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Br II, 803 "Ritter, Tod und Teufel"

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Br II, 803 "Ritter, Tod und Teufel"

Beitragvon Tsong » So 14. Aug 2016, 09:52

Urusvati weiß, dass die Denker des Altertums das irdische Leben einen Zweikampf mit dem Chaos nannten. Jeder kühne Krieger legte eine schwere Rüstung an und ging auf die Suche nach dem Drachen des Chaos. Mochte der Krieger auch wissen, dass der Drache ihm auf allen Wegen auflauern würde, doch das Antlitz des Drachen änderte sich, und der Krieger musste so findig sein, es zu erkennen. Natürlich verfiel der Krieger nicht selten in Trägheit und irrte umher, ohne die vorbestimmte Heldentat zu vollbringen.

Man wird fragen: „Warum musste der Krieger die Überirdische Festung verlassen? Konnte er den Feind nicht von dort aus niederschlagen? Besaß er etwa weder Pfeil noch Speer? Um die Festung herum nisteten wohl keine Drachen?“

Es geht jedoch darum, dass der Krieger die verborgensten Ungeheuer finden muss. Sie halten sich in tiefen Schluchten auf. Je schwerer das Unterfangen, desto lichter ist die Heldentat, desto siegreicher die Rückkehr des Kriegers in seine Festung.

Möge der Mensch sich sicher merken, dass seine Festung nicht auf der Erde ist. Ebenso muss man daran denken, dass alle irdischen Arbeiten um der Rückkehr in die Überirdische Festung willen vollbracht werden. (Br II, 803)


Zu diesem Paragrafen passt die berühmte Zeichnung von Albrecht Dürer „Ritter, Tod und Teufel“:

Dürer Ritter klein.png
Dürer Ritter klein.png (307.2 KiB) 2405-mal betrachtet



Wir sehen den Geistkämpfer, der sich unten auf der Erde mit den schrecklichsten Gestalten und Umständen herumschlagen muss. Wir erkennen, dass er geistig gefestigt genug ist, um diese Prüfungen zu bestehen.

Wir sehen im Hintergrund auf einem Berggipfel seine Burg, von der aus er am Morgen ausgezogen ist und in die er am Abend zurückkehrt. Der Künstler macht deutlich, dass diese Festung nicht auf der Erde ist, sondern „im Himmel“. Nur in der geistigen Welt finden wir sichere Zuflucht.

Machen wir uns in jedem Augenblick unseres irdischen Aufenthaltes deutlich, dass wir uns hier unten so verhalten müssen, dass wir am Abend (und nach dem Tod) nach Oben in unsere überirdische Festung, das Innere Kloster, den Aschram in der feinstofflichen Welt zurückkehren können.
Tsong
 
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Re: Br II, 803 "Ritter, Tod und Teufel"

Beitragvon KrannichF » Sa 8. Jul 2017, 19:21

Danke auch von mir!
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KrannichF
 
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