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Tagesrhythmus

Tagesrhythmus

Beitragvon Tsong » Di 21. Jul 2009, 09:38

Beim letzten Mal hatten wir ĂŒber die 10 Bausteine gesprochen, aus denen das Leben im Agni Yoga Tempel besteht. Den ersten Aspekt, die Verteidigung des höheren Bewußtseins, haben wir frĂŒher schon behandelt (siehe Kapitel „Disziplin 2 Bewußtsein“, „Disziplin 3 Wachsamkeit“ und „Disziplin 4 Gedankenkontrolle“). Heute ist der zweite Baustein an der Reihe: Der Tagesrhythmus, der im Tempel gilt. So sieht er aus:

5:00 h Wecken
5:15 h Gymnastik (Hatha Yoga)
5:45 h Morgentoilette
6:00 h Meditation (Höchste Verbindung mit dem Lehrer)
7:00 h Studium Agni Yoga
8:00 h Arbeit fĂŒr Lebensunterhalt, ggf. außerhalb des Tempels
10:30 h Morgenmahlzeit
13:45 h RĂŒckkehr in den Tempel, Meditation
14:00 h Ausbildung und Dienst im Tempel
15:30 h Abendmahlzeit
18:45 h Gymnastik (Hatha Yoga)
19:00 h Abendtoilette
19:15 h Studium
19:45 h Meditation (Höchste Verbindung mit dem Lehrer)
20:30 h Persönliche Zeit
22:00 h Nachtruhe

Ihr seht: Es herrscht eine Regel, die sicherstellt, daß wir Raum schaffen fĂŒr alle vier Lebenskreise (Vier Kreise-Regel, FW II, 457): Betrachtung (Leben der Seele, höchste Verbindung), Dienst am Allgemeinwohl, Dienst am NĂ€chsten und Ausbildung (Selbstvervollkommnung).

Die Durchsetzung der Herrschaft des Geistes (siehe Kapitel „Dienst 2“) beginnt bei uns selbst! Wer sein eigenes Leben nicht in eine solche Ordnung bringen kann, wie sie ein spirituelles Leben erfordert, möge nicht daran denken, die viel grĂ¶ĂŸere Aufgabe in Angriff zu nehmen, in der Welt eine höhere Ordnung einzufĂŒhren.

Wer sich ernsthaft an den Versuch gemacht hat, ein heiliges Leben nach höheren Gesetzen zu fĂŒhren, wird bestĂ€tigen, daß es ohne eine feste Tagesordnung nicht geht. Wer sie nicht durchsetzen kann, erliegt den vielfĂ€ltigen Ablenkungen, Versuchungen und nichtigen Anforderungen der Welt und kommt nicht zu dem, was eigentlich wesentlich ist.

Die Disziplin eines festen Tagesrhythmus’ ist keine bloße Äußerlichkeit, sondern im Gegenteil die einzige Möglichkeit, in dieser Welt, wie sie nun einmal ist, ein Leben höheren Bewußtseins zu fĂŒhren, unsere Existenz als TempelschĂŒler zu verteidigen.

Jeder von Euch, der unseren Tempel – im Geist oder physisch - fĂŒr einen Tag, ein Wochenende oder einen Ferienkurs besucht, muß sich in diese Ordnung einfĂŒgen. Ihr werdet schnell selbst erfahren, wie heilsam sie ist.

Vielleicht könnt Ihr nicht alles davon umsetzen, wenn Ihr in Eure gewohnte Umgebung zurĂŒckkehrt. Das ist nicht schlimm. Ein jeder hat sein Los zu tragen. Wichtig ist allein, daß Ihr Euch auch dort, im normalen Alltag, ein festes GerĂŒst schafft, das Ihr gegen alle Angriffe verteidigt: Eine eigene Regel, die es Euch ermöglicht, jeden Tag - und sei es auch nur fĂŒr noch so kurze Zeit - den Lehrer im Geist zu treffen, die Lehre zu studieren, einen Stein fĂŒr das Werk des allgemeinen Wohls beizutragen, Eurem NĂ€chsten zu dienen und Euch Eurer Vervollkommnung zu widmen.

Zitate:

Gerade darin liegt das Übel unserer Zeit: FĂŒr jede erniedrigende BeschĂ€ftigung findet man unbeschrĂ€nkt Zeit, doch fĂŒr das Wichtigste erĂŒbrigt man nicht eine Stunde. (AY 451)

Daher sollte man es lernen, sich die höchsten Gesetze zu eigen zu machen und das Leben nach ihnen aufzubauen. (Hier 143)

Disziplin muß als der heilsame Rhythmus erkannt werden. (AUM 355)

System und Rhythmus haben eine entscheidende Bedeutung. Aus Biographien kann man entnehmen, wie Rhythmus den Geist und das Feuer stĂ€rkte. NatĂŒrlich, gegenwĂ€rtig wird viel vom Rhythmus gesprochen, aber er wird im Leben nicht befolgt. Das Denken ist Ă€ußerst chaotisch und die LebensfĂŒhrung ungeordnet. Jetzt wird alles zugelassen, und der Mensch ist der Sklave von allem. (FW I, 387)

Warum bestehe Ich darauf, jeden Tag Notizen zu machen? Damit der Rhythmus eingehalten wird. Wer immer den Wert der BestĂ€ndigkeit erkannte, der ist den Feurigen Toren schon nahe. Man muß sich in allem zur BestĂ€ndigkeit erziehen. Dann stellt sich UnermĂŒdlichkeit ein und nachher Unbesiegbarkeit. (FW III, 486)

Aneignung des Rhythmus ist eine Stufe zu den fernen Welten. Niemand kann feinstoffliche Schwingungen wahrnehmen, wenn er sich nicht den Rhythmus zu eigen macht und die Bedeutung der Harmonie versteht. FĂŒr manche ist das ein leerer Schall, aber es gibt jene, die bereits ihr ganzes Leben harmonisiert haben. (AUM 572)

Wer den Vorzug hatte, eine Rede von Uns zu hören, kann bezeugen, wie scharf eingeteilt und vielseitig Unsere Zeit verlÀuft. (BGM II, 337)

Es ist fĂŒr einen Yogi von Nutzen, einen gut abgestimmten Kreis um sich zu haben, um den sich nahenden kosmischen Wellen eine gewisse Form zu verleihen. Wenn Ich daher von Harmonie spreche, denke Ich nicht nur an FeinfĂŒhligkeit, Ich weise auf einen nĂŒtzlichen Aufbau hin. (Hier 397)

Man kann die Menschen nicht ĂŒber die höheren Energien unterrichten, wenn ihre ganze Lebensweise ungeordnet verlĂ€uft. (Br I, 456)

SchĂŒler, auch wenn du eine Ă€ußerst beschrĂ€nkte SphĂ€re wĂ€hlst, so behalte dir dennoch eine Stunde fĂŒr das Allumfassende vor. (Br I, 484)

Ein Rhythmus muß ganz ungezwungen zur Gewohnheit werden. (FW I, 511)
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Re: Tagesrhythmus

Beitragvon schĂŒler » Di 15. Sep 2009, 15:27

ist den hatha yoga nicht schÀdlich laut agniyoga und kann sogar in der astralwelt schaden bringen ??????

oder habe ich das einfach nur falsch verstanden
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Re: Tagesrhythmus

Beitragvon schĂŒler » Di 15. Sep 2009, 20:22

ich kann kundalini yoga empfelen OO
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Re: Tagesrhythmus

Beitragvon Tsong » Mi 16. Sep 2009, 09:22

Hier geht es um einfache körperliche Übungen zur Dehnung und StĂ€rkung der Muskeln, z.B. des RĂŒckens. Das kann nicht schĂ€dlich sein, sondern ist sogar notwendig, je Ă€lter man wird, um den Körper fit zu halten. Statt Hatha Yoga kannst Du das auch Gymnastik nennen.
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Re: Tagesrhythmus

Beitragvon schĂŒler » Mi 16. Sep 2009, 13:05

hatha yoga siehe Ay 28,166,193,404.


war nicht böse gemeint nur die sache mit der lehre is so umfangreich das man ja immer ein schlechtes gewissen mitsich trÀgt weil ich dauernt irgentwelche lehren missachte o0
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Re: Tagesrhythmus

Beitragvon stefu » Mi 24. MĂ€r 2010, 21:25

Hallo!

Da ich diesem Irrgedanken auch auf dem Leim gegangen war, möchte ich kurz erwÀhnen, wie ich es nun betrachte.

Wir sollten unterscheiden lernen, was wir warum betreiben. Hatha Yoga als Gymnastik ist absolut in Ordnung. Hatha Yoga um bestimmte ungewöhnliche FĂ€higkeiten zu erlangen, um die Zentren zu entflammen ohne entsprechende geistige Reife zu erlangen (die Zentrenentflammung kommt sowieso; doch natĂŒrlich erst dann, wenn die geistige Entwicklung dies gebiert - dann erst die Errungenschaft organisch und damit auch in andere Leben mitzunehmen) ist unvorteilhaft und kann schĂ€dliche Folgen haben.

Hatha Yoga ist ja nicht das, was uns oftmals vorgegaukelt wird. Nicht bloße gymnastische Übungen. Sondern ein Yoga-System, welches ermöglicht ĂŒber den Körper und dessen absoluter Beherrschung, um den Körper fĂŒr die weitere Entwicklung zu stĂ€hlen.
Doch oftmals sind es die Versprechungen von schieren körperlichen Leistungen, VitalitĂ€t, verlĂ€ngerte Lebensleistung usw. bis hin zu materiellen Beteuerungen die zum Hatha Yoga fĂŒhren.

Auch Agni Yoga lehrt uns, dass die Motivation, mit der wir etwas tun, ausschlaggebend fĂŒr unser Karma ist. Und demzufolge ist gegen Hatha Yoga als körperliche ErtĂŒchtigung nichts einzuwenden von Seiten der Lehre.
Richtig gelebter Hatha Yoga ist ebenfalls nicht schĂ€dlich doch geistig ĂŒberholt; er fĂŒhrt nicht zu dem Endziel wenn er nicht mit einer anderen Yoga-Wissenschaft kombiniert wird - doch wer findet in unserer Zeit die Möglichkeit Hatha Yoga (das sind nicht nur körperliche Verrenkungen und Atemtechniken) im Leben vollstĂ€ndig zu praktizieren?

Wir sollten vielleicht die Lehre nicht bloß dem Wort nach lesen sondern mit dem Herzen die Worte aufnehmen und verstehen.
Der Beweggrund entscheidet ĂŒber viele Begebenheiten; so stimmt der Ausspruch - der in mir als Jugendlicher Aversion hervorrief - dass wenn zwei das Gleiche machen es nicht das Selbe ist.

Soweit in KĂŒrze - nachtrĂ€glich - von mir.
Ich denke dieser Gedankengang kann fĂŒr viele Situationen angewendet werden.

GrĂŒĂŸe
stefu
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Re: Tagesrhythmus

Beitragvon Tsong » Do 25. MĂ€r 2010, 12:23

Sehr schön, was stefu schreibt: AY ist der Yoga des Herzens (Herz 598). Es kommt vor allem darauf an, das Herz zu reinigen und zu verfeinern. Ein reines feinfĂŒhliges Herz sagt uns dann mit einer Gewißheit jenseits aller Vernunft, was richtig ist - nicht nur betreffend die Praxis von Hatha Yoga oder Gymnastik, sondern fĂŒr alle Fragen des alltĂ€glichen Lebens.
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