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Flüchtlingselend

Hier nehmen wir zu aktuellen Tagesfragen Stellung

Flüchtlingselend

Beitragvon Tsong » Fr 4. Sep 2015, 12:02

Auf der Suche nach einer Antwort der Lehre auf das furchtbare Flüchtlingselend dieser Tage öffnete meine Frau ein Buch aufs Geratewohl und stieß unmittelbar auf folgende Stelle:

Auf Erden ging das Glück verloren, denn Glück liegt im Geist. Jene, die sich vom Geist abwandten, müssen Unglück erdulden, denn wie sonst könnten sie zur Umkehr gelangen? Darin besteht der Sinn großer Ereignisse. (AY 14)

Was bedeutet das? Auch diese schlimmen Ereignisse haben ihren Sinn. Es ist kein Zufall, dass gerade bestimmte Menschen betroffen sind. Leider wollen viele freiwillig nicht lernen und können nur durch Unglück dazu gezwungen werden.

Das heißt nicht, dass wir ihnen nicht helfen sollen. Einem jeden Menschen in Not gebührt unser tätiges Mitleid, gleichgültig, ob er "selbst schuld" ist oder nicht.

Aber es hilft uns, die Ereignisse richtig einzuordnen, wenn wir wissen, dass kein blinder Zufall herrscht, dass sie nicht ohne einen höheren Sinn über die Menschheit hereinbrechen.

Und es führt uns vor Augen, dass neben materieller auch geistige Hilfe gefragt ist: Nur wenn die Notleidenden jedenfalls jetzt lernen, was sie lernen sollen, können sie sich für die Zukunft ein besseres Schicksal schaffen und Katastrophen dieser Art vermeiden. Agni Yoga ist heutzutage die bei weitem beste Grundlage, um eine solche geistige Hilfe zu geben.
Tsong
 
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Re: Flüchtlingselend

Beitragvon Weltenbummler » Mo 7. Sep 2015, 08:37

Hallo Tsong, es fällt mir mal wieder schwer, deinen hochfliegenden Gedankengängen zu folgen.
Meinst du wirklich, der kleine kurdische Junge am Strand von Bodrum, dessen Bild um die Welt ging, sei "selbst schuld" an seinem Tod??
Und welchen Sinn soll man denn in einem solchen Tod erkennen??
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Re: Flüchtlingselend

Beitragvon Tsong » Fr 11. Sep 2015, 08:17

Ich habe nicht gesagt, dass ich den Sinn kenne. Ich habe nur gesagt: Es gibt einen Sinn - aber wir Menschen können ihn nicht immer vollständig erkennen.

Wenn wir im AY von "Schuld" sprechen, ist Karma gemeint. Dabei gibt es nicht nur persönliches, sondern auch Familien-, Gruppen- und Volks-Karma und letztlich das Karma der ganzen Menschheit, das gelöst werden muss. Das Kind leidet also z.B. mit der Familie mit, in die es hineingeboren wurde. Wir alle müssen "ausbaden", was unsere Eltern, Chefs oder Politiker falsch machen.

Ich kenne Bodrum (das antike Halikarnassos), das ist eine reiche, weltoffene türkische Stadt. Man kann also kaum davon ausgehen, dass dem Jungen und seiner Familie dort Verfolgung oder gar Lebensgefahr drohten. Das waren also wohl typische Wohlstandsflüchtlinge, die sich in Europa eine bessere Zukunft erhofften.

Vielleicht hat sich der Junge bei der Inkarnation die falschen Eltern ausgesucht (was für ein unverantwortlicher Leichtsinn, mit der Familie so über das Meer zu fahren), und seine Seele muss lernen, es beim nächsten Mal besser zu machen? Wirklich beurteilen können wir die Situation und die in ihr sicher liegende Gerechtigkeit nur, wenn wir sie in allen ihren Aspekten kennen.
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