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Geistige Übungen (Für Anfänger) 1 - Erkenne Dich selbst

Geistige Übungen (Für Anfänger) 1 - Erkenne Dich selbst

Beitragvon Tsong » Fr 6. Nov 2009, 11:11

Die „Einweihung in Agni Yoga“, die wir Euch bei Eurem letzten Besuch im Agni Yoga Tempel vorgestellt haben, ist im Grunde die äußerst knappe Zusammenfassung einer großen Vielzahl von geistigen Übungen. Sie beschreibt die geistige Arbeit, die alle zu leisten haben, die sich auf die nächsthöhere Stufe erheben wollen. Sehen wir uns die wichtigsten dieser Übungen der Reihe nach genauer an:

Nicht nur im Agni Yoga lautet der erste Schritt für denjenigen, der nicht nur große Worte machen, sondern tatsächlich praktizieren will: „Erkenne Dich selbst!“

Erkenne, daß Du aus mehr als nur einem materiellen Leib bestehst! Erkenne den unsichtbaren, nicht-materiellen Teil Deines Wesens, den wirklichen, weil ewigen Menschen, Dein höheres, geistiges Selbst, das weiterlebt, wenn Dein Körper stirbt.

Sehen oder greifen kannst Du Deine Seele nicht, sie kann nur mit dem Gefühlswissen des Herzens erspürt werden. Die Entdeckung des Göttlichen in Dir selbst ist der erste Schritt zu jeder weiteren höheren religiösen spirituellen Erkenntnis.

Die Erfahrung seiner eigenen Göttlichkeit muß ein jeder selbst machen. Wir können sie niemandem einreden. Die folgenden Gedanken mögen dem, der noch sucht, eine Hilfe sein:


Persönliche Erkenntnis der Seele

Sie müssen nicht unbesehen glauben, was andere Sie lehren: Sie können Ihre Seele selbst entdecken!

Wenn Sie die Musik der großen Meister hören: Spüren Sie dann nicht die Existenz von etwas Höheren in Ihrem Inneren? Von etwas Lichtem, das Ihnen Mut zuspricht? Von etwas in seinem Kern Unverletzlichen, das Ihnen Kraft gibt, um auch das schlimmste Unglück mit einem Lächeln zu meistern? Erkennen Sie nicht mit Stolz, mit Wut und mit Scham, daß in Ihnen ein unschuldiges, kindlich-reines Wesen wohnt, dem Sie leider nur allzu selten Ausdruck verleihen, dessen Stimme Sie unter den scheinbaren Zwängen der materiellen Existenz zu unterdrücken pflegen?

Vor allem Mozart beschwört immer wieder das herrliche Bild einer besseren Welt, einer höheren Sphäre herauf, der wahren Heimat unseres geistigen Wesens. Seine Musik lehrt uns, daß in jedem Menschen ein Engel verborgen, verschüttet ist, der darauf wartet, erweckt zu werden.

Fühlt Ihr nicht beim Verlassen des Konzertsaales: Wer mit dem überlegenen Geist erfüllt wäre, der aus einer Symphonie Beethovens oder Bruckners spricht, könnte alle Widerwärtigkeiten des irdischen Alltags siegreich überwinden! Eine wahre Macht kommt da zum Vorschein, die in unserem eigenen Inneren liegt. Sie bewirkt, daß wir wachsen, sie läßt uns tatsächlich größer und stärker werden: Wir betreten die Musikhalle niedergedrückt von den Widrigkeiten das Alltags – wir verlassen sie mit erhobenem Haupt im neu belebten Bewußtsein unserer Majestät und Würde.

Die Musik läßt uns unser wahres Ich erleben, das königliche, priesterliche Wesen, das wir eigentlich sein sollen, das höher ist als unsere kümmerliche materielle Existenz. Sie spricht den göttlichen Kern in unserem Inneren an. Nicht umsonst sind die Konzertsäle besser gefüllt als die Kirchen: Hier kann man erfahren, wovon der Pastor nur redet.

Alle Kunst, die großen Werke der Literatur, der Malerei und der Skulptur erinnern eindringlich an die geistige Seite der materiellen Realität.

In der Natur: Fühlen Sie nicht Ihre Verwandtschaft mit jeder Blume und jedem Baum, mit dem Meer und den Wolken, mit einem Kristall, mit jedem Stein, ja sogar noch mit dem winzigsten Sandkorn? Worauf beruht dieses wunderbare Gefühl? Darauf, daß nicht nur Sie selbst, sondern die ganze Schöpfung „beseelt“ ist, daß derselbe göttliche Geist wie in Ihnen, so auch in aller anderen Materie wohnt.

Wenn Sie lieben, berührt Ihr inneres, eigentliches Ich für einen kurzen Augenblick das verwandte engelgleiche Wesen, das sich hinter der unscheinbaren körperlichen Fassade Ihres Gegenüber verbirgt.

In der Meditation erwacht die Seele zu ihrem Leben und empfängt von ihresgleichen aus den höheren Sphären immer neue Erkenntnis, Trost und Kraft. Es sind Deine edelsten Momente, in denen Dein inneres Wesen sich öffnet, das Göttliche in Dir spricht. Ohne dieses Empfinden sind wir Vieh. Diesem Geist entspringt das Wahre, Gute und Schöne, das Höhere, eigentlich Menschliche, das alle Wesen untereinander und mit den überirdischen Sphären verbindet.

Oder denken Sie an den Tod eines geliebten Menschen: Wir hegen alle eine geheime, zaghafte, beseligende Zuversicht, daß sein Geist fortlebt und in eine bessere Welt eingegangen ist. Dieses Empfinden des Herzens weist den richtigen Weg.

Selbst die Naturwissenschaftler beginnen, sich mit dem vom Körper verschiedenen Wesen des Menschen zu beschäftigen: Sie befragen Patienten, die von der Decke des Raumes herab gesehen haben, wie ein Arzt sie selbst auf dem Operationstisch wiederbelebte. Dergleichen außerkörperliche Erlebnisse, wie sie z.B. bei Schlag- oder epileptischen Anfällen, Drogenkonsum oder in Todesnähe auftreten (Nahtod-Erfahrungen), werden neuerdings mit wissenschaftlichen Methoden erforscht. Die Menschen berichten von einer lichtvollen höheren Welt, die so schön ist, daß sie gar nicht wieder auf die Erde zurückkehren wollten.

Die Seele ist nicht von dieser Welt. Die materiellen Dinge befriedigen sie nicht. Weil sie ein Teil unseres Wesens ist, sehnen wir uns nach Höherem, nach geistigen Werten, begeistern uns für Ideale wie Wahrheit, Gerechtigkeit, Schönheit und Liebe. Unser höheres Selbst leidet geradezu an Unwahrheit, Ungerechtigkeit, Häßlichkeit und Lieblosigkeit.

Was hat Ihre physische Seite mit Gerechtigkeit zu tun? Wie das Vieh denkt sie nur an Überleben, Fortpflanzung und Befriedigung ihrer Begierden, an Fressen und Gefressenwerden, an das Gesetz des Stärkeren, wie es im Dschungel herrscht.

Warum haben wir im Lauf der Evolution diesen primitiven Zustand überwunden? Wir sind unserer höheren Natur gefolgt und haben in einem gewaltigen Kampf die Herrschaft eines geistigen Prinzips (des Rechts) über die physische Gewalt begründet. Das beweist: Es wohnt etwas Höheres in uns, das nicht der materiellen, sondern der geistigen Welt angehört.

Die größte Sehnsucht des Menschen ist, diese göttliche Seite seiner Natur zur Geltung zu bringen. Die höchste Befriedigung erfüllt uns, wenn das einmal gelingt – nicht, wie man uns glauben machen will, wenn wir unsere tierischen Bedürfnisse stillen.
Die Seele erinnert sich an die ideale Welt, aus der sie kommt – an das Paradies, aus dem sie vertrieben wurde, um auf dem materiellen Plan zu inkarnieren. Sie sehnt sich zurück nach den himmlischen Verhältnissen. Sie strebt danach, die überwältigende Schönheit der überirdischen Ordnung auch auf Erden zu verwirklichen.

Sehen Sie? Die Seele ist nicht weniger real als der Leib. Sie verneinen doch auch nicht die Wirklichkeit von Gedanken, Gefühlen, Energien oder Röntgenstrahlen, nur weil Sie sie nicht berühren können! Schieben Sie die höhere Erkenntnis, das Gefühlswissen Ihres Herzens nicht als Illusion beiseite!

Wer seine höhere Natur, das Göttliche in sich leugnet, fällt auf die Stufe der Tiere zurück.

Die Erkenntnis der Seele ist vollkommen wissenschaftlich: Sie beruht auf Beobachtung und Erfahrung der Wirklichkeit. Der feinfühlige Mensch spürt sein Innerstes und Edelstes mit einer Gewißheit, die höher ist als alle Vernunft. Das Prinzip der Unendlichkeit, der Unbegrenztheit des Seins muß auch auf den Menschen angewendet werden.

Man will Ihnen Ihr bestes nehmen! Es ist wahrhaft ein Sieg des Teufels und eine geistige Katastrophe, daß der moderne Mensch unter dem Einfluß der Aufklärung die Existenz der Seele in Zweifel zieht, keinen Weg mehr findet, die Wahrheiten der Vernunft mit denen der Religion zu verbinden. Nur noch seinem Intellekt vertrauend und jede höhere Wirklichkeit zurückweisend fällt er in Barbarei, wird zu einem geistlosen Roboter und schafft eine kalte, tote Welt, in der zu leben eine Qual ist.

Es ist an der Zeit, diesen menschenunwürdigen Zustand zu beseitigen. Frühere Zeiten wußten mehr von der überirdischen Realität als wir. Zu dieser Erkenntnis müssen Sie durchstoßen, wenn Sie die Matrix überwinden wollen, die Ihre Köpfe blockiert und sich wie Mehltau auf Ihre inneren Sinne legt.

Der erste Schritt auf dem Weg zur Unsterblichkeit ist, sich der eigenen höheren Natur, des in Ihrem Inneren wohnenden geistigen Wesens mehr und mehr bewußt zu werden. Verschließen Sie sich nicht dem Ruf Ihres höheren Selbst! Öffnen Sie Ihr Herz für die Erkenntnis der Dinge, die man zwar nicht sehen, mit den höheren Sinnen aber sehr wohl „begreifen“ kann.
Tsong
 
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