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FW II, 142 – Lehren aus dem German Wings Flugzeugabsturz

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FW II, 142 – Lehren aus dem German Wings Flugzeugabsturz

Beitragvon Tsong » Sa 11. Apr 2015, 11:46

Wenn ihr Diener anheuert, prüft ihr sie entweder durch eine bestimmte Aufgabe, oder ihr vertraut ihnen, indem ihr ihnen in die Augen geschaut habt. Auf diese Weise kann in einem Blick auch das Herz überzeugend aufleuchten. Ratet daher, bei jeder Möglichkeit auf die Strahlung der Augen zu achten. (FW II, 142)

Der Pilot, der das German Wings-Flugzeug zum Absturz gebracht und viele Menschen mit sich in den Tod gerissen hat, hat sich als hochgradiger Egoist, psychisch instabil und damit als vollkommen ungeeignet für seine Position erwiesen.

Der Vorfall zeigt: Wir sind dringend darauf angewiesen, die Absichten, Zuverlässigkeit und Geeignetheit der Menschen, mit denen wir zu tun haben, zu ermitteln. Wenn wir uns in ihnen irren, wird das schlimme Folgen haben.

Die Methoden der klassischen Wissenschaften reichen offenbar nicht aus, um dies sicherzustellen. Wer intelligent genug ist, wird die Fragen der Psychologen so beantworten können, dass seine Krankheit nicht entdeckt wird.

Den Ausweg aus dieser Misere zeigt Agni Yoga: Lernen wir, die Menschen anhand ihrer Ausstrahlungen einzuschätzen! Wir können unsere Fähigkeit, Menschen zu beurteilen, erheblich steigern, indem wir die Empfindsamkeit entwickeln, das Wesen eines anderen nach seiner Aura „auf den ersten Blick“ zu erfassen. Aus seinen Ausstrahlungen können wir seinen Charakter wie aus einem offenen Buch lesen.

Das bedeutet im konkreten Fall: Es ist eigentlich schwer vorstellbar, dass es keinerlei spürbare Anzeichen für die Krankheit des Piloten gegeben hat. Feinfühlige Menschen, die sein Bild gesehen haben, haben erkannt, dass mit ihm etwas nicht in Ordnung ist. Noch viel mehr müsste dies für die Menschen seines Umfeldes gelten, die ihn „hautnah“ erlebt haben.

Die erste Lehre ist also: Entwickeln wir unsere Feinfühligkeit! Nehmen wir es ernst, wenn wir etwas spüren! Womöglich hätten die Freundin, die Familie, Bekannten oder Arbeitskollegen den Absturz verhindern können, wenn sie ihrem Gespür gefolgt wären und entsprechende Maßnahmen ergriffen hätten. Es wäre interessant, dem heute noch nachzugehen und herauszufinden, wer etwas gespürt hat.

Die zweite Lehre ist: Verlassen wir uns nicht allein auf die Psychologen. Suchen wir besonders feinfühlige Menschen und bilden wir sie dahingehend aus, dass sie den Charakter einer Person anhand ihrer Ausstrahlungen einschätzen können. Da gilt nicht nur für Fluggesellschaften, sondern z.B. auch für Richter, die vielfach den Charakter von Zeugen oder Angeklagten erfassen müssen, und viele weitere Lebensbereiche.

Noch zwei weitere Beispiele:

Ich habe vor Jahren einmal gehört (aber bisher nicht verifizieren können), dass in Israel die Luftsicherheitskontrollen auch in der Weise durchgeführt werden, dass besonders ausgebildete Personen den Passagieren am Gate in die Augen schauen, um so Terroristen zu identifizieren. Das ist der Weg der Zukunft! Die böse Absicht und die Angst, entlarvt zu werden, sollten aus den Augen erkennbar sein. Wer nichts zu verbergen hat, hat einen anderen Blick.

Oder: Manche Menschen haben Angst, in ein Taxi zu steigen, das von einem Fahrer mit weißem Gewand, Turban und schwarzem Bart gefahren wird; oder einen U-Bahnwagen zu benutzen, in dem eine ebenso gekleidete Person sitzt. Das ist natürlich Unsinn, im Alltag nicht praktikabel und auch diskriminierend und beleidigend gegenüber der übergroßen Mehrheit der friedlichen Muslime.

Ich denke, wenn wir unser Feingefühl entwickeln, müssten wir in der Lage sein zu spüren, ob jemand, der neben uns sitzt, plant, sich selbst und uns in den nächsten Minuten in die Luft zu sprengen. Seine Ausstrahlungen, seine Körpersprache, seine Anspannung, seine Nervosität, seine Todesangst sollten sich deutlich von der Aura eines normalen Passagiers unterscheiden.
Tsong
 
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Re: FW II, 142 – Lehren aus dem German Wings Flugzeugabsturz

Beitragvon Weltenbummler » Mo 13. Apr 2015, 14:02

Guter Ansatz. Aber wie kann ich diese Feinfühligkeit für die Ausstrahlungen anderer entwickeln?
Weltenbummler
 
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Re: FW II, 142 – Lehren aus dem German Wings Flugzeugabsturz

Beitragvon Tsong » Mi 15. Apr 2015, 14:56

Wie immer bei Anwendung des Agni Yoga fangen wir ganz klein im normalen Alltag an:

Versuche einmal, Deinem Partner seine Gedanken, Wünsche und Stimmungen von den Augen abzulesen. Wenn Du täglich, bewusst und hartnäckig daran arbeitest, diese Fähigkeit zu entwickeln und zu verfeinern, wirst Du erstaunt sein zu sehen, wie viel Du herausfinden kannst, ohne dass es der Worte bedarf. Wenn man zu zweit ist, kann man sich gegenseitig "prüfen" und unterstützen, denn auch aus Irrtümern bei der Einschätzung kann man ja lernen.

Der nächste Schritt ist dann, Deine Empfindsamkeit im Kontakt mit weniger nahestehenden Personen zu erproben: Meint es Dein Chef ernst, wenn er Dich lobt, oder sind das nur Floskeln, hinter denen verborgen er schon an Deiner Entlassung arbeitet? Sagt ein Mitarbeiter Dir die Wahrheit, wenn er versichert, eine Arbeit gründlich ausgeführt zu haben, oder lügt er Dich an? Lügt er bewusst, oder ist er nur jemand, der es mit seinen Pflichten nicht allzu genau nimmt?

Gerade bei Fragestellungen, deren Antwort die Zukunft bringen muss, kannst Du Dir Deine erste, gefühlsmäßige Beurteilung merken und mit dem später gefundenen Ergebnis (Kontrolle der Arbeit des Mitarbeiters) vergleichen.

Allein schon die neue Haltung, Dich nicht nur auf die Worte der anderen zu verlassen, sondern zu versuchen, in ihrer Aura, in ihren Ausstrahlungen einen Anhaltspunkt für die Richtigkeit und Verlässlichkeit der Worte zu finden, wird Dich auf feinstoffliche Zeichen aufmerksam werden lassen, auf die Du bisher gar nicht geachtet hast.
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Re: FW II, 142 – Lehren aus dem German Wings Flugzeugabsturz

Beitragvon Weltenbummler » Sa 18. Apr 2015, 19:15

Die Lehre gilt nicht nur für die Luftfahrt und Richter, sondern auch im persönlichen Bereich. Auch z. B. deinen Partner musst du richtig einschätzen können, auf Treue und Verlässlichkeit, bevor du dich bindest. Wenn erstmal Kinder da sind, ist es zu spät, und das Leid ist groß, wenn es an einem von beidem fehlt.
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