. Die zu den unterirdischen Feuern getriebenen Energien sind mächtig bestrebt. Der kosmische Gleichklang spannt alle gleichklingenden Zentren. Daher ist es so wichtig, die Gesundheit und die widerhallenden Zentren sorgsam zu hüten.

 

       232. Selbst die besten Freunde prüfen einander mit einem kunstvollen Schachzug oder durch eine gefährliche Jagd. Auch in einer belagerten Festung vollführt die Armee Manöver, damit die Arme nicht steif werden. Und weder sind die Besiegten verärgert noch prahlen die Sieger, weil es nur eine Übung der Findigkeit ist.

       Ich entsinne Mich, als einst Jehangir[37], das „Licht der Augen“, gelaufen kam und klagte, sein Spielkamerad Jelaldin habe ihn ernsthaft angegriffen. Wir fragten, wie dies geschah? - „Jehangir spielte einen Jäger und Jelaldin den Tiger“. Ich sagte: „Es wäre wunderbar, wenn sich ein Tiger in eine Taube verwandelte. Danke deinem Kameraden, der für dich die Wut eines wilden Tieres nachahmte. Morgen gehen Wir auf die Jagd nach wirklichen Tigern; sei findig mit ihnen. Doch denke daran, dass ein Regent niemals klagt.“ So geschah es zu Zeiten Akbars, dem Einiger Indiens.

       Wir müssen ernsthaft daran denken, wozu uns das Verstehen der Hierarchie verpflichtet. Man kann sehen, wie nützlich die Prüfungen sind, andernfalls wird das Licht trüb, das nur im Kampf entzündet wird. Das Licht des Kampfes und des Wagemuts ist das kostbarste.

 

       233. An den Kampf muss man sich gewöhnen wie an die tägliche Arbeit. Man muss den Kampf nicht nur als eine Übung der Kräfte verstehen, sondern auch als Quelle der Aufspeicherung

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von Energie. Ohne Kampf können wir nicht an die Beherrschung der Elemente denken.

       Und wie bereit müssen wir sein, weil wir andernfalls die Erscheinung der Höheren Kräfte verderben. Hierarchie bedeutet nicht Standfestigkeit der Ruhe, sondern Standfestigkeit inmitten des Kampfes. Kann etwas anderes den Kampf ersetzen, wenn Unser Magnet gespannt und jeder Sieg die Freude der ganzen Hierarchie ist? Wenn es für manche schwer ist, die Hierarchie in Liebe anzunehmen, so mögen sie das als dringende Notwendigkeit tun.

 

       234. Alle Völker wussten von Schutzengeln und haben diese Überlieferungen Jahrtausende hindurch bewahrt. Alle Lehren wussten von den Mächtigen Beschützern der Menschheit, die Völker führten. Warum hat sich dann unsere Zeit von den höchsten Regenten abgewandt? Bestand die Welt je ohne Beschützer? Und wie kann sich die Menschheit in der Vorstellung, dass es keinen Regenten gäbe, behaupten?

       Die Grundprinzipien des Seins werden durch die von den Regenten offenbarten Gesetze gespannt. Und die kosmischen Gesetze ändern sich nicht, sondern erstarken mit der kosmischen Verwirklichung.

       Daher schaffen die Beschützer der Menschheit und die allmächtige Göttin Fortuna das Schicksal der Menschheit. Die Erkenntnis dieses großen Gesetzes kann für die Menschheit zur Kette der Hierarchie lenken.

 

       235. Deshalb muss jeder Geist die Hierarchie als die Beschützer der Menschheit erkennen. So gestaltet sich Evolution und Schöpfung wird feurig gesättigt. So wird das Gesetz bestätigt; nur so wird Leben von der großen Macht der Einheit durchdrungen. So wird Leben geschaffen.

 

       236. Es ist richtig, die Bedeutung der Vitamine zu erforschen,

[Russisches Original. Seite 108.]


doch dabei sollte man auch Versuche über die Einwirkung der psychischen Energie anstellen. Man wird bemerken, dass die bewusste Einnahme von Vitaminen ihre Wirkkraft um ein Vielfaches steigert. Gleicherweise kann man beobachten, dass die Aufnahme von Vitaminen in einem Moment des Zorns das Gift Imperil vermehren kann, da eine unbewusste Energie den Punkt verstärkt, an dem sich das Bewusstsein sammelt. So kann man verstehen, warum die Nahrungsaufnahme bei den Menschen des Altertums als heilig betrachtet wurde.

       Es ist auch leicht zu verstehen, wie sehr Erkenntnis jedwede Energie steigert. Wie viele einfache Versuche können mit einem Minimum an Beobachtung durchgeführt werden. Um die Achtung vor dem Bewusstsein zu steigern, kann man Energie als Atma, psychisch, lebendig oder heilig bezeichnen, doch es ist unerlässlich, ihre Bedeutung zu erforschen. Durch diesen Kanal nähern wir uns Fohat* oder der atomaren Energie. Es ist notwendig, dem Mikrokosmos Aufmerksamkeit zu schenken und die Formel in die Unbegrenztheit zu übertragen.

 

       237. Es müssten sich einige westliche Wissenschaftler finden, die frei von Vorurteilen damit beginnen, die Bedingungen der psychischen Energie zu studieren. Gewiss, die Höhen des Himalaja ermöglichen wissenschaftliche Forschungen.

 

       238. Wie mächtig spiegelt sich die kosmische Energie im menschlichen Organismus! Jedes kosmische Feuer findet im menschlichen Organismus Widerhall. Wie vieles kann man durch einen geistigen Zugang zum Studium aller offenbarten der Zentren entdecken. Würde man den menschlichen Organismus als Widerspiegelung der Erscheinungen des Kosmos betrachten, könnte viel Gleichklang wahrgenommen werden; und die Zentren würden sich der Wissenschaft als feurige Erscheinung

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kundtun. Nur ein geistiger Zugang wird die Bedeutung aller kosmischen Entsprechungen mit den menschlichen Widerspiegelungen enthüllen.

       Die Zentren können als Sammler der kosmischen Energien betrachtet werden. Es ist richtig, an die unmittelbare Speisung der höchsten Zentren zu denken. Das Sonnengeflecht nimmt jede gesandte Energie auf und nährt bewusst die offenbarten Zentren.

       So ist das Verständnis für die feurigen Zentren die bedeutendste Aufgabe. Die medizinische Wissenschaft wird nur dann imstande sein, eine Krankheit festzustellen, wenn sie die Entsprechung mit den kosmischen Energien kennt.

 

       239. Nur durch einen geistigen Zugang kann man der Hierarchie nahekommen. Der Gleichklang des Herzens und das Verstehen der Macht des Dienstes müssen jedwedem Beginnen zugrunde liegen. Jede Abkehr vom Brennpunkt wird zur Zielscheibe für einen feindlichen Pfeil. Daher kann man nur durch die Verteidigung des großen Brennpunkts ein Mitarbeiter werden. Wahrhaftig, so kann man ans Ziel gelangen!

 

       240. Erst wenn die Menschen nicht nur Feuer und Strahlen erforschen, sondern auch die menschlichen Sekrete, wird an die Veränderung des Körpers gedacht werden können. Merkwürdigerweise begreifen die Menschen die mächtigen chemischen Prozesse, die in ihrem Körper vor sich gehen, doch zugleich betrachten sie die Produkte dieser Prozesse nur als Abfall. Es ist offenkundig, wie mächtig Blut und Speichel sind. Es ist auch offenkundig, welch ungewöhnliche Stärke das Blut des Pflanzenreiches, nämlich der Baldrian, einer Pflanze verleiht. Ebenso machtvoll sind der Speichel und andere Drüsenausscheidungen.

       Doch man muss die Ursachen der zu- oder abnehmenden Einwirkung der Energie dieser

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Produkte untersuchen. Der Speichel des Zorns ist giftig, der Speichel der Güte hingegen segensreich. Ist es denn nicht wichtig, solche allgemein bekannten Erscheinungen zu erforschen, die durch keine mechanischen Präparate ersetzt werden können?

       So nähern wir uns wieder dem verloren gegangenen Wissen über die Substanz der psychischen Energie und gelangen zu jenem geheimnisvollen Atma, das in der Medizin des Altertums in der gefunden wurde, indem man die Drüsenprodukte nutzte. Man muss es verstehen, dem feurigen Element das unbrennbare Atma entgegenzusetzen.

 

       241. Man muss Atma als die Energie des Raumes verstehen, gereinigt durch unaufhörliches Rotieren gleich gewaltigem Buttern. Man muss verstehen, dass Geist und Atma zusammenwirken wie Elektron und Proton. Es ist nicht Unser Brauch, einen Kurs über Chemie und Biochemie zu halten, aber Unsere Aufgabe ist es, den Anstoß zu geben und die Aufmerksamkeit in Richtung der größten Not und Gefahr zu lenken. Vielleicht ist gerade jetzt die gefährlichste Zeit! Man kann ihr nicht nur durch die Stärke des Geistes widerstehen, sondern auch mittels unseres Organismus.

 

       242. Die finstere Kraft fürchtet gewiss am meisten, dass sich das Licht durchsetzt. Alle Diener der Finsternis spannen ihre Kräfte an, wenn der Diener des Lichts den Raum mit dem Erlass der Herrscher sättigt. Die Menschheit kennt erhabene Beispiele solchen Ringens und des Sieges des Lichts.

       Gewiss, jeder erhält den Lehrer, der seinem Bewusstsein entspricht. Ebenso verhält es sich mit der Kette der Finsteren, die vom Bewusstsein des Bösen erfüllt sind und dem Licht ihren Entschluss entgegenstellen. So werden die Kräfte im Kosmos von verschiedenen Bekräftigungen angespannt. Daher kann man bestätigen, dass

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das Licht die Finsternis besiegt. So wird das Leben der Unbegrenztheit aufgebaut.

 

       243. Die Legende über Christophorus[38] entspricht der Legende über die Last der Welt. Die Menschen müssen an jenen Grenzen, wo der Geist die Erscheinung des Unbegrenzten erkennt, eine gewisse Last verspüren. Die anderen Naturreiche kennen diese Qual nicht, weil sie noch nicht die Stufe der Bewusstwerdung erlangt haben. Gewiss, auch die Bewusstseine vieler Menschen schlummern; aber für jene, die bereits über die fernen Welten nachgedacht haben, ist die Last der Welt unvermeidlich.

 

       244. Dieselben Menschen werden begreifen, dass Schweigen nicht Untätigkeit ist. Wenn Ich zum Schweigen rate, bedeutet das nicht, in Schlaf zu versinken, sondern im Gegenteil, auf die Macht der Hierarchie zu erklingen.

       Man muss alle Siebenjährigen dazu erziehen, an die Hierarchie zu denken, denn nach dem siebenten Lebensjahr erlangt ihr Bewusstsein schon für das ganze Leben unauslöschliche Spuren.

 

       245. Im Raum finden viele Verschiebungen statt, und es ist nicht verwunderlich, wenn die Ströme in neuen Rhythmen übermittelt werden. Diese Rhythmen sind ziemlich schwer, weil sie von zufälligen Schwingungen herrühren, die sich durch den Zusammenprall mit den Strömen des Raumes ergeben; die Welle ist zehn Schläge zu lang und daher ermüdend.

       Darüber hinaus ist es unmöglich, das Entstehen neuer Nebelbildungen vorauszusehen, die durch das Verschieben der Ströme aufkommen. Man kann die neuen Nebel nur beim Aufflammen der letzten Feuer wahrnehmen.

 

       246. Beim kosmischen Aufbau nähert sich das räumliche Feuer der Erdfeste, wenn alle entsprechenden Energien angespannt sind.

[Russisches Original. Seite 112.]


Schöpfung kann nur dann ins Leben treten, wenn alle Hebel zur Verschiebung bestrebt sind. Daher tritt jede Völkerverschiebung entsprechend in Erscheinung, und das Alte wird durch einen neuen Verlauf ersetzt. Darum ist das Karma jeder Verschiebung durch eine ganze Reihe entsprechender Verwirklichungen vorherbestimmt. Die Erdkruste trägt viele karmische Spuren, die zwecks Erneuerung getilgt werden müssen. Deshalb muss die Menschheit in Entsprechung nach Erneuerung streben. Der erhabenste und richtigste Pfad ist die Hierarchie!

 

       247.[39] So muss bei kosmischen Verschiebungen unbedingt ein neuer Grundton erklingen. Jede Stufe hatte ihr eigenes Karma. Für das neue Manwantara muss der Raum vom Ruf nach der Hierarchie durchdrungen sein. Nur so können die besten Seinsgrundlagen ins Leben treten. Daher ist Unsere Lehre so lebendig. Daher ist Unsere Hierarchie so machtvoll. Daher ist der große Brennpunkt gegeben, denn alles sammelt sich um das Korn, und jede Stufe hat ihre eigene Sättigung.

 

       248. Jeder Pflüger wünscht den Pflug, der die breiteste und tiefste Furche zieht. Gewiss, warum das Feld zweimal durchschreiten, und warum nicht zu den fruchtbarsten Schichten vordringen? Die Tiefe der Furche sei die Verehrung der Hierarchie, die Breite der Furche die unentwegte Bewegung. Lasst uns darauf achten, wo es der Verehrung der Hierarchie ermangelt und wo man die Höheren Weisungen nicht befolgt. Lasst uns bemerken, wo Neigung zum Rückzug besteht. Jedes Übel muss ausgerottet werden. Man muss darauf achten, indem man sich im Geist erhebt, wo es ungeschützte Stellen gibt.

[Russisches Original. Seite 113.]


       249. Gewiss, die Evolution des Geistes erfordert Verfeinerung, ohne die man nicht aufbauen kann. Jeder, der sich als Diener der Kultur betrachtet, muss Synthese bekunden, denn wie können ohne umsichtiges Verhalten die Stufen der Kultur errichtet werden?

       Daher muss jede Grundlage um der Bestätigung der Welt willen bewahrt werden. Kultur entsteht nicht durch grobes Verhalten gegenüber den feinen Energien und dem Denken, sondern durch schöpferisches Verhalten von Umsicht und Verantwortlichkeit. Daher muss man beim Aufbau an die Verfeinerung denken und an das Streben zu den höheren Sphären. So wird die Evolution des Geistes erlangt.

 

       250. Vergesslichkeit, Zerstreutheit, Heuchelei und Neugierde gehören zu den Unvollkommenheiten, die ausgemerzt werden müssen. Jede dieser Eigenschaften kann als Verrat betrachtet werden, denn ihnen entspringt das Niederste. Man muss verstehen, dass die Folgen für einen selbst unvermeidbar sind. Ein beschränktes Bewusstsein geht unter in Fehlern, und indem es versucht, sich zu rechtfertigen, mit anderen Worten, sich selbst zu belügen, sinkt es erst recht zu Boden.

       Durch viele Leben kann man beobachten, wie der Garten der Wirkungen blüht. Früher oder später muss man von der Schädlichkeit der Fehler überzeugt werden. Der wahre Prüfstein wird das Bewusstsein sein: „Ist das nicht Verrat?“ Man muss schließlich erkennen, wie vielfältig Verrat ist. Neben dem klassischen Kuss können viele feine Aspekte von Verrat entdeckt werden.

 

       251. Jeder Grad der Entwicklung erfordert seine Spannung. So viele Offenbarungen, die durch die Entwicklung bestätigt sind, gehen aus Mangel an Entsprechung verloren. Daher müssen für

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die Anpassung an große Pläne große Maßstäbe angelegt werden. Wie kann man einem kleinen Bewusstsein Verständnis der Hierarchie einflößen?! Jeder Zwerg hält seine Arbeit für die wichtigste, doch im Dienst der Riesen müssen die Maßstäbe durch den Geist bestätigt werden. Wahrhaftig, man muss vergleichen zwischen den offenbarten mächtigen Maßstäben und dem Zwergenreich. Daher ist es unzulässig, auf dem Pfad dem Zwergenreich entsprechende Maßstäbe anzulegen. Erhabene Wege erfordern ein erhabenes Verständnis.

 

       252. Wenn daher Streben den Geist durchdringt, entwickelt sich entsprechend das Verständnis für die Notwendigkeit, höhere Maßstäbe anzulegen. So muss zwecks Fortschritt verstanden werden, wie sorgfältig man sich gegenüber der Hierarchie verhalten muss. Daher muss das Bewusstsein den großen Begriff Hierarchie bestätigen. So kann man ohne den offenbarten Brennpunkt weder etwas erreichen noch aufbauen. Schöpfung kann sich nur durch die Bestätigung des Brennpunkts entfalten, so bestimme Ich.

 

       253. Viele Legenden veranschaulichen die Gefahr, mehrere Gurus zu haben. Lasst uns eine davon erzählen:

       Eine fromme Frau hatte drei Söhne. Jeder von ihnen wählte einen ehrwürdigen Rischi zu seinem Guru. Aber einer von ihnen griff den Gedanken auf, seine Kräfte zu vermehren, indem er zwei weitere Rischis bat, sein Führer zu sein, obwohl seine Mutter ihn vor der Gefahr solch unbesonnener Tat gewarnt hatte. Es kam die Zeit, wo die Rischis begannen, die drei das Fliegen zu lehren. Der dritte bat die beiden anderen Rischis, seine Flüge zu verstärken, damit er seinen Brüdern zuvorkomme. Aber die von drei Stellen gesandten Windstöße

[Russisches Original. Seite 115.]


kreuzten sich, und der leichtsinnige Gefährte wurde in der Luft in Stücke gerissen, während seine Brüder sicher in die Richtung der von ihnen gewählten Rischis flogen.

       So gedenken die Menschen des Gesetzes der Hierarchie. Man möge sich dieses Gesetz zu eigen machen. Von jedem Standpunkt des Wissens bestätigt die Wissenschaft andere Lebensgesetze; nur sollte man nicht mit schiefem Blick schauen.

 

       254. Jede Erschütterung der Grundlagen verdirbt das ganze Gewebe. Es bedarf der Offenbarung bestrebter Hingabe wie Öl für die Hebel. Uns ist es gleichgültig, warum etwas bei Hingabe nicht getan wird, doch oft sehen Wir, wie eine schon fertige chemische Reaktion sich auflöst. So sollte man die Klinge des Schwertes schärfen, denn Erfolg ist nicht ferner als die Länge des Speeres. Hütet den Begriff Hierarchie!

 

       255. Der Aufbau bedarf der festen Grundlagen, und nur die Unerschütterlichkeit des Geistes kann die erforderliche Richtung bestätigen. Spannen die Baumeister des Lebens daher ihre Kräfte für den Aufbau an, geschieht dies immer gemäß kosmischer Festsetzung. So sind die Baumeister des Lebens die Träger des Höheren Willens, und die Macht des Feuers lenkt den Geist zum Kosmischen Magneten. Wahrhaftig, die Baumeister des Lebens kennen den Höheren Willen. Die Schöpfung wird durch die Bestätigung der Hierarchie vermittelt, und nur wenn der Geist die Erkenntnis der Hauptgrundlagen erstrebt, kann sich die schöpferische Entsprechung einstellen. Wahrhaftig, die Hierarchie ermöglicht eine schöpferische Kette und den Aufbau des Lebens.

       (…)

 

       256. Es heißt: „Wo dein Fuß hintritt, werden Lilien erblühen. Wo dein Haupt ruht, werden sich

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die Saphire der ganzen Welt sammeln.“ So wird vom guten Boten gesprochen. Wenn Wir einen Boten entsenden, verschwenden Wir keine Zeit für das Wiederholen der ganzen Lehre, sondern der Befehl wird aus wenigen Worten bestehen, denn der erwählte Bote kennt die Lehre und verehrt die Hierarchie. Diesem Boten gebühren die Saphire und die Lilien. Man sollte nicht in letzter Stunde etwas wiederholen, denn das Ross stampft mit dem Huf, obgleich es die Länge der Reise nicht kennt.

 

       257. Gewiss, die Sekretionen dienen den okkultesten Handlungen, und nicht nur die Substanz selbst, sondern auch ihre Ausstrahlungen haben Anteil an der Schöpfung der Welt. Was ihr über Paracelsus[40] und seine Homunculi[41] erwähntet, ist sehr charakteristisch, denn dieser Mikrokosmos kann leicht zum Makrokosmos vergrößert werden. Und die Lehre über die erhabenen geistigen Sekretionen hat eine große Grundlage. Man kann sich sicherlich vorstellen, wie groß Unser Interesse an jenen Organismen ist, die schon den Grad des „Löwen“ überschritten haben.

 

       258. Beim kosmischen Aufbau spannen sich alle Verschiebungen, und jedes Volk bestimmt im Voraus sein Karma und seinen Platz in der Evolution. Nach jedem Beispiel vermag man zu beurteilen, welche Stufe das scheidende Volk in unserer Evolution einnahm und welche Stufe das Volk, das sich der Verschiebung unterzieht, einnehmen wird. So werden die Geschichtsstufen unserer Zeit erkannt, und man kann verfolgen, wie unterschiedlich die Spannung der Völkerverschiebungen verläuft.

       Wodurch wird ein Volk in seinem geschichtlichen Fortschritt zurückgehalten? Wie kann ein Volk seinen Impuls zum Aufstieg bewahren? Nur auf dem Weg der Hierarchie und der Kenntnis des Höchsten Willens. Diese

[Russisches Original. Seite 117.]


Hebel können die Menschheit zu der ihr bestimmten Verwirklichung führen. Mit diesem Bewusstsein vermag man der Zusammenarbeit mit den höheren Sphären näherzukommen. Nur so kann sich die Volksverschiebung als Aufstieg erweisen.

 

       259. So leistet jeder Geist durch seine Aufspeicherungen und Taten einen Beitrag für sein Volk. So spannt jeder Geist seine bewussten Impulse. Das Karma eines Volkes kann seinen Aufstieg herbeiführen, wenn jeder Geist seine Verantwortung erkennt. So kann man bestätigen, dass persönliches, Gruppen- oder Volks-Karma vom völligen Erkennen der Hierarchie abhängt. Die Schöpfung der von Uns entsandten Feuerträger für die Verbesserung der Lebensbedingungen wird von Uns bestätigt.

 

       260. Wie oft muss der Gärtner den ihm anvertrauten Garten gießen? Sicherlich jeden Tag, ausgenommen bei einem segensreichen Regenschauer. Wenn die Menschen ihre Fensterläden schließen, flicht der Gärtner Körbe für die reifenden Früchte. Wahrlich, der Regenschauer befreit den Gärtner von der Arbeit des Wassertragens.

       Verhält es sich nicht ebenso mit der Lehre? Gewiss, man sollte die Grundlagen der Lehre jeden Tag wiederholen. Jede Stunde sollte man die Lehre vor der Pest der Alltäglichkeit schützen. Doch bei einem Wirbelwind bedarf die Lehre keines Schutzes, denn allein in ihr wird man einzige Hoffnung des Menschen entdecken. Dann wird man die Köpfe von der Erde abwenden und vielleicht zum ersten Mal die fernen Welten sowie das Feuer des Himmels wahrnehmen.

       Der Gärtner nennt den Regenschauer Segen. Werden wir nicht dasselbe vom Wirbelwind sagen, der uns an das Raumfeuer und das künftige Sein denken lässt?

 

       261. Lasst uns die kosmischen Wirbelwinde nicht so verstehen wie

[Russisches Original. Seite 118.]


die Tiere, die etwas Unbegreifliches wittern und sich in der Finsternis ihrer Höhle zu verstecken suchen. Doch ein erleuchtetes Bewusstsein weist den Kampf nicht von sich und kann, vorbereitet durch die Lehre, jeden auf den Schild der Erleuchtung gerichteten feindlichen Pfeil zerbrechen. Man kann sogar das Krachen des vereitelten feindlichen Schlages vernehmen. Wir bedauern den, der den Rückschlag empfängt, der sich nach dem Gesetz verzehnfacht. Ist es nicht wunderbar, im Leben die Anwendung der großen Gesetze der Gerechtigkeit zu erfahren? Man kann lange über sie sprechen, doch ihre Anwendung im Leben ist überzeugend.

 

       262. Unser Aufbau kann unter beliebigen Lebensumständen fortgesetzt werden. Bereits oftmals konntet ihr euch von dem beklagenswerten Zustand unseres Planeten überzeugen. Unermüdlich sprechen Wir von den dringenden Erneuerungen des Lebens, doch die Menschheit ist taub. Kosmogonie wird den Menschen mit der Suppe oder dem Nachtisch bei ihren Mahlzeiten gereicht, aber nicht als Lebensgrundlage. Man macht sich die Hypothesen vieler Experimentatoren zu eigen, doch die Hierarchie wird nicht anerkannt. Viele Schläge stehen bevor; man muss sich mit ganzer Kraft an die Hierarchie anschließen! Man muss Unseren Ratschlägen äußerste Beachtung schenken! Ich spreche nicht abstrakt, sondern zwecks Ausführung.

 

       263. Jeder Unserer Ratschläge ist bereits vielmals gegeben worden, doch das Leben der Menschen ändert sich nicht. Aber man muss den Raum speisen, denn es gibt viele Zuhörer. Ist es nicht gleichgültig, in welchem Körper sie sich befinden? Ihr alle spürt die große Spannung. Jeder spürt auf seine Art das vorausgesagte Jahr. Deshalb sage Ich: Hütet eure Gesundheit,

[Russisches Original. Seite 119.]


bewahrt euren Lebensmut, denn ohne Uns gibt es kein Vorwärtskommen. Horcht mit drei Ohren!

 

       264. Es wird darauf hingewiesen, dass vor allem vergossenes Blut räumliche Wesenheiten anzieht. Gewiss, so ist es! Aber wir dürfen nicht vergessen, dass alle Ausscheidungen die gleichen Eigenschaften besitzen. Jede räumliche Wesenheit gleicher Stufe strebt zu Blut und Speichel. So ist selbst eine entzündete Haut für diese Wesenheiten zugänglich. Das lymphatische[42] Wesen der Medien hat die gleiche Eigenschaft. So mieden die Priester des Altertums lymphatische Diener und Schüler. Zur Isolierung von Sekretionen benutzte man Platten aus Antimon[43].

       Die gegebene Emulsion hat die gleiche Isolierfähigkeit und bewahrt nicht nur die Zirkulation der psychischen Energie, sondern steigert sie sogar. Man kann bemerken, wie die Emulsion völlig unschädlich Ablagerungen aus der Haut auslaugt. So bieten die Emulsion äußerlich und das Pulver innerlich den besten Panzer. Die Lymphe erhält eine Art Hülle und erweist sich sogar als nützlich. So kann man sich durch einfache Mittel vor unerwünschter Umgebung beträchtlich schützen.

 

       265. Zum Erkennen der Hierarchie ist es erforderlich, sein Verständnis zu erweitern. Ohne Erweiterung wird es weder Tiefe noch Weite geben. Nur dadurch wird Hierarchie ins Bewusstsein eingehen und im Leben angewendet werden. Nur dadurch wird Hierarchie den Begriff Herkömmlichkeit verwandeln. Der Kampf wird sich in Energieanstieg verwandeln. Verleumdung wird zu einem Megaphon. Müdigkeit wird die Notwendigkeit des Arbeitswechsels anzeigen.

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Liebe wird zur Lichtfackel. Talent wird zum Machtanstieg. Beharrlichkeit wird die Verkürzung des Pfades bedeuten. So wird sich jede Eigenschaft und Beschaffenheit verwandeln.

 

       266. Das Offenbaren der Hierarchie gewährleistet die Umwandlung von Gewöhnlichem in Wertvolles und von Nichtigem in Bedeutendes. Es ist leicht festzustellen, wie die Anhänger der Hierarchie mit wahren Werten bereichert wurden. So wird es eines Tages möglich sein, die Biographien der Anhänger der Hierarchie zu veröffentlichen. Ein überzeugendes Bild wird enthüllt werden; doch um Ergebnisse zu erzielen ist es wirklich erforderlich, die Hierarchie mit ganzem Herzen, ohne Vorbehalt anzuerkennen.

 

       267. Wenn sich der Kelch der Weltereignisse füllt, dann lodert der feurige „Kelch“ eines Agni Yogi. Das Gesetz der Entsprechung wirkt machtvoll. Diesen Gleichklängen wohnt die Verbindung der Welten inne. Wenn daher das feurige Gesetz die alten Bestätigungen ablöst, widerhallen die feinfühligen Zentren vom Weltenklang. So wird die Verbindung durch den Widerhall der Zentren angespannt.

       Deshalb fühlt die Mutter des Agni Yoga angespannt das Überströmen des Kelches der Welt. Darum muss der feurige Schatz so sehr gehütet werden. Wenn die Zeit der großen Erfüllung naht, erbebt die Welt; wenn sich die große Wandlung vollzieht, widerhallen die feinen Zentren. So wird die Welt des großen Gleichklangs gedenken; und Unsere Annalen werden der Welt die feurigen Zeichen hinterlassen. So werden die offenbarten Testamente vollzogen werden. Ja, ja, ja!

 

       268. Die Menschen hören von der Anwendung der inneren Feuer für die künftige Evolution, übersehen aber die Bedeutung dieser Feuer für die gegenwärtige Zeit. Man wird fragen: „Was ist die treffendste Bedeutung

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des in uns verborgenen Feuers?“ Es ist schwer vorzustellbar, doch es besteht kein Zweifel, dass unser Feuer der Hauptregulator der Erdbeben ist. Die flammenden Zentren, die Leiter des Raumfeuers, ersticken das unterirdische Feuer. Man kann verfolgen, dass die großen Lehrer ihre Apostel an Orte entsandten, die von einer Störung des feurigen Gleichgewichts bedroht waren. In Zukunft könnten in dieser Hinsicht viele Versuche durchgeführt werden.

       Außerdem wirkt der Magnet des Feuers auch auf das menschliche Bewusstsein; mit anderen Worten, das Feuer verfügt über die größte Anwendungsmöglichkeit. Feuer ist der mächtigste Leiter. Sicherlich, das Entfachen des Feuers ist nicht leicht, besonders wenn die Ströme so gespannt sind, doch man kann sicher sein, dass gerade dieses Feuer der von den Alchimisten so sehr geheim gehaltene Talisman ist.

 

       269. Die Berührung mit dem Raumfeuer spannt alle Zentren. Wie eine magnetische Welle zieht das Feuer die inneren Feuer an. Der Strom des Raumes fließt durch alle feinfühligen Zentren und Nerven; deshalb spiegelt sich jede kosmische Welle so gewaltig in den lodernden Zentren wider. Wenn das unterirdische Feuer auszubrechen droht, werden die Wellen des Raumfeuers entsprechend gespannt. Es gibt nur wenige, welche die große Entsprechung im Kosmos verstehen können. So vereint das offenbarte Gesetz alle kosmischen Erscheinungen. Wir müssen jene Macht annehmen, die uns zu den höchsten Gesetzen führt - die Macht der Hierarchie. Ja, ja, ja!

 

       270. Einfach und machtvoll wird das Leben vom großen Gesetz der Hierarchie durchdrungen. Man braucht nur die ganze erwiesene Macht anzunehmen und wird

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den ganzen offenbarten Umfang feststellen können. So sollte das Bewusstsein zum großen Gesetz der Hierarchie streben.

 

       271. Indem wir unsere Lunge mit Luft füllen und einen Rhythmus des Atems herstellen, können wir unseren Körper auf der Wasseroberfläche halten. Es ist nicht schwer, sich vorzustellen, dass wir durch eine weitere Zutat auf dem Wasser gehen können. Die Feuer der Lunge fügen diese notwendige Bedingung hinzu. Es ist ähnlich wie bei Experimenten mit dem Feuer im Ballon: Wie er sich mit Gas füllt, so wird das innere Feuer wirksam.

       Ebenso kann man sich Levitation vorstellen, wenn die Feuer der Lunge in Erscheinung treten. Das räumliche Feuer verbindet sich mit den entfachten Zentren und zieht wie ein Magnet den feurigen Körper an.

       Der Lehrer verweist auf diese Möglichkeiten als Bedingungen für den verdichteten Astralkörper. Wahrhaftig, der Lehrer spricht bei den Experimenten für die Bildung eines neuen Körpers von feurigen Menschen.

 

       272. Gereiztheit ist gewiss der größte Schaden für die Feuer. Es wird geraten, bei Anzeichen von Gereiztheit zehnmal tief Atem zu holen. Das Einatmen von Prana* hat nicht nur eine psychische, sondern auch eine chemische Bedeutung, denn Prana ist segensreich für die Feuer und erstickt Gereiztheit.

 

       273. Die Menschheit legt jede hinterlassene Bestätigung auf ihre Weise aus. Auf ihre Art entstellt sie jedes höhere Testament. Auf ihre Art wendet sie jedes große Prinzip im Leben an. Auf ihre Art erklärt sie jeden manifestierten Willen. Wie können das Große im Kleinen und das Kosmische im Persönlichen enthalten sein? Wie kann der große Diener der Vernunft und der ganzen Menschheit von einem Bewusstsein verstanden werden, das nur

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seinen eigenen Herd zulässt? Wie kann ein selbstloser Führer im Verständnis nichtiger Alltäglichkeit bestätigt werden? Nur wenn ein Funke Hingabe zur Hierarchie im Herzen brennt, werden die Tore offen stehen. Nur Dankbarkeit dem Lehrer gegenüber kann den Zugang zu den Toren erschließen. Jeder, der seinen eigenen Pfad wählt, muss die Einsamkeit seiner Bahn erkennen; denn nur Liebe und Hingabe zur Hierarchie reihen den Geist ein in die Kette des Lichts. So bestimmt jeder sein Karma. Nur durch Licht nähern wir uns dem Licht.

 

       274. Die Menschen befassen sich mit der Offenbarung der Grenze zwischen Gut und Böse. Dieser Erscheinung sind viele Legenden gewidmet. Es wird erzählt, dass zur Feststellung dieser Grenze ein Erzengel sein strahlendes Schwert zwischen Gut und Böse setzte. Gewiss, es ist schlecht, im Bereich des Bösen zu weilen, doch es ist ebenso schmerzlich, sich zu nahe an die feurige Klinge zu drängen. Doch die Menschen streben danach, sich an diesem Schwert zu verwunden.

       Deshalb lasst uns jene Menschen erkennen, die mit dem Auge sehen und mit der bewussten Schau des Herzens verstehen. Sie werden weit vorausstreben und sich so zum fernen Leuchtturm emporziehen. Diese Anker einer fernen Schifffahrt sind so wertvoll. In den Gezeitenwellen werden die üblen Flecken des Bösen weggewaschen. Besonders heutzutage sollte man diese fernen Anker auswerfen. Man kann feststellen, dass kleine Entfernungen ihre Bedeutung verlieren. Der große Plan der Einheit umfasst die Erweiterung der materiellen und der geistigen Dimensionen.

 

       275. Die Berührung mit einer räumlichen Leitung offenbart einen mächtigen Gleichklang der feurigen Zentren. Die Berührung mit dem räumlichen Feuer ruft neue

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Anspannungen hervor. So kann die Erhabenheit des Gleichklangs im Kosmos bestätigt werden.

       Wie ist es möglich, dass die Menschen über die großen, das Leben leitenden Prinzipien nicht nachdenken? Die Führenden Kräfte auszuschließen bedeutet, den silbernen Faden zu trennen und sich aus der Kette der Hierarchie auszuschließen. Der Planet ist krank, weil ihm die höchsten Prinzipien verlorengingen. So muss man die lebendigste Kenntnis von den großen Prinzipien und des alle Welten verbindenden silbernen Fadens offenbaren. So bestätigen Wir die Prinzipien der Hierarchie.

 

       276. Wie viele unnötige Erscheinungen schaffen sich die Menschen selbst! Wie viele überflüssige karmische Behinderungen schaffen sie sich! Und dies alles nur aus Unwilligkeit, die Hierarchie in ihr Herz aufzunehmen. So können alle Bestätigungen nur dann ins Leben treten, wenn das Bewusstsein die Hierarchie aufnehmen kann. Alles Böse in der Welt entsteht infolge Auflehnung gegen das große Prinzip der Hierarchie. Jeder Sieg wird nur durch das Prinzip der Hierarchie erfochten. Deshalb muss man in der bestätigten Hierarchie äußerst gefestigt sein.

 

       277. Wahrlich, im Grunde entsprechen die inneren Feuer dem elektrischen Licht. Je größer die Spannung, desto stärker das Licht. Der purpurne Stern ist das Zeichen äußerster Spannung. Ihr habt die Reaktion einer ähnlichen Spannung verspürt; sie entspricht Unserer ständigen Spannung. Fasst das Phänomen der Relativität[44] entsprechend der Unbegrenztheit auf. Die Unwissenden denken oft, die Spannung der höheren Welten sei geringer als ihre eigene. „Wie im Himmel, so auf Erden“; die große Spannung der höheren Sphären lässt sich jedoch mit dem irdischen Kampf

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nicht vergleichen. Man kann sich leicht vorstellen, dass die Probleme im Raume anwachsen.

 

       278. Man möge verstehen, wieviel komplizierter das Karma von Gruppen, Staaten und Völkern ist. Durch die herkömmlichen Grenzen der Menschheit wird ihre Verflechtung nicht verringert, sondern nimmt zu. Man kann spüren, wie sich das Verhältnis zwischen den Mächten des Lichts und jenen der Finsternis verschlimmert, was die mangelnde Entsprechung der Reaktionen der Natur verstärkt. Man kann sehen, wie sehr die schwachen Geister in Verwirrung geraten, wie sehr die Besessenheit ansteigt und wie sehr diese Besessenheit das Karma verkompliziert. Der irdische Kampf aber sollte niemanden verwirren, denn man muss begreifen, dass er sich in Unbegrenztheit steigert.

       Kann es dort, wo das Chaos des Nichtoffenbarten tobt, leicht sein? Der Kette der Hierarchie entlang kann das angespannte Herz den Widerhall der Spannung der kosmischen Schlacht spüren.

 

       279. Beim Aufbau großer Stufen kann man bemerken, wie die zentrale Kraft alles für die Evolution Erforderliche um sich herum sammelt. Wie ein Magnet des Brennpunkts zieht der Führer des Fortschritts alles zu sich heran, indem er die alten Anhäufungen hinwegfegt und neue Ströme schafft. So wurden in der Geschichte von diesen Führern Länder erbaut. Man kann bestätigen, dass durch vollständige Nachfolge der Hierarchie jede kosmische Aufgabe erfüllt werden kann. Die Menschheit hat am meisten durch ihre Absonderung vom Höheren Willen gelitten. Nur durch die Verwirklichung der großen Vereinigung mit der Höheren Macht kann die Erfüllung der Höheren Gesetze erreicht werden. Ohne das Verstehen des Höheren Willens kann die mächtige Hierarchie sich nicht entwickeln.

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       So entsteht jede Stufe durch das Bewusstsein des bestätigten Willens, durch den sich alle höheren Entsprechungen anspannen. So können aus der Schatzkammer so viele offenbarte Möglichkeiten herbeigezogen werden. Wird der Höhere Wille nicht anerkannt, wird der ganze Aufbau erschwert. Daran sollte gedacht werden. Jeder Aufbau gründet auf seinem Brennpunkt. Daher muss man in bewusstem Streben zur Hierarchie wirken.

 

       280. Lasst uns auf den Begriff Liebe zurückkommen. In jedem Buch muss besonders diesem fundamentalen Begriff ein beachtlicher Platz eingeräumt werden; besonders weil unter dem Begriff Liebe so viel Gegenteiliges verstanden wird. Es wird richtig aufgezeigt, dass Liebe ein führendes und schöpferisches Prinzip darstellt. Das heißt, dass Liebe bewusst, bestrebt und selbstlos sein muss. Die Schöpfung erfordert diese Bedingungen. Und wenn Liebe durch Kraftlosigkeit, Auflösung und Dienst an sich selbst gekennzeichnet ist, wird sie nicht jenen höchsten Begriff der Menschheit bilden, der den Begriff der Heldentat erweckt. Das bis zum Rand von Liebe erfüllte Herz wird tatkräftig und tapfer sein und sein Fassungsvermögen erweitern. Ein solches Herz kann ohne Worte beten und sich in Segen baden. Wie sehr bedarf die Menschheit der Erkenntnis des Feuers der Liebe! Solchem Feuer entspricht ein purpurner Stern der höchsten Spannung.

 

       281. Es ist erforderlich, die fundamentalen Begriffe des Seins genau zu erkennen. Für jene, die ein flammendes Herz besitzen, ist die Liebe zur Heldentat nicht streng, doch sie erschreckt jene, die ihre Schwächen lieben und zögern, weil sie ihr eigenes illusionäres „Ich“ umarmen. Liebe, die Welten bewegen kann,

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gleicht nicht der Liebe im Morast, wo die Gebeine überlebter Relikte modern. Über dem Morast befinden sich die Irrlichter des Zerfalls, doch das ewige schöpferische Feuer des Herzens irrt nicht umher; über die Stufen der Hierarchie steigt es ungestüm empor zum Höchsten Licht. Liebe ist das führende schöpferische Prinzip.

       Unerträglich ist das Höchste Licht, doch die Hierarchie verbindet mit diesem blendenden Gipfel. Dahin, wo man erblinden könnte, führt die Hierarchie einen erleuchteten Geist. Liebe ist die Krone des Lichts.

 

       282. Das Fundament, auf dem alles erbaut wird, muss vor Zersetzung bewahrt werden. Das Fundament, das alles stützt, muss durch die besten Bestrebungen geschmückt werden. Denn auf den Steinen des Fundaments steht das Bauwerk. Denn auf dem Fundament ersteht jede Verwirklichung. Wie können die Menschen mit den Fundamenten umgehen, ohne zu verstehen, dass der Grundstein das Wesentlichste ist? So viel ist vom Menschen zerstört worden, weil er versäumte, seine Perlen zu würdigen, und er das Wesentlichste dem Hagel preisgab! So muss die Menschheit die große Bedeutung der Macht des Fundaments ermessen und mit ihrem ganzen Geist die Hierarchie annehmen.

 

       283. In der Stunde menschlicher Ungerechtigkeit denkt an die Gerechtigkeit des Raumes. Wahrhaftig, es gibt Landkarten von den höchsten Bergen, keine indes von den tiefsten Abgründen. Selbst jene, die von Flügen des Geistes weit entfernt sind, ziehen die Gipfel den Abgründen vor.

       Richtet sich eine Karawane nach dem schwächsten Glied, so basiert die Geschichte auf den Stärksten. Gedenken wir daher jenes wunderbaren Wesens, das erwählt,

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was für die Evolution am wertvollsten ist. Wenn wir sicher sind, dass wir der Evolution dienen, können wir uns auf die Gerechtigkeit des Raumes verlassen. Aber diese Gerechtigkeit verordnet nötige Vorsicht den finsteren Kräften gegenüber. Sie nähern sich gewöhnlich nicht unmittelbar. Sie wählen nicht weniger als drei Mittelsmänner. Sie wissen, dass ihre Aura leicht erkannt werden kann, und deshalb wählen sie eine Kette der An-hängerschaft, wobei sie die Abstufung sehr fein bestimmen. Wir sprechen nicht zufällig über die Vielfalt des Verrats.

 

       284. Wenn Ich über die Schwarzen spreche, so rate Ich, ihre raffinierten Methoden zu beachten und zu erkennen, wie geduldig sie zum Ziel kriechen und dass sie Schultern wählen, hinter denen sie sich verbergen. Ihr seht keine Schwarzen, sondern Graue und fast Weiße. Doch dieser Telegraph erfordert große Aufmerksamkeit.

 

       285. Krebs kann durch psychische Energie geheilt werden, denn Mangel an psychischer Energie im Blut lässt diese Krankheit entstehen. Häufig wird die psychische Energie infolge geistiger Verausgabung erschöpft, wie es bei Ramakrischna[45] und anderen Glaubenskämpfern der Fall war. Sicherlich verfügten sie über einen großen Vorrat an Energie, doch sie sandten sie auf weite Entfernung aus und blieben zeitweilig ungeschützt. Gerade dann ist eine Annäherung an die Hierarchie nötig, weil sogar Glaubenskämpfer in ihrer Selbstaufopferung mitunter ihre Kräfte weit über das zulässige Maß hinaus verausgaben. So sprechen Wir der Evolution wegen wiederholt von der Hierarchie, um eine zweckmäßige Anwendung der eigenen Kräfte für die Kette

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der Höchsten zu bestätigen. Darum sage Ich: „Hütet eure Gesundheit, um sogar durch diese Voraussetzung an der Hierarchie festzuhalten.“

 

       286. Der Höhere Wille! Wer denkt an ihn? Wer wird darüber nachdenken, was vom Höheren Willen bestätigt wird? Viele beteuern, dass ihnen verständlich ist, was der Höhere Wille wünscht, doch die Menschheit nimmt nur ihre eigene Richtung wahr, ohne den Lauf der Evolution in Betracht zu ziehen. Daher häufen sich die Gegenströme. Und die Menschheit hat ihren Schutz eingebüßt, weil sie sich dem Höheren Willen widersetzt. So ist es nötig, die ganze kosmische Bedeutung des Höheren Willens zu verstehen.

 

       287. Wenden wir uns dem Begriff der Hingabe zu. Auch dieser Begriff ist vielen Entstellungen ausgesetzt. Hingabe gleicht weder einer Windmühle noch einem gedungenen Sänger von Lobpreisungen. Sie gleicht eher einem festen Turm auf einem Gipfel, den die Feinde aus Furcht meiden, aber in dessen Gemächern für einen Freund immer ein Obdach bereitsteht. Hingabe ist das Gegenteil von Zweifel, der nichts anderes ist als Unwissenheit. Das bedeutet, dass Hingabe auf Bildung beruht. So ist gesetzmäßige Erkenntnis mit Hingabe verbündet. Sie ist weder Leichtgläubigkeit noch Leichtsinn, sondern Festigkeit und Standhaftigkeit. Allerdings wird der Turm der Hingabe weder durch gelegentliches Abmühen noch durch schwache Entschlusskraft errichtet; Hingabe kann nur durch Verrat verletzt werden. Aber die Türme der Hingabe sind wertvoll! Solche Aschrams ziehen wie Magnete mächtige Herzen an. Sie sind Pflanzstätten von Geistigkeit. In der Nähe dieser Türme verwandelt sich selbst die materielle Natur.

 

       288. Die kosmischen Gesetze werden von

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der Menschheit wenig verstanden. Alle Lebenseinrichtungen laufen dem Kosmos zuwider. So macht sich die Menschheit nur wenige sichtbare Wirkungen zu eigen, weigert sich aber, die Schätze des Kosmos anzunehmen. Die Gründe dafür sind Unglauben und Finsternis. Deshalb hat Zwietracht um sich gegriffen. Wie kann man der Menschheit die kosmischen Gesetze bestätigen, wenn vor der Menschheit solch eine Mauer von Verneinung erstand? So entspricht jedes große Gesetz dem Leben und den führenden Gesetzen. So kann man auf die Kette der Hierarchie bauen, die zum Gipfel offenbarter Schönheit führt.

 

       289. Die Prinzipien der Verwirklichung der kosmischen Gesetze sind im Geist verwurzelt. Das Streben zum Dienst öffnet immer die offenbarten Tore. So tritt unser Sieg immer durch das Gesetz des Strebens und jenes der Standfestigkeit des Geistes ins Leben. So wird sich die Bestimmung erfüllen. Ich bezeuge es! Wird daher der von Uns bestätigte Brennpunkt wirklich gehütet, wird der Magnet wirksam.

 

       290. Gewöhnlich sagt ein Arzt seinem Kranken: „Sobald der Sommer kommt, werden Sie aufs Land gehen in die Sonne. Sie werden vom Bergwind oder von der Meeresbrise genesen.“ Selbst ein irdischer Arzt heilt durch Hinweis auf die Zukunft. Karma ist die Krankheit der Vergangenheit. Ihre Heilung liegt in der Zukunft. Gerade der, der sich von der Vergangenheit befreien will, kann in die Zukunft streben. Das mit seinem ganzen Wesen bezeugte Streben behütet einen vor dem Absturz; als Beispiel nehmt die sich bewegenden Himmelskörper.

       So erinnert euch, dass Ich aufzeigte, wie man auf dem Wasser gehen kann, Ich sagte aber nicht, dass man auf ihm stehen kann. Karma kann durch unentwegtes Streben gewandelt werden.

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       291. Die Bewegung in die Zukunft gleicht der Bewegung einer Flamme. Man kann staunen, wie das Feuer, zuweilen sichtbar und zuweilen unsichtbar, lebt, schwingt und das Gleichgewicht der Welt hütet. So wollen wir in die Zukunft streben, denn gestützt durch das feurige Element werden wir nicht fallen. Aber das Feuer kann nur durch eine Tat des Geistes entfacht werden.

       So lasst uns für den irdischen Plan die höchsten Gesetze anwenden. Selbst Karma vermag man zu wandeln; das heißt, dass durch Streben in die Zukunft alle irdischen Zustände umgewandelt werden können. Befolgt Meine Weisung im Leben. Die Teilchen wertvoller Energien haften nur dem Strebenden an.

 

       292. Der Aufbau der großen Stufen der Evolution vollzieht sich auf ungewöhnlichen Wegen. Jede neue Stufe bringt der Menschheit immer eine Bestätigung, welche die Gedanken zu neuen mächtigen Möglichkeiten antreibt. So spannt der Höhere Wille in Übereinstimmung mit dem Kosmischen Magneten auch jede Energie. Es gibt keine Bestätigung, die nicht verwirklicht werden kann, wenn sie vom Höchsten Willen gesandt wurde. Es gibt kein Streben, das nicht anerkannt würde, wenn es vom Höchsten Willen gesandt wurde Daher muss die Menschheit nur zur Hierarchie streben. Dieser kosmische Begriff beinhaltet wahrhaftig alle Möglichkeiten des Aufbaus.

 

       293. Die Menschheit versagt deshalb dermaßen, weil sie sich vom Höheren Willen absondert. Daher bestätigen Wir so mächtig den Brennpunkt, denn der Höhere Wille kann nur vom Zentrum empfangen werden. Daher rufen Wir so mächtig auf zur Hierarchie. Wahrhaftig, man muss die Schätze tief im eigenen Inneren bewahren, auf ihnen bauen Wir Unser Werk auf. Jede

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Schöpfung, die den Tiefen des eigenen Inneren entspringt, ist ein Beitrag zur Evolution.

       Lasst uns über die Bedeutung eines erhabenen Gedankens nachdenken. Lasst uns über die erhabene Macht der Feuer der Tara nachdenken. Lasst uns über die Hingabe des Herzens nachdenken. Lasst uns über die Unbesiegbarkeit jener nachdenken, die im Namen des Herrschers einherschreiten.

 

       294. Die kompliziertesten Gesetze lassen sich oft mit den einfachsten Apparaten demonstrieren. Das Karma-Gesetz ist kompliziert, doch nehmt die Ruhmkorff-Spule[46] oder einen anderen Zylinder, und ihr werdet eine anschauliche Vorstellung über Karma erhalten. Der Strom läuft ohne Unterbrechung der Spirale entlang, doch die Schutzwicklung ist allen äußeren Einwirkungen ausgesetzt; außerdem berührt jeder Faden den Faden der vorhergehenden Runde, die vorhergehenden Folgen mit sich tragend. So ändert jede Stunden das Karma, denn jede Stunde ruft die entsprechende Vergangenheit hervor. So kann man die ganze Reihe vergangener Erscheinungen berühren.

       Doch dieses anschauliche Beispiel zeigt zugleich, wie unverletzlich das Geisteskorn ist; und zu den Höhen strebend erhält es seine Hülle, ohne das Vergangene zu fürchten. Wahrhaftig, Karma ist nur für jene bedrohlich, die in Untätigkeit versinken. Doch ein strebender Gedanke befreit sich von der Last der Vergangenheit und strebt wie ein Himmelskörper vorwärts, ohne seinen Weg zu wiederholen. So kann man auch mit einem schweren Karma eine nützliche Befreiung offenbaren.

 

       295. Lasst uns sehen, wie die Menschen den Dienst an dem Herrscher und der Hierarchie verstehen. Wer glaubt, nur durch Gebete aufsteigen zu können, ist vom Dienst weit entfernt. Wer wünscht,

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in seiner Arbeit die beste Anstrengung für das Wohl der Menschheit zu leisten, muss den Herrscher in sein Herz aufnehmen. Wer seine eigene Bequemlichkeit nicht aufgibt, kennt den Dienst an der Hierarchie nicht. Wer die Weisungen der Hierarchie nicht annimmt, versteht nicht zu dienen. Nur wenn das Herz bereit ist, die vom Höchsten Willen gesandte Bestätigung bewusst aufzunehmen, kann man sagen, dass der Höhere Dienst angenommen wurde.

       So sind Wir weder Liebhaber von Beerdigungsriten noch von nichtigen Anrufungen zum Herrscher. Wir schätzen das Streben der Schüler zum Dienst an der Hierarchie. So kann man leicht beobachten, wie jemand, der den Dienst im Geist nicht angenommen hat, den Herrscher und die Hierarchie mit Worten so lange verehrt, als dies für ihn angenehm erscheint.

       Wir beachten daher jede Anstrengung, die der Hierarchie die Last abnimmt, im Kleinen wie im Großen. So erklären Wir in Unserer Schöpfung: verehrt nicht in Worten, sondern durch Taten. So bedauern Wir es, wenn Wir Verehrung in Worten wahrnehmen, aber nicht in Taten.

 

       296. So ist die Menschheit ein Sammler und ein Umwandler der hohen Energie, die Wir psychische Energie zu nennen übereingekommen sind. Die Bedeutung der Menschheit liegt darin, diese Energie im Bewusstsein umzuwandeln und mit Hilfe der Hierarchie in die höheren Sphären zu lenken.

       Die Menschen haben das Verständnis für ihre eigene Bestimmung verloren und entfernten sich damit vom Verstehen der Verantwortung. So erinnern Wir erneut an die Grundlage des Seins. Wieder einmal muss man der großen Leitung näher kommen und die Prinzipien der Lebensäußerung erkennen.

       Ihr bemerkt, wie sehr Wir gegen den Spiritismus eingenommen sind, aber Wir sprechen oft über die feinstofflichen Körper. Wir belächeln den gegenwärtigen

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Hypnotismus, aber Wir sprechen über Strahlen und Magnete. Wir geben den Rat, die Arzneimittelbücher zu überprüfen, aber Wir geben einige grundlegende Heilmittel.

 

       297. Worauf ist denn die Aufmerksamkeit zu richten? Man muss begreifen, dass der Vervollkommnungsprozess die Grundlage der Evolution ist. Er ruft zur Vereinfachung auf sowie zum unmittelbaren Verkehr mit den höheren Welten. Man kann sehen, wie Pranayama* und andere künstliche Methoden verschiedener Yogasysteme durch ein einfaches, feuriges Herz ersetzt werden können. Gewiss, diese Einfachheit ist relativ. Der flammende feurige Pfad führt dahin. Doch genau gesagt ruft sie das ins Leben, was als Abstraktion und Märchen abgelehnt wird. Ich meine, dass jedes Streben nach Erkenntnis schnelle Erfüllung erlangen sollte. Die Menschen fragen, warum Wir das Streben zur Evolution nicht erzwingen. Doch selbst ein schlichtes Kindermädchen sagt dem Kind: „Sei wie ein Erwachsener, finde selbst!“

 

       298. Sobald die Menschheit erkennt, was durch die Wirkungen menschlicher Handlungen im Raum aufgeschichtet wird, wird es möglich sein, den Planeten zu heilen. Gleich den Gasen vergiften sie die Erde und verdichten die Atmosphäre. Daher sollte man über die offenbar gewordenen Folgen nachdenken. Die Menschheit hat vergessen, dass die Sühne sich auf karmischem Weg vollziehen muss. Daher kann jede aufgeschichtete Stufe durch Streben zum höchsten Gesetz der Hierarchie umgewandelt werden. Die Kette der Großen Hierarchie verleiht der ganzen Welt Leben, und die Annahme dieses Gesetzes kann einen neuen Zugang

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zu Energien erschließen. So kann man eine bessere Stufe errichten.

 

       299. Jeder Begriff hat sein Gegengewicht. Die Verehrung der Hierarchie hat ihr Gegengewicht im Begriff der Bürgschaft. Wenn sich Verehrung der Hierarchie nach oben richtet, so richtet sich die Bürgschaft nach unten.[47] Es gibt sogar einen Teraphim der Bürgschaft. Ihr habt die Bürgschaft durch einen Teraphim gesehen; so unvernichtbar ist die Bürgschaft, wenn Hierarchie erkannt wird. Ich bezeuge: So unwandelbar wie der Lehrer, so sicher ist die Bürgschaft.

       Sprecht daher das Wort Lehrer nicht leichtsinnig aus. Doch wenn ihr es ausgesprochen habt, denkt nicht daran, diesen silbernen Faden zu trennen. Der Leichtfertige kann die Folgen an einem einfachen Beispiel erkennen - er möge ein geflochtenes Gummiband an der Wand befestigen und mit geschlossenen Augen und ganzer Kraft daran ziehen - ein keineswegs unnatürlicher blauer Fleck wird die Folge sein. Was kann sich dann aus dem Trennen des silbernen Fadens ergeben? Wieder einmal wird das scheue und unzüchtige Bewusstsein von Drohungen sprechen, doch jedes Gesetz, jede Maschine, wenn unrichtig behandelt, kann Unannehmlichkeiten bereiten.

 

       300. Gerade durch Liebe sollte man lehren, wie weise mit dem heiligen Begriff Lehrer umzugehen ist. Es gibt keine dreißig Silberlinge, für die man verschiedene Lehrer anheuern kann. Ebenso weise muss man Schüler auswählen. Der gleiche silberne Faden verbindet jeden Lehrer mit jedem Schüler. Ist die Bürgschaft einmal ausgesprochen, wird sie zur Grundlage des Karma. Nach den Lebensereignissen kann man beobachten, wie unabänderlich das Ausgesprochene ist. Niemand kann

[Russisches Original. Seite 136.]


sich mit Unkenntnis der Gesetze herausreden. Deshalb ist es besser, dies auf jeder Buchseite zu wiederholen, als einen unheilvollen Irrtum zuzulassen, der eine widerliche Spur von Folgen nach sich zieht. Das Gesetz sollte nicht streng, sondern lebendig verstanden werden. Nicht mit Worten, sondern mit dem Herzen muss man diesen Rat annehmen. Nicht grundlos verschließen die Zähne die Zunge.

 

       301. Majestätisch ist die Zeit! Denkt daran, dass während Moses auf dem Berg die Gesetzestafeln vorbereitete, das Volk im Tal dem Wahnsinn verfiel; aber dennoch wurde das Kalb der Gesetzlosigkeit vor dem Höchsten Testament zerstört.

 

       302. Das Streben der Menschen wird immer an ihrem Dienst, sei es für das Licht oder für die Finsternis, gemessen. Danach kann ihre Bestimmung im Leben beurteilt werden. Das Schlimmste ist halbherziges Denken und Streben. Die Zerstörer bauen immer nur auf halbherzigem Streben. Es gibt nichts Schlimmeres als einen halbherzigen Diener, denn er verbirgt sich hinter der Halbheit. Deshalb ist Uns ein offener Feind des Lichts lieber. Wir lassen die kleinen Würmer, die während des Nebels herauskriechen, zu großen Schlachten nicht zu. Solche Halbheit muss verbannt werden. Immer und auf jede Weise sollte man den Umgang mit halbherzigen Menschen meiden. Solche von den Schülern offenbarte Halbheit wirft sie Tausende Jahre zurück, und deshalb muss man wissen, wann man das eigene Bewusstsein zu behaupten hat. So werden Diener des Lichts Halbheit nicht zulassen.

 

       303. Das Verderblichste ist, wenn von der Halbheit jemand eingenommen ist, der behauptet, auf dem Pfad zu sein, weil sich dann zwischen Gedanken und Taten ein Zwiespalt ergibt.

[Russisches Original. Seite 137.]


Daher ist Halbheit der Feind der Lehre. Und wenn Wir Halbheit in Bezug auf die Hierarchie wahrnehmen, muss diese zerstörende Verwirklichung ausgemerzt werden. Denn ohne Ganzheit kann es keinen Aufbau geben. Daher müssen die Schüler verstehen, wie wichtig es ist, gänzlich bestrebt zu sein.

       Dabei muss man auf persönliche Bequemlichkeit, persönliche Eitelkeit, persönliche Selbstbemitleidung und persönliche Selbsttäuschung verzichten und immer daran denken, dass die Hierarchie nicht belastet werden darf. Das sollte von jenen bedacht werden, die unter Dienst verstehen, dem Herrscher und der Hierarchie etwas aufzubürden.

 

       304. Das Wort Mahatma wird mit Große Seele übersetzt. Manche stellen sich die Mahatmas als eine völlig abgesonderte Rasse vor. Man sollte sich eine Große Seele nicht als völlig abgesondert vorstellen. Jeder Mahatma begann seinen Aufstieg inmitten eines Volkes und hatte bloß den Mut, den schweren Pfad der Großen Seele zu wählen. Neben Kühnheit empfand sein Herz auch Empörung des Geistes, denn wie könnten die Feuer anders entflammt werden?

       Durch diese Feuer verwandelt sich die kostbare Substanz der Sekretion in eine heilende Substanz. Man kann gewahren, wie der Speichel eines feurigen Wesens eine Entzündung heilen und in erstarrten Zentren die Lebensenergie wiederherstellen kann. Zugleich mit der okkulten Eigenschaft der Sekretionen gibt es die Heilkraft des Handauflegens. Es ist lehrreich, die Sekretionen schlummernder Zentren mit den Ausstrahlungen der feurigen Substanz zu vergleichen. Wenn Ich für gewöhnliche Organismen zu pflanzlichen Heilmitteln rate, dann gibt es für den, der mehr weiß,

[Russisches Original. Seite 138.]


ein machtvolles Laboratorium okkulter feuriger Aussonderungen.

 

       305. Mein letztes Buch verstehen nur wenige. Wer wird die okkulte Eigenschaft des Speichels des Erlösers[48] oder des Händeauflegens des Moses schätzen? Die Menschen sind nicht gewohnt, ein feuriges Herz zu würdigen. Das Buch kann jenen helfen, die bereits spürten, wie die Sonnenschlange sich zu regen beginnt. Sie vollführt ihre Windungen inmitten feuriger Ausbrüche.

       Es ist unmöglich, sich das Hervorbrechen der unterirdischen Feuer ohne den Ausbruch der Feuer des Herzens vorzustellen. Ihr kennt die üblichen Ausbrüche des Yogi, die durch nichts anderes ersetzt werden können, denn dieses Gas des Feuers muss austreten und sich mit dem Feuer des Raumes verbinden. Doch selten erlangen die Yogis diese Verbindung mit dem kosmischen Feuer. Wir nennen diesen Entwicklungsgrad heilig, denn das Licht des Feuers der höheren Welten verbindet sich mit den Strahlen planetarer Yogis. Das ist der kürzeste Pfad zu den Mahatmas.

       Fürchtet keine Anspannung, genau das ist der Pfad. Lasst euch nicht durch Wehmut beunruhigen, sie kommt vom Feuer. Ärgert euch nicht, denn das Herz liebt diese Wurzel nicht.

 

       306. Wenn Ereignisse sich auftürmen, wird das unterirdische Feuer entsprechend angefacht. Wenn eine Verschiebung der Kräfte vor sich geht, sollte man den kosmischen Feuern Beachtung schenken. In einem Fall erfolgt Erneuerung, im anderen Verschiebung. Überall gehen die kosmischen Erscheinungen vonstatten, und das räumliche Feuer sättigt jeden vorübergehenden Prozess. Die Kraft des Volkes wird durch einen entsprechenden Geist genährt, und die gleiche Anziehungskraft verbindet die Völkerverschiebung.

[Russisches Original. Seite 139.]


Deshalb kann man sagen, dass die Anspannung des Kosmos sich auf alle Länder überträgt. So kann sich die Menschheit nicht von der allgemeinen Verwirklichung absondern. Daher strebt das höchste Gesetz zum Allgemeinwohl, und der menschliche Geist bedarf des Strebens zum höheren Gesetz.

 

       307. Daher muss die Menschheit die Schönheit der höheren Gesetze verstehen. Was wird denn den Weg zur Schöpfung weisen, wenn nicht das wahre Verstehen und die Verehrung der Hierarchie? Was zieht denn den Geist zum Höchsten, wenn nicht die Nachfolge des Gesetzes der Hierarchie? Was drängt denn den Geist zur Offenbarung der Wahrheit, wenn nicht das Verstehen der Hierarchie? Daher muss man für ein höheres Verstehen die Hierarchie in sein Herz aufnehmen und unentwegt dem höchsten Gesetz der Hierarchie zustreben.

 

       308. Ein erfahrender Seemann runzelt die Stirn bei Todesstille des Meeres, weil er das Aufkommen eines Sturmes errät; aber er lächelt bei stürmischem Wind, weil er eine erfolgreiche Schifffahrt voraussieht. Von solch einem Seemann sagt man, er kenne das Meer. Wir sagen, er kennt das Leben, wenn er zwischen inneren und äußeren Erscheinungen zu unterscheiden vermag.

       Manche Toren schreien „Meuterei“, wenn sie den Ausruf eines Töpferwarenhändlers vernehmen, und sie frohlocken über die Ruhe geschlossener Marktläden. Unser Weg ist es, zu lehren und zu beobachten, wie anders aber ist das Denken liederlicher Menschen. In den Schulen sollte der Unterricht des Denkens und Beobachtens der Lebensvorgänge eingeführt werden. Oft kann man bemerken, dass ein Kind den verborgenen Sinn eines Geschehens besser als ein Erwachsener begreift. Nur nach dem inneren Gefühl können wir einer genauen Einschätzung näherkommen.

[Russisches Original. Seite 140.]


Wir ziehen eine ruhige Oberfläche dem Sturm vor und beachten das Flattern der Türvorhänge nicht. So werden wir die Gestaltung der Ereignisse begreifen.

 

       309. Im Kampf der Kräfte zwischen Licht und Finsternis wird die Bahn jedes Lagers festgelegt. Das Lager des Lichts wird sicherlich vom Zentrum der Spannung genährt, und das Ziel des Lichts stellt die Zielscheibe für die Finsternis dar. Wenn sich daher die Kräfte im Kampf gegenüberstehen, sollte alles zum Zentrum Gehörige gehütet werden. Das Hauptfeuer des Raumes wird sich im Zentrum befinden, und das Sperrnetz sollte geschützt werden. So verschlingt die Bahn des Lichts die Finsternis.

 

       310. Wenn die Kräfte des Lichts und der Finsternis in Anspannung sind, muss auf die Gesundheit geachtet werden, denn das Raumfeuer tobt und die Finsternis ist angespannt. Doch in allen Unseren Manifestationen sollte man den Sieg erblicken. Wenn alles Alte, für die Evolution und die Epoche des Feuers Untaugliche zusammenstürzt, dann verbleibt nur der eine Anker, der die Menschheit retten wird: Der Anker der Hierarchie, der die gesamte Kette vereint und ungeteilte Macht verleiht. So sollte man sich unbegrenzt in der Hierarchie festigen.

 

       311. Beachten wir, wie die Schwarzen arbeiten. Man muss ihre besonderen Gewohnheiten beachten. Nie werden sie gegenüber einem unbedeutenden Menschen ungehalten sein. Sie erachten die ersten Stufen des Dienstes als besonders nützlich für sie. Nichtigkeit ist auch bei Verrat nichtig. Gerade Verrat bildet die Hauptgrundlage des Unterminierens durch die Schwarzen. Um verraten zu können, muss man etwas wissen. Dieses relative, nicht durch Ergebenheit gestärkte Wissen kann auf den ersten Stufen gefunden werden.

[Russisches Original. Seite 141.]


Man muss wissen, dass Verurteilung auf schwankende Ergebenheit wie Feuer wirkt. Es ist traurig zu beobachten, mit welch unmerklichen Versäumnissen sich der Schüler selbst in Gleichgültigkeit zu verstricken beginnt, indem er beredsame Rechtfertigungen findet.

       Wie die Messerklinge die Scheide, so verliert das Herz sein Schutznetz. Ohne Scheide verletzt die Klinge den Träger selbst. Aber solche Sporen führen nicht zur Heldentat, sie führen nur zur Gereiztheit. Wenn ein Tag mit Herabsetzung des Lehrers erfolgreich vorüberging, warum nicht auch morgen mit Lästerung gegen das Höchste vorgehen? Ist aber der silberne Faden gerissen, so ist die Klinge der Verknöcherung schon unwiderruflich geschärft.

 

       312. Es ist notwendig, die Schwankenden zu beachten, denn die Ansteckung durch sie ist groß. Oft sind sie sogar bereit, in die schwarze Masse zu versinken, jedoch die von ihnen verbreitete Lästerung verwundet viele Unschuldige.

       Ihr rüstet euch mit Recht gegen Gleichgültigkeit, sie zersetzt jedes Vorhaben, und welche Feuer können aus der Kälte der Gleichgültigkeit hervorgehen? Den Lehrer bestätigen gleicht dem Begießen von Blumen. Der begossene Garten wird nicht verdorren. Wir sind besorgt, weiter voran zu bringen. Wir bestätigen neue Dimensionen. Gleichgültigkeit gegenüber Unseren Feststellungen ist unstatthaft!

 

       313. Ist der Geist von Streben erfüllt, gibt es keinen Platz für Gleichgültigkeit. Ist der Geist entflammt, gibt es keine Gleichgültigkeit. Diese Eigenschaft macht immun gegen Gleichgültigkeit. Nur wenn der Geist zu Egoismus neigt, kann der Tod des Geistes eintreten. Deshalb sollte man den Geist flammend

[Russisches Original. Seite 142.]


vor Gleichgültigkeit schützen, wo das Übel nistet, das durch vernachlässigtes Streben entsteht, wo dieses Übel einen Schlag versetzt, der seine Wirkungen auslöst. Es ist schwer, die infolge Gleichgültigkeit entstandene Wurzel des Übels zu ermitteln. Nur endloses wachsames Streben kann Schutz für den Aufbau bieten. Wenn man ein großes Werk errichtet, muss man begreifen, dass Egoismus und Gleichgültigkeit unzulässig sind.

       Deshalb fordern Wir, dass der erste Gedanke dem Lehrer gewidmet wird. Kann der Schüler vorwärtskommen, wenn er sich selbst auf den ersten Platz stellt? Gestalten Wir nicht alles im Großen Namen? Legten Wir dem Fundament nicht Schönheit zugrunde? Wir haben der Welt die großen Fundamente gegeben. Daher muss jeder Gedanke als die Grundlage des großen Aufbaus geschätzt werden. Wahrlich, eine erhabene Zukunft steht bevor!

 

       314. Unter den Begriffen des Mutes ist der Mut des flammenden Herzens der unbezwinglichste – wenn der Krieger, voller Entschlossenheit und in vollem Bewusstsein der Heldentat nur den Pfad des Fortschritts kennt. Mit diesem heldenhaften Mut ist nur der äußerste Grad des Mutes der Verzweiflung vergleichbar. Die Verzweiflung flieht in derselben Eile vor der Vergangenheit, in welcher der Mut des flammenden Herzens die Zukunft bewältigt. Wo es daher an Mut des flammenden Herzens mangelt, möge es den Mut der Verzweiflung geben. Nur so können die Krieger siegen, wenn es einen gewaltigen Angriff gibt. Alle anderen Arten von Mut sind bedeutungslos, weil ihnen Halbherzigkeit innewohnt. Diese an Feigheit und Verrat grenzende Eigenschaft muss gemieden werden.

[Russisches Original. Seite 143.]


       315. Die Neugestaltung der Welt spannt alle Kräfte des Kosmos. Würde die Menschheit verstehen, dass Neugestaltung Streben des Geistes erfordert, wäre es leicht, das Gleichgewicht in der Welt herzustellen. Aber die Völker überdenken nicht, was sie auf die Waagschale legen und wo das Übergewicht liegt. Daher ist das chaotische Denken für die Menschheit so zerstörerisch, und so sinken die verschobenen Völker in die Tiefen, ohne Maßnahmen für geistige Verwandlung zu ergreifen. Deshalb ist es an der Zeit, geistiges Suchen zu erwägen. Wenn die kosmischen Perturbationen mächtige Anspannung erfordern, muss die Menschheit wissen, wo sie das Zentrum der Rettung zu suchen hat.

       Daher wird das Suchen nach einem geistigen Zentrum unvermeidlich zur Hierarchie führen. Die Menschheit hat die notwendige Rettungsformel verloren. Daher ist der Rettungsanker der Brennpunkt der Hierarchie. Nur bewusste Suche und die Bestätigung der Hierarchie werden Rettung bringen. Ja, ja, ja! Deshalb gaben Wir die Grundlagen der Taten und Werke, die auf Schönheit gründen.

 

       316. Heilen durch den Duft von Blumen, durch Harze und Samenkörner lässt sich ins tiefe Altertum zurückverfolgen. So hat die Rose nicht nur Ähnlichkeit mit Moschus, sondern schützt auch vor Imperil. Im Altertum galt ein Rosengarten als Ort der Inspiration. Freesien sind sehr wohltuend für das sympathische Nervensystem, das in einem Yogi so heftig vibriert. Gerstensamen ist für die Lunge unübertrefflich. Pfefferminze ist euch bereits bekannt, ebenso das Harz der Zeder sowie andere Harzarten.

       So sind Parfüms jetzt bereits sinnlos geworden, wie andere verschmähte Werte. Doch dem Keim des Wohlgeruches liegt ein nützliches, aber vergessenes Wissen zugrunde.

       Gewiss, die Gifte des Altertums waren sehr fein.

[Russisches Original. Seite 144.]


Die neuen Entdeckungen von Narkotika sind verhältnismäßig grob, vor allem deshalb, weil sie den Intellekt vernichten - mit anderen Worten, gerade das, was für die Erhaltung des Gleichgewichts bei allen psychischen Experimenten so notwendig ist. Ein flammendes Herz ohne geistiges Gleichgewicht ist unmöglich. So muss man an alle Einzelheiten denken, die einen der Hierarchie näher bringen.

 

       317. Die Schüler auf dem Pfad des Dienstes müssen das beste Streben ihres Geistes und Bewusstseins aufwenden. Beim Schaffen sollte man verstehen, dass nur die Anwendung der besten Offenbarungen entsprechende Ergebnisse bringt. Erwarten wir deshalb nicht dort schöne Ergebnisse, wo der Geist nicht seine besten Bestrebungen aufwandte!

       Oft wundern sich die Menschen, warum ihre Unternehmen erfolglos sind. Dann wollen wir fragen: „Habt ihr eure besten Impulse angewendet? Haben sich nicht Oberflächlichkeit, die Stumpfheit der Unbeweglichkeit, Nachlässigkeit und Mangel an Eifer gegenüber der Hierarchie eingeschlichen?“ So kann man auf Ursache und Wirkung gründende Entsprechung erwarten.

       Man muss verstehen, dass jede unbedachte Tat, jede nicht zielgerichtete Tat, so viele unnötige und schädliche Folgen mit sich bringen kann. Die Schüler auf dem Pfad müssen ihr besten Bestrebungen sowie Eifer gegenüber der Hierarchie entfalten.

 

       318. Vor allem muss man Wachsamkeit in sich entwickeln und unermüdlich die Schöpfung hüten, welche die okkulte Hierarchie umgibt. Nur wenn Schüler diese Eigenschaft erlangen, können sie hoffen, dass sich der ihnen bestimmte Erfolg einstellt. Deshalb sollte für alles,

[Russisches Original. Seite 145.]


was sich um den Brennpunkt herum ereignet, äußerste Gewissenhaftigkeit und Wachsamkeit bekundet werden. Jeder unbedachte Fehler wird seine Blüten treiben.

 

       319. Man fragt: Warum zögern Wir so oft, die Feinde zu vernichten. Dafür gibt es viele Gründe. Wir wollen zwei nennen:

       Erstens: karmische Bedingungen. Man kann Nahestehenden leicht Schaden zufügen, indem man einen Feind beunruhigt, der durch Karma an sie gebunden ist. Das kann mit einer sehr heiklen Operation verglichen werden, bei dem der Arzt ein krankes Glied deshalb nicht entfernt, weil damit eine Arterie gefährdet wäre. Durch die karmischen Bindungen sind die wechselseitigen Beziehungen ungewöhnlich verworren. Wir erachten es als nützlicher, den gefährlichen Reisegefährten abzusondern, als die ganze Karawane aufzuhalten.

       Der zweite Grund ist, dass Feinde sich als Quelle der Energieanspannung erweisen. Nichts kann die Energie so sehr stärken wie Widerstand. Warum deshalb künstliche Hindernisse schaffen, wenn die Finstern mit ihrer ganzen Kraft dafür sorgen, unsere Energie wachsen zu lassen?

 

       320. Welche Unternehmen treten ohne große Anspannung ins Leben? Jede schöpferische Stufe ist die Bestätigung großer Kämpfe. Jeder Kampf hat seine Bestimmung und jedes Muster seinen Sinn. So müssen jene, die mit den Kräften des Lichts voranschreiten, wissen, dass es ohne angespannten Kampf keinen Sieg gibt.

       Wenn sich daher die Stufe eines großen Sieges verwirklicht, müssen die Schüler des Lichts die ganze Unbezähmbarkeit des Geistes und die ganze Standfestigkeit der Taten spüren. Als die Bestätigung der großen Fundamente der Menschheit übergeben wurde, ist jede Anspannung als weiterer Impuls für den neuen Aufbau angenommen worden. So ist in der Evolution jedes Banner durch die Größe

[Russisches Original. Seite 146.]


der bekundeten Standfestigkeit verwirklicht worden. Wahrhaftig, nur so kann man siegen!

 

       321. Man kann den Prozess der inneren Feuer mit einigen Parallelen des physischen Feuers vergleichen. Nehmen wir die Flamme eines Lötkolbens. Beachtet, wie die Flamme unter dem Druck ihre gelbe Färbung verliert und von Blau in Silber und Purpur übergeht. Beachten wir außerdem, wie die Flamme sich senkt. Gleicherweise werden unter dem Druck des kosmischen Wirbels unsere Feuer gespannt.

       Diese seltenen Erscheinungen sollten berichtet werden, denn sie zeugen von der Teilnahme an der kosmischen Schlacht. Wenige können sich solch einer Teilnahme rühmen. Kein chaotisches Zittern, sondern eine Truppe der Heerscharen des Lichts ist nötig, um die Finsternis zu durchdringen. Und wie segensreich ist der drückende Wirbel, der uns in den aufbauenden Kampf drängt! Neue Gedanken können in diesem Kampf verwirklicht werden, aber man sollte die Richtung des Schlages kennen, und darauf verweisen Wir.

 

       322. Hierarchie und der Aufbau eines neuen Bewusstseins erweisen sich als die Grundsteine der Evolution. Jeden Tag kann man den Beweis eines solchen Fortschritts wahrnehmen. Aber die Menschen bringen diese vielfarbigen Blätter der Feuerblume selten zu einer Synthese. Es mangelt an Mut, sich auf den Ruinen der alten Welt als lebend zu erkennen. Aber selbst ein Baumfäller weiß, in welche Richtung der Baum fallen wird, denn er will nicht zermalmt werden. Im Gegenteil, gelassen errechnet er die Menge des neuen Bau- und Brennmaterials. So muss man sich der kosmischen Schlacht erfreuen!

 

       323. Würden die Menschen verstehen, worauf sich

[Russisches Original. Seite 147.]


die irdische Überlegenheit aufbaut, könnten wahrhaftig die höchsten Prinzipien gegeben werden. Aber wer dachte über das Prinzip der schöpferischen Impulse nach? Wenn Absonderung erfolgt und das Gesetz verletzt wird, das durch das Recht des Großen Allseienden bestätigt wird, dann allerdings wird die Hauptgrundlage zerstört.

       Selbst Insekten kennen die Erhabenheit der Hierarchie. Das Wissen um die Lebensgrundlagen kann das Leben verwandeln, daher bietet allein die Erhabenheit des Gesetzes der Hierarchie der Menschheit das Streben zu den höchsten Stufen der Evolution.

 

       324. Darum erweist sich das geistige Wissen als solch mächtiger Führer, denn es führt immer zu den Grundlagen des Seins. So sollte man sich als höchsten Dienst den Begriff Hierarchie zu eigen machen. So führt das geistige Wissen die Schüler auf den Pfad zur Hierarchie. So sollte man mit der ganzen Kraft seines Geistes das Friedensbanner[49] entfalten, das alle Grundsätze der Kultur beinhaltet.

 

       325. Ein schwach entwickelter Verstand schwankt immer bei einem scheinbaren Widerspruch. Er kann Hierarchie nicht mit findiger Selbsttätigkeit vereinbaren. Gewiss, ohne Synthese werden die einheitlichsten Begriffe zerfallen wie ein Gemäuer ohne Zement. Die Erkenntnis der Synthese ist wie eine Stufe zur Verwandlung der Rasse. Die Bemerkung über die Unsterblichkeit der Einzeller besteht zurecht. Aber womit könnte man unsere ungleichartigen Elemente in eine Einheit bringen? Man kann eine Menge künstlicher Mittel abschaffen, indem man die schlummernden Kristalle der psychischen Energie ins Leben ruft. Sie können als unser Ursprung betrachtet werden. Nur einheitliches Verstehen der Erkenntnis des Strebens zur Bekräftigung

[Russisches Original. Seite 148.]


des Aufstieges erzeugt die Kraft der Verwandlung. Denkt nicht: „Das ist Abstraktion“! Ich rate vielmehr, das als Notwendigkeit für den Aufstieg der Rasse anzunehmen.

 

       326. Die Synthese muss als Instrument des Laboratoriums des Lebens verstanden werden. Merken wir uns diese Definition. Der Verstand, der den Entwicklungsgrad der Synthese erlangt hat, wird produktiv, moralisch, zusammenfassend, nicht reizbar und fähig, beharrliche Zusammenarbeit mit der Hierarchie zu bekunden.

       Wie kann man jemandem, der nicht über Ewigkeit nachdenkt und sich durch Stumpfheit jedem Aufruf verschließt, den Nutzen der Synthese erklären? Niemals wird er dafür Verständnis zeigen, dass das, was gesagt wird, auch ihn betrifft. Zufrieden wird er sich in einen vom Schneider empfohlenen Anzug kleiden und beruhigt sein, die Hierarchie des Schneiders anerkannt zu haben. Aber wir wollen den Schneider nicht beleidigen, denn die Menschen haben viele abscheuliche Hierarchien erfunden!

 

       327. Das Schwingen von Gegenständen kann vom Druck der psychischen Energie herrühren. Lichtschwingungen können auch auf die Umgebung einwirken. So wird der so genannte Magnetismus übertragen. Durch Schwingungen gelangt der Mensch zu einer ähnlichen Einheit von Wahrnehmung und Gleichklang.

 

       328. Wie schwer ist es für die Menschen zu erkennen, wodurch ihr eigenes Wohlergehen bestimmt wird. Sie denken, dass sie schaffen, sie denken, dass sie arbeiten, sie denken, dass ohne sie nichts vonstattengeht. Sie denken, in ihnen selbst sei die Grundlage.

       Wehe jenen, die sich das, was nicht von ihnen ausgeht, zuschreiben; denn diese Diener der Finsternis sind wahrhaftig die Zerstörer der lichten Unternehmen. Die Versuche dieser Finsteren bestätigen nämlich nur

[Russisches Original. Seite 149.]


ihre unverkennbare Vernichtung, denn Licht ist unbesiegbar. So erfolgt dort Selbstvernichtung, wo es Ungehorsam gegenüber der Hierarchie des Lichts gibt.

       Wenn die Finsteren sich Schöpfung zugutehalten, so ist dies nicht unbegründet, denn wahrlich, Djins* haben sich als Mitarbeiter des Lichts erwiesen. Jede böse Absicht ist die Bestärkung eines Sieges.

 

       329. Ist es möglich, dass die Finsteren blind sind und kein Verständnis für die Hierarchie bekunden wollen? Ist es möglich, dass die Bestätigung des Höchsten Gesetzes nicht als die einzige Rettung anerkannt wird? Wie wichtig ist es, in solch entscheidender Zeit das Gesetz der Hierarchie zu verstehen! So mögen die Verräter sich besinnen. So mögen die Diener der Finsternis sich besinnen, die sich der Hierarchie widersetzen. Wer die Hierarchie verleumdet, ist der größte Verräter.

 

       330. Wenn man die volle Verantwortung des Arztes, des Richters, des Priesters, des Lehrers, des Architekten und des Gesetzgebers vereint, entspricht dies einem Teil der Verantwortung eines Hierarchen. Aber bloß einem Teil, denn außer der irdischen Verantwortung obliegt ihm auch die der feinstofflichen und der geistigen Welt.

       Niemals rufen wir jemanden auf, die Rüstung eines Hierarchen anzulegen, denn nur der Geist selbst kann solch eine Verantwortung erwählen. Das Korn des Hierarchen wird gemäß einem bestimmten Strahl hervorgebracht.

       Wahrhaftig, die Macht des Aufstiegs fürchtet nicht die Verantwortung für die drei Welten. Dieser Mut ist wie ein Bindeglied der Welten; wie die Säule des Testamentes, wie das alles durchdringende Licht. So erstrahlen vor dem Thron der Verantwortung die Flügel der Heldentat.

 

       331. Ohne Kultur kann es keine internationale Verständigung und kein gegenseitiges Verstehen geben.

[Russisches Original. Seite 150.]


Ohne Kultur kann das Verstehen des Volkes nicht alle Forderungen der Evolution erfassen. Daher beinhaltet das Friedensbanner alle feinen Begriffe, welche die Völker zum Verstehen der Kultur führen werden.

       Die Menschheit versteht es nicht, dem Ehrfurcht entgegenzubringen, was Unsterblichkeit des Geistes ist. Das Friedensbanner wird Verständnis für diesen großen Wert wecken. Ohne das Wissen über die Erhabenheit der Kultur kann die Menschheit nicht gedeihen. Das Friedensbanner wird die Tore zu einer besseren Zukunft erschließen. Wenn die Länder der Vernichtung entgegengehen, dann müssen selbst die geistig Schwachen verstehen, worin der Aufstieg besteht. Wahrhaftig, in der Kultur liegt Rettung. So bringt das Friedensbanner eine bessere Zukunft.

 

       332. Mögen die Menschen es sich zu eigen machen, aus ihrem Herzen die vielen kleinen Lügen zu verbannen und im Leben die Wahrheit zu befolgen. Nichts ist so zerstörerisch wie eine bewusste schadenbringende Entstellung der Wirklichkeit. Sie stört den Rhythmus des Kosmos. Das unterirdische Feuer herrscht im Übermaß des Rhythmus.

 

       333. Im Zusammenwirken aller Energien kann der bestätigte Aufbau errichtet werden. Genauso ist es beim menschlichen Aufbau. Man muss bedenken, dass die positiven Kräfte unter dem Druck der negativen schaffen und die Schöpfung durch die Anspannung des in Erscheinung tretenden Drucks gesättigt wird. So ruft Schöpfung im Namen der Herrscher sicherlich Spannung hervor. Daher macht sich gerade im Dienst des Lichts solche eine Spannung kosmischer Kräfte geltend. Wenn solch ein mächtiger Aufbau verwirklicht wird, wie sollten sich da die Kräfte der Verschiebung nicht widersetzen?

 

       334. Wahrlich, das Friedensbanner wird alle kulturellen

[Russisches Original. Seite 151.]


Aufgaben vereinen und der Welt die so notwendige Errungenschaft bieten. Daher werden jene, die von bestrebtem Suchen erfüllt, auf alle Bestätigungen widerhallen. Wahrlich, unter diesem Banner werden sich die Völker vereinen.

 

       335. Die Menschheit muss viele unerlässliche Experimente durchführen. Imperil darf nicht nur als eine unheilvolle Erscheinung der scheidenden Rasse angesehen werden, sondern die Seuche des Imperils sollte auch erforscht werden. Dabei wird man feststellen, dass Imperil auf weite Entfernung hin wirkt und auf den feinstofflichen Körper einwirken kann. Imperil prallt in Missklang mit dem Raumfeuer zusammen. Menschen, die mit angehäuftem Imperil von der Erde scheiden, schaffen sich ein qualvolles Dasein. Das Raumfeuer stürzt auf sie, denn Harmonie ist das Befolgen der Grundlagen. Jede im Gegensatz zu den Grundlagen stehende Kraft ruft die Gegenwirkung des Raumfeuers hervor. So muss man zugeben, dass persönliche Gereiztheit für die Hinübergehenden ein großes Übel ist. Leider muss man bemerken, dass die Menschen ihre Gereiztheit oft nicht beachten wollen, doch dadurch wird das gefährliche Gift nicht geringer.

 

       336. So sollte man mit allen Mitteln die behindernden Ursachen erforschen. Man muss begreifen, worin die Harmonie mit den Grundlagen des Seins besteht, und worin der Fortschritt eines Geistes, der sich allmählich daran gewöhnt, oberhalb der Welt zu existieren und endlos zu schaffen.

       Auch die heiligen Schmerzen sollten als Zeichen der Flüge des Geistes in den die Welten vereinenden Bereich verstanden werden. So ist es leicht zu verstehen, dass Involution die Menschheit manch anerkannter Eigenschaften beraubte, und man sollte viel von der uranfänglichen

[Russisches Original. Seite 152.]


Energie offenbaren, um das zerrissene Gewebe Assurgina[50] wieder zu knüpfen. Doch gepriesen seien die Mutigen, die Kühnen und die Strebenden!

 

       337. Die Zeit, in der die Feuerblume[51] in Erscheinung tritt, kann nicht leicht sein. Das Friedensbanner wird auf dem Markt dargeboten. Daher lasst uns in unbesiegbarem Streben vereint sein.

 

       338. Wie hofft die Menschheit, sich ohne Anerkennung der irdischen Statthalter der Hierarchie dem Höchsten zu nähern? Wie kann eine Verbindung hergestellt werden, wenn die Menschheit der Kette der Hierarchie keine Bedeutung beimisst? Das Denken ist durch das Gift Eigendünkel derart verseucht, dass das ganze kosmische Gleichgewicht gestört ist. So sollte man auf dem Weg zu Uns alle auf die Hierarchie bezogenen Bestätigungen als Rettungsanker annehmen. Wahrhaftig, die Hierarchie ist wie ein wunderbares Licht für die Menschheit! Wie ein mächtiger Schild steht die Hierarchie Wache. Die Hierarchie erweist sich als das Bindeglied zwischen den Welten.

 

       339. Deshalb ist Abtrünnigkeit und Herabsetzung des Lehrers das Abscheulichste. Wenn Wir daher eine neue Verwirklichung ins Leben einführen, sollte man mit ganzem Geist auf dem Pfad der Erfüllung des Höheren Willens bestrebt sein. Wenn Wir daher die große Bedeutung des Friedensbanners bestätigen, so muss es im Geist angenommen werden. Wahrlich, das wird zur Rettung der Welt führen. Die Zeit ist groß, die Zeit ist so bedeutend!

 

       340. Weise ist geboten, dass jenem Segen zuteilwird, der seine Seele für seinen Nächsten hingibt.[52] Oft wird dieses Gebot in der Selbstaufopferung des Lebens befolgt, doch es wird weder vom Leben noch vom Körper gesprochen, sondern vom Geist. Damit wird eine sehr schwere und langwierige Aufgabe gestellt.

       Um

[Russisches Original. Seite 153.]


seine Seele für die Rettung seines Nächsten hinzugeben, muss man sie vorerst bilden, erweitern und verfeinern. So sollte die Weisheit des Testamentes verstanden und bewusst befolgt werden. Es heißt auch „Folge Mir nach.“[53] So wird jeder Hierarch sprechen und die fortschreitende Bewegung bestätigen. Er kann nicht zurückblicken, sonst wird sich der Leitstern hinter einem Felsen verbergen. Es ist nicht richtig, an die Demut eines Hierarchen zu denken. Demut nach vorn und Befehl nach hinten. So kommt Hierarchie in den Worten des Apostels über den Tröstenden Geist klar zum Ausdruck.[54] Doch dieser Rat sollte im selben Licht verstanden werden, denn es wird nicht auf Untätigkeit in Gram hingewiesen, sondern Trost wird durch Errungenschaft bereitet. So werden selbst die besten Lehren durch die Nichtzulassung dessen verdunkelt, was für irdische Augen unsichtbar ist.

 

       341. Wie wird von den meisten Verantwortung verstanden? Wie wenige Menschen denken über die große Bestätigung der Verantwortung nach! Wer mit Leichtsinn oder mit selbstsüchtigen Wünschen Verantwortung übernimmt, bereitet sich ein schreckliches Karma. Wenn der große Dienst für das Wohl der Menschheit geleistet wird, muss dafür entsprechende Verantwortung übernommen werden. Befindet sich Unser Gefäß in den Händen des Trägers, so bedeutet das, dass Würde bewahrt werden muss, damit das wunderbare Gefäß seine Flügel behält. Wahrlich, der Verantwortung gemäß muss es von einem gestählten Geist und mit der ganzen Sorgfalt des Herzens getragen werden.

 

       342. Individualität[55] und Egoismus sind wie Geburt und Tod. Die Herausbildung der Individualität bewirkt die Entstehung der Neuen Welt, während Egoismus sich in den toten Vulkanen des Mondes spiegeln kann. Egoismus stumpft

[Russisches Original. Seite 154.]


einen nicht nur selbst ab, sondern er schädigt durch Unfruchtbarkeit auch die Umgebung; Individualität hingegen entzündet Feuer in allen benachbarten Lagern. Zusammenarbeit ist die Krone der Individualität, doch die Geißel des Egoismus gleicht dem Stachel eines Skorpions. Kann man auf Egoismus bauen? Nicht mehr als auf eine Viper. Doch die wahre Individualität birgt in sich die Grundlage der weltweiten Gerechtigkeit. Wir müssen Individualitäten sammeln, da ein neuer Diamant geschnitten werden muss, doch Egoismus muss viele Inkarnationen durchschreiten. Gewiss, dieses Gesetz kann durch das Feuer des Herzens auch abgeändert werden. Daher kann man dem Egoismus raten, sich an einem feurigen Herzen zu entzünden.

 

       343. Nicht ohne Grund entzünden Wir die Zeichen des feurigen Herzens als Zufluchtsort für die Wanderer. Das lodernde Herz hat es nicht leicht, aber es opfert sich für seine Nächsten, und deswegen ist das Gebot der Seligkeit berechtigt. Doch Freude ist eine besondere Weisheit.

 

       344. Zur Zeit der Umgestaltung der Welt kann man nur durch Bejahung der Neuen Welt standhalten. Die Gewissheit des offenbarten Entschlusses kann nur durch das mächtige Verstehen der Umgestaltung der Welt nach dem erhabenen Gesetz der Hierarchie ins Leben treten. Daher müssen jene, welche die Neue Welt suchen, zur Verwirklichung des Testamentes der Hierarchie streben, das über die bestätigte Hierarchie führt. Nur so kann das Gleichgewicht in der Welt hergestellt werden. Nur ein lodernd leitendes Herz wird sich als Rettung erweisen. So bedarf die Welt der Verwirklichung des Gesetzes der Hierarchie!

       So erweist sich die Hierarchie bei der Verschiebung von Ländern und beim Ersetzen alles Scheidenden durch Feuer als gesetzhaft.

[Russisches Original. Seite 155.]


Daher ist es so dringend, sich das Gesetz der Hierarchie zu eigen zu machen, denn ohne diese Kette kann die hohe Leiter des Aufstiegs nicht errichtet werden. So muss dem Gesetz der Hierarchie feurige Bedeutung beigemessen werden.

 

       345. Seid durch die Notwendigkeit scheinbarer Wiederholungen nicht beunruhigt. Erstens wird nichts wiederholt, auch dieselben Worte erscheinen zu verschiedenen Zeiten völlig verschieden. Zweitens sollte man Tag und Nacht über die Hierarchie sprechen. Es ist richtig, dass die Hierarchie der Knechtschaft zu Ende ging, doch die Enthüllung der bewussten Hierarchie wird von menschlichen Leiden begleitet. Es gibt zu viel Sklaverei in der Welt, und jede Flamme des Bewusstseins wird zu sehr unterdrückt. Sklaverei und bewusste Hierarchie sind wie Tag und Nacht! Lasst euch daher nicht abhalten, zu wiederholen: Bewusste Hierarchie, Hierarchie der Freiheit, Hierarchie des Wissens und Hierarchie des Lichts.

       Mögen jene, welche die Geburt der Neuen Welt nicht kennen, spotten, denn jeder Begriff einer Neuen Welt schreckt sie. Ist Unbegrenztheit nicht schrecklich für sie? Ist Hierarchie nicht lästig für sie? Unwissende Despoten, die sie sind, verstehen sie den Aufbau der Hierarchie nicht. Feiglinge, die sie sind, schrecken sie vor der Heldentat zurück. So wollen wir die notwendigen Begriffe des großen anbrechenden Zeitalters - Unbegrenztheit und Hierarchie - auf die Waagschale legen.

 

       346. Wenn die Evolutionsstufe errichtet wird, verstärken die Finsteren ihre Winkelzüge, denn Licht ist für sie unerträglich, und, da sie ihren Untergang spüren, klammern sie sich an die für sie vernichtendsten Maßnahmen. Bei jeder neuen großen Epoche wiederholt sich der gleiche Druck der Kräfte. Aber

[Russisches Original. Seite 156.]


eine gesättigtere Zeit ist in der Geschichte nicht bekannt, denn das Zeitalter des Feuers umfasst alle kosmischen Tätigkeiten. So muss man feurig auf der Wacht stehen.

 

       347. Viele Salzsäulen sind über das Antlitz der Erde verstreut. Nicht nur Lots Weib[56] blickte zurück in die Vergangenheit, sondern es gibt Unzählige, die zurückschauten. Was erhofften sie in der niederbrennenden Stadt zu sehen? Wollten sie vielleicht dem alten Tempel Lebewohl sagen? Suchten sie vielleicht ihren behaglichen Herd, oder erhofften sie, das Haus ihres gehassten Nachbarn einstürzen zu sehen? Gewiss, die Vergangenheit hielt sie für lange Zeit gefangen. Nun aber muss man vorwärts schreiten wegen der Erleuchtung, wegen der Gesundung und wegen der Stärke der Zukunft. So sollte es immer sein, doch es kommen kosmische Knoten, wo eine ungestüme Vorwärtsbewegung unumgänglich notwendig ist. Man sollte weder beunruhigt sein noch der Vergangenheit nachtrauern. Irrtümer sind offensichtlich, doch die Karawane wartet nicht und die Ereignisse selbst drängen voran. Wir beeilen Uns und rufen auf, sich zu beeilen! Die Zukunft hat sich verdichtet, doch vorn gibt es keine Finsternis.

 

       348. Überlasst Uns die ganze Vergangenheit und beginnen wir, nur an die Zukunft zu denken. Wir wollen nichts Nutzloses aus der Vergangenheit mitnehmen, belasten wir durch nichts unser Bewusstsein. Ich Selbst werde es wegräumen und an alles Wertvolle erinnern! Die Offenbarung der Ereignisse lenkt in die Zukunft. Darum muss man die Hierarchie als Rettungsring verstehen. So kann man das Zeichen der Mutter der Welt begreifen. Seid nicht traurig, denn Ich wende alles zum Nutzen. Wir werden in die Ohren der Kleinmütigen schreien - Hierarchie!! Die Lehre wird zur rechten Stunde gegeben, aber man muss Eselsohren haben, um den Donner nicht zu vernehmen. Es ist nützlich,

[Russisches Original. Seite 157.]


sich vor dem Sieg zu freuen; freuen wir uns und nehmen wir so an der Freude des Herrschers teil.

 

       349. Die Lebenstätigkeit wird durch die feinsten Energien des Organismus aufrechterhalten. Die Menschen gewöhnen sich nur schwer an das Bewusstwerden der feinsten Energien und an die Tätigkeit aller unsichtbaren Kräfte. Daraus ergibt sich eine solche Loslösung vom Kosmos, und der physische Körper beschränkt sich auf die Grundlagen der Materie, anstatt die Feinheit der Wahrnehmungsfähigkeit zu entwickeln. Die Menschen spüren die Schwingungen der kosmischen Kräfte kaum und entfalten geringe Unterscheidungskraft dafür, worin die feine Erkenntnis verankert ist! Ein zu den höchsten Sphären strebender Geist weiß, dass zwischen den feinsten Energien ein magnetisches Band besteht und äußert Gleichklang mit jedem räumlichen Druck.

       So muss die neue Generation im Verstehen der feinsten Energien erzogen werden, denn die Schwingungen des Raumes nähern sich der Erde, und die Verwirklichung der Neuen Epoche wird zur Verschiebung vieler Erscheinungen führen. So werden feinstoffliche Körper alle gesandten Energien aufnehmen.

 

       350. So wurden die Epochen der Erscheinung des Feuers immer von Perturbationen heimgesucht, weil sich im Zusammenhang mit den kosmischen Verschiebungen das geistige Bewusstsein wandelte. Daher ist in der Epoche des Feuers feine Wahrnehmungsfähigkeit das Wichtigste.

       In der Epoche des Feuers wird die Hierarchie von einem heftigen Sturzbach des Wachstums des Geistes des Volkes begleitet, und da das Gesetz der Hierarchie vom Volk nicht angenommen wurde, ergeben sich solche Völkerverschiebungen. So ist die Epoche des Feuers die Epoche der Hierarchie!

 

       351. Die Hierarchie muss als ein evolutionäres System angenommen werden. Für jene Geister, welche die Sklaverei noch nicht ausgelebt haben,

[Russisches Original. Seite 158.]


sollte man wiederholen, dass sich die Hierarchie von Despotismus völlig unterscheidet. Auch ein Kaminfeger muss auf das Dach steigen, um die Kamine zu fegen; dies kann von unten nicht getan werden. Man kann keine Symphonie komponieren ohne einen einzigen Notenschlüssel für alle Instrumente. Es können viele Analogien angeführt werden, beginnend mit einem Scherz und endend mit den rührenden Beispielen der Bienen, Ameisen und Schwäne.

       Doch das beste Beispiel für die gegenwärtige Menschheit ist der Vergleich mit der unpersönlichen Chemie. Es ist leicht zu verstehen, dass eine Reaktion nur unter genauen Bedingungen erfolgen kann. Die Hierarchie entspricht in gleicher Weise völlig den astrochemischen Prinzipien, die auch ein Neophyt der Wissenschaft nicht leugnen wird.

       Wir sind uns mit Recht bereits über die Notwendigkeit der Entdeckung der psychischen Energie einig: Für die Koordination ihrer Erkenntnis ist die Hierarchie unabdingbar, wie ein helfender chemischer Aufbau.

 

       352. Welcher Pfad auf dem Weg zu Uns ist vollauf zu bejahen? Der sicherste Weg ist der der selbstaufopfernden Heldentat. Das wunderbarste Feuer ist die mit Liebe zur Hierarchie gesättigte Flamme des Herzens. Die Heldentat eines feinen Herzens wird durch den Dienst an der Höchsten Hierarchie verwirklicht, darum ist die Selbstaufopferung des feinen Herzens so wunderbar.

       Die Geistschöpfung und die selbständige Tätigkeit eines feinfühligen Dieners sättigen den Raum mit Feuer. So widerhallt das feine Herz auf alle kosmischen Ereignisse. Wahrhaftig, so erklingt das Sichtbare mit dem Unsichtbaren, die Gegenwart mit der Zukunft, und das Vorherbestimmte vollzieht sich. So sättigt die Selbstaufopferung des feinen Herzens die Welt mit einer Flamme.

[Russisches Original. Seite 159.]


       353. Wahrhaftig, der Begriff Archat ist entstellt worden. Die Erscheinung wird verunstaltet, weil sie der Schönheit beraubt wird. Wie trübe brennt das Verstehen des Lehrers des Allgemeinwohls im Bewusstsein der Welt!

       Aber die Wahrheit lebt, und im Namen der Wahrheit schaffen Wir. Daher muss man für die Verwandlung des Lebens die Hierarchie annehmen, wie die Schönheit der Wahrheit. So schafft die Erscheinung des feinen Herzens für kosmische Evolution. So muss die Bedeutung des Brennpunkts im Herzen erkannt werden. So muss über das Herz der große Prozess des feinen Herzens verstanden werden.

 

       354. Manche Menschen können Unsere wiederkehrenden Mahnungen an die Schlacht nicht ertragen. Für sie soll es keine Schlacht geben, sondern das Öffnen der Tore. Das Öffnen der Tore erfordert ebenfalls Energie. Doch euch kann ohne scheinheilige Beschönigung gesagt werden, dass der Kampf des Lichts gegen die Finsternis unaufhörlich vor sich geht. Viele Krieger helfen in diesem Kampf, sonst würden wir erneut vom Chaos verschlungen.

       Oft fragen die am Kampf Beteiligten, warum sie sich in ihrer physischen Hülle nicht der Heldentat ihres feinstofflichen Wesens erinnern. Doch Unsererseits wäre es verbrecherisch, dieses Bewusstsein zuzulassen. Das Herz würde das Bewusstwerden einer so gigantischen Schlacht nicht aushalten. Nur ein besonders feuriges Herz bewahrt die schwarzen Geschosse in seinem Bewusstsein. Das Herz setzt entweder durch bewusste Erkenntnis oder durch Sklerose aus. Doch die kosmische Schlacht kann das stärkste Herz umbringen.

       So lasst uns an die Schlacht denken, wenn der Zusammenprall wieder ein so riesiges Ausmaß annimmt. Das unterirdische Feuer kann schwer ins Gleichgewicht gebracht werden, und die Schichten magnetischer Ströme kreuzen sich. Doch lasst uns nicht leugnen,

[Russisches Original. Seite 160.]


dass diese Perturbation erneut Möglichkeiten bietet.

 

       355. Die Lebenstätigkeit wird durch verschiedene Schwingungen der feinsten Energien angespannt. So wird das Wesen der Lebenstätigkeit, auf der das Leben jedes Geistes basiert, sehr unzureichend erkannt.

       Die Menschen meinen, dass der Lebensprozess nur in den Geweben vor sich geht, und vergessen, dass die Schöpfung des Kosmos durch die feinstofflichen Energien sowie jenen unsichtbaren Prozess gespannt wird, der ewigen Austausch und Berührung mit dem räumlichen Feuer ermöglicht.

       Die Erhaltung der psychischen Energie basiert auf einem geistigen Prozess. Wahrlich, die Menschheit muss erkennen, wo die Quelle der Lebenstätigkeit liegt und worauf der Austausch für das Wachstum der Kräfte beruht. Nachdem sich die Menschheit von der Quelle der Macht trennte, erfolgte eine Verschiebung der Kräfte. So verhält es sich im gesamten kosmischen Aufbau.

       So bedarf im gesamten Aufbau die Kraft der Sättigung durch die Quelle. Darum wird die Hierarchie von Uns mit solchem Nachdruck bestätigt; denn diese Quelle ist die Quelle des Segens, und in der Epoche der Verwandlung der Welt gibt es wirklich nur diesen Rettungsanker. Daher sollte sich das Bewusstsein über das Zentrum alles Gegebenen behaupten.

 

       356. Wie die Wörter besagen, erweitert sich die evolutionäre Spirale und die involutionäre zieht sich zusammen. Ganz das gleiche lässt sich nicht nur in persönlicher Hinsicht, sondern auch bei Ideen beobachten.

       Es ist sehr lehrreich zu erkennen, wie Strahlen geboren werden und ihren Kreis ausführen. Oft scheinen sie völlig zu verschwinden, doch sind sie evolutionärer Natur, treten sie in erweiterter Form erneut in Erscheinung.

[Russisches Original. Seite 161.]


Für evolutionäres Denken kann man die Spirale der Wurzel einer Idee erforschen. Die Aufgabe des allmählichen Erfassens kann zu höherem Verstehen führen.

       So kann man beispielsweise die Idee von Religionen nehmen und der Spirale gemäß Beobachtungen anstellen; gewiss keine relativen, sondern evolutionäre, spiralförmige. So kann man die eine Wurzel feststellen. Gleicherweise vermag man zu erforschen, inwieweit die Ideen der Religionen evolvierten. So wird die Prognose der Zukunft keine Verringerung erfahren. Positive Zeichen müssen gesammelt werden.

 

       357. Die Menschheit machte viele Zugeständnisse, um die Grundlagen der Lehren des Lebens auszurotten. Durch relative Zugeständnisse kann man die Ampel[57] ihres Dochts berauben und über den Brand des verschütteten Öls erstaunt sein.

       Die Ampel der Welt ist umgestürzt, aber das okkulte Wunder des Lebens kann auf den Bergen bewahrt werden. Der Brand kann durch zwei Grundkräfte aufgehalten werden - Hierarchie und psychische Energie.

 

       358. Die Menschheit muss ihre Festungen als einen wunderbaren, unteilbaren Kreis errichten. Jedes schöpferische Beginnen muss in Ganzheit und Unteilbarkeit aufgebaut werden und sich in der Bahn um das Zentrum behaupten. Nur so vermag man durch einen Radius alle Punkte zu erreichen und das rechte Ausmaß festzusetzen. Man sollte begreifen, dass jede Festung vom Zentrum gesättigt werden muss.

       Je oberflächlicher die Wahrnehmungsfähigkeit, desto unheilvoller ist die Auswirkung in allen Richtungen. Daher sollte man der inneren Offenbarung des Zentrums lauschen.

       Die Unteilbarkeit der Festung ist ihre Macht. Ganzheit ist

[Russisches Original. Seite 162.]


ihre Schönheit.

       Das Zentrum ist die Hierarchie des Heils. So wird die höchste Stufe geschaffen. Jeder Geist muss erkennen, dass alles durch das Licht der Ganzheit lebt. Jeder Aschram wird durch Ganzheit gesättigt und lebt durch das Licht der Hierarchie. Jedes Atom lebt durch Ganzheit. Darin liegt Schönheit. So wird die Welt aufgebaut.

 

       359. Unser Aufbau besteht in dem Lebensnotwendigen. In der Schönheit liegt die Gewähr für das Glück der Menschheit. Deshalb erklären Wir, dass Kunst der höchste Ansporn für die Erneuerung des Geistes ist. Wir erachten Kunst als unsterblich und unbegrenzt. Wir unterscheiden zwischen Wissen und Wissenschaft, denn Wissen ist Kunst, Wissenschaft ist Methode. Deshalb spannt das Element Feuer die Kunst und die geistige Schaffenskraft. Die wunderbaren Perlen der Kunst können den Geist wahrlich augenblicklich erheben und verwandeln.

       Durch das Wachstum des Geistes der Menschheit ist alles erreichbar, denn nur die inneren Feuer verleihen die notwendige Kraft der Wahrnehmung. Daher kann ein Agni Yogi die ganze kosmische Schönheit fühlen ohne die beschränkte wissenschaftliche Methode.

       Wahrlich, die Perlen der Kunst erheben die Menschheit; und die Feuer geistiger Schöpfung verleihen der Menschheit wahrlich ein neues Verständnis der Schönheit. So schätzen Wir die Ganzheit um das Zentrum herum und schätzen den Dienst an der Hierarchie mit dem Herzen.

 

       360. Wie falsch deuten die Menschen die Grundlagen der Welt! Welche Formeln erfinden sie für die Auslegung der Lebensprinzipien! Bar des Verstehens der erhabenen Grundlagen der Einheit aller kosmischen Prinzipien sättigen sie den Raum mit trennenden Prinzipien. So ergibt sich das Ungleichgewicht der Uranfänge,

[Russisches Original. Seite 163.]


die Entzweiung aller höchsten Prinzipien sowie das Streben nach vielen Autoritäten. So bringt die Loslösung vom erhabenen Ursprung der Hierarchie durch menschlichen Kleinmut ihre Folgen mit sich, und die Menschheit unternimmt alle Anstrengungen, um das erhabene Prinzip herabzusetzen. So geschieht es, dass das Erhabene durch Unbedeutendes ersetzt wird.

 

       361. Wahrlich, die kosmischen Uranfänge sind wunderbar in ihrer Macht; und das schöpferische Gesetz der Hierarchie durchdringt alles mit Feuer. Daher liegt dem gesamten Kosmos das Gesetz der gewaltigen Vereinigung der höchsten Feuer zugrunde. Darum sollten alle großen Bestimmungen nicht getrennt werden.

       Und die Grundlage der Zukunft, die strahlende Hierarchie des Heils, wird durch die Bestätigung dieser erhabenen Gesetze wirklich gespannt. Man möge sich daran erinnern, dass man, wahrhaftig, nur durch die Hierarchie aufbauen kann. Man kann nur dann in der Bahn bleiben, die durch die Hierarchie bestätigt ist, wenn das Bewusstsein begreift, dass ein Schlag gegen den Schild des Namens des Hierarchen ein Schlag gegen Uns ist, und jeder, der einen Schlag zulässt, zahlt teuer.

       So liegt in der Einheit der Erfolg der Werke. Die Zulassung der Herabsetzung ist ein Beweis von Furchtsamkeit und Abtrünnigkeit. Einheit ist ein wunderbares Feuer!

 

       362. Wahrlich, die Menschen sind durch Donner sehr oft mehr beunruhigt als durch Blitz. Gleicherweise verhält es sich mit Ereignissen: Die Menschen befassen sich mehr mit deren Auswirkung als mit deren Wesen. Man kann sagen, dass es keinen Grund gibt, durch Donner erschreckt zu sein, wenn der Blitz nicht eingeschlagen hat! Nur ein Neuling fürchtet den Kanonendonner und vernimmt den Flug der Kugel nicht. Psychische Energie reagiert auf den Blitz.

       Man kann sehen, wie natürliche Fähigkeiten des Organismus einen vor unheilvollem Zentrenbrand bewahren. So ruft psychische

[Russisches Original. Seite 164.]


Energie manchmal künstliche Schwellungen hervor, um von einem benachbarten Zentrum einen gefährlichen Brand abzuwenden. Es ist eine sehr seltene Erscheinung, wenn vor den Augen des Yogi seine Gliedmaßen anschwellen und die Gewebe sich ebenso schnell wieder rückbilden. Ihr habt solch eine Erscheinung gesehen, wo der Brand das Kehlkopfzentrum bedrohte. Ungeachtet der Gefahr bewältigte die psychische Energie rasch das Feuer.

       Ebenso verhindert Auswurf die Entzündung; es ist genauso wie bei Vulkanen. Eine Vielzahl von Analogien enthüllt sich dem forschenden Auge. Nur sollte man keine rituelle Künstlichkeit und Gewaltsamkeit suchen.

       Das Verschmelzen mit dem Höchsten geschieht in rechter Weise nur durch ein natürlich entfachtes Feuer des Herzens. Sicherlich, das Brodeln des bis zum Rand gefüllten „Kelches“ ist unvermeidlich, aber das ist die Last der Mutter der Welt. Erinnert euch an die alte Abbildung mit dem kleinen Kind in einem Kelch. Unzählige wissenschaftliche Zeichen werden in schleierhafte Symbole verwandelt, doch es ist an der Zeit, sie zu ergründen.

 

       363. Bei kosmischen Perturbationen sammeln sich reinigende Feuer, welche die Atmosphäre verdichten und die Feuer zum Aufbau der Neuen Welt lenken. So wachsen aus den Ruinen der alten Welt die neue Evolution und die Epoche des Feuers, die das Kali Yuga beendet und den Raum mit dem Feuer der Neuen Welt sättigt.

       So ruft das allumfassende Banner der Herrscher auf zu reinem Schaffen. So tritt die Verwirklichung der Hierarchie ins Leben. So heißen Wir alles willkommen, was auf das Gute gerichtet ist. So heißen Wir alles willkommen, was von reinem Streben erfüllt ist, den höheren Pfad zu wandeln.

[Russisches Original. Seite 165.]


       364. Es ist allgemein bekannt, dass sich vor Beginn des Satya Yuga die Schriftenrolle des Karma mit besonderer Schnelligkeit entrollt. Man könnte fragen, wieso dann viele Verbrechen und Lästerungen scheinbar ungestraft bleiben? Dafür gibt es viele Gründe.

       Erstens ziehen es die Menschen vor, lieber nach Donner zu urteilen als nach Blitz. Zweitens vermag man nicht zu bemerken, wie allmählich sich der Kreis der Ereignisse dreht. Der dritte Grund liegt im Motiv und in alten karmischen Bindungen.

       So vermag nur ein feines Bewusstsein zu fühlen, dass sich hinter manch unerwünschter Tat kein übler Beweggrund verbirgt. Doch auch das Gegenteil ist der Fall, wenn eine scheinbar nicht schlechte Tat auf einem unzulässigen Gedanken beruht.

       Wenn Ich von räumlicher Gerechtigkeit spreche, habe Ich das Gesetz des Gleichgewichts im Sinn. Der „Kelch“ wird jedes Schwanken des Geistes enthüllen.

 

       365. Beachtet, wie jede Handlung sich im Schwanken des Karma widerspiegelt. Man kann sehen, dass jede Art von Verrat ein beschleunigtes Karma hervorruft. Aus solchen Beobachtungen kann man viel lernen.

       Wie schmerzlich ist es, mit anzusehen, wie sich Menschen selbst schaden! Man kann beobachten, wie die Viper das innerste Wesen dieser Selbstgeschädigten verletzt. Nichts kann die Folgen abwenden, denn die Wirkung folgt der Ursache auf dem Fuß. So kann man sich nur durch die Flamme des Herzens verteidigen und den Kanal reinigen, der von der Infektion befallen ist.

 

       366. Wie sehr entstellen die Menschen den Begriff psychischer Kräfte! Sie vergessen, dass eine physische Erscheinung immer durch eine psychische Tatsache erklärt werden kann, hingegen kann eine psychische

[Russisches Original. Seite 166.]


Erscheinung nicht durch physische Mittel bestärkt werden. Da von der Wissenschaft alle psychischen Faktoren ausgeschaltet wurden, entstand natürlich eine scharfe Trennung zwischen Begrenztem und Unbegrenztem.

       So kann man die Wissenschaftler darauf verweisen, dass die des Geistes, der psychischen Energie und des kosmischen Feuers beraubten Bücher nicht jene Wissenschaft hervorbringen können, die der Menschheit vermittelt werden sollte. Die Trennung dessen, was seit Jahrtausenden besteht, von dem, was in Jahrhunderten geschaffen wurde, hat diese Irrtümer enthüllt, die das Karma unseres Planeten so sehr beschleunigt haben.

       Daher muss die Menschheit darüber nachdenken, wie die psychischen Erscheinungen der physischen Welt nahegebracht werden können. Andernfalls werden sich die etablierte Wissenschaft und die Bücherweisheit an einem leeren Tisch treffen.

       Daher durchdringt die Lebenskraft der Kunst, die das göttliche Feuer hütet, die Menschheit mit jenem Feuer, das den Geist entflammt und alle Welten durchdringt. Deshalb sind die herrlichen Fackeln der Schönheit der Schöpfung für die Menschheit so wertvoll. Wir sahen, wie Kunstschöpfungen Menschen verwandelt haben - etwas, das keine Bücherweisheit der Welt zustande bringt.

       So vereint das Banner der Schönheit und des Friedens die Welt. So sättigt Geistschöpfung den Raum.

 

       367. Wer ist der Gebende? Der, der etwas hat. Um sich jedoch nicht zu erschöpfen, sollte man aus der unerschöpflichen Quelle empfangen. Wenden wir uns der Hierarchie zu.

 

       368. Ihr habt von dem Wohlgeruch gehört, der von den Heiligen ausgeht. Wir möchten darauf hinweisen, dass die heilige Aura, die zum blutlosen Naturreich zurückreicht, ihnen den Duft jener Blumen verleiht, die sie in früheren Inkarnationsrunden

[Russisches Original. Seite 167.]


durchschritten haben. So vermag man durch Anwendung entsprechender Blumen auch den Körper zu heilen.

 

       369. Wenn geistiges Suchen Jahrtausende umfasst, wie können dann seine Errungenschaften verneint werden? Welche Irrtümer entstehen aufgrund der Verneinung feuriger Errungenschaften! So kann bestätigt werden, dass die unsichtbaren Prozesse der Menschheit die Macht der Tätigkeit enthüllen. So muss begriffen werden, dass geistige Energie das Element des kosmischen Feuers ist, welches das Leben in Bewegung setzt und alle Lebenserscheinungen durchdringt. Die Macht der Erkenntnis der höchsten Energien ist der Schlüssel zum Dasein. Die Zeichen der psychischen Energie sind räumlich im ganzen Universum verstreut; darum muss man das Ohr dem räumlichen Feuer leihen.

 

       370. Eine der schädlichsten Taten ist, für die Folgen unserer eigenen Fehler die Hierarchie zu verurteilen. Außer Verrat trennt nichts so entschieden das Band mit der Hierarchie wie solch unwissende Verurteilung. Der schützende Schleier der Hierarchie verringert in allem die Folgen unheilvoller Fehler, aber die Hierarchie abzulehnen heißt, die ganze Flut von Folgen auf sich zu ergießen.

       Ein erfahrener Seemann riet: „Versucht nie, im Sturm die Boote zu wechseln“. Man entsinne sich, wie oft Menschen, die einen Fehler begingen, seine Folgen als Opfer für die Hierarchie zu deuten suchten, ohne zu erkennen, dass sie damit die Hierarchie bereits verurteilten.

 

       371. Der Anschluss an das Feuer gewährt eine Sättigung der Zentren durch den kosmischen Rhythmus. Daher wird das Erklingen

[Russisches Original. Seite 168.]


durch ständige Verbindung mit der räumlichen Leitung verwirklicht. Die Feinfühligkeit der Zentren muss gehütet werden und sich als Verbindung zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt erweisen. Beim Erklingen der Zentren sollte man auf Ruhe achten.

 

       372. Möge die Bekräftigung des Lehrers zu jeder Stunde wiederholt werden, denn Unser Aufbau bedarf einer bewussten Annahme der Hierarchie. Es können verschiedene Ereignisse erwartet werden, aber die Teilnahme an ihnen kann nur über die von Uns verkündete Hierarchie erfolgen.

       So sage Ich, nicht allein Unser Entschluss, sondern auch das Karma von Jahrtausenden macht den Aufbau der Zukunft unabänderlich. Einzelheiten mögen geändert, die Grundlage jedoch darf nicht verletzt werden. So sollte selbst in den Kleinigkeiten des Lebens Unser Wille nicht außer acht gelassen werden. Ihr erkennt richtig das schöpferische Märchen, aber nur auf der Hierarchischen Leiter wird es sich in die Rettung der Welt verwandeln. (…)

 

       373. „Arbeite, schaffe Gutes und verehre die Hierarchie des Lichts“ - dieses Unser Testament kann selbst auf die Handfläche eines Neugeborenen geschrieben werden. So einfach ist das zum Licht führende Prinzip. Um es anzunehmen, bedarf es allein eines reinen Herzens.

 

       374. Sobald der Planet infolge des Verlustes des geistigen Verstehens aus dem Gleichgewicht gerät, sind die Folgen für den Planeten unvermeidbar. Denn es gibt keine karmische Wirkung ohne Ursache und keine Ursache ohne Wirkung. Die durch den Verlust des geistigen Strebens heraufbeschworene Erscheinung wird sicherlich jene Impulse bewirken, die zur Erneuerung des Planeten führen.

       Die physischen Veränderungen werden dem Planeten das Verstehen des Agni Yoga bringen. Der finanzielle Ruin

[Russisches Original. Seite 169.]


wird eine Umwertung der Werte bringen. Die Entstellung der Religion wird ein Suchen nach neuer geistiger Heldentat ergeben. Daher bewirkt der Zusammenbruch der alten Welt wahrhaftig die Bekräftigung des Neuen, denn durch die Offenbarung neuer Werte bringen Wir der Welt die geistige Rettung.

 

       375. So wird die Welt nach dem feurigen Prinzip erneuert. Das Feuer der Zentren, das Feuer des Geistes, das Feuer des Herzens, das Feuer der Heldentat, das Feuer der Errungenschaft, das Feuer der Hierarchie und das Feuer des Dienens - sie stellen die Prinzipien der Neuen Welt dar. Die vereinten Bewusstseinsbögen führen so den Höchsten Willen aus. Wahrlich, das große Banner des Friedens wird die ganze Welt bedecken. Wahrhaftig, eine große Zeit großer Erfüllung. (…)

 

       376. Den Fanatikern und Scheinheiligen möchte Ich folgendes über Verrat sagen: Sie meinen, dass Verrat nur in der Entgegennahme von dreißig Silberlingen besteht, vergessen aber, dass jede Lästerung und Verleumdung Verrat bedeuten. Man soll nicht meinen, ein zorniges Wort sei kein Verrat. Zorn ist nämlich von Verrat und Verleumdung oft nicht zu trennen. Derselbe schwarze Baum nährt diese schmachvollen Zweige, ihre Früchte sind ebenso schwarz wie die Wurzeln der Schande. Von dem Schrecken zorniger Worte muss man sich eiligst befreien.

 

       377. Die Verwandlung der Welt wird sicherlich durch die höchste Spannung verwirklicht. Alle Perturbationen, Verschiebungen und Krankheiten begleiten diese Verwandlung. Die mächtigsten Energien setzen die Feuer in Bewegung. So verdichtet sich die Finsternis in der Epoche des Feuers, und alles spannt sich in feurigem Streben. Das Übel wird durch die Verdichtung der Finsternis geschaffen. Licht verwandelt

[Russisches Original. Seite 170.]


die Welt. So wird in der großen Zeit die universelle Umwandlung den Raum durchdringen.

       So ist in der Epoche des Feuers, wenn das Licht mit der Finsternis kämpft, das Friedensbanner jenes fundamentale Zeichen, das der Menschheit eine neue Stufe vermitteln wird. Unter diesem Zeichen werden sich Schönheit, Wissen, Kunst und alle Völker vereinen. So können für das Banner nur die höchsten Maßstäbe angelegt werden, wahrhaftig!

 

       378. Widerstand gegen das Böse ist eine der grundlegenden Eigenschaften jener, die auf der Suche nach der Hierarchie sind. Physische Fähigkeiten werden gegen das Böse nicht bestehen, aber der Geist und das Feuer des Herzens werden eine Rüstung gegen die Arglist des Bösen schaffen.

       Doch wie soll man das Böse verstehen? In erster Linie bedeutet es sicherlich Zerstörung. Aber die Errichtung eines neuen und besseren Hauses anstelle des alten wird keine Zerstörung sein. Das bedeutet: Zerstörung ist Zersetzung, die zu einem amorphen Zustand führt.

       Einer solchen Zerstörung muss man sich widersetzen können. Man sollte die geistige Kraft aufbringen, die Feigheit zu überwinden, die der Widerstandslosigkeit eigen ist. So mögen wir uns bereit machen, uns dem Bösen zu widersetzen.

 

       379. Wie sehr muss das Bewusstsein erweitert werden, um alle unermesslichen Bekräftigungen zu erfassen und alle Aufgaben zu verstehen. Die Offenbarung von Entsprechung, Angemessenheit und Anspannung sollte erkannt werden, denn ohne diese Kenntnis kann man eine Weltaufgabe herabsetzen, falls kleine Maßstäbe angelegt werden. Wird eine notwendige Weltstufe errichtet, muss man in erster Linie einen Weltmaßstab anlegen. Wird das große Banner, das Zeichen der Neuen Epoche, entfaltet, sollten bewusste

[Russisches Original. Seite 171.]


Maßnahmen getroffen werden. Die große Verkündigung muss als Stufe zur Erneuerung der Welt verstanden werden.

 

       380. Gibt es nicht genug Erdbeben? Gibt es nicht genug Katastrophen, Stürme, übermäßige Kälte und Hitze? Ist nicht das feurige Kreuz erstanden? Erstrahlte nicht mitten am Tag ein Stern? Flammte nicht ein feuriger Regenbogen auf? Mehrten sich nicht die Zeichen hinlänglich? Die Menschheit aber will inmitten des Chaos die offensichtlichen Erscheinungen nicht kennen!

       So werden Wir auf keinem sichtbaren Zeichen bestehen, wenn Zweifel die Menschen blind machte. Aber inmitten dieser Blinden und Tauben sind die Kinder des Feuers zu finden. Ihnen senden Wir Zeichen, damit sie vom Nahen des Lichts Kenntnis erlangen.

 

       381. Das Bewusstsein, das nur die Gegenwart erfasst, ohne einen Gedanken an die Zukunft, kann nicht an die Evolution anschließen, weil für solch ein Bewusstsein die Kette der Jahrhunderte schwindet. Erweitert sich aber das Bewusstsein, erfasst es die große leitende Kette von Ursachen und Wirkungen. Nachdem auf diese Weise die Evolution errichtet wird, ist die Offenbarung von Ursachen so wichtig.

       Gegenwärtig, da der Planet sein Karma erfüllt, spiegelt sich in der Menschheit nämlich sehr deutlich die Vergeltung für die Ausgeburt wider. Der Planet ist von dem umgeben, was durch menschliche geistige Bestrebung geschaffen wird. Darum werden jede helle Anspannung und Bestrebung dem Planeten die Verwirklichung der Neuen Welt bringen.

       Daher trägt das große Banner des Friedens seine Lichtgeschosse herbei und sättigt feurig die die Erde umgebenden Ströme, als Allheilmittel gegen das Böse. So schaffen die seit Jahrhunderten vereinten Bewusstseine. So besiegt Licht

[Russisches Original. Seite 172.]


Finsternis. So wird eine wunderbare Stufe vollendet. So naht das Vorherbestimmte.

 

       382. Die kosmische Gerechtigkeit löst alle karmischen Bindungen. Und wie wenig denken die Menschen über die Bestätigungen nach, die uns im Raum tragen! Würden sie über die Bestätigungen nachsinnen, die uns in die höheren Sphären tragen, sie würden unvermeidlich zur Hierarchie gelangen. So würde sich die Menschheit in die Erkenntnis der Wahrheit kleiden. So schaffen Wir im Vereinen der Bewusstseinsbögen die Zukunft.

 

       383. Wenn sogar Radiowellen eine starke Wirkung auf den Menschen ausüben, wie stark können dann Gegenstände wirken, die mit psychischer Energie aufgeladen sind! Ein bewusst aufgeladener Magnet überträgt seine magnetischen Ströme. So umgeben Unsere Ausstrahlungen jede übermittelte Gabe. Daher können Unsere bestätigten Sendungen immer die Kraft dessen anspannen, dem sie übermittelt werden.

       Der Raum ist in Aufruhr. Perturbationen häufen sich, aber über alle Ereignisse hinweg wird ein neuer Strom auf die Stufe der Erneuerung gerichtet.

 

       384. Kann jemand behaupten, dass Unsere Führung ihn kleiner gemacht hat? Kann jemand sagen, dass Wir seinen besten Aufbau zerstört haben? Kann jemand in Unserer Führung Vernichtung oder Lästerung finden?

       Nein! Jedes Herz wird zugeben müssen, dass sogar Fehler ausgemerzt wurden, wenn seine eigene Abtrünnigkeit dies nicht verhinderte. Ihr konntet euch davon überzeugen, wie die Abtrünnigen sich selbst schadeten, doch diese Folgen haben sie selbst verursacht.

       Es ist ruhmvoll, die reine Seele, frei von

[Russisches Original. Seite 173.]


Abtrünnigkeit, den Gipfeln des Seins entlang zu geleiten. Verwandtschaft offenbart sich infolge Zusammenarbeit. Wir rufen auf zu solcher Zusammenarbeit, die für immer bindet.

 

       385. Der Kosmische Magnetismus* durchdringt jeden Lebensprozess. Unsere Aufgabe ist es, die physischen Wechselbeziehungen der Schwingungen festzustellen, denn dadurch wird es möglich, die Entsprechungen aller Erscheinungen zu bestimmen.

       Jede Erscheinung ist mit den Zentren feinster Energien verbunden. Jedes Aufflammen, jede Schwingung entspricht einer bestimmten Erscheinung im Kosmos. Beim Studium dieser Wellen vermag man zu der Schlussfolgerung zu gelangen, dass die Verbindung zwischen allen Erscheinungen so mächtig ist, dass sich bestimmen lässt, wo die Verbindung zum Magnetismus besteht; so werden verschiedene Gedanken, Standards und Bestrebungen durch Magnetismus unterschiedlicher Spannung behindert.

 

       386. Nur Unerwartetes schreckt und ängstigt. Alles Erwartete geht bereits ins Leben ein. Das heißt, dass Unerwartetes in Erwartetes verwandelt werden muss. Mit anderen Worten, man muss nach Wissen streben. Darüber hinaus sollte dieses Wissen nicht formal, sondern in seiner ganzen Vielfalt verstanden werden.

       Wenn die Kraft des Lebens uns mit ihrer unendlichen Verschiedenartigkeit erfüllt, dann wird die Front der drei Sphären unbezwinglich. Aber die Erkenntnis der drei Sphären muss erlangt werden, ansonsten werden wir uns nur an der Oberfläche bewegen.

       Man muss sich eiligst an die Notwendigkeit des Fortschritts bei der inneren Erkenntnis gewöhnen. Die Lehre wird einen nicht leiten, wenn sie nicht angewendet wird.

[Russisches Original. Seite 174.]


       387. Bei der Entfaltung der Werke wird man sicherlich auf Feindseligkeit stoßen, aber man muss vor allem zwei Bedingungen bedenken. Erstens: feindselige Menschen sollten gemieden werden, weil sie nicht vorherbestimmt sind; zweitens: vielleicht wird sich gerade diese Feindseligkeit als wertvolles Sprungbrett erweisen. Die Verzögerung jedoch hängt nicht von den Feinden ab, sucht einen näher liegenden Grund.

 

       388. Als einem euch bekannten Imperator[58] ein Sieg verkündet wurde, nahm er diese Botschaft völlig gelassen hin. Die Höflinge flüsterten: „Ist es Gleichgültigkeit?“ Aber der Regent sagte: „Nicht Gleichgültigkeit, sondern Wissen. Für mich ist dieser Sieg längst vorbei, und jetzt beschäftigt mich eine große Schwierigkeit.“

       Wenn Wir sagen, hütet eure Gesundheit, oder gebt eure Handschriften nicht in feindliche Hände, oder verlasst euer Heim nicht, so sehen Wir viele sich ergebende Umstände schon voraus, die vermieden werden müssen. Wer sonst könnte die Folgen so besorgt erkennen, wenn nicht Wir - wenn nicht der Lehrer?!

       Wenn Wir über Dankbarkeit sprechen, so natürlich nicht deshalb, weil Wir ihrer bedürfen. Aber Wir versuchen damit noch einmal die Annäherung zu festigen. Jede Uneinigkeit ist ebenso verderblich wie eine Angel mit einem Köder in den Händen eines Fischers.

 

       389. Die finsteren Kräfte suchen das Licht zu bekämpfen. Sie bemühen sich, ihre finsteren Taten auszuführen und sich durch Verrat zu stärken. Aber die Kräfte des Lichts strengen sich an und vermitteln so viele für die Schöpfung notwendige Offenbarungen! Die Verschiebung der Kräfte wird durch den Widerstand der Finsteren gespannt. So bietet die Hierarchie im Namen

[Russisches Original. Seite 175.]


der großen Schöpfung der ganzen Spannung die Stirn. Die Hierarchie überbringt den Plan für die offenbarte Verschiebung. So schreitet die Evolution mächtig voran.

 

       390. Wie töricht sind alle, die die Hoffnung leugnen! Wie blind sind jene, die behaupten, Kriege wären von Vorteil! Wie wenige Bewusstseine gibt es, welche die Erneuerung des Planeten durch Kultur erkennen! Gewiss, jene, welche die Schöpfung durch höhere Maßnahmen nicht erkennen, werden in alten Wirren umkommen. Jene, die die neuen Wege nicht erkannt haben, bedürfen so sehr des Verstehens der Epoche Maitreyas. Das Banner des Friedens und der Herrscher werden die Wege erschließen!

 

       391. Wieder wird man mit Zweifeln über das Karmagesetz an euch herantreten: „Ist es möglich, dass Nichtsnutze im Wohlstand schwelgen, während Würdige sich abquälen?“ Antwortet: „Diejenigen schaffen sich ein schweres Karma, die irdischen Wohlstand nicht aufgeben können, denn es heißt: Wohlstand ist der Friedhof des Geistes.“ Wie ihr außerdem wisst, verstopft irdischer Wohlstand das geistige Gehör. Viele aber verbergen unter der Maske des Wohlstandes das größte Unglück. Deshalb wird kein Wissender die Maßstäbe des irdischen Wohlstandes anlegen. Man sollte nach den Gipfeln messen und nicht an unterirdische Ströme denken.

 

       392. Den Lehrer freut es, zu sehen, wie ihr euch daran gewöhnt, Verständnis für die Möglichkeiten aufzubringen, die Schwierigkeiten bieten. An dieses gesegnete Verständnis sollte man sich gewöhnen, denn es ist eine der ersten Bedingungen, um dem Hierarchen nachzufolgen.

       Manchmal weise Ich euch an, zu schweigen. Man muss auch die Bedeutung der Spannung des Raumes durch

[Russisches Original. Seite 176.]


bewusstes Schweigen erkennen. Auch an den Rhythmus der Wiederholungen muss man denken. Es ist nicht weise, die Hilfe der Technik und der verschiedenen Umstände zu übersehen. Nehmt zum Beispiel den Zustand von Kopfschmerzen, was könnte da besser sein als Schweigen? Oder bei Herzklopfen der kosmische Rhythmus, der den Puls verändert?

 

       393. Dienst wird oft als eine der Wahrheit völlig widersprechende Offenbarung angesehen. Man betrachtet Dienst als etwas, das nicht der Wirklichkeit entspricht. Man betrachtet Dienst als ein Ritual, als einen Rhythmus, der zufällig ins Leben tritt. Aber man muss erkennen, dass Dienst eine Kette ist, die das Höhere mit dem Niederen verbindet, sich im Leben verwirklicht und durch das offenbarte Wesen vorherbestimmt ist. So führt die ganze Kette des Dienstes in die Hierarchie des Heils. So bilden alle Taten eine Verbindungskette; daher kann das Gesetz der Hierarchie uns zum Höchsten Heil führen.

 

       394. Die Energieverstärkung zwischen Schüler und Lehrer geht ähnlich wie bei einer Dampfmaschine vor sich - ein stetes Senden und Abgeben. Deshalb weisen Wir so inständig darauf hin, wie unerlässlich Übereinstimmung in Wohlwollen, Strebsamkeit und Dankbarkeit ist. Nur durch diese Mittel kann die Dynamik der Übereinstimmung entwickelt werden. Eine Dampfmaschine ist mit einer Feuerung, Wir sind mit einem Vorrat an unerschöpflicher psychischer Energie ausgestattet.

       Ihr sollt nicht denken, dass die erwähnten Eigenschaften für Uns nötig wären, ganz im Gegenteil - ihr benötigt sie. Wie wollt ihr sonst die Verbindung mit Uns festigen? Der mächtige Rhythmus des Dynamos des Geistes kann weder durch Zweifel noch durch Selbstsucht, noch durch Selbstbemitleidung bekundet werden, sondern nur durch ungeteiltes,

[Russisches Original. Seite 177.]


tatkräftiges Streben zu Uns. Dieses Streben muss ins Leben eingehen. Man sollte sich vor Augen halten, dass jedes physische Gesetz an die unerschütterlichen Gesetze des Geistes erinnern muss. Mit solch einem Bewusstsein könnt ihr wirkliche Mitarbeiter an der Verwandlung des Lebens werden.

 

       395. Die Menschheit versank in Relikten, in alten Gedanken, jenseits der Erkenntnis des bestätigten Seins. So verwest der Geist der verschobenen Völker unter den scheidenden Energien von Scheinheiligkeit und Aberglauben. Die Grundlage dieser Verwesung - die Kirche, die Schrecken sät - ist unzulässig.

       Ein Staat, der durch Verrat wirkt, kann nicht bestehen. So muss die Erneuerung des Geistes diese Schrecken beseitigen, die den Planeten verschlingen. Daher kann allein die Hierarchische Kette das menschliche Antlitz wiederherstellen. So baut sich mittels der ewigen Hierarchie eine neue Verwirklichung auf.

 

       396. Wenn die Welt erbebt und sich die Menschheit in Aufruhr erhebt, dann verbleibt nur ein Rettungspfad. Warum nicht den Pfad des höchsten und schöpferischen Aufstiegs des Geistes erkennen?! Wie ist es möglich, dass man gerade jetzt, wo sich alle alten Wege als zerstört und alle alten Energien als überholt erweisen, wo selbst der Planet seine Kruste verschiebt, nicht mit seinem ganzen Geist die neue Verwirklichung und die erneuernden Energien annimmt, die der Macht der Hierarchischen Kette entströmen?!

       Nur so kann die Menschheit zu den höchsten Energien herangezogen werden. Folgt man den Grundlagen des Kosmischen Magneten, dann wird die höchste Erscheinung den Geist zum Höchsten ziehen.

[Russisches Original. Seite 178.]


So schafft das höchste Gesetz der Hierarchie durch das Heil, indem es eine bessere Zukunft verwirklicht.

 

       397. Im Trance wird selbst der Durchschnittsmensch gewandt, kühn und unermüdlich und beginnt vieles zu verstehen, was ihm noch unzugänglich ist, und die Erscheinung der unsichtbaren Welt wird für ihn offensichtlich, nur weil er sich eine Zeitlang von der niederen physischen Welt loslöste. Doch kehrt der Mensch in sie zurück, verliert er sein höheres Wesen (…).

       Man muss eine Brücke finden, um das Bewusstsein nicht zu verlieren und durch die höhere Welt bereichert zu werden. Agni Yoga wird gegeben, um die Menschen an der höheren Welt teilnehmen zu lassen.

       Man wird fragen: „Wozu die Schmerzen eines Yogi?“ Sie sind natürlich die Last dieser Welt. Schmerzen sind unnötig, wenn der kosmische Rhythmus nicht gestört wird. Daher ist es für einen Yogi von Nutzen, einen gut abgestimmten Kreis um sich zu haben, um den sich nahenden kosmischen Wellen eine gewisse Form zu verleihen. Wenn Ich daher von Übereinstimmung spreche, denke Ich nicht nur an Feinfühligkeit, Ich weise auf einen nützlichen Aufbau hin.

       Die Hierarchie fußt auf genauen Gesetzen. Wir, die sie erkannt haben, nehmen die Verantwortung auf Uns, diese Leiter des Lichts zu schützen. Man muss dies unermüdlich wiederholen, damit sich der Aufbau der Hierarchie dem Gehirn als Muster einprägt.

 

       398. Die Auftürmung kosmischer Energien entspricht der Verwirklichung der menschlichen Verwirrungen des Geistes. Bei solcher kosmischer Übereinstimmung können die Verwirrungen nur durch solch einen mächtigen Hebel wie die Hierarchie gelöst werden. Wenn die Kette der Ereignisse die alten Grundfesten zerstört, indem sie den Raum mit rastloser

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Energien sättigt, dann bedarf es natürlich einer Macht, die alle Energien zu einem neuen Aufbau antreibt. (…)

       Für die Welt ist die Hierarchie die Bestätigung der kosmischen Dimension. Im Kosmos wird alles durch die bestätigten Dimensionen der machtvollen Hierarchie verbunden. So sind alle Energien miteinander verbunden. So ist der Faden des Herzens mit der offenbarten Hierarchie verbunden. So bildet dieses gewaltige Band das kosmische Wesen.

 

       399. Wenn eine neue Rasse gesammelt wird, ist der Sammler ein Hierarch. Wenn für die Menschheit eine neue Stufe errichtet wird, ist der Erbauer ein Hierarch. Wenn die vom Kosmischen Magneten bestimmte Stufe nach dem Lebensrhythmus erbaut wird, steht ihr ein Hierarch vor. Es gibt keine Lebenserscheinung, deren Kern nicht ihren Hierarchen hätte. Je mächtiger die Stufe, desto mächtiger der Hierarch.

 

       400. Im Vergleich mit dem Pflanzenreich bietet das Tierreich weit mehr durchführbare Experimente. Verstände man Agni Yoga, so könnte man fühlen, wie weit sich der Einfluss des Menschen auf Tiere erstreckt. Man kann gewahren, wie sehr Gereiztheit, Furcht und Sicherheit auf sie übertragen werden.

       Sicherlich, das Gesetz des Yogitums reicht vom tödlichen Auge bis zur Auferstehung. Aber über eine Unzahl von Zwischenstufen kann man verschiedene Wirkungen wahrnehmen.

       Jene, die sich Agni Yoga nähern, muss man vor den möglichen Folgen gedankenlosen Vorgehens warnen. Wie viele nicht wahrnehmbare Unannehmlichkeiten könnten einfach durch Selbstbeherrschung vermieden werden, die man sich angewöhnen muss. Wie viele durch Jahrhunderte gesammelte Errungenschaften werden

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durch ein unbeherrschtes Gebrüll hinweggefegt! Man muss an die Selbstvervollkommnung denken. Man muss die Überlegenheit des Geistes in sich wecken, die durch die Hierarchie immer unterstützt wird.

 

       401. Die Überlegenheit des Geistes wird nicht aufkommen, wenn wir sie nicht erstreben. Man muss sich mit dem Gedanken der Vergänglichkeit der irdischen Stunde und mit der Unwandelbarkeit des Unbegrenzten vertraut machen. So untrennbar verbunden sind Agni Yoga, Unbegrenztheit und Hierarchie. Gleicherweise vermag man sich in den Mikrokosmos des Herzens zu versetzen, der die Widerspiegelungen der fernen Welten in sich birgt. Wie fesselnd ist es, in sich jene Rhythmen zu erkennen, die den Planeten leiten! Gewiss, zur Zeit von Verwirrungen ist es schwierig, aber wie herrlich ist es, sich dem Kosmischen Magneten anzuschließen!

 

       402. Alle kosmischen Verwirrungen spiegeln sich den Lebenserscheinungen wider in und werden durch diese wechselseitig angespannt. Jede Energie entspricht einer Lebenserscheinung. Wenn sich auf dem Planeten Unausgeglichenheit und Zerstörung der alten Grundfesten kundtun, so verstärken sich das unterirdische Feuer, die Wirbelwinde und die physischen Zerstörungen der Erdkruste gewaltig.

       Wird auf dem Planeten das feurige Zeichen der Hierarchie verwirklicht, so verstärken sich die Zustände natürlich durch belebende Feuer. So wird die große Verwirklichung durch das höchste Feuer des Lebens der Hierarchie errichtet.

 

       403. Könnt ihr in den Weisungen des Lehrers Herabsetzung aufzeigen? Ihr könnt es nicht, denn dann wäre der Lehrer seines Titels unwürdig. Aber könnt ihr für eure Taten bürgen, da Herabsetzung der Bruderschaft widerspricht? Herabsetzung ist Involution,

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Erhöhung Evolution. Wir dienen der Evolution. Man kann Weisungen, Warnungen und auch Empörung finden, Herabsetzung jedoch gibt es in Unseren Werken nicht. Selbst Unsere Gegner werden nicht herabgesetzt.

       Es lassen sich besonders zwei Arten von Menschen unterscheiden: Die einen schaffen selbst aus einer kleinen Andeutung etwas Großes, die anderen hingegen machen auch aus einer herrlichen Vision ein abschreckendes Bildnis. Jeder urteilt nach seinem Bewusstsein. Der eine besitzt Herzensgröße, der andere hat ein Herz wie eine vertrocknete Morchel, so dass man sie einwässern muss, bevor sie brauchbar wird.

       Wahrlich, man muss alle Fehler sühnen. Denkt an dieses Gesetz!

 

       404. Es heißt: „Das Hemd brennt am Leib des Verräters“. Man kann beobachten, wie in der Nähe einer ungesunden psychischen Energie Sachen verderben.

 

       405. Wenn sich das Feuer der Zentren verstärkt, bedeutet das, dass man eine Entsprechung mit den kosmischen Perturbationen finden muss. Durch die enge Verbindung zwischen dem Kosmos und einem Agni Yogi sind die Zeichen genau und ermittelbar. So bekundet die Verbindung einen Einklang mit sämtlichen Strömen des Raumes. So entfaltet ein bestrebter Agni Yogi eine auf alle feurigen Erscheinungen antwortende Schwingung. Deshalb muss die Gesundheit gehütet werden. Es ist eine sehr bedeutsame Zeit. Der Raum vibriert, und die Wirbel sind gewaltig.

 

       406. Ein Wanderer bedarf der Hinweise. Erfolg ist eine sehr empfindsame Blume. Die Samen können nur zu einer bestimmten Zeit gesetzt werden. Man muss das Haus beizeiten verlassen. Aber wenn der Lehrer das Säen anordnet, sollte keinen Augenblick gezögert werden. Nur Kinder können meinen, dass, wenn das Heute vorübergegangen ist, es morgen besser sein wird. Aber ein mutiger Verstand begreift, dass

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ein versäumter Erfolg sich nicht wieder einstellt. Auch die Sonne scheint nicht gleichmäßig.

       Man sollte ein verfeinertes Verstehen entwickeln. Die Verwirrung der Zeit wird zunehmen. Wer gestern nicht erkannte, wird sich morgen nicht zurechtfinden. Der Lehrer sieht unaufschiebbares und sofortiges Säen voraus.

 

       407. Wie ein Orkan Haufen Gold ans Ufer schwemmen kann, so können menschliche Unruhen Schätze einbringen. Man muss bedenken, dass Unruhen die Energien steigern. Der Lehrer steht auf der Wacht. Der Lehrer beobachtet das unsichtbare Wirken. Er weiß, wer erkennt und fähig ist, die Gaben zu empfangen.

 

       408. Die Könige des Geistes – wo sind sie? Oft stellen sich die Menschen auf die Höhe eines Königs des Geistes, vergessen aber, dass die wichtigste Eigenschaft eines Königs des Geistes die Nachfolge eines Hierarchen ist. Kann man durch Geringschätzung des Hierarchen die Höhe eines Königs des Geistes ersteigen? Kann man den Hierarchen herabsetzen und für sich Achtung erhoffen? Beflecken sich nicht jene untilgbar, die den Hierarchen bekämpfen?

       So möge die Menschheit daran denken und überlegen, wie man ein wahrer König des Geistes werden kann! So mögen jene, die Könige des Geistes werden wollen, gewarnt sein. Nicht durch Selbsterhöhung erreichen wir das Königtum des Geistes. Nicht durch Streben nach Selbstverurteilung kann man die Stufe eines Königs des Geistes erreichen.

       So raten Wir jedem, einem Hierarchen nachzufolgen.

 

       409. Wir besitzen eine Liste von denen, die dem Hierarchen nachfolgen, von denen, die gegen den Hierarchen angehen, und von denen, die offensichtlich gegen das Höchste angehen. Gewiss, das Leben dessen, der den Hierarchen wenn auch nur einige Male bekämpft, wird sehr schwierig sein,

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denn so ist das Lebensgesetz. Daher muss man erkennen, wie wichtig es ist, dem Hierarchen nachzufolgen.

       So muss die bedeutsame Zeit bestätigt werden. So sollte man die offenbarte Zeit begreifen. So verwirklichen Wir die Neue Welt. Gewiss, die Finsteren toben und fürchten sich, aber Wir sind mächtiger als die Finsternis. So verurteilen sich alle Dugpas* selbst zur Vernichtung.

 

       410. Wieder werden die Verneiner der Hierarchie kommen und sie als Zwangsherrschaft bezeichnen. Wieder werdet ihr ihnen sagen: „Hierarchie hat nichts mit Zwang zu tun. Es ist das Gesetz, das sich offenbart.“

       Wir sind gegen jede Art von Zwang. Wir lenken die Energie nicht ohne die Einwilligung des Mitarbeiters. Wir kennen die Wertlosigkeit alles Oberflächlichen und von außen Angetriebenen.

       Wie ein Baumeister rufen Wir Mitarbeiter herbei. Doch wer Unseres Bootes nicht bedarf, dem überlassen Wir es, den Ozean selbst auf einem Bambusrohr zu überqueren. Doch die Menschen fürchten sich über jede Mitarbeit oft derart, dass sie lieber im Morast versinken, als sich mit dem Höchsten zu verbinden.

       Öfter werdet ihr euch mit Menschen der Hierarchie wegen entzweien. Sie werden eher Unbegrenztheit annehmen, weil sie ihr gegenüber keine Verantwortung fühlen. Doch die Unvermeidbarkeit des Gesetzes der Hierarchie stört den beschränkten, sich selbst liebenden Verstand.

       Seid dort nicht hartnäckig, wo ihr seht, dass der Pfad beschmutzt wird. Man kann gegen Karma nicht ankämpfen. Aber viele Toren haben gegen die Hierarchie gesündigt, daher schäumen sie vor Gereiztheit!

 

       411. Wenn die Welt in die Finsternis der Verneinung versinkt, ist die Zerstörung der alten, unbrauchbaren Fundamente gewiss zu erwarten,

[Russisches Original. Seite 184.]


denn wie anders kann die Welt erneuert werden? Wie kann die Menschheit zur Besinnung gelangen, wenn nicht durch Zertrümmerung aller unbrauchbaren Grundpfeiler?

       Nur wenn die Menschheit die neuen und bestätigten erhabenen Prinzipien der Hierarchie erkennt, kann es für sie eine Rettung geben. So ziehen Wir den Planeten mit aller Kraft zu den Prinzipien der Hierarchie des Heils. Der Verlust der höheren Begriffe muss ersetzt werden, weil jedes verlorengegangene Prinzip kosmische Umwälzungen mit sich bringt. So muss die Menschheit nach dem Prinzip der Hierarchie erneuert werden.

 

       412. Nur durch Erneuerung des Denkens kann die Menschheit die neue Stufe des Planeten erfassen. Welch räumliche Spannung umgibt den Planeten! Solch unheilvolle Vorzeichen gab es nur vor einem gewaltigen kosmischen Kampf. Daher kann die Menschheit nur gerettet werden, wenn Unsere Hierarchie bestätigt wird.

 

       413. Für die heutigen Dugpas ist die Arbeit nicht besonders schwer. Es genügt allein, zu sagen: „Wie schön du bist“, und die Früchte fallen. Und wenn jemand zögert, dann rät der Dugpa zärtlich zum „Aufschub“. So wird er einen Augenblick erhaschen, in dem der Mensch nicht im Vollbesitz seiner Tatkraft und seiner Möglichkeiten ist. Gewiss, es verbleibt noch ein drittes und sehr beliebtes Mittel, nämlich Gold.

       Wir schützen nur jene auf dem rechten Pfad. Wenn jemand in Finsternis wankt, fällt er aus dem Bereich des Strahles.

 

       414. Welche Dornen flechten die Menschen in ihren Lebenskranz! Welche Kraft vergeuden die Menschen, um sich jenen Prinzipien zu widersetzen, nach denen das Leben erhalten wird!

[Russisches Original. Seite 185.]


Mit wie vielen unnötigen Dornen umgeben sich die Menschen und verwandeln ihr Leben in Rückschritt!

       Für die Menschen wird die höchste Weisheit unverständlich sein, solange sie nicht vor allem das Gesetz der Hierarchie begreifen; das, worauf das ganze Leben gründet; das, wodurch die Welt voranschreitet; das, worauf Evolution erbaut wird; das, worauf die besten Stufen und Seiten der Geschichte entstanden. So kann sich die Menschheit dem erhabenen Gesetz der Hierarchie nicht entziehen.

       Selbstvernichtung ist die einzige Richtung, wohin sich jene begeben, denen es an Verstehen der Hierarchie mangelt. So verwandeln sich die gegen die Hierarchie gerichteten Dornen in einen finsteren Weg. So muss das erhabene Gesetz der Hierarchie als leitendes Prinzip gehütet werden.

 

       415. Im Kleinen wie im Großen muss man vom führenden Gesetz der Hierarchie durchdrungen sein. Nur so wird man die große Zukunft aufbauen können. Leben wird auf das Vereinen der Bögen des Bewusstseins aufgebaut. Hierarchie und Führerschaft werden nach dem kosmischen Gesetz bestätigt.

       Daher wird Schöpfung des Geistes so wesentlich vom Kosmischen Magneten durchdrungen. So steht der Führer mit dem Kosmischen Magneten in Verbindung, und die ganze Sättigung der Welt kann durch dieses große Gesetz angespannt werden. So schaffen Wir im Verschmelzen von Bewusstsein und Herz.

 

       416. Hierarchie bedeutet planmäßige Zusammenarbeit; so könnte dieser Teil der Lehre bezeichnet werden. Aber seien wir nicht beunruhigt, wenn jemand das altgriechische Wort Hierarchie gebraucht. Wenn es jemand in seinem herkömmlichen Sinn auslegt, beweist er damit nur, dass sein Gehirn noch nicht zur Zusammenarbeit bereit ist.

 

       417.[59] Jeder Geist schafft sein eigenes Karma. Jedes

[Russisches Original. Seite 186.]


Volk schafft sein Karma. Gewiss, die Völker suchen nach einem Führer, denn selbst bestätigtes Prestige kann jene Menschen nicht stützen, die falsch denken. Weder Gold noch Schreihälse noch eine Menge unanwendbarer Ratschläge werden ein Volk retten.

       Wahrhaftig, der feurige Gedanke, der feurige Geist des Führers wird neue Wege eröffnen; daher möge zur Zeit kosmischer Perturbationen der Stern des Geistigen Führers hell erstrahlen. So möge sich aus den Ruinen der alten Welt das Erhabene Reich des Lichts erheben!

       So offenbarte sich die Anziehung als eine große Macht. So hat die Zeit der großen, vorhergesehenen Neuen Welt begonnen. Daher, wehe denen, die gegen die Hierarchie vorgehen!

 

       418. Krankheiten werden unterteilt in heilige, karmische und zugelassene. Die beiden ersten Begriffe sind leicht verständlich, aber gerade im Buch „Hierarchie“ müssen die zugelassenen erwähnt werden.

       Wer oder was lässt diese Krankheiten zu? Natürlich Unwissenheit und der Schrecken der fehlenden Erkenntnis. Es genügt nicht, nicht an sie zu denken. Kinder denken auch nicht an sie und werden angesteckt. Man muss sich im Bewusstsein schützen und durch Nervenausstrahlungen einen unanfechtbaren Panzer schaffen. Auch heftige Epidemien können sich nicht ausbreiten, wenn die Menschen ihr Bewusstsein beherrschen.

       Das Experiment mit der Substanz der psychischen Energie könnte aufzeigen, welch gewaltiges Antiseptikum die Menschen in sich tragen. Dafür sind zwei Bedingungen erforderlich. Erstens: Die Erkenntnis der psychischen Energie. Zweitens: Die Erkenntnis der Hierarchie, als den einzigen Pfad für den Anstieg der psychischen Energie.

       Die Hierarchie darf nicht als etwas Abstraktes angesehen werden. Man sollte sich fest aneignen, dass sie

[Russisches Original. Seite 187.]


der stärkste Lebensspender ist. Wir nennen sie das primäre Heilmittel. Aber wie jede Pille geschluckt und jede Salbe eingerieben werden muss, und man von einer Arznei, die im Koffer verborgen ist, keine Wirkung verspürt, so muss auch der Segen der Hierarchie durch Streben empfangen werden. Daher wird ein unbeugsames Streben eine heilende Wirkung verleihen.

 

       419. Ihr habt viele magische Methoden kennengelernt und seid schließlich zum Verstehen des Magneten des Herzens und zur Erkenntnis der psychischen Energie gelangt. Wozu braucht man schließlich ein Ersatzmittel, wenn man die Kraft der Quelle selbst empfangen kann?

       Die Menschen häufen vieles an, anstatt zur Höheren Welt zu streben. Sie meinen, es sei leichter, unverstandene Formeln zu wiederholen, als zu erkennen, was dem menschlichen Wesen am nächsten liegt.

       Den Menschen ist es fremd, nach Oben zu streben, wenn der Geist leidet. Doch wäre es nicht besser, nach Oben zu streben als zu leiden?

 

       420. Erleuchtung des Geistes! Wie kann man diese Stufe erlangen? Wie kann man in die Primäre Quelle der Wahrheit eindringen, wenn nicht durch Nachfolge der Hierarchie? Der Geist kann nur durch die Quelle des Lichts erleuchtet werden. Wo kann man einen leitenden Strahl finden, wenn nicht in der Hierarchie? Die Menschheit hat ihre Kraft nicht aus sich geschöpft, sondern aus der Macht der großen Hierarchie.

       So hat Unsere Schöpfung die Menschheit Jahrtausende hindurch geleitet. So kann der Mensch nur durch die Höhere Macht der Hierarchie gelenkt werden. Die Erleuchtung des Geistes ist nämlich der Pfad der Nachfolge der höchsten Hierarchie!

       Daher können die nach Wahrheit Suchenden den Sinn des Daseins

[Russisches Original. Seite 188.]


nur im Pfad des Aufstiegs zur Hierarchie finden. Anders bleibt das Leben ein unentrinnbarer Kreis, und der Geist wird in Jahrtausenden nicht seine Befreiung finden. So ist das Gesetz der Hierarchie das führende Prinzip.

 

       421. Ohne seine Kraft aus der Hierarchie zu schöpfen, kann der Geist sich weder behaupten noch seine Stärke entfalten. Ohne die Höhere Macht anzuerkennen, kann der Geist keine Macht offenbaren. Daher ist jeder Schöpfer des Lebens ein Glied der großen Hierarchie. So ist auch Unsere Führung die große Regentschaft.

 

       422. Wenn ihr wisst, dass ein begeisterter und selbstverleugnender Gedanke die Aura physisch verändert und sogar von den Schultern ausgehende Strahlen hervorruft, dann kennt ihr bereits eines der großen Mysterien der Welt. Jede Sichtbarkeit ist der Reflex einer materiellen Reaktion. So wie Gereiztheit Imperil erzeugt, so muss jeder erhabene Gedanke eine entgegengesetzte, nämlich eine segensreiche Substanz schaffen - und so ist es. Segen ist eine völlige Realität. Er wird im Bereich des Herzens geboren und wirkt auf die Gehirnsubstanz.

       Das tibetische Ringse* hat eine tiefe Bedeutung - es ist der Kristall, der durch die Ablagerung von offenbartem Segen entsteht. Gewiss, es ist schwer, die Substanz des Segens zu Lebzeiten zu erforschen, weil man das Herz und das Gehirn nicht berühren kann. An das Imperil in den Nervenkanälen der Gliedmaßen kann man leichter herankommen. Außerdem wäre es ungerecht, der Menschheit die negative Substanz zu enthüllen und das Vorhandensein der überaus rettenden Substanz nur theoretisch anzudeuten. Allerdings wird man in dem Laboratorium, das geschaffen wird, beide Substanzen nachweisen.

       Wir werden

[Russisches Original. Seite 189.]


den gewöhnlichen Versuchen nicht beistehen, aber wo die Stufen der Evolution errichtet werden, wird Unsere Hand Wache halten! Als erstes werden Wir den Weg zur Feststellung von Imperil bezeichnen. Nachher werden Wir die Wege zur Enthüllung des Segens bestimmen. Wenn die Wissenschaft des Altertums Fragmente der Erinnerung an die Ablagerungen des Segens bewahrte, dann kann der Biochemiker gewiss mehr zeitgemäße Beweise liefern.

       Später werden diese Versuche über die Substanzen des Organismus auf die räumlichen Energien übertragen. Und man wird wiederum begreifen, warum der Segen in engstem Zusammenhang mit der Hierarchie steht.

 

       423. Es ist gewiss nicht notwendig, Gereiztheit hervorzurufen, denn die Menschen sind bis zum Rand mit ihr gefüllt. Man braucht nur sechs Menschenähnliche in einen Raum zu sperren, und nach einer Stunde wird die Tür vor Imperil erbeben. Schwerer ist es mit dem Segen, aber auch hier werden das Wissen des Agni Yoga und die Mitwirkung bestimmter Pflanzen ein sichtbares Ergebnis zeitigen.

       Begreift somit, worauf sich einige Versuche richten. Gewiss, die Verdichtung des Astralkörpers wird auch unersetzliche Möglichkeiten bieten. Die schwere Zeit drückt, aber neue Annäherungen und der Schritt der Neuen Welt sind bereits vernehmbar.

 

       424. Rosen sind segensreich. Es sollten alle Hilfsmittel gesammelt werden. Nicht ohne Grund war die Rose in der Alchemie das Symbol des Mysteriums. Aber heute wird Rosenöl schlecht zubereitet.

 

       425. Wahrlich unergründlich sind Unsere Wege! Den Unwissenden scheint es, als gäbe es keine unsichtbare Welt. Sie hegen gegen alles Vorurteil, was sie mit ihren groben Sinnen nicht wahrnehmen. Wahrlich, der Mensch kann

[Russisches Original. Seite 190.]


die okkulten Wege nicht erfassen! Denn wie sind die höchsten und endlosen Lebensgrundlagen zu verstehen? Der Mensch muss sämtliche feinen Empfindungen erkennen und fühlen; andernfalls kann es weder Entsprechung noch eine durch das Verstehen der Hierarchie offenbarte Verwirklichung geben.

 

       426. Glaube ist das Vorgefühl von Wissen. Durch die Vielfältigkeit des Existierenden hat Glaube eine wirkliche Grundlage. Glaube spannt wie ein Antreiber die Energie und damit die Leistungsfähigkeit des Raumes. Die Anspannung der Energie kann man gutheißen, wenn sie mit der Offenbarung der Substanz des Segens zusammenhängt. So können Wir zusammen mit einem erhobenen und verfeinerten Bewusstsein den offensichtlichsten Pfad des Glaubens aufzeigen. Die Hierarchie ist natürlich jenes Megaphon, das den Himmel in Donner erschallen lässt.

 

       427. Verzweiflung ist der Verlust des Glaubens. Aber Glaube ist Wissen. Deshalb ist Verzweiflung der Tod des Wissens, der Tod aller Aufspeicherungen. Verzweiflung ist immer mit Ausweglosigkeit verbunden. Die übliche Methode der Finsteren ist, ihre Opfer in einen ausweglosen Kreis zu sperren und sie zum Verbrechen zu drängen.

       Gewiss, wohin kann sich das Opfer wenden, wenn es vom Pfad nach oben nichts weiß? Für jene, die den Segen der Hierarchie kennen, kann es so etwas wie Ausweglosigkeit und Verzweiflung nicht geben. So kann man verfolgen, wie sehr die Lehre einen bedeutenden unmittelbaren Nutzen im Auge hat, der jedem zuteilwird, der nach oben blicken kann.

 

       428. Man muss es lernen, sich an die Hierarchie - als an das Unwandelbarste - zu wenden. Welche Macht kann einem die Anrufung der Hierarchie ohne Verlust und ohne Schwanken bieten!

[Russisches Original. Seite 191.]


Denn Schwankungen, obgleich sie kürzer sind als ein Herzschlag, können das Bewusstsein ärger verletzen als eine tödliche Viper. Man muss sich an den ständigen Verkehr mit der Hierarchie gewöhnen. Nur so wird das Nest des Lebens im Herzen erbaut.

 

       429. Die irdische Lebensspanne kann ohne die Hierarchie nicht durchlebt werden. Aber der Unterschied liegt darin, welche Hierarchie vom Bewusstsein erfasst werden kann. In der Zersetzung kann man sich der Hierarchie des Goldes zuwenden und sogar der Hierarchie der Schwelgerei.

 

       430. Welche Bedeutung messen die Menschen ihrem Ego bei! Wie sich die Menschen fürchten, dass ihre Persönlichkeit von etwas berührt wird, das ihrem Bewusstsein unbegreiflich ist! Wie sich die Menschen fürchten, am Höchsten festzuhalten und es vorziehen, an der Grenze der Finsternis zu verharren!

       Jeder Vorsatz bringt eine bessere Entscheidung näher, wenn der Geist zur Hierarchie des Heils bestrebt ist. Der Mensch kann jede offenbarte Stufe evolutionär ersteigen, wenn er die führende Hand und jede Weisung der Hierarchie annimmt.

       Die Geschichte wird durch die Hierarchie des Lebens gemacht. Die besten Stufen der Menschheit wurden durch die Hierarchie erbaut. Die besten Errungenschaften wurden verwirklicht. Daher kann man nur durch die Hierarchie das Ziel erreichen.

       So wird die große Zeit bestätigt, und Wir erfüllen den Raum mit dem erhabenen Ruf.

 

       431. Ein feinfühliges Ohr steht dem feinfühligen Herz nahe. Ein feinfühliges Herz verwandelt das Gehirn. Der Mangel an Herz vernichtet alle früheren Aufspeicherungen. Welchen Nutzen hat die Schreibkunst, wenn das oberflächliche Auge nur die Kurven einer Hieroglyphe misst?! Bedrückend ist die Last dieser Welt. Gefüllt bis zum Rand ist der Kelch des Hüters des Magneten.

       Lodernde Herzen können die Vernichtung der Substanz des Segens

[Russisches Original. Seite 192.]


überall bekämpfen. Man sollte begreifen, warum man sich angewöhnen sollte, das Herz als Antreiber des Daseins zu verstehen. Man kann erkennen, wie der Faden des Herzens sich mit der Hierarchie verbindet. Ist das Herz vertrocknet, wird das Gehirn nicht das Bewusstsein entzünden. So erkennen wir auf chemische Weise, dass ein Organismus Teil des großen Herzens des Universums wird. Wenn ich zur Vorsicht mahne, heißt das, dass äußere Umstände den übervollen „Kelch“ erbeben lassen.

 

       432. Wie hofft denn die Menschheit, ihr Karma zu retten und ihre Evolution voranzubringen? Doch nicht durch Verneinung der großen Grundlagen; doch nicht durch die Herabsetzung der höchsten Prinzipien; doch nicht durch Vernichtung der bestätigten und offenbarten Uranfänge.

       Aber die Menschheit fährt fort, ihren Prinzipien Vernichtung zugrunde zu legen und erkennt nicht, dass Loslösung von der großen Hierarchie sie zum Abgrund trägt. So ist Selbstvernichtung das Los aller Diener der Finsternis. Solange sich daher die Menschheit nach den von der Finsternis errichteten Begrenzungen ausrichtet, wird sie den einen Pfad zum Höchsten Licht und zur Rettung nicht finden.

 

       433.[60] Welcher Staat floriert ohne einen großen Führer? Welches bestätigte Beginnen hatte Bestand ohne einen Führer? Wahrlich, man muss begreifen, dass der Begriff Führer die Synthese aller höheren Bestrebungen darstellt. So kann nur der Begriff der Hierarchie, eines Erleuchteten Führers, dem Geist die Richtung weisen. So mögen alle, alle, alle darüber nachdenken und sich die Macht der Hierarchie merken. Nur durch dieses Verständnis kann man voranschreiten. Nur durch dieses Verständnis kann man ans Ziel gelangen.

       Man möge sich merken, dass jeder auf die Hierarchie geworfene Stein sich in einen Berg gegen einen selbst verwandelt. So

[Russisches Original. Seite 193.]


mögen es sich alle merken. So verkünden wir den Führer - den Hierarchen!

 

       434. Helft einander, hört ihr! Helft im Kleinen wie im Großen. Hilfe ist ein Pochen an das Tor der Zukunft. Ihr wisst es nicht, welcher Tropfen die Schale bis zum Rand füllt.

       Ich will euch an eine Geschichte aus dem alten Indien erinnern:

       König Rischiputra konnte nicht schlafen. Er rief einen Weisen, ihm wieder den Schlaf zu bringen. Der Weise sagte: „König, durchsuche dein Lager.“ Das königliche Lager wurde durchsucht, und in den Falten des Betttuches wurde ein Stein gefunden. Der König freute sich und meinte, dies sei die Quelle seines Unglücks. Aber der Schlaf stellte sich nicht ein, und der Weise wiederholte seinen Rat.

       Das Lager wurde von neuem durchsucht, und ein toter Schmetterling wurde gefunden. Wieder war der König gewiss, dass die Ursache seiner Schlaflosigkeit entdeckt wurde. Aber der Schlaf blieb aus.

       Der Weise sagte: „Es gibt keine Wirkung ohne Ursache. König, durchsuche selbst dein Lager, denn niemand vermag das eigene Auge zu ersetzen.“ Und der König fand ein Goldkorn unter seinem Kissen, so klein wie ein Senfkorn. „Dieses winzige Korn konnte mir nicht geschadet haben“, dachte der König, aber alsbald schloss der Schlaf seine Augen.

       Am Morgen wandte der Weise sich an den König: „Niedergang des Geistes wird nicht nach Vierteln gemessen. Die Kriegsschätze können das einer Witwe genommene Korn nicht aufwiegen. Hilf, König, wo immer du helfen kannst.“

       Helft, soweit die Hand reichen und der Gedanke fliegen kann. So werden wir an das Tor der Zukunft pochen. So lasst uns bedenken, dass jede Stunde, die man sich selbst entreißt, der Zukunft zugerechnet wird.

       Man muss sich an die Tatsache gewöhnen, dass die Zusammenarbeit mit Uns alles zuführt, was gebraucht wird, wenn die Hand nicht vertrocknet, welche die Leitung hütet.

[Russisches Original. Seite 194.]


Das mit Hilfe lodernde Herz ist Unser Herz. So können wir der für die Unwissenden schrecklichen, aber für die Wissenden glänzenden Zeit entgegengehen.

 

       435.[61] Wann wird die Menschheit wohl verstehen lernen, worin die wahre Würde eines Volkes besteht? Wann wird die Menschheit wohl verstehen, dass der okkulte Geist behütet werden sollte und dass die Gedankenträger, als die einzige Quelle, Völker führen können? So kann man durch Vernichtung des Gedankens einem Volk seine Kraft oder seinen bestätigten Einfluss rauben.

       Daher sollte jedes Volk vor allem auf den Steuermann achten, da ohne Steuer das Boot dem Sturm nicht widerstehen kann. Daher muss die große Fürsorge für das Volk sowie jeder Aufbau auf die Hierarchie gründen. Denn jeder Aufbau muss von der Macht von Oben durchdrungen sein. Solange daher das Verstehen der Hierarchie nicht verwirklicht ist, wird die Menschheit in die Unwissenheit und Finsternis der Zerstörung sinken.

       Darum sind die Finsteren auf der Hut, denn sie fühlen, wie mächtig die Welt Umgestaltung sucht und benötigt. So verwirklichen die Finsteren ihren eigenen Untergang.

 

       436. Möge niemand meinen, dass er ohne Herzensenergie Hilfe, Zusammenarbeit und Hierarchie verstehen kann. Weder der Verstand noch intellektuelles Wissen können da erleuchten, wo allein die Anspannung des Herzens den Regenbogen des Allverstehens entzünden kann. Der Schild des Herzverstehens ist der dauerhafteste. Das Schwert durchbohrt die Offenbarung des Leides, aber das Herz ist die Festung der Helden. Euch,

[Russisches Original. Seite 195.]


den Hütern des Steins, ziemt nur Heldentum. Nur Unerschütterlichkeit und Mut ziemt euch. Die Ekstase eines Helden stellt sich mit der Anspannung des Herzens wieder ein.

 

       437. Gewiss, in der Zeit der Perturbationen gibt es für die Menschheit nur eine Rettung. Der Gedanke, der zum Verstehen der Hierarchie führt, ist der einzige Weg, der die Menschheit ans Ziel bringt - zur Verwirklichung der höchsten bestätigten Hierarchie.

       So kann man in der Zeit des Chaos sagen, dass man nur durch die Nachfolge der Hierarchie die beste Stufe erreichen kann, denn die Führung des Geistes ist die allumfassende und alles erfassende Macht.

       So kann man es bestätigen, wenn der Kosmische Magnet durch die Führung des Geistes der Menschheit seine Macht überträgt. Darum muss man den Fortschritt durch die Hierarchie als Rettung des Planeten annehmen.

 

       438. Selbst die Vorstellung wird durch langwierige Erfahrung jahrhundertealter Aufspeicherungen geschaffen. Und alle Eigenschaften des Geistes unterliegen demselben Gesetz.

       Auch die Eigenschaft des Heldentums muss im Leben geschaffen und gestählt werden. Wir erinnern zu der Stunde, in der die Stärke des Geistes erneut bekundet werden muss, nicht zufällig an die Zeit einstigen Heldentums. Wir erinnern daran, dass das glorreiche und unbesiegbare Heldentum bald offenbart werden muss. So erwachen die Aufspeicherungen des Geistes.

       Wie sonst könnte das Bewusstwerden der Schönheit des Heldentums geschaffen werden, wenn es nicht durch Erfahrung im Leben gerechtfertigt würde? Wie sonst könnte man behaupten, dass Heldentum schön ist, wenn sich der Geist nicht des Entzückens der Strahlen der Heldentat erinnerte? Was sonst könnte uns über das Chaos der Nichtigkeit erheben, wenn nicht die Flügel der Heldentat?

       So ist es das Beste, wenn die Hierarchie

[Russisches Original. Seite 196.]


einen Funken derselben Gefühle wachruft, die den Geist einst stärkten und erhoben.

 

       439. Man sollte die Rüstung des Geistes bereithalten, wenn die Feste[62] erbebt. Können sich Berge fürchten und Bäume entsetzen? Gewiss können sie das, wenn ihr Geist mit dem entwickelten Bewusstsein des Menschen in Berührung kommt. Aber kann sich ein See freuen und können Blumen vergnügt sein? Gewiss können sie das, wenn sie sogar unter einem Blick welken. Es gibt eine solche Wechselbeziehung zwischen den niedrigsten und den höchsten Gliedern der Hierarchie. Nur ein sehr verfeinerter Geist wird die Entschlossenheit aufbringen, selbst im Felsen seinen Bruder zu sehen.

 

       440. Wird der Verkehr mit Uns angestrebt, so muss große Festigkeit und große Entschlossenheit bekundet werden. Doch der geringste Verrat schafft unendlich viel Elend. Ich warne jene, die Ohren haben.

 

       441. Was kann in der gewaltigen Völkerverschiebung die rettende Offenbarung sein? Was sonst könnte die Richtung zum Heil sein, als der Weg zur Hierarchie? Sinkt der Geist der Menschheit in die niederen Schichten, was kann ihn zum höheren Verstehen führen, als die Nachfolge der Hierarchie? Es naht die Epoche des Feuers, die der Menschheit große Errungenschaft und ebenso große Umwandlung bringen wird; denn der Geist, der der Hierarchie nachfolgt, kann sich die Epoche des Feuers zu eigen machen.

       Unsere Arbeiter müssen verstehen, dass man nur durch feurige Bestrebung etwas erreichen kann. In der Epoche des Feuers kann man nur durch Feuer aufbauen. Jede Gleichgültigkeit, jede Verzögerung und jedes Aufkommen

[Russisches Original. Seite 197.]


von Selbstsucht sind Erscheinungen des Verfalls. Das Unheilvollste von allem aber ist Herabsetzung der Hierarchie.

 

       442. Wenn ihr über die „Drei Perlen der Welt“ nachdenkt, kann da euer Herz wie ein Gipfel erstarken, der den drei heiligen Flüssen Macht verleiht, die viele Länder nähren? Könnt ihr die Dreiheit des Bewusstseins meistern, ohne einen Teil zu entwürdigen? Der Geist muss sich an die Teilbarkeit gewöhnen.

       Man stelle sich inmitten von Hügelhängen einen turmhohen Schneegipfel vor, der die ganze Last der Wirbelwinde auf sich nimmt. So erhebt sich ein Archat, indem er die ganze Last der Unvollkommenheit auf sich nimmt. Wie Wolken um den Gipfel treiben und ihn den irdischen Augen zuweilen verhüllen, so durchbohren die schweren Lasten der Welt den „Kelch“ eines Archaten. Man muss über das Bollwerk des Strebens verfügen, um die Ströme zu nähren, indem man den ganzen unbezwingbaren Dienst an der Hierarchie sammelt.

       Warum wird das Dienen als groß bezeichnet? Weil es die Unbegrenztheit berührt. Mit diesem Maß könnt ihr an die „Drei Perlen der Welt“ denken.

 

       443. Wenn Ich sage, dass es wieder schwere Ströme gibt, könnte der Unwissende fragen: „Wann wird es wohl leichtere geben?“ Ich sage: „Im Abgrund der Finsternis mag es Totenstille geben, auf dem Gipfel aber gibt es den Wirbelwind der fernen Welten.“ So hütet eure Gesundheit.

 

       444. Das räumliche Feuer tobt besonders, wenn die menschliche Unvollkommenheit mächtig zutage tritt. Das Feuer, das alle lebendigen kosmischen Erscheinungen durchdringt, strebt zur Bildung neuer Körper. Weisen aber die Tätigkeiten im

[Russisches Original. Seite 198.]


Leben der Menschheit keine entsprechenden Erscheinungen auf, dann allerdings tritt sowohl im Kosmos als auch in der menschlichen Verwirklichung Zerstörung auf.

       Wie der Kosmos über ein Zentrum des kosmischen Feuers verfügt, so muss die Menschheit ihr feuriges Zentrum der Hierarchie erkennen, das sie leitet und als mächtiges führendes Prinzip durchdringt. So kann man zur Erkenntnis der Höchsten Hierarchie des feurigen Herzens streben.

       So muss die Menschheit alle besten Bestrebungen erkennen. Nur so kann man in der Evolution vorwärtskommen. Wahrlich, nur durch Nachfolge der Hierarchie kann man vorankommen. Daher kann in der großen Zeit der Umwälzung die Menschheit nur durch die Hierarchie gerettet werden. Darum ist es so wichtig, die Größe des Führers, des Erretters der Völker, zu erkennen. Die Zeit ist bedrohlich, die Zeit ist herrlich. So wollen wir eine große Zukunft aufbauen.

 

       445. Die Annäherung ist unendlich, ebenso wie die Niederlage. Wenige werden verstehen, wo es Sieg gibt und wo Niederlage. Man muss den Zusammenhang zwischen geistigem Wachstum und Sieg über die Finsternis kennen. Finsternis kann die Maja des Wohlstands erzeugen, Licht hingegen kann die Erschütterung verwirklichen. Jeder strebt dem kürzesten Weg entlang, aber wer ist imstande, sich die allerbesten Errungenschaften vorzustellen? Nur das Band mit der Hierarchie kann die Einzigartigkeit des allerbesten Pfades enthüllen.

       Unser Beschluss lautet, Heldentat als den kürzesten Pfad zu erachten. Für die anderen ist Furchtlosigkeit ein böses Zeichen. Für uns gehört es sich, den steilsten Weg nicht zu scheuen. Für sie ist jeder Aufstieg

[Russisches Original. Seite 199.]


eine unnütze Kraftvergeudung. Bei Uns ist der Strahl des Lichts eine Brücke von Granulationen*. Sie träumen von Leere. Wir verstehen jeden kühnen Vorstoß, für sie aber bedeutet er Leichtsinn.

       So steht zwischen kühner Weisheit und leichtsinnigem Verrat nur das Herz. Es behütet und öffnet die Tore der Hierarchie. Wer dem silbernen Faden folgt, der sich von seinem Herzen zum Herzen seines Lehrers spannt, der wird weniger irren.

 

       446. Man muss die einzige Richtung zu dem Herzen diejenige einschlagen, wo man nicht abgewiesen wird. Man muss den Kanal des Herzens reinigen. Wird er nicht das Sperrnetz des Planeten sein, wie die silbernen Fäden des Schicksals? Man sollte über das Herz nicht so denken wie über ein Klümpchen niederer Materie, womit könnte man sich sonst mit der Höheren Welt verbinden?

       Man muss sich an den Gedanken an den Sieg gewöhnen, sonst werden viele Niederlagen als Folge von Gleichgültigkeit auftreten. Gleichgültigkeit ist bereits Niederlage. Wie in der Gegenwart, so in der Zukunft.

 

       447. Beim großen Aufbau gibt es natürlich auch einen großen Kampf, denn die Finsteren fürchten, ihre Rüstung zu verlieren. So ruft jedes Streben zum Guten sicherlich Angriffe hervor. Aber man sollte die Unverletzlichkeit der Diener des Lichts kennen, denn wenn das Herz, erfüllt von der Hierarchie, lodert, können alle feindlichen Angriffe bewältigt werden.

       Man muss begreifen, dass jedes persönliche Beginnen die Wurzeln des großen Aufbaus untergräbt. Auf diese Weise wird von der Menschheit so viel Wunderbares vernichtet, weil die Führung zurückgewiesen wird. Daher wird keiner Erfolg haben,

[Russisches Original. Seite 200.]


der die Größe der Führerschaft nicht erkannt hat. So müssen sowohl die Nächsten als auch die Entferntesten den Strom jedes bestätigten Gesetzes fühlen.

 

       448. Hierarchie bedeutet Zusammenarbeit. Bei Zusammenarbeit ergibt die Anspannung der Energie einen ständigen Umlauf von Funken von oben nach unten und von unten nach oben. Der Dynamo, der diesen flammenden Strom erzeugt, ist das Herz. Das bedeutet, dass die Hierarchie vor allem die Lehre des Herzens ist. Man sollte das Herz als die zentrale, antreibende Kraft verstehen lernen. Ohne die Bedeutung des Herzens zu verstehen, kann man die Flamme nicht verstehen.

       Ich sprach zu euch von vielen Zentren, jetzt aber möchte Ich besonders den „Kelch“ und das Herz hervorheben. Der „Kelch“ ist die Vergangenheit, das Herz die Zukunft.

       Jetzt begreifen wir sicherlich, dass sich der Aufstieg nur dem einen silbernen Faden entlang vollzieht! Seien wir daher beim uns bestimmten Aufbau besonders vorsichtig. Der Chemiker schätzt eine seltene Reaktion in einer bestimmten Retorte[63], und durch nichts in der Welt kann diese Reaktion wiederholt werden, wenn die Retorte zerbrochen wird. Ebenso ist es mit Unserem Aufbau.

 

       449. Das Herz muss als das einzige natürliche Bindeglied zwischen der sichtbaren und den unsichtbaren Welten betrachtet werden. Viele Sekretionen verbinden die niedrigsten Sphären beider Welten, aber nur der Faden des Herzens kann in die Unbegrenztheit führen. Darin liegt der Unterschied zwischen Magie und der Natur des Geistes. Darum rate Ich, zuallererst dem Herzen als Quelle der vom Schicksal bestimmten Vereinigung der Welten Aufmerksamkeit zu schenken. Man sollte nicht denken, die Hierarchie bedeute nur Disziplin, sie ist der Aufstieg in die Höhere Welt.

[Russisches Original. Seite 201.]


       450. Die Erkenntnis der Unabänderlichkeit des Planes lenkt jede Denkrichtung zur Seite der Wahrheit. Die Schöpfung des Geistes erfordert kräftiges Vorwärtsstreben; jedes Schwanken lenkt daher ab von der Offenbarung aufbauender Annäherung. Die grundlegende Eigenschaft der Schöpfung ist die geradlinige Nachfolge der offenbarten Hierarchie. Nur so kann man bestätigen, dass der Pfad zu den höchsten Errungenschaften führt. Wie sonst könnte die Menschheit mit dem räumlichen Feuer in Berührung kommen, wenn nicht durch Annäherung an die Hierarchie? So treibt das führende Prinzip der Hierarchie die Menschheit feurig an zu neuem Fortschritt. Ohne diesen mächtigen Fortschritt wird Finsternis den Planeten verschlingen.

 

       451. Man braucht nur die Bedingungen und Vorschriften des Yoga darzulegen, und die Zahl derer, die sich anzuschließen wünschen, wird ganz und gar nicht groß sein. Für sie ist das Ablegen der Selbstsucht furchtbar: denn ein Yogi fühlt gleich in Armut und Überfluss; er fühlt sich nur als Verwalter der Mittel; ein Yogi fühlt seine Bestimmung, der Welt Nutzen zu bringen, und sein Festtag ist der Verkehr mit den Höheren Kräften.

       Solch ein Leben, in dem die Lasten der umgebenden Unvollkommenheiten auf sich genommen werden, wird für viele nicht nach ihrem Sinn sein. Viele sind gar nicht imstande, an die Zukunft zu denken, wie sie sich mit den missverstandenen Buchstaben der Schriften einlullen. Wir dürfen nicht zu sehr an das Irdische denken, aber nirgends heißt es, dass wir nicht an die Zukunft denken sollen. Der Gedanke an die Zukunft gleicht schon den Toren zum Unbegrenzten. So denkt an die Zukunft, und ihr könnt sicher sein, dass dieser Gedanke von der Hierarchie unterstützt wird.

[Russisches Original. Seite 202.]


       452. Man sollte nämlich an Uns denken wie an eine Unversiegbare Quelle, andernfalls könnten die Ströme der Erde vertrocknen. Darüber, dass die Lehre ein Lebensmittel ist, haben Wir oft gesprochen. Man sollte verstehen, dass die Vereinigung der Welten schon ein rettender Sieg ist.

 

       453. Wie leicht ist es, das Leben zu verbessern; allein durch Streben zum Sieg des Geistes! Ist es möglich, dass sämtliche Entdeckungen der Wissenschaft das menschliche Denken nicht erweitert haben?

 

       454. Sobald ihr die Grundlagen der Hierarchie versteht, wollen wir daran gehen, den Mittelpunkt des Geistes im Herzen zu erklären. Um die Kette der Welten zu verbinden, ist es notwendig, dem Herzen besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Nur so halten wir uns in den Grenzen des natürlichen Wachstums des Geistes. Die Wohnstätte des Geistes ist das Herz. Das Denken an die Hierarchie wird vom Herzen vergeistigt. Daher beharren Wir nach wie vor auf dem Wesen wahrer Aufspeicherung.

 

       455. Die Kraft der Führung durchdringt die Menschheit mit allen Bestrebungen. Jede auf Fortschritt gerichtete Errungenschaft wird vom Höheren Willen bestätigt. Die Gewähr liegt allein in der Verwirklichung der Wechselbeziehung zwischen dem Höheren Willen und seiner Aufnahme. So wird der Menschheit eine unmittelbare Verbindung zwischen der Hierarchie und dem Schüler enthüllt. So beruht die große Macht wahrhaftig auf dem silbernen Faden, der die besten Vorhaben vereint. Wahrhaftig, es kann bestätigt werden, dass Sieg auf der Verbindung mit dem Höheren Willen beruht.

 

       456. Jeder, der in seinem Bewusstsein schon

[Russisches Original. Seite 203.]


die Bedeutung der Hierarchie erfassen kann, muss sich vor allem der Lästerung des Geistes enthalten. Viele unwürdige Lästerungen werden bei der gewohnten Tagesarbeit und des Nachts ausgesprochen und in Gedanken begangen. Von diesen unmerklichen Verrätern wird das gefährlichste Gift erzeugt. Die Auswirkungen sind oft schrecklicher als die eines Vergehens aus grober Unwissenheit.

       Es ist nicht leicht, die Scheußlichkeit der gemeinen Lästerung abzulegen, denn die Grenze zwischen Weiß und Schwarz ist schwer erkennbar. Wir nennen diese schwarze Seuche ein dem Krebs ähnliches Geschwür. Übrigens liegt die Bedeutung von Krebs im Allgemeinen nahe den Auswirkungen geistiger Abscheulichkeit.

       Gleich dem Streben zur Führung sollte man in sich das Begreifen der Höchsten Hierarchie entfalten. Denkt daran, dass Wir mit der Beendigung Unserer Ausführungen über die Hierarchie kein Ende setzen, sondern nur die nächsten Tore erschließen.

 

       457. Geistiges Schaffen ist die mächtigste Anziehung von Kräften. Um das Korn sammeln sich verschiedene Teilchen, die von ein und derselben feurigen Anziehung vereint werden. Jedes Beginnen kann nur durch diese feurige Anziehung Bestand haben. Daher ist die Macht der Hierarchie jener große Magnet, der alles zusammenhält und alle Möglichkeiten erweitert.

       Das Hierarchische Prinzip liegt allen Lebenserscheinungen zugrunde. Das Hierarchische Prinzip lenkt den gesamten Kosmos. So sättigt geistiges Schaffen alle Erscheinungen des Raumes mit Feuer. Das Symbol der Großen Führung ist im Kosmos angelegt.

 

       458. Furcht erzeugt Hässlichkeit. Nichts, was aus Furcht entsteht, hat Wert. Der Hierarchie kann man sich nicht durch Furcht nähern.

[Russisches Original. Seite 204.]


Es ist unmöglich, die Anwendung der Höchsten Kette zu verstehen, ohne den Schaden der Furcht erkannt zu haben. Es gibt viele Wege zur Hierarchie, aber die schlüpfrige Unschlüssigkeit des Entsetzens wird den Aufstieg über die Felsen nicht durchstehen, und die zitternde Hand wird die sorgsam vorbereiteten Handseile nicht fühlen. Die Bedingung der Furchtlosigkeit muss genauso verstanden werden wie die Hingabe. Weit ist das Feld der Hingabe, doch ihr erinnert euch, wie vielfarbig Furcht ist. Sogar ein nicht schlechter Mensch kann erschreckt werden, und diese Ansteckung kann ihn für immer des Aufstiegs berauben. Darum muss man sich von Furcht befreien.

       Außer psychischer Energie ist auch Moschus nützlich; denn er stärkt das Nervensystem und entflammt das Sperrnetz. So liefert die Kräftigung der Zentren des Herzens und des Kelches dem Sperrnetz die notwendige Stärke. Herz, feuriger Kelch, erleuchte den Aufsteigenden den Weg!

 

       459. Die Wege des Herzens, die feurigen Wege, die zum Aufstieg des Geistes führen, entfalten sich, wenn sie von ein und demselben Impuls der Anziehung zum Kosmischen Magneten erfüllt sind. Wie viele verschiedene Verzweigungen besitzt doch das feinfühlige feurige Herz, aber es kennt nur eine Quelle, und sein Potential wird von dieser einen Quelle genährt, der Hierarchie.

       Die Wege des Herzens, die feurigen Wege gehen vom großen Gipfel der Hierarchie aus und führen zu dieser Perle der Welten. So bestätigen Wir die Flamme des Herzens und den wunderbaren silbernen Faden, der die Welten verbindet. So siegen wir durch die Schöpfung, die durch den silbernen Faden bekundet wird.

 

       460. Ein kühnes Auge wird nicht trübe. Ein kühnes Auge blickt in die Sonne der Hierarchie. Weder durch Kriechen noch durch Gereiztheit noch durch Vorteile werden die Tore zur Hierarchie erreicht,

[Russisches Original. Seite 205.]


sondern bereitwilliges Dienen, herzliche Verehrung und bewusster Aufstieg führen zur Schwelle des Lichts.

 

***

 

       Wir beenden Unsere Ausführungen an jenem großen Tag, an dem eine weitere Stufe des Satya Yuga begonnen hat. Lange vorher ist diese Stufe des Aufstiegs in den Schriften verkündet worden, aber der Staub des Basars trübte die Augen der Menschen.

       So wird man auch heute fragen: „Wo ist der Posaunenruf, wo sind die Engelsflügel, wo ist das Bersten der Berge und der Meere?“ Die Blinden halten den Sturm für einen Ruf zur Tafel.

       So liegt Heilung in der Erkenntnis der Hierarchie des Herzens. Die Lehre wird sich jenen enthüllen, die den rechten Pfad erkannt haben. Der Bote wird an ihre Tür klopfen.

[Russisches Original. Seite 206.]

 

 

 

WEITERE  TEXTSTELLEN

 

24. Wandle den Pfad der Liebe. (Englischer Text und Uguns)

 

28. So bewirkt jeder angewendete Gedanke eine Erweiterung des Bewusstseins. (U II, 777 und Englischer Text)

 

39. Für alle Errungenschaften muss die Qualität der Energien verwirklicht werden. (Englischer Text)

 

42. Nur so bestätigen Wir das Gesetz der Hierarchie. So geht das Kosmische Recht ins Leben ein. (AY 659)

 

49. Überhaupt, prüft euch selbst und andere. (AY 651)

 

56. vorherbestimmte (Englischer Text)

 

175. (1) des Guru und der Tara (Englischer Text und Uguns)

 

(2) Nur so siegt man. (Englischer Text und Uguns)

 

184. Ja, ja, ja. (Englischer Text und Uguns)

 

186. Moschus (statt „Unser Mittel“) (Englischer Text und Uguns)

 

255. Das ist der Grund, warum Wir so oft über die Hierarchie sprechen. Das ist der Grund, warum Wir das Denken zu den Grundlagen der Hierarchie lenken. Das ist der Grund, warum Wir zur völligen Aufnahme des Brennpunktes alle Kräfte anspannen. Wahrlich, nur so kann man siegen und das Vorherbestimmte aufnehmen. (Englischer Text und Uguns)

 

372. So spreche Ich. (Englischer Text und Uguns)

 

375. So naht die Zeit großer Taten. (Englischer Text und Uguns)

 

397. , als wäre es ein Traum gewesen. (Englischer Text und Uguns)

 

398. Die Hierarchie ist jenes Bindeglied, das die scheidenden Energien in eine strahlende Zukunft verwandelt. (Englischer Text und Uguns)

 

 

 

ANMERKUNGEN

 

 

 

*: Mit einem Stern sind erläuterungsbedürftige Namen und Begriffe gekennzeichnet, die häufiger in der Lehre vorkommen und daher in einem besonderen Lexikon erklärt werden: Siehe Unterforum „Lexikon“ im Forum des Agni Yoga Ordens: http://agni-yoga-forum.de/index.php

 

[1] Paranirwana: Vollständiges oder absolutes Nirwana. Absolutes Nicht-Sein, gleichbedeutend mit absolutem Sein oder „reinem Sein“; der Zustand, den die menschliche Monade am Ende des großen Zyklus erreicht

[2] Tara und Archat: Helena und Nikolaus Roerich

[3] Starez (russisch): Wörtlich „der Alte“ oder „ehrwürdiger Greis“. Fester Begriff der russisch-orthodoxen Kirche für einen geistigen Lehrer, der lange in der Einsamkeit gelebt und größere Gottesnähe erreicht hat. Nicht unbedingt mit einem kirchlichen oder klösterlichen Amt verbunden. Berühmt und instruktiv ist die begeisterte Schilderung des Starzentums in Dostojewskijs Buch „Die Brüder Karamasow“

[4] Herrscherin: Gemeint ist wohl die Mutter der Welt

[5] Kleines Mädchen: Gemeint ist wohl Helena Roerich

[6] Absatz 1 dieses Paragraphen ist identisch mit U II, 777

[7] Der Paragraph ist identisch mit AY 653

[8] Der Paragraph ist identisch mit AY 654

[9] Der Paragraph ist identisch mit AY 655

[10] Der Paragraph ist identisch mit AY 656

[11] Der Paragraph ist identisch mit AY 657

[12] Der Paragraph ist identisch mit AY 658

[13] Der Paragraph ist identisch mit AY 659

[14] Dieser Satz fehlt in AY 659

[15] In AY 659 heißt es statt „dem Hierarchen“ „der Hierarchie“

[16] Der Paragraph ist identisch mit AY 660

[17] Der Paragraph ist identisch mit AY 661

[18] Der Paragraph ist identisch mit AY 651, 2. und 3. Absatz

[19] Der Paragraph ist identisch mit AY 662

[20] Der Paragraph ist identisch mit AY 651, 1. Absatz

[21] Der Paragraph ist identisch mit AY 652

[22] Gigant, der die Erde stützt: Möglicherweise ist Atlas gemeint, nach anderer Lesart Sanat-Kymar, der nach dem Fall von Luzifer die Verantwortung für die Erde übernommen haben soll

[23] Brahmavidya (sanskrit): Wörtlich: höchstes Wissen oder Wissen vom Höchsten. Siehe dazu AY 139

[24] Cor Regale (lateinisch): Königliches Herz. Im Originaltext steht in lateinischer Schrift „Cor Reale“ – wohl ein Druckfehler 

[25] Vater des Egoismus: Möglicherweise ist Satan/Luzifer gemeint

[26] Vater der Lüge: Möglicherweise ist Satan/Luzifer gemeint

[27] Baphometh: Angeblich von den Tempelrittern verehrte Figur mit Widderkopf. Geht möglicherweise auf den ägyptischen Lokalgott Ba-djedet (auch Widder von Mendes genannt) der Gauhauptstadt Mendes zurück, der in Gestalt eines Widders verehrt wurde

[28] Devadatta: Schüler und Vetter des Buddhas. Wollte im Alter Buddhas die Leitung des Ordens übernehmen. Als Devadatta Buddha aufforderte, in den Ruhestand zu treten und ihm die Leitung des Ordens zu übergeben, lehnte Buddha ab. Devadatta verübte drei vergebliche Mordversuche an Buddha und verließ schließlich den Orden mit einigen Anhän-gern, womit er die erste Spaltung der buddhistischen Gemeinschaft herbeiführte

[29] Verkehr: Das russische Wort общение (oder auch сообщение oder сношение) bedeutet nicht nur „Verbindung“, sondern auch „Verkehr“ im Sinne von „Kommunikation“ oder „Gespräch“. Gemeint ist eine Unterhaltung eines inkarnierten Menschen mit einem Lehrer in der feinstofflichen Welt durch Übertragung von Gedanken, wie sie in den Tagebüchern von Helena Roerich und den Büchern des Agni Yoga zum Ausdruck kommt

[30] Die Wörter „der Bewusstseine“ fehlen in der Erstausgabe, sind aber wohl zu ergänzen, wie der nächste Satz zeigt; so auch der englische Text

[31] Hintreten: Der russische Begriff предстояние meint das Hintreten vor eine höhere Instanz, beispielsweise den Lehrer oder Meister: Hintreten vor Gott, Hintreten vor den Richter, Hintreten vor den Herrscher sind ein und derselbe Begriff. Deshalb lasst uns auf dem Pfad zur Feurigen Welt daran denken, wie wesentlich das Hintreten vor den Herrscher ist. (FW III, 138)

[32] Unser Tag: Gemeint ist wohl der Gedenktag oder Meistertag, der 24. März

[33] Via Regale (lateinisch): Königlicher Weg

[34] Fiat Rex (lateinisch): Er möge König werden. Diesen Titel trägt auch ein Gemälde von Nikolaus Roerich 

[35] Guru und Tara: Nikolaus und Helena Roerich

[36] Monal: Himalaya-Glanzfasan (Lophophorus impejanus), auch Rotschwanzmonal, Nationalvogel Nepals, Wappenvogel des indischen Bundesstaates Uttarakhand

[37] Jehangir: Nachfolger Akbars d. Gr. als Großmogul von Indien, herrschte von 1605 bis 1627

[38] Christophorus: Legendärer Heiliger, der nur dem größten Herren dienen wollte und schließlich das Jesuskind über einen Fluss tragen durfte

[39] Siehe zu diesem Paragraphen die Anmerkung in HR II/2, 380, Brief vom 19.08.1937: [Hier] wird von dem Manwantara der sechsten Rasse gesprochen. Ihre Auswahl hat bereits begonnen.

[40] Paracelsus (eigentlich Theophrastus Bombastus von Hohenheim, 01.05.1493 - 24.09.1541): In der heutigen Schweiz geborener Arzt, Alchemist, Naturforscher, Astrologe, Mystiker, Laientheologe und Philosoph

[41] Homunculus, Plural Homunculi (lateinisch „Menschlein“): Bezeichnung für einen künstlich geschaffenen Menschen. Genau beschrieben wird die Herstellung eines Homunkulus in der Schrift De natura rerum (1538) des Paracelsus. Dort bekommt der Begriff des Homunkulus zum ersten Mal seine alchemistische Bedeutung. Siehe dazu auch das Buch von Franz Hartmann „Paracelsus, sein Leben und seine Lehren“

[42] lymphatisch (lateinisch): Eigentlich: die Lymphe betreffend. Hier möglicherweise in dem Sinn einer besonderen Empfindlichkeit des Lymphsystems (Lymphknoten, Milz, Gaumen- und Rachenmandeln) gemeint 

[43] Antimon: Chemisches Element, Halbmetall. Im russischen Original steht nur „S“; es wird vermutet, dass damit das Elementsymbol „Sb“ für „Antimon“ (lateinisch „Stibium“) gemeint ist

[44] Im englischen Text steht statt „Relativität“ „Elektrizität“

[45] Ramakrischna (eigentlich Gadadhar Chatterji, 1836 – 1886): Indischer Heiliger, Gottsucher, Begründer einer religiösen Bewegung. Sein Schüler Vivekananda trug seine Lehre in die Welt, insbesondere in den Westen

[46] Ruhmkorff-Spule (Erfinder: Heinrich Daniel Rühmkorff, 1803 – 1877): Funkeninduktor, auch als Rühmkorff-Spule bezeichnet, ist ein historisches elektrisches Gerät zur induktiven Erzeugung von Hochspannungsimpulsen. Das Gerät wurde insbesondere im 19. Jahrhundert und beginnenden 20. Jahrhundert vielfältig eingesetzt

[47] Der Schüler ordnet sich seinem Lehrer unter, dafür übernimmt dieser die Verantwortung für die Entwicklung des Schülers

[48] Speichel des Erlösers: Vgl. Joh 9, 5-7: „Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Welt. Da er solches gesagt, spie er auf die Erde und machte einen Brei aus dem Speichel und legte den Brei auf des Blinden Augen und sprach zu ihm: Gehe hin zu dem Teich Siloah, das ist verdolmetsch: gesandt, und wasche dich! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend wieder.“

[49] Friedensbanner: Fahne mit einem Symbol, bestehend aus drei Kugeln in einem Kreis. Ursprünglich von Nikolaus Roerich als Kennzeichen für im Krieg besonders zu schützende Kulturgüter entworfen, später weitergehend als Zeichen der Neuen Epoche, der weltweiten Roerich-Bewegung und der Vereinigung „Frieden durch Kultur“ verwendet

[50] Gewebe Assurgina: Assurgina soll einer der Namen der Mutter der Welt sein. In der indischen Mythologie ist Assurgina ein sonnenhaftes Gewebe, das die irdische Welt mit der höheren, göttlichen Welt verbindet

[51] Feuerblume: Nach russischer Volkssage eine Pflanze, deren Besitz es erlaubt, auf der Erde verborgene Schätze zu sehen. Im vorliegenden Zusammenhang geht es möglicherweise um die Schätze höheren Wissens, das die Neue Zeit bietet

[52] Es geht um die Worte Jesu: „Niemand hat größere Liebe denn die, dass er sein Leben lässt für seine Freunde.“ (Joh 15, 13)

[53] Nachfolge: Vgl. die verschiedenen Aufrufe Jesu, ihm nachzufolgen, u.a. Mt 4, 19; 10, 38; 16, 24; Joh 12, 26

[54] Tröster: Vgl. Joh 14, 16; Joh 14, 26

[55] Individualität: In der Begrifflichkeit des Agni Yoga ist die „Individualität“ das geistige, ewige Wesen des Menschen, das sich in verschiedenen Körpern inkarniert (nach christlicher Terminologie die unsterbliche Seele). Die „Persönlichkeit“ dagegen ist das materielle, vergängliche Wesen des Menschen

[56] Lots Weib: Blickt entgegen der Weisung der Engel auf den Untergang von Sodom und Gomorra zurück und erstarrt dadurch zur Salzsäule (1. Mos 19, 26)

[57] Ampel: Öllampe, die in Russland traditionellerweise vor Heiligenbildern aufgehängt wird

[58] Kaiser: Es geht wohl um Akbar d.Gr.

[59] Absatz 1 dieses Paragraphen ist identisch mit GF 193

[60] Der Paragraph ist identisch mit GF 192

[61] Die Absätze 1 und 2 dieses Paragraphen ist identisch mit GF 191

[62] Feste: Das russische Wort твердь meint eine feste Grundlage oder Stütze für den Menschen. Es kommt in der Lehre auch mit Zusätzen als „Erdfeste“ oder „Himmelsfeste“ vor

[63] Retorte: Glasgefäß, in dem im chemischen Labor Versuche durchgeführt werden