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Herz 376: Herz fremd und abgesondert?

Hier beantworten wir Fragen zur Agni Yoga Lehre.

Herz 376: Herz fremd und abgesondert?

Beitragvon Weltenbummler » Do 2. Jul 2015, 14:09

Hallo Tsong, kannst du mir mal was erkl√§ren? Im Buch Herz ¬ß 376 steht, man soll das Herz als etwas Fremdes, Abgesondertes empfinden. Das verstehe ich nicht. Das ist doch mein Herz, mit dem ich f√ľhle, wie kann das etwas Fremdes sein?
Weltenbummler
 
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Re: Herz 376: Herz fremd und abgesondert?

Beitragvon Tsong » So 5. Jul 2015, 09:16

Eine gute und wichtige Frage.
Sieh' es mal so: Das Herz ist das wichtigste Organ Deines geistigen Wesens, Deiner ewigen Individualität, Deiner Seele.
Als solches tritt es Deinem K√∂rper, Deiner verg√§nglichen, irdischen Pers√∂nlichkeit durchaus als etwas au√üen oder oben Stehendes gegen√ľber.

So hei√üt es z. B., dass das Herz Dich vor jeder unw√ľrdigen Tat warnt (Herz 367). In Herz 389 ist davon die Rede, dass das Herz nicht Dein eigenes Organ ist, sondern Dir von Oben zum Zwecke der Herstellung der H√∂heren Verbindung verliehen worden ist.
Körper und Geist sind eben zwei verschiedene Teile des Menschen, die nicht immer in dieselbe Richtung gehen wollen. Da sollst Dein physisches Wesen auf die Stimme des geistigen Wesens hören, das sich durch das Herz äußert.

Erinnerst Du Dich an die Lenor-Werbung der 70-er Jahre?
(Den ganzen Spot findest Du unter http://www.youtube.com/watch?v=lyh9fb9mEKQ)

Lenor.png
Lenor.png (467.48 KiB) 3173-mal betrachtet



Da tritt das Höhere Selbst der physischen Alltagsgestalt entgegen und gibt Ratschläge. So kannst Du Dir das Wirken des Herzens als etwas von Deiner materiellen Persönlichkeit abgesondertes bildlich vorstellen. Ins Spirituelle gewandt, ist das viel mehr als nur das "Gewissen". Es ist Deine Seele, die hier in Erscheinung tritt.

Die - inhaltlich nat√ľrlich alberne - Werbung bringt bildlich sehr sch√∂n zum Ausdruck, dass die Seele ein ganz anderes Wesen ist als die verg√§ngliche Pers√∂nlichkeit (blonde statt braune Haare).

Und Du kannst Dir anhand dieses Bildes klar machen, dass es Deine Aufgabe ist, Deine Seele - Deine ewige Individualit√§t - nach Deinen eigenen Vorstellungen √ľberhaupt erst zu entwickeln und zu erziehen, damit sie zu einem so sch√∂nen Wesen wie die blonde Frau in der Werbung, zu einer Gro√üen Seele (Mahatma) wird. Die materielle Pers√∂nlichkeit (die br√ľnette Frau) ist durch die Umst√§nde (Ehemann, Kinder usw) ziemlich festgelegt. Aber an Deiner ewigen Individualit√§t kannst Du immer arbeiten, unabh√§ngig von den √§u√üeren Umst√§nden. Gerade schwierige Situationen bieten besonders gute M√∂glichkeiten, das Wachstum Deines geistigen Wesens zu f√∂rdern.
Tsong
 
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