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Blockade

Hier beantworten wir Fragen zur Agni Yoga Lehre.

Blockade

Beitragvon Weltenbummler » Do 22. MĂ€r 2012, 10:32

Hallo ihr tapferen Agni-Ritter, kann ich euch mit einem persönlichen Problem belĂ€stigen? Ich habe zur Zeit das GefĂŒhl, ich bin blockiert. Ich lese die Agni Yoga BĂŒcher und habe viele Ideen, komme aber einfach nicht weiter. Ich bewege mich nicht von der Stelle, stehe heute dort, wo ich schon vor einem Jahr stand. Ich fĂŒhle ein grĂ¶ĂŸeres Potential in mir, trĂ€ume von weiterem Aufstieg, finde aber den SchlĂŒssel dazu nicht. Habt ihr das auch schon erlebt? Welchen Grund kann das haben? Was kann man tun?
Weltenbummler
 
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Re: Blockade

Beitragvon Tsong » Mo 26. MĂ€r 2012, 10:17

Das GefĂŒhl kenne ich auch. Außer persönlichen kann es auch GrĂŒnde geben, die mit den Gesetzen des Kosmos zusammenhĂ€ngen: Der geistige Pfad des Aufstiegs besteht aus einer unendlichen Reihe von Stufen. Es geht nur Schritt fĂŒr Schritt aufwĂ€rts. Bevor eine Stufe nicht wirklich bewĂ€ltigt wurde, ist der Zugang zu höheren Stufen versperrt.

Es kann also sein, daß Du die Lektion der Stufe, auf der Du gerade stehst, noch nicht vollstĂ€ndig gelernt hast. In diesem Fall helfen alle anderen TrĂ€ume, SehnsĂŒchte und Bestrebungen nichts: Du wirst nicht eher weiterkommen, als bis Du die gerade anstehende Lektion gelernt hast. Der nĂ€chste Schritt ist der entscheidende – den ĂŒbernĂ€chsten solltest Du gar nicht ins Auge fassen.

Um ein konkretes Beispiel zu geben: Wenn es fĂŒr jemandes persönliche Weiterentwicklung nach EinschĂ€tzung der Hierarchie unbedingt erforderlich ist, daß er das Rauchen aufgibt, ist er blockiert und kommt nicht voran, solange er diese Aufgabe nicht erfĂŒllt hat.

Noch mehr: Wenn er sich selbst nicht mehr weiterentwickelt, werden auch alle seine Projekte und Unternehmungen nicht mehr vorankommen, denn ohne stÀndige eigene Fortentwicklung kann man auch ein irdisches, materielles Vorhaben nicht lange am Leben erhalten.

Du mußt also versuchen, herauszufinden, was gerade Deine Aufgabe betreffend die eigene Vervollkommnung ist. Diese mußt Du bewĂ€ltigen und alle anderen TrĂ€ume einstweilen fahren lassen. Erst wenn Du das wirklich geschafft hast, werden sich (nach dem kosmischen Gesetz der Entsprechung, siehe Heft 9 der EinfĂŒhrung in Agni Yoga, http://www.lebendige-ethik-schule.de/U9.pdf) Möglichkeiten zu weiterem Fortschritt von selbst einstellen.

Dabei kann es sich um scheinbar unbedeutende Kleinigkeiten handeln – aber auch ein winziges Sandkorn kann eine große Maschine blockieren.

Das alles ist sehr individuell. NatĂŒrlich ist es allgemein gut, sich das Rauchen abzugewöhnen. Aber nicht jeder Raucher hat gerade jetzt gerade diese Aufgabe vor sich. Helena Blavatsky hat auch geraucht und war nicht blockiert; die Abgewöhnung war wohl in diesem Leben nicht vorrangig. Möglicherweise hĂ€tte sie ihren anderweitigen Auftrag noch besser erfĂŒllen können, wenn sie sich nicht derart selbst geschĂ€digt hĂ€tte; oder sie war geistig so stark, daß sie sich dieses kleine Laster erlauben konnte, ohne erheblichen Schaden zu nehmen.

Hören wir Helena Roerich:

Um die gegebene Stufe zu meistern, dĂŒrfen wir nicht die folgenden ĂŒberspringen. NatĂŒrlich können wir durch außergewöhnliche Strebsamkeit alle Stufen schneller bewĂ€ltigen. Doch unsere FĂŒĂŸe sollten jede Stufe berĂŒhren. Der Grad des Strebens wird die Dauer des Verweilens auf der jeweiligen Stufe bestimmen. Deshalb mĂŒssen wir uns mit unserer ganzen Kraft auf eine neue und höhere Stufe vorbereiten und daran denken, daß unsere Zeit begrenzt ist. (HR I/1, 134; Brief vom 21.10.1931)
Tsong
 
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