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BGM II, 120: Was will der Geist?

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BGM II, 120: Was will der Geist?

Beitragvon Tsong » So 1. Feb 2015, 14:27

Ein Geleitwort fĂĽr jede neue Stufe:
Lasst dem Geist seinen Willen.
Fragt euch selbst:
„Was will der Geist?“
(BGM II, 120)


Diese Weisung richtet sich an diejenigen Schüler, die die „neue Stufe“ erreichen wollen: Die nächsthöhere Evolutionsstufe, den Neuen Menschen.

Dieser ist dadurch gekennzeichnet, dass er sich in ein geistiges, unsterbliches Wesen verwandelt hat (siehe das Unterforum „Experiment Unsterblichkeit“ und die dortigen Beiträge zu dem Thema: „Erkenne dich selbst – Verwandle dich selbst – Verwandle die Welt“).

Um diese Verwandlung zu vollziehen und im alltäglichen Leben tatsächlich als Neuer Mensch, als geistiges Wesen aufzutreten, empfiehlt der Lehrer eine einfache Übung:

Fragt Euch in jedem Moment: „Was will Euer höheres, geistiges, ewiges Selbst?“

Diese Frage ist bei jedem Gedanken, bei jedem Gefühl, bei jedem Wort und bei jeder Tat angebracht. Sie lautet dann: „Was denkt und fühlt mein wahres Ich, die Seele?“ „Wie würde mein göttliches Selbst in dieser Situation reagieren, was würde es sagen oder tun?“ Lasse ich mich durch die Instinkte oder Emotionen meines Körpers oder durch meine Höhere Individualität leiten?

Die neue Stufe ist erst erreicht, wenn nicht mehr der physische, animalische, sondern nur noch der geistige, göttliche Teil unseres Wesens in uns denkt, aus uns spricht und mit uns handelt. Erst dann sind wir tatsächlich geistige Wesen – denn wer denkt, spricht und handelt wie ein physisches Wesen, ist einstweilen auch nur ein solches.

Der ganz normale Alltag eines jeden von uns bietet eine FĂĽlle von Gelegenheiten, diese Ăśbung zu praktizieren.

Das betrifft z.B. das Essen: Deine Seele benötigt keine physische Nahrung.

Das betrifft weiter die Beziehung zu anderen Menschen: Diese dürfen Dich nicht von Deiner Konzentration auf das Höhere Selbst abbringen. Du musst ihnen allen stets mit der Liebe und der Strenge eines göttlichen Wesens begegnen.

Oder das betrifft Deine tägliche Arbeit: Deine Seele will dem Allgemeinwohl dienen. Sie wird ihre Kraft nicht gemeinwohlschädlichen Vorhaben leihen.
Tsong
 
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Re: BGM II, 120: Was will der Geist?

Beitragvon Weltenbummler » Di 3. Feb 2015, 10:19

Hallo Tsong, du schreibst das immer sehr schön. Aber das ist doch ein bisschen allgemein. Was bedeutet das alles konkret? Woher weiß ich, was mein "ewiges, geistiges Selbst" will?
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Re: BGM II, 120: Was will der Geist?

Beitragvon Tsong » So 8. Feb 2015, 09:38

Vielen Dank, Weltenbummler, eine ganz entscheidende Frage.

Ja, wie können wir denn herausfinden, was unser höheres Selbst, unsere Seele will? Als geistiges Wesen kann es ja nicht physisch zu uns sprechen.

Es ist ganz entscheidend für die Ausübung der Praxis des Agni Yoga, dass Ihr erkennt: Unser geistiges Wesen hat seine eigenen Organe, z.B. für (geistige) Kommunikation, nämlich die Zentren oder Chakren. Das bei weitem wichtigste Zentrum ist – das Herz!

Die Antwort an Weltenbummler lautet also: Höre auf die Stimme Deines Herzens. In ihr äußert sich Dein wahres, ewiges geistiges Ich!

Durch das Herz äußert sich das Göttliche in Dir.

Und so verleugnet ihr das Göttlichste,
Wenn euch des Herzens Winke nichts bedeuten. (Goethe, Die natĂĽrliche Tochter II 1)


Dein Herz sagt Dir z.B. genau, was richtig und was falsch ist.

Wer kennt nicht die Warnung des Herzens vor jeder unwĂĽrdigen Tat? (Herz 367)

Daher ist es so immens wichtig, sein Herz rein zu halten, ständig weiter zu verfeinern, seine Stimme nicht zu überhören und sich nicht durch alte Gewohnheiten davon abhalten zu lassen, das zu tun, was die Seele bzw. das Herz will.

Noch einen Schritt weitergehend können wir sagen: Die ganze Praxis des Agni Yoga besteht eigentlich „nur“ darin, nicht den Körper (unsere animalische Hälfte) oder den Verstand, sondern das Herz (unseren ewigen, göttlichen Teil) denken, fühlen, sprechen und handeln zu lassen.

Mit jedem Blick und jeder Berührung muss man Gutes säen. Und bei dieser Übung des Guten wird das Herz wachsen. (Herz 410)

Lasst uns unaufhaltsam bestrebt sein, die im Herzen gefühlte Wärme zu verwirklichen. (Herz 5)
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Re: BGM II, 120: Was will der Geist?

Beitragvon Weltenbummler » Mo 16. Nov 2015, 21:03

Ich komme noch einmal zurück auf dieses alte Gespräch.
Ich habe in der Zwischenzeit immer mal wieder versucht, auf mein Herz zu hören - so nach dem Motto: es ist alles ganz einfach, ich tue nur noch, was mein Herz sagt, dann bin ich alle Probleme los.

Leider hat es nicht funktioniert. Ich kann einfach nicht feststellen, dass mein Herz mich warnt vor Fleischessen, vor einer Zigarette oder vor Alkohol. Und schon gar nicht vor Anfällen, die so unkontrolliert und unkontrollierbar aus mir herausbrechen, wie Zornesausbrüche.

Ich höre einfach nichts. Was ist zu tun?
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Re: BGM II, 120: Was will der Geist?

Beitragvon Tsong » Do 19. Nov 2015, 17:32

Ja, das geht mir oft auch so. Unsere Herzen sind noch nicht feinfĂĽhlig genug, um uns jedes Mal deutlich vorher zu warnen.

Aber was ist danach? Ich wette: Wenn Du Dir vorgenommen hast, nicht mehr (oder weniger) zu rauchen, signalisiert Dir das Herz bestimmt durch ein "mieses" Gefühl, wenn Du einen Fehler gemacht und gegen Deine eigenen Vorsätze verstoßen hast. Du schämst Dich - das ist ein sehr klares Signal des Herzens.

Das genĂĽgt doch auch: Das Herz sagt Dir: Tu das nicht wieder - und jetzt liegt es an Dir, den Fehler nicht zu wiederholen und jedenfalls in Zukunft der Mahnung des Herzens zu folgen.
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Re: BGM II, 120: Was will der Geist?

Beitragvon Kanada » Fr 4. Dez 2015, 16:23

meine Definition von WutausbrĂĽchen ist:
Zum Streit gehören immer 2. Meist welche die sich Lieben oder es nicht wissen das sie eng miteinander verbunden sind (Resonanzgesetz). Die Verbindungen die deine Emotionen betreffen sind die Synapsen in deinem Kopf mit denen du auch synthese betreibst. Das ist eine der Göttlichen Ursubstanzen die dich zu einem Sender machen. Einem Sender der anfangen kann seine Sphären, seinen Körper zu reinigen von allem was du nicht sein willst.
Das was du sein willst bist du schon wenn du es wirklich erkannt hast. Du musst es so verstehen das es nicht das Ego ist das dies Bestimmt. Es ist die Seele, dein Meister der dir den Weg geebnet hat um das beste aus dir zu machen was du sein willst. Dazu gehört Vergangenheit, Gegenwart und die meisterliche Zukunft. Wenn du anfängst dich du fragen wieso reagiere ich so blitzartig, voller Emotionen und unkontrolliert. So entgleitet dir dein Geist aus deinem Seelenweg und du bist nicht mehr der der du sein willst. Deshalb ist die Demut der Weg der Erkenntnisse. Du nimmst es hin und frägst dich wieso habe ich es genau so erleben müssen? Was war der sinn Dahinter? Was habe ich jetzt was ich davor nicht habe. Die Antwort ist Selbsterkenntnis. Selbsterkenntnisse wachsen wie ein Baum oder ein Tannenzapfen. Stück für stück wird so der Baum der Weißheit geschaffen der du sein kannst. Somit verwachse mit allem und festige die liebe deiner Wurzeln zu den anderen. Mit Ego ist es nicht Möglich da dein Unterbewusstsein auf Angst/Fluchtzustand ist und versucht seine Existenz zu sichen. Das Kognitive Bewusstsein lässt somit keinen anderen zustand zu. Deshalb sollte man beginnen in Ruhe und in vollstem Respekt zu sich selbst sein Unterbewusstsein ergründen. Selbst Dinge die dir im alltäglichen Leben passieren, passieren nicht zufällig. Deshalb kannst du in Allem, Weißheit und Heilung erfahren und annehmen. Annehmen bedeutet du manifestierst es in dir und wirst von deinem herzen gewarnt wenn du wieder in die Gefahr des Truges kommst. Dein Herz kann nur das erfahren, was sich in deinem Unterbewusstsein als wahrhaftig abgesetzt hat. Deshalb ist der Glaube daran so wichtig, damit es sich überhaupt absetzen kann.
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Re: BGM II, 120: Was will der Geist?

Beitragvon Weltenbummler » Sa 13. Feb 2016, 13:17

Noch eine Frage zu diesem Punkt: Theoretisch ist mir schon klar, dass der Geist stärker sein und den Körper lenken und beherrschen soll. Aber auch da habe ich so meine Schwierigkeiten, vor allem beim Essen: Wenn ich einmal dasitze, und alles ist so lecker, esse ich viel zu viel. Der Geist schweigt anscheinend, und das Vergnügen des Körper ist einfach zu groß.
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Re: BGM II, 120: Was will der Geist?

Beitragvon Tsong » Do 18. Feb 2016, 20:40

Ja, Essen ist ein spezieller Fall.

Das Problem ist, dass das Signal "satt" etwa 20 Minuten benötigt, um vom Magen aus das Gehirn zu erreichen. Wenn wir also auf dieses Signal warten, bevor wir mit dem Essen aufhören, haben wir schon zu viel gegessen.

Daher gibt es nur eine Lösung: Du - Dein höheres Selbst, Deine Seele - musst (wie ein Reiter seinem Esel) vor dem Essen dem Körper die Portion zuteilen, die er bekommen soll. So bestimmt der Geist, was und wieviel Nahrung der Körper erhält. Wenn das Zugeteilte aufgegessen ist, darfst Du dem Körper nichts mehr geben, auch wenn noch viel Appetit oder ein Rest von Hungergefühl vorhanden ist.

Das ist auch ein gutes Mittel, um auf natĂĽrlichem Weg abzunehmen. Du kannst so ohne Zwang die Menge der Nahrung reduzieren, was dann mit der Zeit zu Gewichtsverlust fĂĽhren muss.

Diese Praxis trägt entscheidend zur Vergeistigung unserer Ernährungsgewohnheiten bei. Die Lust des Gaumens wird als bestimmender Faktor ausgeschaltet. Der Geist übernimmt die Kontrolle und kann einen langfristigen Plan aufstellen, um ungeeignete, zu aufwändige oder zu schwere Nahrung zu reduzieren und schließlich ganz auf sie zu verzichten. So geht er zu immer einfacherer und immer weniger Nahrung über.

Eines der Ziele, das vor der Menschheit steht, ist das Auftreten auf der Erde im verdichteten Astralkörper. Dieser benötigt keinerlei materielle Nahrung. Eine riesige Erleichterung, wenn wir all die Zeit, Kraft, Geld und Mühe sparen könnten, die mit der materiellen Ernährung zusammenhängen, von Einkaufen, Zubereiten, Essen und Abwaschen bis hin zum Ausscheiden. Das wird aber nur gelingen, wenn wir uns abgewöhnen, aus Lust am Essen zu essen.
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