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Wie frühere Inkarnationen erkennen?

Hier beantworten wir Fragen zur Agni Yoga Lehre.

Wie frühere Inkarnationen erkennen?

Beitragvon Weltenbummler » Do 2. Feb 2012, 11:40

Ich würde es total interessant finden, zu wissen, wer ich in früheren Inkarnationen war und wo ich gelebt habe. Was sagt Agni Yoga dazu? Kann man das erkennen? Soll man sich rückführen lassen? Darf man das überhaupt?
Weltenbummler
 
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Re: Wie frühere Inkarnationen erkennen?

Beitragvon Tsong » Mo 6. Feb 2012, 11:20

Das fragen sich viele. Es hat jedoch seinen guten Sinn, daß wir einstweilen wenig bis nichts von unseren früheren Inkarnationen wissen: Viele Menschen werden kaum mit den Erfahrungen eines Lebens fertig (zB den Erlebnissen in der Kindheit); sie würden wohl zusammenbrechen, wenn sie erführen, was ihnen in früheren Leben alles zugestoßen ist (Krieg, Mord, Verstümmelung, Vertreibung, Vergewaltigung, Ertrinken, Folter usw) und welche Unmengen von Schuld sie früher schon auf sich geladen haben.

Deshalb gilt hier wie überall: AY wendet sich strikt gegen alle mechanischen oder künstlichen Methoden, um Zentren zu öffnen und das im Kelch verborgene Wissen vor der Zeit zu lüften.

Auch hier gibt es nur einen Weg: Den des natürlichen, geistigen Wachstums. In dem Maß, wie wir reifer werden, dh geistig wachsen, werden sich uns ganz von selbst mehr und mehr Einzelheiten aus unseren früheren Existenzen erschließen.

Wer sich dieser Erkenntnis auf natürlichem Weg nähern will, möge in sich hineinhorchen und sich fragen, zu welchen Personen, Ländern oder Epochen der Vergangenheit er ein besonderes Verhältnis hat: Wenn Du Dich zu bestimmten geschichtlichen Personen hingezogen fühlst (so daß zB einige ihrer Briefe wie an Dich gerichtet erscheinen), so hattest Du vielleicht früher mit ihnen zu tun. Viele, die behaupten, sie seien Reinkarnationen von Kleopatra, Nofretete oder Alexander dem Großen haben möglicherweise in deren unmittelbarer Umgebung gelebt – vielleicht aber nur als Diener. Wenn Dir ein bestimmtes Zeitalter besonders gefällt (zB das alte Rom), so warst Du vielleicht dort inkarniert. Oder wenn Du eine besondere Affinität zu einem fremden Land hast, deutet das darauf hin, daß Du früher einmal dort gelebt haben könntest.

Mir kommen zB Zungenbrecher wie „Porte de Clignancourt“ so vertraut und natürlich über die Lippen, bringen eine Saite in mir zum Schwingen, daß ich daraus – und aus vielen anderen Anzeichen – schließe, daß eine meiner letzten Inkarnationen in Frankreich war.

Auch Fertigkeiten, die Du schon hast oder die Dir noch fehlen (Spielen von Musikinstrumenten, Malen, Feldherr, Handwerker usw) zeigen an, was Du früher schon gelernt hast und was noch nicht.

Helena Roerich schreibt dazu sehr anschaulich (Brief vom 27.02.1940):

Was das Erkennen oder Erinnern seiner Verkörperungen betrifft, so muss natürlich jeder selbst in seinem „Kelch“ die Bilder der Vergangenheit aufspüren oder erwecken.
Ich übe mich nicht im Lesen der vergangenen Leben meiner Freunde. Und lediglich als eine Erfahrung, um die Möglichkeit des Eindringens in ein fremdes Geheimnis zu beweisen, gelang es mir in seltenen Fällen mit Hilfe des Großen Lehrers, einzelne Szenen und Ansichten meiner Freunde und Verwandten in ihren vergangenen Existenzen zu erblicken.
Aber aus meinem eigenen Lebensbuch sind mir sehr viele Seiten bekannt. Diese Visionen-Erinnerungen kommen manchmal unerwartet, wenn die gerade vorhandene kosmische Vibration aus der Tiefe des „Kelches“ eine identische Vibration hervorruft, die mit einer bestimmten Seite der Vergangenheit verbunden ist. Manchmal erinnert mich auch der Lehrer an vergessene Seiten, nachdem mein Gefühl diesen sehr nahe gekommen ist.

Daher, wenn es Ihnen scheint, dass die von Ihnen erwähnte historische Persönlichkeit Ihnen so nahe steht, so ist es möglich, dass Sie zu dieser Zeit lebten oder es selber waren. Wir sollten sehr gut beobachten, welche Epochen uns nahe sind, welche Länder und Sprachen uns anziehen oder besonders abstoßen. Nach diesen Meilensteinen kann man vieles erspüren. So, waren, zum Beispiel, jene historischen Gestalten, die ich besonders mochte, mir fast alle mit engen Bindungen verwoben, oder erwiesen sich sogar in einigen Fällen als meine eigenen Verkörperungen.
Tsong
 
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